Le roi Franck de retour oder Platzt so ein Knoten?

Ist mein Französisch besser als Ribérys Deutsch?

Für das Spiel am gestrigen Sonntag war dies unerheblich. Allein, der 2007er-Ribéry ist zurück. Zu dumm für die Schalker, dass es in diesem Spiel geschah. Fraglich wie lange er bleibt.

Erfreuen wir lieber an dem Ist-Zustand.

Was wurde im Vorfeld nicht alles geschrieben und diskutiert. Nun, rund um den FC Bayern wird immer viel diskutiert und mit dem Wort Krise ist man ja ohnehin schnell bei der Hand. Da passt so ein Spiel wie gestern eben nicht immer in die üblichen Schubladen.

Andererseits: Es war nur ein Spiel, es war überfällig und man könnte als Anhänger des FC Bayern eventuell ein klein wenig darüber irritiert sein, dass dieses Potential erst jetzt und nicht schon seit Rückrundenstart abgerufen wurde.

Wo ständen wir, wo stände der BVB tabellarisch, wenn wir diese Einstellung, diese Laufbereitschaft und diesen Willen (nicht nur bei Ribéry) von Anfang an gesehen hätten? Sieben Punkte besser?

Lassen wir das lieber, nichts von dem was hinter uns liegt ist noch zu ändern. Schauen wir nach vorne. Oder allenfalls noch einmal auf das Spiel zurück.

Fast alles auf dem Platz präsentierte sich verbessert. Sicher, Franck zündete auch schon in Basel früh den Turbo. Im Gegensatz zur Championsleague-Begegnung schob er aber nicht schon nach 10,15 Minuten Frust und stellte den Motor ab.

Herr Müller zeigte ebenfalls ansteigende Form. Zwar blieb ihm weiterhin ein Tor vergönnt verwehrt, aber so nah wie gegen Schalke war er einem Erfolg zuletzt nie und jede Faser an seinem Körper zeugte von dem Willen, den wir alle an ihm 2010 lieben lernten. Ein großer Unterschied.

Robben war ebenfalls in manchen Situationen der Alte. Wenn auch immer noch jede Menge Luft nach oben ist.

Allein die Stürmer (Gomez wie Olic) fielen hier aus dem Rahmen. Es war einfach kein Spiel für sie. Barcelona-esk. Gänzlich ohne vorderste Offensivkräfte. Wobei man natürlich demMario ein kleines Mental-Problem unterstellen darf. Solche Chancen – teilweise blank vorm Tor – semmelte er noch in der Hinrunde reihenweise in die Maschen.

Luxusproblem in diesem Match.

Weiter nach hinten betrachtet zeigten wir eine gute bis solide Leistung. Unser Franzose überstrahlte im Mittelfeld natürlich alles und in seinem Fahrwasser schwangen sich phasenweise auch die anderen Mitstreiter (Alaba & Gustavo) zu einer guten Leistung auf.

Was die Abwehr betrifft sind wir so weit als wie zuvor.

Die Innenverteidigung wird immer stabiler, Herr Badstuber immer mehr zum Wort- und Anführer auf dem Platz. Sieht Du, Philipp, so wird das gemacht.

UnsHolger ist der erste der FabFCB’ler, die aus ihrem 2010er-Post-WM-Loch heraus gekommen sind. Keine Spielzeit zu früh.

Was hingegen die Außenpositionen betrifft, bin ich immer noch skeptisch. Sicher, Lahms Ausflüge in die Mitte und der deckungsarme Raum links neben ihm, fielen gegen diese Schalker nicht sonderlich ins Gewicht, aber gut finden muss ich das nicht und auch Herr Rafinha darf die später gezeigten Steals in der Defensive ruhig häufiger präsentieren. Offensiv hingegen ist er weiterhin nur Durchschnitt. So leid mir selbst diese Erkenntnis tut.

Wie stehen wir aber nun nach diesem ebenso wichtigen wie glanzvollen Sieg da?

Vergessen gemacht wurde die bisherige Rückrunde so sicherlich nicht und zurücklehnen können wir uns noch lange nicht. Tatsächlich haben wir uns die Suppe eingebrockt, dass wir wahrscheinlich bis zum Saisonschluss in jedem Spiel eine solche Leistung (inklusive Ergebnis) zeigen müssen.

Kritisieren darf man ebenfalls, dass wir unsere im Übermaß kreierten 100%-Chancen nicht verwertet haben.

Ein 2:0 ist hier schon eher der Hohn. Ein 5:1 oder 6:1 wäre dem Spielverlauf angemessener gewesen.

Ferner sollte man nicht vergessen, dass wir in HZ1 in einigen Situationen durchaus Glück mit Schiedsrichter-Entscheidungen hatten.

Man KANN Ribérys Aktion im Strafraum als Ellbogen-Check (oder ähnliches) werten. Ebenso die Aktion Gustavos vor dem 1:0 ahnden. MUSS man aber nicht. Und als spielentscheidend sollte man so etwas auch nicht werten. Speziell vor dem Führungstreffer der Bayern hätte man durchaus – aus Schalker-Sicht – noch eingreifen können. Und Herr Hildebrand muss da auch nicht so aus seinem Tor kommen.

Wir nehmen das natürlich gerne mit. So ist es nicht. Speziell nach dem leichten SR-Pech der letzten Wochen. Womöglich hilft dies den Schalkern in ihrem Frust nicht weiter, aber man „hatte ja selbst ohnehin nicht von der Meisterschaft gesprochen“. Iss klar.

Schalke war ein Gegner, der sich in München so präsentierte, wie wir das gebraucht haben. Andererseits war Schalke vor dem Spiel nur knapp hinter uns und hätte Tabellenzweiter werden können. Mit einem gefeierten Stürmer und erfolgreichen Spielen (wenn auch nur Europaleague).

Entwederoder.

Entweder Schalke war ein starker Gegner. Oder zuvor war Schalke auch nur Laufkundschaft.

Ach nein, Schalke hat sich einfach nur dem FC Bayern ergeben. Lediglich davor und danach ist man ein ernstzunehmender Konkurrent. Passt diese Version besser in das mediale Bild über diese Bayern?

Mir ist das schnuppe. Vor dem Spiel hatte ich mir einen Sieg erhofft, egal wie. Dass es SO kam freut mich umso mehr. Welcher Fan würde dies für seinen Verein abstreiten?

Da der BVB sich weiter von Sieg zu Sieg spielt, hat sich diesbezüglich ohnehin kaum etwas geändert. Es scheint auf eine (Vor-)Entscheidung im direkten Vergleich hinauszulaufen. In sieben Spielen ist es soweit.

Wir werden es erleben. Und egal, ob dieser Sieg jetzt verdient, unverdient, zu hoch, zu niedrig oder auch nur aufgrund der schwachen Schalker zustande kam: Es ist ein Sieg und das finde ich gut. Gestern, heute und bis nächsten Samstag.

Dann geht es nach Leverkusen. Der nächste „schwere Gegner“?

Abwarten.

Auf geht’s, Ihr Roten!

Linktipp: Spielverlagerung FC Bayern – FC Schalke 04 2:0

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95 Gedanken zu “Le roi Franck de retour oder Platzt so ein Knoten?

  1. Ausgewogene Analyse. Trotzdem wiederhole ich mich: wer wissen will, ob sein Team eine Bundesliga-Füllmannschaft ist, die Beamtenfußball ohne Herz, Spielidee, Laufbereitschaft und „Gegenpressing“ abliefert – oder aber eine geile Truppe mit Punch, Spielintelligenz, Laufbereitschaft, Spielplan, Siegeswillen, kurz: mit richtig Bock auf Fußball….

    Der braucht seiner Mannschaft bloß zuzusehen, wenn es gegen die Bayern geht.

    Schalke hätte zur feierlichen Drei-Punkte-Übergabe in München vielleicht noch Geschenkpapier, Blaskapelle und Konfetti mitbringen können.

  2. Das Gerede von der Krise vor dem Spiel nervte. Von so einer Krise – Titelanwärter, aussichtsreich in der Champions-League (wo steckt da eigentlich Dortmund – ach, so. Die sind ja bereits mit Auswärtsniederlagen in Piräus oder Marseille sang und klanglos ausgeschieden), im DFB-Pokalhalbfinale. So eine Krise würde sich Werder Bremen, Bayer Leverkusen, Schalke 04, VfB Stuttgarto oder der einstige Herbstmeister Little Hoffenheim gerne sofort wünschen.

    Der Sieg muss in dieser Art und Weise auch erst einmal eingefahren werden. Schalke ist sicherlich mental auch eine Spur oder gerne auch zwei schwächer wie Dortmund doch sie müssen auch erst einmal bezwungen werden. Ich erinnere mich noch ungern an die 1:3 Heimniederlage gegen Schalke in der Saison 2000/2001. Okay, am Ende der Saison wurde abgerechnet.

    Ribéry darf gerne bis zum 34. Spieltag so powern.

    Gegen Basel gibt es selbstverständlich auch einen Sieg.

  3. Ein Anfang war’s, ein insgesamt gelungener dazu. Mehr konnte man angesichts eines verunsicherten Teams auch nicht erwarten. Aber schon gegen Leverkusen wird’s erheblich schwerer werden, als gegen diese Schalker. Man kann nur hoffen, dass dann die Selbstsicherheit wieder zu spüren ist, die zuletzt verlorengegangen war.

  4. Zustimmung. Der Sieg war Pflicht und und in der Nachbetrachtung leichter, als eigentlich erwartet. Next stop: Leverkusen
    Ebenfalls machbar und wiederum Pflicht. Ein Sieg dort. Wenn man in der Meisterschaft noch etwas reißen will.

    Ansonsten: Ribéry großartig. Und ja, die IV gefällt so. Ich hoffe, der Trainer belässt es dabei.

  5. „Zwar blieb ihm weiterhin ein Tor vergönnt“? Nee..

