Zehn kleine Bayernlein

Politisch korrekt der Titel, oder?

Würden wir öfter gegen Florenz spielen, hätten wir irgendwann keine lauffähigen Spieler mehr. Nach dem Hinspiel fällt Herr Lahm mit einer „Knochenverletzung am rechten Sprunggelenk“ aus und nach dem Rückspiel trifft es nun Herrn Schweinsteiger.

Schön.

Das sind ja die besten Aussichten für das Spiel in Gelsenkirchen. Zumal auch die Rückkehr von Luca Toni noch nicht gesichert ist.

Wieviele Spiele sind das jetzt noch bis zum 10-Spiele-Nonstop – Durchbruch von Herrn Podolski?

Man kann mit 10 gegen 12 Mann nicht gewinnen!

So der offenbar unter Drogen stehende Bielefelder Stürmerstar nach dem gestrigen Gastspiel seiner Arminia in München.

Unfassbar, diese Aussage. Vor allem für alle die, die dieses Spiel in voller Länge sehen durften/mussten.

Klar.

Man kann darüber diskutieren, dass die Bayern in der ersten Halbzeit unter ihren Möglichkeiten spielten und diverse Spieler, wie z.B. Schweinsteiger, Lell oder Demichelis. Aber eben nicht darüber, dass dieser Ausgleich für die Ostwestfalen nie, nie, nie fallen darf.

Bielefeld spielte ja noch destruktiver als Frankfurt. Und das will schon was heissen.

Es wurde ein schlimmes Spiel. Zumal die Zwischenstände aus den anderen Stadien nichts Gutes für die bayerische Aufholjagd bedeuteten.

Noch dazu das Klinsi-Experiment mit nur einer Spitze. Eine Klatsche für Podolski. Aber nach seinen zuletzt gezeigten Leistungen durchaus nachvollziehbar. Allein, es reichte bei einigen FCB-Akteuren nicht, diesen Gegner abzuschiessen. Wobei der größte Bayern-Gegner auch hier einmal der FCB selbst war.

Zur Halbzeit gab’s Umstellungen.

Poldi und Toni (Kroos) rein, Schweinsteiger und Ottl raus.

Bei Klinsmann machen die Auswechslungen in letzter Zeit immer wieder Sinn. Auch diesmal, denn Podolski spielte eine durchaus sehenswerte Halbzeit. Gemessen an seinen letzten Einsätzen.

Und Kroos?

Na endlich – könnte man meinen. Und zumindestens die Standard wurden gefährlicher (allein zwei Pfostentreffer nach Eckbällen).

Insgesamt spielte da aber „auf einmal“ eine ganz andere Mannschaft (muss es eigentlich immer erst einen Rückstand oder so eine HZ-Leistung geben, um in HZ2 so Gas zu geben?).

Angriff auf Angriff rollte auf das Arminen-Tor. Entlastung fand so gut wie nicht mehr statt.

Das war großes Kino. Natürlich vor allem deshalb, weil’s ein – berechtigtes – Happy end gab.

Der Sieg war mehr als verdient – die Zahlen sprechen da eine zuvor noch nie so deutliche Sprache:

20 Eckbälle (Ligarekord (und zwar ever?!)) und 37:2 Torschüsse. Siebenunddreissig!

Womit wir wieder bei Wichniarek wären: Geht’s noch?

Erstens: Der Platzverweis war mehr als berechtigt. (Blut-)Grätsche von hinten.

Zweitens: Der Elfmeter – berechtigt. Zwar habe ich keine Wiederholung von hinterm Tor gesehen, aber imho hat Kauf Ribéry festgehalten, oder?

Weshalb also dieses wirres Gerede, Wichniarek?

Es wird sein Geheimnis bleiben.

Wir sind zumindestens einen weiteren Platz in der Tabelle nach oben gerutscht, jetzt Dritter. Mehr wird’s erst nach den direkten Duellen gegen Leverkusen und Hoffenheim werden. Meine Meinung. Die sind nämlich richtig stark. Und nicht so schwankend wie alle anderen, die zuletzt hinter diesen beiden standen. Die Bayern eingeschlossen.

