BL 2014/15 #02 FC Schalke 04 – FC Bayern

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
21.09.2013 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:4 (0:2)
Saison 2012/13
22.09.2012 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:2 (0:0)
Saison 2011/12
18.09.2011 FC Schalke 04 – FC Bayern 0:2 (0:1)
Saison 2010/11
04.12.2010 FC Schalke 04 – FC Bayern 2:0 (0:0)
Saison 2009/10
03.04.2010 FC Schalke 04 – FC Bayern 1:2 (1:2)

Aufstellung:

Neuer – Alonso, Lewandowski, Shaqiri, Boateng, Götze, Rode, Lahm (K), Müller, Alaba, Badstuber

Auswechselbank:

Reina – Dante, Pizarro, Gaudino, Bernat, Hojbjerg, Green

Was zu erwähnen wäre / Nachbericht:

- Verdientes Remis, Bayern kann aktuell (noch) nicht über 90 Minuten dominieren

- Alonso ist Weltklasse. Der muss sich nirgendwo eingewöhnen. Wahnsinn, der Typ. Klasse, dieser Transfer!

- Manchmal habe ich in dieser jungen Saison den Eindruck, dass ausgerechnet die Nicht-WM-Fahrer nicht 100% fit sind (Alaba!).

Weitere Links:

Miasanrot.de

Spielverlagerung.de

BL 2014/15 #01 FC Bayern – VfL Wolfsburg

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
28.09.2013 FC Bayern – VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)
Saison 2012/13
25.09.2012 FC Bayern – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)
Saison 2011/12
28.01.2012 FC Bayern – VfL Wolfsburg 2:0 (0:0)
Saison 2010/11
20.08.2010 FC Bayern – VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)
Saison 2009/10
29.08.2009 FC Bayern – VfL Wolfsburg 3:0 (1:0)

Aufstellung: Neuer – Dante, Lewandowski, Robben, Gaudino, Bernat, Götze, Lahm (K), Müller, Alaba, Badstuber

Auswechselbank: Reina – Shaqiri, Pizarro, Scholl, Rode, Hojbjerg, Green

Was zu erwähnen wäre / Nachbericht:

- Wo stünde der FC Bayern nur ohne Arjen Robben?
- Für Xherdan Shaqiri wird es das entscheidende Jahr beim FC Bayern
- Robert Lewandowski hat noch ein Stück vor sich bei der Umstellung auf die Spielsysteme des FC Bayern

Weitere Links:

Missanrot.de

Spielverlagerung.de

Kampf der Lager oder Fallhöhen-Bayern

Dies ist ein Erdungsbeitrag. Für meine Leser, für mich, für alle Bayernfans. Die jetzigen und die, die schon 2011 dabei waren und auch sonst alle, die es brauchen.

Wie ist der Stand? So:

Der Spanier muss auch in Münster auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Bastian Schweinsteiger, Franck Ribéry, Thiago, Martínez, Rafinha und Mitchell Weiser werden verletzungsbedingt sicher fehlen.

Lassen wir Weiser mal außen vor *hust* sind die Ausfälle beim FC Bayern aktuell schon ein Brett. Die Erschütterungen in den taktischen Saisonplanungen vor allem durch den Ausfall von Martinez sind sogar hier im Rheinland noch zu spüren, die Unsicherheit vieler Anhänger bezüglich der Verletzungsfrequenz bei Ribery & Schweinsteiger greifbar.

Was liegt dem zugrunde? Was macht diese Ausfälle, diese Verletzungen so besonders? Vor allem im Vergleich zu Verletzungen anderer Spieler anderer Vereine? Weshalb bilden sich im (Fan)Umfeld des FC Bayern zweierlei Lager? Die Paniker und die Beschwichtiger?

Das Stichwort ist Fallhöhe.

Der FC Bayern hatte zwischen 2012 und 2014 Weltklasse-Jahre. Und – sind wir mal ehrlich – mit Meisterschaften, Pokalsiegen und gar drei (in Worten: Drei!) Championsleague-Endspielteilnahmen hatten wir seit 2009 doch eigentlich fünf(!) Klasse-Jahre. Oder?

Wo ist also das Problem?

