Ich bin ein Arschloch!

So schnell geht das.

Da bemüht man sich seit Jahren darum, als Bayern-Fan ein anderes, differenzierteres Bild abzugeben (spätestens seit dem hierfrüher sicherlich nicht immer. Zugegeben.), als jenes, welches die meisten von uns in der Schublade haben und dann haut man mal einen „solchen“ Satz raus und – zack – ist die Schublade wieder auf?

Ja. Scheinbar ist das so einfach.

Worum geht’s?

Nun. Ich bin Fußball-Fan. Bayern-Fan sogar. Da darf man emotional sein. Da darf man immer gewinnen wollen. Da darf man gefrustet sein, wenn man Spiele verliert. Erst recht, wenn man – wie aktuell – drei Pflichtspiele in Folge noch nicht einmal ein Tor schießt.

Da darf man schon mal daran glauben, dass sich alles gegen einen verschworen hat. Zumindestens darf man das als einen weiteren Grund ansehen. Oder? 😉

Sicherlich kann man davon überzeugt sein, dass, wenn uns Herr Petric nicht den entscheidenden Ball in Hamburg über die Linie gedrückt hätte, dies wohl einem anderen HSVer gelungen wäre – ich dagegen bin mehr davon überzeugt, dass ansonsten im Kader der Hanseaten gar kein anderer Spieler (Stürmer) vorhanden gewesen wäre, der da überhaupt instinktiv geständen hätte…

Somit hätten wir – ohne Herrn Petric – in meinen Augen – in Hamburg zumindestens einen Punkt geholt. So wie jetzt andere Teams vielleicht – weil Herr Petric fehlt – gegen den HSV Punkte holen…

Wieso ich das sage?

Weil sich der böse Satz genau darum dreht.

Solche Dinge gehen einem spontan durch den Kopf, wenn man Fußball-Fan ist.

Vielleicht nicht, wenn man sein Leben lang noch nie in einem Fußballstadion war, oder einem Fußball irgendwie auch egal ist, oder man davon überzeugt ist, das „immer der Bessere gewinnen möge“, sprich, wenn man vielleicht sowas wie ein Gutmensch ist.

Dann darf man sowas natürlich nicht sagen. Noch nicht einmal denken!

Ich bin da leider schwächer. Ab und an lasse ich meinen Emotionen freien Lauf. Sorry dafür. Vor allem während des Spiels. Da geht’s mit mir zumeist durch. Da schreie ich, da schimpfe ich, da pflippe ich regelmäßig völlig aus. Vor allem, wenn es für meine Mannschaft nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle.

Ist das für irgendjemanden hier unnormal?

Klar – und das will ich ebenfalls mal klarstellen – freue ich mich nicht über die Verletzung von Herrn Petric. Und ich habe sie ihm auch nicht gewünscht. Mir wäre es stattdessen sogar viel lieber gewesen, wenn wir in Hamburg gegen den dortigen SV in dessen Bestbesetzung 5:0 gewonnen hätten.

Das hätte mir mehr Spaß gemacht, als Petric‘ Tor zuzusehen.

Was ich aber damit sagen will:

Was empfinden gegnerische Fans wohl, wenn ein Ribéry gefoult wird und womöglich ausgewechselt werden muss, dass Spiel der Bayern plötzlich erlahmt und man sich in München doch ein unerwartetes Remis ermauern kann?

Mitleid für den Franzosen? Wollen sie dem FC Bayern am liebsten den Sieg überlassen, uns vielleicht direkt mal ein Tor Vorsprung gewähren? Achso.

Wie sehr hat es wohl die Kölner Fans betrübt, als sie erfuhren, dass unser Flügelflitzer Robben im direkten Spiel vor dem Gastauftritt der eigenen Helden in München, verletzt ausfiel und definitiv das zuletzt gefeierte 4-3-3 der Bayern ausgeschaltet war? Eben.

Und was geht Fans durch den Kopf, wenn sie im Stadion „Tod und Hass dem FCB“ brüllen?

