Stuttgart, nicht Chelsea oder Mein Fußballerlebnis des Jahres

Ich wurde nett gefragt. Und deshalb habe ich mir Gedanken gemacht. Was wohl mein „Fußballerlebnis des Jahres“ war. In 2012.

Lange habe ich mit mir gerungen, ob es jetzt wirklich der 8329.Bericht zum Thema Finale und Chelsea FC sein muss.

Nein, muss es nicht.

Denn wenn man nur lange genug über etwas nachdenkt, kommt man durchaus auf einige alternative Themen. Auf Themen, die mich immer noch und ganz aktuell beschäftigen: Den FC Bayern, seine Fans und die Probleme, die beide miteinander haben.

Es war April. Ende April. Der FC Bayern hatte wenige Tage zuvor in Madrid das lang ersehnte Ziel erreicht. In einem Europapokalfinale zu stehen. Im eigenen Stadion. „Finale dahoam“.

Die Stimmung war – euphorisiert. Wobei dieser Begriff leicht untertrieben ist.

All das konnte ich nicht wissen, als ich mich (erfolgreich) um Karten für eben dieses Spiel bemüht habe. Gleichwohl passte es aber perfekt. Das Wetter, die Atmosphäre in der Stadt – umwerfend.

Das Spiel lief ebenfalls gut. Wir gewannen mit 2:0, die Tore erzielten die Sportskameraden Müller und Gomez. Zu meinem Fußballerlebnis des Jahres (jaja, wenn wir das Finale mal außen vor lassen, aber das ist ohnehin bei den All-Time-Top-3 gesetzt) wurde es in der 12.Minute des Spiels.

Warum?

Diese 12.Minute änderte meine Wahrnehmung. In Bezug auf so einige Dinge. Am Ende dieser Wahrnehmungskette war ich ein anderer Fan des FC Bayern. Noch wacher, noch differenzierter, noch mehr auf der Seite der aktiven Fans. Nicht weniger auf der Seite des Vereins, des Vorstands, aber mit einem weitaus größeren Meinungsspektrum.

Es gab – einmal mehr – einen Protest. Der Südkurve, der Ultras, des harten Kerns. Einige Leser dieser Zeilen mögen ob dieser Erwähnung nur gelangweilt zucken, aber schon damals wusste ich um einige der Probleme, die schon damals einer Lösung bedurften. Über Mittel und Wege kann man immer diskutieren, aber Probleme sind und waren vorhanden. Deshalb will ich nicht konkret auf das Problem an diesem 28.04.2012 eingehen, sondern auf die Abläufe und was die mit mir machten.

Ich saß auf der Haupttribüne, rechte Seite, mit direktem Blick auf die Südkurve und die aktiven Blöcke in der Mitte. 11:50 Minuten war es ruhig. Stummer Widerstand. Man hörte, wenn überhaupt nur die schwäbischen Gästefans, die ihr akustisches Glück kaum fassen konnten.

Dann sah ich den Capo auf sein Podest steigen. Sich in Position bringen. Wenn ich mich recht entsinne, gab es einen (lautstarken) Countdown.

Zehn – Neun – Acht – Sieben – Sechs – Fünf – Vier – Drei! – Zwei!! – Eins!!!

Und dann der Orkan. Ein Orkan eines Gesangs, wie wir Bayern-Fans ihn – außerhalb des Stadions – schon den ganzen Tag gesungen hatten (remember Real).

Eeeeeuroooopaaaaaaapooookaaaaaal, Euuuuuuurooooooopaaaaapoooookaaaaal, Euuuuuroooooopaaaaaaapoooookaaaaaaaaal!

Leute, man kann über die Bayern-Fans, die Arenabesucher und die Stimmung in unserem Stadion sagen was man will und viele tun dies ja auch (also zumeist die, die dieses Stadion exakt einmal in der Saison wahrnehmen (wenn ihr Verein dort spielt)). Aber die Power, die dieser Stimmungsauftakt nach 12:00 Minuten Spielzeit erzeugt hat, habe ich so in der Form in einem Heimspiel persönlich und vor Ort noch nie zuvor empfunden. Es mag an der Euphorie nach dem Championsleague-Erfolg gelegen haben, aber in diesem Moment war ich – ich kann das ganz offen zugeben – den Tränen nahe. Nicht so sehr wie nach dem Müllerschen 1:0 kurz vor Abpfiff des Finales, aber doch so sehr, dass ich mich auch heute noch genau daran erinnere, während ich bewegt diese Zeilen schreibe.

Weshalb diese Emotion bei mir?

Weil hier überdeutlich gezeigt wurde, was bei uns und mit uns möglich wäre. Wenn es eine geeinte Fankurve gäbe. Wenn der Verein den aktiven Fans hier jede mögliche Hilfe zugestehen würde. Wenn wir alle unsere Stimmungs-Träume verwirklichen könnten. Und nicht neidvoll in andere Stadien blicken müssten. Selbst wenn da viel Image dabei ist, wie ich aus langjähriger, persönlicher Erfahrung weiß.

Wir brauchen diese Stimmung. Bei aller Kritik, die man am Ultra-Singsang äußern kann, aber ich habe – schon wieder ein Geständnis – die Zeiten des 90-minütigen-Dauersupports hinter mir. Ich kann (und will) das nicht mehr. Das Finale war hier eine Ausnahme und das habe ich auch (gar körperlich) zu spüren bekommen. Wer schreit, wer feuert an, wenn es nicht unsere „aktiven“ Fans tun? Wir, die 40something-Familienväter? Nö.

Dieser Moment wird sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt haben. Als ein Ziel, als einer der bewegendsten Momente meines FCB-Fantums.

Dieser Moment ist Motivation und Antrieb zugleich. Dieser Moment ist die Wurzel dafür gewesen, dass ich inzwischen dem Club Nr.12 beigetreten bin, dass ich mich differenzierter mit unseren eigenen Fans und den Strömungen in unserem Verein beschäftige. Noch differenzierter.

Dieser Moment sollte für alle Bayern-Fans ein solcher Moment sein.

Dieser Moment ist deshalb mein Fußballerlebnis des Jahres!

Dieser Text ist zuerst auf dem Fokus-Fussball-Adventskalender erschienen. Heute. Als Türchen Nummer 7.

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72 Gedanken zu “Stuttgart, nicht Chelsea oder Mein Fußballerlebnis des Jahres

  1. Danke für den Beitrag.

    Ich finde das bringt die ganze Situation eigentlich gut auf den Punkt.
    Sicher können auch alle anderen Fans im Stadion Stimmung erzeugen, aber ein Stadion ohne (echte) Kurve, ohne die ganzen bekloppten (und das ist durchweg Positiv gemeint) Fans macht es einfach nur halb soviel Spass.

