Pep kommt. Paule geht.

Ich bin mir noch nicht sicher, welchen Weg dieser Beitrag gehen wird, aber die Inhalte stehen fest. Es geht nicht um unseren neuen Trainer. Allein den Zeitpunkt seiner Vorstellung fand ich passend für meinen Beitrag.

Worum geht es? Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass es sicher nicht in meiner “Tradition” gewesen wäre, von diesem Problem in meinem Blog nicht zu berichten. Schließlich lasse ich meine Community ja sonst auch ein Stück weit an meinem Leben teilhaben.

Der Reihe nach.

Als unser erster Sohn geboren wurde, hatte ich Bedenken ob meiner Blog-Produktivität. Zu Unrecht. Es waren zwar nicht immer 70, 80 Berichte pro Monat wie zu Spitzenzeiten, aber das “normale Tagesgeschäft” konnte aufrecht erhalten werden. Und ein wenig mehr.

Als unser zweiter Sohn geboren wurde, sah ich endgültig den Untergang des Blog-Abendlandes vorraus. Resultat? Ich bloggte wie zuvor und fing sogar an, wieder regelmäßig Live-Fußball zu genießen. In München wie anderswo. Niemand war darüber erstaunter als ich.

Wann genau der Bruch kam, kann ich nicht mehr reproduzieren, vielleicht verlief der Prozess auch eher schleichend, im Hintergrund. Es fiel mir zunehmend schwerer mich zeitnah “aufzuraffen”, an Rechner oder sonstige Blog-technisch geeignete Geräte zu setzen. Der Alltag mit zwei heranwachsenden Kindern, die zunehmend ihr Recht am Papa einforderten, eine Frau, zwar nicht Fußball-fern, aber doch immer wieder großzügig über mein zeitintensives Hobby hinwegsehend, die auch mal einen Samstag-, Sonntag-, Montag-, Mittwoch-, oder Donnerstagabend mehr von ihrem Mann hätte, steigende Belastung im Job, nicht geringer werdende Erwartungshaltung der treuen Breitnigge-Gemeinde, eigener Druck bezüglich Beitrags-Frequenz und -Qualität erzeugten irgendwann das Gegenteil. Kreativität lässt sich nicht auf Kommando produzieren. Nicht durch mich, den “Hobby-Journalisten” und auch nicht in dem Spannungsfeld, in dem ich seit Monaten lebe.

Oft ließen meine Berichte zu den Spielen länger auf sich warten, als viele meiner Leser dies gewohnt waren (weil die meisten die Anfangszeiten nicht mehr kennen gelernt haben), oft waren mir Details zum Spiel gar schon entfallen, oft schrieb ich Berichte über das iPhone. All dies wurde bemerkt. Und die (berechtigte) Qualitätskritik zog mich weiter runter. Erste Gedanken an Veränderung brannten sich in meinen Kopf. Dann Gegengedanken, doch zumindest bis zum 10-jährigen Blog-Jubiläum 2014 “durchzuhalten”, um eine runde Zahl zu haben, für eine mögliche Veröffentlichung in meinem Buch-Projekt. Wohlgemerkt weitere 40-50 Berichte. Ungeschriebene Berichte. Ein Graus, wenn schon die aktuellen Berichte mehr Anstrengung als Freude sind.

Der Entschluss, in der nächsten Saison kürzer zu treten, fiel in diesem Frühjahr. Sabbatical. Ich gehe an dieser Stelle nicht näher auf all die ermüdenden Diskussionen rund um Monetarisierung, sinkende Werbeeinnahmen, Wertschätzung von geistiger Arbeit und all diesen Themen ein, weil es unerheblich war für meine Entscheidung. Denn Geld hätte mich nicht davor schützen können, was mir später den Rest gegeben hat.

