Der legitime Kahn-Nachfolger: Tim Wiese

Zum Glück habe ich eine Nacht drüber geschlafen.

Aber mal ehrlich: Hat Tim Wiese noch alle Latten am Zaun?

Er wollte den Ball spielen? Und seine Stollen bohrten sich nur zufällig in das Gesicht von Olic?

Ach so.

Du bekommst wohl die falschen Medikamente in Deiner Therapie, oder Tim?

Um das mal ganz klar zu sagen:

Sollte sich in Zukunft noch einmal irgendein Werderaner (Funktionär, Fan, Sympathisant) über ein übles Foul gegen einen der grün-weißen Waisenknaben aufregen, halten wir ihm diese Szene vor, in Ordnung?

Was schlugen damals gegen Oliver Kahn die Wellen hoch, als er seine “Ausraster” im Westfalenstadion zum Besten gab. Ich war damals Augen- und Ohrenzeuge, stand hinter ihm in der Gästekurve.

Kung fu-Kahn nannte man ihn danach. Dabei sprang er mehr als 2 Meter an Chapuisat vorbei. Das soll es nun nicht entschuldigen, aber Herr Wiese sprang seinem Gegenspieler mit voller Absicht in oder an das Gesicht / den Hals.

Darüber kann man auch nicht diskutieren!

Was man natürlich gemerkt hat, als sowohl Werder-Manager – Gutmensch – Allofs in der Halbzeitpause und Wiese höchstselbst nach Spielschluss in die Mikrofone stammelten. Da war die Rede davon, dass “dies keine rote Karte sei”, dass man “Wiese keine Absicht unterstellen könne”, dass “er ja nur den Ball gespielt habe” und anderer Schwachsinn.

Tut mir leid. Gerade aus Bremen, wo man sich selbst gerne mal unschuldig bestraft sieht, sollte man mit derlei Dingen anders umgehen. Da reagiere ich allergisch.

Puh. Zum Glück hatte ich mich über die Nacht schon ein wenig beruhigt… ;-)

Weisheiten # 39

“Ich will ja nicht jammern, aber zweimal hintereinander zwei Auswärtsspiele im Donnerstag-Samstag-Rhythmus zu spielen, ist schon ein Wettbewerbsnachteil.”

Werder-Manager Klaus Allofs nach dem 0:2 im UEFA-Pokal-Achtelfinal-Hinspiel in Glasgow.

Panik in Grün-Weiß

Na da ist aber mal wieder einigen in Bremen massiv der Schweiß ausgebrochen.

“Ich kann hier keinen 30-Jährigen hinsetzen wie den Heldt, da muss ich schon an einen wie Allofs denken.”

So Uli H. aus M. im Rahmen der Diskussionen um seinem wahrscheinlichen Abschied vom Managerposten in 2009 gegenüber der SZ.

Zuletzt äußerte sich der Angesprochene wie folgt:

[…] dass es Interesse von anderen Vereinen gibt, ist Fakt. Ich kann nicht zusagen, dass ich in Bremen bleibe.

Da schrillen natürlich bei Werder und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, dem grün-weißen Don Quichotte, die Alarmglocken. Die Bayern! Schon wieder!

Den einen oder anderen Spieler überteuert nach München ziehen zu lassen ist ja eine Sache, den Baumeister des Erfolges der letzten Jahre zu verlieren etwas ganz anderes…

Jetzt gibt’s “plötzlich” Geheimtreffen und ‘ne saftige Gehaltserhöhung.

Der Nordklub will auf jeden Fall bis zum letzten Cent um seinen Sportdirektor kämpfen. Die nächsten Tage soll Allofs bei einem Geheimtreffen zum Verbleib überzeugt werden. Hauptargument: eine kräftige Gehaltserhöhung.

Werder-Boss Born drückt aus, was offensichtliche viele im Umfeld denken:

“Wir wollen mit Allofs unbedingt weiterarbeiten”

Der Betroffene selbst sieht die Sache übrigens viel entspannter. Kunststück, hält er sich doch gerade weit entfernt vom Hühnerstall auf – in Amerika.

Ich habe lediglich gesagt, […] dass ich keine Zusage für Werder geben kann, weil dies nicht in meiner alleinigen Verantwortung steht. Es ist in erster Linie Sache des Aufsichtsrates, darüber zu entscheiden.” Der seit 1999 an der Weser tätige Manager behauptete zudem, dass er keinesfalls einen “Flirt” mit dem Rivalen aus dem Süden beginnen wollte. “Es liegt mir fern, irgendwelche Drohgebärden aufzubauen.”

Alles klar? Dann mal schön durchatmen, Werder.