    An dieser Stelle muss man dann auch mal die Wahrheit sagen und ehrlich und neidvoll in den Pott schauen, wo ich als Bayernfan vor einigen Jahren ein ähnliches Erlebnis hatte.
    Leider weiß ich nicht mehr welches Spiel es genau war, der BVB geht in Führung, Schalke liegt hinten und Bayern ebenso.
    Ich als Bayernfan inkognito auf der Südtribüne mit einigen meiner Freunde, Ihreszeichens BVB-Fans.
    Was bei der Kostellation im Stadion passierte war für mich unglaublich, die ganze Kurve explodiert und wir wissen alle wie es aussieht wenn die Schwachgelben mit ca. 30 000 Leuten die Bühne bis kurz vor den Einsturz bringen.
    Das ist und das muss man leider neidisch zugeben, besser als jedes andere Stadion in der Europa. Mich hat es nachhaltig beeindruckt.
    Das würde ich mir auch für den FCB wünschen, aber dahin ist es noch ein langer Weg.
    Die Pointe war allerdings, das die Zecken schlussendlich verloren haben und die Roten den Dreier holten. Nichts destotrotz herrschte immer noch ne wahnsinnige Stimmung.

  2. Dortmund liegt jetzt auf einmal 1:2 hinten…
    …wir hätten anscheinend grad den Ausgleich kassiert…
    verdammt und ich seh‘ nichts…

  3. Mehr als die Hände anlegen kann Schmelzer auch nicht. Man hat mittlerweile immer Diskussionen bei solchen Aktionen. Da hat Wolfsburg Glück gehabt.

  4. Kein sonderlich gutes Spiel von uns, Führung aber dennoch verdient meiner Meinung nach. Vor allem wenn Augsburg das Spiel schnell macht, sind wir oft überfordert und kommen nicht schnell genug zurück.

  5. Das wird heute wieder nervenaufreibend. Das erwartete K(r)ampfspiel inkl. Platzfehler etc. Alles was es eben an so einem Fast-Winter-Samstag in den Niederungen der Bundesliga so braucht.

    Über den BVB mache ich mir keine Gedanken, die drehen das Ding schon noch. Wenn WIR heute als Sieger vom Platz gehen, ist mir alles egal: unsere Passquote, die Unkonzentriertheiten, die Läppischkeit mancher Akteure und es interessiert mich auch nicht wann genau der letzte lange Pass von Boateng angekommen ist und ob das vlt. sogar noch dieses Jahr war. Alles egal, wenn 3 Punkte unten stehen.

    Ach so: Dieser selbstgerechte WC-Fuss kommt noch nach FvTuT. Der geht aber sowas von überhaupt nicht, dass ich zum ERSTEN MAL auf Stadion Atmo umgestellt habe. So.

  6. Am meisten hat mich der Jubel der gesamten Mannschaft gefreut. Da ist anscheinend wirklich Teamspirit entstanden.

  7. Wolfsburg!!!!

    Tore des Volkswagenkonzerns sind mir eigentlich vollkommen egal. Heute aber gefallen sie mir ausgesprochen gut! 😉

  8. Shaqiri für Ribery? Von letzterem leider in der zweiten Hälfte nichts zu sehen.

  9. Ich schlage vor, dass die Mannschaft nach dem Spiel mal zwei, besser drei Tage frei bekommt. Einige sind ja doch schon sehr schlapp und könnten etwas Erholung sicher gut gebrauchen. Zumal uns zwei Abendspiele ins Haus stehen. Und da waren die Gegner in der letzten Saison ja besonders motiviert, so dass wir sicher etwas frischen Schwung benötigen werden.

  10. Grade mal umgeschaltet. Also blitzsauber diese BVB-Truppe. Blitzsauber. Und der VFL ist ja ein richtiges Mentalitätsmonster! Da kann man sagen: saugeil, überragende 14 Punkte. Yeaahhh. Für wen war das jetzt letzte Woche ein Punktgewinn?

    Und der Pöhler ist so ein Stinker.

  11. stimmt schon, das sind die spiele bei denen wir uns immer schwer getan haben in den letzten Jahren und diesmal scheint das zu klappen. guter spieltag fuer uns.
    und morgen gewinnt 96 gegen Vizekusen..

  12. Ribben meinte:

    „Und der Pöhler ist so ein Stinker.“

    Wieso? Hat er heute was Böses gesagt? Dafür, dass die Truppe von Stark heute so beschissen wurde, war er doch ungewöhnlich ruhig.

  13. Heute waren in der Tat die Zuschauer noch unsympathischer als der BeKLOPPte… Unchlaublich!!

  14. @Alexander44
    Huhuuuu? Wo seid ihr? Noch in derselben Liga? Will Euer Torhüter immer noch um die Meisterschaft mitspielen? Dafür, dass ihr letzte Woche nur äußerst glücklich eine Niederlage vermieden habt, habt ihr ganz schön eure Klappe aufgerissen. Und heute seid ihr, schlimm!!!!, so verpfiffen worden, nachdem ihr ein Abseits-Einsnull erzielt habt, aber das wird dann natürlich ganz schnell unter den Teppich gekehrt. Ist ja auch nicht zu verkraften, wenn den süsssen Marco & Mario mal so ein böses Unglück passiert. Gut, dass es den Schmelzer erwischt hat, einer der überbewertetsten Spieler der Liga, da muss ich Jogi ausnahmsweise mal völlig Recht geben.

    Herzliche Grüße von einer für euch mittlerweile fremden Galaxie

  15. Na, kommt. Das lief heute einfach schlecht für Dortmund. Und nach der ganzen CL-Lobhudelei wird’s halt schwer, sich bei 5° gegen Wolfsburg zu konzentrieren. Uns Bayern ja auch nicht fremd. Nur eben nicht in dieser Saison, in der die nationale Hegemonie unbedingt über die Meisterschaft hergestellt werden muss. Muss. Muss!

    Gomez! Ahh, Gomez! Das Tor auch in der Entstehung mit Ribery einfach großartig. Wird ja Augsburg auch wissen, dass der nach der Einwechslung in die Spitze geht, aber gegen das Tor konnten sie nichts ausrichten.

    Auch sein ganzes Verhalten, seine Interviews – wieso ist der auf einmal so tiefenentspannt und voller Urvertrauen? Bislang war ja anerkannt, dass Gomez erstmal vier, fünf volle Spiele/Tore braucht, um wieder zum notwendigen Selbstvertrauen zu gelangen.

    Hoeneß hat schon Recht: Gomez war gut, aber (noch) nicht sehr gut. So wie er im Augenblick wirkt, hat er das begriffen und arbeitet weiter an sich.

  16. Warum noch über Dortmund reden? Sind die noch in irgendeiner Form wichtig für uns? Und dass sie heute mal mit dem Schiedsrichter evtl. mehr Pech als Glück hatten – so what? Auf der anderen Seite sind sie ein der Mannschaften, deren Gegner am häufigsten den Pfosten getroffen haben. Wir können ja mal die Pfostentreffer gegen ein Unentschieden heuet austauschen. Mal sehen, was die Tabelle dann sagt.

