Prinz Poldi Superstar

So könnte man meinen, wenn man die Entwicklung (und die (Boulevard-)Berichte) in den letzten Tagen beobachtet. Zunächst liefert derLukas ein eher besseres Länderspiel und dann macht er sich (endlich) mal Luft, ob seiner Unzufriedenheit mit seiner Situation. Wäre ja noch schöner, wenn er ausschließlich happy wäre, was seine Nicht-Einsätze angeht.

Allerdings müssen den Worten dann auch Taten folgen. Herr Klose kündigte vor der Rückrunde insgesamt 25 Saisontore an. Naja. Wird langsam eng. Herr Podolski schoss dagegen einfach mal den Ausgleich im Frankenland und rettete so wohl die Saisonziele. Zumindestens mental. Die Konstellation des letzten Spieltages kam ihm da entgegen.

Und plötzlich liest man Schlagzeilen, wie “Bayern bangt vor Getafe um Podolski” – als ob dieser Stammspieler wäre.

Auf der anderen Seite: Vielleicht ist er es ja inzwischen. Wenn’s nach Hitzfelds Leistungsprinzip geht. Wie viele Tore hat Klose nochmal im UEFA-Pokal geschossen? Und Podolski?

Eben.

Aus meiner Sicht wär’s jetzt mal an der Zeit für eine Poldi-Time in der Startformation. Herr Klose kann ja seine ansteigende Form dann gerne in zweiten Halbzeiten präsentieren.

Ein Geisterfahrer? Millionen!

Der beliebte Verkehrsfunk-Witz.

Im Zirkus Fußball gibt es genug Darsteller, die sich ständig verfolgt fühlen. Keine Frage. Mentale Geisterfahrer sind da die Könige unter den Verschwörungstheoretikern. Daum ist so ein Fall. Oder eben Hamburgs Jarolim.

Der erwägt inzwischen ernsthaft, Deutschland zu verlassen, da er “eine Kampagne gegen sich laufen sieht”. Inhalt der “Kampage”: Jarolim sei ein Schauspieler…

Da bin ich jetzt aber überrascht.

Meine Güte. Wie kann man dem David denn sowas vorwerfen?

Nein. Das geht nun wirklich nicht. Da kann ich ihn total verstehen…

Schnell, schnell, bevor es zu spät ist

Puh. Gerade noch geschafft. Bevor die die Mauern hochziehen an der Säbener Straße. ;-)

Der letzte Ferientag in vielen Bundesländern lockte am Sonntag bei herrlichem Frühlingswetter noch mal knapp 2.500 Fans zum Training des FC Bayern an die Säbener Straße. Die sahen auf dem Platz zwar nur die Reservisten und nicht eingesetzten Spieler vom Derby in Nürnberg, wurden dann aber von Luca Toni und Co. mit ausgiebigen Autogrammeschreiben mehr als getröstet.

Weisheiten # 43

“Es ist doch scheißegal, wie wir die Punkte holen. Wichtig ist, dass wir am Ende die Titel holen.”

Lukas Podolski nach seinem Tor zum 1:1-Endstand im bayerischen Derby.

T Minus 9: 1.FC Nürnberg – FC Bayern

Syndrome gibt es viele. Stockholm-Syndrom zum Beispiel. Gestern wäre fast ein neues hinzugekommen: Das Cottbus-Syndrom. PrinzPoldi bewahrte uns davor. So einigermaßen.

Dabei hatte ich mir das Spiel in Nürnberg ganz anders vorgestellt. Stattdessen erlebten wir Bayern-Fans den Murmeltiertag.

Eine vom Abstieg bedrohte Mannschaft kämpft ums Überleben und die Graupen aus dem Bayern-Kader spielen mit 75% Leistung.

Erstaunlich, wenn man sich die Leistung gegen die Leverkusener vor Wochenfrist vor Augen hält.

Seit diesen 90 fränkischen Minuten ist nun einige Zeit vergangen und die Dummheit der Konkurrenz, die es fertig brachte, parallel mind. genauso zu versagen, haben mich etwas milder gestimmt. Aber nur ein wenig.

Und jetzt geht’s los!

