Murmeltiertag im WM-Land

Herr Ballack ist einmal mehr verletzt!

Schockschwerenot!

Die aufgepeitschte deutsche WM-Masse gerät in Panik!

Dabei hätte eine kurze Nachfrage bei uns Bayern-Fans völlig ausgereicht, um zu erfahren, dass Herr Ballack in den letzten Monaten ziemlich oft verletzt und darüberhinaus immer verletzungsanfälliger geworden ist. Neben diversen Muskelverhärtungen und Zerrungen in Wade, Knie und wo auch immer, fällt mir da vor allem das berühmte Schambein ein – alles schon vergessen, Deutschland?

Und jetzt?

Jetzt wird Herr Ballack einmal mehr pampig, weil es nun auch der BundesKlinsi wagt die Werbe-Ikone zu kritisieren – ja wo kommen wir denn da hin, wenn der NationalKapitän seine Verletzungen nicht mehr selber und zu Hause bei Frau und Kindern behandeln darf?

Frechheit!

P.S. Wenn es nach der aus Bayern-Zeiten bekannten Statistik geht, hat Deutschland für das Costa Rica-Spiel aber nichts zu befürchten, denn ohne Ballack lief es auch bei den Bayern oft besser als mit… 😉

P.P.S. Herr Ballack sieht wahrscheinlich seine Werbe-Etats in Gefahr und sich selbst plötzlich einsatzfähig – es bleibt spannend…

Interne Lösungen

Nach den bald abgeschlossenen Millionen-Transfers fährt der FC Bayern in Sachen Kader weiter zweigleisig.

Nach der Integration von Spielern wie Lahm, Schweinsteiger, Hargreaves, Rensing, Ottl und Guerrero, die alle aus der Bayern-Jugend kamen, erhält diese Liste in der neuen Saison mit Rückkehrer Lell und „Aufsteiger“ Stephan Fürstner erneut Zuwachs!

Soviel zum Thema: Jugend(liche) Spieler haben beim FC Bayern keine Chance…

Transfergerüchte # 5

Die Gerüchte verdichten sich und es kann wohl bald Vollzug gemeldet werden:

Nach Nationalstürmer Lukas Podolski zeichnet sich auch die zweite hochkarätige Neuverpflichtung beim deutschen Fußball- Rekordmeister FC Bayern München ab. Der Wechsel von Abwehrchef Daniel van Buyten vom Hamburger SV stehe kurz bevor, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß in München.

Na da bin ich aber mal auf die Ablösesumme gespannt und wer dann da wie sein Gesicht verliert, aber wahrscheinlich wird einmal mehr Stillschweigen vereinbart…

Somit wären dann also zwei von drei Problem-Zonen befriedet – bleibt nur die Frage des zukünftigen Spielsystems und die dafür erforderlichen Spieler und ob wir die nun schon haben, oder nicht…

Man kann der WM aktuell ja nicht mehr entkommen,

aber diese Meldung erschütterte mich dann doch:

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter soll im September nach Informationen des Handelsblattes das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Bitte?

Zum Glück ging die Meldung noch weiter…

Allerdings gibt es Streit darum, ob die Ehrung angemessen ist.

Dieser Punkt ist hoffentlich nicht nur in meinen Augen mehr als offensichtlich!

Wäre es nicht ein Schlag ins Gesicht eines jeden Menschen, der wirklich etwas für die Menschen in diesem Land – auch ganz persönlich und direkt – getan hat, der diese höchste deutsche Auszeichnung wirklich verdient hat und nicht nur im Sog des WM-Wahnsinns zugespült bekommt?

Diese Auszeichnung für einen Mann, der sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert sah, den Weltfußballverband nach gutdünken regiert und es fertigbringt die deutschen WM-Helden zu verwechseln?

Dem Fifa-Präsidenten ist bei einem WM-Empfang in München eine peinliche Verwechselung der Ex-Stars Paul Breitner und Gerd Müller unterlaufen.

Naja, am Ende wird ohnehin wieder alles so laufen wie bisher – aber gesagt habe ich es jetzt zumindestens…

Ausschwärmen!