  17. Zum Thema Schiri: Letzte Woche unterlief Schmelzer den vorm leeren Tor zum Kopfball hochsteigenden Müller. Die Bayern-Fans forderten Elfmeter. Allgemeiner Tenor in den deutschen Medien, allen voran auch bei Sky: Niemals Elfmeter. Mag so sein.
    Heute unterlief Schalkes Fuchs den Stuttgarter Gentner, der zum Kopfball hochstieg. Bei Sky: „Klarer Elfer“ !!!!??????
    So ändern sich die Sichtweisen bei verschiedenen Mannschaften und Spielen.
    Und das Nicht-Handspiel von Schmelzer war wirklich schwer zu sehen, sah in real absolut nach Hand aus. Hand aufs Herz, wer hat da vor der ersten Zeitlupe gesehen, dass es kein Hand war.
    Halt ja natürlich, Super-Kloppo hat es aus 50 Metern Entfernung gesehen. Ich würde sowieso Kloppo zum Oberschiedsrichter Deutschlands machen, der sieht von der Seitenlinie aus immer mehr als alle Schiris dieser Welt. Da könnte man sich sogar die Linienrichter sparen, und über Torrichter oder -kameras brauchten wir auch nicht mehr zu diskutieren.
    Ich gönns dir von Herzen Mister Fairplay Jürgen K.

  18. Watzke ist ein Spinner. Der hat bis heute nicht begriffen, warum Lutz Michael Fröhlich den Namen Klopp vor ein paar Wochen ins Spiel brachte.
    Zum Thema Spiel verpfiffen: Die Dortmunder können sich ja mal in Freiburg erkundigen. Denen wurde am 9. Spieltag das Spiel auch komplett verpfiffen.

  19. @koo:
    „Warum noch über Dortmund reden? Sind die noch in irgendeiner Form wichtig für uns?“

    Wenn man sich anschaut, wie omnipräsent sie hier in den Kommentaren sind, kann man die Bedeutung der Schwarzgelben für das aktuelle Tagesgeschehen des FCB nicht abstreiten.

    Die Wertigkeit der Meisterschaft für Mannschaft und Fans hat sich durch die Geschehnisse der letzten beiden Jahre einfach von grundauf verändert. Das freut mich ungemein. Wir hatten, meiner Meinung nach, schon lange einen starken nationalen Konkurrenten nötig, damit der Verein zur Entwicklung gezwungen wird und wir nicht nur nationale Doublebrötchen backen. Fokus und Konkurrenzkampf in der Mannschaft sind so hoch wie lange nicht mehr, toll!

    Außerdem tut es doch ganz gut, mit dem Fernglas mal einen Blick nach hinten zu riskieren 🙂

  20. Habe heute mit Bekannten Sky geschaut und späterhin aufgrund der Spannung das Dortmund-Spiel. Nun es ist selbstverständlich mehr als ärgerlich, was in der ersten Halbzeit passiert ist, das sieht wohl jeder so. Wie dann aber Dortmund von der Bank aus und auf dem Spiel jede Entscheidung des Schiedsrichters angezweifelt hat, bei jeder Gelegenheit reklamiert, gemeckert, abwertend gelacht und in Richtung Schiri abgewunken hat, das habe ich bisher nicht so wahrgenommen. Die vorwöchentlichen Diskussionen sind vor diesem Hintergrund durchaus verständlich. Ich zieh den Hut vor Schiedsrichter Stark, er hätte sich auch noch bei Wolfsbuirg für das Abseitstor entschuldigen können und die Dortmunder hätten sich ebenso für den schmeichelhaften Elfmeter in Halbzeit zwei bedanken können. Das war schon relativ unsympathisch, was von´meinen Freunden und Mitguckern, die den Bayren übrigens nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen, ebenso gesehen wurde.

  21. Dass Stark heute oft daneben lag, ist klar. Dass wir uns darüber auch ordentlich aufregen würden hoffentlich auch, oder? Ist natürlich sehr unglücklich, aber umso besser für uns. Wir hatten auch schon Spiele, wo wir Unglück mit dem Schiri hatten. Durch dieses Spiel wird die Meisterschaft (hoffentlich) nicht entschieden werden.

    Wenn ich aber jetzt im Internet schon Sprüche lese wie „in Holland wäre der jetzt tot“, frage ich mich doch wirklich, ob diese Leute auch nur einen letzten Funken Restverstand haben.

    Zu Gomez: Einfach toll ihm zuzuschauen. Er wirkt wirklich total entspannt, locker, gelöst. Allein sein Torjubel zum 2:0 gegen Frankfurt, als er den Flieger gemacht hat. So wie der dabei aussah, hat er sich wohl wirklich so leicht gefühlt, dass er gleich abhebt und davonschwebt. 🙂
    Klasse Typ.

  22. Dass wir hier über den BVB diskutieren, das hat er sich verdient. Die Chancen stehen gut, dass mit 14 Punkten das Trauma der letzten 2 Jahre überwunden werden kann (oder schon überwunden ist?).
    Ich glaube, der FCB ist gerade auch und vor allem deshalb so stark, weil mit dem BVB endlich ein Konkurent erwachsen ist, der nicht nur mal eine Saison lang ärgert sondern eine echte „Gefahr“ darstellt, an der man sich messen kann und muss. Daher wünsche ich mir, dass die dauerhaft Erfolg haben und die unseren weiter antreiben. Wenn der Vorsprung zu groß wird, wird halt öfter mal auf Unentschieden gespielt, oft genug in „souveränen“, langweiligen Meisterjahren erlebt.
    An Leverkusen mag ich da nicht recht glauben…
    Also auf gehts, BVB, jagts uns, wenn Ihr Euch (noch) traut

  23. Na jetzt haben wirs doch. Den grund warum der BVB vlt. kein Meister wird: die Schiedsrichter! Der kicker weiß, dass sich speziell in Dortmund die groben Fehlentscheidungen häufen. Und jetzt wird Schmelzer vermutlich sogar freigesprochen. Bisher gabs doch bei Fehlentscheidungen immer ein Spiel Sperre. Loddar fordert sogar eine Auszeitfür Stark. Mit etwas mehr Nachdruck wird vlt. noch das Spiel wiederholt.

    Hallo? Es war eine Fehlentscheidung. Punkt. Die Zeitlupe hat den Beweis geliefert. Genau wie das 1:0 irregulär und der 11er für Dortmund schmeichelhaft war.

    Möchte wissen, wan es zuletzt bei einer Fehlentscheidung zu Ungunsten des FCB so einen Wirbel gab.

    @Alexander
    Stinker nicht wegen seinem gemäßigten Interview, sondern wegen seines Verhaltens 10 Minuten um den Schlusspfiff herum. Und den Köstner hat er auch wieder angemacht…

    Ach, was kratzt es die bayerische Eiche, wenn sich eine westfälische Sau an ihr kratzt? Aber ich sehe es auch so wie einige hier: diese Aufmerksamkeit haben sie sich verdient. Erst recht, wenn sie in Ferngladistanz hinter uns herdümpeln. 🙂

  24. @Ribben

    Der Kicker spricht von einer generellen Serie von Fehlentscheidungen, die sich in dem Spiel fortgesetzt hat – nicht speziell auf Dortmund bezogen (wenn wir hier über die selbe Passage auf kicker.de reden)

    Ich weiss nicht was ich von einem Freispruch halten soll. Einerseits sagt einem der klare Menschenverstand, dass er freigesprochen werden MUSS. Allerdings wäre interessant zu wissen wie groß der Aufschrei wohl wäre, wenn der DFB bei einer Fehlentscheidung gegen einen Bayern-Spieler so entscheiden würde.