Vor dem Spiel bekam ich den ersten Schreck. Demichelis kann nicht spielen, hat sich bei der Nationalmannschaft ein blaues Auge geholt. Supi. [1]

Und dann kommt ein Ottl in die Startelf, weil unser “Held” van Bommel vor Wochen nicht nur aufgrund der letzten Disziplinlosigkeit seine 5. gelbe Karte per Gelb-Rot negierte sondern sich diese sofort im nächsten Spiel abholte und somit diesen Einsatz unserer Nr.4 auf der 6 verursachte.

Und dann? Was mussten meine zuletzt von Höhen und Tiefen geprüften Augen vernehmen? Lahm spielt. Im offensiven Mittelfeld!

Auch dies ein Schock mit Vorbereitung. Schließlich hat sich der zuletzt, neben Ribéry stärkste Bayern-Spieler auf dieser Position im Länderspiel verletzt – ganz toll! Altintop fällt wohl die restliche Saison aus. Ergo werden wir derlei Bangen, ob welcher Pflaume dort zum Einsatz kommt, im Ausklang dieser Spielzeit noch öfter erleben müssen.

Was sollte das bitte, Herr Hitzfeld?

Als der General seinen Fehler korrigierte, war’s schon fast zu spät und es gelang nur noch der Ausgleich gegen die, wie wild kämpfenden Nürnberger.

Immerhin.

Soviel zu meinem Bluthochdruck vor dem Spiel.

Dann nach 13 Sekunden die größte (und einzige) Chance für Luca Toni. Killerinstinkt adé? Es hätte mir eigentlich Warnung genug sein können, wohin es in diesem Spielen laufen sollte. Tat es nicht. Ich dachte insgeheim, wie wohl auch einige andere Spieler: Das läuft ja wieder bestens, fast wie von selbst…

Mehrere Dinge fielen mir im zweiten katastrophalen Auswärtsspiel in Folge auf:

1. Wir haben ein Aussenverteidiger-Problem

Dachte ich während und nach den letzten Spielen noch, dass Jansen und Lell aktuell das Maß aller Dinge sind auf den Flügeln, muss ich mich hier ein wenig korrigieren: Im gestrigen Spiel standen sie Lahm und Sangol in nichts nach! Meine Güte. Wie nervös kann man als Bundesliga-Spieler eigentlich sein? Ein Fehlpass-Rekord jagte den anderen. Der Gipfel: das hilflose und E-Jugend-mäßige Gestikulieren rund um den Nürnberger Einwurf vor dem 0:1.

Peinlich.

2. Demichelis kann nicht überall spielen

Im Moment bräuchten wir einen Demichelis sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld. Zé Roberto war auch gestern wieder nur ein Schatten der Vorrunde (an seiner Magen und Darmgrippe kann’s ja nicht mehr liegen) und ein van Bommel ist ja ständig gesperrt. Wollen wir hoffen, dass er jetzt die restliche Saison mit den max. möglichen 4 Gelben Karten auskommt.

3. Im offensiven Mittelfeld geschieht ohne Ribéry nicht viel

Und wenn dieser Wunderspieler dann mit 2-3, öfter 4 Gegenspielern zu kämpfen hat, liegt das Offensiv-Spiel der Bayern brach! Was aber noch viel erschreckender ist: Wenn soviele Gegenspieler einen Ribéry aus dem Spiel nehmen, wo sind dann die freien, ungedeckten Bayern-Spieler??

Es bleibt beim bekannten Problem: Wir brauchen Entlastung für Ribéry. Personell oder durch Laufbereitschaft und Kampf.

Apropos…

4. Pomadige, lauffaule und nicht zweikämpfende Bayern gefährden den Traum vom Triple

Was war das denn wieder?

Sonst beschweren wir uns über Gegner, die nur hinten drinstehen und an denen wir uns die Zähne ausbeissen und jetzt spielten wir schon zum zweiten Mal auswärts gegen spielende Gegner und bekommen trotzdem nix gebacken?? Da gehen einigen Spielern so langsam die Ausreden aus, oder?

Liegt bestimmt nur an den vielen Fans beim Training, gelle?!

