Ich habe da mal ’ne Frage, Herr Präsident

Ich bin irritiert. War im Rahmen des Wechsels von unserem Maximo Manager Uli nicht die Rede davon, dass damit ein Rückzug aus dem Tagesgeschäft einhergehen sollte?

Zumindest hat man doch immer vomUli über denFranz derlei gehört, als dieser noch „Präsident“ war. So nach dem Motto: „Ach der Franz, der ist ja bei den Entscheidungen gar nicht mehr eingebunden…“

Hat sich wohl geändert. Egal.

Dann habe ich halt an unseren eingebundenen Präsidenten ein paar Fragen:

Dieses durften wir gehetzte, von Sorge um unseren Verein getriebene Anhänger des FC Bayern, in der heutigen Presseerklärung lesen:

– Louis van Gaal bleibt Cheftrainer des FC Bayern München bis zum Saisonende am 30.6.2011.
– der ursprünglich bis zum 30.6.2012 laufende Vertrag zwischen dem FC Bayern München und Louis van Gaal wird in beiderseitigem Einvernehmen zum Ende dieser Saison aufgelöst.
– Grund für die Auflösung des Vertrages ist die unterschiedliche Auffassung über die strategische Ausrichtung des Klubs.

Alle Beteiligten sind sich einig darüber, dass in der derzeit schwierigen sportlichen Situation des FC Bayern München gemeinsam sämtliche Kräfte eingesetzt werden, um die sportlichen Mindestziele dieser Saison noch zu erreichen.

Erste Frage: Fällt Ihnen der Widerspruch auf? Man vertraut dem Trainer nicht mehr bis über das Ende der Saison hinaus. Aber man vertraut ihm, die (gefährdeten) Saisonziele in den letzten Spielen der Saison zu erreichen? Die Ziele, die ja für den Verein so wichtig sein sollen. Aufgrund dieses Finales 2012. Und so. Klar. Das Finale ist ja fest gebucht für uns. Quasi ein Selbstläufer. Ich schweife ab.

Zweite Frage: Wie kann man sich einvernehmlich trennen, wenn „unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Klubs“ der Grund waren?

Daraus resultierende dritte Frage: Ich bin ehrlich, diese Frage ist für viele Bayern-Fans die wohl wichtigste Frage der letzten 30 Jahre:

Welche Auffassung über die strategische Ausrichtung des Klubs hat denn der Vorstand des FC Bayern?

Vierte Frage: Sie sind länger im Fußball als ich, noch dazu als Aktiver ein Weltstar gewesen. Umso interessanter ist für mich die Antwort auf die Frage, inwieweit Sie nun davon überzeugt sind, dass die neue Situation (Ende Trainertätigkeit van Gaals beschlossen), Einfluss auf die Motivation unserer Mannschaft hat unter eben diesen Trainer erfolgreich zu arbeiten?

Fünfte Frage: Ab und an ist es ganz interessant, Teil dieses neumodischen Internets zu sein. Dort bleibt nämlich vieles erhalten. Selbst wenn die persönliche Erinnerung einen verlässt.

Wenn man weiß, dass der Trainer am Ende der Saison geht und es eh nicht so gut läuft, dann kann ich mir nicht so gut vorstellen, dass eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit in den nächsten Monaten stattfinden kann.

Ihnen wird aufgefallen sein, dass ich die fünfte Frage noch nicht gestellt habe, aber vielleicht können Sie sich die ja auch selber denken…

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109 Gedanken zu “Ich habe da mal ’ne Frage, Herr Präsident

  1. Ich hab eher das Gefühl,das Uli tatsächlich nicht mehr so viel zu sagen hat.
    Oder glaubt irgendwer,das vG heut noch unser Trainer wäre,wenn Uli noch so richtig an den Schaltknüppeln der Macht sitzen würde?

    Dafür können Uli,Scholl und Kahn sich dann am letzten Spieltag im Mittelkreis der AA treffen zum „Wir-habens-ja-gleich-gesagt-Tanz“.

  2. @ Paule: Schön 😉 …. zumindest mit der nötigen Portion Sarkasmus, aber anders gehts ja net..

    Frage Nr. 3 hast Du Dir doch schon selbst beantwortet in Deinem letzten Blog – Experimentieren…

    …auf das da bloß keiner komme und Ansprüche stelle… 😉

  3. @ antikas:

    Wobei der Uli das ja nicht nur gesagt, sondern auch gemacht hat.
    Wie hat Waldi das im Dopa gesagt: „..und wenn einer beim FCB sich gegen den UH auflehnt, dann hat er entweder Selbstmordgedanken oder er hat überhaupt keinen Blick für die Realität.“
    Ist schon traurig, aber damit versaut man sich viele Chancen endlich einmal professionel zu arbeiten.

  4. Die Auffassung des Vorstands über die strategische Ausrichtung des Klubs würde mich auch mal brennend interessieren. Wenigsten könnte der Vorstand/Präsident diese mal klar artikulieren.

    Oder hat es nur mit der Dickköpfigkeit eines LvG zutun.

    Ich frage mich auch, wie das bis zum Saisonende gehen soll. Wir er jetzt bis zum Ende ferngesteuert? Wohl kaum.

    Das kann doch nicht gut gehen!

    Aber wir werden es vielleicht schon am Samstag sehen….

  5. Ziemlich absurd und halbgar das ganze, wobei wir natürlich nicht die Interna wissen.
    Vielleicht sträubte sich Van Gaal nach dem ganzen Aufruhr um seine Person und angesichts der aktuellen Alternativslosigkeit einigte man sich halt auf dieses Ergebnis.
    Ich find es echt bitter wie eine Saison so kurz nach einem so erfreulichen Auftritt gegen Inter scheinbar doch endgültig den Bach runter geht. Vielleicht sollte ich mal lieber das neue Deisler Buch lesen, „Zurück ins Leben“.

  6. Ich hoffe nicht, dass nun aus dem
    General durch die Vorstandsentscheidung eine „lame Duck“ gemacht wurde…..

    Time will tell….
    Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Wochen. Die Vorfreude hält sich nur leider in Grenzen.

  7. Eine solche Aktion verbessert mit Sicherheit nicht den Fußball den wir spielen und bringt uns alt gewohnte Dominanz zurück. So schnell hat der FCB noch nie die Nerven verloren. Erst auf dem Platz (vB ins Zentrum, am Besten ab der 50. min) und dann auch in der Vereinsspitze. Vielleicht geht der Altersstarrsinn wirklich an keinem vorbei (Vereinsführung und Trainer).
    Bin auch kein Freund von LvG, aber eine solche Demontage schadet genauso unserem Verein und unserem ansehen. Selten so einen Schnellschuss erlebt. Da hat der ein oder andere schon lange auf der Lauer gelegen und den „richtigen Moment“ abgepasst. Danke dafür. Ein weiterer Lacher für alle „Bayernhasser“.

  8. Wie schoen waere es, wenn Uli Hoeness diesen Artikel wirklich lesen wuerde? Danke, paule.
    Ich befuerchte, dass man die dritte Frage ganz einfach mit dem Disput „Ausbildungsverein vs. Erfolgsverein“ erklaert bekaeme. Beschaemend, aber ich wuerde davon ausgehen.

    Die Loesung kann natuerlich auch anders lauten. Wenn es in den naechsten Spielen so weitergeht, wird der Trainer doch schneller gegangen. Mit der neuen, alten Vertragslaufzeit muesste man bei einer vorzeitigen Beurlaubung naturgemaess weniger „Schmerzensgeld“ zahlen.

    Edit: Sorry bout the umlaut issue!

  9. Mir ist das gerade zu viel Untergangsstimmung: van Gaal ist ein Profi – der wird diese Saison sauber zu Ende arbeiten wollen, allein um zu beweisen, dass er doch mit allem Recht hatte. Hoffnung auf Rang 3 oder 2 habe ich daher durchaus noch. Dafür ist die Qualität unseres Kaders dann doch groß genug. Und gegen Inter werden wir uns auch wacker schlagen. Ob’s reicht, werden wir dann noch sehen.

    Ich hoffe nur, dass die Nachfolge rasch (aber trotzdem sorgfältig) geklärt wird, damit wir frühzeitig die Kaderplanung für die kommende Saison angehen können. Denn ohne zu wissen, wer der Trainer sein wird, wird wohl kaum ein wichtiger Spieler einen Vertrag unterschreiben. Ein besonders reizvolles Ziel ist der FCB für Spieler, die auch ManUtd o.ä. zur Auswahl hätten, in diesen Wochen jedoch nicht geworden.

  10. Der Mann hat es schwer !

    Die Meinung von vielen hier ist, dass die Führung nach Bauchgefühl mit gelegentlichem Aktionismus und dem ein oder anderen Machtwort, die bisher oft stattfand eben nicht mehr ausreicht um auf großer internationaler Bühne dauerhaft oben mitzuspielen.

    Ist das so ?

    Ist Fußball so komplex geworden, dass man nur noch mit mehrjährigem dauerhaften Festhalten an einem System, DEM System des Vereines Erfolg haben kann ? Das sämtliche Transfers, die Jugendarbeit und die gesamte taktische Ausrichtung danach ausgerichtet werden müssen wie man gedenkt langfristigen Erfolg zu haben ?

    Ich habe zu wenig Fussballsachverstand und einige hier könnten mir das vllt. bei einem Bier plausibel erklären.

    Ich kann daran nicht glauben.

    Fussball ist ein Mannschaftssport und lebt neben Taktik und System doch vor allem von der Psyche.

    Die bayerischen Granden, allen voran UH hatten es jahrelang geschafft ,dem Verein, allen Angestellten und jedem Spieler das „Siegergen“ einzupflanzen.
    Wer dazu nicht passte musste gehen, das war schon immer so.

    Unbedingter kompromissloser Siegeswille bis zum Abpfiff war immer unsere Stärke. Wenn die anderen gedanklich schon in der Kabine waren, haben wir kurz vor Schluss noch das Siegtor geschossen. Der leidliche Bayerndusel war kein Dusel, das war Wille und Glaube bis zum Ende.

    Diese familiäre Führung mit offener Tür und Übernachtungsmöglichkeit bei privaten Problemen, das Wegkaufen von Leistungsträgern der Konkurrenz in der BuLi und die Fähigkeit, Charakterköpfe wie Kahn und Effe auf diesen Weg des Vereins einzuschwören hat den FCB nach oben gebracht.

    Das war das Konzept – unbedingter Siegeswille, Leistungsbereitschaft und eine gewisse Arroganz. Eben nicht die Einjahresfliegen der immer wieder wechselnden Bundesligakonkurrenz, die mal eine gute Runde hinlegt, weil eben mal eine Saison lang alles stimmt und die Mannschaft dank Wirgefühl in einen Lauf kam.

    Brauchen Topfussballer wirklich ein langfristiges über Jahre antrainiertes Konzept um ganz oben mitzuspielen oder ist es nicht viel wichtiger das eigene Spiel und die jeweilige Aufstellung an den Gegner und dessen System sowie an die eigenen Spieler mit Ihren Leistungsschwankungen, ihrem momentanen Selbstvertrauen und den Trainingserlebnissen anzupassen ?

    Aufstellung, Taktik, System hin oder her ich lebe in dem vllt. etwas zu einfach strukturierten Glauben, dass die Laufbereitschaft, die Hingabe und der unbedingte Wille zum Sieg in Kombination mit der Fähigkeit als geschlossene Mannschaft aufzutreten über Sieg oder Niederlage mitentscheiden.

    Barca vs Arsenal vor einigen Wochen war das beeindruckendste was ich an Fussball bisher gesehen habe. Die erste Hälfte von Barca war an fussballerischem Können und Ballsicherheit wahrscheinlich nicht zu toppen – man dachte die Jungs werden von der Playstation gesteuert.
    Schön ! perfekt ! Aber leider verloren !

    Unser Sieg der NM gegen Argentinien, war das ein Sieg des Systems ? Der besseren Einzelspieler oder Techniker ?
    Für mich war es ein Sieg der besseren Stimmung, des besseren Teamgefühls und dem geschlosseneren Auftreten als Mannschaft.

    Und genau das laste ich vG an. Die Art und Weise der Menschenführung sofern ich das beurteilen kann, passt nicht zum FCB und ist auch nicht mit internationalem Erfolgsstreben zu rechtfertigen.

    „Nur“ ein CL Sieg wurde geschrieben. Ist das zu wenig ?
    Jahrelang war der FCB immer wieder mal oben mit dabei, fast hätte es auch 2x geklappt (Ich versuche ManU zu vergessen). Und das mit dem etwas „väterlichen“ und patriarchalischen Führungsstil von UH.
    Jedoch wird die wirtschaftliche Stabilität dabei einfach zu wenig gewürdigt.
    Der FCB hat sich keine Titel gekauft, im Zweifel wurde immer das kleinere Brötchen in den Einkaufswagen gelegt. Gemessen an der finanziellen Entwicklung ist der FCB auch und gerade international der einzig ware CL-Sieger – leider gibt es dafür nicht so einen wunderschönen Pokal.

    Leider sehe ich momentan allerdings auch keine Alternative, welcher der Messias sein könnte, der aus den Spielern wieder ein Team macht, ihnen ihr Selbstvertrauen zurückgibt und von mir aus auch gerne etwas Stolz beim FCB zu spielen – auch wenn das alle anderen dann wieder als Arroganz abtun.

    Sicher ist, dass es nur einer sein kann, der dickfellig genug ist ab und an die Ohren auf Durchzug zu stellen, wenn eine der oft unnötigen Attacken von „oben“ kommt. Bei dem dafür notwendigen Selbstewusstsein fehlt dann eben meist leider das notwendige Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Granden der Vergangenheit.

  11. Berechtigte und naheliegende Fragen, auch was die Gegenüberstellung AR-Chef Beckenbauer zu AR-Chef Hoeneß betrifft bzw. oben steht Präsident, was ja auch richtig ist, aber der AR-Chef ist mMn der wesentlichere Posten.

    Hoeneß muss man zu Gute halten, dass er schon vor der Berufung erklärt hat, dass er die Rolle aktiv interpretieren will. Das ist ja auch sinnvoll und war sicher so gewollt, weil es ja auch um ein Übergabe/Einarbeitung der operativen Geschäfte ging. Zudem ist Hoeneß ja auch qua Präsenz in einer anderen Position als Franz damals. Insofern bin ich optimistisch, dass es in näherer Zukunft keine Distanzierung zum Präsidenten und AR-Chef auf der Homepage zu lesen gibt; zeigt aber dennoch, welche Frechheit es damals war, Beckenbauer das anzutun.

    Im übrigen ist es auch Standard bei anderen Vereinen, dass der AR-Chef bei Weichenstellungen eng in die (operativen) Gespräche eingebunden ist. Wie auch immer, berechtigte Fragen. Und ich bin auch hier optimistisch, dass wir nichts weiter als Politkergequatsche statt Antworten in der nächsten Zeit hören werden. Aber dann an dieser Stelle auch schon vorab Danke, wenn sich demnächst wieder Bayern-Granden zu wahrhaft politischen Themen äußern und Dinge anprangern, die im eigenen Verein Usus sind.

    Ansonsten viel Glück gegen Hamburg und Inter, denn falls nicht…

  12. @Badenbayer: 100% Zustimmung.