    Enweder: „Zwar blieb ihm weiterhin KEIN Tor vergönnt“ oder „Zwar blieb ihm weiterhin ein Tor verWEHRT“ meintest Du, oder?

    ps. Danke fuer die „vorheriger/naechster Beitrag“-Links, die habem mir irgendwie gefehlt..
    Jetzt muesste nur noch die Kommentarspalte breiter werden.. 😉

  6. Waren die Schalker wirklich so schwach? Oder waren wir halt einfach besser?
    In den ersten 10-15 Minuten hatte ich kein gutes Gefühl. Die Bayern waren permanent einen Schritt und einen Gedanken langsamer. Erst, als wir uns die Doppelchance erarbeitet (herausgespielt!) haben, haben wir die Kontrolle übernommen. Schalke hatte trotzdem noch die ein oder andere Gelegenheit, uns eins einzuschenken. Insofern seh ich da keinen Gegner, der sich seinem Schicksal ergeben hat.
    „Herr Hildebrand muss da auch nicht so aus seinem Tor kommen.“ – Der Satz ist eigentlich überflüssig. Gegenfrage: Haben wir es Hildebrand zu verdanken, dass wir gewonnen haben? Eben!
    Der Einzelkritik kann ich mich nur anschließen. Dennoch möchte ich nochmal explizit das Auftreten von „UnsHolger“ betonen. Für mich der Spieler der Saison! Wie selbstverständlich und unaufgeregt er da hinten einem Raul, Huntelaar oder sonstigen Bundesligagrößen die Bälle vom Fuß nimmt ist phänomenal. Als wenn er seit 20 Jahren nichts anderes machen würde.
    Das Ergebnis wäre sicher noch höher ausgefallen, wenn Robben die Egoismus-Kritik der letzten Wochen ignoriert hätte. Er schien sich mehr darauf zu konzentrieren, sich bei seinen Mitspielern zu bedanken, bzw. ihnen die Bälle zuzuspielen, als selbst für die Entscheidung zu sorgen. Schade, dass die Presse ihn nun auch schon soweit hat. Ich gehe aber davon aus, dass er das in den kommenden Spielen wieder ablegen wird.
    Und zu Gomez: Sicher der schwächste Bayer auf dem Platz. Aber nicht mehr als ein Formtief. Der trifft wieder, versprochen. Und dann klatscht das Publikum (leider) auch wieder.

  7. Ich übernehme ja hier immer wieder gerne die Mahner-Rolle: So toll wie mir unser Spiel ab dem 1:0 gefallen hat, müssen wir uns bewusst sein, dass Stevens zum einen taktische Fehler begangen hat (AVs gegen Robbery) und zudem Schalke sehr weit im mittleren Drittel stand, wodurch speziell Ribery diese wunderbaren Räume hatte. Ergo: Gegen tief stehende Teams, wie z.B. Basel, werden wir weiterhin noch an einem Gegenmittel zu experientieren haben!

    Gegen Vizebusen werden wir aber uns weiter in einen Flow spielen, da die ähnlich wie Schlacke agieren werden.

  8. @FF „feierliche Punkteübergabe“:

    Passender Moment, den Spielball von 2001, den Andersson zur Schalker Meisterschaft der Herzen ins Hamburger Gehäuse drosch just vor diesem Spiel dem FCB-Museum zu übergeben 🙂

    Die Cochones dieser Mannschaft würden unserer heutigen auch gut zu Gemächt stehen…

    Die Defense um HB und JB war super, man konnte vom Oberrang aus toll erkennen, wie sich IV und DM Zentral vorm 16er eng zusammenzog, sobald mal ein Pass auf Raul/Huntelaar kam.

    Bitte ab jetzt immer auf den Offensivpositionen rochieren lassen, Jupp! Da kann fast jede Abwehr schon mal die Schwimmflügelchen aufblasen.

  9. Habe nur noch 2 Anmerkungen:

    1. Ribérys Aktion gegen Huntelaar war kein Ellebogencheck. Er steigt zum Kopfball hoch und wenn Huntelaar in dem Moment etwas robuster gewesen wäre, wäre Ribérys Arm an Huntelaars Schulter geblieben. So ist sein Ellebogen „nach oben gerutscht“, ohne Absicht und auch ohne „Check“. Da wurden klarere Dinge schon gegen uns ausgelegt.

    2. Die Rechnung mit dem möglichen 5:1 bzw. 6:1 – wie auch in etlichen Medien usw. verstehe ich auch nicht, da hier eine 100%ige Chancenverwertung der Schalker unterstellt wird. Also konsequenterweise müsste es dann entweder 5:0 oder 10:1 heißen.

    Und doch noch eines: Der wievielte nicht bundesligataugliche Gegner war das jetzt in der AA? Auch das Gerede ist ziemlich nervig, denn so langsam müssten eigentlich alle begreifen, dass nicht 15 von 17 Mannschaften so schwach sein können, wie sie nach dem Auftritt beim FCB gemacht werden.

  10. Le roi Franck de retour.
    Ansonsten weiter so, Paule.
    Klugscheisser (aus der Pariser Metro)

  11. Also die Heimspiele haben wir in der Rückrunde bislang alle 2:0 gewonnen, das war jetzt kein so großer Ausreißer. Von daher: Erstmal die nächsten Auswärtsspiele abwarten. Wenn die ähnlich souverän gestaltet werden, dann bin ich auch wieder optimistischer. Aber bis dahin erstmal den Ball flach halten…

  12. @Ásgeir Sigurvinsson #116105: Danke für den Hinweis. Und dabei habe ich es zweimal gelesen… 😉

    @LeeDaiGer #116121: Danke, ist geändert. Gruß zurück nach Paris!

    @Klaus #116119: Dann schlag doch mal eine Überschrift vor.

  13. Das Gerede von der Krise hat der Fc Bayern aber mitzuverantworten. Denn immer, wenn es nicht läuft – obwohl man im Grunde noch rein gar nichts verspielt hat – dann kommen diese Storys über Schiedsrichter, die den FC Bayern benachteiligen (MUAHAHA), dem schlechten Rasen in Basel (MUAH) oder nun wieder das rumgeheule, dass Robben immer so böse auf die Socken bekommt (MUAH). Das ist schlicht weg peinlich und soll von der sportlichen Enttäuschung ablenken.

    Ich für meinen Teil habe ich die Bayern in den nationalen Wettbewerben noch VOLL auf der Rechnung. 4 Punkte sind nichts, wenn man bedenkt, dass noch das direkte Duell ansteht und dazu der BVB noch in Gelsenkirchen und zu Hause gegen Gladbach ran muss. Und das ein oder andere Remis wird den BVB auch noch ereilen.

    Im übrigen glaube ich noch nicht, dass die Bayern übern Berg sind. Erst wenn sie auch die Spiele gegen Mannschaften gewinnen, die nicht mitspielen wollen wie die Truppe aus der Emschermulde, dann könnt ihr einen Haken an das Thema „Krise“ machen.

  14. @sportinsider
    Mich nervt dieses ständige Krisengequatsche auch. Ich muss aber sagen, mich nervt noch mehr das BVB-Bashing auf internationaler Ebene. Gerade in niveau-armen Foren wie sport1 ist das extrem ausgeprägt. Ich bin seit über 20 Jahren FCB-Fan, lebe aber in Dortmund. Glaubt mir, das juckt hier niemanden, dass die CL-Saison so für sie verlaufen ist. Sie lachen eher darüber, dass FCBler dieses Argument heranziehen, weil uns sportlich (zumindest national) die Argumente ausgehen. Ich hasse sie, aber unrecht haben sie nicht. Europa ist für den BVB ein schönes Sahnehäubchen, für Fans und Verein aber nichtmal ansatzweise so wichtig wie für uns.

  15. @Paule

    Entscheid du dich doch einfach mal für eine Überschrift, anstatt zweien gleichzeitig.

  16. @Sawyer: Das wäre aber nicht so, wenn es in der Liga nicht laufen würde. Man muss sich aber auch einfach eingestehen, dass wir in dieser Saison nicht reif genug waren für die Champions League. Und dass du uns hasst ist halt auch ein Zeichen der Wertschätzung deinerseits. In den Jahren, wo der BVB dem Grabe näher war als allem anderen wirst du wohl nur müde gelächelt haben.

  17. @Ribben: Das mit dem 10:0 finde ich auch, da wird echt die einzige Chance der Schalker gleich zum 100%-Tor erklärt.

    Heldt setzt ansonsten seine Meckerei über den Schiri fort (hier im Kicker)… da pfeift einer in München mal nicht pro Gäste und dann ist’s auch wieder nicht recht. 😉

    Hat eigentlich jemand noch das Dortmund-Spiel am Sonntag gesehen? Ich fand’s interessant, dass den Dortmunder Fans wohl nicht bewusst war, dass irgendwann mit Ya Konan ein zweiter Afrikaner auf dem Platz stand – da war wohl der Reflex nach Dioufs Aktion mit Bender einfach „Schwarzer Mann gehört ausgepfiffen“ ohne drauf zu achten ob’s vielleicht ein anderer ist…

  18. @sawyer: Okay, Dortmund hat ja auch Zeiten ohne internationale Beteiligung gehabt. Generell fällt ja auf, dass viele deutsche Meister (Wolfsburg oder Stuttgart fallen mir da ein) in der CL sehr blass blieben.

    Andererseits haben (ich habe damals in Nürnberg gewohnt) die Club-Fans die Uefa-Cup Saison 2007/2008 mehr wie genossen.

  19. Mir fehlt in der Überschrift ein Verb. Oder was soll das genau heißen? Ich denke doch: „Der König ist zurück“, oder? Also eher „Le roi est de retour“?

  20. @tinneff
    Sorry, ich bemerke gerade, dass mir das Wort „dafür“ durch die Lappen gegangen ist. 🙂
    Also: Ich hasse sie dafür…

    Sicherlich würden die Sticheleien über das unrühmliche CL-Aus den Borussen mehr weh tun, wenn es in der Liga auch nicht laufen würde. Allerdings ist das leider ganz und gar nicht der Fall! 😉

  21. @paule
    ich finde, es tut Deinem Blog durchaus gut, wenn Deine Anmerkungen zum Spiel mit etwas zeitlichem Abstand kommen. Ich empfinde Sie immer im Inhalt sehr ausgewogen mit gutem Gespür, wo die Grenze zwischen „loyaler Unterstützung“ und „fanatisch“ bzw. konstruktiver Kritik und besserwisserischem Meckern liegt. Und in der Form sehr unterhaltsam. Was will man mehr?

