Aktion Libero

Aktion Libero - Sportblogs gegen Homophobie im Fußball

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

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11 Gedanken zu “Aktion Libero

  1. Wir wäre es mal mit einem Spot vom DFB? Etwa so:
    Gepflegte, junge Männer spielen Playstation, plötzlich schaltet einer um: „das Spiel geht los!“.
    Stimme aus dem Off: „heute treffen sich hier die Spielerfreunde“.
    Abspann. Mas Integracíon!

  2. Mir persönlich wäre es wurscht, wenn sich einer outet. Aber erzählt das mal den besoffenen unverbesserlichen Dauerpöblern, die es immernoch zu Hauf gibt. In der Haut von dem Spieler möchte ich wirklich nicht stecken…

    Bei dem unsäglichen Spiel BvB gegen Dynamo im Pokal habe ich neulich bei nem youtube Video ein Banner der Dresdner mit der Aufschrift gesehn: „Hallo Frau Ricken, wollen Sie fi…. ? “

    Ich hoffe immernoch, das ich mich verlesen habe….

  3. Sehr gute Aktion! Wichtig und richtig. Vielen Dank, Paule, dass Du da mitmachst.

    Die ‚besoffenen unverbesserlichen Dauerpöbler‘ wird man leider nicht so leicht los, aber man kann ihnen schon zeigen, was man von ihren Beiträgen hält.

    Gut funktioniert meiner Erfahrung nach Nichtbeachtung, schlecht ist verlegen-beifälliges Grinsen …

  4. @DerGeneral:
    Die Idee hatte ich auch, als ich den Blog las.
    Aber so wie der DFB nach einem Hannover-Tatort auf die Barrikaden gegangen ist, als ein homosexueller Spieler meinte, dass auch in der N11 Spieler gibt die sind wie er, müssen wir uns wohl leider noch länger dieses komische Grillfest anschauen. Wie lange gibts das jetzt schon???? Würde mich auch mal interessieren, wessen Kind überhaupt noch in der N11 spielt, aber das ist ja ein anderes Thema.

  5. @scpler – über den grillfest-spot haben wir uns gestern wieder herrlich amüsiert. welchem fußballfan muss man denn in den garten hinausrufen, dass das spiel anfängt? der hockt doch schon längst vor der glotze, wenn’s um was geht, und kaut nägel…

    was die homophobie angeht: hör ich alle zwei wochen im direkten umfeld der arena: „lahm, du schwule sau“ – nach einem fehlpass. unglaublich, aber leider verbreitet und das auch unter nüchternen normalbürgern. alle initiativen dagegen sind gut und löblich, aber es wird dauern, leider…

  6. Es ist im Grunde schade, dass so eine Aktion überhaupt notwendig ist.

    Aber mal ehrlich: Ich würde mich unter keinen Umständen outen. Hand aufs Herz, viele Stadiongänger, insbesondere in der jeweiligen Fanszene sind entweder nicht die Hellsten (um es mal plakativ zu sagen) oder haben andere Motivationen, im Stadion die S** rauszulassen.

    Und daran wird sich wohl leider erstmal nichts ändern – auch wenn derartige Aktionen natürlich nicht schaden.

  7. @all: Danke für die Respektbekundungen.

    Aber erstens bin ich nicht der einzige: Teilnehmer Aktion Libero

    Und zweitens habe ich (aus Zeitgründen) nur den Standard-Text verwendet. Bitte auch den anderen Bloggern, die tatsächlich eigene Gedanken aufgeschrieben haben, Respekt zollen.

    Vielen Dank im Voraus.

  8. Ich denke das Problem ist, das niemand der erste sein will, der sich outet, weil jeder an seine Karriere denkt.

    Am einfachsten währe es, wenn sich gleich mehrere Spieler outen würden. Das könnte beispielsweise auch von den Vereinen oder dem DFB koordiniert und unterstützt werden. Es soll ja angeblich Agenturen geben, die im Auftrag der Vereine betroffene Spieler mit Alibifrauen und beratung unterstützen.

    Also müssen wohl schwule Spieler bekannt sein, die eben geheim gehalten werden. Wenn man vieleicht eine erste Welle von freiwilligen Outings koordiniert, würde nicht ein einzelner Spieler im Fokus stehen.

    Gleichzeitig müssten vom DFB flankierende Massnahmen ergriffen werden, durch Werbekampagnen und auch Strefen, wie man sie bereits erfolgreich gegen rassistische Äußerungen im Stadion ergriffen hat.

    Für die betroffenen Spieler währe das eine große Hilfe, denn das ewige Versteckspiel ist sehr belastend und ein Outing unheimlich befreiend, wenn man kein Schauspiel mehr spielen muss sondern einfach man selber sein kann.

    In der Fanszene gibt es inzwischen bei jedem größeren verein schwule Fanclubs, beim FC Bayern beispielsweise „Queerpass Bayern“, der oft in der Kurve mit einem Doppelhalter sichtbar vertreten ist.

    Ich denke die Zeit ist reif dafür, wir haben einen schwulen Aussenminister und offen schwule Bürgermeister, da sollte man auch dem Fußballstar die Chance geben, ein freies Leben zu führen. Da sich scheinbar keiner traut, der erste zu sein, währe hier eine gemeinsame Aktion der Vereine sehr hilfreich, rein statistisch müsste es eigentlich in fast jedem Bundesliga Verein einen schwulen Spieler im Kader geben.

  9. ehrlich gesagt kann ich gut verstehen wenn man sich nicht als schwul outen möchte, einmal wegen den zwangsläufigen konsequenzen im stadion, wobei sich jeder intelligtente mensch nicht wirklich über die dämlichen beschimpfungen einiger idioten aufregen sollte, da er weiß woher diese kommen…
    aber vor allem weil das auch privatsache ist, wie ich finde, was geht es denn irgendwenn an ob ich homo- oder heterosexuell bin, ich wüßte nicht warum jemand das unbedingt an die große glocke hängen sollte…

  10. Ende

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