    Christoph Daum meinte mal, das er die CL-Spiele von 2001 gegen Real und Manu,heute noch seinen jeweiligen Mannschaften als Lehrvideos zeigen würde.
    Besser könne man das Spiel nicht spielen was Raumverschiebung, und Umschalten von Defensive auf Offensive ,und umgekehrt angeht.
    Damals haben wir richtig guten Fussball gespielt. Und zwar mit einem Trainer ,der die besten Spieler genommen hat,die er kriegen konnte,und denen hat er es beigebracht.

    Gestern war das Bayernspiel in der DSF-Spieltagsanalyse. Ich habs mir nicht ganz angeschaut,weil es mir zu peinlich war.
    Aber unsere Viererkette war lächerlich. Die stand in bestimmten Szenen gar nicht in einer Reihe,sondern hintereinander. Dazu noch beide 6er kurz davor.
    Strunz hat dann mal kurz gezeigt,das 6 Spieler(!) auf engstem Raum beieinander stehen,und wie einfach Hannover mal eben den kompletten Münchner Defensivverbund aushebeln konnte. Mit nur einem unspektakulären Pass.

  13. mit Verlaub paule, aber ich denke auch, Du fragst hier den falschen.

    Ich bin überzeugt, wenn UH noch (wirklich) operative Macht hätte, wäre der Vertrag vGs nicht verlängert worden und er wäre ggf. schon früher und endgültiger weggewesen.

    Diese Kompromisslösung ist mE allein KHR Gesichtswahrung zu verdanken, der ja voreilig unbedingt unnötig verlängern musste, und ggf. auch dem finanziellen Aspekt. Vermutlich wollte man auch eine Riesenabfindung und juristische Auseinandersetzungen wie beim Bäcker vermeiden.

    Was die nächsten Spiele und die Motivation der Spieler anbelangt, gibt es sicher unterschiedliche Auffassungen. Welche zuletzt zutreffen wird (Wille CL zu spielen und sich für den nächsten Coach zu empfehlen vs. jetzt kann man es in der Tat schleifen lassen, der Coach kann mir nix mehr) wird man ggf. schon am Samstag sehen. Würde mich aber wundern, wenn jetzt auf einmal wieder alles flutschen würde – im Übrigen auch bei einem sofortigen Wechsel.

    Und abschließend muss ich nochmal sagen, dass ich vG keine Träne nachweine. Ein Selbstdarsteller vor dem Herrn, noch dazu mit vollkommen falscher Selbseinschätzung. Stellt sich immernoch hin und sagt, wie gut er das doch alles kann und macht. Ne, ich bin froh, wenn er weg ist, ganz ehrlich!

  14. Die Presseerklärung ist ein Eingeständnis, im Moment keinen besseren Mann zu finden, ab Sommer aber anders planen zu wollen. Jenen, die sich im Netz viel mit dem Verein befassen, fällt das natürlich sofort auf. Andere, die das Tagesgeschäft nicht ganz so eindringlich verfolgen, denken sich vielleicht nichts weiter dabei. Ich glaube nicht, dass man sonderlich bemüht war mit dieser Pressemeldung. Hauptsache der Abschied wird einigermaßen versöhnlich. Anders hätte es Louis van Gaal nicht verdient.

  15. Der Badenbayer hat sowas von recht. Eindrucksvoll geschrieben. Also kann man daraus schließen, dass wir im Grunde die ganze Zeit bereits eine Philosophie, eine Grundidee, hatten: mia san mia oder Das Uli-Hoeneß-Konzept.

    Van Gaal war der untaugliche Weg, einen anderen Verein zu kopieren, was aber nicht auf unseren Verein anwendbar ist. Das wurde jetzt schmerzhaft festgestellt.

    Van Gaal ist stur. Das hat man vor allem im CL-Finale gesehen. Ich behaupte, dass man ein Finale gegen eine Mourinho-Truppe so nicht angehen kann, aber getrieben von Eitelkeit und dem Willen, seinem ehemaligen Schüler zu zeigen, wer der besser ist, ist er bei seinem offensiven Stil geblieben.

    Was mich aber am meisten ärgert, ist diese Konzeptlosigkeit im Defensivbereich. Im kicker wird von einem Insider berichtet, dass es im Training keinerlei Defensivkonzept gibt. So wie ich es gelernt habe, muss eine Viererkette immer wieder in gruppentaktischen Übungen das Verschieben praktizieren. Gerade in den letzten Tagen hat man gesehen, dass unsere Verteidiger das nicht können und bei so vielen Wechseln innerhalb der Kette auch gar nicht können können.

    Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass der Trainerwechsel richtig ist.

  16. @Badenbayer, ich stimme Dir auch zu, absolut.
    Wenn man die Diskussionen der letzten Wochen verfolgt, konnte man manchmal den Eindruck gewinnen, es geht nicht um Fußball sondern um Schach. Strategische Züge und Bezeichnungen wie „6er“, „8er“, „Doppel-6“ und so viele mehr erweckten den Eindruck, als würde das Spiel bereits vorher entschieden, als wäre es einfach nur entscheidend, seine Figuren richtig zu positionieren. Was soll der Schmarrn, ob der Schweinsteiger „6er“, „8er“ oder Weltstar ist, ist mir völlig egal, wenn er gegen Dortmund einen „Kinderpass“ nicht hinbekommt und Dortmund das Tor macht, ist das genau das, was Fußball ausmacht, jemand macht einen Fehler und der Gegner ist so gut drauf, dass er das verwertet und ein Tor macht. Die einzelnen Spieler sind verunsichert, haben „keinen Lauf“, wollen Dinge erzwingen, alles menschlich, bisher sehr oft beim FC Bayern kein Problem, weil jeder Spieler, der sich hier durchgesetzt hat, gedanklich etwas weiter war, als der Gegner. Wir sind der FC Bayern, wir haben das Siegergen, am Ende gewinnen wir und wenn alles schief geht, steht hinten ein Jahrhunderttorwart. All das ist im Moment nicht mehr vorhanden und man kann uns mit jugendlichem Überschwang einfach mal so überrennen. Ich will damit nicht sagen, dass Mannschaften wie Dortmund nicht auch einer über mehrere Jahre gereiften Taktik folgen, ich meine nur, dass all diese theoretischen Ansätze sinnlos sind, wenn Spieler offensichtlich nicht das bringen (können), wozu sie eigentlich im Stande sind. Ich muss doch nicht darüber nachdenken, ob Toni Kroos jetzt auf der 8, der 10 oder der 6 besser eingesetzt ist, wenn der Spieler momentan nicht annähernd das abrufen kann, was er eigentlich könnte. Lange Rede, kurzer Sinn, egal, wie die Spieler verschoben werden, sie sind tief verunsichert und daher egal wo, nicht in der Lage normale Leistung abzurufen. Ob ein Trainer, der nur nur noch ein paar Wochen zuständig ist, diesen Knoten lösen kann, ist mehr als fragwürdig…..es kann nach dem Spiel gegen den HSV alles schon viel klarer sein und wie so oft, diese Entscheidung kann als katastrophale Fehlentscheidung in die Geschichte der Bundesliga eingehen oder als eine sehr durchdachte Entscheidung des FC Bayern, alles ist möglich…..und am Ende ist der Ball rund und entscheidend ist auf dem Platz……….Fußball ist so einfach und das macht seinen Reiz aus……spannende Zeiten…….

  17. Dass es angeblich kein Defensivkonzept bei van Gaal gibt, kann man sich ja eigentlich denken, wenn man sich die Spiele mal anschaut. Plan- und kopflos irren die Verteidiger über das Feld, Hauptsache die Spieleröffnung klappt. Wobei ja nichtmal das zur Zeit der Fall ist.
    In diesem Zusammenhang könnte ich mich so dermaßen aufregen, dass Bayern jetzt anscheinend an Ashley Young von Aston Villa dran ist. Und auf welcher Position spielt der gute Herr? Im Sturm! Verdammt nochmal, das kann es doch nicht sein! Hinten drin geht alles drunter und drüber und die guten Herren an der Spitze möchten einen Stürmer verpflichten. Natürlich muss sich offensiv auch umsehen, aber die höchste Priorität in Sachen Transfers muss doch ganz klar die Defensive sein.

  18. Ruhig Blut hrumsch. Wenn Du Dich bei jedem Namen aufregen willst, der auf den Markt geschmissen wird und nicht in der Abwehrkette spielt, überlebst Du diesen Sommer womöglich nicht.

  19. Du hast ja recht, ich muss an meinen Blutdruck denken. Nur leider kursieren Namen von Defensivakteuren nicht so häufig. Oder vielleicht krieg ich das ja auch nicht mit.

  20. Das wird auf jeden Fall ein boulevardesker Sommer. Hoffentlich gibt es auch heuer wieder eine schnelle Entscheidung über den Nachfolger. Aber da es wohl Heynckes wird, glaube ich nicht daran.

  21. Systeme können aber gerade verunsicherten Spielern Halt geben. Eingeübte Abläufe kann man runterspielen und das gibt einem Sicherheit. Vielleicht ist es genau das, was dem FCB gerade abgeht?

    Eine spanndende Diskussion trotzdem. Ich hab mir eigentlich überlegt, dass es genau andersherum ist: Dass Systeme mehr an Bedeutung gewinnen und die individuellen Fähigkeiten zurückstehen. Schließlich hat weder Mainz noch H96 (manche behaupten auch der BVB) nicht die besten Induvidualisten, aber sehr gute Systeme, die letztlich alle gegen den FCB erfolgreich waren. Insofern ist die Frage ob „6er“ oder „10er“ mMn sehr sehr wichtig. Johan bereitet oft Spiele taktisch auf (www.werder-fussball-blog.net), auch nicht-Werder Spiele. Eindrucksvoll zeigt er dort zB auf, welche taktischen Fehler Marin oft begeht und wie er so einen Angriff im Keim erstickt. Auf Zonalmarking.net kommen auch die taktischen Feinheiten mehr und mehr zum tragen.

    Ergo, ich kann euren Ansichten hier überhaupt nicht zustimmen. Eingeübte Spielzüge geben Sicherheit, die die Spieler brauchen. Und schlechtes taktisches Verhalten ist schwer zu kompensieren. Herausragende Individualisten wie Robben können einem schlechten System die entscheidene Komponente geben – die ein gutes System aber vielleicht gar nicht braucht.

    Übrigens hat Freibug auch mal FInke zum Saisonende entlassen und ist imho trotzdem noch aufgestiegen (oder hat zumindest besser gespielt als davor).

  22. Also zur zweiten Frage:
    Fragt der Eine: Sind wir uns einig, daß wir unterschiedliche Auffassungen haben?
    Sagt der Andere: Ja.

    Und schon hat man die Einvernehmlichkeit darüber, daß man unterschiedlicher Auffassung ist. Das ist ja kein Widerspruch, gerade deswegen die Trennung konsequent.

    Was ich mich viel mehr frage: warum weiß man das erst jetzt?

  23. @badenbayer

    Du wärst der richtige Trainer oder ich, so seh ich unser System auch.
    Mal ne Frage an alle Barcelona-über-alles-Fans hier. Wie oft hat Barca denn die Champions League gewonnen mit ihrem unbesiegbaren Konzept? Wie oft standen sie zumindest im Finale, Halbfinale? Die Zahl der gewonnenen spanischen Meisterschaften und Pokale im letzten Jahrzehnt haut mich auch nicht gerade vom Hocker. Und kommt mir nicht mit dem Verweis auf Real, denn die sind doch auch völlig konzeptlos, wie können die überhaupt was gewinnen. Arsenal und Wenger haben ein tolles Konzept, nur leider seit 2005 keinen Titel. Ach wie toll.
    ManU hat kein Konzept, außer die besten Spieler Englands, einige klasse Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, ein paar starke passende Ausländer, dazu ein paar robuste Laufwunder für die Drecksarbeit. Dazu einen Trainer der für diesen Haufen immer eine passende Taktik findet und weiß wann er die Pferde wechseln muß. Und einige Titel mehr wie die hochgelobten Konzeptvereine.
    Fußball ist ein Jahresgeschäft. Nach einem schwachen Jahr muß man die Fehler sehen, die unbrauchbaren Spieler austauschen, neue gute holen und wieder angreifen. Im nächsten Jahr, nicht in 10 Jahren, wenn das „Konzept“ (ich kanns nicht mehr hören) greift.

  24. @Wohlfahrt

    Du merkst aber schon, dass Du Dir selbst widersprichst?

    „Fußball ist Jahresgeschäft“ – meinetwegen. Aber im Jahresgeschäft ist Barcelona nunmal z. Zt. das Maß aller Dinge. Oder halt nicht. Denn wenn es nach Dir geht, dann ist bei Barcelona auf einmal die Vergangenheit die Messlatte. In den letzten 10 Jahren waren das dann immerhin 4 Meisterschaften (die 5. dürfte in ein paar Wochen folgen) und 2 CL-Siege, sowie diverser Kleckerkram. Es sind auch nicht wenige der Meinung, dass man Barcelona aktuell auch gerne Europa- und Weltmeister nennen darf, weil sie das Nationalteam sowohl personell als auch konzeptionell bestückt haben.

    Dass „ManU“ ohne Konzept arbeitet halte ich auch für eine fragwürdige Aussage. Es ist mMn durchaus auch ein Konzept, sich immer wieder an die modernen Erfordernisse anzupassen, etwa im taktischen Bereich. Das trifft übrigens auch auf Barca zu, die mitnichten seit ’88 den gleichen Stiefel runterspielen.

    Bayern soll mal seinen eigenen Laden aufräumen. Ansätze dazu sind ja auch da. Sich über die internationale Konkurrenz lächerlich zu machen, ist aber kein zukunftsorientierter Ansatz.

  25. Ma sehen wie lange es dauert bis sich Loddar ins Gespräch bringt 🙂

  26. ManUnited hat kein Konzept? Jetzt wirds laecherlich.

    Was ich neben der Trainer- und System-Frage am wichtigsten fuer die naechsten Jahre erachte, ist:
    Bayern muss unbedingt das Scouting-System komplett neu aufrollen, nicht nur ueberdenken. Wenn selbst van Gaal zu der Aussage genoetigt wird, dass man besser nicht in England (da wechseln NoNames wie Carroll fuer 42 Mio. Euro!) scouten sollte, sondern lieber in Japan, laeuft etwas gehoerig etwas falsch.

    Und niemand wird bestreiten, dass unsere Transferpolitik der letzten Jahre richtig besch…eiden war und ist.
    Voraussetzung dafuer ist Kontinuitaet in der Trainerposition. Oder wie es bei Bayern heisst: Der Manager-Position. Wenn Nerlinger sich mal anschicken wuerde, einen Transfer zu taetigen, waere dem ganzen Verein geholfen.

  27. Bin kein Bayernfan, lese hier aber aufgrund der Qualität der Blogeinträge und vieler Kommentare sehr gerne mit. (Dafür übrigens mal Danke, Paule!)
    Meine Frage an die Gemeinde: Wie belastbar ist die Freundschaft Hoeneß-Heynckes? Oder anders gesagt: Ist es wirklich ausgeschlossen, dass das Heynckes-Geplänkel nicht auch das klassische Manöver ist, Unruhe bei einem Konkurrenten zu schüren? In dem Zusammenhang würde mich übrigens auch ein baldiges – vermeintliches – Slomka-Interesse nicht wundern…

  28. Welcher Grösse im internationalen Spitzenfussball hat denn Kontinuität auf der Trainerposition?
    Da fallen mir Arsenal und Manu ein. Aber Manu hat doch wohl auch eher davon gelebt,das man nicht aufs Geld achten musste,bei den Transfers.
    Und die ganz grosse Titelsammlung seh ich bei Arsenal jetzt auch nicht.