  25. Zitat Kicker

    ‚Ebenfalls eine Tatsache ist, dass sich die Serie der Fehlentscheidungen in Dortmund fortsetzte. Vor dem Spieltag hatten sich laut kicker-Spielanalysen in 135 Spielen der laufenden Bundesliga-Saison 73 grobe Fehler um Tore, Strafstöße oder Platzverweise angesammelt. Die Schiedsrichter bleiben im Blickpunkt.‘

    Damit sind ALLE Buli-Spiele gemeint und nicht, daß nur die armen Dorfmunder immer die Angeschmierten sind.

    Zum Elfer – ein Witz, ebenso die Rote. Genau wie der Elfer FÜR Hiernase.

    Ach ja, und wenn jetzt eine Tatsachenentscheidung zugunsten der Bienchen revidiert wird – dann ist das ein Präzedenzfall. Dann haben wir ab sofort JEDEN Spieltag folgende Debatten: a) Schirifehlentscheidung muss am grünen Tisch korrigiert werden und b) JEDER Schiri, der einen Fehler macht, wird in Zukunft MASSIV unter Druck gesetzt, diesen zuzugeben, denn nur deshalb will der DFB der Fairness-Truppe vom Dienst ja mal wieder diese ganz besondere Extra-Wurst braten.

    Ich freu mich schon auf viele, viele anregende Interviews mit Herrn Streich und Herrn Veh, die ja sowieso nur deshalb nicht die CL gewinnen, weil die Schiris immer so pöse sind…

  26. „Wonti“ im Doppelpass: „Wir begrüßen den Manager vom FCA, welcher gestern auch unter einer Schiedsrichterentscheidung zu leiden hatte!“ Häh? Will man diesen Elfmeter jetzt etwa anzweifeln? Oder braucht man nur mal wieder eine Story auf Kosten der Bayern?

  27. Paule, ist DAS schon der Beitrag, den zu den Ultras und deinem Verhältnis zu ihnen schreiben wolltest?

  28. Zum Spiel BVB gegen Wolfsburg nur ganz kurz soviel: Ja, auch ich würde mich aufregen, über Elfer und Rot für Schmelzer, wenn es um meinen Verein ginge. Definitiv. ABER: In der Realzeit (nicht in der Zeitlupe) wird der Wahrnehmungsfehler, den W. Stark einräumt verständlich, denn da sieht es wirklich so aus, als ginge Schmelzers rechte Hand aktiv zum Ball.

    Übrigens, weil alle Klopps relativ ruhiges Interview nach dem Spiel loben: Guckt man sich Klopps Verhalten während der 90 Minuten an, muss man einfach sagen, dass er oft das Maß des Erträglichen überschreitet. Selbst ein Torjubel sieht bei ihm ja angsteinflößend aus, und wie er sich gestern zwischendurch darum bemüht hat, das Publikum aufzuputschen, na danke.

    Am Mittwoch hat der FCB übrigens mit 10 Mann den Spielstand von 1:0 auf 3:0 erhöht 😉 ich weiß, gelingt auch nicht immer.

    Ansonsten gilt: Es bleiben ja noch 18 Spiele.

  29. Ich geh mal von einem Spieltag Sperre für Schmelle aus. Wenn der DFB anfängt, alle ROT-Entscheidungen nachträglich abzuändern, gibt´s Chaos. Kann nicht im Interesse des Fußballs sein. Muss der BVB halt in den sauren Apfel beißen. Und den Elfer für Lewandowski hätte ich auch niemals gepiffen. Sollen die Spieler doch mit dicken Gummiringen in Zukunft durch den Strafraum irren, damit sie niemand mehr anfassen kann. Und der Elfer für Bayern war einer, ob Reflex oder nicht. Hand geht zum Ball und eine 100%ige wird verhindert. Anders war´s für mich in den letzten Wochen bei angeschossener Hand. Zumeist aus 1, 2 Metern. Da hat der Angeschossen kaum eine Chance, die Hand noch wegzuziehen. Trotzdem gab´s da mMn zu viele „falsche“ Elmeterentscheidungen.
    Die Alternative, um solche Entscheidungen wie gegen Dortmund oder gegen Wolfsburg zu verhindern (ganz verhindern wird man sie eh nie), wäre halt die Torkamera. Die hätte wahrscheinlich besagte Szene genau eingefangen und Stark Aufklärung verschafft. Und nach wie vor plädiere ich analog zum American Football dafür, den Trainern 1 oder 2 Mal im Spiel die Möglichkeit einzuräumen, strittige Szenen mit Videobeweis zu klären. Wird zwar nur in Liga 1 und 2 technisch/finanziell machbar sein, würde aber die Gemüter vielleicht ein wenig beruhigen. Wer aber lieber hitzige Diskussionen nach dem Spiel liebt, muss halt darauf verzichten und damit leben, auch mal der Angeschmierte zu sein. Wie jetzt eben der BVB. Übrigens konnte man bei SKY ganz gut sehen, dass dem Linienrichter zumindest beim Anspiel von Diego zur besagten Elfmeterszene die Sicht auf den annehmenden Spieler (der im Abseits stand) durch einen anderen Wolfsburger und einem Dortmunder Spieler genommen war. Deshalb wohl die in dubio pro reo Entscheidung. Und deshalb auch kein Vorwurf an den Linienrichter. Dennoch sind Stark & Co insgesamt natürlich zuviele Fehler unterlaufen (von denen aber auch der BVB profitiert hat).

  30. Also wenn Schmelzer jetzt trotz der eindeutigen Fehlentscheidung freigesprochen wird, dann haben wir einen Präzendenzfall, der die Dortmunder dazu bringen muss, den Rest der Saison sämtliche Fehlentscheidungen gegen sich in tiefster Demut anzunehmen. Wobei wahrscheinlich bei Klopp genau das Gegenteil passieren wird, denn es würde sich ja lohnen, Druck auf den Schiedsrichter zu machen, um wieder eine Strafe zu vermeiden. Auch wenn es in diesem Fall ungerechtfertigt ist, muss Schmelzer die Mindeststrafe bekommen, denn ansonsten haben wir in Zukunft ein Riesenproblem. Warum sollte ausgerechnet mitten in einer Saison und ausgerechnet bei Dortmund die Regel, dass nach einer roten Karte eine Sperre folgen muss, geändert werden. Das wäre eine Bevorzugung einer Mannschaft, die sich nicht rechtfertigen lässt. Wenn der DFB daraus lernen will, dann darf diese Regelung eigentlich nur in der Winterpause oder nach der Saison geändert werden. Alles andere wäre Willkür.

  31. Bei der Zusammenfassung auf SKY sieht man übrigens auch schön, wie nach dem Abpfiff in Dortmund ein Bierbecher in Richtung der Regenschirme für die Schiedsrichter fliegt…hoffentlich guckt der DFB da auch mal hin bei den FairPlay-Königen der Liga.