Fußball ist so. Da kann ich, das können wir nicht ändern. Und wer würde das auch ändern wollen?

Nein. Stattdessen waren meine Worte eklig, ätzend, lächerlich, kindisch und wird mir, bzw. uns Bayern-Fans insgesamt diesbezüglich sogar eine „Bayerndenke“ unterstellt.

Also eine Gesinnung, die ausschließlich auf niederen Instinkten basiert, oder wie war das gemeint?

Respekt. Das zeugt von guter Menschenkenntnis. Nicht nur meiner Person, sondern noch ca. 10-12 Mio. anderer Fußballfans aus allen gesellschaftlichen Schichten.

Ist natürlich Quatsch. Und aufregen sollte ich mich darüber erst recht nicht. Da hat Probek schon Recht.

Mich stört es halt nur, wenn Menschen – plötzlich – über mich urteilen, die a) mich überhaupt nicht kennen und b) auch sonst nix über mich zu sagen haben. Abgesehen von Momenten, wenn man in fünf Jahren mal einen Satz raushaut, der zur eigenen Schublade eines Bayern-Fans passt.

Das halte ich wiederum für höchst bemerkenswert.

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0 Gedanken zu “Ich bin ein Arschloch!

  1. irgendwie erstaunlich, daß es genug ’souveräne Leute‘ gibt, die auf solche Art und Weise eine kurzfristige emotionale Entgleisung mit solcher Aufregung reagieren. Aber auch wieder verständlich, denn schließlich sind ja die meisten eh nicht in der Lage die Dinge auch aus anderen Blickwinkeln außer dem eigenen zu betrachten .
    Was diesen ‚Kinderkram‘ betrifft, ist er eigentlich noch nicht mal nen Blog wert.

  2. Moin aus Hamburg.

    Vorweg: Ich finde es gut, daß du nochmal etwas über deinen Tweet schreibst. Ich werde weiterhin deinen Blog lesen, deinen Tweets folgen und deinem podcast lauschen.

    Es war nicht ausschließlich dein Kommentar, den ich als kindisch und lächerlich bezeichnet habe. Es gibt noch andere Bayernfans, die ich kenne. Ja leider ist es so, auch bei uns im hohen Norden verschreibt man sich einem anderen Fußballverein. Das muß ich leider akzeptieren 😉

    Trotzdem scheinst du die Aussagen „lächerlich und kindisch“ in meinem Artikel über die schwere Verletzung (die Mladen Petric aufgrund eines Fouls, dazu noch ungeahndet, zugeführt wurde) eines Hamburger Spielers auf deinen Tweet zu beziehen. Das ehrt mich (du liest meinen Blog) aber zeigt es mir auch, daß du deine Aussage realitivieren mußtest.

    Ich bin zu fast jedem Heimspiel im Stadion. Ich bin wahnsinnig unfair, gar ausfallend gegenüber gegnerischen Spielern, Schiedsrichter und manchmal auch gegen eigene Spieler. Aber ich „freue“ mich nicht, wenn wir einen Spieler verletzten. Ich „wünsche“ mir auch nicht, daß einer unser Spieler einen Gegner absichtlich verletzt.

    Klar, ich bin erleichtert, wenn die besten Spieler des Gegners gegen uns nicht spielen. So gut ist meine Mannschaft dann doch nicht.

    Dein Tweet war lächerlich. Eines Bayernfans unwürdig. Ganz ehrlich, daß hat keiner von euch, daß hast du nicht nötig. Ich hätte sowas nicht geschrieben.

    Übertreiben will ich es aber nicht. Ich verurteile dich nicht, da ich dich nicht kenne. Ich habe dich auch nirgends als Arhcsloch bezeichnet. Würde ich auch erst tun, wenn wir uns mal persönlich getroffen haben und du tatsächlich eines sein solltest. (Das glaube ich aber nicht)

    Wie eingangs gesagt, ich finde es gut, daß du nochmal drüber geschrieben hast.

    Aber das reicht dann auch.