Perfekte Lösungen und Waterkant-Ängste

Ok. Ist ‘ne Boulevard-Meldung. Wäre aber ‘ne perfekte Lösung für ein Problem, dass irgendwann auf uns Bayern zukommt:

Wer wird Hoeneß-Nachfolger?

Klaus Allofs ist immer mal wieder im Gespräch. In diesen Tagen einmal mehr.

Werder Bremen will den Vertrag mit Klaus Allofs lieber heute als morgen verlängern und in Kürze mit Vertragsverhandlungen beginnen. Wie die “Sport Bild” behauptet, befürchten die Verantwortlichen des Klubs, dass der Geschäftsführer nach Ende seines 2009 auslaufenden Vertrags zum FC Bayern wechseln könnte, um Nachfolger von Uli Hoeneß zu werden.

Selbst wenn’s ‘ne Ente ist, macht es mir richtig Spaß, immer wieder für sekundenlange Herzstillstände bei einigen Werder-Fans zu sorgen… ;-)

Einen Haken hätte die Sache allerdings: Allofs, inzwischen allgemein als sympathisch und seriös anerkannt, wäre unmittelbar nach der Bekanntgabe dieses Wechsels, ebenfalls das größte “Arschloch” in Deutschland. Ganz automatisch…

Bayern gegen Bremen – ein Fingerzeig auf die Saison?

Das ist natürlich die Frage: Ist dies, war dies gestern ein Fingerzeig auf die Saison?

Den Mienen der Bremer kann man nicht wirklich etwas Positives abgewinnen, oder?

Newsflash: Klose ist da!

Was ist das denn?

Plötzlich ist Klose ein Bayer. Wie aus dem Nichts.

“Es handelt sich dabei für beide Seiten um eine faire Lösung”, sagte Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Vorausgegangen war ein “gutes Gespräch” zwischen den Vorständen der FC Bayern München AG, Rummenigge und Uli Hoeneß, sowie den Werder-Geschäftsführern Klaus Allofs und Manfred Müller.

Hä?

Und was sollte dann das ganze Theater der letzten Wochen?

Na wie auch immer. Er ist da. Und alle sind offenbar zufrieden.

Was wird nun aus Makaay?

Update (27.06.07): Die Ablöse soll von den Bayern von 10 auf 12 Mio. Euro angehoben worden sein, plus eine optionale Erhöhung auf bis zu 15 Mio. Euro, falls die Bayern Erfolg haben sollten. Dafür hat sich das ganze Theater gelohnt? Genau das habe ich ja schon vor Wochen prognostiziert.

Die Sprüche der Verantwortlichen waren ebenso mehr als vorhersehbar:

“Der FC Bayern hat unsere Vorstellungen erfüllt”

Womit Herr Allofs sein Gesicht wahren kann. Was er auch nötig hat, nach derlei anfänglichen Aussagen:

“Ich kann mir das nicht vorstellen. Dazu fehlt mir die Phantasie”

Fakt ist: Klose wechselte vor Ablauf seines Vertrages zu einem innerdeutschen Konkurrenten und nicht ins Ausland. Das ist diametral der eigentlichen Absicht der Bremer entgegengesetzt. Eine deftige Stimmungsänderung.

Aber den Bayern ergeht es auch nicht besser, müssen sie doch jetzt, im dann doch überraschten Boulevard lesen, dass sie für einen völlig überschätzten Spieler (das hörte sich nach der WM noch anders an) 15 Millionen gezahlt haben, obwohl der doch in einem Jahr für lau zu bekommen gewesen wäre…

Wie auch immer. Entweder nur Sieger, oder nur Verlierer. Hauptsache man hat in der Sommerpause was zu schreiben, gelle?!

Es gab zur Einigung wohl keine Alternative, denn ein Klose in der aktuellen Stimmung, wäre für Werder untragbar gewesen, da können Allofs & Co. noch so viel von Klose-Resozialisierung bei den Fans faseln. Ferner haben die Bayern nun ihr Paket komplett. Sicherlich genau das, was in der berühmten Aufsichtsratssitzung vom Vorstand präsentiert wurde, und die Bayern können nun weiter im Glauben leben, jeden Spieler zu bekommen, den sie wollen. Ist doch auch was.

Verwirrung oder Werder-Pleite

Die Sommerpause überhitzt. Ganz im Gegensatz zum Sommer selbst.

Die Posse um Carlos Alberto, der laut Herrn Allofs schon mal so gut wie in Bremen war, treibt immer wildere Blüten.

Heute las ich gleich zwei Meldungen, die sich widersprachen: “Carlos Alberto soll bleiben” und “HSV sticht Werder aus”!

Die eine Meldung spricht davon, dass der Spieler seinen Verein Fluminense Rio de Janeiro gar nicht verlässt und die andere, dass er sich dem HSV anschließt. Beides schließt einen Wechsel nach Bremen aus.