  32. Ganz schön selbstgerecht, manche hier. Um mal der Erinnerung etwas nachzuhelfen: Der FCB meckert deutlich öfter über Schiedsrichter-Entscheidungen als der BVB. Hat man auch letzte Woche wieder gesehen. Und jetzt Klopp wegen seines Verhaltens gestern, was unter den Umständen vollkommen ok war, Vorwürfe zu machen, ist völlig überzogen. Vor allem von einem Verein, dessen Ex-Manager regelmäßig nach, manchmal auch während den Spielen ausgetickt ist.
    Wie Jürgen Klopp jubelt, ob er die Zuschauer anheizt, ist seine Sache. Der eine ist so, der andere so, er hat jedenfalls niemand aufgehetzt.

    Und es ist natürlich höchste Zeit, dass der DFB fälschlicherweise des Feldes verwiesene Spieler nicht mehr anklagt. Wieso sollte er das machen? Die FA in England nimmt schon länger Rote Karten in eindeutigen Fällen zurück und ich bin mir auch nicht sicher, dass das in Deutschland noch nicht geschehen ist. Ihr etwa?

  33. Der FCB meckert deutlich öfter über Schiedsrichter-Entscheidungen als der BVB. Hat man auch letzte Woche wieder gesehen.

    Worüber hat „der FCB“ letzte Woche gemeckert?

    Wenn du keinen Unterschied im Auftreten Klopps/Watzkes und Heynckes/Sammer/Hoeneß in den letzten zwei jahren siehst, weiß ich auch nicht. Jedes nicht gewonnene Spiel hat der Schiri verursacht. Während des Spiels wird nur gemeckert. Das seh ich in der Regelmäßigkeit und Heftigkeit bei Heynckes/Sammer(Nerlinger) nicht.

    Aber wird schon stimmen…

  34. Was für ein Acker in Hannover. Und mal ehrlich: Die beiden Mannschaften haben auf Distanz nicht die Chance mit uns mitzuhalten. Außer Dortmund ist da keiner mehr. Und sind schon zu weit weg.

  35. Hmm,

    habe ich bestimmt falsch in Erinnerung wenn es hier noch nicht besprochen wurde, ist aber Sammy Kuffour nicht mal mit Rot in der Bundesliga vom Platz geflogen, dabei war das eine üble Schwalbe gewesen und er wurde nicht gesperrt?

    Etwas wundere ich mich, warum hier in so einer Situation so auf den BVB eingedroschen wird – viel schöner ist doch zur Zeit stilles Genießen – hat irgendwie mehr Stil 🙂 Wenigstens DAS sollten wir doch von denen gelernt haben in den letzten Jahren.

    Grüße

    phRANK

  36. @phRANK
    Es gab Freisprüche für Barbarez und Salihamidzic. Das war 2001 und 2003.
    link

    Begründung anscheinend „offensichtlicher Fehlentscheid des Schiedsrichters“. Das ist ein bisschen vage.

  37. @Made: Ich meinte die Bayern-Spieler, die meckern. Bei vielen Entscheidungen gegen euch wurde diskutiert, gestikuliert. Manche Spieler wie Ribery und Robben sind ja schon dafür bekannt, aber letzte Woche war es beispielsweise auch Badstuber (alles Gute trotzdem).

    Dass der BVB regelmäßig die Schuld beim Schiedsrichter sucht, ist Quatsch. Vor allem nicht nach dem Spiel. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, sagen das Watzke, Zorc oder Klopp. Sonst nicht. Der FCB verhält sich in der Hinsicht derzeit ebenfalls ordentlich. Das war zu Uli Hoeneß‘ Zeiten als Manager oft anders. Sollte man auch nicht so schnell vergessen.

    Die BVB-Spieler meckern selten. Klopp häufiger, manchmal zu oft während des Spiels. Danach sind seine Analysen in den allermeisten Fällen fair und sachlich. Welche Watzke-Aussagen dir in diesem Zusammenhang missfallen haben, müsstest du mal präzisieren.

  38. @Nick:
    Ok, dass sich das auf die Spieler bezog, hatte ich so nicht verstanden. Ob es da einen echten Unterschied gibt zwischen den Mannschaften möchte ich auch nicht beurteilen. Kann tatsächlich sein, dass in der Summe Ribery, Kroos, Badstuber mehr meckern als die Dortmunder zusammengenommen. Wobei besonders Kroos meistens dann meckert und sich vom Spielgeschehn abwendet, wenn der Ball 1m vor ihm liegt und man gut weiterspielen könnte. Gestern auch wieder. Nervt.

    Ich bezog mich eher auf die offiziellen, also Trainer, Manager etc.Und da ist Klopp wohl der offensivste der beiden Vereine. Und durchaus auch noch nach dem Spiel. Da kamen dann zum Beispiel die Dinge mit „blitzsaubere Truppe, der pfeift uns hier 40 Fouls“. Einen halben Tag später ist Klopp dann tatsächlich ein angenehmer Mensch, dem man auch zuhören kann.

    Zu Watzke: Ok, das war vielleicht meinem Eindruck von gestern geschuldet, als er Fröhlich nochmal angesprochen hat. Ungefähr: „Statt Klopp kritisieren, soll er lieber seine Schiedsrichter kritisieren.“ Ansonsten sagt er zu den Schiris anscheinend eher nichts. Mea Culpa.

  39. Insgesamt ein sehr schöner Spieltag. Wer mehr meckert ist mit völlig egal. Bei so einer roten Karte plus Elfmeter würde ich allerdings auch sehr steil gehen.

    Zu unserem Spiel: Super Mario II hat gestern schon sehr viel liegen gelassen. Oder kommt nur mir das so vor?

  40. Also gestern auf sky haben sie gesagt, dass es 2002 und 2004 (oder so um den Dreh) schonmal jeweils einen Freispruch gegeben hat. Ansonsten war es immer ein Spiel Sperre wenn es nachweislich eine fehlentscheidung war. Ich glaube nicht, dass das Geständnis des Schiedsrichters da noch eine Rolle spielt, wenn die Fernsehbilder klar sind.

    Auch für mich war es in Echtzeit klar Hand, weil Schmelzer halt zum Schutz die Hand da runterzieht. Passiert. Doch auch danach haben sie noch 2 Buden bekommen.

    @phrank
    ja, wenn man es nur könnte, das Stille genießen. Wer das kann, Hut ab. Aber der BVB ist uns ja die letzten 2 Jahre dermaßen auf die Nüsse gegangen (was im Grunde als Kompliment aufgefasst werden kann), dass es halt jetzt auch Spaß macht, NICHT still zu sein.

    @Alexander
    im Sportstudio wurde nochmal das Ausmaß der Attacken von Klopp auf Köstner gezeigt, der hat sich ja bis weit nach dem Spiel fürchterlich aufgeregt. Weil „immerzu“ Bälle von der Wolfsburger Bank aufs Spielfeld gerollt sind. Ich habe auch die letzten 5-10 Minuten gesehen. Hatte das irgendeine Relavanz für das Spiel? (Unterbrechungen etc.?)