    Gruß aus Hamburg
    Florian

  3. GNetzer kommentiert doch eigentlich nur äußerst treffend deinen Tweet. Wo ist da ein Urteil über deine Person?
    Bei der Bayerndenke hast du allerdings recht.

    Fand den Tweet persönlich auch nicht so prall. Vielleicht weil ich auch Sympathien für den HSV habe. Aber auch wenn ich mich über die Bayern-Niederlage sehr geärgert habe, kam mir nach der Nachricht von der Verletzung kein solcher Gedanke.

    Die Kölner haben sich bestimmt gefreut, dass Robben gegen sie passen musste, aber ich musste keine Äußerung in dieser Richtung lesen. Und aus Wolfsburg, Dortmund oder Nürnberg habe ich auch nichts dahingehend gehört, dass Robben natürlich gegen diese Vereine verletzungsfrei sein muss…

  4. Ganz ehrlich: Ich verstehe den Trubel nicht. Und schon gar nicht diesen Eintrag.

    Man darf solche Gedanken haben wie die, die Du geäußert hast. Viele andere Fans (auch anderer Vereine) haben sowas auch schonmal gedacht.

    Aber: Dein Tweet war eine Veröffentlichung eines zynischen Gedankens. Dass es daraufhin Gegenwind gibt, ist doch klar.
    Was also soll das Geheule?

    Halten wir fest: Das denken ist nicht gleich menschenverachtend. Das schreiben ist unbedacht. Die Kritik daran, das zu schreiben ist verständlich.
    Wäre keine Länderspielpause, würden wir darüber überhaupt nicht sprechen/schreiben.

    Just my 2 cents.

  5. @nedfuller: Das ich mir keine Verletzung eines Gegner wünsche und mich drüber freue hatte ich ja ebenfalls geschrieben. Bei Twitter und in meinem Beitrag. Das ist klar, oder?

    Dann sind wir uns ja einig.

    Desweiteren scheinst Du nun meine Hintergedanken verstanden zu haben und offenbar bewegen wir uns im ählichen emotionalen Umfeld. Find ich ebenfalls gut.

    Als Arschloch hast Du mich nicht bezeichnet. Niemand derer, die auf meinen Tweet reagiert haben. Zumindestens nicht direkt (also Du jetzt das auch nicht). Aber manchen Reaktionen schwang so ein Unterton mit, der mich zu diesem Beitrag trieb.

    Ich muss meine Tweets nicht rechtfertigen, ich bin zumeist Herr meiner Sinne, wenn ich sowas schreibe – wie so oft wollte ich nur erläutern, erklären und beschreiben und ferner meinen eigenen Unmut über einzelne Reaktionen zum Besten geben.

    Nicht mehr und nicht weniger. Es sei mir bitte zugestanden.

    Gut finde ich ferner, dass Du ebenfalls noch einmal auf meine Gedanken hier reagiert hast. Derlei räumt schon im Vorfeld schlechte Stimmungen aus.

    Find‘ ich gut. Und schließt ein Treffen in Zukunft erst recht nicht aus. 😉

    @sohn: Ob der Ursprungstweet von GNetzer jetzt treffend, passend oder ästhetisch war, darüber kann man streiten. Er war auf jeden Fall der erste und von jemandem, der mich nicht kennt und auch sonst nicht direkt mit mir kommuniziert. Die Launigkeit seines Tweets hätte mich nicht zu dieser Replik hier getrieben. Nein.

    Ferner sind wir uns ja alle offenbar einig, dass viele Fans offenbar ähnlich denken. Allein das Aussprechen war/ist also das Problem?

    Na dann bin ich beruhigt…

    @Philipp: Geheule? Nein. wirklich nicht. Das klingt anders… 😉

    Wie oben erwähnt: Mir ging es um Erklärung, Klarstellung und Meinungsäußerung. Für die die es lesen, wissen wollen. Die anderen erreiche ich ohnehin nicht…

    Ob’s an der Länderspielpause liegt? Nö. War ja was Persönliches…

  6. mal vom Getöse abgesehen: Weiß nicht, ob du wirklich recht hast. Dass sich der erst nach dem Siegtor gegen uns verletzt, kann einem Spieler mal passieren. „Mal“ im Sinne von ein Mal oder von „So selten dass es mir nicht auffällt“. Und bei Spielern ist es mir nicht aufgefallen.

