Die Bayern in Rostock. Siegreich.

Eigentlich war geplant, dass der Bericht über den 9. Bundesliga – Spieltag mit dem Haupt – Thema „Nicht gegebene Elfmeter“ aufmacht, aber im Grunde spricht ja heute schon niemand mehr darüber, wie viele Elfmeter an diesem Wochenende nicht gegeben wurden.

Und die Bayern haben ja trotzdem auch so in Rostock gewonnen, da wo ja in dieser Saison quasi jeder gewinnt! Deshalb haben während des Spiels gehörig die Wände gewackelt, weil es lange Zeit so aussah, dass gerade der FC Bayern mal wieder so freundlich wäre, dass erste Team zu sein, dass dort nicht gewinnt!

Selten wäre allerdings ein Punktgewinn für den Heim – Gegner des FC Bayern so unverdient gewesen und alleine das steigende Unvermögen einzelner Spieler (wie z.B. Hargreaves, Hashemian und Kuffour) aus der B-Elf hat Hansa doch davor bewahrt haushoch zu verlieren!

Schon irgendwie komisch, dass ausgerechnet die Einwechsel – Spieler Scholl und Guerrero, an sich ein Sinnbild zweierlei Generationen, die entscheidenden Protagonisten werden sollten, neben Sagnol, der nicht nur traf in seinem ersten Bundesliga – Spiel in dieser Saison, sondern auch nach dem Spiel in herrlicher Offenheit und fast perfektem Deutsch das bestätigte, was wir alle immer vermuteten, dass er nämlich schon ziemlich lange, ziemlich gut unsere Sprache spricht, aber mit Lizarazu immer ein französisches Sprach – Bollwerk bewahrte, was jetzt nicht mehr existiert und somit spricht er auf einmal auch mit seinen Kollegen Deutsch – lustig…

Wir wollen nicht die bösen Worte „Absicht“, oder „Verweigerung“ in den Mund nehmen, aber wer schon einmal in Paris oder in Frankreich Urlaub gemacht hat, der weiß, dass viele Franzosen durchaus die grundlegende Tendenz haben, erstmal nur ihre Muttersprache zu sprechen, selbst wenn sie eine andere beherrschen… 😉

Aber was gab es sonst noch Wichtiges an diesem 9. Spieltag?!

Achja, die Borussia aus Dortmund gewinnt erneut das Heimspiel nicht und das gegen einen HSV, der bisher auswärts ja nun wirklich keine Bäume ausgerissen hat, aber es zeigt einfach wie sehr dieser Verein zur Zeit am Abgrund steht und das offensichtlich für den nächsten Schritt nicht mehr viel fehlt, schlimm wird’s, wenn man sich dabei ertappt, dass einem die Schwarz-Gelben eigentlich nur noch leid tun…

Erfreulich ist auch, dass der 1.FC Kaiserslautern endlich am Boden der Tabelle angekommen ist, wobei das 0:0 gegen die Zwei-Gesichter – Mannschaft aus der Farbenstadt, die Jara – Demission wohl nur noch verzögert, nicht aber aufhalten kann, man könnte fast glauben, dass das Pfälzer – Umfeld verrückt genug ist, ihren Liebling Toppmöller zu holen, dabei sieht sich Toppi doch gar nicht als Zweit-Liga-Trainer?!

Der Rest, der an diesem Spieltag passierte, was einfach unvermeidlich:

  • Das z.B. der 1.FC Nürnberg, nach dem guten Start in die Saison irgendwann einbrechen und den Abstiegskampf aufnehmen würde – aber muss es ausgerechnet schon in Bremen sein (obwohl, wenn man hier, kurz vor dem 1:4, Nürnberg den berechtigten Elfmeter, der dann zum 2:3 hätte führen können, gegeben hätte…))?!
  • Die Mannschaft, aus der Stadt, die es ja gar nicht gibt, schlägt das Team aus der Hauptstadt, mit dem schönen Falko an der Spitze – Respekt!
  • Die Gladbacher verlieren mal wieder ein Heimspiel und sparen sich wohl schon ihre Kräfte für ihr nächstes Spiel gegen uns…
  • Die Schalker gewinnen doch tatsächlich mal wieder ein Heimspiel, gegen die Überraschungsmannschaft der Saison und kleines, dickes Ailton schießt dabei sogar noch ein Tor – eigentlich dreifach unmöglich, aber gelungen ist’s trotzdem…
  • Der VfB Stuttgart verliert sein erstes Spiel im Derby gegen Freiburg und macht damit den VfL Wolfsburg wieder zum Tabellenführer, der klar gegen die ehemalige Überraschungsmannschaft des kleinen, aber dafür umso lauteren Neururer Peter und seinen VfL aus Bochum gewinnt!
    Es ist nicht überliefert, ob PN immer noch irgendwo vor einem Mikro steht und den Absturz der ehemaligen Macht im Revier erklärt – schade eigentlich, denn der Bochumer VfL war mir schon symphatisch, da verlor das Peter’chen noch fast zweistellig beim FC Bayern…

