Geldstrafe

Die DFL ermittelt. In Sachen Geheimtreffen. Zwischen Klose und den Bayern.

Das Geheimtreffen zwischen Miroslav Klose und Vertretern des FC Bayern München hat sowohl für den Spieler als den Verein ein Nachspiel. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat sich in die offensichtlich nicht regelkonformen Transferbemühungen der Bayern um den Stürmer von Werder Bremen eingeschaltet.

Flugs werden auch Summen ins Spiel gebracht.

Bei einem ähnlichen Fall in England mussten Chelsea und der umworbene und später verpflichtete Spieler Ashley Cole eine Geldstrafe von zusammen 900.000 Euro zahlen.

Naja. Bei der Transfersumme, die im Raum stehen dürfte, ist das zu verschmerzen. War es für Chelsea und Cole ja auch. Und Cole ist inzwischen eine der Säulen im Team.

Aufgrund der im Raum stehenden Verpflichtung von Luca Toni sehe ich einen Klose ohnehin nicht mehr für 2007 im Bayern-Trikot. Ich könnte mir da aktuell viel eher einen Vorvertrag vorstellen. Für 2008. Da läuft nämlich sein Vertrag aus. Und dann hätte Herr Allofs ohnehin keinen Einfluss mehr auf das Transferziel… 😉

Klose sieht die Sache ohnehin anders, als der Verein das gerne hätte:

Auf die Frage, ob er das Treffen mit den Bayern bereue, antwortete der Profi am Samstag nach dem Abschlusstraining für das Bielefeld-Spiel: „Nein.“

Eben.

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0 Gedanken zu „Geldstrafe

  1. Einen Vorvertrag wird Klose wohl kaum abschließen. Immerhin ist der FC Bayern auch für ihn nur zweite Wahl. Es gibt für Miro schlicht keinen Grund, sich jetzt schon auf diesen Verein festzulegen. Nach einer guten Saison bei Werder und einer Guten EM könnte sein Traum von einem Wechsel zu einem Topclub im Ausland ja noch wahr werden

  2. Finde ich ja schon erstaunlich, dass du jetzt den FC Chelsea als Vorbild heranziehst. Genauso wie Uli Hoeneß & Co offensichtlich das Geschäftsgebaren von denen nachahmen.
    Aber wenn das der sakrosankte Herr Hoeneß macht, ist es natürlich ok.

    Den moralischen Unterschied zu Chelsea und den ganzen ‚Millionärsclubs‘ machst du ja immer daran fest, dass der FCB sein Geld selbst verdient. Aber trifft das auch auf die Sponsoring-Millionen von der Telekom zu, vor dem Gelsenkirchener Gazprom-Deal die mit Abstand höchste jährliche Summe in der Liga? Ich sehe den qualitativen Unterschied nicht so ganz.

    In Wirklichkeit war das Geheimtreffen mit Klose eine miese Tour und die Bayern sind schon tief gesunken, dass sie sowas anscheinend nötig haben. Wenn UH und KHR jetzt wenigstens ihre Moralpredigten gegenüber anderen Vereinen unterlassen…

  3. Wo steht, dass ich den FC Chelsea als Vorbild ansehe? Oder liest das mal wieder nur Du? 😉

    Ich hatte die Strafe für Chelsea zitiert, wie übrigens alle anderen Medien auch. Parallel habe ich die Strafe selbst in Relation zur Transfersumme gesetzt und somit dargelegt wie gering sie eigentlich war. Der Spieler ging ferner trotzdem zum Verein.

    Mein Hintergedanke war vielmehr, dass derlei Dinge wohl nur eingedämmt werden würden, wenn die Höhen der Strafen deutlich angehoben werden…

    Wo Du Deine anderen Mutmaßungen über meine Absichten liest, darfst Du mir erklären! 😉

  4. Du schreibst über eine mögliche Geldstrafe:
    „Bei der Transfersumme, die im Raum stehen dürfte, ist das zu verschmerzen. War es für Chelsea und Cole ja auch. Und Cole ist inzwischen eine der Säulen im Team.“
    Da sehe ich weit und breit keinen kritischen Unterton. Vielmehr kommt es so rüber, als ob Chelsea alles richtig gemacht hat und sich die Bayern das angesichts der geringen Strafe als Vorbild nehmen sollten.

    In deinen Beiträgen zum Thema Chelsea, Abramowitsch etc., damals noch an alter Adresse, hast du immer diesen Unterschied zwischen denen und den Bayern gemacht: Letztere haben ihr Vermögen selbst erwirtschaftet, erstere werden von reichen Milliardären mit Geld vollgestopft. Diese Argumentation erscheint mir angesichts der Unterschiede bei Sponsoring-Geldern, die auch nicht wirklich selbst erwirtschaftet sind, fragwürdig.

    Die Doppelmoral der Bayern-Führung ist einfach immer schwerer erträglich; dass du das als Fan weniger kritisch siehst, will ich dir nicht zu sehr vorwerfen, aber denk mal dran, wie sich Hoeneß noch letzten Sommer über die Annäherungsversuche von Alex Ferguson und ManU an Owen Hargreaves echauffiert hat. Und nun das Geheimtreffen mit Klose im Flughafenhotel, zwei Tage vor dem UEFA Cup-Spiel. Vom Stil her war das wie in einem billigen Agentenfilm; das Ziel: Werder zu umgehen und vor vollendete Tatsachen zu stellen.