Alles ist noch drin. Herbstmeister oder erneuter Abschwung. Jetzt erstmal Florenz und dann Schalke. Schwer genug.

Ein Spiel das nicht sein darf

Nein. Jetzt nicht wegen der Wortspielchen rund um Atlantis.

Bielefeld wäre normalerweise in der letzten Saison abgestiegen. Ebenso wie Dortmund.

Woher ich das weiß?

Na aus meinen Statistiken (um einmal mehr diese Diskussion anzustoßen *g*).

Wie erwähnt, habe ich da nämlich gerade die Statistiken der Fehlentscheidungen der letzten Saison eingepflegt.

Und siehe da: Bielefeld (um 2 Punkte benachteiligt) und Dortmund (um 4 Punkte bevorzugt) hätten „eigentlich“ hinter Rostock (um 7 Punkte benachteiligt) und Nürnberg (um 7 Punkte benachteiligt) stehen müssen (was Clubberer und Rostocker bestimmt schon lange wussten).

Spitzenreiter war hier Cottbus (für alle Verschwörungstheoretiker) mit 8 vorenthaltenen Punkten. Den Vogel schoss allerdings der MSV Duisburg ab, der als Tabellenletzter auch noch 7 Punkte geschenkt bekam…

Die beiden Extreme Werder (extrem beliebt) und Schalke (extrem unbeliebt) haben sich in diesem Jahr ein wenig der Realität genähert:

Bremen verlor 6 (nur noch +17), Schalke gewann 3 Punkte (nur noch -15) durch falsche Schiedsrichter-Entscheidungen (trotzdem ergaben sich für beide Vereine keine Verschiebungen in der Tabelle).

Womit meine These zunehmend bestätigt wird.

Der FC Bayern rutschte ein wenig in die Verlustzone (-8), aber im Gegensatz zum letzten Jahr, als die Bayern „eigentlich“ Vizemeister geworden wären, hatte es keinen Einfluss.

Dank des Konjunktiv spielen wir aber gleich trotzdem gegen die Stadt, die es ja eigentlich gar nicht gibt. So ist eben Fußball.

Lage der Liga: 10.Spieltag

Der Titel täuscht. Es geht gar nicht um die Liga. Nur um den FC Bayern. Ätsch.

Naja. Ehrlich gesagt bin ich einfach zu faul, zu beschäftigt, hier das ganz große Fass aufzumachen. 😉

Vor ein paar Wochen hätte der Bericht noch ganz anders ausgesehen. Schuld wäre die Berg- und Talfahrt des FC Bayern gewesen. Punktverlusten in den ersten Spielen folgten die ersten, überzeugenden Siege.

Dann das Heimspiel gegen Werder. Majestix pur. Dann noch Hannover. Und zum Höhepunkt Bochum in der Arena.

Das hätte böse werden können.

Wurde es aber (zunächst) nicht. Stattdessen fing sich die Mannschaft und erspielte inzwischen vier Pflichtspiel-Siege in Folge.

Das ist gut. Besser zumindestens als Werder. Oder Stuttgart, Hannover, Bielefeld.

Ok. Bielefeld ist ein doofes Beispiel. Weil die ja immer da unten stehen und uns am Samstag jede Menge Probleme bereiten können. Weil einige Herren bei uns gedanklich bestimmt schon wieder in Florenz sind.

Zurück zur allgemeinen Situation.

Die Kurve zeigt nach oben. Das sollte so bleiben, ansonsten wird’s schwierig in dieser offenbar schrägen Saison.

Ob’s an Klinsmann liegt, seinen „neuen“ Methoden vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht klappt’s ja auch trotz Klinsmann?

So würde es wohl das Boulevard sehen.

Mir egal.