Ich will eher darüber reden, dass es mich selbst verblüffte, dass plötzlich meine Berichte – auch vor meinem eigenen kritischen Auge – wieder besser wurden. Imho so gut, wie ich sie bei all diesen neuen – jüngeren, frischeren – Bayern-Bloggern zu lesen bekam. Noch so ein Thema (“andere können es inzwischen viel besser“, etc.). Natürlich mag es am wachsenden Erfolg unseres Teams gelegen haben, oder dass die angehende Triple-Saison in die Zielgerade abbog und sich nicht nur ein “ermüdender” BL-Sieg an den anderen reihte (was sollte man da auch jede Woche kollossal Neues schreiben?!). Es gibt dafür einen medizinischen Fachausdruck. Also diesen positiven, emotionalen Schub, bevor es dann zu Ende geht. Irgendwie fühlt sich das für mich nun so an. So glücklich ich als Fan meines Vereins bin, so ausgebrannt bin ich es als Blogger.

Dann unser Urlaub. Auf die exakten Details will ich hier aus persönlichen Gründen nicht näher eingehen, aber tatsächlich trat meine totale Erschöpfung aufgrund des obigen Mix offen zu Tage. Ein überdeutliches Warnsignal für mich. Und ich habe verstanden. Veränderung tut Not. Radikaler und nachhaltiger als zuvor geplant. Es ist schlichtweg notwendig – im wahrsten Sinne des Wortes.

Was bedeutet dies aber nun konkret? Für euch? Für mich?

Ich werde weiterhin Fan des FC Bayern sein.

Ich werde weiterhin voller Freude und Inbrunst über meinen Verein reden, schimpfen, schreiben.

Ich werde weiterhin bloggen. Über Fußball, über den FC Bayern, über alles was mich bewegt.

Ich werde weiterhin mit meinen Lesern diskutieren und vielleicht sogar mehr als zuvor. Wer weiß.

Ich werde aber nicht mehr über jedes Spiel einen eigenen Beitrag schreiben, mich diesem Publikationsdruck aussetzen.

Ich werde (versuchen) nur noch Dinge zu tun, die mir Freude bereiten, werde Prioritäten setzen. Und das betrifft meine gesamten Social-Media-Aktivitäten.

Ich werde mir keinen Termin für das Ende dieser Auszeit setzen, wie ich es zunächst geplant hatte.

Ich werde einfach mal abwarten, was passiert. Es bleibt mir eh’ nichts anderes übrig.

Und auf Verständniss werde ich hoffen. Von euch.

Paules Crowd-Umfrage #1 – Allgemeine Zufriedenheit

Bitte ebenso fleissig wie ehrlich abstimmen, eure Meinung ist wichtig! Mir zumindest.

Wie zufrieden bist Du mit Breitnigge?

  • Sehr zufrieden. Aber besser geht immer. (55%, 213 Votes)
  • Wunschlos glücklich. Bitte nichts verändern. (21%, 82 Votes)
  • Hat stark nachgelassen. Früher war es besser. (8%, 32 Votes)
  • Jetzt auch noch bezahlen? Weg hier. (8%, 32 Votes)
  • Ist ok. Könnte besser sein. (8%, 27 Votes)

Total Voters: 386

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Ergänzendes Feedback (Was ist gut, schlecht, was soll/muss verbessert werden?) bitte in die Kommentare.

Paules Crowd oder Breitnigges Funding

Was ist das jetzt schon wieder?

Was, Crowdfunding? Das hier.

Aber der Reihe nach. Wenn ich allerdings nur wüsste, wo die Reihe anfängt. Vielleicht da: Ich finde den Gedanken faszinierend, dass man nicht wie früher – und ich habe diese Zeiten in der New-Economy-Blase vor mehr als 10 Jahren miterlebt – größere (Einzel-)Geldgeber von seiner Idee, seinem Projekt überzeugen muss, nein, man überzeugt einfach “die Masse”.

Wieso von einem Geldgeber 100.000,- Euro, wenn man auch von 100.000 Geldgebern 1,- Euro bekommen kann?

Gedankenspiele.

Ein anderer roter Faden für diesen Beitrag ist viel konkreter. Ich erziele mit meinem Weblog (und anderen Webseiten) Einnahmen. Werbeeinnahmen. Nicht die Welt, aber zumindest so viel, dass ich mir dafür extra einen Steuerberater nehmen musste, weil man da mit der Lieschen-Müller-Steuer-DVD-aus-dem-Aldi irgendwann nicht mehr weiter kommt und jede Menge Geld ans Finanzamt verschenkt.