Diese Liste könnte ich noch beliebig weiterführen. Habe ich aber keine Lust mehr zu und ausserdem war irgendwann während des Spiels mein Organizer mit den Notizen vollgeschrieben (z.B. “Was macht Herr Ottl eigentlich beruflich?” [2])…

So geht’s zumindestens nicht weiter. Wir können uns nicht immer darauf verlassen, dass alle anderen Konkurrenten so kollektiv versagen (auch wenn’s Spaß machen würde *g*).

Muss ich noch was zu den Nürnbergern sagen?

Nicht viel. Engelhard hätte vielleicht Gelb-Rot bekommen müssen. Die Fans haben sich, wie erwartet daneben benommen (Sprechchöre für Andy Wolf nach dessen Blutgrätsche gegen Klose). Naja. Clubberer halt. Der Abstieg wird’s richten.

Spricht da Bitterkeit aus meinen Zeilen? Nein.

Das sehe ich ganz realistisch. Es gibt nämlich noch das Bayern-Syndrom: Erfolg gegen die Münchner bringt oft kein Glück. Nicht umsonst stehen die Frankfurter aktuell so gut da, die spielen nämlich im nächsten Spiel in dieser Saison zumeist gegen den letzten Bayern-Gegner. So gegen Cottbus und jetzt gegen Nürnberg und zuvor gegen den HSV. Darüber hinaus sind zwei Säulen des Nürnberger Spiels mit der 5. gelben Karten dort gesperrt. Drittens muss man dort einfach akzeptieren, dass die Gegner im Abstiegskampf plötzlich anfangen zu gewinnen und somit derClub am Tabellenende kleben bleibt.

Anyway.

Nicht mein Problem.

Mein Problem ist der Doppelspieltag zu Hause gegen Bochum und den BVB, unterbrochen vom UEFA-Pokal-Viertelfinale gegen Getafe mit dem Gipfel des Pokal-Endspiels erneut gegen die Schwachgelben. Die Chance, dass die Doll-Kicker in mind. einem der beiden Spiele ganz gut gegen uns aussehen, stehen nicht schlecht.

Vor allem, wenn unsere Schönwetter-Fußballer mit einer ähnlichen Einstellung zu Werke gehen, wie gestern.

Dann gute Nacht erfolgreiche Saison!

[1] Pikant am Rande: Er hätte ohnehin nicht in der IV, sondern im defensiven Mittelfeld gespielt…

[2] Wie geht das noch mal mit diesem Twitter?! ;-)

Enttäuscht, nicht angefressen

So HSVHuub nach dem erneuten Punktverlust seiner Mannschaft am gestrigen Samstag zum Premiere-Reporter. Wohlgemerkt nachdem das Interview eigentlich schon beendet war. Stevens quatschte da in die Abmoderation.

Ich musste dabei doppelt schmunzeln.

Zum einen, weil ja wohl ziemlich offensichtlich war, dass Hamburgs holländischer Trainer mehr als angefressen war und ich in diesen Tagen nicht in der Haut eines HSV-Spielers stecken will und zum anderen, weil schon ein Thomas Doll an den Undiszipliniertheiten der Rauten-Kicker scheiterte. Ist der HSV untrainierbar?

Auch gestern gab es erneut einen hanseatischen Platzverweis. Und zwar der übleren Sorte. “Dumm” daran ist jetzt vor allem, das HSV-Fans einen Mark van Bommel für derlei Dinge nicht mehr an den Pranger stellen können. Anderes Thema.

Schlimm wird die Sache auch dadurch, dass gerade ein David Jarolim, der anerkannte Schwalben-König der Bundesliga, hier involviert war. Im Nachgang einer seiner Aufführungen und rund um die persönlichen Gespräche mit den betroffenen Atlantis-Spielern.

Ganz ehrlich: Ich hatte fest mit einem HSV-Sieg gerechnet, das Heimspiel gegen die Provinzler noch nicht einmal als gefährlich für die Hamburger eingestuft. Und dann das.

Naja. Wir nehmen es, wie es kommt. Schmälert so zumindestens die Sorge, dass die Bayern durch ihre Schlampigkeit noch das Triple verspielen. Später dazu mehr.

