T Minus 27: Bayer Leverkusen – FC Bayern

Die Bayern haben die erste englische Woche der Bundesliga mit 9 Punkten und 10:1 Toren abgesch(l)ossen. Beeindruckend. Das abschließende 1:0 in Leverkusen war wohl das anstrengenste Spiel in dieser Serie. Bayer ist eben eine Wundertüte. Können zuhause richtig Druck auf den Gegner aufbauen oder auch unerklärlich Punkte lassen. Gegen die Bayern geschieht zumeist nur ersteres.

Im Grunde liegt den Bayern aber ein mitspielender Gegner. Und im Gegensatz zur letzten Saison fällt nicht zwangsläufig ein Gegentor, wenn die Münchner den Gegner “einfach mal machen lassen”.

Stattdessen können sie selbst immer wieder gefährliche Konter fahren und Tore erzielen. Von daher ist dieses Spiel als schulmäßig zu bezeichnen. Sicher. Hätte der Schiedsrichter-Assistent etwas bessere Augen gehabt und das korrekte Klose-Tor gegeben, wären vielleicht mit einem 0:2 zur Pause bei Bayer in Halbzeit 2 die Beine noch früher lahm geworden – wirkliche Angst habe ich um Ribéry und Co. aber trotzdem über die 90 Minuten keine gehabt. Schon eher bekam ich noch ein paar zusätzliche graue Haare, ob der sträflich vergebenen Chancen von Zé Roberto, Altintop und wie sie alle heißen!

Daran müssen wir wirklich mal arbeiten. Denn ob wir immer locker damit umgehen können, bleibt die entscheidende Frage. Wenn wir mal einen (wirklich) starken Gegner bekommen (so langsam gehen uns, ob dieses Satzes die Spieltage aus), oder einfach nur selbst einen rabenschwarzen Tag. Das scheint auch mehr und mehr die Hoffnung der Konkurrenz zu werden. Denn obwohl die Bayern nicht mehr den überirdischen Zauberfußball der Vorbereitung und ersten Spiele spielen, ist die aktuelle Situation vielleicht viel schlimmer: Trotzdem gewinnen. Egal was man macht (als Gegner).

War es zuerst die Hast nach dem ersten Bayern-Gegentor, dem ersten Bayern-Punktverlust, ist es nun die Frage, wann die Bayern das erste Mal verlieren, die das Sport-Boulevard umtreibt.

Von mir aus. Ist mir relativ schnuppe. Die Häme, die viele aktuell nur sehr schwer zurückhalten können, bricht so oder so irgendwann über uns herein. Mir ist die Meisterschaft wichtig. Und da haben wir inzwischen schon vier Punkte Abstand auf den Zweiten der Tabelle – das sind die wichtigen Fakten. Schwächen kommen früh genug.

Zurück zum Spiel:

Leverkusen hätte sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Aber haben wir sie gezwungen, kein Tor zu erzielen? Irgendwie schon, denn sie erweckten über weite Strecken des Spiels nicht den Eindruck, freiwillig drei Punkte nach München zu geben. Neben Kampf war aber auch Spielkultur dabei, etwas das in dieser Saison nicht alle Bayern-Gegner besaßen. Einige haben es vielleicht auch nur gut versteckt…

Das bei einem dieser “Kämpfe” Kloses Knie “dran glauben musste”, ok, sind wir mal gnädig und unterstellen wir Kießling keine Absicht, sieht ja auch alles danach aus. Offenbar nur ein dummer Zufall, dass die alte Naldo-Verletzung wieder aufbrach.

So hat wenigstens derPrinz mal wieder eine Chance zu zeigen, dass er es auch in 90 Minuten schafft, Gas zu geben. Und nicht erst nach 9 Spielen in Serie…

Vielleicht könnte es durch Kloses Ausfall in Lissabon aber auch noch einmal eng werden. Warten wir es ab. Ansonsten wechseln wir eben nochmal Schlaudraff ein, der hat das mit dem Gas nämlich irgendwie anders begriffen und allein in seinen wenigen Minuten im Hinspiel so einiges gezeigt, worüber wir bei LP immer noch diskutieren müssen.

Wie dem auch sei.

Es gibt ohnehin nur ein Ziel: Zwischenrunde. Egal ob mit oder ohne Podolski. Egal wer die Tore schießt. Nur schießen müssen wir sie.

2 Gedanken zu “T Minus 27: Bayer Leverkusen – FC Bayern

  1. “Und da haben wir inzwischen schon vier Punkte Abstand auf den Zweiten der Tabelle – das sind die wichtigen Fakten. Schwächen kommen früh genug.”
    In der Tat. Es gilt für die aus Bayern-Erfahrung eher magreren Monate November und Dezember zu hamstern.

    Allerdings hat sich bisher wirklich ernsthafte Konkurrenz nicht gezeigt. Leverkusen kann mit dieser jungen Mannschaft die Überraschung der Saison werden. Ansonsten sehe ich eigentlich nur die Bremer, die sich nach – für ihre Verhätnisse – katastrophalem Start erstaunlich schnell gefangen haben.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.