    Unsere Transferpolitik war bescheiden? Also ich find Gomez,Tymo, Robben und Ribery beispielsweise richtig gute Transers. Ist ja nicht so das die nicht auch woanders hätten hin gehen können.

  29. Paule, das war jetzt der dritte Post hintereinander, der einfach nur hervorragend war.

    Ich kann dazu nichts weiter intelligentes hinzufügen und lese deshalb hier nur weiter mit.

  30. @badenbayer
    wurde gestern im Blickpunkt Sport schon geklärt, dass Loddar keine Option ist.
    Der neue Coach muss zwingend deutsch können 😉

  31. @ribben#31:
    du sack…nu` happ` ich mir vor lachen kaffe auf die hose gespuckt! ;O)

  32. Mann könnte dem Louis doch gleich die Eier abschneiden und ihm durch die Fußgängerzone am Seil führen… Kommt irgendwie aufs gleiche raus…

    Mich wundert es was Louis noch vor hat. Ich dachte er würde so was nicht mitmachen…

  33. Da es hier schon högscht amüsant zugeht: Der Vorteil einer Sammer-Verpflichtung bestünde darin, dass Uli nicht mehr derjenige mit der rotesten Birne im Stadion wäre…

  34. Quizfrage: Welcher Begriff passt nicht in die Reihe:
    Augenthaler, Matthäus, Effenberg, Kahn, van Bommel, Lahm.

    Anlass meiner Frage ist ein Kicker-Interview von Captain Lahm zum seinem
    100. Pflichtspiel für den FCB in Folge.

    Gründe für seine Serie sind:
    – Zweikampfverhalten: „Wenn man mit Hurra in einen Zweikampf geht, kann man
    sich leicht selbst verletzen und ausfallen“.
    – Trainingsverhalten: „Ich gebe immer mein Bestes, aber man trainiert auch
    clever, gerade in Zweikämpfen, da gehe ich nicht auf Teufel komm raus rein.“
    – Vorteil der Position: „Vom Gefühl her haben Stürmer oder Innenverteidiger die
    häufigeren und härteren Zweikämpfe… Also könnte es ein Vorteil sein, außen
    zu verteidigen.“
    – Fairness: „Ich versuche die Zweikämpfe immer fair zu regeln, ohne Fouls, weil
    es schnell Gelbe oder Rote Karten gibt. Und ich reklamiere nicht beim
    Schiedsrichter….., damit vermeide ich unnötige Karten.

    Der Philipp ist ja wirklich ein 1a Sportsman. Die Frage sei aber erlaubt, ob
    so einer Kapitän beim FC Bayern sein kann.
    Mit Wehmut denke ich da an Effe gegen Manchester, als er erst Beckham und
    dann Keane abgewatscht hat.
    Und es wirft die Frage auf, warum man in einer schweren Saison in der Winter-
    pause mit van Bommel und Butt die letzten beiden Routiniers aussortiert hat.

    Ich behaupte mal, dass ein Uli Hoeness im Tagesgeschäft wohl eher van Gaal
    entlassen hätte als Van Bommel.

  35. Gaaaanz, gaaanz ehrlich!!!!

    Ribery ist der am meisten überschätzte Spieler der Welt. Meine ich wirklich ehrlich. Und außerdem denke ich immer noch, dass wir auf Jahre hinweg einen gleichstarken Gegner brauchen (siehe Barcelona und Madrid). Dann werden wir auch öfters Championsleague-Sieger werden.

    ’s Dirndl

  36. @Dirndl: Ribery ist der Topvorbereiter der Liga! Und ich glaube kaum, dass das van Gaal-System seine Stärken vollends zur Geltung bringt. Von daher kann ich deine Einschätzung nicht wirklich teilen. (Dass er schon mal besser gespielt hat, ist freilich unbestritten.)

  37. @ badenbayer (#11):
    Sehe ich genau so. Taktik hin, System her. Es ist entscheidend, spielerisch flexibel reagieren zu können. Wie spiele ich bei einem 1:0 und wie bei einem 0:1? Mal mit weniger, mal mit mehr Risiko. Und das ändert sich auch noch mit der verbleibenden Spielzeit.

    Aber die Grundlage für Taktik, System, Strategie usw. ist das Team. Wenn da alle an einem Strang ziehen, geht es deutlich leichter. Den Eindruck habe ich in den vergangenen Wochen nicht gewonnen. Aber gerade dann ist es wichtig, als Team zu agieren. Und das macht einen Trainer dann auch aus. Er betreibt Teambuilding. Das geht nicht nur durch Aussortieren von unangenehmen Kandidaten. Immerhin braucht man mind. 11 Spieler auf dem Platz und in etwas noch einmal so viele daneben. Und die müssen alle fußballerisch sehr begabt sein. Meine etwas steile These: Gib einem Trainer 11 Spitzenfußballer und 10 überdurchschnittlich Begabte und es wird schon klappen, wenn er schafft, Konkurrenz und Gemeinschaftssinn zugleich herzustellen. Dann braucht es natürlich auch noch eine Spielidee, aber die Bereitschaft diese umzusetzen ist um Längen höher, wenn ich mich wohl fühle und geschätzt werde, aber auch weiß, dass mir dennoch immer der Mitspieler im Nacken sitzt, wenn ich es nicht umsetze. Die Laufbereitschaft der letzten Wochen deutete nicht darauf hin, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht. Und so interpretiere ich inzwischen auch Hoeneß´ Auftritt vom November.

  38. Die Kernfrage ist doch: Kann man heute noch ohne (!) spiel-philosophisches Konzept erfolgreichen Fußball spielen?

    Diejenigen, die die ach so tolle FCB-Vergangenheit bemühen, sind felsenfest davon überzeugt – wie man hier sehen kann.

    Viele andere meinen, dass das eben nicht mehr funktioniert.

    Um noch auf eine tiefere Ebene zu gehen, sei die Frage gestattet: Will man beim Fußball ausschließlich den Erfolg oder will man die Schönheit des Spiels an und für sich sehen. Und ist das ein Widerspruch?

    Manchen geht der Erfolg über alles. Sie denken, dass das alleine schon mit den berühmt-berüchtigten Grundtugenden rennen, kämpfen, Gras fressen erreicht werden kann. Nun, das haben die deutschen Teams bis Ende des Jahrtausends überwiegend gedacht, bevor sie merkten, dass da was auf einmal nicht mehr erfolgreich ist. Dann begann mancherorts das Aufwachen.

    Bei den Bayern war es dann zur Magath-Zeit soweit. Man spielte weder schön noch erfolgreich (international). Man wollte das ändern und holte sich Klinsmann, der das doch bei der Nationalmannschaft vorgemacht hatte, wie es gehen könnte. Der hatte ein Konzept, aber sonst nicht viel Ahnung.

    Schon kurz darauf sah sich die ewige Führungscrew mit Hoeneß und Rummenigge mit ihrem grenzenlosen Fußballsachverstand getäuscht und enttäuscht und präsentierte in blindem Vertrauen van Gaal als die Lösung schlechthin. Der hatte ein Konzept und viel Ahnung.

    Aber er hatte auch einen unchlaublichen Sturschädel, was einem bis dahin so niemand gesagt hatte. Jetzt sieht man sich wieder getäuscht und enttäuscht und präsentiert in blindem Vertrauen xxx als die Lösung schlechthin.

    Denn man hat ja grenzenlosen Fußballsachverstand. Geduld, nun ja, das können andere haben. Aber dafür haben die garantiert keinen so großen Fußballsachverstand, garantiert nicht, nie im Leben, ach geh fort…

    Die Antwort auf die Frage Schönheit oder Erfolg lautet also: Erfolg nur mit Schönheit (= Konzept / Pholosophie).
    Ohne klare Ausrichtung auf ein System, das man im Spiel unbedingt durchbringen muss, gewinnt man keinen Blumentopf mehr. Das wurde von vielen hier sehr klug dargelegt.

    Btw.: weder Barca, noch Arsenal, noch ManUtd., noch Dortmund, etc. haben einen großartigen Plan B. Die bringen ihr Spiel durch und gewinnen oder eben nicht. Nur haben v.a. die erstgenannten eine über Jahre einstudierte, extrem tief verinnerlichte Systemsicherheit, was meist den Unterschied ausmacht.

    Der Unterschied zum FCB sind 3 Niederlagen in Folge, die man auch keinem Ferguson, keinem Wenger, sicher auch keinem Mourinho gestatten würde. Zumindest bei den Bayern nicht.

    Mia san echt mia.

  39. @ conti:
    Es ist richtig, dass einstudierte Abläufe Halt geben können. Doch woran arbeitet jeder neue Trainer zuerst, wenn er zu einer verunsicherten Mannschaft kommt? Genau, an der Defensive. Man versucht erst einmal, weniger Torchancen zuzulassen und weniger bzw. gar keine Tore zu fangen. Wenn sich das stabilisiert, arbeitet man auch offensiv an sich. Und dann kommen vor allem Spielzüge, aber nicht gleich ein „System“. Das wird mir oft zu hoch gehängt. Es braucht vor allem Laufwege. Und die können sich situativ unterscheiden. Daran muss man arbeiten.

    Und die hochgelobten Systeme von Mainz und 96 bestehen doch vor allem aus einem: gute Defensive mit schnellem Umschalten (wie haben viele erfolgreiche Bundesligamannschaften der letzten Jahre gespielt). Das geht für eine, vllt. zwei Saisons gut, danach sind die Mannschaften selbst Favorit und müssen das Spiel selbst machen. Und auf einmal kippt es (Stuttgart, Hertha, anyone?). Das ist also ein System für newcomer oder underdogs und nicht auf Dauer tragbar. Aber wer die historische Entwicklung des Fußballs kennt, sieht sehr genau, dass es immer defensiver wurde (es gab mal 2-3-5-Systeme!). M. E. haben wir nun so langsam das Ende der Fahnenstange erreicht, weil viele Mannschaften inzwischen mit einem 4-3-2-1 (was sich offensiver anhört als es ist) spielen. Das Problem für Favoriten ist doch inzwischen, dass es kaum noch Profimannschaften gibt, die nicht zumindest richtig gut verteidigen können. Und bei der Bereitschaft, sich 90 Minuten die Lunge aus dem Hals zu rennen, kann auch eine vermeintlich unterlegene Mannschaft mit einer Mauertaktik (4 Mann auf 11m, 4 vor den Sechzehner, 2 auf 30 Meter) viel erreichen. Sie schießt dann vllt. selbst kein Tor, aber es reicht gegen den Favoriten ja auch ein 0:0. Es ist also schwer, ein Spiel zu entwickeln, das so ein Bollwerk knackt. Das geht nur im 1-gegen-1 und mit schnellem Passspiel sowie einstudierten Laufwegen (oder über Standards). Dafür braucht man
    – schnelle Spieler,
    – technisch starke Spieler,
    – lernwillige Spieler,
    – einen Trainer, der Laufwege üben lässt.
    Nenn es System, mir ist das zu hoch gehängt, weil es zu sehr auf die Individuen ankommt. Wenn die viel mitbringen (Technik und Schnelligkeit), dann geht es auf. Dortmund hat genau die Voraussetzungen dafür. Viele Spieler, die auch bei hohem Tempo die Bälle super verarbeiten können (sauber annehmen und auch sofort präzise weiterspielen). Das ist schon mehr als die halbe Miete. Das kann man sicherlich im Training üben, um es zu verbessern. Ist aber noch kein System. Dazu braucht es abgestimmte Laufwege und ein „blindes Verständnis“. Das kann man auch üben. Alles in allem ist das eine Idee, aber System? Das klingt in der Tat zu sehr danach, dass man ein Spiel schon dadurch gewinnen kann, dass man weiß, wie es geht.

  40. @koo: Alles richtig erkannt. Laufwege, blindes Verständnis, Ballstafetten, das alleine ist noch kein System. Denn das ist in den Details angelegt, wovon wir alle nicht die Ahnung haben, denn sonst würden wir bei einem Proficlub arbeiten (können).

    Und um zur Spitze in der Trainerschaft aufzusteigen, braucht es daneben auch eine ganze Reihe anderer Fähigkeiten, wie Führungskraft, Ausstrahlung, etc. und das haben halt nur wenige.

    Ob die Führungsriege der Bayern die Eigenschaften hat, einen lange erfolgreichen Club auch wieder in der internationalen Top-Klasse zu etablieren, darf allerdings bezweifelt werden. Und da liegt der Hund begraben – unabhängig von van Gaal.

    Und nun: Lehrstunde genießen: Barca vs. Arsenal!

  41. @tafelrunde

    Jepp.

    Und bei allen Vergleichen van Bommel/ Effenberg:

    Effenberg (konnte ihn nie leiden…) war „nebenbei“ noch ein wirklich guter Fussballer.

    @Wohlfahrt

    Barcelona soll ja nicht als Schablone für Bayern gelten.
    Wenn Du allerdings Dein „entweder…oder“ in ein „sowohl…als auch“ abänderst, kann man positive Dinge durchaus mitnehemen, ohne im 2-3 Jahresrythmus a) für 1 erfolgreiche Saison 60 Mios ausgeben und dann wieder b) 1 oder 2 Jahre „Leiden“ bis zum nächsten Trainerwechsel samt Grosseinkauf mit der Gieskanne…

    (Übrigens kauft auch Barcelona immer zu: Alves, Ibrahimovic, Villa, in 2 Jahren Fabregas, etc.)

  42. Sehr geehrte Vorstände des FC Bayern München, in Person Uli Hoeneß,

    ich muß mich doch sehr über die jüngsten Ereignisse wundern. Insbesondere die Außendarstellung ist, mal wieder, eines der Top Vereine der Welt unwürdig.

    Wenn man mit der Arbeit des Trainers nicht zufrieden ist, dann muß man sofort handeln. Oder aber der Presse kein Futter und keinen Stoff für eine Posse liefern, die letzendlich in einem halbgaren Kompromiß geendet ist.

    Sollten Sie der Meinung sein, das es der Trainer nicht schafft, erfolgreich zu arbeiten, dann muß sofort etwas passieren. Egal was das letztendlich kosten mag. Was passiert, wenn LvG am ende doch noch Erfolg hat? Oder eben gar keinen mehr, weil er komplett abgeschlossen hat? Bei beiden Varianten stehen Sie, und nur Sie alleine als Verlierer da.

    Interessant fionde ich in diesem zusammenhang die tatsache, das niemand anderes als Sie persönlich schon seit etlichen Jahren intensiv um genau diesen Trainer geworben haben. Und das dieser trainer bei fast jedem seiner anstellungen im Streit gegangen ist. Freiwillig oder unfreiwillig. Meist, wegen jener Eigenschaften, die gerade Sie im öffentlich vorgeworfen haben. Der Sender Sky hat sicher diesen unrühmlichen saisonhöhepunkt auf seiner HP zum anschauen.
    Ein ähnlicher Fall liegt nicht lange zurück. Damals wurde Jürgen Klinsmann als Trainer eingestellt. Wenn man Aktive wie zB Olli Kahn oder andere Nationalspieler intensiv über die Hintergründe bei der N11 befragt hätte, wären seine Defizite (im eigentlichen Trainer Handwerk- die damals von Löw verdeckt wurden) sicher intern bekannt gewesen.