    1) Zur Thematik ist der Gegner so schwach?
    Mich nervt auch, dass immer gesagt wird, der Gegner hat es den Bayern aber auch leicht gemacht. Natürlich hatten wir es mit Fuchs mit einem der defensiv schwächsten Außenverteidiger zu tun (wenn ich Stevens wäre, würde ich Fuchs im linken Mittelfeld aufstellen). Aber man kann auch sagen: Gegen die – nach Toren gemessen – stärkste Offensive der Liga haben wir zu Null gespielt und nur eine echte Chance zugelassen. Deshalb finde ich auch, dass man mal sagen muss: Ein schön anzuschauendes Spiel, das souverän gestaltet wurde. Freude ist erst einmal angesagt.

    2) Zur Einzelkritik
    Besonders hervorzuheben ist aus meiner Sicht auch Müller, der endlich mal wieder die Position zentral offensiv hinter Gomez sehr gut ausgefüllt hat und durch sein Laufspiel unheimlich viele Räume eröffnet hat.

    3) Freude ja, Trendwende? – abwarten
    Wir müssen uns abgewöhnen aus einem Spiel Trends abzuleiten. (Deshalb halte ich mich auch hinsichtlich der Frage Kroos und/oder Müller zurück). Über den Erfolg freuen ja. Es gibt aber wenig Anlass, vom „geplatzten Knoten“ zu sprechen. Deshalb unterstreiche ich das Fragezeichen in Paules Überschrift. Wir sprechen von einem gewonnen Spiel und das war auch ein Heimspiel. Unser Problem ist doch die Auswärtsschwäche. Bis auf die unglückliche und unverdiente Niederlage am ersten Spieltag gegen Gladbach und der Niederlage gegen Dortmund haben wir zu Hause alles gewonnen. Die Nagelprobe, ob sich in der Grundanlage des Spiels strukturell etwas verbessert hat, ist daher das Auswärtsspiel in Leverkusen.

    4) Die Mär vom „Bayern hat es schwer, weil der Gegner sich hinten reinstellt“
    Die Spiele, wo sich der Gegner wirklich ganz tief hinten rein gestellt hat, waren die Heimspiele. Die Spiele sahen teilweise zäh aus, aber letztlich haben wir dann doch gewonnen. Auch wenn auswärts der Gegner vom Anofiff weg sich ganz tief hinten rein gestellt hat, haben wir letztlich alle Punkte mitgenommen. Wenn die Mannschaften wirklich immer passiv mit zehn Mann hinten drinstehen würden, wäre es langweilige Spiele, aber wir würden diese letztlich gewinnen. Die wirklichen Probleme haben wir mit Mannschaften, die defensiv sehr diszipliniert sind, aber bereits im mittleren Drittel durch verschieben den Raum extrem eng machen und so den Spielaufbau stören; und sich dabei nicht nur auf das „geschickt im Raum stehen“ beschränken (wie Leverkusen in der 1. Hälfe gegen Barcelona oder Stuttgart gegen FCB im Pokal), sondern auch aggressiv den Zweikampf suchen. Im eigenen Stadion haben die Mannschaften eher den Mut aggressiv aufzutreten als in der Allianz Arena.

    Gegen Dortmund stehen die Gegner nicht tiefer als Bayern. Dortmund nimmt aber derzeit den körperlichen Zweikampf besser an und spielt nach Balleroberung mutiger und direkter in die Spitze. (Das sieht dann aus wie Kontern. Wenn ich aber an der Mittelinie den Ball erobere und steil spiele ist das kein Konter im klassischen Sinne.) Zwar verliert man öfter den Ball. Wenn man aber das verdichtete mittlere Drittel mit einem Steilpass oder Vertikal-Direktkombination überwindet, steht der Gegner im eigenen Verteidigungsdrittel zwangsläufig relativ offene. Da wir das weniger machen und oft erst den Ball sichern und häufig langsam aufbauen, kann der Gegner ohne großes Risiko im mittleren Drittel auf den ballführenden Spieler verschieben und den Raum verdichten, da er genug Zeit hat, sich im eigenen Verteidigungsdrittel neu zu formieren. (Wenn der Gegner sich im eigenen Verteidigungsdrittel formieren kann, wird dadurch, gerade für den Fernsehzuschauer, optisch der Eindruck verstärkt, der Gegner würde nur tief hinten drinstehen. Nur in der Totalansicht, die man nur im Stadion hat, sieht man, dass wie Verteidigungsdrittel teilweise entblößt ist, wenn durch Verschieben das mittlere Drittel verdichtet wird.)

    Quintessenz: Bayern hat es nicht besonders schwer, weil sich der Gegner hinten reinstellt, sondern weil der Gegner häufig besonders konzentriert und aggressiv zu Werke geht und unsere Roten zu oft hoffen, mit Hilfe geduldigem Passspiels auch unter Vermeidung ungemütlicher Zweikämpfe zum Erfolg zu kommen-

    5) Ausblick
    Aber ich habe am Samstag einiges gesehen, das mir Hoffnung macht, dass man sowohl die Notwendigkeit schnellen Vertikalspiels und des köperlich-Dagegenhaltens erkannt hat. Wenn wir am nächsten Spieltag den Abstand zu Dortmund zumindest nicht größer werden lassen, und gegen Basel weiterkommen, dann kann dies – das ist meine Hoffnung – eine Art „Turin-Effekt“ auslösen. Insoweit stehen wir vor entscheidenden Wochen und sollten mit unseren tiefschürfenden Grundsatzkritiken bis zum Basel-Rückspiel warten, das Krisengequatsche hinter uns lassen, und uns erst einmal das Rückenstärken unserer Roten konzentrieren!

  22. @Sawyer
    „Glaubt mir, das juckt hier niemanden, dass die CL-Saison so für sie verlaufen ist. Sie lachen eher darüber, dass FCBler dieses Argument heranziehen“

    Genauso habe ich mir das gedacht. Dem normalen Fan ist das wurscht, kennt er ja so auch nicht, diese englischen Wochen.
    Und allein deswegen ist es legitim und auch notwendig, ihnen das immer wieder unter die Nase zu reiben.

    Und lachen werden sie spätestens nicht mehr dann, wenn (mal wieder) die Millionen ausgehen. Da können sie sich so oft qualifizieren wie sie wollen. Fast ohne Sieg und Ausscheiden in der Gruppenphase gibt es eben nur wenig Kohle.

    Und im Gegensatz zu dem „gemeinen“ Dortmunder wird es die Spieler und Verantwortlichen sehr wohl kratzen, denn sonst hätten sie ihren Beruf verfehlt.

    Also wenn man mich fragt, ich sehe meine Mannschaft am liebsten so oft wie möglich und nicht nur jedes Wochenende. Mit allen Chancen und Risiken.

  23. @Klaus: Nun, es handelt sich hier um ein stilistisches Mittel, dass ich halt sehr gerne einsetze (allerdings nicht exklusiv). Als Stammleser ist Dir das bestimmt schon aufgefallen.

    Mir gefällt das ganz gut, offenbar ist es aber tatsächlich Geschmackssache.

    Tatsache ist hingegen auf jeden Fall dass es Absicht ist… 😉

  24. Zu Dortmund und CL: Zwei Ursachen
    1) Taktik: Die Mannschaften in der CL haben eine Schwäche des Dortmunders Systems offengelegt: Da Dortmund extremd früh stört und hoch verteidigt, sind lange, auch gerne hohe Pässe eine gefährliche Waffe: Alle Gegentore von Dortmund aus dem Spiel resultieren auf langen Pässen, die aus er Verteidigung direkt in die Spitze gespielt wurden. In der Bundesliga ist der lange, hohe Pass aber mittlerweile verpönt.
    2) Einstellung/Strategie: Dortmund drohte in der Liga während der Gruppenphase den Anschluss an die Championsleaque-Plätze zu verlieren. Dortmund muss die erhöhten Gehaltserwartungen im Kader gerecht werden. Ein sicherer CL-Platz für die nächste Saison ist daher wichtiger als Erfolg in der CL oder in der EL. Wenn man keine Chance auf den Titel hat, scheidet man lieber früh aus, um sich darauf konzentrieren zu können, wieder unter den ersten 3 zu landen. Das ist die Logik aus finanzstrategischer Sicht. (Da sieht man was für ein kalkulierender Geist hinter der Fassade des ach so bodenständigen und emotionalen Klopp verbirgt)
    Alle Mannschaften, die die Doppelbelastung nicht gewöhnt und in der CL unerfahren sind, wären eigentlich strategisch-rational betrachtet besser beraten, die CL-Gruppenphase abzuschenken und sich auf die Liga zu konzentrieren. Wenn man dann 2/3 mal dabei war, den Kader verbreitert hat, dann kann man auch mal ersthaft versuchen, in der CL was zu reißen. (Um die Punkte für den 5-Jhreswertung kümmern sich ja ausreichend die EL-Teilnehmer und wir Roten). Zum Glück hat die Mehrzahl der Vereine/Spieler/Trainer soviel Ehre und sportlichen Ehrgeiz im Leib, dass sie dem sportlichen Erfolg und Wettkampfgeist Vorrang vor dem skizzierten Kalkül geben. Insoweit haben dei vermeintlich sterilen „Pillendreher“ mehr Sportsgeist gezeigt, als der tolle Traditionsverein Dortmund.

  25. @Paule:

    Mir gefallen Deine Überschriften sehr gut (was ist das jetzt überhaupt für eine bizarre Nebendiskussion? 😉
    Und das sag ich als einer, dessen Beruf es ist, „Überschriften“ zu schreiben…

  26. @Poborsky
    Du willst also sagen, der BVB ist aus der CL absichtlich ausgeschieden.
    Halte ich für eine abenteuerliche Theorie.
    Und es waren ja auch nicht nur lange Bälle, die zu Gegentoren geführt haben (OM Rückspiel u.a.).

    Also da sind nach meinem Dafürhalten andere Gründe (Erfahrung, Angst/Respekt, fehlende Unbekümmertheit, fehlende international notwendige Qualitäten) schon eher maßgebend.

  27. Was passiert eigentlich, wenn der selbsternannte CL-Favorit und die einzige deutsche Hoffnung (ich schreibe vom FC Bayern) im Achtelfinale tatsächlich ausscheiden sollte? Löst er dann den BVB als größte Schande des Universums ab?

  28. Na ja, wenn ich jetzt die Schlagzeile vom Leno lese (ja, ich weiß, der ist nicht beim BVB), dass es doch das Geilste ist, gegen Barca zu spielen, versteh ich schon, warum die anderen Mannschaften in der CL so oft früh raus sind. Denen reicht das Mitspielen. Die stellen sich als deutscher Meister hin und sind soooo froh mal dabei zu sein bei den coolen Jungs, dass sie vergessen, dass sie auch mal Spiele gewinnen müssen. Und das perfekte Alibi ist dann die „junge Mannschaft“. Ich finde diese Hasenfüßigkeit unerträglich.

