Für alle diejenigen, die immer noch glauben,

„der FC Bayern hätte überhaupt keine Fans“, habe ich hier mal eine alte Grafik „ausgegraben“, die ich auf der Basis des FC Bayern-Fanclub-Verzeichnis von 2002 erstellt habe und eine Deutschlandkarte der Fan-Strukturen darstellt (jeder Punkt ist ein Fanclub pro PLZ-Gebiet):

Fanclubs in Deutschland

Natürlich muss man sich Karte aktuell viel roter vorstellen, sind ja schon wieder drei Jahre vergangen, trotzdem sind sogar die Landes-Umrisse klar zu erkennen!

Die nächste Runde wurde ausgelost und

der FC Bayern muss darf in der 2.Runde des DFB-Pokal im Erzgebirge beim dortigen Fussballklub in Aue antreten.

Ein Los, das bei Felix Magath nicht auf Begeisterung stieß. „Aue ist sehr heimstark, und im Pokal spielt Leidenschaft eine große Rolle“, erklärte der Bayern-Coach. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht rausgekegelt werden. Aber natürlich wollen wir wieder ins Finale nach Berlin.“

Was auch sonst? Ausserdem ist dann ja schon Oktober und die Bayern-Stars nach der Magath’schen Definition in Top-Form…

Zurück bei den Profis

ist Roy Makaay seit heute und läßt sich mal richtig untersuchen!

Nachdem ich ja gestern zunächst das Schlimmste befürchtet hatte, gab es Stunden später erste Entwarnungen, jetzt wird alles nochmal gründlichst gechecked!

Mit im Gepäck hatte Makaay die Röntgenbilder und Untersuchungsergebnisse der behandelnden Ärzten in den Niederlanden. Mit denen fuhr er gleich in die Praxis von Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt, um eine endgültige Diagnose über seine Verletzung zu erhalten. Ob und wie lange Makaay ausfallen wird und ob er noch mal zur holländischen Nationalmannschaft zurückfliegen wird, entscheidet sich nach der Untersuchung bei Müller-Wohlfahrt.

Daumen drücken, Jungs!

Parallel wird Makaay übrigens die Vertragsverlängerung angeboten – so macht man Spieler wieder fit!

Update: Makaay fällt für die beiden Länderspiele der niederländischen Nationalmannschaft aus (zu verschmerzen…), ob er gegen Nürnberg (10.09.) spielen kann steht noch nicht fest!

Torwart-Streit in der Nationalmannschaft, Folge 3457

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn dieses Thema irgendwann einmal ruhen würde, oder?

Jens Lehmann hat die Diskussion um die Torhüterfrage in der Fußball-Nationalmannschaft angeheizt. Der Keeper vom FC Arsenal ist fest davon überzeugt, dass er und nicht Oliver Kahn bei der WM 2006 zwischen den Pfosten stehen wird.

Komisch, dabei gab es doch gestern dazu vom Bundestrainer eine klare Aussage:

„Wenn nichts Außergewöhnliches passiert – Oliver ein langes Leistungstief haben sollte – oder eine Verletzung dazwischenkommt, dann hat er die besten Karten zu spielen“, sagte Klinsmann neun Monate vor der WM-Endrunde in Deutschland

Dabei sollte sich Lehmann viel mehr auf seinen eigenen Verein konzentrieren, der extra einen neuen Torhüter verpflichten musste, weil Lehmann sich in der letzten Saison nach dem Ausscheiden aus der Championsleague einmal mehr nicht unter Kontrolle hatte und gesperrt wurde!

Eben ein hoffnungsloser Fall…

Premiere hat sich die Exklusiv-Rechte an der CL gesichert!

Ok, an was sichert sich Premiere z.Zt. nicht die Exklusiv-Rechte?

An meinen Kundschaft – aber das ist ein anderes Thema

Mit anderen Worten, die Zuschauer, die Fans schauen aber der Saison 2006/07 in die Röhre – daran hatte ich mich zwar ohnehin schon so langsam gewöhnt, ungewöhnlich ist jetzt irgendwie nur die Reaktion des FC Bayern!

„Wir müssen aufpassen, dass wir die Seele des Fußballs nicht verkaufen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch in Nürnberg. Wenn das Top-Spiel des Spieltags nur im Pay-TV zu sehen sei, würden die Fans „in erpresserischer Weise zu Abonnements gezwungen“. Der FC Bayern werde dieses Spiel nicht mitspielen.