    Ich frage mich daher:

    Nach welchen Kriterien suchen sie eigentlich ihre Trainer aus?

    Wie kann es sein, das sie die wichtigste Position im Spielbetrieb nicht in Ihrem Sinne scouten?

    Nicht das Missverständnisse aufkommen: Für mich sind Sie der personifizierte Verein. Ein Muster an Weitsicht, ehrlichkeit und Kompetenz. Ich kann mich noch sehr gut an die Daum Affäre erinnern, damals, so dachte ich, wenn er da nicht Recht hat, und geht/gehen muß- wie soll der FCB ohne ihn weiterexisitieren? Zum Glück waren sie im Recht.

    Und gerade weil Ihre Entscheidungen sich meist als richtig erwiesen haben, kann ich Ihr vorgehen bei suchen, einstellen, Umgang und letztendlich auch beim Kündigen eines Trainers nicht verstehen.

  43. @Tafelrunde:Wieso sollte die Führungsriege die Eigenschaften denn nicht mehr haben?

  44. @koo das wir keien guten technischen spieler haben ist einfach nur hohn. Gerade ballbehandlung und technische perfekte spieler haben wir viele(schweini, lahm, kroos, Robben,Ribery) . Und paar Rumpelfußballer hat jede menschaft einpaar.

    zum thema trainerentlassungen. Was viele fans nicht sehen ist das es schon der 5te Trainer innerhalb von 3 Jahren ist beim fc bayern. Und eine sofortige Entlassung bei allen problemen die man hat, würde nicht nur Van Gaals Image Schaden sondern auch dem Ruf vom Fc bayern stark verungflimpfen. Denn das Sofortige Scheitern ist auch ein einseitiges Schuldeingeständnis der Führung.

    Nur was würde uns dann unterscheiden von launigen Oligarchen geführten Clubs?. Wobei selbst die halbwegs ruhig je nach Verhältnis zum Trainer auf ihre Trainer vertrauen und nicht sofort kündigen ( siehe Chelsea und u.a. auch Ac milano). Der Fc bayern ist nicht xy 04 hausen, sondern ein seriös geführtes Unternehmen, das nach hire und fire erfolgssüchtig ist. Hire und Fire methoden sind einfach zu kurzfristig und garantie auf erfolg bringen die auch nicht mit.

    Was mich traurig stimmt ist dieses Öfentliche Geplänkel das sich KHR Und Unser Präsident seit jahren liefern. Ich würde so zb auch Ulis Atacke im letzen Jahr eher als eine Revanche auf KHR frühere Atacke zum Trainer Hitzfeld ( Fußball ist keine Mathematik) sehen. Oder Aussagen von Uli zb Er war ja eigentlich einig Mit Klopp wurde umgestimmt, etc. Unter diesen Umständen wird sich auch jeder gute Trainer in Deutschland und Ausland einen Umweg machen . Und genau das schadet unseren Klub. Ich als Fan sehe das auch als einen Grund weiso ein Hitzfeld irgendwan keine Lust mehr auf den Vereinsufßball hatte. Der Trainerverschleiß ist einfach zu hoch und leitet einem zum Vergleich mit Real. Wo selbst sehr gute Trainer einfach gefeuert werden, zb wegen schlecht anzuschauenden fußball? Selbst ein Mourinho hat langsam kein bock auf Real und das will was heisen. Diese ständige Unruhe führt nur dazu das weder Spieler zu uns kommen , noch richtig sich entwickeln können noch dazu das wir Trainer kriegen die seelenruhig eine starke Manschaft formen können. Vergleiche siehe zb mit Ferguson, der jahrelang die Dominanz von Chelsea akzeptierte und nun selber eine dominierende Manschaft in der PL aufgebaut hat.

    Und was die Systemfußball angeht oder ein ganz normaler Trainer der dynamische Systeme benutz( wie Löw , Ferguson usw), das alles bringt dem Fc bayern nichts solange man nicht einen Trainer erlaubt in Ruhe zu arbeiten, ohne reinreden. Denn das alles artet langsam zu einen zweiten Real Madrid. Und wo die seit jahren rumlungern weis eigentlich jeder hier, national sicherlich erfolgreich aber international flop( wann standen die mal im cl halbfinale?).

    Und wieso heist es immer Arsenal sei nicht erfolgreich, oder auch für barca. Das ist doch purer Bullshit , denn wenn man bedenkt in welcher Liga die spielen, braucht man sich darüber nicht zu wundern. In finde Arsenal spielt durchaus erfolgreich , nur haben die leider nichts gewinnnen(das haben wir international auch nicht seit 2001). Zb hält sich Arsenal sehr gut in der Aktuellen Meisterschaft in Premier League, besser als Mancity, besser als liverpool und auch besser als Chelsea. Es ist zu einfach wenn man zb Arsenal als eine Manschaft abstempelt die nicht erfolgreich spielt, wen dem so wäre wieso sind die regelmässig in Premier League unter den Top 3?.

    und genau darum stimme ich u.a. paule und vadder ( und andere) überein. Dieses Theater + Konzeptlosigkeit rundherum mag ja schön sein schadet aber auch u.a. dem Verein. Nach der Wm habe ich eigentlich nur negative Nachrichten rund um den fc b gelesen und das nervt tierisch langsam.

  45. Naja, man kauft ja in gewisser Weise immer die Katze im Sack. Man kennt gewisse Eigenschaften, muss aber auch immer das andere Umfeld und die Kompetenzen in anderen Stationen mit einbeziehen. Und auch dann, weiß man gerade bei ausländischen Trainern, wie sie dann agieren, wenn sie erstmal da sind.

    Insofern kann ich dieses „hätte man doch vorher wissen müssen“ nicht mehr hören, weil immer etliche Umstände zu den jeweiligen Verhaltensweisen führen.

    Und fragt mal bei Barca nach. Die haben ihn sogar zweimal verpflichtet und beim zweiten Mal hat es nur ein halbes Jahr gedauert…

    A propos: Ich will nicht zuviele Vergleiche anstrengen, aber was mit bei Barca sofort auffällt:
    – Das Spiel findet fast nur in der Mitte statt (ja, da wo das Tor steht), bei uns findet es fast nur an den Außenlinien statt.
    – Die AVs stehen da, wo bei uns die Außenstürmer stehen. Diese wiederrum stehen auf Halb-Positionen und gehen abwechselnd in die Spitze.
    – Bei Ballverlust gehen sofort ALLE zurück und 3-4 Mann direkt auf den Ball(führenden).

    Aber bisher dennoch relatib brotlos. Je länger das 0:0 steht, um so besser wirds für Arsenal. Erstrecht wenn ihnen tatsächlich ein Tor gelingt.

  46. Wo ist eigentlich bei Arsenal der Systemfussball? Zumindest jetzt grade?

    Reif meinte grade das jeder italienische Zweitligatrainer neidisch wäre ,auf das Catenaccio das Arsenal da grade veranstaltet.
    Die mauern ja nur . Das solls dann sein?

  47. @Ribben

    Viele zugestellte Passwege von Arsenal -> hohe Fehlpassquote von Barcelona.

    Und extrem giftige Defensive – bis hin zum Sturm!

    (Fast ein edit!) Und dann kommt Messi…
    (So wie letzte Saison Euer Robben.. und Olic!)

    Mit solchen Spielern gewinnt (?) man dann…

    Und jetzt wird es interessant:

    Hat Arsenal den Plan B – und lässt Barca ihn zu???

  48. @ tafelrunde:
    Das ist es ja eben. Führungsqualitäten und vor allem die Fähigkeit, die Stimmung in der Mannschaft zu erkennen, aufzugreifen und in die richtigen Bahnen zu lenken. Oder Konflikte zu entschärfen oder auch mal eskalieren zu lassen, wenn es notwendig ist. Aber ein Trainer muss eben auch auf einer Basis aufbauen können. Und die hat van Gaal sich leider eher zerstört.

    @ asd: Naja, ein paar gute Techniker haben wir schon. Aber eben längst nicht genug. Schon mal darauf geachtet, wie Gomez und Müller mit dem Ball umgehen? Nicht falsch verstehen, die haben was drauf. Aber da springt der Ball auch gerne mal etwas weiter vom Fuß weg. Und schnelles, präzises Weiterleiten des Balles ist nun nicht ganz ihre Stärke oder sie zeigen diese zu selten. Doch gerade in der Spitze braucht es das häufiger, um den Gegner mal stehen zu lassen. Defensiv sieht es ähnlich aus. Ein Tymo ist in der Ballbehandlung auch kein Filigrankünstler. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht, dass wir davon mehr Spieler brauchen. Wenn das grundsätzliche Potenzial im Kader vorhanden ist, dann muss das eben mehr geübt werden, damit sie das irgendwann können. Aber in Sachen Technik, Passspiel und Tempo können wir uns anderswo noch eine Menge abgucken.

  49. Bis zur 45. (+3.) Minute war es doch die Mourinho-Taktik vom Vorjahr, stabile Sechserkette, davor ne Dreierkette und einer zum Stören an der Mittellinie…

  50. @koo was die techniker angeht hast du wahrscheinlich recht. Nur das ein Müller mit einem Schnellen Pässen besser zurechtkommt als ein Gomez. Das mit dem Rumpelfußballen hast wohl recht , Tymo,Ottl,Olic…. bei denen sieht man das oft. Und ich denke mal darin liegt auch der grund wieso wir nicht so schnell spielen (können?), wir haben einfach zu viele die mit den schnellen bällen nicht zurecht kommen. Das sieht man ja jedes spiel wenn man bedenkt wie oft Gomez der Ball verspringt.

    Geübt wirds sicher im Training denke mal nur denken sich die meisten Spieler inzwischen ach bei dem Kader da hat man ja sowieso hohe Einsatzchancen.

    bin mal gespannt wie arsenal heute abschneidet.

  51. @antikas

    Mich würde interessieren, wie Bayerns Abwehr gegen ein solches Powerplay von Barcelona bestehen würde. Man ist schon einmal in Camp Nou untergegangen und würde es in dieser Saison wahrscheinlich wieder tun.

    Barcelona lässt Arsenal bisher kaum Zeit zur Entfaltung, da ist es schon eine Leistung, das es nur 1:0 steht.

  52. @Ollis: Wahrscheinlich gar nicht ,da unser Systemtrainer ja die Defensive nicht für wichtig genug hält, um trainiert werden zu müssen.

  53. @antikas #49: Nur kurz in der Halbzeit: Die Führungsriege hat nicht verstanden, dass ein Umbruch (fast immer) einhergeht mit Rückschlägen. Dann braucht man auch die Souveränität, sowas durchzustehen.

    Souverän nur im Erfolgsfall zu posieren zeugt nicht gerade von strategischer Festigkeit.

    Und noch eins: Wer hat denn den Granden verboten zu sagen, wir machen jetzt mit diesem Trainer weiter, ohne wenn und aber. Wenn van Gaal auf ganzer Linie scheitern sollte, dann kann man ihn am Ende der Saison auch entlassen. Dazu muss man nicht jetzt schon ankündigen, dass er auf jeden Fall gehen muss. Sowas ist einfach nicht durchdacht, ja geradezu blödsinnig. Wahrscheinlich war das nur, damit seine Eitelkeit Hoeneß zeigen konnte, wer den Größten hat.

    Da verhält sich doch jeder Abteilungsleiter im mittleren Management taktisch geschickter.

  54. @ralfinho

    Eben… Darauf eingestellt, gegen eine „bessere“ Mannschaft zu spielen…

    Und daran scheitert es diese Saison beim FCB entweder an den vorhandenen Spielern (?), dem Trainer (?) oder aber an der Eitelkeit, dass es in der Bundesliga „eigentlich“ keine bessere Mannschaft gibt(?)…

    Zumindest zieht Wenger nicht seinen „Stiefel“ durch und hatte eine Alternative – wenn auch nicht erfolgreich bis jetzt… 😉

  55. @Ribben: „hätte man doch vorher wissen müssen“- klar, jetzt, wo alles in scherben liegt ist nur van Gaal schuld. Nochmal: UH hat ihm das vorgeworfen, was man bei einer genaueren studie schon vorher hätte wissen müssen. Und trotzdem wollte ER ihn. und das nicht nur in den letzten 2 jahren. Wieso holen sie ihn dann? man wollte nicht mit jungen deutschen trainern operieren, don jupp war zu alt, und am ende holt man einen trainer, der auch im ausland immer seine eigenen linie durchgezogen hat- und wirft ihm genau das vor. Lachhaft, oder?

    Der Vorstand ist genau so schuld an der misere wie der Trainer. Und weil sie irgenwie wieder die Kurve kriegen, wird es wohl ohne schlimmere konsequenzen für den verein bleiben.

    ich frage mich, beim betrachten von barca, wo ist eigentlich unser unbedingter siegeswillen? unsere unbedingte leistungsbereitschaft? Wegtrainiert? wahrscheinlich. Das hat nämlich mit einstellung zu tun, nicht mit aufstellung oder taktischer vorgabe.

    bei uns ist immer der trainer schuld, ein ribery ist ja charakterlich so einwandfrei, der will ja eigentlich immer. Nur der trainer lässt ihn nicht. Aha. alles klar.

  56. @ralfinho
    Ja, das war offensichtlich, daß die zwei defensiven Mittelfeldspieler von Arsenal mit der Abwehr zusammen eine 6er-Kette gebildet haben. Barca spielt viel mit zentralen Paßstafetten, und eine 4er-Kette bietet da einfach zuviel Lücken. Für den Hackentrick am 16er hätte ich als Trainer den Fabregas(?) gelyncht, glaube ich 🙂

  57. Jetzt können sie den Riegel ja wieder aufstellen…mal gucken, ob Cesc es nochmal mit der Hacke probiert 😉

  58. …und auch die spielerisch beste Mannschaft benötigt eine Verteidigung gegen Flanke-Kopfball-Tor. Kismet.

  59. Finde ich überhaupt nicht lachhaft. Viel eher, was van Gaal speziell in den letzten Wochen abgezogen hat, das ist für mich lachhaft oder eher traurig. Er hat ja kaum was ausgelassen, um den Verantwortlichen ans Bein zu pinkel. Als ob es ihm jemals um die Mannschaft gegangen wäre. Einzig um sein Ego. Er wollte auf Biegen und Brechen mit seiner Methode Titel holen. Das ging vielleicht in den Neunzigern bei Ajax so, aber nicht mehr heute. Ich denke da war man vlt. ein wenig zu naiv und dachte, dass er nicht ganz so der Betonschädel mehr wäre und hat sich eben getäuscht.

    Und die Erkenntnis ist ja auch nicht neu, das war schon nach wenigen Wochen klar. Einzig die Erfolge geben ihm jetzt nicht mehr recht und deswegen ein logischer Schritt. Hätten wir letztes Jahr – maßgeblich durch Robben – nicht die Kurve bekommen, wäre er schon viel früher gegangen worden.

    Ich hingegen kann nicht verstehen, warum du die letzten Wochen/Monate ununterbrochen auf Ribery draufhaust. Er war einer der wenigen in den letzten Spielen, der wenigstens versucht hat, was gewinnbringendes zu machen. Und van Gaal hat ihm das Leben sicher nicht einfach gemacht. Ich denke das hat einen hohen Anteil daran, das er noch nicht zu alter Form gefunden hat.

  60. 🙂

    „Perfekt“ gibt es beim Fussball eben nicht!