    Ich meine, die Dortmunder gewinnen zig Mal gegen uns, geben 17Mios für nen Reus aus, haben ne Riesenhütte, Rekordgewinne, spielen den „schönen Fußball“ und tun dann so, als wären sie der FC Kamtschatka.

  29. @Ribben
    ich meine natürlich nicht, dass man es von Anfang darauf angelegt hat, auszuscheiden. Aber anders als andere Vereine behielt bei Dortumund die Bundesliga die absolute Priorität. Die Einstellung war: Wenn wir weiterkommen schön, wenn nicht auch nicht schlimm. Erfahrung nehmen wir mit. (Vergleiche den Auftritt von Dortmund z.B. mit dem Auftritt von Schalke letztes Jahr, wo sogar die Kaderplanung der CL untergeordnet wurde). Angesichts der Abstürze der anderen one-Hit-CL-Teilnehmer ist die Einstellung von Dortmund bis hierher auch nachvollziehbar.
    Absicht unterstelle ich dann aber Dortmund hinsichtlich des Verspielens des 3. Platzes und Vermeidung der EL bei den letzten zwei Spieltagen. Die Chance auf den 2. Platz war minimal. Normalerweise spiele ich in Arsenal auf Untentschieden. Dann hätte ein knapper Heimsieg, wahrscheinlich sogar ein Untentschieden gegen Marseille für den dritten Platz gereicht. Und Anstatt dann am letzten Spieltag gegen Marseille mit der Vorgabe anzutreten mit 5 Toren Unterschied zu gewinnen und in Konter zu laufen, wäre es auch klüger gewesen den knappen Sieg, der mit hoher Wahrscheinlichkeit für den 3. Platz gereicht hätte, zu sichern. Es war evident das die kein Bock auf die EL hatten und deshalb so Harakiri gespielt haben und das auch noch als den Super-Kampfeist und Nie Aufgeben verkauft haben. Da bin ich sauer. Denn Dortmund hätte in der EL viele Punkte für die 5-Jahreswertung holen können.

  30. @poborsky
    Das ist ja eine gewagte These.
    Hieße im Umkehrschluß: Liebe Dortmunder Fans kauft euch nächste Saison keine Tickets für die Champions League Heimspiele, spart euch die ich schätze mal 60-100 € pro Spiel, denn ihr werdet nur verarscht, eure Mannschaft schießt nur mit Platzpatronen, denn sie will sowieso nicht weiter kommen.
    Wenns so wäre, gute schauspielerische Leistung des BVB und der größte Skandal im deutschen Fußball. Noch vor Bestechungsaffäre, Hoyzer und Gijon.
    Aber ich glaube immer noch ans gute im Menschen und daran das der BVB einfach zu schlecht war.

  31. @Made #116133: Sag‘ Du es mir. Ich habe Französisch in der 8.Klasse abgewählt…

    @Franck #116139: Danke. Das beruhigt mich ein wenig, dass man diese Art „der Schreibe“ als Stilmittel (er)kennt. Und nicht für einen Schreibfehler hält… 😉

  32. @paule: Ist bei genauem Nachdenken ein bisschen Rousseau-esk a la „Julie oder Die neue Heloise“ oder „Emile oder über die Erziehung“. 😉

  33. ist ja schön das in diesem FCB Blog beinahe mehr über den BvB geschrieben wird. Zeigt mir nur wie groß die Sorge vor dem 2. Platz in der Meisterschaft ist und dem Ausscheiden gegen den kleine FCB ist. Gegen Schalke war nur Ribéry der Unterschied und ansonsten nichts anderes als gegen den FCK oder den VfB zu sehen, vor nicht bei Philipp Lahm.

  34. Hm, da beschweren sich Fans des Vereins über das Auftreten des BVB in der Champions League, welcher mal das Kunststück fertig gebracht hat, die Gruppenphase mit 2 Remis und 4 Niederlagen zu beenden.

    Man merkt, dass ihr die Spiele des BVB in der Champions League nicht gesehen habt und deswegen mit gefährlichem Halbwissen argumentiert.

    Die Mannschaft ist mit Sicherheit nicht in die CL-Gruppenphase gegangen, um direkt wieder auszuscheiden. Gegen Arsenal war man wie gegen Marseille die bessere Mannschaft, bringt aber das Kunststück fertig, durch individuelle Fehler und mangelnder Chancenauswertung keinen Sieg zu erringen. Wirklich schlecht war das Spiel in Athen – warum auch immer. Beim FC Arsenal kann man verlieren und beim 2-3 gegen Marseille merkte man schon, dass sie sich aber der 60 Minuten aufgeben haben. Ich halte das für menschlich.

  35. #116148 / #116133: Made und Paule

    Wir stricken die „bizarre Nebendiskussion“ (#116139 Franck) einfach noch ein letztes Mal weiter, um sie dann letztendlich doch zu begraben, hoffentlich: „Le roi Franck de retour“ ist astrein, da es sehr wohl auch im Franzoesischen erlaubt (und genehm) ist, keine Verben in (Zeitungs-/Blog-)Ueberschriften zu verwenden.

    Klugscheisser² (mittlerweile vom Arbeitsplatz)

    P.S.: Paule, gerne mehr 8-Klaessler-Franzoesisch. Freut den Franck bestimmt, verstaendlich ist es so oder so allemal.

  36. Da die Stildiskussion schon mal Fahrt aufgenommen hat, hier noch meine Interpretation. Es werden bei Paule nicht einfach zwei Überschriften nebeneinander gestellt. Die erste enthält meist eine Aussage/Feststellung, gewissermaßen die Quintessenz der Beobachtungen zum Hier und Jetzt. Der zweite, „oder-Teil“ stellt meistens eine Frage und enthält die Quintessenz der Ängste/Hoffnungen hinsichtlich der künftigen Entwicklung. Damit spiegelt die Struktur der Überschrift die zwei Grundthemen, um die Paules Beiträge kreisen, wider. Sehr schön das.

  37. @Paule: Da braucht es imho kein Verb, als Überschrift ist das okay so …
    im Übrigen: Als mittlerweile treuer Mitleser möchte ich mich für die ausgewogenen Gedanken und spannenden Diskussionen hier bedanken!
    Inhaltlich ist wie meistens schon alles gesagt. Nur eine kleine Anmerkung noch (zu den Diskussionsbeiträgen, nicht zum Artikel): Ich finde, als Bayernfans sollten wir uns mit Beiträgen zum CL-Abschneiden des BVB zurückhalten. Die Bundesliga ist eine andere Baustelle, und da laufen wir jetzt seit eineinhalb Jahren hinterher. Das nervt natürlich, und als Fan hoffe ich, dass sich das so bald wie möglich wieder ändert. Aber im Moment „tun wir gut daran“, die Leistung einfach zu respektieren.

  38. @Tinnef:

    Hm, da beschweren sich Fans des Vereins über das Auftreten des BVB in der Champions League, welcher mal das Kunststück fertig gebracht hat, die Gruppenphase mit 2 Remis und 4 Niederlagen zu beenden.

    Der Unterschied ist, dass das tatsächlich das einzige Mal ist, dass Bayern die Vorrunde nicht überstanden hat. Das hat der BVB innerhalb von zwei Saisons überboten. Und auch hatten wir „nur“ -4 Tore. Das war auch ein Kunsstück in dem Jahr jedes Spiel mit genau einem Tor zu verlieren. Während ihr da ja deutlicher unterlegen ward.

    @Überschrift: Ok, als Überschrift im Sinne wie in einer Zeitung ist das ok. Ich hatte es als einen Satz verstehen wollen, also etwas poethischer: „Der König ist zurückgekehrt“ statt nur „König zurück“

  39. Zudem ging damals ein Stern auf, ich erinnere mich wirklich noch so, als ob es gestern wäre:
    Beim 3:3 gegen Lens wird Schweinsteiger gegen Spielende für Scholl eingewechselt. Übrigens ein Doppelwechsel. Der andere Einwechselspieler war ein gewisser Christian Lell. Eine der ersten Aktionen Schweinsteiger war es, über den rechten Flügel kommend, auf Giovanne Elber in der Mitte zu flanken, der den Ball dann gegen die Latte köpft / schießt (das weiß ich nicht mehr so genau).

    Aber das nur so nebenbei. 🙂

  40. @tinneff

    Ich muss dir Recht geben, da Dortmund in mindestens 4 von 6 Spielen die bessere Mannschaft war. Nichtsdestotrotz ist man in einer relativ leichten Gruppe sang- und klanglos ausgeschieden. Apropos Halbwissen: Dortmund hat nicht in Athen gespielt 😉

  41. @tinneff
    ich habe oben präzisiert, dass ich nicht meine, dass man geplant hat, auszuscheiden. Aber nach schlechtem Start hat man das laufen lassen und sich nicht um die EL bemüht (Du sagst ja selbst, Aufgeben in der 60. Minute – da war die EL noch locker drin). Von Anfang war das, was die Stärke von Dortmund in der Liga ist, der unbedingte Siegeswille, der Biss, nicht vorhanden. Bei Bayern wird gesagt, die optische Überlegenheit ist kein Maßstab. Chancenplus und 60% Ballbesitz ändern nichts daran, dass die Niederlage der Bayern verdient sei. Aber Dortmund ist ist unverdient / unglücklich aus der CL ausgeschieden, weil sie häufig optisch überlegen waren? Warum hat Dortmund die Spiele in der CL unverdient verloren, die Niederlage von Bayern in Basel soll aber verdient gewesen sein? Auch der Ballbesitz von Bayern muss erst erarbeitet werden.
    Es sollte daher bei der Bewertung keinen Unterschied machen, ob bei Bayern der Ballbesitzfußball keinen Erfolg hat oder bei den Dotumundern das Offensivpressing mit Vertikalspiel nicht belohnt wird.
    (es bleibt einem unbenommen Letzteres attraktiver/besser zu finden. Nur die Frage verdient/unverdient sollte mit der Stil- und Geschmacksfrage nicht vermengt werden)
    Im übrigen hat man in der CL gesehen, dass es bei jedem Ansatz auf die Interpreation durch die Spieler ankommt: Bei Bayern besteht die Gefahr, dass das Spiel statisch und ausreichenbar wird. Bei Dortmund in der CL war der Übergang zwischen geordnetem Offensipressing mit Vertikalspiel und hektisch-kopflos rauf- und runterennen fließend (Letzteres findet beim Fan häufig immer noch mehr Gnade, weil das nach mehr Einsatz aussieht. Für micht ist aber ein falsch gelaufener Kilometer nicht besser als ein nicht gelaufener Kilometer)
    PS zum Halbwissen: Ich habe alle Spiele von Dortmund gesehen und der griechische Gegner war Piräus.