Am Anfang waren diese Einnahmen ein Taschengeld, dass meine Kosten für den Betrieb meiner multiplen Aktivitäten im Netz deckten. Über die Jahre wurde es kontinuierlich mehr und führte sogar dazu, dass ich mir wieder diverse Live-Spiele in München leisten wollte, konnte, inklusive Flug und Hotel.

Und auch wenn ich diese Einnahmen nie als feste Einnahmen einkalkuliert habe – denn Werbeeinnahmen können von einem Monat auf den nächsten wegbrechen – gewöhnte ich mich schon ein wenig daran – klar, wer würde dies abstreiten.

Konkret ist es nun so, dass eine größere Einzelvermarktung definitiv zum Jahreswechsel wegfällt. In Zahlen bedeutet dies ca. 60% weniger Einnahmen. Kein Drama, aber es könnte durchaus sein, dass das Spiel gegen Arsenal, für welches zur Zeit eine Karte auf dem Weg nach Bonn ist, dass einzige Spiel in der Rückrunde bleiben wird.

Auch dies ist nicht schlimm – warum erzähle ich es dann überhaupt?

Weil ich meine Leser, meine Community, meine Crowd hier an meinen Lebensumständen teilhaben lassen will. Ich will euch alle mit einbeziehen. Zumindest möchte ich den Versuch starten, für mich persönlich herauszufinden, was für ein Potential in euch, meinen Lesern – ob treu oder neu – steckt.

Es soll jetzt noch gar nicht um ein professionelles Crowdfunding gehen, soweit sind wir noch nicht, aber ab und an befrage ich meine Leser zu diversen Themen – inzwischen fast schon eine Tradition. Diesmal bin ich noch gespannter als sonst, was dabei heraus kommt.

Über Geld zu reden ist ja – zumindest in Deutschland – immer so eine Sache. Und ich trete nun auch nicht als Bittsteller auf, damit ihr mir weiterhin “mein FCB-Fan-Leben” finanziert. Nein, mein Interesse geht noch einen Schritt weiter.

Ich selbst bin schon, seit dem ich im Internet und seinen Diensten aktiv bin, der Meinung, dass Arbeit ihren Preis und vor allem ihren Wert hat. Ich habe es nie als selbstverständlich empfunden, dass “im Internet alles kostenlos zu sein hat, weil es ja schließlich das Internet ist”. Hinter jeder (ok, fast jeder) Webseite steckt Arbeit. Mal mehr, mal weniger. Und diese Menschen machen dies nicht alle nur zu ihrem Privatvergnügen. Ich gebe zu, dass Breitnigge.de anfangs nur ein Hobby von mir war. Und das ist es auch heute noch. Aber ist ein Unterschied, ob man ein Blog “zusammen kloppt”, dass 50 Leser im Monat hat und es eigentlich egal ist, ob man Beiträge zum Spiel schreibt oder nicht, oder ob man ein Weblog mit teilweise um die 2.000 Lesern pro Tag am Leben halten will und es quasi “erwartet” wird, dass zu jedem Spiel ein Bericht folgt und am besten auch noch mit individuellem Stil, der sich von all den anderen Nachrichten-Quellen unterscheidet. Während man ganz nebenbei noch ein privates Familienleben mit Frau und Kindern und einen nicht minder fordernden Job hat.

Mich soll hier niemand falsch verstehen, ich mache all dies immer noch sehr, sehr gerne und werde es sicherlich auch noch eine lange Zeit so weiter machen, ich will nur illustrieren, was hinter diesen Zeilen oftmals für Anstrengungen stehen.

Im Übrigen nicht nur bei mir, es gibt da noch jede Menge andere, noch viel größere Webseiten, oder Blogs die noch viel mehr Arbeit erfordern, dahinter kann ich mich locker verstecken.

Wie gehen wir also vor und wo will ich hin?

