Wer schlägt wen zuerst k.o.?

Diese Frage stellte ich mir oft. Und zwar zu Zeiten, als Oliver Kahn und Sammy Kuffour noch zusammen beim FC Bayern spielten.

War Kuffour in seiner Fahrigkeit noch annähernd mit Markus Babbel zu vergleichen, stellte er einsame Klasse beim Thema Knockout dar.

Wie oft ging Kahn durch ihn zu Boden? Oder einfach mal nur ein Gegner?

Selektive Wahrnehmung? Bei 6 PVs in seiner Bayern-Zeit?

Vielleicht.

Aber das ist das Problem damit – es brennt sich ins Gedächtnis.

Positiv blieb da fast nur sein entscheidendes Tor im Weltpokal-Finale 2001 und sein Gesang von den „rot-weissen Trikots“ in Erinnerung. Etwas, das eigentlich fast alle Bayern-Fans immer missverstanden haben. Nicht weniger als er selbst [1].

Warum ich das alles erwähne?

Na weil eben dieser Sammy Kuffour fast parallel zu Oliver Kahn den Dienst quittiert hat.

[1] Habe ich (wahre) Geschichte dahinter eigentlich schon mal erzählt?!

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0 Gedanken zu „Wer schlägt wen zuerst k.o.?

  1. @vadder: Saisonabschluss 1996/97. Meisterfeier in Gladbach, Überreichung der Schale, Abschied für Klinsmann. Spiel endete 2:2, Bayern zum ersten Mal mit den „schwarzen“ Trikots.

    Ich stand im Gästeblock und erlebte dieses „Freundschaftsspiel“ mit. Der Gesang „wir wollen rot-weiße Trikots, root weiiiße Triikooots, wir wollen rot-weiße Trikots…“ kam tatsächlich aus der Bayern-Kurve, allerdings ging es dabei um ein, zwei Foul-Situationen, als man spürte, dass zwischen Gladbach und Bayern durchaus noch die alte Rivalität herrscht(e). Speziell ging es um ein Foul an einem Bayern-Spieler (weiß nicht mehr genau, wer). Und der Gesang der Bayern-Fans zielte imho eher darauf ab, mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Das „Rot“ sollte dabei eine bestimmte Körperflüssigkeit sein…

    Mag sich schlimm anhören, ist aber in Fanblocks, zumindestens damals, keine völlig aussergewöhnliche Artikulationsart gewesen.

    Wie auch immer, Sammy hat das wohl missverstanden und gedacht, dass der Gesang sich ausschließlich (für ein paar Fans war das vielleicht sogar so) auf die neuen schwarzen Trikots bezog.

  2. Danke paule für die Infos. Leider könnten wir manchmal wirklich so ein trikot beim gegner brauchen. zb in St petersburg. Da wäre so ein einsatz wirklich mal angebracht gewesen. Anyway…

    Soooo, hätten wir das auch geklärt, oder?

  3. @paule

    Danke, ich hatte das bis heute mit den „dark-navy“-Heimtrikots in Zusammenhang gebracht – mit 16 (war ich damals) will man halt noch nicht überall Blut sehen.

    So so, Du wolltest also auch rot-weisse Trikots 😉

    Hört sich in der Tat brutal an, aber brutal ist relativ… hab gestern interessehalber ein bisserl im Loewenforum gelesen und bin dort über einen Thread gestolpert, in dem auf 38 Seiten die „Veteranen der guten alten Zeit hinterhertrauern“.
    Gute alte Zeit, da dachte ich als Externer an Brunnenmeier, Konietzka und Radi; an die Meisterschaft, den Pokalsieg und die folgende Europapokalsaison.
    Weit gefehlt – die trauern da ihren Massenschlägereien hinterher und so mancher schreibt, dass er sich vorm Posten lieber noch in Sachen Verjährungsfrist erkundigt. Das lässt die wegen ein paar Pyros offiziell vom TSV geächtete Cosa Nostra schon fast wie einen Kegelclub erscheinen…

    Sammy Kuffour – mit dem Namen verbinde ich spontan einen sehr sympathischen Spieler und den Satz „net scho wieder!“ – entweder im Zusammenhang mit seinen Platzverweisen oder dem friendly fire gegen Kahn… in beiden Fällen ist das oft ziemlich unglücklich gelaufen.