  42. @Sawyer: Warte mal noch 2-3 Jahre Krise in Griechenland ab, dann strukturieren die sich neu um zu sparen 🙂

    @Made: Wir können das jetzt ewig weiterspinnen. Du wirst negative BVB-Beispiele finden und kann dir viele Enttäuschungen des FC Bayern aufzählen. Nur führen wird das zu nichts.

    @Poborsky:

    Der BVB hätte zu dem Zeitpunkt noch 3 Tore schießen müssen. Das war absolut nicht drin an dem Tag. Ein 4-1 hätte ja nicht geholfen. Desweiteren sage ich nicht, dass das Aus des BVB unverdient war. Wer es über 6 Spiele nicht fertig bringt, sich den Gegebenheiten der Champions League anzupassen, der kann sich nachher nicht beklagen. Naja und die Niederlage der Bayern in Basel war zumindest nicht völlig anders als der Spielverlauf.

    Wenn du alle Spiele des BVB gesehen hast, dann müsstest du zum gleichen Schluss kommen wie ich: Der BVB war nicht so schlecht wie die Ergebnisse es ausdrücken, aber auch nicht so gut, um sich über das Aus beschweren zu können.

  43. Was noch zur „Dolchstoßlegende“ beim BVB geführt hat, war das Interview von Klopp und Zorc vor zwei Wochen im Kicker, als Sie – fast wörtlich – gesagt haben, es mache überhaupt keinen Unterschied, ob man im Achtelfinale oder in der Vorrunde ausscheide. Das ist schon eine etwas hanebüchene Aussage und ein nachträgliches Alibi für das – immer noch – peinliche Ausscheiden (Die Leistungen waren explizit NICHT peinlich).

    Unabhängig, glaube ich nicht, dass der BVB die letzten beiden Spiele in der CL abgeschenkt hat. Die haben einfach – in diesem Wettbewerb – nicht mehr daran geglaubt, dass Sie weiterkommen, weil Sie nach guten Leistungen nicht gepunktet haben. Umgekehrt jetzt in der Bundesliga, da sind sie einfach überzeugt, dass Sie jedes Spiel noch drehen und gewinnen können.

    @kleinkreutz: Du kannst das Spiel am So nicht gesehen haben.

  44. @fänger weitgehend Zustimmung
    „es mache überhaupt keinen Unterschied, ob man im Achtelfinale oder in der Vorrunde ausscheide.“
    Da ist aber zum Teil was dran: Ein Bundesligaverein mit Ehrgeiz in Europa möglichst weit zu kommen sollte in der CL entweder Gruppensieger werden oder dritter, nicht zweiter. Als Zweiter fliegt man mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen einen übermächtigen Gegner raus. Als Dritter macht man in der EL weiter. Dort hat man gegen (fast) jeden Gegner ordentliche Chancen. (Der Großteil der Gegner, die nur unangenehme Pflichtübungen sind, ist ja in der EL-Gruppenphase bereits ausgesiebt.) Ab Viertelfinale wird die Sache auch finanziell lukrativer. Ich wiederhole mich: Mich ärgert, dass Dortmund immer die Taube auf dem Dach (den 2. Platz) gejagt hat (und in den letzten Spielen eben auch nur halbherzig) und sich nicht auf den Spatz in der Hand (3. Platz) konzentriert hat. Wenn es nach Watzke/Zorck egal ist, ob man in der Vorrunde oder im Achtelfinale ausscheidet, ist das ein Grund mehr dem 3. Platz mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn die Chance auf den Gruppensieg dahin ist, sollte man nicht versuchen, irgendwie den 2. Platz zu erzwingem, sondern den 3. Platz sichern. Wenn man sagt „Wie krank ist das denn auf den 3. anstatt auf den 2. Platz spielen“? Dann sage ich: Der Championsleaque-Modus ist krank, da er solche Anreize setzt. Anstatt den 3. in die EL zu schieben und das Achtelfinale auf 4 Wochen endlos auszudehnen, sollte man in einer Zwischenrunde die Zweiten gegen die Dritten die Gegner der Gruppenersten, die „Freilos“ haben, ausspielen lassen. (Das „Freilos“ für die Zwischenrunde wäre auch ein großer Anreiz für den Gruppensieg).

  45. (#116128) Sawyer sagte am 28. Februar 2012 um 09:55 :
    @sportinsider
    „Mich nervt dieses ständige Krisengequatsche auch. Ich muss aber sagen, mich nervt noch mehr das BVB-Bashing auf internationaler Ebene. Gerade in niveau-armen Foren wie sport1 ist das extrem ausgeprägt. Ich bin seit über 20 Jahren FCB-Fan, lebe aber in Dortmund. Glaubt mir, das juckt hier niemanden, dass die CL-Saison so für sie verlaufen ist. Sie lachen eher darüber, dass FCBler dieses Argument heranziehen, weil uns sportlich (zumindest national) die Argumente ausgehen.“

    Ich erinnere an dieser Stelle auch gerne mal an die CL-Saison 2002/2003:
    1. Spiel Vorrunde Bayern München – La Coruna 2-3
    2. Spiel Vorrunde RC Lens – Bayern München 1-2
    3. Spiel Vorrunde Bayern München – AC Mailand 1-2
    4. Spiel Vorrunde AC Mailand – Bayern München 2-1
    5. Spiel Vorrunde La Coruna – Bayern München 2-1
    6. Spiel Vorrunde Bayern München – RC Lens 3-3

    Mit anderen Worten:
    Aus 6 Spielen holte Bayern München damals läppische 2 Punkte und schied in Folge dessen sang- und klanglos aus der CL in der Vorrunde aus. Ich glaub, so schlecht hat sich der BVB im Vergleich dazu gar nicht verkauft in der jetzigen CL-Saison.

  46. PS: Und nach Gustavos Abräumer möchte ich hier auch nichts mehr lesen über irgendeine Benachteiligung durch die Schiedsrichter.
    PPS: Trotzdem hat Bayern das Spiel hochverdient gewonnen. Gar keine Frage.

  47. Borussia Who?

    Was lese ich hier beim Überfliegen der Texte? Soll ich mir nun ernsthaft Gedanken darüber machen, warum der grandioseste Deutsche Fußballmeister aller Zeiten (Was ist das schon, im Vergleich zum besten Trainingslager aller Zeiten?), nun ja, sagen wir: etwas unglücklich aus der CL ausgeschieden ist? Mit lächerlichen 5 Punkten Abstand auf den Vorletzten. So ein läppischer Fauxpas kann schon mal vorkommen, mein Gott! Schließlich hatte man so übermächtige Gegner wie das schlechteste Arsenal seit gefühlten Jahrzehnten….

    Außerdem ist es nichts anderes als das typische Bayerndusel, dass sich der FCB nun dienstags und mittwochs für den samstäglichen Zweikampf mit dem künftigen Abonnement-Weltpokalsieger warmlaufen darf, während dieser sich auf dem Trainingsplatz langweilen muss. So sehen es jedenfalls die berüchtigt-kompetenten deutschen Sportmedien und denen sollte man Glauben schenken.

    Aber abgesehen davon: Was interessiert mich eigentlich der westfälische Senf aus Dortmund? Soviel wie Karl Valentin: „Ned amoi ignorier’n…“

  48. @Alexander:

    Und nach Gustavos Abräumer möchte ich hier auch nichts mehr lesen über irgendeine Benachteiligung durch die Schiedsrichter.

    Ja, das ist jetzt wieder der Fall, dass Bayern mal eine Kann-man-pfeifen-Situation für sich bekommen hat. Das muss fürs nächste halbe Jahr reichen. Der Verweis wird dann jetzt wohl eine Weile kommen. Bayernfans dürfen sich jetzt nie mehr über einen Schiri aufregen, weil sie ja einen Einsatz von Gustavo nicht gepfiffen gekriegt haben. Ist klar.

    Im Übrigen war das kein „Abräumer“, sondern ein grenzwertiger Körpereinsatz, grenzwertig tatsächlich so wie es da steht, an der Grenze zum Foul, und nicht eindeutig drüber (bemerke: „nicht eindeutig drüber“ heißt nicht „eindeutig nicht drüber“).

    Zu deinem CL-Vergleich wurde weiter oben schon was gesagt. Bist ja nicht der erste, der auf die Idee gekommen ist.

  49. So langsam nervt mich dieses Bayerngegner schlecht machen immer mehr. Entweder heisst es, dass der Gegner schwach/müde war, Angst hatte oder es wird die eine Torchance des Gegners rausgesucht und dann nach dem Motto argumentiert „Was wäre, wenn sie da getroffen hätten“ oder „Irgendwann vor nem Tor für Bayern gab es eine Situation die man rein theoretisch hätte abpfeifen können“

    Die Mannschaft hat gut gespielt und verdient gewonnen. Punkt. Und das am Sonntag. Punkt.
    So langsam scheint die Mannschaft wirklich in Fahrt zu kommen, denn auch gegen Basel und Freiburg war IMHO größtenteils nur die Chanchenverwertung und das damit verbundene Ergebnis schlecht.

    @Alexander44
    Herzlichen Glückwunsch, dass du eine internationale FCB-Saison gefunden hast, die noch schlechter war als die aktuelle BVB-Europasaison. War sicher ein wenig wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen 😉 Jetzt vergleich aber dann auch mal die Reaktionen in München damals mit den Reaktionen heute in Dortmund – da wirst du dann doch noch einen Unterschied finden.