Wir rollen das Pferd von hinten auf. Ich will zunächst einmal wissen, wie die allgemeine Zufriedenheit mit Breitnigge.de ist. Danach interessiert mich, ob ihr der ähnlichen Meinung wie ich seid, ob es für auch einen Wert darstellt, was hier so regelmäßig zu lesen ist. Und abschließend ein paar Fragen zu organisatorischen Dingen.

Was mir übrigens ebenfalls völlig klar ist: Sollten die Umfragen ergeben, dass ich meine obige Meinung exklusiv habe und keinerlei Bereitschaft besteht, meinen Gedanken zu folgen, werde ich das akzeptieren. So funktioniert Demokratie nun einmal. ;-)

Umfrage 1: Wie zufrieden bist Du mit Breitnigge?

P.S. Bevor ich das vergesse: Sollte das mit “Paules Crowdfunding” erfolgreich sein, wird Breitnigge.de natürlich werbefrei werden (und bleiben) – denn dann seid ihr ja meine “Financiers” und somit ein entscheidender Teil von Breitnigge.de. Analog zu App.net – dem “besseren” Twitter. ;-)

Paule gibt den Kohl und jede Menge Antworten. Im 11Freunde-Sonderheft.

Es ist mal wieder soweit. Ein Jahr ist rum, die Sommerpause strebt ihrem Höhepunkt entgegen und die Bundesliga-Sonderhefte zur neuen Saison schlagen auf.

Auch von den 11Freunden. Und der Paule ist dabei. Mal wieder.

Wer das Heft noch nicht gekauft hat, oder an der ungekürzten Fassung meines Fragebogen interessiert ist – biddeschön.

Die neue Saison wird legendär, weil:

…wir seit der letzten Saison wissen, dass ein FC Bayern immer noch einen oben drauf setzen kann. Oder unten. Drunter.

An die alte Saison werde ich mich noch lange erinnern, weil:

…ich mich – wie jedes Jahr – an jede Saison meines Vereins erinnern kann…

Drei Wünsche frei für die nächste Saison? Hier sind sie:

Ein #FinaleAbroad mit Eiern vom Punkt, ein Trainer, der beim FC Bayern Standards trainieren lässt und ein Toni Kroos, der die 100m in unter 25sek laufen lernt.

Huaaah! Mein größter Albtraum:

Noch einmal ein #FinaleDahoam durchleben zu müssen. Live und am Rande der Belastungsgrenze. Ich werd’ auch nicht jünger.

Mein Lieblingsspieler im aktuellen Team ist:

Keine Chance. Da leg’ ich mich nicht fest. Meine Vorauswahl: Neuer, Alaba, Schweinsteiger, Ribery, Müller oder Gomez

Warum? Weil ich es kann.

Mein Held vergangener Jahre:

siehe Fragebögen der letzten Jahre. Neu-Einsteiger in dieser Liste: Neuer und Alaba

Lustigster Fangesang der letzten Saison war:

Nach Lachen war mir heuer im Stadion nicht zumute. Vor allem gegen Ende der Saison…

Nie wieder! Was müsste passieren, damit Du nicht mehr ins Stadion gehst?

Was für eine Frage! Vielleicht wenn der FC Bayern sich auflösen würde, oder es nur noch Spiele der Nationalmannschaft gäbe? Abwegig.

Auf dieses Auswärtsspiel freue ich mich besonders, weil:

Düsseldorf. Ein erstes Mal könnte meine Frau mich live im Stadion erleben. Ob sie will oder nicht…

Unser aktuelles Trikot ist…

…was für Farbenblinde. Obwohl: Vielleicht eher was _von_ Farbenblinden? Oder was machen die Trikotdesigner in Herzogenaurach von Beruf?

Wenn Kathrin Müller-Hohenstein und Olli Kahn im nächsten Jahr auch die Champions League moderieren, dann…

…schaue ich mir das weiterhin nicht an. Ob Kahn nun twittert oder schwimmt.

Wonti, ich komme! Hier ist meine beinharte These für den nächsten Doppelpass:

Mehr Twitter, weniger Gezwitscher.

Im Stadion brauche ich nur Wurst, Bier und…

W-LAN. Was sonst?