Der FC Bayern schickt seine komplette Scouting-Abt. während der WM in die Stadien, allein der Erfolg dieser Aktion wird schon im Vorfeld kleingeredet:

Wirklich unbekannte Spieler gibt es aber kaum noch – weder für Dremmler, noch für seine Kollegen bei den anderen großen Vereinen. „Jeder Klub in ganz Europa weiß über seine Scoutingsysteme zu sehr Bescheid, wo interessante Spieler sind – in Südamerika, selbst in Afrika“, sagt Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Der Fluch der guten Tat, im Umkehrschluss heißt dies aber (in Abwandlung eines Satzes aus der Werbebranche):

Wer nicht scouted, stirbt!

Selbst Vizeweltmeister und Angehörige des FC Bayern trifft übrigens das Ticket-Chaos:

Dremmler berichtet, dass es für ihn und seine Abteilung sehr schwierig war, das WM-Turnier vernünftig zu planen. Grund sei das komplizierte Ticket-Vergabe-System gewesen. „Für eine Sichtungsabteilung wie uns ist das Verfahren sehr schwerfällig.“ Kurzfristig an Karten zu gelangen sei fast unmöglich. „Ich bin nach wie vor nicht zufrieden. Wir würden gerne Tickets kaufen, können es aber nicht.“

Aber sonst ist ja alles prima…

Was sollen wir uns mit diesem ganzen Quatsch

der Ticketbörsen und Umtauschaktionen beschäftigen, gehen wir doch alle zum Bund, dann kommen wir für lau ins Stadion

Der „Spiegel“ schreibt, Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sei die Idee, Soldaten in Zivil zu Tausenden auf freie Sitze zu verteilen, erstmals Mitte April während eines Besuchs beim DFB in Frankfurt am Main vorgetragen worden. Die Militärführung habe aber darauf beharrt, dienstlich ins Stadion befohlene Truppen müssten Uniform tragen. Das wiederum habe die FIFA nicht gewollt.

Stimmt, sowas gab es bestimmt zuletzt 1978 in Argentinien, oder?

Die Idee sei jetzt verworfen worden. Das Organisationskomitee habe dem Ministerium vor wenigen Tagen per E-Mail mitgeteilt, es bestehe nun doch kein Bedarf mehr für Truppen in Zivil. Die gewünschten „zusätzlichen Unterstützungsleistungen“ der Bundeswehr, seien mithin „nicht mehr erforderlich“, heiße es in einem internen Vermerk des Ministeriums.

„Zusätzliche Unterstützungsleistungen“ *pff* – schon mal auf die Idee gekommen, die freien Plätze mit denen zu besetzen, die da wirklich hingehören?

Ach nein, das wäre ja viel zu absurd…

Liebling des Monats Juni 2006

Cedric Makiadi wurde mit überwältigender Mehrheit zum Mythos-Bayern.deLiebling des Monats Juni 2006 gewählt!

Sein Tor in der 66. Minute zum 1:1 und seine Torvorlage zum 2:1 in der 69. Minute des Abstiegsendspiels Wolfsburg gegen Kaiserslautern besiegelte am 34. Spieltag der abgelaufenen Bundesliga-Saison den zweiten Abstieg in der Geschichte des 1.FC Kaiserslautern – eine Region am Boden!

Er erfüllte damit nicht nur sich selbst einen Traum, sondern auch uns machte er überglücklich, war doch dieser Abstieg eines unserer Saisonziele neben dem Double…

In Kaiserslautern dagegen löste dieser mehr als überfällige Abstieg nur einmal mehr lautes Selbstmitleid, Wehklagen und reflexartig den Ruf nach (noch) mehr (Steuer-)Geld hervor, um nicht gleich ganz aus dem Profi-Fußball zu verschwinden – allein die Frage bleibt: Ja, und?

Danke, Cedric Makiadi – ich glaube, wir haben einen Geheimfavoriten auf den Liebling des Jahres

Der nächste Spieler,

der nuur wegen der Sprache zum FC Chelsea wechselt

„Wir haben zusammen zum Wohle der Familie so entschieden.
Ich spreche kein Englisch, meine Frau kein Ukrainisch, die einzige Sprache, die uns verbindet, ist Italienisch. Aber der einzige Weg, unseren Kindern zu zeigen, wie sehr wie sie lieben, ist die englische Sprache“, erklärte Shevchenko.

Aber sicher doch – und was sind schon 575 Mio. Euro