    Man kann höchstens das „Glück“ forcieren – das „Pech“ allerdings nicht vermeiden…

    😉

  61. Individuelle Technik plus Geschwindigkeit plus Antizipation = Tor, soooo simpel…
    geiles Tor ..und schon so oft gesehen 🙂

  62. @Tafelrunde:
    Wer hat denn angefangen mit dem Schwanzvergleich? Das war doch wohl eher vanGaal mit seiner lächerlichen Buchpräsentation,und vor allem der darin enthaltenen Kritik an seinem Arbeitgeber ,dem FCB.

    Und auch die Aufstellungen der letzten Wochen waren doch wohl eher der Eitelkeit als der Logik und der Leistung geschuldet.Sein Transfer Pranjic durfte regelmässig über 90 Minuten stümpern, aber einen Gustavo beispielsweise lässt er wegen eines Schnupfens in München.

    Und wenn vG einen Grossteil der Mannschaft nicht mehr hinter sich hat ,dann IST er gescheitert.
    Da kann man unserem Vorstand nur vorwerfen,das sie nicht sofort handeln.

  63. zu Ribben wenn dem ja so wäre nur Ribery halt ich für demn größten Söldner schlecht hin beim fc bayern. Wann hat er denn mal gute Spiele gemacht außer in seiner ersten Saison. Danach fiel der nur ab. Das kann bei weitem nicht nur am Trainer liegen. Es gibt einfach bessere Spieler auf seiner position und Ribery bringt ja nicht gerade die Einstellung mit sich weiterzuentwickeln.

    Das am Trainer auszumachen ist zu einfach, wenn es nicht läuft experimentiert man halt. Das machen viele Trainer und die methoden die Van Gaal anwendete haben auch viele andere Trainer versucht. Nur ist es halt Glück oder kein Glück wens ned läuft.

    Zum Thema Vorstand. Das traurige ist das diese planungslosigkeit unseres Vorstandes seit jahren sich hinzieht. Nennt ihr das Erfolg? und passt eine Solche Einstellung zu einen angeblich familären Verein wie dem f c bayern. Abgesehen von Hitzfeld und Heynckes hielt seit den 1990er kein Trainer länger als 3 Spielzeiten beim fc bayern aus!.

    Außerdem nervt dieses Ego geplänkel wen juckt der schwanz vergleich? …… es geht nur um Fußball. Diese Paralelen zb zu Real Madrid sind ja nicht gerade zu übersehen. Dort Valdano vs Mourinho, bei uns Hoeness vs Van Gaal.

  64. @antikas/ribben (ich spreche zu beiden- da inhaltlich nicht unähnlich): hat er bei der buchpräsentation tatsächlich den Arbeitgeber kritisiert? wenn du das Buch liest (was er ja UH empfohlen hat), dann kommst du genau darauf, was ich schon oben geschrieben habe. Was er für ein typ ist, warum er geschiertert ist. Vielleicht war es ja ein hinweis an Uh, das er Lvg besser versteht?? Beweisen kann ichs nicht- genauso wie du das gegenteil.

    Und wenn die Manschaft nicht hinter ihm steht, dann darf er nimmer da sein. Und genau das werfe ich jetzt dem vorstand vor. da muß man konsequent sein. Punkt aus.

    Und wenn ihr so harsch den trainer kritisiert (ribery darf ich nicht kritisieren- eigentlich ungerecht), dann muß der Vorstand zwingend jetzt genauso was auf die kappe bekommen. aber die machen ja nie fehler.

    Jetzt ist der trainer, nächstes jahr ist es dann wer?

    der neue trainer? der promo kapitano? Die falschen neuzugänge? die scouting abteilung?

    Das ist mir alles bei euch viel zu einfach. Genau die gleichen fehler die ihr LvG vorwerft begehen die vorstände auch. Wenn sie nicht genauso arrogant, unnachgiebig und alphatiere wären, hätten wir manche verbale scharmützel nicht erlebt. und das nicht nur in diesem jahr. Aber jetzt plötzlich ist ja nur einer schuld. und der darf jetzt, von gottes gnaden, auch noch weiterwursteln. Was bitteschön solld as denn sein? Und was erwarten unsere vorstände jetzt von ihm? das er ab heute 0 uhr Uh nach der taktik, trainigslehre und aufstellung fragt?

    Und wer entscheidend wann ein spieler fit ist, wann nicht? Soll der gustl verschnupft auflaufen, und dann ne scheiß leistung bringen? das wir ihn dann hier zerfetzten,weil wir davon ausgehen, das er fitt war? mein gott,das kanns doch wohl wirklich nichts ein.

    Ich hätte pranjic auch nicht ins mittelfeld gestellt. keine frage. aber er wird wird sich was dabei denken. oder sind wir schon swoeit, ihm zu unterstellen,das er spiele absichtlich vercoacht? Will er wohl den FCB und seinen trainer ruf kaputt machen?

    Zu Ribery: versucht ja. aber war das wirklich 100 % willen? Gerade das kenne ich von ihm ganz anders. Und wie gesagt, wenn wir schon wie der Boulevard immer gerüchte als Fakten nehmen, dann kommt sein sonderstatus (gehalt, allüren) auch nicht top an bei den Mitspielern. Habt ihr mal Ribery gesehn, das er verantwortung übernehmen will? Er ist sicher nicht schuld an der krise, hat aber auch nichts getan, um irgednwas daran zu ändern. Und kommt mir nicht mit Lust oder frust oder dem gemeinen Trainer- dafür bekommt er genug schmerzensgeld. Für mich klafft da eine gewaltige Lücke zwischen anspruch (auch aus diversen Interviews) und wirklichkeit. Und das lässt sich nicht alleine mit verletzungen erklären. Der wird ja nichtmal mehr gefoult,weil er nicht mal am ersten vorbeikommt- und genau das ist seine funktion, seine aufgabe.
    bei robben wartes in den letzten 3 spielen ähnlich, wobei man bei ihm ehr das gefühl hat,das er etwas bewegen will. leider auch häufig zu egoistisch.

    Was ich mich schon den ganzen abend frage, ist wie barca so hungrig sein kann? woher kommt das? Sicher ist da auch glück dabei. und brotlose kunst. aber der wille. Schön und erfolgreich zu spielen. ich ziehe meinen hut.

  65. @ 43 tafelrunde

    „…oder will man die Schönheit des Spiels an und für sich sehen…“

    Mit Verlaub, wann hast du das letzte mal die Schönheit des Spiels unter van Gaal bewundert? Aus meiner Sicht ist das lange, zu lange her, nämlich beim Pokalfinale gegen Werder. Fußball zum mit-der-Zunge-schnalzen. Aber wenn man ehrlich ist, sind diese außergewöhnlichen – nenn es meinetwegen schönen – Spiele, bei denen van Gaals Ballbesitz-System vollständig zum Tragen gekommen ist, an einer Hand abzuzählen: neben dem angesprochenen Pokalfinale das letzte CL-Gruppenspiel gegen Juventus Turin, das CL-Halbfinalrückspiel gegen Lyon und das 7:0 gegen Hannover (wobei das damals kein erstzunehmender Gegner war).
    Viele Spiele, die letzte Saison zu einer großen Saison gemacht haben, waren doch stark von Wille, Einsatz und Einzelaktionen geprägt (Manchester: Olic, Robben; Florenz: Klose, Robben; HF DFB-Pokal gg. Schalke: Robben; CL-Hinspiel Inter: Kraft, Lucky-Puncher Gomez) und eben nicht von einem alles überragenden System, einem Konzept oder einer Philosophie.
    Daneben gab es auch viel Krampf (LvG war fast schon im Herbst 2009 entlassen!), vor allem in dieser Saison.

    Im Übrigen: mir konnte bisher noch keiner näherbringen, welchen Masterplan Louis van Gaal mit der Vernachlässigung der sich in Auflösungserscheinungen befindlichen Defensive verfolgt (hat). Mir graut vor der Vorstellung, bei einem Weiterkommen gegen Inter auf Barca zu treffen. Das würde ein Schlachtfest werden.

  66. @vadder
    Kann dir in deinem letzten Absatz nur recht geben, sicher ist viel Glück dabei und eben wie gesagt auch brotlose Kunst, aber das Glück ist erarbeitet. Wenn man sieht wie ein Xavi einen eigentlich verlorenen Ball behauptet und dann eine perfekt herausgespielte Chance entsteht kann man nur mit der Zunge schnalzen.

    Dabei muss einfach angemerkt sein, dass der unbedingte Wille einfach bei vielen unserer Spieler heuer einfach nicht zu merken ist. Es fehlt die Bereitschaft sich über taktische Zwänge bei sich ergebenden Chancen hinwegzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Dass kann daran liegen die Spieler einfach aufgrund der Tabellensituation zu verunsichert sind, oder, was näher liegt, an den Zwängen durch den Trainer. Es traut sich einfach keiner Verantwortung zu übernehmen. Ich denke deshalb auch dass es nicht unbedingt vorteilhaft ist die Saison mit LvG zu Ende zu bringen. Oder aber die nun bekannte Trennung setzt nochmals Kräfte frei.

  67. @ 32 Ribben
    unchlaublich 🙂

    @ 37 chucky
    Nix gegen Lahm. Der Reif sagte ja auch heute, dass es nur einen Spieler (von Barca, welchen weiß ich nicht mehr) mit mehr Ballkontakten gibt.
    Trotzdem so ein Kapitänchen ist doch sicher nicht der richtige für das Machtwort, wenn es denn mal sein muss auf dem Platz. Ein bisschen mehr Cantona sollte man da schon in sich haben 🙂
    Ich hatte nach vBommels Abgang auch die Hoffnung, dass nun die große Stunde des Bastian Schweinsteiger kommen würde – gerade nach der geilen WM. Ich dachte er würde nun der Chef auf dem Platz, den Antreiber und das Alphatier mimen. Leider scheint im das nicht zu liegen – schade denn er hätte das Zeug dazu.

    @ 70 Vadder
    Die Einsatzbereitschaft und Leidenschaft dieser Ausnahmefussballer ist wirklich absolut bemerkenswert. Wenn sie jetzt noch etwas weniger verspielt die Buden machen wpürden ohne 6 m vor dem Tor doch nochmal abzugeben wären sie wirklich kaum zu schlagen.

    Ich bin ja sowas von gespannt wie es nun bei uns weitergeht. Komischerweise habe ich trotz den letzten Vorstellungen die Hoffnung, dass sich unsere Jungs jetzt wieder besinnen und Einsatz zeigen. Jetzt da sie wissen, dass sie für sich und nicht die Reputation des Trainers spielen hoffe ich das der Schalter umgelegt ist. Schliesslich werden sie noch da sein wenn vG schon weg ist.
    Zuerst dachte ich auch, dass wäre die schlechteste von allen und geradezu eine feige Kompromisslösung. Nach einer Nacht jedoch denke ich, dass es doch besser ist als irgendein Interimsfuzzi, den letztendlich ja auch niemand wirklich ernst nehmen könnte. Ich habe zumindest Hoffnung, dass jetzt etwas Lockerheit und damit unverkrampfteres Aufspielen zurückkehrt.
    Schaun mer mal – jetzt der HSV – und nächste Woche in meiner Heimat Freiburg – wo ich endlich mal wieder live beim FCB bin. Auf gehts FCB !!!!!!!!

  68. @vadder ’70: Dass Ribery nicht mal mehr am ersten Gegenspieler vorbei kommt – absolut richtig beobachtet und zu Recht kritisiert. Dass sich der Vorstand des FCB (egal in welcher Zusammensetzung und mit wem als Initiator oder Wortführenden) in den letzten Jahr(zehnt)en mehr als einmal für die weniger günstige Form und Art der Aussendarstellung entschieden hat – ist nicht weg zu diskutieren sondern nur zu bestätigen. Dass sich mancher Fan des FCB wünscht, es würde öfter mal wirklich alles intern behandelt und besprochen und auch gehalten – müssen wir nicht drüber reden. Die Hoffnung mal wieder einen Trainer mit Konzept und Erfolg und mehr als zwei Jahren auf der Bayernbank zu sehen – noch nicht aufgegeben.
    Und doch – bei all den Dingen, die LvG, bei all seiner Trainerweisheit und Erfahrung, mit dem Kader des FCB angestellt hat in den letzten Monaten – da muss man schon ein wenig (ver)zweifeln. Pranjic und Ottl nicht auf dem Niveau (nicht mal ansatzweise), um den ihnen zugedachten Job zu erledigen. Trotzdem spielen sie ständig bzw. laufen mit, traben auf dem Platz herum. Andere Spieler mit dem nötigen Niveau nicht auf diesen Positionen. Ein Blick auf die Innenverteidigung (wenn man sie so nennen darf) reicht, um die Verwirrung bei Fans und im Team zu erklären. Null Defensivkonzept und das letzte durchgängig sehr gute Spiel im letzten Mai im Pokalfinale.

    Und wenn ich als Trainer mit solch einem Kader und solchen Möglichkeiten solch eine Bilanz vorweise (Platz 5 in der Liga durch zum Teil unsägliche Leistungen bzw. unsäglich lächerlich verschenkte Punkte, Aus daheim im Pokal-HF gegen eine schwache Schalker Mannschaft, dank unerklärlich schwacher Leistung, ein Auseinanderbrechen in alle Einzelteile nach einer Niederlage gegen den souveränen Tabellneführer, Spieler die scheinbar komplett den Glauben an sich verloren haben, dringend ein Konzept brauchen, danach verlangen, es aber nicht bekommen, etc.) ja dann ist der Trainer hauptverantwortlich. Unabhängig davon, ob nicht auch Management und Vereinsführung und die Kommunikation auf den verschiedenen Ebenen verbessserungswürdig ist – für die Mannschaft und deren Erfolg ist nun mal der Trainer hauptverantwortlich – und Erfolg ist rar geworden in München.

    Warum er jetzt bis zum Saisonende bleibt? Keine Ahnung.

  69. @Vadder: Absichtlich vercoachen? Oder so stur darauf beharren,das Pranjic ja unmöglich ein Fehlkauf sein kann?

    Was stand denn in dem Buch? Hat er nicht extra für den deutschen Markt noch ein Kapitel angefügt,in dem er u.a. die ,seiner Meinung nach ,suboptimalen Zustände beim FCB kritisiert hat? Muss sowas sein?

    Und in dem Punkt geb ich dir Recht. Ich halte es für fahrlässig und inkonsequent weiter mit ihm zu arbeiten.

  70. @Chicken: Ich habe immer zu LvG gehalten, das ist bekannt. Aber nach dem Hannover Spiel bin ich ebenfalls absolut ratlos. Die aktuelle Lösung verdient den namen nicht. Das wird Probleme geben.

    @antikas: ich werde die Bayern Kapitel ind em buch mal vorziehen, und dann was drüber sagen. ok?

  71. Eine interessante Frage ist aber auch: Warum macht vG das??? Also, weiter bis Saisonende jetzt? Warum schmeißt er nicht hin, wenn sie ihn nicht mehr wollen?

    @antikas: Absichtlich vercoachen / stur an Pranjic festhalten (also jetzt im DM) – where’s the difference ;-)?

    @vadder: Als Nachtrag – Kein Thema, mehr Ruhe im Verein, mehr Souveränität, weniger (verletzte) Eitelkeiten auf den Führungsebenen wären extrem hilfreich und wünschenswert, führen aber nicht an der Tatsache vorbei, dass jeder Bayernfan hofft, dass wir (ein Weiterkommen gegen Inter vorausgesetzt) nicht gegen Barca gelost werden, weil jeder eine zweite 0:4 HZ aLa Klinsmann befürchtet – und das trotz Bestbesetzung!!!