Meinem Klub fehlt …

…der Erfolg. Seit Jahrzehnten. Gefühlt. Wenn man der Bayern-Seele in diesen Wochen Glauben schenken mag. Oder vielleicht einfach doch nur Eier. Beim Schießen von Elfmetern…

Diesen Fußball-Twitteraccount habe ich immer im Auge:

Meinen. Denn vom FC Bayern gibts ja keinen…

Wer verpflichtet in der Winterpause Otto Rehhagel?

Ob jemals noch ein Verein so verzweifelt sein wird? Andererseits: Kommt darauf an, in welchem Verein Herr Preetz in der Rückrunde Manager ist.

Und wer Rolf Schafstall?

Irgendwas mit Ostdeutschland. Da ist Schafstall sicher immer noch extrem beliebt…

Wer klagt sich nach dem Relegationsspiel durch alle Instanzen?

Soll ich jetzt hier den 375. Witz über Hertha oder Fortuna niederschreiben? Eher wird es das unterlegene Team werden. Nachdem der inszenierte Platzsturm keinen Erfolg brachte…

Apropos Inszenierung. Platzstürme werden die neuen Sommer-/Wintermärchen, wetten?

Die Erste Liga verlässt nach unten…

Kaiserslautern, 1860 und der Club. Ach ne, die drei Wünsche sind ja schon durch. Realistisch betrachtet wird es wohl die Plätze 16-18 treffen. Verrückt.

WDwWbP 2012: Die rote Wand

Es ist die Sehnsucht. Und das muss man auch als Bayern-Fan mal offen sagen dürfen.

Die Sehnsucht nach Stimmung. Echter, überschäumender, lauter Old-School-Stimmung. Wie sie vielleicht andere Vereine im Rahmen ihrer Heimspiele haben. Wobei dies natürlich oft auch nur Image ist.

In unserem Stadion habe ich derlei selbst erlebt. In den letzten Monaten.

Ich hatte während des Spiels desöfteren meine Augen und Ohren auf der Südkurve und ich hatte nicht nur einmal eine Gänsehaut bei dem Gedanken, was mit unserer Südkurve möglich wäre, wenn diese Power über den gesamten Unterrang oder gar über die ganze Wand im Süden ausgedehnt werden könnte. Der Wahnsinn. Ein wahnsinniger Traum.

Und wenige Wochen später…

Dann die 83.Minute. Vor der Südkurve. Nach einer dieser unzähligen Strafraum-Wuseleien unserer Offensive. Teilweise zu verspielt, teilweise zu lässig, teilweise einfach nur fahrlässig. Und dann kam Müller. Und Esktase, Freude, Schreie – eine Explosion. Wildfremde Menschen lagen sich in den Armen.

Selbst solche – zuvor schon mehr oder weniger deutlich als Südkurven-Touristen erkennbare – Bayern-Fans, die aber jeden Support mehr oder weniger mit machten.

Mitten drin der Paule. Der Paule, der seit vielen Jahrzehnten Fan dieses Vereins ist. Der in dieser Zeit viele Meisterschaften, viele Pokalsiege und fünf Championsleague- oder Landesmeister-Cup-Endspiele gesehen hat und hier nun endlich einmal dabei war. Der Paule weinte. Er weinte wie 2001. Als wir nach 25 Jahren zum ersten Mal wieder diesen Henkelpott in einen Nachthimmel recken konnten. Hemmungslos möchte ich hinzufügen.

Es gibt sie also. Diese Option. Und es scheint nur von der Situation und der Konstellation abzuhängen. Trotz der Dauerkarten-, Ultra-, Fronten-im-Verein-Probleme.

Allein das verbreitet Hoffnung. Denn die Gegenwart lässt derlei nicht zu. Schade.

Andererseits sind obige Situationen vielleicht sogar kontra-produktiv. Denn so tendieren die Verantwortlichen innerhalb des FC Bayern eher zur These, dass es doch klappen kann mit dieser Stimmung. Wenn die Fans nur wollen.

Dabei gibt es auf Seiten des Vereins nicht weniger Baustellen, die es hier zu schließen gilt.

Wollen wir das alle?

Dann, ja dann gibt’s tatsächlich besagte Hoffnung.