    @all
    ja bei dem kicker-Artikel habe ich wohl gestern Abend etwas Weihnachtsfeiergeschädigt etwas falsch gelesen. Aber ich musste auch heute noch zweimal nachlesen um es richtig zu interpretieren. Also nix mit vielen Fehlenstcheidungen in Dortmund. Sorry.

    Noch ein Thema beschäftigt mich, nicht erst aber insbesondere seit gestern, ein wenig: Diego! Man was ist das für ein Kicker, wenn er will und Lust hat! Wahnsinn. Der hebt diese Durchschnittstruppe auf ein anderes Level, wie er es auch schon in Bremen getan hat. Im Stillen bedauere ich immer noch ein wenig, dass wir ihn damals aus nachvollziehbaren Gründen nicht geholt haben. Ich denke mit der richtigen Führung und der entsprechenden Fürsorge bekommt man den ganz gut hin. Und der wäre in der Form für jede Mannschaft eine Bereicherung. Er ist nicht viel anders gestrickt, wie unser Monsieur. Auch den muss man hegen und pflegen und wissen, wie man mit ihm umzugehen hat.

    In diesem Leben wird es wohl nichts mehr mit ihm und dem FCB, aber wieviel Spaß macht es eigentlich, dem beim Kicken zuzusehen? Gestern noch einen Ticken mehr als sonst!

  41. Brazzo wurde mal rot gezeigt und dann wieder freigesprochen. Alles halb so wild meiner Meinung nach. Wir müssen auf uns schauen und nächste Woche Gladbach schlagen. Dann war das eine astreine Hinrunde.

  42. (#139519) Ribben fragte am 9. Dezember 2012 um 20:14 :

    @Alexander
    im Sportstudio wurde nochmal das Ausmaß der Attacken von Klopp auf Köstner gezeigt, der hat sich ja bis weit nach dem Spiel fürchterlich aufgeregt. Weil “immerzu” Bälle von der Wolfsburger Bank aufs Spielfeld gerollt sind. Ich habe auch die letzten 5-10 Minuten gesehen. Hatte das irgendeine Relavanz für das Spiel? (Unterbrechungen etc.?)

    Weiß ich nicht. Kann ich mich nicht dran erinnern – habe das Spiel aber auch nicht live vor Ort, sondern auf Sky gesehen, weil mein Kollege auf die Karte gegangen ist [und mal wieder wie gegen Schalke etc. Scheiße am Stiefel hatte … ;)]. Da sind mir die Bälle nicht aufgefallen. Ist ja auch egal. Deshalb hat der BVB jedenfalls nicht verloren. Hätten ja auch vor dem Elfer das zweite Tor machen können. Und und und.
    Was das Emotionale von Kloppp NACH dem Spiel betrifft: Ich erinnere mich noch gut an Loddar Maddäus, wenn er wutentbrannt direkt nach dem Spiel in die Mikrophone brüllte. Das ist halt so. Die Spieler kochen noch vor Adrenalin. Soll der Trainer mMn auch dürfen. Habe ich kein Problem damit. Fand ich auch beim Hoeneß immer sehr amüsant.

  43. Zum Thema stilles Genießen: Warum sollten wir das tun? Ich freue mich, dass die Mannschaft so diszipliniert und engagiert spielt, inzwischen mit deutlichem Abstand Tabellenführer ist und diejenigen, die uns die letzten zwei Jahre nicht nur sportlich überholt hatten, sondern eben auch noch als das Tollste im Fußball der letzten 20 Jahre dargestellt wurden – und sich selbst auch so darstellten – nun auf einmal auf den Boden der Realität zurückgekehrt sind. Da war auch schon einiges an Überheblichkeit dabei (Wir sind Fußball, wir sind blitzsauber, obergeil usw.). Und das ist nun erstmal zu Ende. Da kommen für mich zwei schöne Entwicklungen zusammen. Und das möchte ich nicht nur still genießen.

    Und zum Meckern: Klopp ist in jedem Spiel permanent beim vierten Offiziellen, um den zu beackern. Dazu macht er gerne mal den gegnerischen Trainer an (Fürth war ja nur das Paradebeispiel). Und bei jedem etwas härteren Foul an seiner Mannschaft rennt der an der Seitenlinie auf und ab, als hätte er zehn Duracell-Batterien verschluckt. Und auch Dortmund hat mit Subotic oder Großkreutz Spieler, die gerne mal den gegnerischen Spieler anmachen. Man kann das gerne alles gegeneinander aufrechnen, letztlich wird man feststellen, dass beide nicht immer korrekt agieren. Komisch nur, dass die öffentliche Wahrnehmung da eindeutig verteilt ist. In dem Moment, wo das gleichermaßen kritisiert wird, ist mir das egal. Aber bis dahin sollten zumindest wir Bayernfans darauf hinweisen, dass in Dortmund eben nicht immer nur Saubermänner par exzellence unterwegs sind. Wenn deren Verhalten genauso kritisiert wird, dann ist alles in Ordnung. Aber bisher hat Klopp – auch dank der Unterstützung der Medien – beim DFB ja einen Freifahrtschein. Und wenn dann jemand wie Fröhlich auch mal auf seine aufbrausende Art an der Seitenlinie hinweist, dann ist gleich richtig Alarm.

  44. PS: Messi netzt schon wieder nach 16 Minuten ein. Gerds Rekord wackelt kräftig … und Falcoa machte heute 5 Buden hintereinander! Auch wenn´s gegen den Tabellenletzten ging, Falcao ist im Strafraum derzeit das absolute Non-Plu-Ultra. Würde ich sofort gegen Lewandowski tauschen … 😉

  45. @koo:

    Der Boden der Realität heißt beim BVB derzeit Achtelfinale der CL. So schlecht finde ich das nun auch wieder nicht, auch wenn mir eine dritte Meisterschaft in Folge mehr bedeuten würde. Aber daran sollte derzeit niemand einen Gedanken verschwenden. Für die nächste Teilnahme sollte es dennoch reichen, dafür ist der Kader gut genug, um Platz 2 zu holen. Möglicherweise ist es auch wie 1996/97. Da war der Mannschaft die Liga ziemlich egal, wichtig war international. Der Rest ist Geschichte. Wenn´s noch einmal so ausgehen sollte, prima. Aber verlassen sollte man sich darauf nicht und ich denke, Barcelona ist mal wieder dran.

    Zweitens:
    „Komisch nur, dass die öffentliche Wahrnehmung da eindeutig verteilt ist. In dem Moment, wo das gleichermaßen kritisiert wird, ist mir das egal.“

    Woran machst du das fest? An der BILD? An der Süddeutschen? An den Leserbriefen? Wie willst du das messen mit dem „gleichermaßen“? Soll ich da bei der nächsten Bundestagswahl zusätzlich mit drüber abstimmen, wie der FCB in den Medien wegkommt? 😉 Das „gleichermaßen“ ist doch höchst subjektiv. Das gibt´s einfach nicht. Wer sich angepisst fühlen will, wird sich angepisst fühlen. Dabei dachte ich immer – und einige schreiben´s selbstbewusst hier ja auch immer -, dass es der Eiche egal ist, wenn sich die schwarz-gelbe Sau (oder die anderen Säue) dran kratzt. Ia san ia, oder wie das heißt. 😉

    Also: cool down, koo! Isses nicht wert, sich aufzuregen!