  5. 1. Ok. Sagen wir es mal so: Du interpretierst es so, dass ich dazu aufrufe, es Chelsea nachzumachen, meine Intention war es nicht. Wie gesagt, die Strafe war in diesem Fall im Vergleich zur Transfersumme lächerlich gering. So wird es wohl (leider) auch im Fall Klose vs. FCB sein – wenn es zu einer Verurteilung kommt.

    Ich würde auch nicht soweit gehen, dass die Bayern diese geringe Strafe einkalkuliert haben – so nach dem Motto: „Wenn wir erwischt werden, ist doch egal, das zahlen wir aus der Portokasse“ – den Bayern derlei kriminelle Energie zu unterstellen, erfordert schon eine gehörige Abneigung – wie war nochmal Deine generelle Meinung über die Bayern?! 😉

    2. Du willst allen Ernstes die Sponsorengelder der Bayern mit den Abramowitsch-Milliarden gleichsetzen? Meinst Du das ernst? Dir ist jedes noch so schwache „Argument“ recht, Deine Meinung gegen die Bayern zu untermauern, oder? 😉

    Wir können Folgendes vergleichen:

    – TV-Gelder England vs. TV-Gelder Bundesliga
    – Championsleague-Prämien
    – Sponsorenerträge
    – etc.

    Was wir aber bitte, bitte nicht vergleichen können, ist die private Abramowitsch-Kohle aus schwarzen russischen Kanälen. Womit sollten wir die bei den Bayern vergleichen? Hast Du schon mal mitbekommen, dass UH, FB oder KHR mit ihrem Privat- oder Firmenvermögen irgend etwas beim FCB finanziert hätten?

    Hast Du ferner schon einmal gehört, dass die Führung des FCB in den letzten Jahrzehnten die schiefe Transfer- und Finanzbilanz ausgeglichen hat, wie es z.B. ein Herr Berlusconi oder diverse Real-Präsidenten regelmäßig tun?

    Da spielt jetzt auch kein Neid mit, oder so. Es geht mir nur darum – und das habe ich jetzt schön desöfteren gesagt – dass wir hier schon seit längerem mit Äpfeln und Birnen Fußball spielen und das sollte allen bewusst sein, die die Bayern im Europapokal beurteilen (abgesehen von wirklich grottenschlechten Spielen gegen Vereine ausserhalb der Abramowitsch-Liga)!

  6. Ich frage mich natürlich schon, ob Klose dafür auch so einen neckischen, zinsgünstigen ‚Kredit‘ bekommt wie einst der Herr Deislrer.

  7. Ich verstehe deine Argumentation schon, nur frage ich mich, ob diese Aufteilung ‚Gutes Geld – Schlechtes Geld‘ wirklich angemessen ist. Fußball folgt nun mal einer erzkapitalistischen Logik, wie willst du da verhindern, dass ein Privatmann sein Geld in einen Verein investiert?
    Im Fall Abramowitsch / Chelsea mag die Herkunft des Geldes fragwürdig sein, aber was ist mit den anderen Fällen, gerade in England? Man United, Liverpool, West Ham etc? In der Bundesliga hat ein Michael A. Roth dem 1.FC Nürnberg immer wieder mit eigenem Geld ausgeholfen, wenn der Verein schlecht dran war.

    Man muss das nicht gut finden, aber für mich ist das ein normaler Vorgang und nichts weltbewegend Neues. Die Bayern haben dieses Thema auch erst entdeckt, als sie auf europäischer Ebene ins Hintertreffen geraten sind.
    Worauf wir uns vielleicht einigen können: Die FIFA müsste weltweit Gehaltsobergrenzen und Richtlinien für eine transparente Geschäftsführung der Klubs einführen.

  8. Gehaltsobergrenzen?
    Was soll das denn? Wir sind doch nicht im Kommunismus.

    Und wer bitte soll dann die Mehreinnahmen (falls vorhanden) einstecken?

    Die Funktionäre etwa?

    Die Vereine sind doch selbst Schuld, dass die Spielergehälter immer weiter steigen. Ohne die Champions League (also mit dem alten Meister-Cup) hätten sie wesentlich weniger Spiele und auch dementsprechend geringere Einnahmen. Ergo könnten sie den Spielern nicht diese irsinnigen Gehälter zahlen. Was auch noch dazu führen würde, dass die Kluft zwischen CL-Teilnehmern und den anderen Clubs nicht ganz so groß wäre.

    Mal ganz abgesehen davon, dass sie für diesen Mist auch noch zusätzliche Spieler verpflichten müssen, weil 50 oder 60 Spiele pro Saison einfach nicht mehr zu verkraften sind.

    Aber denkt man daran, vielleicht wieder zum alten Modus zurückzukehren? Nein, natürlich nicht. Statt dessen fordert man von den Verbänden Kohle für die Nationalspieler. Was ich für eine absolute Unverschämtheit halte, denn ohne die erfolgreichen Einsätze in den jeweiligen Nationalmannschaften wäre die erzielbaren Ablösesummen doch nicht mal halb so hoch.

    Ich glaub, ich komme vom Thema ab, sorry.
    Aber dieses Gejammer um die Kohle regt mich halt immer dermaßen auf – gerade wenn es von den Großclubs kommt, die offenbar noch immer nicht begriffen haben, dass sie ohne den Rest der jeweiligen Liga nicht einen müden Euro einsacken könnten. Aber trotzdem meinen, ihnen stünden 50 Prozent der gesamten Liga-Einnahmen zu.

    Da kri’isch Plaque.

  9. Ende