    Der Markt bereitet sich vor: Gestern abend verkündet Veh, dass er am Ende der Saison beim HSV aufhören wird, gerade eben vermeldet WDR 2, dass sich Schalke und Magath am Ende der Saison trennen werden. … und Jupp H. hat in L. noch immer nicht verlängert …

  72. Paule,

    vielen Dank zunaechst fuer Deine geduldige und sehr deliberate Reaktion auf meinen – zugegebenermassen nicht gerade diplomatischen – Kommentar.. (des Vermieters Reaktion: aehemm… q.e.d.)

    Naja, meine Erklaerung auf Deine Nachfrage stand eigentlich schon da: der Satz ’schlimm genug, dass wir in dieser Saison Hannover als solchen sehen müssen‘ ist mMn widersinnig – andersrum: waere es auch schlimm, wenn anstelle von H96 eher Werder oder Stuttgart da stuende?? Versteh‘ ich nicht..
    Mir ist doch wurscht, WER auf Platz zwei steht – solange die in Konkurrenz mit uns stehen, ist eigentlich im Groben alles paletti: erstrebenswert waere, den Zweiten als Konkurrent von oben zu betrachten, aber mei.. unser Problem ist doch eher, dass wir uns nicht nur von unten mit denen kabbeln, sondern dass wir offensichtlich nur leidlich mit denen mithalten koennen.
    Und das haben wir nu mal uns selbst zuzuschreiben.

    Der Satz ’schlimm genug, dass wir in dieser Saison Hannover als solchen sehen müssen‘ – waere sinnig, wenn wir auf Platz vier bis sieben stuenden. Aber so klang das fuer mich eher wie das unreflektierte Schwadroniere der Bayern-Masse mit diesem Allmachtsanspruch, dass Bayern jedes Jahr mit zweistelligem Punktvorsprung Meister werden muss und es ja unter der Wuerde sei, sich mit so Geschmeiss wie H96 messen muss.
    Mir ist nahezu jede Konkurrenz recht, solang sie in Schlagweite der Tabellenspitze stattfindet. Dass dies nicht der Fall ist, hat mit Hannover nix zu tun, sondern mit der Fragwuerdigkeit unserer Personalpolitik und der Berechenbarkeit unseres Spiels.

    Aber egal, ist ja passé… Danke nochmal fuer Deine coole Reaktion und sorry fuer meine starken Worte: ich hatte nun mal, wie Du’s letzthin so schoen formuliertest, den Kaffee auf.

    WAS VIEL WICHTIGERES JETZT: BITTE NICHT MAGATH!! 😉

  73. @Ásgeir Sigurvinsson:
    na wenn du zu solch diplomatischen worten fähig bist, dann will ich das auchmal versuchen…
    sry für die vielleicht etwas überzogene reaktion, in diesem sinne einen schönen tag noch

  74. @Chicken : Darauf wollt ich hinaus.
    Ich seh da keinen Unterschied.

    Recht haben ist dem Trainer wichtiger als das Wohl der Mannschaft.Anders kann ich mir solche Entscheidungen nicht erklären.

  75. Zu welchem Trainer geht denn die Tendenz bei euch hier, sind ja einige Namen im Topf.
    Magath ist nächstes Jahr wohl auch wieder zu haben, aber das hatten wir ja schon.
    Wir können ja eine kleine Abstimmung starten.
    Ich bin für: ich weiß es absolut nicht, wer dieser Mannschaft wieder Leben einhauchen kann, eine Abwehr auf die Beine stellt, und die eigentlich weltklasse Offensive wieder scharf macht.

  76. vermieter: kein ding.

    paule: vergessen – volle zustimmung zum aktuellen blogeintrag!!

    empfehle uebrigens auch die lektuere sowohl des kaisergrantlers wie auch zechbauers meinung zum thema.

    ach und uebrigens: BITTE MICHT MAGATH!!

    😉

  77. Don Jupp wäre als Übergangslösung ok und würde allen Zeit geben, einen Mann zu finden, der zu uns passt.

    Magath geht gar nicht. Veh weiß ich nicht, Sammer auch nicht, wobei Sammer ja Erfahrung in der Jugendarbeit (DFB!) hat und daher vielleicht gar nicht sooo schlecht wäre, was diesen Bereich angeht. Würde mich aber nicht wundern, wenn Sammer plötzlich Nerlinger ersetzen würde…

    Ach ja, und zum Samstag: wir schiessen den HSV 3 – 0 aus dem Stadion. Wer hält dagegen? 🙂

  78. Lustig finde ich in diesem Zusammenhang übrigens, dass dem HSV vorgeworfen wurde er würde zu lange einen guten Trainer suchen, anstatt gleich den nächstbessten Neururer zu verpflichten. Fqkt ist doch, dass Trainer mehr nach schneller Verfügbarkeit und Bauchgefuhl verpflichtet werden.wenn man liest jeder schreibt 2 Namen auf nen Zettel ohne zu überlegen welche Spielidee dann mitgebracht wird?und so in der Art läuft es ja in jedem Verein. Sonntags die Entlassung und bis Dienstag steht fasst immer der neue auf der Matte. Und wenn man sich dann mal Zeit nimmt (HSV) dann machen die Medien das lächerlich. ..

  79. So, dann will ich mich auch mal zum turbulenten Wochenende äußeren.
    Also wie schon mal anderweitig erwähnt war nach dem desolaten Auftreten und dem Ergebnis vom Wochenende klar, dass die Automatismen nun anlaufen würden und Entscheidungen getroffen werden müssten.

    Wie diese dann aussah sehen wir nun selbst, wohl eher etwas ungläubig. Nicht Fisch nicht Fleisch und wohl auf den ersten Blick die dümmstmögliche Lösung. Aber ist sie das wirklich?
    Woran scheiterte es. Was ich weiß ist, dass man sich am Samstag und Sonntag stundenlange beraten hatte und sich nur einig darin war, dass das Kapitel LvG ein jähes Ende finden würde. Nachdem man vor Wochen und Monaten noch hoffte, dass LvG seinen Vertrag über 2012 hinaus verlängern würde steht man jetzt dem ganzen gegenteilig gegenüber und all die kleinen Geschichten zuzuüglich zu den Ergebnissen sorgten dafür, dass man sich eben drauf verständigte, dass am Ende der Saison spätestens Schluss ist.

    Warum jetzt diese halbgare Lösung? Die Antwort ist so einfach wie schlimm. Keine Alternativen. Und hier muss ich mal anmerken, dass UH in erster Instanz nur beratend und um Meinung gefragt dabei war, bei der Sondierung möglicher Kandidaten aber nicht im Gespräch direkt beteiligt war, da eben „nur“ Präsident, wenngleich auch ein aktiver.
    Letztendlich war es aber auch von UH angestoßen, dass Thema LvG zu beenden, denn die Beratungsresistenz gepaart mit eben solchen Geschichten wie z.B. dem Buch von LvG und seiner damals öffentlichen „Watschn“ für die Granden des FCB zuzüglich zu ein paar sturen Entscheidungen, bzw. Entscheidungen mit Zündstoff (Kraft statt Butt und somit Contra Neuer) sorgten dafür, dass er eben gerade bei UH einen äußerst schweren Stand hatte. Und wie das oft so ist, dass man sich viel Erlauben kann wenn man die Erfolge hat, aber halt aufpassen muss, dass einem das nicht einholt wenns mal nicht so läuft….tja…..LvG hat´s eingeholt.

    Aber zurück zur Frage. Warum diese Lösung? Der Mangel an Alternativen und der Fakt, dass allen voran nochmals Lahm als Kapitän stellvertretend für die Mannschaft dem Trainer das Vertrauen ausgesprochen haben soll. Denn auch wenn LvG mit einigen Spielern seine Probleme hat so soll doch allen voran Lahm und große Teile der Mannschaft noch hinter vG stehen.
    Die Alternativen waren ohnehin nicht großartig. Jonker sprach seinem Chef das totale Vertrauen aus und verweigerte mehr oder weniger eine Beförderung zum Chef. Gerland und Scholl sind beide nicht die 1. Wahl hier jetzt den Karren aus dem Dreck zu ziehen und waren auch beide nicht sonderlich angetan von der Idee, wenngleich sie es auch versucht hätten. Der Rest kam nicht in Frage, wenngleich das Thema Sammer diskutiert wurde. Aber der wurde eben abgelehnt, da schon länger aus dem Geschäft und man sich auch mit seinem „Typ“ nicht so einigen konnte. Rangnick soll nur kurz angeschnitten worden sein, doch den wollte eigentlich keiner, da er als Typ nicht wirklich viele Freunde bei uns hat nach seiner großen Klappe in den letzten Jahren.

    Der Rest? Nicht gerade tauglich oder gerade nicht verfügbar. Also blieb nur LvG eine letzte Chance zu geben. Vorteilhaft könnte sein, dass LvG jetzt auf „Spieler“ keine Rücksicht mehr nehmen muss. Er verärgert einen? Ihm kann es egal sein. Das kann dazu führen, dass er sich langfristig keine Gedanken mehr um die Entwicklung der Spieler machen muss und somit sein Spiel eher am kurzfristigen Erfolg orientiert um eben erhobenen Hauptes zu gehen. Darüberhinaus ist LvG Profi durch und durch und wird seinen Job auch mit vollem Engagement zu Ende führen. Da brauchen wir uns nichts denken.

    Bei der „Nachfolge“ gibt’s wohl aktuell 1-2 Probleme und 2 Szenarien. Das Problem ist zum Einen, dass die Auswahl an Trainern für nächste Saison nicht unbedingt groß ist. Der Königslösung wäre eigentlich der Klopp. Aber. Und da sind wir beim Problem. Die blendende Saison von Dortmund und die Meisterschaft verhindern zu 100% einen Wechsel nach dieser Saison. Das kann Klopp nicht machen und wird er auch nicht und hier herrscht auch bei uns Verständnis. Es muss also mit „Übergängen“ gearbeitet werden. Und hier wird ganz klar auf Don Jupp gebaut. Sollte der wollen würde er ab nächstes Jahr übernehmen und quasi Zeit überbrücken bis entweder Klopp verfügbar ist oder als Alternative dazu Jogi Löw das Ruder übernehmen könnte.
    Sollte wider erwarten der Jupp sich doch für Leverkusen entscheiden, bzw. evtl. gar ganz aufhören müsste man bei „fast 0“ mit der Suche starten und dann würde es sehr sehr schwer würden, da keine A-Kandidaten verfügbar sind. Interne Lösungen sind eigentlich fast ausgeschlossen und auch Jonker sich nicht als Nachfolger angeboten hat.

    Tja. Letztendlich bleiben seltsame „weder Fisch noch Fleisch“-Entscheidungen und doch keine anderen Möglichkeiten, da die Medien letztendlich auch Blut sehen wollten und eine gewisse Grundruhe nur so bewahrt werden konnte.
    Letztendlich liegt es aber jetzt an den Spielern mal was zu zeigen. Und da stehen einige aber gehörig auf dem Prüfstand wie man so hört und das zu recht.
    Transfertechnich hängt auch vieles vom Abschneiden heuer ab. Wenn man die CL sich noch sichern kann, dann müsste es wohl teures neues Blut geben und auch wenn Hazard erstmal aus der Verlosung ist…..so ist Gervinho z.B. näher dran wie jemals zuvor und das sol nicht der Einzige sein.

  80. Moin.

    @ # 11. badenbayer:

    Ich stimme Dir zu 100% zu. Allerdingst scheinst Du zu vergessen, dass dieses Siegergen nur die halbe Miete war. Es gibt zahllose Beispiele, wo der FCB die Konkurrenz gezielt geschwächt hat, um nur eines zu nennen: Miro Klose. Werder hatte damals eine Mannschaft, die den Bayern fußballerisch überlegen war und es ist eben Hoeneß Instinkten zu verdanken, dass der berüchtigte K&K Sturm gesprengt werden und Klose nach München gelockt werden konnte. Dadurch konnte man Bremen wieder auf Abstand halten. Es ist auch leicht, wenn man der Marktführer auch auf einem begrenzten, nationalen Markt ist, die Konkurrenz auszustechen. Jetzt ist der FCB in Europa aber mitnichten Marktführer und dieser Reflex funktioniert nicht mehr – ganz gleich, warum andere europäische Vereine besser dastehen und finanzkräftiger sind.

    Man hat dann zunächst versucht sich als wirtschaftlich solide weil unverschuldete Variante von Spitzenfußball zu etablieren. Ein Ballack konnte, durfte, mußte gehen, weil man nicht gewillt war diesen Gehälterirrsinn mitzumachen. Anderes Beispiel. Bis zum Ribery-Transfer hat man sich wehement gegen derartig überzogenes Transfergebaren ausgesprochen – Ribery war aber obwohl lange geplant, tendenziell aus der Not geboren. Die gleich Not, mit der man sich eingestehen mußte, doch scheinbar plötzlich Gehälter zu zahlen, die man vorher niemals bereit wäre auszugeben.

    Das ist genau der Punkt, an dem meine Kritik ansetzt. Der FCB verhält sich seit Jahren vollkommen planlos. Dies sogar unabhängig von den permanenten Trainer-Rochaden. Man muß sich immer wieder eingestehen, dass der europäische Fußballzug gnadenlos an einem vorbeigefahren ist und man ihn via Fernglas gerade so noch erkennen kann – ein vollkommen inakzeptabler Zustand.

    Also rückt man ohne Konzept, ohne Plan von althergebrachten Dogmen ab. Um hinterher möglicherweise festzustellen, dass die Spieler eh nur die Kohle sehen und weiter nichts. Wozu diese lächerlichen Auslassungen über Schweinsteigers Vertragsverlängerung und den Zusammenhang zum Geld? Btw hätte Schweinsteiger ganz bestimmt einen anderen Klub in Europa gefunden, der wohlmöglich sogar mehr gezahlt hätte und größere Chancen gehabt hätte, die CL tatsächlich zu gewinnen – muß scheinbar doch noch mehr geben als Kohle, Herr Hoeneß. Ich schreibe dies, weil ich insbes. das Verhalten von UH gegenüber den Spielern in seinen vielzitierten medialen Statements in dieser Saison nicht verstehen kann und weil ich diesen Äuußerungen einen Teil der Schuld zuspreche an der augenblicklichen Performance der Mannschaft – Unterstützung sieht anders aus, als das was UH in der SZ gesagt hat.

    Badenbayer u a führen hier zu Recht die Spiele gegen Real und Manu als Sternstunden an. Dem ist nichts hinzuzufügen, jedoch möchte ich betonen, dass diese Spiele rein fußballerisch in einer anderen Zeit stattfanden und dass man kurze Zeit später gegen Chealsy z. T. auch gegen Milan eine sehr deutliche und bittere Standortbestimmung erfahren mußte, gegen Barca sowieso.

    Es wird die Fähigkeit gewürdigt, sich auf andere Gegner einstellen zu können. Dem möchte ich gegenüberstellen, den imho sehr eleganten Fakt, dass unter vG immer die eigene Spielweise im Vordergrund stand, ganz gleich, ob man gegen Basel oder gegen Manu gespielt hat. Das ist für mich ein sehr starkes Qualitätsmerkmal. Nebenbei: Ist es nicht so, dass man, wenn man den Anpassungsgedanken konsequent zu Ende denkt, unweigerlich bei Mourinhos Inter der letzten Saison landet. Wollen wir das? Können wir sowas akzeptieren? Mir würde das zumindest sauer aufstoßen, da ich die Freude am Spiel, die Ästhetik des Spieles sehr zu schätzen weiß und schon lange genug vermißt habe bei unserem FC Bayern.