    Klassisch – fast schon Pflicht – ist es hingegen für eine MANNSCHAFT, nach einer Scheißserie voller Niederlagen mit einem 1:0 gegen Bayern die Wende einzuleiten, oder sich gegen Bayern noch mal den Arsch aufreißen, danach aber bis Platz 18 durchgereicht zu werden.

    Also: Dass Du sowas postest / twitterst / was auch immer is mir relativ wurscht. Stehe, was die Empörung der anderen angeht, sogar auf Deiner Seite. (Ganz nebenbei auch der Grund warum ich mir nicht die Nationalelf anschau. Idioten. Die eine Woche ist es Kahn, der H**ensohn, dessen Kinder schon brennen, die nächste Woche ist er dann für die gleichen Fans der Titan mit dem Adler auf der Brust.)

    Nochmal: Stehe in Sachen Empörung ganz auf deiner Seite. Inhaltlich hast‘ aber Quatsch geschrieben…

  7. Was für ein Wind um rein gar nix…
    Obwohl ich mir fast sicher bin dass es Paule WIRKLICH nicht so gemeint hat, wie andere Leute es verstanden zu haben glauben (was nen Satz!), wäre es ein Witz im Vergleich zu dem was wir Bayern Fans täglich für Dinge an den Kopf geworfen kriegen. Von daher: Immer schön langsam reiten.

    Und FYI: Ja auch ich beschimpfe alles und jeden während des Spiels, siehe Treffen in der AA gegen H96 (die sind damals in Führung gegangen, oder?).

  8. Puh, was soll man da schreiben. Am besten beziehe ich einfach Stellung.

    „Mich stört es halt nur, wenn Menschen – plötzlich – über mich urteilen, die a) mich überhaupt nicht kennen und b) auch sonst nix über mich zu sagen haben. Abgesehen von Momenten, wenn man in fünf Jahren mal einen Satz raushaut, der zur eigenen Schublade eines Bayern-Fans passt.“

    Es tut mir leid, wenn du den Tweet als Urteil verstanden hast. Aus meiner Sicht war die Situation folgende: Nacheinander wurden die erfolgreichsten Stürmer des HSV durch üble Verletzungen außer Gefecht gesetzt. Darüber kann man sich wegen mir auch freuen, Fansein hat nichts mit Fairsein zu tun. Aber mitten hinein in die Nachricht vom Ausfall Petrics fand ich den Tweet so wie ich es geschrieben habe: unsensibel und wenig einfühlsam (dass in meinem Tweet Ironie steckte, werde ich dir hoffentlich nicht erläutern müssen). Also: Kein Urteil.

    Klar: Die Reaktionen waren ein Urteil (hat mich auch überrascht, hätte ich mir aber denken können, das stimmt). Aber in dem Moment, in dem ich in einem öffentlichen Medium meine Meinung äußere, muss ich mit Gegenreaktionen auch rechnen, sorry.

    Außerdem: Ich habe schon einiges zu dir gesagt, dich oft genug in Blogschauen zitiert und auch über Twitter schon öfter (lobend) erwähnt. Dass ich dich nicht persönlich kenne: Tschuldige, das nennt man Web2.0.

    „Die Launigkeit seines Tweets hätte mich nicht zu dieser Replik hier getrieben. Nein.“

    Den Satz verstehe ich nicht ganz.

    Um diesen Post nicht noch länger zu gestalten, die Kurzform: Sorry wenn du dich angegriffen gefühlt hast, es war aber keineswegs ein Urteil über dich, sondern nur das Weiterleiten eines zynischen Satzes. Für die Reaktionen musst du dich genauso verantwortlich machen wie mich. Und eine Sache noch: Würde vorsichtig sein, mir zu unterstellen, ich würde Bayernfans in eine Schublade stecken. Denn du kennst mich auch nicht.