Offene, fränkische Rechnungen

Wieviele gefühlte Lichtjahre ist eigentlich das letzte Gastspiel der Bayern in Nürnberg schon her?

Kaum zu glauben, dass wir erst vor etwas mehr als einem Jahr dort unser Hitzfeld-Revival feiern wollten und vom Club richtig den Hintern versohlt bekamen. Endzeit-Stimmung war das.

Und jetzt?

Bayern auf dem Weg zum Triple und die Franken einmal mehr auf dem Weg in die zweite Liga. Dabei juckt es mich übrigens schon länger, mal einen Bericht zu schreiben über 1968/69 und die aktuelle Saison. Damals als Meister und heuer als Pokalsieger. Hat was. Aber irgendwie auch wieder nicht. Wer am Boden liegt, auf den tritt man nicht drauf.

Auf der anderen Seite: Je nachdem wie die Club-Fans sich so im Spiel verhalten, packt mich vielleicht wieder die Wut. Da lief in den letzten Jahren ja so einiges…

We’ll see.

Prinzen-Bank

DerPoldi hat die Nase voll. Von der Bayern-Bank.

“Ich habe die Nase voll von der Bayern-Bank”, sagte der 22-Jährige im Interview mit der Bild-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Über einen Wechsel mache er sich am Saisonende Gedanken.

und weiter

“Ich denke, dass ich meine Leistung bringe, wenn ich spiele. So war es in Köln. So ist es in der Nationalelf. Und so wäre es auch beim FC Bayern.”

So ist es aber nicht.

Sicher, Poldi, der UEFA-Cup läuft ganz gut. Aber, sind wir mal ehrlich, zumeist waren das doch Luschen, oder?

Was Saloniki, Aberdeen oder Anderlecht dort angeboten haben, würde wahrscheinlich noch nicht mal für die zweite Liga reichen.

Siehst Du das anders?

Also was ich zumindestens sehe, ist, dass Du in Deiner gesamten Zeit noch kein Jokertor erzielt hast und auch sonst Deine Chancen nicht nutzt, sprich nicht sofort nach Deiner Einwechslung von Null auf Hundert kommen kannst. Wie zuletzt gegen Leverkusen eindrucksvoll bewiesen.

Ganz ehrlich, Poldi: Ich mag Dich. Sogar sehr. Und ich find’s gut, dass Dich die Bayern-Bank stört. Sehr gut sogar. Aber es gibt eine klare Kausalität: Leistung zählt. Und Tore. Wieso ist es Dir bisher nicht gelungen, einen schwächelnden Rückrunden-Klose zu verdrängen? Reicht’s etwa aus, dass Klose mit 50-75% spielt, um Dich klein und auf der Bank zu halten?

Gerade jetzt, wo Hitzfeld nur noch nach Leistung aufstellt, sollte es für Dich noch mehr Anreiz geben, im Training Gas zu geben und bei Deinen Minuten auf dem Platz eins zu tun: Tore schießen bis es kracht!

Kriegst Du das hin?

Dann brauchst Du Dich demnächst auch nicht mehr beim Boulevard auszuheulen.

FC Bayern 1.5 – alles gar nicht so gemeint

Meine Güte.

Was ein Sturm der Entrüstung solch’ eine Meldung doch auslösen kann.

Als “totalen Schrott” und “echten Schmarrn” kritisierten Fans in zahlreichen Leserbriefen an Münchner Zeitungen die Überlegungen.

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“Ich fühle mich als zahlendes Opfer. Wie eine Kuh, die ausgemolken wird und nichts zurückbekommt”, wetterte ein Fan.

Und das alles hängt ab von Besuchen an der Säbener Straße, um wie beim FC Pusemuckel den Spielern flotte Sprüche zuzuwerfen?

Ich versteh’ ja, dass die Diskussion vielschichtig ist. Aber mal ganz im Ernst: Wenn man eins dem FC Bayern, vor allem im Vergleich mit anderen Vereinen (auch im Ausland) nicht vorwerfen kann, dann, dass derlei Volkstümlichkeit bisher nicht hochgehalten wurde.