  50. @TRG76: Bayern hat gegen Schalke nicht nur gut gespielt, sondern sogar richtig gut, allen „Der Schiri drückt mal ein Auge zu“ zum Trotze. Am Sieg der Bayern gibt es überhaupt nichts zu deuteln. Allerdings daran, dass ich euch ein paar Punkte zuviel habe zukommen lassen. Denn …
    …die von mir aufgeführte CL-Saison 2002/2003 stimmt so nicht:
    1. Spiel Vorrunde Bayern München – La Coruna 2-3
    2. Spiel Vorrunde RC Lens – Bayern München 1-2
    3. Spiel Vorrunde Bayern München – AC Mailand 1-2
    4. Spiel Vorrunde AC Mailand – Bayern München 2-1
    5. Spiel Vorrunde La Coruna – Bayern München 2-1
    6. Spiel Vorrunde Bayern München – RC Lens 3-3

    Es hätte richtig heißen müssen:
    2. Spiel Vorrunde RC Lens – Bayern München 1-1

    Sorry.
    Aber wieso ich die Reaktionen damals aus München mit denen aus Dortmund vergleichen soll, leuchtet mir nicht ein. Wir stecken das Ausscheiden aus der CL mit einem Lächeln weg so wir wie mit einem Lächeln gerne einen wegstecken. Oder so ähnlich.

    Und Zustimmung zu Poborsky. Und am besten noch einen Schritt weitergehen (wie so oft von mir gefordert):
    In der CL spielen ganz wie früher nur die Champions und nicht irgendwelche Vereine, die es gerade noch irgendwie auf den zweiten oder dritten Platz geschafft haben. Aber da haben halt alle nur die Dollar/Eurozeichen in den Augen.

  51. @Alexander44
    Passt schon, die Punktzahl hattest du ja trotzdem richtig genannt…

    Bayern schied 2002/03 in der Vorrunde aus, dafür haben sie 2001 gewonnen, das ist halt statistisch gesehen die Abweichung vom Mittelwert. Im Durchschnitt kommen die Bayern immer ins Achtelfinale. Oder so.

    Dortmund hat noch gar nicht bewiesen (Sieg in den 90ern, klar, aber dazwischen hat sich zu viel getan), dass das frühe Ausscheiden ein Ausrutscher oder der Normalfall war.

  52. @Alexander 44 :
    Ich hab vor allem noch das Lächeln bzw.das breite Grinsen von Watzke vor Augen bei der Auslosung.

    Tatsache ist doch,das Dortmund sich ,in einer der leichtesten CL-Gruppen aller Zeiten,richtig was ausgerechnet hatte.
    Und trotzdem hat es nicht gereicht.

    Sich jetzt hinzustellen nach dem Motto: „Och Menno,eigentlich ist Achtelfinale ja eh überbewertet“ ,hat für mich was total Kindisches.

  53. Nee, Antikas, kindisch ist es, wegen des CL-Aus der Borussen dauernd darauf herumzureiten. Der BVB ist raus aus der CL und gut ist. Davon geht die Welt nicht unter. Da gibt es viel wichtigere Baustellen und die haben mit Sport überhaupt nichts zu tun.
    Zurück zum Sport: Ich habe alle Spiele des BVB in der CL gesehen und kann den Jungs nicht absprechen, alles gegeben zu haben. Das ist für MICH das Wichtigste. Da war halt auch Pech dabei (nennt es Unvermögen). Und im letzten Spiel haben die auch hop oder top gespielt. Doch sobald klar war, dass Arsenal sich auswärts gehen lässt, war klar, dass es eh nur noch um Platz 3 ging. In dem Moment ist die Truppe mental wahrscheinlich eingebrochen. Aber ich konnte ihr das in dem Moment nicht verdenken.
    Versuchen wir halt, Deutscher Meister zu werden und den DFB-Pokal zu holen. Was noch schwer genug werden wird.

  54. @alexander44:
    Du reitest auf einer 9 Jahre alten CL-Saison herum. 🙂

    Also für mich hatte das Interview im Kicker einfach was vom dicken Kind das auf dem Schulhof steht und sagt:“Ich hab eh keinen Bock mit den blöden Anderen zu spielen.“

  55. Oder eher von Stefan Hentschel, Gott hab ihn selig: „Lass ma weitergehen, keinen Bock mehr mit den Axxxxlöchern hier rumzureden.“ 🙂

  56. Hier wird wirklich zuviel über den BVB orakelt, finde ich!

    Waren am Sonntag mit dem Fanclub in München…6Uhr morgens los geeiert, fast keiner hat an eine Reaktion der Mannschaft geglaubt, geschweige denn an einen Sieg(…wenn die sich schon in der CL nicht mehr den Hintern aufreißen können, wann dann?!?), positiv überrascht worden! Einsatzfreude, Laufbereitschaft und Zweikampfstärke gezeigt- DANKE, Ihr Roten!!!
    Das wir keine eingeübten Spielzüge, Laufwege, Standarts(Ecken!!!) gesehen haben, kann unter Osram nicht überraschen und wird sich auch nicht mehr ändern, aber durch die o. g. Attribute und unser Spielermaterial(NEIN, ich sage ganz gewiss nicht „individuelle Klasse!“-würg!) kann man das kompensieren- wie zu sehen war.
    Über die unmöglichen Wechseleien unseres Trainers Hasenfuß wurde ja schon alles gesagt, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

    Meine Frage ist: glaubt hier im Forum jemand, daß dieser „Bruch“ in der Spielweise durch DonJupp verursacht wurde??? Oder hat sich die Mannschaft wie einst unter Auge in der Kellerbar getroffen und sich die Meinung gegeigt?

    Ganz ehrlich: ersteres kann ich nicht glauben. Ich halte den Trainer nach wie vor für ungeeignet, den FCB zu trainieren- siehe Auswechlungen und fehlende taktische Finesse und die Sülze in den Interviews. Soll spätestens nach der Saison in Rente gehen und Obstbäume züchten- jeder kann was!

    Leberkusen 5:0 weghauen, das wär was…*träum*

  57. Ich les hier zuviel Potti-Kram, deswegen ganz sachte noch was zum Titel: in der französischen Presse wird Bilal nach guten Bayernspielen tatsächlich eher als „Kaiser Franck“ bezeichnet – war mal eine Headline von der Epuipe (…und/oder eine swoosh-Werbung? hmm).
    Wenn man in den französischen Blogs/Portalen in den Kommentaren so mitliest, spürt man eine gewisse Überheblichkeit bei vielen Beteiligten, man unterstellt ihm eher beschränkte intellektuelle Fähigkeiten.
    Sein rauher Vokabulareinsatz und sein Slanggelaber – also Argot und die ‚Räubersprache‘ Verlan – *vor* der Kamera mögen dazu beitragen, dass viele Franzosen ihn als ungehobelten ‚Banlieuzard‘ rezipieren (wart ihr schon mal in den Hoods rund um Paris? so Einer von da halt).
    Hier ist vorhin Rousseau angeführt worden – auf dem Teller der Schönheit von Spracheinsatz ist Franck im Vergleich zu dem bei guten 180°.

    Extrem ist immer noch die Ablehnung seiner Person als Mitinitiator der „honte de Krysna“, der Streik in Südafrika wird schlicht als Verrat an der Grande Nation herself angesehen.
    Das wird an ihm länger hängen bleiben. Mit einem geschätzten Fünftel der Nation hat er es sich bestimmt endgültig versch***en, durch den Stunt.

    Man nimmt ihm auch ein bisschen krumm, dass er ‚en bleu‘ kaum was gerissen hat und in München ein Riesenspiel nach dem anderen ‚raushaut.

    Aber am Ende sind alle sich einig: der beste Kicker des Hexagons. Und ich würd‘ mich freuen, wenn er dem Wiese bei meinem morgigen Schizo-Spiel einen unter die Latte zimmerte. Nur, um sich auswärts an das Gefühl zu gewöhnen…

  58. @ Platoche:

    Sehr schön, danke! Kann ja wohl nicht wahr sein, dass man sich hier mit Geplapper über den Pseudo-Arbeiterverein aus dem Pott aufhält. Die müssen erst noch „erwachsen“ werden und sich an die Ansprüche gewöhnen, die an einen Deutschen Meister gestellt werden. Aber vielleicht wollen sie ja Mode-Spaßclub à la St. Pauli bleiben, auch recht.

    In der Tat eine reizvolle Vorstellung, wenn Ribery heute Abend ein paar grün-weiße Verteidiger schwindelig spielt, um den Bremer Fans schon mal zu verdeutlichen, was auf sie zukommt. In diesem Stadion hat er ja schon mal sehr brav vorgespielt, davon haben sie heute noch Albträume.

    Seine Rolle bei der WM war in der Tat alles andere als rühmlich, wie auch das ganze Theater um das blonde Busenwunder. Ein Einstein ist er sicher nicht, dafür ein Kindskopf, der mit auch mit dem Enthusiasmus eines Kindes genial kicken kann, wenn er in Lust dazu hat.

    Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn sie ihn auf dem Höhepunkt des Ribery-Hypes für einen Haufen Geld verkauft hätten, das sie nach seinen Eskapaden nie wieder bekommen werden. Seine charakterlichen Defizite machen ihn auch in der Leistung labil. Wenn er aber in Laune ist, hat er überragende Fähigkeiten und reißt sich auch vorbildlich den Arsch für das Team auf. Und er scheint genau zu wissen, was er am FCB hat und dass er es kaum besser treffen könnte. Bei Robben bin ich mir in diesem Punkt nicht so sicher.

  59. @kunstwadl
    „Sehr schön, danke! Kann ja wohl nicht wahr sein, dass man sich hier mit Geplapper über den Pseudo-Arbeiterverein aus dem Pott aufhält. Die müssen erst noch “erwachsen” werden und sich an die Ansprüche gewöhnen, die an einen Deutschen Meister gestellt werden. Aber vielleicht wollen sie ja Mode-Spaßclub à la St. Pauli bleiben, auch recht.“

    …ziemlich sinnfrei.

    Leider zeigen die „Kinder“ aus dem Pott unseren „Stars“ seit fast 2 Jahren ganz schön, wo´s langgeht. Bis Kloppos Arbeit international Früchte trägt, ist nur eine Frage der Zeit.

  60. @all: Muss ich mir hier wieder mehr Kommentare durchlesen? Früher war aber mehr Respekt für Andersdenkende. Bitte daran denken.