Ich bin froh, dass wir in der wirklich schwachen Phase, also als wir noch nicht einmal mehr Glück hatten, nicht zu viel Rückstand bekommen haben. Da macht die Aufholjagd einfach viel mehr Spaß.

Jetzt sind’s noch sieben Spiele bis zur Winterpause. Teilweise schwierig. In Gelsenkirchen, in Leverkusen, Stuttgart. Daheim gegen Hoffenheim. Da ist vieles möglich. Von der Herbstmeisterschaft bis zum erneuten Mittelmaß.

Es bleibt spannend.

Es ist doch immer das Gleiche (mit dieser Eintracht)

Immer wieder. Tritt der FC Bayern zum Spiel gegen die Frankfurter Eintracht an. Immer wieder gibt’s da in den letzten Jahren Probleme. Und immer wieder sind die Bayern daran zumeist selbst schuld.

Kann man das mal abstellen?

Gestern gab’s erneut ein Paradebeispiel.

Und weil selbst das die Hessen nicht hinbekommen hätten, schießen wir inzwischen auch schon deren Tore. Um uns wiederum endlich genug zu motivieren, diesen Destruktiv-Fußball-Gegner zu demoralisieren.

Ok.

Hat nicht geklappt. Aber gewonnen, das Spiel noch gedreht, haben wir trotzdem. Und das ist das Wichtigste. Mir fallen das spontan ein, zwei Teams ein, die aktuell gerne mit uns tauschen würden.

Stuttgart zum Beispiel.

Denn die haben wir an diesem Spieltag überholt auf dem Weg zurück auf unseren Stammplatz: Die Tabellenführung.

Sicher.

Den HSV hätten wir uns auch noch geschnappt, wenn Herr Jarolim nicht von dieser chronischen Fallsucht befallen und derVfB Überlegenheit in Tore ummünzen könnte, sprich, wenn beide Remis gespielt hätten.

Haben sie aber nicht. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben…

Zurück zum Bayern-Spiel.

Die Kurve zeigt insgesamt weiter nach oben. Das ist zunächst mal gut.

Aber mit ein wenig mehr Cleverness und weniger Überheblichkeit führen die Bayern zur Halbzeit 2:0. Und Frankfurt kann dagegen nichts, aber auch gar nichts machen.

Erneut stark verbessert: Klose und van Bommel.

Was habe ich gestern gehört? Klose ist schon wieder Top-Scorer bei den Bayern, war an 6 der letzten 9 Tore beteiligt?

Ich bin begeistert. Ebenso von van Bommel, der immer weiter zu seiner alten Bestform zurückfindet. Auch ohne Zé Roberto an seiner Seite, der uns alle erneut überrascht mit der zweiten Top-Partie auf der defensiven Aussenbahn. Obwohl „defensiv“ gibt’s in seinem Wortschatz gar nicht.

Seine Aussenbahn macht allein soviel Druck, dass der Gegner nicht im Traum daran denken kann, dort selbst was zu veranstalten.

Zusammen mit dem 90%-Ribéry aktuell das Offensiv-Filet der Bayern.

Schon klasse, was der kleine Franzose schon wieder auf der Schippe hat. Zwei-, bzw. Dreikämpfe klappen zumeist super. Allein gegen vier Gegner holpert es noch etwas…

Und Emotion ist bei ihm auch schon wieder drin. Die Attacke von Ochs, für die es imho durchaus mehr als Gelb hätte geben können, wurde mit noch mehr Dampf quittiert.

Nach dem Motto: Ihr schafft mich nicht!

Guut.

Überhaupt: Ochs.

Insgesamt würde ich sagen, hatte er Glück, über die vollen 95 Minuten auf dem Platz bleiben zu dürfen. Vor allem, weil nach seiner Ribéry-Aktion noch mind. ein weiteres Gelb-Foul gegen Klose nachgeschoben wurde.

Aber der Schiedsrichter hatte sich in der Schlussphase ohnehin gedacht, mal ein wenig Championsleague-like zu pfeifen. Zumeist für die Frankfurter. Die haben ja sonst nicht viel zu lachen.