Unabhängig davon, dass ich keine räumlichen Möglichkeiten hätte, regelmäßig beim Training vorbeizuschauen, hätte ich drauf überhaupt keinen Bock. Als Negativ-Beispiel führe ich hier immer den Tag der offenen Tür (1996) an, als ich mich mit Tausenden anderen “Fans” über das Gelände presste.

Sind es denn nur echte und einzig wahre, den modernen Fußball ablehnende Fans, die täglich zum Trainingsplatz pilgern? Sind es nicht vielmehr Fan-Touristen, die per Busladung dort abgeladen werden? Und ansonsten kreischende Teenies, die in den Ferien von ihren Eltern beschäftigt werden müssen? Keine Ahnung. Klärt mich auf.

Sicher. Der Fan ist das Kapital des Vereins (jetzt mal nicht nur im finanziellen Sinne) und das soll auch so bleiben – wie ja der Verein inzwischen bestätigte – aber mir ist das alles immer wieder zu dick aufgetragen.

Was ändert sich denn wirklich, wenn öfter als zuvor, die Spieler des Vereins in Ruhe trainieren können? Wäre das wirklich soo schlimm? Gibt es nicht viel größere Probleme im Verein (Stimmung in der Arena, Aufteilung der Fans in verschiedene Blöcke, Tageskarten-Touristen in der Südkurve, Ticket-Vergabe insgesamt)??

Und unter “in Ruhe trainieren” verstehe ich nicht ungestört von den Fans sondern vielmehr ausserhalb der Medien, denn die wären dann ja genauso ausgeschlossen – oder habe ich das falsch verstanden?

Es könnte einigen Spielern nämlich durchaus nicht schaden, wenn die mal an ihren technischen Schwächen arbeiten würden, ohne, dass es jeder gleich mitbekommt. Oder wie wäre es mal mit dem Einstudieren von, auch für den Gegner überraschenden Standard-Situationen?

Wo genau liegt also das Problem?

Mal wieder befürchte ich, dass es um etwas Prinzipielles geht. Ultra- und Nostalgiker-Fans gegen Vereinsführung. Ist doch so, oder?

FC Bayern 2.0 – weniger Uli, mehr Klinsi

Tja. So ist das.

Beim FC Bayern wird jetzt alles total professionell. Also wenn Klinsmann da ist.

“Wir müssen den veränderten Verhältnissen im Profi-Fußball Rechnung tragen.”

So Bayern-Boss Rummenigge. Ja und?

“Die Spieler sollen hier auf dem Gelände einfach Ruhe finden.”

Oha. Da kommen wir der Sache schon näher. Aber was genau soll passieren?

“Endgültig entschieden ist bislang aber nur, dass das Klubrestaurant auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße im Mai schließen und dem geplanten Freizeit-Bereich für die Profis weichen muss.”

Achso.

Ich dachte schon, beim FC Bayern geht die Welt unter.

Könnte man ja denken, wenn man die Schlagzeilen liest (“Klinsi macht die Schotten dicht”, “Klinsmann will Bayern-Fans aussperren”).

Situationen wie etwa zur Sommerzeit, wenn “5.000 Fans am Trainingsplatz stehen”, gingen einfach nicht mehr, sagte der Vorstandschef. Rummenigge.

Man könnte jetzt natürlich einwenden, dass das mal wieder typische bayerische Arroganz sei. Und das man jetzt völlig abdreht und die Fans einem jetzt endgültig am A…. vorbei gehen.

Es gibt allerdings gute Argumente dafür.

Erstens sieht Wenger, für viele Bayern-Fans ja offenbar der Godfather des Fußballs, dies ähnlich:

“Der Trainingsplatz ist für die Mannschaft und den Trainer da, das Stadion für die Fans.”

Zweitens ist das im Ausland bei den Top-Klubs Standard und drittens gewann man mich mit folgenden Sätzen:

Etwa bei italienischen Klubs sei der Acht- Stunden-Tag für Spieler bereits seit langem üblich. “Da bist Du vom Frühstück bis zum Nachmittagskaffee auf dem Trainingsgelände. Dafür werden jetzt die Möglichkeiten geschaffen.”

Mein Lieblingsthema. Endlich steht’s auf der Agenda.