  46. @ Alexander: Der Boden der Realität heißt auch 27 Punkte und 14 Rückstand auf Platz 1. Und das als Titelverteidiger nach zwei Meisterschaften in Folge. Und das Achtelfinale hat ja sogar Schalke geschafft 😉

    Zur unausgewogenen Berichterstattung: Da reicht mir als Beispiel schon alleine der Begriff Duselbayern. Und über die mediale Berichterstattung rege ich mich nicht mehr auf, das ist inzwischen eher eine stoische Bestandsaufnahme. Habe beruflich des Öfteren mit Journalisten zu tun, und deshalb weiß ich, welche Knalltüten dort überwiegend arbeiten. 95% von denen haben kein Interesse an echter Recherche oder abwägender Berichterstattung, sondern haben eine vorgefasste Meinung. Wenn die „recherchieren“, dann suchen sie nur noch gezielt nach Aussagen, Befunden usw., die ihre Meinung bestätigen. Was denen dann nicht in den Kram passt, wird ignoriert. Deswegen rege ich mich schon lange nicht mehr über diese Berufsgruppe auf, aber ich spreche eben gelegentlich an, dass die in den allermeisten Fällen nur Mist verzapfen. Und es ist ja nun kein Geheimnis, dass der FCB zwar die meisten Fans im Land hat, aber eben auch die meisten Hasser. Das ist dann unter Journalisten genauso.

  47. @koo schrieb:

    „Zur unausgewogenen Berichterstattung: Da reicht mir als Beispiel schon alleine der Begriff Duselbayern.“

    Na komm, der Begriff hat doch mindestens 4 Jahrzehnte auf dem Buckel. Aber er hat sich gehalten, das stimmt. Vielleicht nicht ohne Grund … 😉
    Könnte man übrigens auch woanders anwenden: Die Dusel-Merkel, wenn sie wieder die Wahl gewinnt, usw.

    „Und über die mediale Berichterstattung rege ich mich nicht mehr auf, das ist inzwischen eher eine stoische Bestandsaufnahme. Habe beruflich des Öfteren mit Journalisten zu tun, und deshalb weiß ich, welche Knalltüten dort überwiegend arbeiten.“

    Aber du bist kein Journalist, oder? 😉

    “ 95% von denen haben kein Interesse an echter Recherche oder abwägender Berichterstattung, sondern haben eine vorgefasste Meinung.“

    Wundert dich das? Die Berufsbezeichnung Journalist ist in Deutschland rechtlich nicht geschützt und darf auch ohne entsprechende Ausbildung geführt werden. Das ist ganz toll für Quereinsteiger, gilt aber auch für andere Berufsgruppen. Kleb dir ein „Coach“ an die Tür, am besten ein „Life Coach“, erzähl den Leuten einen vom Pferd und nimm mindestens 100 €uronen die Stunden, damit sie dich auch ernst nehmen. Solltest du damit erfolgreich sein, möchte ich als dein Life Coach / Agent gerne 10 % vom Umsatz.

  48. (#139551) koo sagte am 9. Dezember 2012 um 22:00 :

    „@ Alexander: Der Boden der Realität heißt auch 27 Punkte und 14 Rückstand auf Platz 1. Und das als Titelverteidiger nach zwei Meisterschaften in Folge.“

    Wir sind halt höfliche Menschen und lassen den anderen gerne auch mal wieder den Vortritt. Genießt es diese Spielzeit doch einfach. Ist eine ziemlich einmalige Sache. 😉

    „Und das Achtelfinale hat ja sogar Schalke geschafft 😉 “

    Stimmt. Selbst die Bewegungslegastheniker aus Barcelona sind dabei!

  49. Themawechsel: Die Sunday Times schreibt, dass Pep Guardiola ernsthaft an ein Bayern-Engagement denkt, da Führung uns das sonstige Drumherum des Klubs ihm mehr behagen als das bei Chelsea und Man City der Fall ist. Wenn es denn stimmt (immerhin Sunday Times), dann ist das schonmal ein nettes Kompliment.

  50. @El Tren:

    An anderer Stelle heißt es in den englischen Medien auch, dass einer aus der Gruppe ManCity, ManU, Chelsea oder sogar Arsenal Pep anwirbt.

    Diese Aussagen der Daily Mail könnten aber auch einfach konstruiert werden. Die beiden FCBs sind sich ja nicht unähnlich:

    – Beide Clubs entstammen einer sehr eigenständigen Region des Landes
    – Beide werden sehr autonom geführt
    – Beide haben eine fruchtbare Jugendarbeit
    – Beide sind von van Gaal geprägt (!)

    Die Engländer sich aber recht klar darüber, dass ihr Investoren-Modell eigentlich nicht zu Guardiola passt.

    Es ist wie mit Vettel in der F1. Drei Titel mit Emporkömmling Red Bull sind toll, aber um ein ganz, ganz Großer zu werden, muss er das auch mit einer Traditionsmarke wie Ferrari oder Mercedes schaffen.

  51. @El Tren: „Mit Pep wären wir auf Jahrzehnte hin unschlagbar!“ Und dann noch der Milliardendeal mit den sauberen Freunden von Gazprom! Und dazu erst noch das abbezahlte Stadion in 5 Jahren! Ich dreh durch:-)

  52. @General: Ich habe es in der Sunday Times gelesen, schreibt die Daily Mail auch etwas dazu?? Wenn es in der Sunday Times steht, würde ich da auch eher etwas darauf geben, Daily Mail halte ich nicht für seriös. Wenn die Zeitungen mit (verständlicherweise) eher PL-zentristischer Sicht nur über PL-Clubs als mögliche Brötchengeber schreiben, dann wohl deshalb, weil es aus deren Sicht das einzig Denkbare ist. Der Nachrichtenwert der Times-Meldung für englische Zeitungen ist daher schon allein damit zu erklären, dass ein renommierter Trainer auf die Idee kommen könnte, PL-Clubs zugunsten eines Vereins aus einer anderen Liga links liegen zu lassen.

  53. Vielleicht hat die Daily Mail einfach nur die Sunday Times zitiert?

    Ansonsten weiß ja jeder a bisserl was:

    ESPN: Chelsea to offer Pep £20m-a-season
    TELEGRAPH: Barcelona’s former manager Pep Guardiola a target for Ligue 1 club Paris Saint-Germain
    SUNDAY: Manchester City pep talk

  54. Pep kommt zu uns, da bin ich mir ziemlich sicher.

    Denn die Engländer stinken bald komplett ab – und ich werde es geniessen, wenn diese verschuldeten Scheich-Klubs abrauchen.