  9. @Max (aka GNetzer): Zunächst einmal ist das mit Pseudonymen im Web2.0 so eine Sache. Tatsächlich ist der Name, den Du jetzt hier angegeben hast, mir schon eher geläufig als „GNetzer“. Von daher nehme ich diesen Punkt zurück (ich kann auch nicht alle Pseudonyme im Kopf behalten *g*).

    Desweiteren hatte ich beim Review des Artikels noch mal kurz überlegt, Dich irgendwie mit reinzunehmen, da Du der Erste warst, der was geschrieben hatte. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass eine Verlinkung im letzten Absatz den Eindruck verfestigen könnte, ich hätte mit meinem Worten ausschließlich Dich gemeint.

    Vor allem habe ich die Dir folgenden Kommentatoren zu meinem Tweet gemeint – die kannten mich teilweise wirklich nicht und deren Namen habe ich selbst noch nie vorher gehört…

    Die Ironie in Deinem Beitrag habe ich mitbekommen, deshalb hatte ich ja „launig“ geschrieben und wenn es nur dabei geblieben wäre, gäbe es diesen ganzen Thread hier nicht. Vor allem haben mich spätere Worte wie „eklig“ und “Bayerndenke” geärgert.

    Und für mich ist das eben etwas anderes, als wenn man kritikunfähig ist. Das bin ich nämlich durchaus. Kritikfähig. Muss ich hoffentlich auch nicht mehr beweisen. Sonst könnte man es als Bayern-Fan auch gar nicht aushalten, bei all dem, was man sich so Zeit seines Lebens anhören muss… 😉

    Gerne stimme ich Dir auch zu, dass mein Tweet für einige unsensibel und wenig einfühlsam rübergekommen sein mag. Aber – und jetzt bin ich selbst tatsächlich mal ein wenig kindisch – wenn ich Dir nur andeuten würde, was ich mir alles schon aus dem HSV-Umfeld habe anhören und durchlesen dürfen über die Jahre, wäre das sicherlich nicht weniger abzulehnen…

    Mach‘ ich aber nicht. Gehört halt dazu.

    Womit für mich dieses Thema nun langsam auch mal erledigt ist.

  10. Herrje, was ist den jetzt los? ist der Weltfrieden ausgebrochen, oder haben die alle keine Probleme mehr?

    Es ist allenfalls hoechstalbern, sich kuenstlich zu echauffieren und den Petric-Tweet ‚aetzend‘, ‚laecherlich‘ etc zu schimpfen.
    Da wird aus dem Satz ‚War irgendwie klar, dass #Petric gegen uns das entscheidende Tor macht und erst danach den Rest der Hinrunde ausfällt…‘ in bestimmten Koepfen ‚Haette sich der Petric doch nur frueher verletzt‘ gemacht.
    Steht aber nicht da.

    Interessant allerdings, was in diesen Koepfen an Potential ist…
    Derselbe Schlaumeier, der in Bezug auf den Petric-Tweet heuchelt (‚Ich präsentiere:Der einfühlsamste & verständnisvollste Tweet zum Petric-Ausfall. Sponsored by @breitnigge‘) hat kurz drauf nicht mehr Grips, als die ‚Fussball-Gott‘-BU zum Kopplin-Tor (auf spox) mit ‚Nimm dies, Hinduismus‘ zu kommentieren..
    Irgendwie hakt’s da dann bissl.
    Zu weit her?
    Anyone?

    Und von wegen der Bayern-Denke: Ich wuerde einem Zuerich-Fan auch seine Denke nicht zum Vorwurf machen. Eher waere was verkehrt, wenn er keine haette. Dass es bei unseren werten Bayern moeglicherweise zweierlei Denken gibt, und die hiesige, kontemplative der meinen entspricht sei geschenkt. Aber wenn die gegenstand zur Diskossion wird – so sei es. Viel Feind, viel Ehr.
    Ach, Wurscht.
    Weitermachen.