Wieauchimmer.

In dieser Phase empfand ich Rensing in vielen Situationen als „Turm in der Schlacht“. Das hatte was von Kahn. Und das ist ebenfalls mehr als gut. Es geht auch mit ihm weiter in die richtige Richtung.

Was sonst?

Ach ja.

Funkel gab mal wieder die Hupfdole. Regte sich über alles und jeden auf. Hatte dazu aber zumeist gar keinen Grund. Aber so isser halt.

Schlechte Bayern-Spieler gab’s übrigens doch auch noch.

Oddo und Poldi.

Da könnte man fast nahtlos an die letzten Kritiken anschließen. Großes Loch. Formloch. Sag ich da nur.

Und keine Aussicht auf Besserung.

Doch. Moment.

Lahm und Toni.

Bald wird auch das wieder gut.

Jetzt gilt’s erneut nachzulegen. Gegen Atlantis. Am Samstag. Sonst wird das mit der Herbstmeisterschaft nix, wenn jetzt auch Hoffenheim anfängt, Rückstände zu drehen…

Lucas Rippe und Lahms Fußwurzelknochen

Mhm.

Nach Lahms Verletzung muss jetzt auch Luca Toni passen.

„Schwere Rippenprellung sowie eine Muskelentzündung“ – 10 Tage Zwangspause, 2 Tage gar absolutes Bewegungsverbot.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie weh so eine Rippenprellung tut (bei fast jeder Bewegung). Man kann da auch nix machen, das heilt von selbst, braucht aber Ruhe und Zeit.

Jetzt gibt’s imho allerdings andere Probleme:

Die gegen Florenz nicht wirklich sattelfeste Abwehr erleidet eine weitere Schwächung und im Sturm gehen wir jetzt auf dem Zahnfleisch.

Man kann’s allerdings auch positiv sehen:

Lell und Lukas können endlich mal wieder zeigen, was sie drauf haben und um einen Stammplatz kämpfen. Auf dem Platz.

Wer diese Zeilen liest und nicht schmunzeln muss, hat meinen Respekt.

Schon komisch. Wir stehen vor dem neunten Bundesligaspieltag und einige Spieler zeigen schon Ermüdungserscheinungen (fiel mir in den letzten Spielen immer wieder auf), bis eben zu den aktuellen Verletzungen.

Ist das noch normal, oder läuft da irgendwas in die falsche Richtung?

10-Spiele-Plan, Der

Wie angekündigt sehe ich beim FC Bayern momentan die Politik der kleinen Schritten. Auf dem Weg zurück an die Tabellenspitze.

Jeden Spieltag einen Platz höher und zur Winterpause gehören die Bayern wieder zur Spitzengruppe.

Wie soll das gehen?

Nun. Aktuell Platz 11.

Immer vorausgesetzt, die Bayern starten jetzt wirklich eine Serie, müssten sie am Samstag Wolfsburg besiegen. Hätten wir die schon mal überholt (FCB 15, Wolfsburg 13).

Parallel (ich liebe diese Bayern-Spieltage…) spielen sechs Teams, die in der Tabelle vor den Bayern liegen, direkt gegeneinander.

Leverkusen (15 Punkte, 3.Platz) gegen Köln (13, 9.)

Gewinnt Leverkusen (wahrscheinlich) sind wir schon auf Platz 9. Bei einem Remis ebenfalls. Nur bei einem Sieg der Kölner (es sei denn mit drei Toren Differenz, falls wir das gleiche schaffen, dann liegen wir hinter Köln, aber vor Leverkusen) gewinnen wir nix.

Dortmund (13, 8.) gegen Hertha BSC (14, 4.)

Ganz einfach:

Remis: Überholen beide.
Heimsieg: Überholen Hertha.
Auswärtssieg: Überholen Dortmund.

Hoffenheim (16, 2.) – Hamburg (17, 1.)

Klare Kiste: ‚Können beide nicht überholen!