    BTW: Dies ist mein Blog. Zufällig ein Bayern-Blog. Wenn man hier aber auch über Bayern-Gegner diskutieren will, noch dazu mit Insidern, dann ist das hier willkommen. Ich persönlich will gar nicht, dass wir hier nur in unserer eigenen Suppe kochen… 😉

  61. @ Sawyer:

    Die Entwicklung von Dortmund ist anerkennenswert und ich bin als Bayernfan auch froh, dass es wieder einen echten Zweikampf gibt, alles andere wäre langweilig. Wenn ich allerdings hier lese, dass sie das Ausscheiden aus der CL en passant „mit einem Lächeln wegstecken“, zeugt das nur davon, dass sie eben noch das Anspruchsniveau eines Frischlings haben. Wenn sie dereinst 22 mal Deutscher Meister geworden sein sollten, denken sie vielleicht anders darüber. Falls es jemals soweit kommen sollte.

    Dortmund wird zurzeit in den Medien gehypt wie ein Wunderteam aus einer fernen Galaxis. Sie sind „Fashion“. Dass sie von diesem Wunderteam noch Lichtjahre entfernt sind, haben sie mit ihrem blamablen internationalen Auftreten im letzten Jahr und in dieser Saison eindrucksvoll bewiesen.

    Sie müssen erst noch zeigen, dass sie mit dem Erfolg und dem daraus resulierenden Druck umgehen können. Sonst werden sie in der Tat als Spaßverein enden, in dem die Fans zwar sich selber feiern, wo aber Fußball (zu dem auch Erfolge gehören) zur Nebensache wird.

    Der nächste Schritt wird sein, dass sie sich dazu bekennen müssen, Ansprüche zu stellen und mit diesem lächerlichen Understatement Schluss machen. Sie heben ihr Gehaltsniveau beträchtlich und stoßen bei Transfers (Reuss) in Dimensionen vor, die nichts mit einem Underdog gemein haben. Seit Niebaum & Meier und ihrer Geldvernichtungsmaschinerie (BVB-Aktien!) ist der „Arbeiterverein“ endgültig Vergangenheit. Sie mussten aus der Not eine Tugend machen, ihre Politik, junge Spieler aufzubauen, resultierte nur daraus. Aus diesen jungen Spielern werden irgendwann „Stars“, das Gefüge in der Mannschaft verändert sich. Dann müssen sie zeigen, ob sie’s drauf haben, Bayern auf Dauer Paroli zu bieten. Dies sind aber nicht unsere Sorgen…

  62. @Kunstwadl:
    Was, bitte schön, soll denn ein „Arbeiterverein“ sein? Ein Verein, mit Spielern, die nicht nur spielen, sondern auf dem Platz auch arbeiten bzw. kämpfen? Das verlangt doch wohl jeder Fan von den Spielern seines Vereins. Oder geht es um Vereine, deren Fans zu großen Teilen aus Arbeitern bestehen? Was eine blöde Definition wäre. Arbeiten die Bayern-Fans nicht? Haben die alle rechtzeitig Apple-Aktien gekauft und spielen sich den ganzen Tag an den Eiern? Oder geht es hier um die Bezahlung, sprich Spieler in „Arbeitervereinen“ verdienen „rein aus Tradition“ weniger als Spieler in „Nichtarbeitervereinen“?

  63. @kunstwadl

    Ich bin in mancher Hinsicht vollkommen bei dir!
    Ich finde nur, dass man einer Bubi-Truppe, die der BVB nunmal hat, keinen großen Vorwurf zu den erfolglosen Auftritten auf internationalem Parkett machen darf. Ich bin wie gesagt davon überzeugt, dass das im nächsten Jahr anders aussehen wird.
    Wenn Dortmund so weiterarbeitet wie in den letzten zwei Jahren, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich über diesen Zweikampf freuen soll. Das ist andere Konkurrenz als die verschuldete Star- und Söldnertruppe zwischen ´95-´02.

  64. „Bubitruppe“? Du glaubst auch jeder Propaganda, oder? Das ist fast so gut wie die „Knappen“ oder der Arbeiterverein BVB.

    Aber klar, „junge Mannschaft“, „geiler Verein“, „größte Stehplatztribüne diesseits der Milchstraße“, „Auferstanden aus Ruinen“, „GEILE Stimmung“, „11 Freunde“, „Kultkloppo“, „Zeiglers wunderbare Welt…gähn“, „Schöner Fußball“, „fluide Systeme“, „extremes Pressing“, „schnelles Umschalten“.

    Wir sprechen uns in drei Jahren wieder.

  65. @ Alexander 44: Ein „Arbeiterverein“ ist das Gegenteil von einem neureichen „Schickimicki-Verein“ wie dem FC Bayern. Zumindest ist dies das Selbstverständnis von vielen Fans dieser sog. „Arbeitervereine“. Vielleicht hilft dir dies zur Orientierung weiter.

    @Sawyer: Klar hat Dortmund heute insgesamt eine andere Qualität als die von dir angesprochene „Söldnertruppe“ aus den Neunzigern. Die heutigen Verantwortlichen sind keine finanzpolitischen Irrlichter wie Niebaum & Meier, die meinten, einen noch größeren Etat als der FCB basteln zu müssen, um mit diesem konkurrieren zu können. Ohne auch nur den Hauch eines Fundamentes dafür zu haben. Damit haben sie Club beinahe zugrunde gerichtet.

    Was Bayern angeht: Sie müssen sich Gedanken machen, was Dortmund heute in manchen Punkten besser macht und die Konsequenzen ziehen. Dortmund aber wird noch deutlich spüren, wie schwer es ist oben zu bleiben, wenn der Erwartungsdruck steigt.

  66. Ich finde tansfermarkt-de angesichts der Eigentümer nicht besonders geeignet als Quelle. Trotzdem: die Bubitruppe liegt da mit 24,9Jahren mal so gut im Mittelmaß. Bezieht sich auf den ganzen Kader, habe auf die Schnelle nix für eine konkrete Aufstellung gefunden und keine Lust nachzurechnen.

    Könnte sein, dass bei uns der Butt den Durchschnitt erheblich steigert.

    Jünger sind im Übrigen:
    Bayer
    Werder
    HSV
    MGB
    14,99
    Hertha
    Glubb
    DIE REGION
    Freiburg

  67. Ich kann’s nicht lassen! Aber: Pah!

    Die Startelf der „jungen Mannschaft“ am Sonntag war im Schnitt 9.298 Tage alt, wenn ich micht nicht vertippt habe. Unsere war 9.216 Tage alt.

    Könnte das bitte mal jemand weitererzählen!

    PS: Alaba und Weidenfeller sei Dank, aber gerechnet ist gerechnet.

  68. @ joshtree

    Was hat das mit Propaganda zu tun? Auch wir FCB-Fans dürfen mal vom Olymp herabsteigen und Leistungen anderer anerkennen, ohne im gleichen Atemzug negative Dinge (die häufig nichtmal stimmen) in den Vordergrund zu stellen. Diese Argementation ist vielleicht Teil unserer Neid-Gesellschaft, mir liegt das aber fern.
    Die Punkte, die du oben aufführst, sind nunmal wahr. Wenn du deren Fans usw ansprichst, da können wir noch 30 Jahre warten, die werden IMMER besseren Support abliefern als unsere. Und das hat nichts mit der Trennung in Süd- und Nordkurve zu tun. Anderes Thema….
    Was die sportlichen Dinge betrifft, hoffe ich genau wie du, dass sie bald wieder Vergangenheit sind. Aber ich glaube es nicht.

  69. @ kunstwadl

    100% Zustimmung!
    Wir müssen uns Gedanken machen, wie es dazu kommen konnte. Ich hoffe wir finden schnell Lösungen!

  70. Propaganda? Weil es nicht sitmmt, weil es ein bestimmtes Image herstellen soll, das mit der Realität nichts zu tun hat. Meine Güte, die tun als wären sie nen Amateurverein, der aus Versehen in die Bundesliga gehievt wurde.

    Und: ich anerkenne (schweren Herzens), dass die Meisterschaft 2011 mehr als verdient war, dass die uns drei Mal in Folge besiegt haben (teilweise echt übel) dass die das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht haben. Welche negativen Dinge habe ich in den Vordergrund gestellt, die nicht stimmen?

  71. Meiner Meinung nach haben sie das Image einer frischen, spielfreudigen Truppe, in der selbst geistig grenzwertig entwickelte (Großkreutz) mit hochintelligenten Spielern (z.B. Mats) einen verschworenen Haufen bilden, übrigens auch abseits des Platzes. Die Verantwortlichen wollen mit Understatement doch nur den Druck von der Mannschaft nehmen, was doch in Ordnung ist. Ich weiß nicht, was daran fern der Realität sein soll?!
    Die negativen Dinge, die viele unserer Fans in Vordergrund stellen, sind nicht speziell auf dich bezogen. Ich will nur sagen, dass wir damit aufhören sollten, auf die schlechte CL-Saison hinzuweisen. Denn wie gesagt, dass juckt in Dortmund keinen. Wenn sie nächstes Jahr wieder Letzter werden, sieht das anders aus.

  72. Was das Image angeht, hat es Dortmund geschafft, sich zu den Lieblingen von „11 Freunde“, Zeigler & Co. aufzuschwingen, die den Fußball mit ihrem popkulturellen Zuckerguss zuschmieren. Retro-Trainingsjacke und Nerd-Brille dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Dazu gesellt sich noch „Sport 1“ mit seinem Boulevard-Geschrei. Beispiele für das Blabla, das dabei herauskommt, hat Joshtree oben genannt. Man kann’s echt nicht mehr hören.

    Witzig fand ich ja, dass alle „hurra“ geschrien haben, als sie Reuss für einen Schrank voll Geld gekauft haben. Bei Bayern hätten alle Zeter und Mordio geschrien, das Gespenst des Fußball-Kapitalismus beschworen und vom Ausverkauf von Gladbach schwadroniert. Dortmund dagegen, scheint so den deutschen Fußball gerettet zu haben. Mal sehen, wie lange sie dieses Image noch pflegen können.

    Um mal wieder den Schwenk zum FCB zu kriegen: Was mich ärgert ist, dass Spieler wie Mats Hummels und Sven Bender, der 1 km von der Säbener Str. entfernt gekickt hat, in Schwarzgelb spielen. Das sind die Punkte, wo sich Bayern endlich mal ernsthaft hinterfragen muss.