Fallhöhe. Man gewöhnt sich sehr schnell an die Gipfelluft. Je länger man dort oben verweilt, desto mehr muss einem offenbar aber auch die dünne Luft zusetzen. Die Wahrnehmung beeinflussen. Anders ist kaum die fehlende oder geringe Demut für die letzten fünf oder zumindest zwei bayerischen Jahre zu erklären.

Wir täten gut daran, uns dies immer wieder vor Augen zu führen. Ganz bewusst erwähne ich, dass ich mich – natürlich – auch mit einbeziehe in die Zielgruppe. Denn selbst mir fällt es oftmals schwer, ein Schritt beiseite zu treten und diese unfassbare Zeit fassbar zu machen. Selbst als jemand, der zwischen 2012 und 2014 ab und an auf die Endlichkeit der Herrlichkeit hinwies und seit dem CL-Halbfinal-Aus gegen Madrid immer wieder von Dankbarkeit sprach – selbst mich beschlich in den letzten Tagen zeitweise dieses Zwicken, welches man spürt, wenn man Verlust empfindet. Oder befürchtet.

Natürlich treffen uns die Ausfälle der obigen Sportskameraden und ja, die Saisonvorbereitung hätte insgesamt besser laufen können. Wie alle zwei Jahre. Aber das Triple wurde auch in einer Post-EM-Saison gewonnen. Punkt 1.

Punkt 2: Titel werden im (späten) Frühjahr, nicht im August, September, Oktober gewonnen.

Punkt 3: Was sollen uns die Dortmunder Würdenträger über Verletzungen erzählen?

Punkt 4: Muss es 2014/15 wirklich wieder das Triple sein?

Punkt 5: Demut, Leute. Ärmel hoch, Stutzen runter. Arbeiten, Trainieren, Stück für Stück vorwärtsgehen und die Spät-Frühjahr-Ziele nicht aus den Augen verlieren. Das Erntedank- war noch nie das Pfingstfest (um einen berühmten Sohn der Stadt Ulm abgewandelt zu zitieren)!

Wir haben Verletzte, aber noch keine Sportinvaliden zu beklagen und unsere Führungsebene hat ja die Zeichen dieser Tage erkannt und will den Kader ergänzen. Spät und wohl teurer als geplant, aber nur hohe – teure – Qualität sollte uns weiter bringen.

Hören wir auf unseren Trainer, der weiß es sicher wieder einmal am besten:

Wir müssen mit dieser Situation klarkommen, wir können das alles in den nächsten Wochen nur mit unserer Mentalität und Leidenschaft kompensieren. Aber ich bin optimistisch, dass das klappt.

In diesem Sinne: Auf geht’s, Ihr Roten! Und zwar direkt mal gegen die Preussen.

Alles bleibt anders. Vorerst.

Seit meinen Blog-Jubiläumsbeiträgen ist nun auch wieder einige Zeit vergangen. Fast unbemerkt für mich, möchte ich hinzufügen. Ihr kennt das.

Ich hatte gefragt, ihr habt geantwortet. Das Ergebnis ist relativ klar. Aktuell 70% der Teilnehmer könnten sich Co-Autoren auf Breitnigge.de vorstellen. Auf den Plätzen “Teaser als Nachbericht” und “Weiterführende Links”. Im Prinzip ein Ergebnis mit dem ich vor der Umfrage gut hätte leben können, zog ich doch – wie erwähnt – weitere Autoren auf meinem Blog in Erwägung.

Jetzt bin ich natürlich per se ein offener Typ und wenn ich mir – wie in der Situation meines Bloggerlebens – nicht zu 100% sicher bin, lasse ich mich gerne von Meinungen Anderer inspirieren. So auch hier. Nach dem Erwähnen der Zwischenergebnisse bzgl. der Co-Autoren kam das Feedback erst richtig in Fahrt. Ein Feedback, dass mir erneut zu denken gab.

Mehr Autoren? Dachte das wäre dein persönliches Bayernimweb-Zuhause?

Deine Community ist da wegen dir. Neue Autoren bergen immer auch die große Gefahr den Entfremdung.

es gibt keine Breitnigge-Autoren. Es gibt nur Breitnigge.