Herrn Allofs stört das üüberhaupt nicht.

In Bremen hat man sich dagegen wohl schon abgefunden, dass der Brasilianer nach Hamburg wechselt: “Es beschäftigt mich nicht stündlich, was der HSV macht. Wenn es für uns nicht klappen sollte, geht die Welt nicht unter”

Achso. Deshalb wollte man zuletzt ja auch noch einmal Gas geben

Let’s get ready to ruuuuumble

Die Sommerpause scheint für einige schon zu lange zu dauern. Überall wo man hinschaut nur Hauen und Stechen.

Schauplatz 1: Köln (mal wieder).

Patrick Helmes, seines Zeichens Neu-Leverkusener ab 2008, stänkert gegen seinen Verein und seinen Trainer Daum. Geht gar auf Konfrontationskurs.

“Wer mich kennt, weiß, dass ich mir für den FC den Arsch aufreißen werde,” so Helmes […] Zudem hatte Daum gesagt, er habe vor kurzem mit dem Spieler geredet. Helmes hingegen behauptet das Gegenteil und ist sauer. Der Trainer habe schon lange nicht mehr mit ihm geredet. Die Posse um Patrick Helmes geht also in die nächste Runde

Schauplatz 2: Ruhrpott.

In dieser Saison sollte es klappen. Unbedingt. Keine 50-Jahr-Feiern in 2008. Keine Häme mehr. Wir zeigen es Euch!

Soviel zur königsblauen Theorie in der Saison 2006/07. Ich bin sogar davon überzeugt, dass einige Schalker wirklich glaubten, dass das, was sie da als stolz geschwellte Brust wahrnahmen, so etwas war wie Selbstbewusstsein. Weit gefehlt.

Die Niederlage im Derby in Dortmund war der Anfang vom Ende. Und nicht nur der Schalker Nerven. Es keimte die Horror-Vision: “Wir schaffen das nie!”

Anders lassen sich die jüngsten Feuerspielchen der höchsten Vereinsvertreter aus Gelsenkirchen nicht erklären.

“In den Ehrengastbereich gehe ich nicht mehr. Wenn ich das Dortmunder Stadion nochmal betrete, gehe ich mit euch auf die Tribüne. Und dann schreien wir sie nieder”, versprach Aufsichtsratschef Clemens Tönnies […] “Ich hoffe, dass die Saat von Herrn Watzke bei unseren Fans nicht aufgeht”

Die Ursache soll im Dortmunder Verhalten rund um den Saisonabschlus zu suchen sein, mit Watzke-Sprüchen (“Schalke 50 Jahre ohne Schale feiern”), ein Banner per Flugzeug und wilden vermeindlichen Beschimpfungen unter Zuschauern.

Selbst der sonst besonnene Vorsitzende des Schalker Fanclub-Verbandes, Rolf Rojek, kann das Verhalten der Nachbarn nicht verstehen. Aus seiner Sicht haben sie die Stimmung unnötig angeheizt, die Lunte an einen Schwelbrand gelegt. Damit leiste man aufkeimender Gewalt Vorschub. “Was ich zuletzt in Dortmund erlebt habe, war unter aller Sau. Wir sind noch nie so bespuckt und gedemütigt worden. Ich kann kein Flugzeug abschießen, aber ich werde dort künftig an keiner Sicherheitsbesprechung mehr teilnehmen”

Ach ja. Das Thema Gewalt. In Schalke offenbar immer eine Option.

BVB-Watzke reagierte umgehend.

“Auf dieses Niveau werden wir uns garantiert nicht herablassen. Ich denke, dass es die Schalker nicht verkraftet haben, dass sie das Derby gegen uns und später noch die Meisterschaft verloren haben. Aber wir sind nicht Schuld daran, dass Schalke nicht deutscher Meister geworden ist”, konterte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke die “verbalen Amokläufe”

Fortsetzung folgt.

Schauplatz 3: Die Nordlichter.

Ganz besonders witzig finde ich die aktuellen Scharmützel zwischen Werder und dem HSV. Warum? Na weil zur Abwechslung mal nicht der böse FC Bayern das Ziel der Angriffe ist, die Verhaltensmuster aber die gleichen sind. Vor allem in Bremen. Aber der Reihe nach.

Werder Bremen und seine Handlungsträger haben in dieser Sommerpause jede Menge zu tun. Mehr als ihnen lieb ist und mehr als sie sicherlich zugeben würden. Zunächst das unsouveräne Theater rund um den Klose-Transfer, als man einmal mehr vergeblich versuchte eine potentielle Stärke zu generieren, die nachweislich nicht vorhanden ist. “Lediglich” das Vertragsrecht schützt Werder in diesem Fall.