Wollen wir einfach mal abwarten, was nach dieser Woche so alles noch aktuell ist, nach einer Woche, die ja erstaunlich flüssig Spieltage sammelt und weder von CL noch von irgendwelchen Nationalmannschaftsspielen unterbrochen wird, ergo muss diese Woche für die Roten aus München ja erfolgreich sein…
😉

Was sagt uns das?!

Kein Frage: Wenn man nur lange genug herumheult und eine Schnute zieht, bekommt man, was man will:

SAt.1 hat sich für Werder und gegen Bayern München sowie Bayer Leverkusen entschieden. Zum ersten Mal in der laufenden Champions-League-Saison sind die Hanseaten frei empfangbar zu sehen.

Schön! Das SAt.1 damit nichts verdienen wird ist klar, vor allem wenn man bedenkt, welche Quoten die anderen Spiele gebracht hätten:

Sat.1 entschied sich damit gegen die Spiele AS Rom gegen Leverkusen und Bayern München gegen Juventus Turin.

Aber wer kann bei derlei „Drohungen“ schon widerstehen:

Weil der Privatsender an den ersten drei Spieltagen die Partien von Bayern München bzw. Bayer Leverkusen ausgestrahlt hatte, hatte Werder-Manager Klaus Allofs bereits angekündigt, Sat.1 von seiner «Fernbedienung zu löschen»

Warum aber all dies so ist, sagt Bremens Manager hier sogar selber:

Wir können sicher zulegen, was die Bildung der Marke Werder Bremen betrifft. Im Sommer hatte man das Gefühl, daß sich schon niemand mehr für Werder interessierte. Wir hatten zum Saisonende eine Menge Aufmerksamkeit.

Am Anfang dieser Saison dann waren die Bayern auf allen Titelseiten oder Schalke mit Ailton. Werder ist etwas hinten runtergefallen. Durch einen Titel ist man einfach noch nicht auf Augenhöhe mit diesen Klubs. Anderen bringt man mehr Aufmerksamkeit entgegen.

Eins muss man den Mainzern lassen,

irgendwie sind sie mal was Frisches, was Neues in der Bundesliga:Ansonsten herrscht große Vorfreunde auf das Spiel in Schalke. Klopp: „Da war ich noch nie. Es muss total laut sein. So wie wenn wir am Bruchweg noch ein Dach drauf hätten.“Da kann man auch als Bayern-Fan locker über die ansonsten abgegriffene Floskel schmunzeln:„Die Tabelle ist uns egal, solange wir vorm FC Bayern stehen.“😉

Offensichtlich ist es ja tatsächlich

diesmal nicht so schlimm und Sebastian Deisler kann bald wieder zur Mannschaft stoßen!

Diese Meldung läßt uns alle erleichtert aufatmen:Nach ersten Gesprächen mit den behandelnden Ärzten wird der 24-Jährige voraussichtlich schon in der kommenden Woche wieder das Training beim Rekordmeister aufnehmen. Ein stationärer Klinikaufenthalt wie im vergangenen November ist nicht notwendig.Solange dies auch auf ausdrücklichen Wunsch von Deisler hin geschieht ist ja wirklich wieder alles soweit ok…

Was soll man dazu noch sagen?

Wenn man über 75 Minuten lang versucht eine schwache Turiner Mannschaft auszuspielen, wobei man doch um deren Abwehrstärke wußte und sich dann wundert, wenn eine eigene Abwehrschwäche das Spiel entscheidet?!

Das Kuffour und Co. irgendwann einen Fehler machen würden, war doch klar, aber wenn die wenigen, klaren Chancen, von denen man in Turin bekanntlich nicht viele bekommt, nicht verwertet werden, wer will sich dann noch ernsthaft beschweren?!

