Hunt auf der Jagd?

Ein sehr launiger Titel für einen Beitrag, aber irgendwie inspiriert durch diesen Satz:

Derzeit kann der Ligaprimus nur mit Aaron Hunt als Stürmer für die kommende Runde sicher planen.

Alle anderen Werder-Stürmer wollen oder sollen weg.

Ivan Klasnic hat seinen Vertrag noch nicht verlängert, Nationalspieler Miroslav Klose hat sich noch nicht entschieden, und Hugo Almeida ist bislang lediglich auf Leihbasis im Werder-Trikot unterwegs.

Ferner soll Mohamed Zidan demnächst einmal mehr zum FSV Mainz abgeschoben werden.

In Anbetracht dieser Situation ist der Schlaudraff-Transfer vielleicht noch einmal ganz anders zu bewerten. Aber genug davon.

Interessant ist eben diese Meldung:

Werder will Carew

Stellt sie doch einen Paradigmenwechsel dar, wenn Werder, zuvor auf günstige Schnäppchen fixiert, die man dann gewinnbringend an die wirklich Großen im Land verkaufen kann, nun selbst bei Großen einkauft. Denn selbst, wenn das noch nicht alle begriffen oder mitbekommen haben, aber Lyon ist die französische Ausgabe des FC Bayern, allerdings die bessere, da aktuell schon x Titel in Folge, ein Vielfaches an TV-Erlösen und in den letzten Jahren in fast jedem Spiel die Ex-Galaktischen aus Madrid geschlagen und beherrscht.

Aber wir sind ja auf dem Weg und zumindestens Letzteres können wir in Kürze nachholen.

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2 Gedanken zu „Hunt auf der Jagd?

  1. Ich denke es geht weniger darum, von wo man einen Spieler holt, sondern wie das zu erwartende Preis-Listungsverhältnis aussieht. Im Fall Carew scheint es ja so, dass Trainer und Spieler nicht mehr zusammenarbeiten wollen, über einige wenige Spiele kam Carew nicht hinaus. Ein günstiger Moment für Werder oder jeden anderen Verein, einen Spieler von der Klasse eines Carew zu verpflichten. Man erinnere sich an den Fall Diego, da lief es ähnlich: Spieler unzufrieden auf der Bank, Trainer setzte nicht auf ihn, Ergebnis: relativ günstiger Preis.
    Was von Carew zu halten ist weiß ich nicht, er war zumindest mal ein guter Stürmer, und als Werderfan vertraut man ja auf die handelnden Personen im Verein, insofern, sollte es zu eine Verpflichtung kommen, wird sich der Deal schon irgendwie bezahlt machen.
    Sicher ist aber OL ein Name, bei dem man einkauft, und ein Paradigmenwechsel im Denken von Werder ist schon eine Weile zu erkennen. Eine echte Veränderung in der Transferpolitik wäre aber erst vollzogen, wenn man denen die echten Topspieler abspenstig machen wollte und könnte, so weit ist Werder (noch lange) nicht.

  2. Mit Paradigmenwechsel meinte ich auch eher, dass man Spieler einkauft, die man vor allem hierzulande noch nicht wirklich kennt, sie dann aufbaut und bekannt macht. Dann horchen auch allerlei größere Vereine auf, die sich die Aufbauarbeit (aus Zeit- und Erwartungshaltungsgründen) nicht leisten können.

    Carew ist schon bekannt im europäischen Fußball, daher meine Bemerkung.

    Ich gebe Dir Recht, ein echter Paradigmenwechsel wäre es für Werder, wenn sie z.b. mehr ausgeben würden, als sie einnehmen, wie dies andere Bundeligisten lange Jahre bis an den Rand der Existenz gemacht haben, nur um mit uns annähernd mithalten zu können…

  3. Ende

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