Worst Case!

Ich ahne das Schlimmste!

Überraschend sind gestern nicht nur mein Favorit Barcelona (dank eines sowas von grottigen Hinspiels), sondern auch noch Inter und vor allem Lyon aus der Championsleague ausgeschieden.

Favoritensterben.

Nicht ganz.

Nur die Anti-Christen aus London überlebten. Durch ein Ballack-Tor. Ausgerechnet.

Sollte der Championsleague-Titel doch schon in dieser Saison von Chelski gekauft werden?

Brechen die letzten Bastionen des wahren Fußballs nun doch zusammen?

Bleibt es am Ende an uns Bayern hängen? Sind wir schon/noch stark genug, dem Monopoly-Team Paroli bieten zu können?

Ok.

Damit beschäftige ich mich morgen. Falls wir Real ausschalten.

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8 Gedanken zu „Worst Case!

  1. Nun lass mal nicht zu früh den Kopf hängen, hör Dir Arnd Zeiglers Vorschau auf das Spiel an und warte ab. Soviel Angst muss man nicht haben, jetzt, wo Real ohne Beckham spielen muss.

  2. Also Angst habe ich nicht um die Bayern. Angst ist sowieso das falsche Wort. Ich befürchte nur, dass sich dann doch das Geld durchsetzt und sich Abramowitsch in dieser Saison den CL-Pokal gekauft haben wird.

    Aber soweit ist es ja zum Glück noch nicht.

    Die Bayern brauchen im Übrigen kein Glück, sondern nur eine engagierte Leistung über 90+x Minuten. Das reicht. Egal ob mit Beckham oder ohne.

  3. Sorry Oliver, aber das ausgerechnet ein Bayern-Fan das große Geld anprangert, ist eine an Verblendung kaum zu überbietende Frechheit. Die Champions-League ist seit Einführung des Wettbewerbs trotz des von den Bayern so bejammerten Geldes wesentlich weniger von einzelnen Vereinen dominiert gewesen als z.B. die Bundesliga.

  4. Dann hast Du mir nicht richtig zugehört in den letzten Monaten, Stefan.

    Es geht mir nicht darum, dass hier generell das Geld regiert.

    Es geht mir um die Vereine all dieser neu-reichen russischen oder sonstwie Oligarchen, die Fußball nur als ihr Spielzeug betrachten und die Gesetze des (Fußball-)Marktes ausser Kraft setzen!

    Ich bin da ganz nah bei UH, denn das wird imho den (europäischen) Fußball langfristig kaputtmachen.

    Wenn ein Verein sich die ganze Kohle selbst verdient hat, oder das Glück hat, in einem Land Fußball (Spanien, Frankreich, Italien) zu spielen, in dem es eine zentrale TV-Vermarktung gibt, dann ist das für mich völlig in Ordnung.

    Auch Berlusconi, Sanz und Co. haben mir in der Vergangenheit kaum Kopfschmerzen bereitet – die aktuellen (russischen Öl-)Strömungen sind da ein ganz anderes Kaliber.

    Klar macht es Spaß, dann gerade gegen solche Teams zu gewinnen, aber ich denke eben, dass in dieser Saison unser „Kampf“ offensichtlich ein Ende finden wird.

  5. Die Frage ist, was man als „großes Geld“ sieht.

    Erwirtschaftetes Geld oder das „Modell Chelsea“?

    Bayern erwirtschaftet sein Geld eben, während bei Chelsea eben soviel Geld fließt bis der Erfolg da ist. Das kann man auch als Bayern-Fan durchaus anprangern.

  6. Also so überzeugend hat Chelsea gegen Porto auch nicht gespielt, als dass die anderen Mannschaften keine Chance mehr hätten. Und neben Chelsea kommen noch sieben andere Mannschaften ins Viertelfinale – das ist noch ein langer Weg bis zum Titel.

    Nebenbei: was ist denn „ehrlicher“ Reichtum? Was haltet ihr denn von Übernahmen durch Finanzinvestoren wie bei ManU und Liverpool? Ist das besser als bei Chelsea? Solange noch Mannschaften wie Porto oder das Liverpool des Jahres 2005 ins CL-Finale kommen können, ist das doch kein Thema. Den CL-Sieg kann man offensichtlich (noch) nicht kaufen – auch Real ist ja ein gutes Beispiel dafür, dass mit viel Geld noch keine gute Mannschaft zusammen kommt. Hoffe nur, dass das auch heute Abend dabei bleibt… (So, jetzt muss ich aber ab ins Stadion!)

  7. Wo verläuft die Grenze zwischen verdientem und nicht verdientem Geld? Hat Bayern das Geld von adidas oder der Allianz verdient? Oder Schalke das Geld von Gazprom?
    Davon abgesehen, Mäzenatentum gab es im Fußball schon immer, da unterscheidet sich Abramovitch nur aufgrund der nackten Zahlen von einem Jean Löring bei Fortuna Köln. In der Sache ist das das gleiche.
    Und immerhin hat Abramovich Spaß an der Sache. Im Gegensatz zu Gazprom und der Allianz.

  8. Gegen Mäzene ist ja nichts einzuwenden. Habe ich auch schon geschrieben.

    Ebenso ist nichts gegen (Sport-)Sponsoring einzuwenden.

    Verdient haben es sich die Vereine durch ihre Leistung, ihr Image oder sonstwas.

    Der Chelsea-Sponsorenvertrag mit Samsung ist hier auch gar nicht das Thema.

    Das Thema sind die Öl- oder Gas-Barone aus dem Osten, die ihr Geld auf eine, sagen wir mal, nicht sehr wirtschaftlich gewachsene, gesunde oder dem Anschein nach zu 100% seriöse Art und Weise gescheffelt haben.

    Abramowitsch ist da auf jeden Fall so ein Kandidat.

    Und die Öl-Mio. aus Russland hat sich Chelsea auch nicht „verdient“, die waren vorher ’ne ganz kleine Nummer, die Jahrzehntelang in England nichts, aber auch gar nicht gewonnen haben.

    Genauso wenig könnte ich das ernst nehmen, wenn deren Präsident im Lotto gewonnen hätte…

    Mäzene im Fußball haben eine ganz lange Tradition, richtig. Die finde ich auch in keinster Weise schlimm oder kritikwürdig.

    Dieses monopolyhafte im aktuellen Fußball dagegen imho umso mehr.

    Klar hat Abramowitsch Spaß an der Sache. Da stimme ich voll zu. Und wenn er keinen Spaß mehr am Fußball/Chelsea hat, dann kauft er sich die Miami Dolphins oder die New York Rangers.

    Verstehst Du den Unterschied, den ich meine?

    Das ist mir alles zu halbseiden, hat zu wenig mit „unserem“ Fußball zu tun.

    Da spielt auch Neid überhaupt keine Rolle, falls jemand das hier vermutet.

    Würde Abramowitsch bei uns die Kohle in Säcken in die Säbener Straße schleppen (was zu Lebzeiten eines UH nie passieren wird), hätte ich nur permanent die Sorge und schlaflose Nächte, wann diese Blase platzen würde.

    Denn was passiert mit Chelsea, wenn Abramowitsch seinen Spaß an der Sache Chelsea verliert?

    Die werden wieder dahin zurückfallen, wo sie vor Abramowitsch waren: In der Bedeutungslosigkeit. Wenn es ganz schlimm kommt, noch tiefer.

  9. Ende

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