    Was die Platzverweise betrifft, tritt van Bommel ja derzeit schon ganz gut in seine Fußstapfen, hoffentlich hält er sich wenigstens von Rensing fern 😉

  4. Mensch, der Kuffour, der konnte aber auch hin und wieder durch schöne Technik gefallen, erinnere mich speziell da jetzt an ein 4:0 gegen Stuttgart. Weiß nicht mehr genau, welche Saison. Mit dem war einfach immer was los 🙂

  5. Schade um Sammy. Nachdem er bei Ajax keinen Stammplatz bekam hatte ich heimlich gehofft, er könnte vieleicht Thomas Linke in der 2.Mannschaft ersetzen. Als Kultfigur und Leithammel.
    Uli und Hermann, lest ihr eigentlich mit ?

  6. Ich mochte ihn auch gerne. wirklich sehr sympathisch gewesen. Nur manchmal etwas ähhh übermotiviert.

    @faulerbeamter: Ja ja, die FANS. Wenn man schon keinen guten Fußball spielt, dann treten wir denen wenigstens den Rasen kaputt. Oder die Spieler. Oder die anderen fans. Wie gesagt, von mir aus können sich die Ultras jedes Wochenende die köpfe einhauen. Nur nicht mit mir. Und nicht im stadion. Könnte man sowas nicht als Vorspiel zeigen? Jeder bekommt ne keule, und die dürfen sich auf dem rasen vor den zuschauern verkloppen. Falls dan am ende noch einer steht, die haben dann gewonnen. Da dürfen sie dann auch Kracher anzünden usw. Ach ja, udn Flaschen schmeißen, auch auf ihre Kollegen. Immer rein ins getümmel. Man trifft nie den Falschen. Oder sie können sich um ihre fahnen kloppen (siehe schalke und Dortmund).

    Oder??

  7. Herzlichen Dank für die Hintergrund-Informationen. Die Geschichte kannte ich nicht.

    Beim wirklich sehr mauen Abschiedspiel für Kahn fiel mir auf, daß eine Menge verschenkt wurde, daß nur zwei aktuelle Mannschaften gegeneinander gespielt haben. Nix gegen die eingewechselten Spieler der II. Mannschaft, aber mir hat wirklich das Herz geblutet, als Elber auf der Tribüne saß. Dann fielen mir Effe, Lizarazu und Kuffour ein. Spätestens da war klar, daß dieses Spiel nicht wirklich ein Abschiedsspiel war…

  8. @Vadder: Auf unserem wertvollen Rasen? Bist du des Wahnsinns? Dat Stadion is teuer genug, viel zu schön für die Holzköppe!

  9. @Joshtree: Wir können doch eine Blumendecke drüberlegen..lach…oder als werbefläche für heftpflaster oder sowas…ja schreit nur, ihr gegner der fußball komerzialisierung!!!

  10. In dem verlinkten Artikel wird am Schluss ja auch erwähnt, dass er nicht zu Kahns Abschiedsspiel eingeladen war. Das erinnert mich daran, dass sein Abschied vom FCB damals ja ein bisschen seltsam war. Wurde das irgendwann eigentlich mal aufgeklärt? Offensichtlich hatte er wohl nicht nur hoch, sondern deutlich zu hoch beim neuen Vertrag gepokert. Vielleicht war hinter den Kulissen auch noch irgendwas anderes los. Später wurde er bei Bayern absolut totgeschwiegen.
    War UH über maßlose Gehaltsforderungen so enttäuscht, gerade weil Kuffour doch so eine Art Ziehsohn war?
    Weiß jemand mehr?

  11. In Blickpunkt Sport wurde sein Abschied damals thematisiert. Kuffour ließ damals an Felix Magath kein gutes Haar, der ihn im Vergeleich zu Hitzfeld sehr wenig spielen ließ und wenig mit ihm anfangen konnte.

  12. Hmm…. trotzdem finde ich es schade, dass Sammy anscheinend nicht mehr der Bayern-Familie angehört… nur weil er Magath kritisierte? Kann ich mir nicht vorstellen.

  13. Auch wenn der eigene Torwart nie wirklich vor ihm sicher war, würde ich mir Sammy als Ergänzung unseres heutigen Kaders nur allzusehr wünschen.

  14. Ende