Aber: Gibt’s ein Remis, können wir den Abstand auf zwei, bzw. drei Punkte reduzieren – Schlagdistanz.

Jeweils noch einen Punkt weniger Abstand hätten wir, wenn es einen Sieg gibt (hier tippe ich nach dem bisherigen Saisonverlauf durchaus auf die Heimmannschaft).

Fazit:

Immer einen Sieg vorausgesetzt (wird schwer genug), könnten die Bayern nach dem nächsten Spieltag also von Platz 11 auf 7 springen (insofern alle anderen Teams (Schalke, Stuttgart, Bremen) auch siegen).

Hört sich schon viel besser an (zum Glück ist’s immer noch eng in der Liga – erinnert mich erneut an 2000/01).

Wie man merkt, hat der späte Klose so einiges an positiven Gefühlen zurückgebracht. 😉

Solange bloß die Ausreden nicht ausgehen

So der ursprünglich geplante Titel zum gestrigen Bayern-Gastspiel in Karlsruhe.

Das Spiel der Münchner in der zweiten Halbzeit war einfach zu trostlos.

Dann Klose. Klose!

Oddo mit seiner besten Aktion des Spiels und Klose wenigstens am richtigen Ort, um die scharfe Flanke(?) in die Maschen abzulenken. 1:0. Erster Sieg seit Wochen. Erlösung von einigem Druck, der sonst sicher noch größer geworden wäre. Auch von mir.

Alles Geschichte.

Comeback der Dusel-Bayern? Spontan hätte ich hier fast ein großes Fass aufgemacht, ob dieser reflexartigen Berichte zu genau diesem Thema.

Dann dachte ich mir aber: Wieso eigentlich aufregen? Dusel war’s für mich ohnehin nicht. Dusel ist das hier. Oder das hier.

Nein. Ich bin da ganz entspannt, kam mir doch heute der Gedanke:

Alle die, die den Bayern nun wieder den Dusel vorwerfen, erkennen somit gleichzeitig an, dass der alte FC Bayern wieder da ist und dies ist für mich eine sehr smarte Vorstellung.

Die Spiel ging gut los.

Die Bayern fanden sofort den Draht zum Spiel. Die Karlsruher schauten staunend zu. Allein, die Dominanz der ersten 20 Minuten spiegelte sich eben nicht mit zwei, drei Toren wider.

Dies wiederum ermutigte die Heimmannschaft ihrerseits doch am Spiel teilzunehmen. Plötzlich hatten wir ein offenes Spiel. Bis in die 86. Minute, denn kurz vorher schienen sich beide schon auf ein Remis geeinigt zu haben.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Der Jubel war derart heftig, dass Kloses Kollegen ihm ’ne Oberschenkelprellung zufügten. Was tut man nicht alles.

Apropos Prellung.

Über den Charakter und die (Spiel-)Eigenschaften des Sportkameraden Franz ist ja schon an vielen Stellen ausgiebig diskutiert worden. Müssen wir hier also nicht nachholen.

Seine „Spielweise“ bescherte gestern zumindestens Herrn Toni eine schmerzhafte Rippenprellung, die diesem eine ungewöhnlich frühe Auswechslung und PrinzPoldi ungewöhnlich viel Spielzeit bescherte.

Hoffen wir das Beste, dass derLuca gegen seinen alten Verein am Dienstag spielen kann, sonst wird das wahrscheinlich ein recht ungemütliches Rückspiel für den KSC-Kapitän (ein kleiner Ausgleich: Klose erzielte seinen Siegtreffer gegen eben diesen)…

Um es kurz zu machen:

Ich hatte mit den drei Punkten schon nicht mehr gerechnet, zu ratlos wirkten phasenweise die in Topbesetzung aufgestellten Bayern.

Umso besser ging es mir nach dem Tor.

Trotzdem bleibt Diskussionsbedarf.