Finde auch, dass es eher ein persönliches Blog ist. Mit versch. Autoren ist es nicht mehr “Du”. Lieber selten…

ich bin gegen co-Autoren und habe auch so abgestimmt. Ich lese es wegen Oliver S. und mache nur für Paula eine Ausnahme ;) ich lese Breitnigge ausdrücklich wegen deiner Beiträge und diese sind auf einem Level das wenige haben.

Und zum Abschluss:

Also mach einfach das, bei wem du dich am wohlsten fühlst.

Ohne jetzt noch lange darüber diskutieren zu wollen – so mache ich es dann jetzt auch. Es wird – vorerst – keine Co-Autoren geben und auch keine Blogzusammenlegungen, wie bei den fabulösen Kollegen von miasanrot.de. Nein, ich überlege mir anhand des Feedbacks ein leicht angepasstes Format der Spieltagsvorberichte, werde weiter Weisheiten posten und zu einzelnen Themen auch weiter Stellung beziehen. So machen wir das, so gefällt es mir am besten.

Das Wichtigste für alle Breitnigge.de – Leser:

Es geht weiter!

Weisheiten #288

“Das ist ein willkommener Test. Uns fehlen zwar noch ein paar Spieler, aber wir werden trotzdem versuchen, die Spiele zu gewinnen.”

David Alaba, Nicht-WM-Fahrer.

Weisheiten #287

“Ich werde mit den Spielern reden. Ich werde keine Ausreden gelten lassen. Wir müssen uns an die Situation anpassen. Die ist nicht ideal, aber ich will keine Klagen.”

Pep Guardiola, klaglos.

Danke. Danke sehr, Herr Lahm

Ich bin kein Fan der deutschen Nationalmannschaft. Ich bin Fan meines Vereins. Für die Nationalmannschaft interessiere ich mich, weil sie mein Land vertritt, weil dort die besten deutschen Spieler spielen und weil es – am Ende des Tages – immer noch um Fußball geht.

Sicherlich merkwürdige Zeilen dieser Tage, wo wir doch alle weltmeisterlich begeistert sind. Oder sein sollten. Was ich auch bin. Irgendwie. Weltmeister zu werden ist schon auch irgendwie geil. Und die hinter uns liegende Weltmeisterschaft hat uns natürlich begeistert. Auch aus deutscher Sicht. Auch mich. So nach und nach halt. Turnierfan eben.

Worum es aber eigentlich geht, ist Philipp Lahm.

Herr Lahm (schließlich ist er Weltmeisterkapitän, also ‘n bißchen mehr Respekt, bitte) hat seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Für alle überraschend, nach eigener Aussage aber schon seit der gesamten im Laufe der letzten Saison geplant. Was für ein seltenes Glück für ihn, dass es auf dem Höhepunkt seiner (Nationalmannschafts)Karriere passieren konnte. Nach dieser Vielzahl von zweiten und dritten Plätzen bei all den WMs & EMs seit 2006 muss einem diese Entscheidung Respekt abnötigen, hatte er doch in Kauf genommen, als Sinnbild der “unvollendeten Generation” abgestempelt zu werden. Einerseits. Andererseits wissen wir nicht, ob er tatsächlich auch ohne WM-Titel abgetreten wäre und da die Entscheidung offenbar nach “Wembley 2013″ gereift ist, kann von “unvollendet” ja nicht zwingend die Rede sein.

Wie auch immer, sein Drehbuch erwies sich als perfekt und ich bin ihm dankbar. Aus vielen Gründen.

Dankbar – beispelhaft – für ein 1:0 gegen Costa Rica oder ein 3:2 gegen die Türkei 2008.

Dankbar für seine Qualität. Auf dem Rasen. Rechts, links, hinten, vorne, in der Mitte oder Außen. Und all dies, obwohl ich ihn nicht nur einmal in Blogbeiträgen kritisiert habe. Damals. Asche. Auf mein Haupt.

Dankbar, dass er der Generation angehörte, die beteiligt war, den deutschen Fußball nach 2000 und 2004 wieder “auferstehen” zu lassen (unter Ribbeck verlor ich erstmals ernsthaft das Interesse an der Nationalmannschaft).