Uli Hoeneß stößt ins gleiche Horn:

„Was den FC Bayern anbelangt, werden wir uns mit Händen und Füßen dagegen wehren“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß dem „Tagesspiegel“. „Dann sind wir nämlich wieder mal Lockvogel und haben selber nichts davon außer großem Ärger mit den Fans.“

Dabei sah man beim Verein das Thema „Fernsehgelder“ doch auch mal anders und wollte mehr Gelder erzielen, aber irgendwie scheinen derlei Berichte, über pot. abspringende Hauptsponsoren bei TV-technischer Verknappung alarmierend zu wirken!

Klasse! Nicht nur, dass

„unser“ Roy so gut wie nie in der niederländischen Nationalmannschaft spielt, jetzt verletzt er sich da auch noch!!

Jeder, wirklich jeder durfte sich verletzten, nur Makaay nicht!

Und wer war der Metzger?

Makaay war in einem Trainingsspiel mit seinem Mitspieler Theo Lucius zusammengestoßen und hatte sich dabei das rechte Knie verdroht.

„Verdroht“? Na der Bericht musste wohl schnell getippt werden, was?

Auf jeden Fall ist der heutige Tag gelaufen!

Update (17:10): Der FC Bayern gibt zunächst einmal leichte Entwarnung!

Als ich am Wochenende davon im Aktuellen Sportstudio

gehört habe, konnte ich es kaum glauben:

Carsten Ramelow singt!

Im Juli wurde die CD mit dem Titel „Sing when you’re winning“ dann fertig. Zu hören sind drei gecoverte Songs: „As long as you love me“ von den Backstreet Boys, „Still in love with you“ von den deutschen Pop-Stars No Angels und „Hello“, im Original gesungen von Lionel Richie.

Spontan habe ich gedacht, Ramelow hätte jetzt doch zulange am Kopfball-Pendel trainiert, aber die „Experten“ sind von seinem Gesang überzeugt…

Nicht nur der Produzent Ulf Weidmann war von der gesanglichen Qualität überzeugt. […] Bayers Eventmanager Rehm zeigte sich ebenfalls von Ramelows ungeahntem Talent begeistert: Der Kicker habe „geschmettert, dass es eine wahre Freude“ gewesen sei.

Bevor aber jetzt alle in die Läden rennen, die CD gibt es (noch) nicht zu kaufen!

Veröffentlicht wird die CD vorerst jedoch nicht. Rund 500 Exemplare wurden hergestellt, die meisten hat Ramelow im Familien- und Bekanntenkreis verteilt. „Ich lasse das jetzt erst einmal ganz locker angehen. Sollte sich dann etwas Gutes ergeben, bin ich gerne bereit und auch gewillt, weitere Lieder aufzunehmen“, sagt Carsten Ramelow

Na für die aktuellen MTV-VMAs war es ja ohnehin zu spät…

„Ich wars nicht!“

Na klar, hinterher will es wieder niemand gewesen sein!

Nach den gestern schon thematisierten Schiedsrichter-Beleidigungen und -Manipulationsvorwürfen, kochte diese Meldung hoch:

Telefonterror bei Schiedsrichter Fleischer

Irgendwie kaum verwunderlich, dass Menschen, die sowas machen, sich von anderen Menschen, die sie als Vorbilder haben dazu verleiten lassen, oder?

„Seit Samstag herrscht bei mir der Telefon-Terror. Das ist keine angenehme Sache“, so der Referee.

Aber wie kommen so Leute nur immer an die Telefonnummer?

Im Kölner Fan-Forum soll die Telefonnummer von Fleischer veröffentlicht worden sein.

Bitte?

FC-Manager Andreas Rettig bedauert diesen Vorfall: „Das tut uns natürlich sehr leid, aber leider haben wir darauf keinen Einfluss.“

Häh?

Achso, ne ist klar – erst den Schiedsrichter öffentlich an die Wand stellen und für alles verantwortlich machen und hinterher von nichts gewußt haben wollen?!

Aber irgendwie nur konsequent, schließlich sagt jeder Brandstifter zunächst ja auch immer: „Ich wars nicht!“

Zum Glück gibt es noch Mechanismen im deutschen Fußball die derlei Treiben Einhalt gebieten!

Springer droht unterdessen noch Ärger von Seiten des Deutschen Fußball-Bundes, der den Abwehrspieler zu einer schriftlichen Anhörung aufgefordert hat.