    Ansonsten kann ich Tafelrunde nur zustimmen und muß feststellen, dass der bayrischen Teppichetage die Geduld fehlt, den Umbruch zu durchstehen und den Neuaufbau fortzuführen. Vielleicht ist die Geduld vereinzelt sogar vorhanden, muß aber der Uneinigkeit über die Vorgehensweise weichen.

    Ein Beispiel für tafelrundes These von Schönheit und Erfolg: Vergleicht man den FCB mit dem DFB (nein ausnahmsweise mal nicht Barca – konnte man ja gestern wieder sehen, wie lächerlich man sich damit macht), dann kann man so einige interessante Aspekte finden. Der DFB-Supergau 2000 führte zu der Erkenntnis, dass man viele Dinge einfach anders machen muß, wenn man nicht mittel- bis langfristig in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit verschwinden will. Der FCB hatte seinen vergleichbaren Tiefpunkt vermutlich nach dem CL-Sieg erreicht, bzw. hätte man ihn damals erkennen müssen. Der DFB hat konsequent seine Strukturen verändert und eienm immer komplexer und proffessioneller werdenden Spiel angepaßt. In der Folge hat man immer mehr immer besser ausgebildete Spieler, die in die NM drängen und einen Trainer, der mit Geduld und noch viel mehr Beharrlichkeit an seiner Vorstellung vom Fußballspiel bastelt und mehrere erfolgreiche Turniere spielt.

    Die Trainerfigur ist da ganz entscheidend – imho war 2006 auch schon Löw der Hauptverantwortliche fürs Sportliche. Er hat sich stoisch über alle Sperrfeuer und medial inszenierte Katastrophen hinweggesetzt und eine Nationalmannschaft gebaut, die ihresgleichen sucht und pure Freude verbreitet.

    Beim FCB ist man leider einen anderen Weg gegangen. Anfangs hat man den Weg des DFB sogar torpediert, vermutlich wohlwissend, dass mit der neuen Ausrichtung des DFB die eigene doch arg in Frage gestellt würde.
    Aber wie wir wissen, liegt die Wahrheit auf dem Platz und dort werden Fragen aufgeworfen und auch beantwortet. Leider ist es im Fall der Bayern so, dass seit Jahren mehr Fragen aufgeworfen bzw. unbefriedigend beantwortet werden. Das ist imho der entscheidende Beleg dafür, dass der Verein ein Führungsproblem hat, welches das aktuelle van Gaal Problem erst zu dem gemacht hat, was es ist.

    Zum Abschluß nur mal ein Gedanke: Was passiert, wenn vG es doch nochmal hinkriegt, wenn die letzten drei Spiele wirklich nur einer unglücklichen Verkettung von Spielerfehlleistungen und individuellen Aussetzern war, was noch nicht auszuschließen ist und nicht der Beleg für unwiderufliche Dissonanzen zwischen Mannschaft und Trainer? Was machen wir dann? Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass das der Antrieb des holländischen Sturschädels ist und mag den Glauben noch nicht aufgeben, dass diese Saison schon beendet und im A**** ist.

  81. @Rantus:
    Interessante Einsichten.Danke dafür.

    Wenn ich von dir so Sätze lese, wie “ Das kann Klopp nicht machen und wird er auch nicht und hier herrscht auch bei uns Verständnis.“,dann frag ich mich ja oftmals wie nah dran du eigentlich wirklich beim FCB bist? 🙂

    Soll mich eigentlich aber auch nicht interessieren. Deine Beiträge sind klasse.Danke.

    @Nachspielzeit:
    Klose ist ein ganz schlecht gewähltes Beispiel.
    Der hat intern schon zu Saisonbeginn verkündet,das er Werder auf jeden Fall zu Saisonende verlässt,ganz egal wohin.
    Da gab es ganz unschöne Geschichten in seinem Privatleben.
    Das hatte aber mal gar nichts mit Hoeness zu tun

  82. @ antikas:

    Ok. Kann ich nicht beurteilen, was da privat los war mit Klose in Bremen. Aber es gibt ja Beispiele genug. Ballack/Lucio um nur zwei zu nennen.
    Mir gings auch primär darum, Hoeneß-Instinkt-Praxis darzustellen. Da gehörte die gezielt Schwächung des Gegner einfach dazu, die ja sicherlich auch erfolgreich war. Ich will das auch überhaupt nicht (neg) bewerten, nur aufzeigen, dass man augenblicklich so nicht weiterkommt und insbes. international auf der Stelle bzw. weiter zurück tritt.

  83. @Nachspielzeit.

    Nun ja. Also das Konzept des DFB´s mit dem des FCB zu vergleichen fällt mir etwas schwer. Der DFB änderte damals primär sein Jugendkonzept und darin waren alle Vereine involviert. Und der DFB profitiert auch maßgeblich um z.B. schlechten TV-Gelder-Konzept der Liga für die großen Verein, da letztendlich dadurch alle mehr oder weniger gezwungen sind sich mit der „Jugend“ zu befassen was somit Jugendspieler in großer Hülle und Fülle liefert, welche dann letztlich auch beim DFB auflaufen.

    Auch das Thema mit Löw ist so ein Thema. Jogi Löw hatte beim DFB auch noch keine Horror-EM/WM, sondern es lief eigentlich immer gut. Ich glaube, dass auch beim DFB ein Jogi Löw nicht gehalten werden würde, wenn dieser z.B. die Quali zur EM nicht schafft. Letztlich ist alles abhängig vom „kurz- und mittelfristigen“ Erfolg und es geht auch gar nicht anders in dem Geschäft.
    Auch die Gebaren von LvG hätte man sich mit Sicherheit noch lange angehört und womöglich hätte LvG da auch bei uns einiges verändert, wenn nur nicht plötzlich der Erfolg ausgeblieben wäre. Selbst einen zweiten Platz hätte man mit ihm billigend in Kauf genommen und auch eine Halbfinal-Niederlage im DFB-Pokal sowie ein vorzeitiges Aus im Viertelfinale der CL. Das wäre alles nicht das Problem gewesen. Aber Platz 4, das Aus im Pokal und das vor allem spielerische Auftreten der letzten Wochen waren letztendlich auch für einen großen Mann wie LvG zu viele Probleme und diese hätten jeden anderen den Job gekostet, da eben die Ansprüche andere sind. (Bremen mal außen vor)
    Ob jetzt Löw oder wer auch immer ist da egal.

    Also so einfach glaub ich kann man das nicht malen, wenngleich natürlich eine langfristige Planung oft nicht zu erkennen ist. Aber das halte ich nicht mal für so tragisch, denn letztendlich ist Fußball ein kurzlebiges Geschäft und es zählen immer die Erfolge des Moments wenn man oben steht ohne, dass die langfristige Sicherung der Position aus den Augen gelassen werden darf. Das ist ein Spagat und so sehr wir für diese oft – scheinbare – Konzeptlosigkeit verurteilt werden so bewältigen wir diesen schon seit 40 Jahren.
    Das müssen andere erstmal nachmachen.
    Letztlich ist es eine Verkettung von vielen Umständen und auch der nächste Trainer wird nur dann eine Chance haben wenn er nebst einer Linie und einem Konzept auch immer wieder kurzfristige Erfolge liefern kann. Das ist das A und O und verstärken kann ich dies beim FCB nur wenn ich es auch schaffe, dass z.B. die Vorstandschaft mir „vertraut“.
    Aber nix für Ungut. Das ist immer und überall so. Wenn der Vorstand seinen angestellten nicht mehr will, dann ist der Weg. Also mit dem Chef immer gut stellen und gerade bei sturen Köpfen mit viel Ahnung wie bei UH oder KHR auf die diplomatische Art setzen und nicht auf die eigene Sture. Verlängert die Anwesenheit bei uns merklich und auch ein UH und KHR sind keine Dummköpfe die andere Meinungen nicht zählen lassen, wie es bisweilen immer dargestellt wird. Aber sie müssen mitgenommen werden auf dem Weg und ggf. ihre Ansichten sachlich und nüchtern in kleinen Schritten langfristig angepasst werden. Das schaffte LvG nun leider nicht, auch, weil er eben mit seiner äußerst rabiaten Art eben nicht den Weg der Diplomatie wählte. Und wenn ich die Verantwortung nicht Teile sondern mich selbst als starken hinstelle trag ich halt auch die Konsequenzen alleine. So ist das halt mal und zwar schon immer.

    Auf das Thema „Schwächung“ der Gegner will ich nicht eingehen weil ich den Vorwurf immer sehr sehr doof und kurzgedacht finde. Nur soviel. Klose wurde aus Bremen weggemobt wie es im Lehrbuch steht. „Sind seine Kinder von ihm“, „was geht da mit seiner Frau und Spieler XY“, „der Klose ist es schwul“, und was da nicht alles zu lesen war. Bremen schaffte es zwar sehr gut, da den Deckel draufzulassen, aber was man so von ein paar Internen hört war es schon äußerst heftig. Ballack war ein ganz anderes Thema und das war dem Geld und vor allem auch der damaligen Watschn geschuldet, da Ballack damit deutlich machte, dass er den FCB nicht für einen CL-Kandidaten hält. (Und das geht ja gar nicht. 😉 Wir sind ja immerhin der beste Verein der Welt)
    Und Lucio ist Kinderkram. Seids mir ned böse. Aber bei dem Thema bekomm ich die Krätze, weil ich diese Heulsuse auch nimmer lange im FCB-Trikot ertragen hätte so ein guter Verteidiger er auch war.

    Ach ja. Konzept und Konzeptlosigkeit. Was ich allen Beteiligten mal ganz persönlich vorwerfe ist das fehlende Konzept bei den Spielern, bzw. Transfers. Diese werden schlecht gewählt und nicht passend und zudem lässt man sich immer wieder von guten Jahren blenden und glaubt – ist ja eigentlich fast romantisch – daran, dass die Spieler nie „satt“ werden und somit auch kein frisches Blut benötigen. Es gibt ein paar solche, aber die werden leider immer weniger und gerade für eben solche ehemaligen Spieler wie KHR oder UH ist es schwierig das zu verstehen. War es übrigens auch für LvG, dem es auch nach dem 40stn Titel nicht an Motivation gemangelt hätte. Aber da fehlt mir letztlich die nüchterne Betrachtung und auch die Strategie. Mit den Trainern hat das in erster Line nicht mal was zu tun, wenngleich ich ein gewisses Vereinsbezogenes Grundkonzept massiv befürworten würde.

  84. @Nachspielzeit: das Argument mit dem Wegkaufen der besten Spieler um Gegner zu schwächen höre ich eigentlich nur von Leuten, die entweder keine Ahnung von Fußball und es aufgeschnappt haben (meiner Frau zum Beispel!) oder von notorischen Bayernhassern (das läuft aber aufs selbe hinaus).

    Andere Sichtweise: sinnvoll ist der Kauf von Spielern, die in der einheimischen Liga bewiesen haben, dass sie für den FCB eine Verstärkung sein werden. Ersetze FCB durch einen beliebigen Verein Deiner Wahl und der Satz stimmt für alle!

  85. @Rantus: Zum Thema Motivation (meiner meinung anch ein entscheidender faktor in unserer misere): Ich hatte es gestern abend schon geschrieben, aber kannst du dir erklären, warum Barca dermaßen motiviert zur sache geht? Obwohl sie gerade jeden rekord brechen, seit jahren meistens gewinnen?

    Die Spieler sind welt, europameister. Allesamt Top verdiener, Haben alle möglichen titel geholt, machen im jahr zig spiele und brennen trotzdem wie junge wilde. Wie kann das sein?

    wir verlieren ein CL Finale und der Ofen ist aus? oder wie?

    Ich möchte nicht ständig den vergleich mit Barca, aber wenn wir auf die treffen sollten, dann Gute nacht, marie.

    Täuchst mich da mein eindruck, was deren motivation angeht?

  86. Barcelona ist in einer anderen Welt. Die spielen sich selbst in einem Rausch und für alle Spieler die dort kicken ist Barcelona der Gipfel. Das sind wir nicht und werden wir auch nicht.
    Barcelona lebt von seinem eigenen Mythos und der Druck dort ist auch extrem hoch. Wer nicht alles gibt, wer nicht das Konzept lebt und liebt fällt. (Ibrakadibra z.B.)
    Die spielen nicht mehr nur um „Sieg oder Niederlage“. Die spielen um den Ball um die Schönheit des Spiels und irgendwo ist das – nebst Standards – vielleicht das einzige Problem von Barca. Toren MÜSSEN schön rausgespielt werden. Ein Tor ohne 14 Kurzpässe vorher erkennen die ja kaum selbst an.

    Zudem hat Barca auch genau die Leute dafür und vor allem KAUFT auch die Leute für dieses Spiel zu. Die werden sich keinen Grätscher fürs DM holen, selbst wenn der weltbeste Grätscher für 1,50 im Supermarktregal steht.

    Wie gesagt. Andere Welt, andere Einstellung und aktuell sind die weit über das „reine Gewinnen“ hinaus. Deren Motivation liegt im zelebrieren des Sports und der Schönheit an sich. Auf die brauchen wir nicht schauen, weil die sind Lichtjahre von allen anderen Mannschaften weg zurzeit und somit das perpetuum Mobile des Fußballs.
    Aber das funktioniert dort auch nur aufgrund der speziellen Strukturen des Vereins und dessen Mythos, der bestimmten Kultur, den Anforderungen von Funktionären, Spielern und vor allem auch Fans.

    Das kann man nicht kopieren und wird auch keiner schaffen. Jeder muss für sich perfekte Umstände schaffen mit den jeweiligen speziellen ureigenen Mitteln und Wegen.

  87. @rantus: danke für die Insights und Deine Mühe, die hier so in Worte zu giessen.
    @paule: Nummer1 FCB-quelle für mich momentan…

    Ich glaube, hier wurde gerade der Finger in die Wunde gelegt: Motivation.
    Irgendwie habe ich den Eindruck, die haben gerade einfach keinen Bock auf Fussball.
    Nun bezweifle ich sehr, dass unsere Mulimillionentruppe auf einmal kollektiv das Kicken verlernt hat, wie in den letzten 10 Tagen so traurig demonstriert.
    Gegen hangover war ich mir dann sicher: die spielen voll gegen den Trainer.

    Und egal, wer auch immer das Sagen hat (ob noch oder bald) es wird Zeit, dass sich die Spieler an der Ehre gepackt fühlen, das noch in einen akzeptablen Saisonabschluss münden zu lassen.
    Vielleicht wirkt die holländische Befreiung auf Raten ja bei den Jungs wie ein gordischer Knoten, der endlich durchschlagen wurde.
    Seufz.

  88. Unser Problem aktuell sind die beständigen Motivationskiller und die total fehlende Überzeugung. Wir kassieren eigentlich zu 90% mit dem 1-3ten Torschuss des Gegners das 0:1 und laufen und selbst beständig an den Abwehrreihen fest. Das demotiviert und die Überzeugung sowas umzubiegen fehlt.
    Und warum? Weil wir hinten wackeln wie ein Kuhschwanz.