    Es gruesst,
    aargh11

  11. Also ich seh es auch in etwa so: Der Tweet war (vielleicht unfreiwillig) extrem zynisch im Abgang und passte eben ziemlich perfekt ins Bild, das man von Bayern-Fans hat – deswegen fiel der Tweet ja auch ins Auge und wurde gern weitergegeben, mit teils mehr oder minder sinnvollen/witzigen/klischeehaften/kritischen/aggressiven Anmerkungen.

    So what?!

  12. Ich finde den Satz einfach nur ehrlich!
    Das er emotional gefärbt ist, ist doch normal und auch gut so denn Emotionen gehören beim Fussball nun einmal dazu.

    Sonst könnten wir ja gleich Football gucken und jede Entscheidung erst mal 10 Minuten auf Video analysieren bevor ein Punkt/Tor gegeben wird.

    Ich als Werder Fan habe mir auch gedacht als Robben verpflichtet wurde, man gut das Spiel gegen Werder ist schon vorbei, dass wäre dann ja genau so verwerflich.

    Ausserdem muss ich sagen, dass ich hier immer gerne lese, weil hier toll geschrieben wird, von einem Bayern Fan, der auch mal kritische Töne anschlägt und emotional/ehrlich mit Situationen rund um dieses Thema umgeht.

    Daumen hoch weiter so und auch mal Arschloch sein!

  13. Pingback: DailySoccer 08/10/2009 | Spielfeldrand - Das Magazin

  14. Bin ich der einzige, der im Tweet den Verweis auf „murphy“ gesehen und verstanden hat? Behalte dir bitte deine Emotionalität und die Bayerndenke. Deswegen lesen wir doch hier. Für ausgewogene journalistische Texte gibt es Zeitungen.

  15. @Hattrick wg.
    „Für ausgewogene journalistische Texte gibt es Zeitungen.“

    Echt? Kannst Du das bitte exemplarisch belegen? 😉

  16. Wären wir noch in Wahlkampf würden paules Äußerungen als „unanständig“ bezeichnet und lautstark sein Rücktritt gefordert… (gähn!)

    Gibt es eigentlich sonst keine Probelme mehr? Darf man denn noch nicht mal mehr als Fan in seiner Freizeit nicht immer politisch korrekt sondern ganz offen parteiisch für seine Mannschaft sein? Der Kommentar stand ja wohl noch immer auf rechststaatlichem Boden. @paule, welcher Bayernfan nicht ähnliche Gedanken im Kopf hatte (Mist, ertappt!) ist dann wohl auch keiner…

  17. Ehrlich gesagt: Die scheinheilige „political correctness“ derjenigen, die sich über den per Twitter publizierten Gedanken von paule in dieser Sache erregen, ödet mich an. paule hat damit weder (Schaden-)Freude über die Verletzung von Petric kund getan (was wirklich verwerflich wäre), noch sonst etwas irgendwie Verwerfliches geäußert.

    Also bitte mal den Ball ganz Flach halten Muchachos, insbesondere aus dem Umfeld der 11 Freunde. Gegen den Schmarrn, der da bislang über den „Live-Ticker“ so in die Welt geblasen wird, ist der Gedanke von paule zur Verletzung von Petric ja wohl ein Bibelzitat.

  18. @TheBigEasy Es steht dir frei, nicht Bibelzitat fähige Beiträge in einem ironischen Tweet bei Twitter zu veröffentlichen. Du wirst von den Wellen, die das schlagen kann, überrascht sein.

    @aargh11 ich verweise auf mein Reply von vorhin. Dem ist immer noch nichts hinzuzufügen.

