Zum Piepen. Wir Fans.

Aus gutem Grund meide ich seit Monaten, gar Jahren gewisse Blogs. Einfach so. Eine friedliche Koexistenz ist gesünder als sich ständig zu zoffen.

Heute habe ich mich trotzdem mal wieder verirrt.

Weil ich mich hier verlinkt fand und ich dort hiervon las.

Ich will weder etwas bewerten noch mich sonst irgendwie äußern, allein das Folgende fand ich schlichtweg zum Piepen. Vielleicht, weil ich mich selbst ein wenig darin wiederfand.

Zitat:

„Nachdem mir alle immer erzählt haben, was das Millerntor für ein Hexenkessel ist… Nun ja. Ganz ehrlich? Das war heute allenfalls ein Hexenespressotässchen. Ich habe die Heimfans genau zweimal gehört: Bei der Einwechslung von Asamoah und beim Einsnull. Sonst war nix. Okay, und bei unsren Wechselgesängen mit dem gegenüberliegenden USP-Block, aber das zählt nicht, da waren wir ja ruhig um auf sie zu warten.“

Replik:

„Ich tue es nicht gern, aber ich mag Dir widersprechen: Die Südtribüne war selbst in ihren leisen Momenten immer lauter als die HSVer, selbst Euer „Pauli wir hören nix“ war kaum zu hören. Das mag auch der beschissenen Akustik der Bruchbude geschuldet sein, aber generell war Pauli deutlich lauter, als von Dir beschrieben.“

Replik 2:

„Im Gästeblock war es aber weite Strecken so laut, daß ich keinen großartigen Heimsupport ausmachen konnte. Daß sich das im Rest des Stadions und im TV anders dagestellt haben mag – geschenkt.“

Entspannte Replik 3:

„[…] das stadion wird mal richtig schön, und wenn die zuhause spielen wackeln hier im viertel jetzt schon die wände, so laut ist das! das ist schon cool.“

Warum ich darüber so schmunzeln kann?

Weil doch jeder Fan seine Welt für die einzig wahre hält, oder? Das ist bei uns Bayern ganz genauso. Wenn wir auch beim Thema Lautstärke im eigenen Stadion sowieso kaum mitreden können. Es sei denn, man steht direkt in der Lärmquelle, dann hört man natürlich nix von ausserhalb.

Es geht eben nichts über eine gepflegte selektive Wahrnehmung…

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6 Gedanken zu “Zum Piepen. Wir Fans.

  1. Interessant, dass ich mich hier zitiert finde. Wobei ich ihren Nachsatz („Weil doch jeder Fan seine Welt für die einzig wahre hält, oder?“) zwar unterschreiben kann, aber anmerken möchte, dass ich als HSVer auf der Haupttribüne der Bruchbude saß (dort ist es auszuhalten). Dementsprechend hatte ich eine relativ gute Beschallung von beiden Seiten und konnte den Lärm der Stadtteilvereinler deutlich besser hören 😉
    Was die Bayern angeht, kann ich natürlich nicht mitreden, aber in TV scheint es mir immer relativ rugih, laut wird es erst, wenn der (erwartete?) Sieg in greifbarer Nähe ist bzw. erfolgte. Aber das mag wirklich selektive Wahrnehmung sein 😉

  2. Pingback: Nachbetrachtung Derby – FC Sankt Pauli vs. HSV « Fabulous Sankt Pauli

  3. Und schon wieder keine Stimmung FCB……
    Dein Kommentar zum besten Fangesang der letzten Saison im 11Freunde Sonderheft…
    Du erinnerst dich? 😉

  4. Was für eine alberne Diskussion. Wenn man im eigenen Fanblock die gegnerischen Fans hört, ist eh was schiefgelaufen beim Support…

  5. Wenns unbedingt laut sein muß um gut zu sein, dann können die Fans ja diese Vuvuzuelas aus Südafrika importieren. Dann hört man das auch im gegnerischen Fanblock.
    Schön fand ich aber letzte Woche in Nou Camp (war nämlich per Zufall dort im Stadion) als die griechischen Panathanaikos Anhänger wirklich brav und stets gut hörbar Stimmung machten, dabei aber mit 1 zu 5 fast schon „bayernlike“ unter des Hausherrens Räder gerieten. Wobei die Chancenverwertung der Griechen schon erstklassig war, ein Schuß ein Tor, vielleicht lags ja auch daran. Wenn ich da an die pfeifenden Pfeifen in der Allianzarena denke.

  6. @CrazyChemist: Wieso nicht? Hier sind auch immer wieder alternative Meinungen gefragt, abseits der Bayern…

    Beim FC Bayern dagegen ist es, vor allem gemessen am Gesamtpotential (69.000) relativ ruhig, ja, aber das hatte ich ja durchklingen lassen… 😉

    @Basti: Eben. Deshalb fand ich es in der letzten Saison ja so bemerkenswert, dass das phasenweise mal anders war…

    @Gunnar: So isses.

  7. Ende

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