WDwWbP 2012: Breitnigge-Stammtisch. In München.

Fragt mich nicht. Das haben andere schon gemacht.

“Wie wäre es mit einem Breitnigge-Stammtisch in München?”

Mhm. Das kann nur ein Nicht-Stammleser, -Verfolger, -Fan gefragt haben.

Warum?

Weil es erstens einen (Fußball-)Stammtisch in München gibt. Und auch Breitnigge schon Stammtische veranstaltet hat. In Köln. Weil Breitnigge schlicht und einfach nicht in München lebt. Keiner bedauert dies manchmal mehr als ich.

Nein. Es gibt den Tweetpass München (#tpmuc (auf Twitter)). Und es gab – schon zweimal – den Tweetpass Cologne (#tpcgn). Den Tweetpass Cologne habe ich seinerzeit ins Leben gerufen, weil das Thema Tweetpass NRW eingeschlafen war. Und weil mein eigenes Thema #tpcgn – mehr oder weniger bewusst – einschlief, gründeten freundliche FCB-ferne Teilnehmer des #tpcgn den Tweetkick Schäl Sick, kurz #tkss.

Auf diesem Fußball-Stammtisch kann man wiederum – und hier schließt sich der Kreis – den Breitnigge mehr oder weniger regelmäßig antreffen.

Auf dem Tweetpass München auch. Wenn sowohl ich in München bin, als auch ein #tpmuc ausgewählt wurde. Bisher war das einmal der Fall. Zwecks dieses Spiel hier. Welch’ glückliche Fügung.

P.S. Nächste Woche Dienstag ist der nächste #tkss. Ich werde wohl dabei sein.

WDwWbP 2012: “Bastian”, frei nach Erich Fried

Der Weg ist weit
sagen die Beine.
Es ist nur ein Ball
sagen die Hände.
Das Tor ist klein
sagen die Augen.
Es ist nur ein Schuss
sagen die Eier.
Mach’ ihn rein
denken alle.
Es klatscht
sagt der Pfosten.
Hallo Herz
sagt die Hose.
Es ist still
sagt die Leere.

Der 2012er Wünsch-Dir-Was-Paule

Es ist “Sommer”. Gar Sommerpause. Und das Loch schlägt nun auch bei mir voll durch.

Themen-spezifisch jetzt.

Drum mache ich mir das diesmal erneut ein wenig einfacher:

Ihr Breitnigge-Fans, -Leser, -Kommentierer dürft Euch was wünschen!

Worüber soll der Paule in den nächsten Tagen und Wochen – bis es wieder was Richtiges zu berichten gibt – so seine Gedanken zu äußern?

Die interessantesten Themenvorschläge (auch für andere) werde ich aufgreifen.

Los geht’s!

Mit dieser EM bin ich fertig.

Dieser Beitrag ist – urlaubsbedingt – spät dran.

Es gibt aber auch gar nicht viel zu sagen.

Mit der EM 2012 bin ich fertig. Also inhaltlich. Ich habe dem Thema nichts mehr hinzuzufügen.

Alles was ich zu sagen hatte, habe ich – im Urlaub – über Twitter bereits gesagt.

Was es sonst noch zu sagen gäbe, haben andere für mich übernommen.

Der Kaisergrantler zum Beispiel. Oder Herr Niggemeier. Oder Bildblog.de. Oder Herr Zeigler. Oder Sportsaal.de.

“Man” muss nicht unbedingt alles davon – vorbehaltlos und in der Wortwahl – unterschreiben. Aber es spiegelt meine grundsätzliche Überzeugung wider.

Und jetzt ist es auch gut. Seit heute – 01.07.2012 – haben wir eine neue Saison. Und das ist gut so.

Der Paule ist dann mal weg.

Ich hab’ Urlaub. Yeah. Und morgen geht es dann auch wirklich auf die Reise. Kinder und Kegel werden in aller Früh eingepackt und zack auf die Insel.

Ihr bekommt das auch ohne mich hin, oder?

Klar – ist doch EM. Und einen Tag vorm Finale ist Papa ja auch wieder da.

Tschüss.