Und letztlich grenzenlose Dankbarkeit, dass er ab sofort nur noch meinem, unserem Verein zur Verfügung stehen will. In den ganz offensichtlich letzten vier Jahren seiner Karriere.

Danke, Philipp Lahm. Danke für einen Abgang mit Stil und Klasse.

Paules Decima: Gastbeitrag: 10 Jahre mit einem Bayernblogger

Es war das erste Mal, dass ich so etwas getan habe. Aber was macht man nicht alles aus Liebe. Ich stellte mich also an und fragte nach einem Autogramm. “Was soll ich schreiben?” “Für Breitnigge.” Den Blick, mit dem mich Paul Breitner daraufhin anschaute, werde ich nicht vergessen.

Morgens in der Kita. Eigentlich will ich nur das Kind hinbringen, mit der Erzieherin noch kurz klären, dass K1 heute mit einem Freund nach Hause geht, während das Kind lauthals “Stern des Südens” in mein Ohr schmettert. “Hat er meiner Tochter beigebracht, finde ich super”, erzählt mir ein Vater. “Und ich wusste ja gar nicht, dass du mit Breitnigge verheiratet bist.”

Ich eigentlich auch nicht. Denn auf der Heiratsurkunde steht, ich hab extra noch einmal nachgeschaut, ein anderer Name. Obwohl er da schon unter dem Pseudonym gebloggt hat.

Wenn ich in Worte fassen soll, wie es ist, mit dem Blogger Breitnigge verbandelt zu sein, dann treffen es die beiden Beispiele am besten. Irgendwas zwischen ahnungsloser Fassungslosig- und Was-soll-das-keit und “den-les-ich-doch-den-gibt’s-in-echt?”

Ja, den gibt es in echt. Und als ich ihn kennenlernte, da war er noch kein Blogger. Allerdings schon Bayern-Fan. Von Beginn an war klar: Es gab vor mir schon eine andere Liebe. Die in Frage zu stellen, hätte bedeutet, die Beziehung in Frage zu stellen. Ich musste also lernen – und das als Fortuna-Düsseldorf-Kind – mit dem FCB zu leben. In der ersten gemeinsamen Wohnung einigten wir uns darauf, dass Devotionalien auf das Arbeitszimmer beschränkt blieben. Als ich dann soweit war, gelernt hatte, dass neben meinem Schreibtisch FCB-Schals und Mannschaftsposter hingen und dass ich mir für den Samstagnachmittag alles Mögliche vornehmen konnte, nur keine Zweisamkeit – da verwandelte sich der Mann in den Blogger.

Es war eine schleichende Verwandlung, fing an mit mal einem Bericht. Dann einem zu jedem Spiel. Statistiken, Quizfragen, Tippspielen, Layout Entwürfen, Diskussionsrunden mit Kommentatoren und und und. Und der wochenendlichen Frage: Können wir was unternehmen oder musst du noch schreiben?

Meine Geduld, eine Stärke für die ich eh bekannt bin, wurde das ein oder andere Mal… sagen wir… strapaziert. Er hat es mit Tricks probiert, ich begann also irgendwie auch zu bloggen. Und konnte den Spaß, auch wenn es bei mir nichts mit Fußball zu tun hatte, für das Hobby verstehen. Dann kamen K1 und K2. Aus Breitnigge wurde eben auch Papa. Der lernen musste, wie man mit einem schlafenden Baby auf dem Bauch ganz leise jubelt. Und dass man einen Blogbeitrag schieben muss, weil K1 Fieber oder K2 Bauchschmerzen oder die Frau extremen Schlafentzug hat.

Und Frau hat gelernt, dass – obwohl es nicht in der Heiratsurkunde steht – sie eben auch mit Breitnigge verheiratet ist. Deswegen stellt sie sich auch an, nimmt den Blick von Paul Breitner gelassen hin und lässt sich sogar mit ihm fotografieren. Sie übt mit K2 den Text von Stern des Südens, damit er mit K1 mitschmettern kann. Und wartet neugierig, wie es wohl sein wird, wenn K1 schreiben gelernt hat. Und neben Fußballer, Schauspieler, Musiker und Astronaut auch Blogger werden will.