Kaum waren die Transfer-Blasen und Nebelkerzen geplatzt und verloschen, wollte man wieder positive Schlagzeilen produzieren. Ein Brasilianer sollte dafür herhalten.

Manager Allofs, noch unter dem irrigen Eindruck, des gefühlten Sieges gegen die Bayern, lehnte sich so mächtig aus dem Fenster, dass Born und Co. ihn festhalten mussten. Kurze Zeit später wird er dies wohl selbst schon bereut haben.

Der HSV bot plötzlich mit. Und das geht ja nun mal gar nicht. Schließlich sieht man sich in Bremen als die Nr. 1 des Nordens. Mehr als unsouveräne Äusserungen waren die Folge:

In der “Syker Zeitung” hatten Werder Bremens Präsident Jürgen L. Born sowie Manager Klaus Allofs dem HSV öffentlich vorgeworfen, im Werben um Carlos Alberto maßlos zu werden, Preistreiberei zu betreiben. “Der HSV erhöht ständig den Preis”, wird Born zitiert: “Wir werden deswegen unserer Philosophie aber nicht untreu werden.”

Acht Millionen Euro wurden von Seiten Werders kolportiert. Völlig daneben, wie HSV-Dietmar klarstellte:

Wie die Bremer indes auf eine etwaige Ablösesumme kommen, ist […] für […] Beiersdorfer unerklärlich: “Wir reden im Fall von Carlos Alberto ausschließlich über ein Leihgeschäft. Und unsere Transferparameter haben sich seit Wochen nicht verändert. Von Preistreiberei kann da wirklich keine Rede sein.” Zumal der HSV finanziell momentan überhaupt nicht in der Lage wäre, eine derart hohe Ablösesumme von acht Millionen Euro zu bezahlen. […] Fraglich bleibt, weshalb sich Werder Bremen in den offenen Streit mit dem Nordrivalen HSV begibt.

Das ist überhaupt nicht fraglich. Wer sich soweit aus dem Fenster lehnt (“Wenn wir den Spieler haben wollen, wird er zu uns wechseln”), der hat ein Gesicht zu verlieren. Und das wäre dann schon das zweite Mal innerhalb weniger Wochen.

Hat der Champions-League-Qualifikant die Befürchtung, den öffentlichen Optimismus am Ende nicht bestätigen zu können und den Spieler doch an den HSV zu verlieren? Auch Beiersdorfer kann sich ein derartiges Verhalten nicht erklären, reagiert für seine Verhältnisse ungewohnt stark gereizt: “Bisher hatte Werder solche Dinge nicht nötig. Und es steht ihnen auch nicht gut zu Gesicht.”

Ein Stück weit große, weite Welt in Bremen.

Die Lyon-Blase ist geplatzt

Das haben Born und Allofs nun davon. Die Lyon-Blase ist geplatzt.

Der angedachte Transfer von Alou Diarra vom französischen Serienmeister Olympique Lyon zu Werder Bremen droht zu platzen. Laut Aussage von Lyons Präsident Jean-Michel Aulas scheint der Mittelfeldspieler eher mit einem Wechsel nach England zu liebäugeln.

Nachdem Lyon zuvor schon Klose nicht mehr haben wollte, löst sich auch der andere Teil des Luft-Transfer-Schlosses in eben dieser auf.

Ob das jetzt daran liegt, dass Diarra von dem Transfertheater rund um Miro Klose gehört hat und er auf derlei “familiäre Verhältnisse” an der Weser lieber verzichten will, ist nicht überliefert. Es liegt wohl eher am Geld.

Lyons Präsident wies zudem darauf hin, dass er für den französischen Nationalspieler eine Ablösesumme in Höhe von rund neun Millionen Euro verlangen wird.

Geld das Bremen offenbar nicht hat. Ok. 10 Millionen könnten sie sofort aus München haben, aber das braucht Herr Born ja nicht. ;-)

Die Endlosgeschichte geht weiter

Was gibt’s Neues in Sachen Klose?

Die Transfersummentreiber aus Lyon wollen Klose “plötzlich” nicht mehr.

Üüüberraschung.

Rummenigge will derweil die Kirche im Dorf lassen und Allofs platzt deshalb der Kragen.

Albern.

Inzwischen ist es mir reichlich egal, ob Klose erst 2008 oder schon in diesem Sommer kommt (ein zusätzliches Jahr Makaay in dieser Mannschaft wäre auch klasse!). Vielmehr fände ich das Experiment spannend, wie Werder mit einem Klose in der neuen Saison in dieser Stimmungslage klar kommt.

Und da Werder ja laut Herrn Born das Geld aus München sowieso nicht mehr braucht, behalten wir das und Klose kommt 2008 ablösefrei. Sollten wir in Zukunft mit allen Werder-Verpflichtungen so machen. Gute Idee, Herr Born. ;-)