    Was wir müssen ist mal hinten wieder kompakter stehen und nicht immer nur das Spiel machen zu wollen. Was helfen mir 95% Ballbesitz wenn dem Gegner 5 für 3 Tore reichen? Eben. Nix. Also muss die Abwehr kompakter stehen und dazu brauchen wir ein vernünftig gestaffeltes Mittelfeld. Das muss tiefer stehen, die Räume zwischen Abwehr und Mittelfeld müssen verkürzt werden um unsere „Killzone“ so klein wie möglich zu halten und zudem muss das dann so kampfintensiv sauber gehalten werden wie es nur möglich ist. Da muss man halt auch mal grätschen und einem anderen evtl. weh tun. Wenn das mal passt dann darf man auch mal „schnell“ nach vorne spielen. Und zwar „SCHNELL“. Ziel muss der Torabschluss sein in kürzester Zeit und nicht das „links und rechts“ um den 16er stehen. Und wenn ich mit einem Risikopass vorne beständig nicht reinkomme dann muss ich halt mal das Feuer aus der 2ten Reihe eröffnen. Sind alles Dinge die fehlen und ich bleib dabei. Die Mannschaft ist größtenteils das Problem und nicht das Konzept oder LvG.
    Aber ja. Hoffentlich wirkt der Abschied auf Raten ja wie eine Befreiung. Würde Zeit werden. Mit dem HSV kommt nicht gerade unser Lieblingsgegner und die haben auch einen Arsch voller Probleme im Gepäck.….

  89. Die Saison ist schon etwas seltsam:

    Unerwartete „Spitzenteams“ und bei einigen „Grossen“ scheint der jeweilige Klub zu „implodieren“ (HSV, S04, z.T. Bayern…).

  90. zu Barca kann ich Rantus nur zustimmen. Die spielen zur Not noch auf der Torlinie quer. Wenn es gestern dumm gelaufen wäre, hätte Arsenal mit der einzigen Torchance 2 Min. vor Ende das 3:2 erzielt und wäre weiter.
    Aber trotz dieser Gefahr haben sie einfach so weiter gezaubert.

    Außerdem haben sie das Glück (denn gewollt kann es kaum sein), aktuell die 3 besten Fußballer der Welt in den eigenen Reihen zu halten. Und für mich ist Iniesta ohnehin der wichtigste, noch vor Xavi und Messi. Aber zu dritt sind sie einfach eine Wucht.

    Was mir noch aufgefallen ist: Die spielen im Grunde ohne Sturmspitze, vielmehr mit einem 6er MF und dazu 2 AVs, die üblicherweise in der Mitte der gegnerischen Hälfte die Außenbahn abdecken.

    Dennoch frage ich mich, wie lange sie dieses laufintensive Spiel durchhalten. Die haben sicher auch ihre Durchhänger oder schalten speziell in der Liga 2-3 Gänge zurück, sonst würden die normale 08/15-Gegner ja immer mit 6-7 Stück nach Hause schicken.

    Zurück zur BuLi:
    Aktuell wirbelt das Trainerkarusell wie vielleicht noch nie zuvor. Neben uns suchen ja auch Hamburg, Wolfsburg, ggf. Leverkusen und Schalke, sowie evtl. Frankfurt und Stuttgart (eher weniger) nach neuen Übungsleitern…

  91. @Rantus:
    Alles was du da kritisierst ( Schlechte Defensive, zu ballbesitzorientiertes Spiel,mangelndes Risiko und schlecht motivierte Spieler) sind doch Baustellen eines Trainers,oder?

  92. Also in den dies und letztjährigen Barca Spielen gegen 08/15 Gegner bei denen ich die Freude hatte zuzusehen wurde da rein gar nichts zurückgeschaltet.

    Zum FC Bayern. Haben wir halt nächstes Jahr dann wieder eine Übergangssaison. Vielleicht sind wir dann ja 2015 mal wieder in höheren CH Gefilden.

  93. Was Barca halt mit ihrem permanent drückenden Kurzpassspiel schafft ist es auch tiefe Gegner zu knacken. Und natürlich spielen in der spanischen Liga kaum Mannschaft auf „hurra“ gegen Barca sondern die müssen Riegel ohne Ende knacken. Aber mit extremen Offensivpressing und Kurzpässen sowie hoher Laufbereitschaft von äußerst schnellen Leuten hinten zur Minimierung der Konter, knackt man eben auch solche Verbände.

    Da passen die Leute zum System, das System zur Philosophie und wie von Ribben angemerkt spielen genau die richtigen und gleichzeitig besten Leute der Welt auf den Positionen. Dazu passen noch die Automatismen.
    Ich will da gar ned hinsehen. Das ist viel zu ernüchternd. 😉

    @antikas
    Mitunter ja, wobei da auch viel bei den „Spielern“ liegt. Denn die Abstände der Reihen werden ja nicht bewusst als „weit“ vorgegeben und keinem Spieler wird vorm Spiel gesagt, dass er in den Zweikämpfen mit 60% auch auskommen kann. Da fehlts schon an der Einstellung und das ist ja das Problem.
    Das „System“ LvG benötigt die richtige Einstellung und die Überzeugung die eigenen Interessen denen des Systems unterzuordnen. Nur dann funktioniert es. Und mir scheint es als würden bei uns mehr als genügend Spieler mit sich selbst kämpfen und haben gar keine Zeit fürs „System“.
    Noch dazu ist der Kader – ich wiederhole mich – schlecht strukturiert und somit das Aufbauspiel zu träge, bzw. es fehlt an „Optionen“
    Aber natürlich ja. Das ist auch Aufgabe des Trainers dies abzustellen. Aber leider ist das Fehlererkennen und Beseitigen immer eine ganz andere Sache.

  94. Ach ja. Und darum tun sich viele „Stars“ auch seit jeher schwer mit LvG. Das System ist der Star und nicht der Star selbst. Das ist bei vielen nur schwer zu vermitteln.
    Z.B. wenn wir mal den Luca nehmen. Ein Tor wird erzielt und er war es nicht weil er den Ball auf der Außenbahn „ergrätscht“ hat? Das geht ja gar nicht……und somit ging es für LvG gar nicht, ungeachtet Toni´s hervorragenden Näschens.

  95. @ Ranus und joshtree:

    Sicher kann man Verein und Verband nicht miteinander vergleichen. Mir ging es aber vor allem um die vermeintliche Sackgasse in der sich der DFB befand und der FCB immer noch befindet – so verstehe ich die aktuelle Situation und die Situation seit einigen Jahren, Stichwort: Experimente.
    Nun ist es mit dem Glück des Tüchtigen (Jogi) gelungen auf Seiten des DFB die Wende zu vollziehen. Mit Glück meine ich ausdrücklich regelmäßig recht erfolgreiche Turniere, wobei der Erfolg da auch immer eine Frage der Erwartungshaltung. Und, wen wunderts der Beharrlichkeit. Löw hat zahlreiche sehr unpopuläre, fast schon skandalträchtige Entscheidung getroffen und durchgeboxt, ohne dass die Verbandsspitze großartig interveniert hätte. Das kann man dann schon mit dem FCB vergleichen, wo derartige Paradigmenwechsel zu unser aller Bedauern gar unmöglich scheinen. Man vergleiche nur mal die Episode um den Capitano mit dem Wechsel von Butt auf Kraft.

    zu Klose: Die Eskapaden um ihn in Bremen sind mir gänzlich unbekannt. Finde ich jetzt auch sehr erstaunlich, dass man sich selbst so ein Sturmduo zerlegt, aber egal. Ich wollte ihn auch nur als ein Beispiel für Honeß-Instinktgesteuerte Vereinspolitik darstellen. Andere Beispiele werden die Abteilung Attacke. Der Kerl wußte einfach, wie er zum einen Druck auf die Gegner ausüben kann und vor allem wann, zum andern konnte er den ganzen Verein darauf einschwören, diese Positionierung auch durch Leistung zu bestätigen. Das funktioniert nun leider nicht mehr. Die Konkurrenten in Europa taugen einfach nicht für derartige Attacken.

    zu Konkurrenten schwächen:
    Meine Alternativbeispiele waren Lucio und Ballack bei deren Weggang von Leverkusen. Elber könnte man auch in diese Reihe setzen…. Ich will das aber gar nicht verurteilen, wenngleich ich mir das ein oder andere mal andere Transfers gewünscht hätte. Das ist alles vollkommen legitim und wenn Spieler x ein Interesse hat, nach München zu wechseln, warum sollte das nicht geschehen, und wenn dadurch Lücken bei den Gegnern entstehen, umso besser. Aber auf internationaler Ebene funktioniert diese ‚Strategie‘ nicht.

    Zum Weggang von Ballack:
    Damals galt die in Stein gemeißelte Maxime, Gehälter ab Betrag x nicht zu zahlen. Habe zahlreiche Statements von UH im Kopf, in denen er erklärt, dass man da nicht mitgehen könne und wolle. Zudem kann man Ballack durchaus eine gewisse Söldnermentalität unterstellen. Kurz: heute zahlen wir diese Gehälter. Da hat sich ganz entscheidendes geändert.
    Gleiches gilt im übrigen für die Transfersummen, die der Klub bereit ist zu zahlen. Meines Wissen nach fand der Paradigmenwechsel mit dem Kauf von Ribery statt.

    Wenn ich mich Recht erinnere, waren dies Paradigmenwechsel immer einer gewissen Not geschuldet und wurden nicht schon vorher in Erwägung gezogen, was auch der Darstellung in der Öffentlichkeit geschuldet sein kann. Nicht gerade ein Zeugnis von langfristigem Konzept, schon eher try and error.

    Motivation:
    Überhaupt keine Frage, dass unser Hauptproblem in den letzten Wochen die Einstellung und die Motivation war. Man kann es zwar kaum nachvollziehen, dass man ein Motivationsproblem hat, wenn der Tabellenführer kommt, aber die Arbeitsverweigerung hat uns alle eines besseren belehrt. Ich sehe das auch genau wie Du, dass nicht das System, welches von den Spielern nicht umgesetzt wurde, war, nicht der Trainer, sondern einzig und alleine die Spieler, die nicht konnten oder nicht wollten.

  96. Die Arbeitsverweigerung fand nicht im BVB-Spiel statt, das war ok, die waren nur besser und es sind zwei individuelle Fehler passiert, die zu den Toren führten. Ansonsten haben da die Bayern gut gespielt.

    Schalke, Hannover und Köln – das ist das Problem.

  97. Das mit der Motivation habe ich ja angezettelt…aber ich möchte nicht nur auf die Motivation im Klassischen (also lust/freude am spiel oder auch Gegenleistung für die Millionensummen) sondern auch das mentale (weiter, immer weiter). das gehört ja sicher zusammen. ich hatte gestern abend eben den eindruck, das sich auch ein messi nicht zu schade ist, den ball zu erobern.

    barca geht richtig mit wucht in die zwaikämpfe- und zwar auch die offensivabteilung. Die verteidigung beginnt am strafraum des gegners. dadurch wurde Arsenal häufig zu Fehlern gezwungen. So ähnlich sind ja auch Dortmund und teilweise hannover angetreten- während bei uns da riesige Lücken entstehen- siehe Rantus.

    Wenn man sich manche gegentore der letzten zeit ansieht, dann muß man sich als spieler wirklich hinterfragen. Oft trotteln 3 bayern dem ballführenden gegner nebenher, schauen zu was er macht und greifen nicht ein. Warum haut da keiner dazwischen? Verbietet LvG wie Löw das Grätschen?

    Robben ist doch gegen den BvB begleitschutz neben irgendeinem schwachgelben gelaufen, fast gleiche höhe, da packe ich dann halt mal 25 meter vorm eignenen kasten die grätsche aus. Gelbe karte hin oder her. Das wäre ein zeichen gewesen.

    Hat arsenal getsern eigentlich freiwillig dem Alves soviel platz gelassen? oder warum war der in HZ2 öfter freigestanden als sein eigener keeper? bei uns heißt es immer Robbery wird gedoppelt, das ist gegen barca gar nicht möglich- es sei denn, du hast 22 eigene feldspieler.

    Unchlaublich

  98. @ joshtree:

    Stimme Dir insoweit zu, dass man gegen den BVB gut angefangen hat (Focus auf die Einstellung zum Spiel). Nach dem 0:1 hat man auch eine Reaktion gezeigt und kurz nach dem Ausgleich war für mich sogar ein bisschen Verunsicherung beim BVB zu sehen, die wich dann allerdings sehr schnell wieder durch deren erneute Führung. Diese bewirkte bei unserer Mannschaft allerdings recht bald schon eine Lähmung, keinem ist mehr was eingefallen, keiner hatte Mut und Zuversicht, keiner hat sich was zugetraut. So schnell ging das. Danach taumelte die Mannschaft wie ein angezählter Boxer über das Spielfeld und nach Hummels Genickschuß folgte der K. O. Ich sehe absolut keinen Unterschied zwischen der letzten halben Stunde gegen Dortmund und dem Schalke-Spiel. Das eine kann man als Vorspann oder Trailer vom anderen nehmen, in welcher Reihenfolge ist vollkommen egal.
    Ob das nun schon Arbeitsverweigerung ist oder noch nicht, will ich mal dahingestellt sein lassen. Vermutlich waren alle zu sehr mit sich selbst beschäftigt und vor allen Dingen zu verunsichert, um noch reagieren zu können. Das hat sich dann in den weiteren Spielen fortgesetzt. Für mich beginnt die ganze Misere aber im Spiel gegen den BVB mit dem Genickschuß von Hummels.

    @ vadder:
    Das war in der Tat sehr beeindruckend, welchen Druck Barca nach dem Ausgleich gemacht hat. Die haben den Führungstreffer wirklich erzwungen, in fast schon beängstigender Manier – sicherlich auch begünstigt durch van Persies Platzverweis, der wohl insbes. Dani Alves von defensiven Aufgaben befreit haben dürfte. Letztendlich hat der ja fast schon die Robben-Position gespielt.
    Was mir in dem Zusammenhang aber aufgefallen ist: Barca macht bei Ballbesitz das Spielfeld gar nicht so breit, wei ich bisher immer dachte. Die offensiven Außen kleben nicht wie Ribery und Robben an der Außenlinie und ziehen daduch die Verteidiger ein Stück nach innen. Das schafft wiederum außen Platz, damit die schnellen AV außen vorbeiziehen können.
    Bei uns kleben Robbery immer an der Linie und schlagen so quasi selbst die Türe zu. Rücken AV und zweiter Gegenspieler dann bis zur Linie, gibts kein vorbeikommen mehr. Wenn Robbery kompakter stehen würden, dann wäre ihr Spiel zudem auch wesentlich variabler, weil sie leicht mal die Seiten wechseln könnten…

  99. @Nachspielzeit: Interessant auch, das laut aufstellung spox, messi die sturmspitze ist- dabei ist er fast ein 10er wie bei uns müller, also hängende spitze. Und Villa stößt mehr in die spitze, ohne nur vornedrinn zu stehen. Außerdem ist die ganze manschaft brutal ballsicher, was gerade auf engstem raum große vorteile bringt. Wenn ich da an Gomez in den letzten spielen denke…aber an ihm lag es wohl am wenigsten.

  100. @Nachspielzeit
    Die Geschichte um die Gerüchte um Klose hatte dogfood damals auch bei allesaussersport gebracht als sie in den Mediean auftauchte. Unschöne Sache…

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  104. Ende

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