Auch wenn die üblichen Verdächtigen

vielleicht etwas anderes sehen (wollen), sind die erneuten psychischen Probleme von Sebastian Deisler keineswegs das Ende seiner Karriere, oder die letztendliche Erklärung für das Scheitern Deisler’s in München!

Vielmehr ist es wohl ganz natürlich, dass es mal kleine Rückschläge gibt in einem solch‘ schwierigen und langwierigen Prozess wie bei der Genesung von einer Depression.Ein Vergleich mit der Situation vor elf Monaten sei nicht gegeben, teilte der Spezialist des Münchner Max-Planck-Instituts für Psychiatrie mit. Vielmehr handele es sich angesichts der Krankengeschichte Deislers um eine „natürliche Reaktion“. Es sei normal, dass „das eine oder andere Symptom wieder aufflackert“, sagte Holsboer.Ebenso hat sich der FC Bayern auch in meinen Augen nichts vorzuwerfen in Bezug auf Deisler:In München verwahrt man sich dagegen, Deislers Rückschlag sei eine Folge der Behandlung durch den Verein oder Trainer Magath. „Den Schuh muss ich mir nicht anziehen, aber gar nicht“, sagte Manager Hoeneß. Nach einem für ihn persönlich gelungenen Saisonbeginn hatten Deislers Leistungen zuletzt nachgelassenWünschen wir Sebastian Deisler einfach gute Besserung und helfen wir ihm dabei wieder gesund zu werden, auch wenn dies bedeutet ihn einfach mal in Ruhe zu lassen!

Na da haben die Pfälzer ja endlich

den Schuldigen an ihrer Misere gefunden: der 12. Mann!

War ja auch irgendwie schwer zu glauben, dass es tatsächlich am Verein, oder gar der Mannschaft des FCK liegen würde, dass das Team diese Saison erneut nur gegen den Abstieg spielt…

„Rote Teufel“ lehnen Kemmling ab

Bundesligist 1. FC Kaiserslautern will in Zukunft keines seiner Spiele mehr von Schiedsrichter Uwe Kemmling (Kleinburgwedel) geleitet sehen. Diesen Wunsch richteten die Pfälzer zwei Tage nach dem Skandalspiel bei Borussia Mönchengladbach (0:2) an den Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichterausschusses Volker Roth.

„Der 1. FCK mit Vorstand, Aufsichtsrat, Management, sportlicher Leitung, Mannschaft und Fans ist empört über die Leistung von Schiedsrichter Kemmling und dessen Verhalten im Zusammenhang mit dem Spiel. Da sich der 1. FCK bereits in der Vergangenheit von Schiedsrichter Kemmling benachteiligt gesehen hat, lehnt der 1. FCK zukünftig eine Spielleitung durch Herrn Kemmling betreffend seiner Spiele in der Bundesliga ab. Als einzigem Schiedsrichter der Bundesliga sieht der 1. FCK bei Herrn Kemmling eine ordnungsgemäße und fehlerfreie Leitung seiner Spiele nicht mehr gewährleistet“, heißt es in der von Vorstands-Chef Rene C. Jäggi und Vorstandsmitglied Erwin Göbel unterzeichneten Stellungnahme.

Mal schauen, welcher Schiedsrichter nächste Woche auf die schwarze, pfälzer Liste kommt…

Freud- und kopflose Bayern verlieren die Leidenschaft

Es ist schon schlimm genug, wenn man eigene Freude aus den Niederlagen anderer schöpfen muss, obwohl davon ja am Wochenende viel geboten wurde und zwar in Mainz, Gladbach, Hamburg und Stuttgart.

Kaum Freude bereitet da auch das lange erhoffte Ende des Trainers Toppmöllers in Hamburg, die erneute Niederlage der Borussia aus Dortmund, die Zementierung des Abstiegsplatzes ür die pfälzer Buben, oder die Verabschiedung des sog. Deutschen Meisters ins Mittelmaß!

Es würde allein deshalb schon keine Freude bereiten, wenn es nur um die Heimniederlage des FC Bayern gehen würde, aber es geht ja leider auch um eine Niederlage gegen die Knappen vom S04, die und das ist das eigentlich Enttäuschende, auch noch völlig verdient war!