  73. „Um mal wieder den Schwenk zum FCB zu kriegen: Was mich ärgert ist, dass Spieler wie Mats Hummels und Sven Bender, der 1 km von der Säbener Str. entfernt gekickt hat, in Schwarzgelb spielen. Das sind die Punkte, wo sich Bayern endlich mal ernsthaft hinterfragen muss.“

    DAS ist der Punkt (speziell bei Mats) der mich zur Weißglut treibt. Hermann Gerland hat ja bereits gesagt, dass das ein großer Fehler war. Ich hoffe, dass wir ihn irgendwann wiedersehen werden.

  74. Holger ist besser als Hummels, Jerome nicht viel schlechter. Okay, für den mussten wir was bezahlen, insofern ist es ein bisschen ärgerlich.

    Dass Hummels ging, lag meiner Erinnerung nach am Bäcker, nicht am Uli. Grummel…

  75. Vielleicht ist manchen Jungs vom BVB das ganz große Geld nicht so wichtig wie Teamgeist auf und Freundschaft abseits vom Platz. Einige der Spieler wohnen ja sogar im selben Haus. Ich finde das durchaus sympathisch.

  76. @Alexander44: och, ist das schön. Im Jugendinternat? Und Kloppo macht den Putzplan? Süß!

    Jetzt erzähl mir noch, warum der BVB im Halbjahr 34Mill. Euro Personalkosten hat, wenn die alle nix verdienen wollen.

  77. Im letzten Interview hat Hummels nochmal deutlich gemacht, dass Klinsmann in so gut wie nicht kannte und ihn deswegen hat ziehen lassen.

    @Alexander
    Die Betonung liegt auf VIELLEICHT und MANCHEN. 😉

  78. Ich kämpfe gerade mit den Tränen… BVB-Profis haben alle ein wild pochendes schwarz-gelbes Herz, sitzen mit Herbergsvater Klopp und der Wandergitarre nachts am Lagerfeuer und singen das BVB-Vereinslied! Schluchz! Das es so etwas noch gibt….

    Wer macht eigentlich die PR bei Dortmund? Der Mann ist ein Genie. Sofort aus dem Vertrag rauskaufen, Uli (alt bewährt)!

  79. @Sawyer: Ist er nicht?
    Ich bin so stolz auf mich, dass ich selbst in dem Gurkenjahr nach der WM 2010 immer gesagt habe, dass der Badstuber ein Guter ist. Durfte ich mir einiges für anhören. Ob er jetzt besser ist als Hummels, keine Ahnung. Aber mich nervt, dass immer so getan wird, als ob der Mats das absolute Idealbild des IV sei und der Holger nichts könne. Der spielt dieses Jahr eine überragende Saison – national wie international – und kristallisiert sich immer mehr als Korsettstange im Abwehrbereich heraus . Und ganz blöd wird der Jogi ja auch nicht sein.

    Unabhängig ist es einfach so – und auch vollkommen normal – dass der „jugendliche Herausforderer“ BVB in den Medien gehypt wird. Und dass die das nutzen und forcieren, ist auch normal. Wir sind halt der Dino und müssen den Angriff abwehren.
    Korrekt ist aber, dass in der Öffentlichkeit die Hölle los gewesen wäre, wenn Reus zu uns gekommen wäre. „Typisch Bayern, kaufen alle Vereine kaputt und bla bla bla.“ Bei Borussia: „supi, Kampfansage, der Junge bleibt im Pott bla bla bla.“

    Und trotzdem: dass Hummels nicht bei uns spielt, tut mir schon weh. Der Tiger war ja bei Uli und hat gesagt: nicht verkaufen, aber naja…

  80. Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde Badstuber gut! Aber Hummels ist in meinen Augen ein ganzes Stück weiter. Das hat nichts mit Hype zu tun. Mir hat Hummels von Anfang an gefallen, da hat er vor 3-4 Jahren noch auf der 6 bei Dortmund gespielt. Schade, dass unser Revoluzzer Flipper ihn nicht haben wollte.

  81. (#116238) kunstwadl sagte am 29. Februar 2012 um 14:36 :
    Ich kämpfe gerade mit den Tränen…

    – Adresse her! Ich schick dir Taschentücher!

    BVB-Profis haben alle ein wild pochendes schwarz-gelbes Herz,

    – Manche werden hier sogar mit einer schwarz-gelben Nabelschnur geboren und wollen dann unbedingt zurück zum Verein.

    … sitzen mit Herbergsvater Klopp und der Wandergitarre nachts am Lagerfeuer und singen das BVB-Vereinslied! Schluchz! Das es so etwas noch gibt….

    – Wahnsinn, oder?

    Wer macht eigentlich die PR bei Dortmund?

    – Na ich. Zumindest in diesem Forum:
    „Willst du auch mal wieder Deutscher Meister sein? Komm zu uns, kunstwadl! Sei kein Frosch! Gib dir einen Ruck!“
    (Zu Risiken und Nebenwirkungen, Fan des BVB zu sein, fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker)

    Der Mann ist ein Genie.

    – Danke.

  82. (#116242) Sawyer sagte am 29. Februar 2012 um 14:58 :
    Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde Badstuber gut!

    Ich find Badstuber auch gut. Und Schweinsteiger ebenfalls. Wenn ihr die mal nicht mehr brauchen solltet …

  83. @ Alexander44 (c/o BVB-Geschäftsstelle):

    “Willst du auch mal wieder Deutscher Meister sein? Komm zu uns…“ Mei, oh mei, Herr PR-Generaldirektor…. Wer so oft Scampi aus Meisterschalen essen durfte, kann problemlos auch mal mit nem Leberwurstbrot vorlieb nehmen. Dann macht das Feiern im Jahr drauf erst wieder richtig Spaß.
    In Dortmund ist das natürlich, im wahrsten Sinne, vollkommen wurscht. Da gibt’s auch bei Meisterfeiern nur Currywurst und Pilsken, denn bei der schwarz-gelben Bodenständigkeit (z. B. eines Lucas Barrios) wäre alles andere nur Münchner Dekadenz…

  84. Oder um es mit der Mutter als Fußball-Moderatoren (FvTuT) zu sagen: „Glück auf, Dortmund“

  85. @Sawyer:
    Ich hatte in einem anderen Forum ne wilde Diskussion mit einigen Fans,die auch nach dem EL-Aus des BVB der Meinung waren,das das alles ja nur der mangelnden Erfahrung geschuldet sei,und ich schon sehen könne wie der BVB nächtes Jahr die CL rockt.

    Das Ende ist bekannt.

  86. @Alexander44: Die beiden (Bads und Schweini) würden dann aber doch euer Gehaltsgefüge ordentlich durcheinander bringen ;-).
    Ob Bads jetzt besser ist als Hummels, warum drüber streiten. Ist ein Punkt wo Meinungen auseinder gehen. Ich bin auf der Badstuberseite, weil er kaum Fehler macht, der einzige ist, der hinten mal den Muind aufmacht und Leute wachrüttelt. Zudem gefällt mir seine Fähigkeit der Spieleröffnung. Sollte das jemand anders sehen, ist das sein gutes Recht, wird mich aber nicht von meiner Meinung abbringen.
    Dem BVB alles Gute und viel Erfolg, aber letzten Endes interessiert mich der FCB doch ETWAS mehr 😉 und so gerne ich mich auch in diesen Streit um „bad club und good club“ einbringen würde, auch dort wird sich nix ändern. Die Bösen bleiben eh wir (siehe Reaktion auf Reuss-Transfer), muss man dann auch mal irgendwie stolz drauf sein! 😉
    Spiel heute abend ist eventuell eine nette Ablenkung, doch ab Donnerstag gilt meine volle Konzentration und Hoffnung dem Monat März, auf dass er uns am Ende in allen Wettbewerben noch chancenreich sieht. Dann wird’s ein schöner Frühling.
    In diesem Sinne auf schöne Wochen allen rotbeherzten hier.

  87. was ich komisch finde, dass die konzeptionelle kritik an der sportlichen leitung / vision nach einem spiel wieder wie weggeblasen ist. natürlich stimmen siege milde. aber mit wieviel kohle dieser bayrische erfolg gekauft ist, weiss man nicht. gefühlt hat bayern einen doppelt so hohen spieleretat wie der bvb. trotzdem zeigen sie uns sportlich immer wieder die grenzen auf. das macht mir sorgen. mir kommt es so vor, dass mit jeder minute altbayrischer führung der rückstand grösser wird. kahn, sammer, sonstwer. wir brauchen frische köpfe…

  88. @chicken schrieb @Alexander44: Die beiden (Bads und Schweini) würden dann aber doch euer Gehaltsgefüge ordentlich durcheinander bringen.

    Nee, die müssten natürlich mindestens auf die Hälfte ihrer Gage verzichten. Sollen doch froh sein, bei uns mitspielen zu dürfen.
    Ansonsten können die FCBler wirklich stolz sein, die Bösen zu sein. Ist doch wie im Kino: Die Bösen sind viel interessanter als die Guten … 😉

  89. @Stratege: Interessante Frage mit dem Etat, hatte jetzt nur die Muße zu einer kurzen Recherche. Dortmund im Geschäftsjahr 10/11 wohl mit 60 Mio. € Spieleretat, Bayern mit 156,3 Mio. €. Also eher das 2,5fache.

    Die Gründe sind da aber natürlich vielfältig und die reinen Spielerausgaben sagen auch wenig aus, trotzdem ganz interessant. Während sich bei Bayern der Wert allerdings kaum verändert haben dürfte, vermute ich mal dass der Wert bei Dortmund in 11/12 nach oben geht (auch wenn die Prämienzahlungen in der CL nicht höher waren als in der EL letzte Saison, um mal den Bogen zurück zu einem anderen beliebten Thema zu schlagen 😉 ).

  90. Was ganz anderes:

    Drobny?

    Da kann man nur hoffen, dass Neuer nichts passiert.

    Petersen nach Hamburg verleihen finde ich aber endlich mal sinnvoll. Zumindest so lange, bis ein Coach kommt, der auch mutig genug ist, ihn einzuwechseln…

    Zu gestern:
    Toll, das Ribéry UND Badstuber angeschlagen sind. Schürrle kann vermutlich spielen und Schalke kann man als Konkurrent abhaken.

    Da ist doch in der ganzen Quali nicht soviel passiert als in diesem dusseligen Freunschaftskicks…

  91. @Bimberbube: der BVB hatte zum Halbjahr bereits EUR34Mill. Personalkosten. Das dürfte fürs Gesamtjahr dann auf was bei EUR70Mill. rauslaufen. Plus eventuelle siegesprämien.

  92. Ende

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