Nicht über Klinsmann, über die Mannschaft. Die spielte nämlich in der Hitzfeld-2007er-Double-Besetzung. Plus Oddo. Wieder im „bewährten“ 4-4-2 und mit Kapitän van Bommel.

Kein Grund mehr also mit Klinsmann-Kritik vom Team abzulenken.

Und trotzdem: Da war noch viel Luft nach oben. Und es war schon der achte Spieltag…

Womit wir bei meiner Überschrift wären.

Was hätte bei einem 0:0 als Ausrede herhalten müssen?

Die Nationalmannschaftpause? Die lange Verletzungspause von Ribéry? Solange es immer noch Ausreden gibt, geht’s für die Alibi-Fußballer immer so weiter.

Jetzt wohl doch nicht.

Das war ein guter Anfang. Gegen Florenz (2x) und Wolfsburg muss nachgelegt werden.

Verabschiedet habe ich mich ohnehin von größen Sprüngen in der Tabelle. Da muss jetzt von Spiel zu Spiel, Platz um Platz gekämpft werden.

Zum Pech der Liga liegen die Bayern nur ein Sieg hinter Platz 3, kommen sie jetzt wirklich in Tritt, wird’s dem einen oder anderen (hoffentlich) bald wieder langweilig.

Was sonst noch?

KSC-Miller nahm imho den Ball vor Klose ausserhalb des 16ers in die Hand, die Attacke Kennedys gegen Schweini hätte definitiv Gelb verdient gehabt und das „Foul“ an Iashvili im Strafraum hätte vielleicht, eventuell und so auch Elfer geben können.

Und was war mit Herrn Podolski?

War er zu sehr damit beschäftigt, seine Standard-ich-will-mehr-spielen – Interviews für nach dem Spiel anzupassen? Chancen darf man verwerten, egal ob man 60 oder 6 Minuten auf dem Platz steht, Lukas.

Was jetzt noch fehlt?

Nachzulegen. Am Dienstag und am Samstag.

Ab sofort beginnt die Saison. Nochmal.

Die Bayern spielen morgen in Karlsruhe. Nach der zweiten Länderspielpause der Saison. Der letzten bis März.

Endlich geht’s wieder nur um den richtigen Fußball. Den des eigenen Vereins. Und mein Verein hat da inzwischen einiges geradezurücken. Ich würde nicht so weit gehen wie Zé Roberto, aber trotzdem steht durchaus schon einiges auf dem Spiel.

Irgendwann müssen die Bayern mal sowas wie Konstanz entwickeln und die berühmte Serie starten. Sonst bleiben all die Zufallsmannschaften da oben in der Tabelle auch langfristig vor den Bayern…

Kein schöner Gedanke.

Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin die Reise in dieser Saison geht. Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten der Übergangsspielzeiten beim FC Bayern vorbei sind – hoffen wir das Beste. Für Samstag. Für jeden kommenden Samstag.

So sehen Sieger aus, schallallallalla

Ich hab’s noch in meinen Ohren. Damals. Als die deutschen Frauen Fußballweltmeister wurden.

Ist ja alles ganz schön, aber gröhlende Fußballer sind schon schlimm genug – gröhlende FußballerInnen braucht’s dann echt nicht auch noch.

Was ich überhaupt sagen will?

Das ich viel mehr vom Frauenfußball nicht mitbekomme. Kann man gut oder schlecht finden, ist aber so. Tut mir ja auch leid. Und im Verhältnis sind die Frauen wohl näher an der Weltspitze als die Herren.

Wie auch immer.

Aktuell ist’s was quer.

Wieso?

Na weil die Frauen des FC Bayern den Klinsi-Kickern mal zeigen, was ’ne Harke ist!

Alter Schwede.

Die sind allen Ernstes Tabellenführer. Zum ersten Mal in der Geschichte der Frauen-Bundesliga.

Alle sechs Spiele gewonnen. Mit 16:1 Toren!

Respekt.

Trotzdem muss ich einräumen, dass ich das wahrscheinlich schon am nächsten Samstag um 15:30 vergessen habe…