Vorbereitend wird aber schon mal verbal zurückgerudert, wozu hat man Anwälte…

„Das war nicht so gemeint. Ich wollte damit nur sagen, dass Herr Fleischer solche Situationen immer mit einem Elfmeter klären wird“

Stimmt, so eine Behauptung ist natürlich viel besser!

Die Elfmeter-Entscheidung hatte im Kölner Lager umso mehr für Aufregung gesorgt, da Fleischer in der Partie bei Borussia Dortmund am 20. April 2002 schon einmal einen unberechtigten Elfmeter gegen den FC verhängt hatte. Nach der damaligen 1:2-Niederlage war der Kölner Abstieg praktisch nicht mehr zu verhindern.

Abgesehen von der Tatsache, dass die Kölner auch damals schon zu blöde und zu unfähig waren, über volle 34 Spieltage die nötigen 40 Punkte zu sammeln!

‚Tschuldigung, da ging mit mir jetzt mal die Emotion durch…

Erst der dritte von insgesamt

vierunddreissig Spieltagen ist in der Fußball-Bundesliga absolviert und bei einigen Akteuren liegen die Nerven schon wieder blank!

Da wütet einRudiVöller in Wolfsburg wild auf den Schiedsrichter ein, nachdem zuvor seine Spieler nach allem getreten haben, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, da bezichtigen völlig unverholen FC-Spieler, -Trainer und -Verantwortliche den Schiedsrichter der vorsätzlichen Manipulation des Spiels, völlig ignorierend, dass der „EffZee“ nur aufgrund eines geschenkten Elfmeters sein erstes Heimspiel gegen Mainz gewinnen konnte – schon vergessen, Ihr Geissböcke?

Ralf Rangnick, der sog. Feingeist, beteiligte sich übrigens auch an der Schiedsrichter-Schelte, aber weniger polemisch und weniger unverschämt – immerhin!

Einen abschließenden Kommentar überlasse ich Oskar Beck, von der Berliner Morgenpost, der mir quasi aus dem Herzen spricht:

Schiedsrichterbeschimpfungen werden salonfähig

[…] noch verwirrender ist die Erkenntnis, daß der Sportdirektor Völler […] in der dritten Halbzeit nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Einen Schreianfall hat er dem Schiedsrichter Sippel gewidmet – mit einer Fratze wie einst, als er sich die Sportskameraden Netzer und Delling vorknöpfte. Jetzt also Peter Sippel.

Völler hat ihn verbal derart zugerichtet, daß Sippel einen Sonderbericht ans Bundesliga-Tribunal angekündigt hat – er hält die Art des Völlerschen Vortrags für „nicht akzeptabel“. Offensichtlich hat ihm Völler keinen schönen Gruß an die gnädige Frau hinterlassen – sondern ist sprachhygienisch eher wieder ins Fäkalische abgeglitten.

[…]

Seine Tätlichkeit gegen Reporter Töpperwien, der ihm bei der Flucht im Weg stand, war dagegen glatt Rot. Doch nicht nur deshalb sind die Verhaltensforscher nach diesem Wochenende schockiert. […] Während Völler sich solche Auftritte früher höchstens mit Werner („Beinhart“) Lorant teilen mußte, mischen plötzlich auch die ersten Feingeister mit. Sogar Ralf Rangnick, Schalkes Professor, und Uwe Rapolder, der Kölner Schachspieler, haben Sonnabend einen Vulkanausbruch der Stärke sieben auf der Schiedsrichterskala hingelegt.

Nur weil der Schiedsrichter Weiner ihm nicht lange genug hatte nachspielen lassen, verzog Rangnick das Gesicht zu einer üblen Botschaft: Pfeife! Rapolder drehte den Schiedsrichter Fleischer gar durch den Fleischwolf und stellte aufgrund eines fragwürdigen Elfmeters gegen Köln Fragen wie: „Fühlt er sich jetzt wichtig, fühlt er sich jetzt gut?“ Das Wort Betrug schwirrte unausgesprochen durch den Raum.

[…]

Ist die Tollwut auch im Fußball ansteckend? Jedenfalls häuft sich die Zahl derer, die fürchten, daß schon in der Frühphase der Eindämmung dieser Epidemie ein paar Dinge mißraten sind – beispielsweise nach Völlers Wutausbruch Nummer eins. Den fanden damals alle Klasse, vorneweg die Politiker, die Ruuudi damals gefeiert haben für seinen Mut zum offenen Fluch. Jetzt haben wir den Salat.

Darüber sollten wir alle mal nachdenken!

Nachtrag (06.09.05): Völler hat seine Strafe erhalten – 3.000,- Euro…