    Warum sollte sich ein Pep von irgendwelchen Clowns zum Affen machen lassen? Für Kohle? Der Mann hat eine Vision vom Fussball, da braucht der keinen Öl-Heini oder Scheich, der ihn dreimal die Woche zum Strammstehen antreten lässt, um ihm zu erklären, wie das so läuft mit den Bällen und den Toren…

    Bei uns hat er Leute um sich rum, die so ziemlich die einzigen sind, die noch mehr Titel haben als er…und Ahnung noch obendrein. Also, wo soll so ein Topmann wohl arbeiten wollen?

    Herrliche Zeiten werden das!

  55. @jennifer8:

    ich bin mal gespannt was der gute Pep mit seinem nächsten Verein erreicht. Egal wer es denn wird.

    Damit meine ich nicht einmal die Anzahl der Titel sondern den Fussball der auf den Platz gebracht wird.

    So in 2 bis 3 Jahren kann man sich dann darüber streiten, ob seine Erfolge beim spanischen FCB in der Summe nur der individuellen Qualität und der konsequent durch den ganzen Verein gezogenen Spielidee bzw. Ausbildung geschuldet sind, oder ob er hat es auf jeden Fall verstanden die Pferdchen laufen zu lassen und dabei auf schöne Art und Weise Erfolge erzielt.
    Benchmark Barca für alle europäisch ambitionierten Clubs. (Zumindest auf sportlicher Ebene.)

  56. (#139774) Flinsi sagte am 10. Dezember 2012 um 12:07 :

    @El Tren: “Mit Pep wären wir auf Jahrzehnte hin unschlagbar!” Und dann noch der Milliardendeal mit den sauberen Freunden von Gazprom! Und dazu erst noch das abbezahlte Stadion in 5 Jahren! Ich dreh durch:-)

    Wenn ihr mit Gazprom dealt, stelle ich zuhause ALLE Räume auf Ofen um! 😉

    Ansonsten würde ich Pep beim FCB begrüßen. Das würde euch so richtig sympathisch machen …

  57. Zu Pep: ich maße mir nicht an, über seine fachlichen Qualitäten zu urteilen.
    Aber er hat es immerhin geschafft, eine Manschaft über mehrere Jahre zu Höchstleistungen zu motivieren. Und zwar eine Manschaft, in der das Gros der Spieler jeden nur erdenklichen Titel geholt haben.
    Und wie motiviert man so ne Truppe jetzt zu nem Sonntag Nacht Spiel in Levante (der Verein kann durch jede andere graue Maus der heimischen Liga ersetzt werden)?

    Genau hier haben uns doch in der Vergangenheit ab und an die Prozentpunkte gefehlt.

    Das Pep natürlich von der Jugendarbeit , Spielsystem sowie dem absoluten Sahne Jahrgang profitiert hat, ist auch klar. Und gerade dann muß man auch noch den letzten Schritt gehn und die Titel gewinnen. Denn das waren ja allesamt auch keine Selbstläufer.

    Ich würde mich freuen. Denn alleine schon die Tatsache, das ein Trainer mit dieser Titelsammlung wohl von sich aus Kontakt zu uns hergestellt hat, ist doch wunderbar. Geld Verdienen kann der überall- ich glaube auch nicht, das es Ihm überhaupt noch um Finanzielle Überlegungen geht. Ein Mouhrino, Sir Alex oder auch Don Jupp- ja selbst Kloppo könnten doch ohne weiteres schon jetzt ohne Einkommen bis ans Ende ihrer Tage auskommen. Und das ohne Not zu leiden. Oder?

    Warum wird da Chelsea eigentlich genannt? Macht der Benitez nur den Neururer? Oder wie ist das zu verstehn? Und Paris? Na ja, der AC Mailand wurde in der Aufzählung ja auch vergessen….

  58. @vadder: Ich bin nach wie vor skeptisch, und zwar nicht zuletzt wegen der Sprachbarriere, also abwarten.
    Wer da welchen Kontakt hergestellt hat ging jedenfalls aus dem, was ich gelesen habe, nicht hervor.

    Zum Thema Kohle: Auch wenn man viel Geld verdient, ist der Reiz, noch mehr Geld zu verdienen, groß, so dass die Höhe des Einkommens durchaus ein Argument ist. Nicht zuletzt geht es, denke ich, auch um eine Art Wertschätzung, die sich nun einmal (auch) in der Höhe des Gehaltes ausdrückt.

    Warum Chelsea genannt wird? Ähem, der Empfang von Benitez an der Stamford Bridge ist an Dir vorbeigegangen, richtig?
    PSG hat Ancelotti, läuft auch einigermaßen, es besteht daher kein akuter Bedarf. Milan hat schlicht das Geld nicht seit Berlusconi die Schleusen geschlossen hat.

  59. @EL Tren:
    Das Gerücht ist ja nicht so neu.
    „Damals“ hieß es ,das sich der Bruder von Guardiola an Nerlinger gewendet hätte,um mal vorsichtig anzuklopfen.

  60. @ Alexander: Nö, bin selbst kein Journalist. Das geht mit meinen Qualitätsansprüchen nicht zusammen. Wenngleich die hedonistische Lebensweise mir mitunter gefallen kann 😉

  61. @Koo: Es gibt natürlich qualitätsbewusste Journalisten. Die schreiben, nur ein Beispiel von vielen, als Wissenschaftsjournalisten in der ZEIT, bei der faz etc. Die kommen aber zumeist auch aus einem Spezialgebiet, bzw. haben was „Ordentliches“ (O-Ton Schwesterwelle) gelernt/studiert.
    Und was du mit hedonistischer Lebensweise bei Journalisten meinst, darfst du gerne mal erklären. Ich dachte, diese Bunga-Bunga-Parties gäbe es nur für Vertriebler der Versicherer … 😉

  62. @ Alexander: Richtig, die guten arbeiten bei der ZEIT, der Süddeutschen usw. Aber diese Medien sind ja auch nicht bei der breiten Masse angesiedelt. Und im Sportbereich bestimmen erst recht andere die allgemeine Meinung und Tonlage.

    Zur hedonistischen Lebensweise: Noch nie ´ne Verleihung des Medienpreises gesehen? Und bei meiner Firma auf dem Hof (wir teilen uns den Hof mit zahlreichen Medienunternehmen) bzw. in der Tiefgarage stehen zahlreiche Bonzenautos. Wer das nicht hat, muss natürlich ein enorm stylisches Fahrrad fahren. Dazu der Spaß an Reisen auf Leser-/Hörer-/Zuschauerkosten. Noch mehr Beispiele gefällig? Kürzlich hat eines der Medienunternehmen, das bei uns mit auf dem Hof ist, einen Empfang für die High Society der Stadt gegeben. Da wurden für die Party 750.000 Euro verbraten. Im Medienbereich ist also schon reichlich Geld vorhanden, das auch von den Leuten, die richtig drin sind, auch mit vollen Händen ausgegeben wird. So, nun aber genug offtopic gewesen.

  63. Pingback: Paule der Fanversteher – eine Chronik - Breitnigge.de - Ärmel hoch. Stutzen runter.

  64. Ende

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