Bei Muttern ist es doch am schönsten!

Der BundesJogi sieht Auslandswechsel der deutschen Nationalspieler kritisch.

„Generell verliert man nicht gern Nationalspieler. Für die Bundesliga ist es immer interessant, wenn man Top-Leute hat“ […] „Wir reden darüber mit den Spielern und geben ihnen Empfehlungen, machen aber keine konkreten Vorschläge.“

Man kann das jetzt generell gut oder schlecht finden, aber wer erinnert sich, neben mir, nicht auch noch an die Thesen über die WM-Elf von 1990, dass die nämlich genau deshalb so stark und weltmeisterlich gespielt hat, weil die fast alle im Ausland gespielt und Erfahrungen gesammelt haben.

Und das ist nicht wirklich von der Hand zu weisen. Wir sind nicht mehr in den 70ern, wo der deutsche Fußball noch Weltspitze und in vielen Dingen vielleicht führend war – vom Ausland zu lernen, heißt heutzutage siegen lernen, oder?

Ok. Ich könnte Jogis Aussage jetzt positiv im Rahmen eines möglichen Klose-Transfers werten, aber das wäre sicherlich etwas platt, widerspräche es doch meiner grundlegenden Überzeugung.

Ich halte es, ehrlich gesagt, eher für etwas provinziell.

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0 Gedanken zu „Bei Muttern ist es doch am schönsten!

  1. Die haben so stark gespielt, weil der Franz… Und sonst gar nix.

    Guck Dir doch bitte mal unsere heutige Nationalmannschaft an, die – meiner Ansicht nach – unseren besten Fußball seit 1972 spielt. Und wer kickt von denen im Ausland? Lehmann und Ballack. Das war’s.

    Also nicht, dass ich nicht auch der Ansicht bin, dass so ein Wechsel einen Spieler durchaus weiterbringen kann, aber offenbar ist ein Wechsel in der Trainingsmethodik doch wesentlich wichtiger.

    Oder wie sonst ist es zu erklären, dass momentan auch Spieler, die im Verein nur mittelmäßige Leistungen bieten, in der Nationalmannschaft plötzlich großartig aufspielen?

    Und dass sich die Situation derart umgekehrt hat? Seit 1990 krankte die Nationalmannschaft (Danke Berti, Du …), der deutsche Vereinsfußball jedoch konnte immer noch recht gut mit den Großen mithalten. „Ja“, hieß es da immer, „die ausländischen Spieler verhindern, dass unser Nachwuchs…

    Und jetzt? Vielleicht sollten einfach die ‚etablierten‘ Clubtrainer mal aufwachen und nachschauen, ob und was Jungs wie Kloppo, Finke, Veh etc. anders machen.

  2. Wir sind ja beieinander. Die 90er Elf brachte diese Veränderungen, die neuen Methoden selbst aus dem Ausland mit, weil damals die Trainer noch viel zu sehr 80er waren.

    Heute sind einige Trainer – auch in Deutschland – viel weiter, viel moderner, da könn(t)en die Spieler das hier in Deutschland lernen…

  3. Ende