War die Steigerung in den letzten Spielen der Bayern also doch nur ein Strohfeuer?!

War die Spielfreude und Laufbereitschaft also nur ein kurzes Aufflackern, längst verschollen geglaubter Fähigkeiten?!

Nun, es scheint so, denn nach der schlechtesten Leistung in dieser Spielzeit sind wir offensichtlich wieder auf dem Boden, Ground Zero, angekommen…

Und laßt uns bitte nicht auf die üblichen Floskeln hören, dass „die Nationalmannschafts – Pause zu lange war und uns nicht gut getan hat“, oder sonstige Einflüssen zu Rate ziehen, die mit dem eigentlichen Kopf – Problem nicht zu tun haben!

Das eigentliche Problem liegt nämlich tatsächlich in den Köpfen unserer Kicker: da wir ja in den letzten Wochen sehen konnten, zu welchen Leistungen unser Team fähig ist, läßt eine derartige Leistung vom Samstag nur den Schluss zu, dass man nicht laufen, nicht kämpfen wollte, ganz zu schweigen von der Spielkultur!

Was läuft da nur schief, wenn man Spieler wie Salihamidzic sieht, einst Idol vieler Fans in Sachen Laufen, Kämpfen, Rackern und nicht aufgeben, wie er 95% seiner Bälle unbedrängt ins Aus rollen läßt (er sei nur exemplarisch erwähnt, der Name ist beliebig austauschbar)?!

Die Lösung muss Magath schnell finden, ansonsten behält Oliver Kahn einmal mehr Recht, wenn er sagt, dass „wir höllisch aufpassen müssen“!

Sicher ließen sich Gründe finden für die leidenschaftslose Darbietung. Gleich deren vier führte Magath an: Erstens die zweiwöchige Bundesligapause, „die uns nicht gut getan hat“, zweitens die Flut an Länderspiel-Abstellungen („Unsere zuletzt gute Leistung ist irgendwo um den Erdball geflogen.“), drittens den Stürmernotstand – in Roy Makaay stand nur ein einziger gesunder und halbwegs ausgeruhter Angreifer im Kader -, viertens das morgige Champions-League- Spiel, „das bei einigen schon im Hinterkopf herumschwirrte“. Nur, welche Aussagekraft haben solche Argumente, wenn sich der erst am Freitag aus Südamerika zurückgekehrte Lucio zum besten Feldspieler der Bayern aufschwingt?

Klappen selbst die elementarsten Dinge wie Laufen und Kämpfen nicht mehr, dann finden wir uns frühzeitig im Niemandsland wieder, etwas, dass hoffentlich niemand wirklich will!

Aber vielleicht liegt ja auch da eins der Probleme – wer weiß?!

Fehlen noch Spiele?!

Kann sein, aber darauf einzugehen fehlt uns diesmal die Lust!

Das wurde aber auch langsam Zeit!

Thomas Doll ersetzt Toppmöller

Endlich hat der HSV die Notbremse gezogen und den sog. Trainer Klaus Toppi Toppmöller die Papiere gegeben!„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und mit dem Trainer lange gesprochen. Aber am Ende können auch wir nicht die Augen vor den Ergebnissen und dem Tabellenplatz verschließen“Aber sicher doch…!

Hoffentlich ist in der Branche jetzt endlich einmal die Wahrheit über den Fußball – Lehrer Toppmöller angekommen, dass derlei Spezies des althergebrachten Trainers, zu denen Toppi ganz eindeutig gehört, nicht nur zum Aussterben verurteilt sind, sondern auch nichts mehr in der Realtität des heutigen Fußball – Geschäftes zu suchen haben!

Eigentlich hätte dies den Hamburgern direkt schon am Anfang klar werden können, als die ersten Misserfolge auf den Vorgänger geschoben wurden, er dann davon sprach, dass „das ja nicht ’seine‘ Spieler und ’sein‘ Team wären“…

Als dann der HSV, obgleich finanziell auch nicht auf Rosen gebettet, auf Drängen Toppmöller’s neue, teure Spieler verpflichtete und der Erfolg sich trotzdem nicht einstellen wollte, war wohl endgültig, nach exakt einem Jahr und vielen verlorenen Millionen, allen klar, auf das absolut falsche Pferd gesetzt zu haben – auch wenn man es durch seine Tätigkeiten in Frankfurt und Leverkusen hätte besser wissen müssen!