  19. @Max
    Was mir an Dir immer gefällt, ist Deine prompte und durchaus durchdachte Reaktion. War doch bei Zechbauer im Blog (Fernglas FCB) auch schon mal so, oder? Also nix für ungut. Werde mein 11 Freunde-Abo auch nicht gleich kündigen, selbst wenn der Live-Ticker so schlecht bleibt, wie er m.E. ist. Ob mit oder ohne Bibel-Zitaten. 😉

  20. wassn hier los? *hahaha*
    hexenjagd?
    wenn man als fan des vereins „x“ von der verletzung eines wichtigen spielers des vereins „y“ hört, kommt logischerweise so eine art schadenfreude auf !
    denn: primär denke ich doch das verein „y“ geschwächt wird.
    an das „schicksal“ des spielers denke ich doch nicht wirklich?
    (es sein denn es wird im das bein abgetreten wie seinerzeits carlos eduardo!!!)

    hinterfragt euch mal selbst…scheinheilig wer anderes behauptet.

  21. Also, ich habe den Fall gestern Abend in meiner Männergruppe eingebracht und wir haben das ausführlich diskutiert …. So über Aggression im Fußball und so!

    Nach einer Lage Roibusch-Tee und selbstgemachten geschroteten Hafer-Dinkel-Vollkornkeksen haben wir beschlossen, es besteht Handlungsbedarf.

    Erstmal muss Paule auf die Stille Treppe, dort soll er dann mal drüber nachdenken, was er da Schlimmes geschrieben hat !

    Desweiteren ergeht eine Petition an den Ligaauschuss, die angst- und gewaltfreien Fußball propagieren soll. Hier kurz einige Kernaussagen:

    Vor jedem Spiel bilden die Mannschaften sowie deren Anhänger einen Sitzkreis und jeder darf erst mal sagen, was er an dem Anderen doof findet.

    Bei einem Tor der gegnerischen Mannschaft werden die gegnerischen Fans ab jetzt freudig beglückwünscht!

    Ein Tor der eigenen Mannschaft wird mit einem mitfühlenden „Och, schade“ für die gegnerischen Fans kommentiert, anschließend werden diese umarmt und getröstet.

    Die Blutgrätsche wird abgeschafft, stattdessen wird immer abgestimmt, wer den Ball haben darf.

    Jedes Spiel endet automatisch unentschieden und jeder darf mal Meister werden.

    Pace, wir sehen uns beim „Angstfrei Häkeln“ nächsten Samstag!

  22. Ist Ralla Bierhoff?

    @TheBigEasy: als Mensch mit ner großen Sympathie für Russland (und mit slawischen Vorfahren und -Vornamen, auch beim Sohn) habe ich ernsthaft überlegt, die wegen Beleidigung und Volksverhetzung zu verklagen wegen ner Bilderserie im Vorfeld des Spiels morgen. Is mir aber zu kompliziert. Werde stattdessen heute den Arminia-Polo vom Herrn Chefredakteur mal bißchen bearbeiten, is ja gerade Mode hier in Berlin und der parkt immer bei mir um die Ecke. Aufm Weg aus der Kneipe komm ich eh dran vorbei.

    Achtung: das war ein Scherz, keine Ankündigung einer Straftat. Was auch immer dem armen Auto passiert, ich werde es nicht gewesen sein!

  23. Wer Deinen Tweet als irgendeinen Angriff gegen einen Spieler vesteht oder Dir sonstige unfaire Attribute um die Ohren haut, sollte sich doch einfach mal den Wiki-Eintrag zu Ironie bzw. Sarkasmus durchlesen – da würde ihm geholfen…

    Wenn du das über Preuß geschrieben hättest vor ein paar Jahren (Ich erinnere an das „Jahrhundertfallrückziehertor“!), hätte ich nur gelächelt, weil es tatsächlich richtig ist. Hätte wenn und aber machen doch das Ganze um den Fußball aus.

    Hätte der Schiri, wäre die Papierkugel, wäre Luca, statt Klose da jetzt gestanden…

    All die Aufregung kann ich dann auch nicht verstehen und wäre mir an Deiner Stelle auch leidlich egal. Jeder mit ein paar Hirnzellen beieinander würde die Anspielung so verstehen, wie sie gemeint ist und nicht denken, dass Du deswegen ein A****loch bist…

  24. Ende