Angefangen hat es mit einer Meldung im Videotext

Und ich wunderte mich, dass noch niemand das Thema aufgegriffen hat. Bietet sich doch an. Geht ja schließlich um Bayern-„Fans“ und Gewalt.

Nach Angaben der Polizei hatten zwei Busse mit Bayern-Fans auf ihrem Weg zum Punktspiel in Mönchengladbach die Rastanlage angesteuert und waren dort auf einen Bus mit Nürnberger Anhängern (unterwegs zur Partie bei Schalke 04) getroffen. Laut den Beamten verließen die Bayern-Fans ihre Busse und gingen auf die Nürnberger los. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Frau eines Busfahrers von einer Flasche am Kopf getroffen. Sie wurde schwer verletzt, Lebensgefahr besteht allerdings nicht. Die Frau wurde in eine Würzburger Klinik eingeliefert. Weitere Personen wurden leicht verletzt.

Das ist schlimm und hat im Fußball nichts zu suchen. Bei aller Emotion, die im Fußball ihren berichtigten Platz hat – auch in meinem Kopf und Herzen – ist sowas mehr als daneben. Mir würde auch nie in den Sinn kommen, derlei „Fans“ und deren Verhalten als akzeptabel oder tolerierbar zu bezeichnen!

Die beiden Busse wurden 30 Minuten später auf der Bundestraße gestellt und sämtliche Insassen verhaftet. Eigentlich hatte ich nicht daran gedacht, darüber etwas zu schreiben, nicht weil ich es totschweigen wollte, nein, weil jegliche Plattform für derlei Fußball-„Fans“ zu viel, gar überflüssig ist. Allerdings hat mich die Reaktion des FC Bayern (Link, pdf) umgestimmt. Steht der Verein immer mal wieder bei (selbsternannten) „echten“ Fans in der Kritik, ob seines Verhalten gegenüber eben diesen, den eigenen Fans, hat er hier imho korrekt und verhältnismäßig gehandelt, da ich davon ausgehe, dass dem Verein die Details bekannt waren, die uns bisher (noch) verborgen geblieben sind.

FC Bayern München sagt Unfallopfer jegliche Hilfe zu / Ab sofort bundesweite Stadionverbote und Hausverbote für Fangruppierung

Es ist die Rede von der Gruppierung „Schickeria München“, die, darauf verweist der Verein ausdrücklich, kein offizieller Fan-Club des FC Bayern ist. Der Verein spricht mit sofortiger Wirkung gegen „alle 73 Insassen der beiden Busse ein bundesweites Stadionverbot“ und „ein Hausverbot sowohl auf dem Gelände des FC Bayern München (München, Säbener Straße) als auch auf dem Gelände der Allianz Arena Münchenaus“ aus. Abgesehen davon erhält „die Gruppierung auch keine Eintrittskarten mehr“.

Wer sich jetzt fragt, wie der Verein FC Bayern ein bundesweites Stadionverbot aussprechen kann, also auch in allen anderen Stadien, dem sei gesagt, dass die Vereine in den Bundesligen in diesem Punkt wohl eine Übereinkunft getroffen haben, die Stadionverbote gegenseitig anzuerkennen.

Wer sich ferner fragt, ob derlei Verhalten irgendwie übertrieben ist, dem sei noch einmal obiges Zitat ans Herz gelegt…

Nach ersten Erkenntnissen wurde die Frau eines Busfahrers von einer Flasche am Kopf getroffen. Sie wurde schwer verletzt, Lebensgefahr besteht allerdings nicht. Die Frau wurde in eine Würzburger Klinik eingeliefert. Weitere Personen wurden leicht verletzt.

Es handelt sich hier um eine unbeteiligte Person und unabhängig davon, dass Gewalt im Fußball ohnehin nichts zu suchen hat, könnte man ja noch über manches hinwegsehen, wenn sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, aber sowas geht halt gar nicht!

Das ist meine Meinung und ihr dürft gerne eine andere haben!

Klick zum Ende der Kommentarliste

0 Gedanken zu „Angefangen hat es mit einer Meldung im Videotext

  1. Genau richtig!
    Das es bzgl. des Stadionverbotes eine Ãœbereinkunft der Vereine gibt, wusste ich auch nicht, finde es aber gut. Die haben auch in anderen Stadien nichts mehr zu suchen.

  2. Ich bin voll und ganz Deiner Meinung. Und Dein Verein zeigt bei solchen Dingen, übrigens genauso wie bei Solidaritätsfragen, oft seine gute Seite.

    Aber zu Deiner Verwunderung darüber, dass noch keiner das Thema aufgegriffen hat: Auch Du solltest häufiger unser Blog lesen, nicht nur ich hier… 😉

  3. Auch ich bin genau Deiner Meinung!
    Und wer sowas veranstaltet, auf den darf keine Rücksicht genommen werden! Da muss knallhart durchgegriffen werden!!!

  4. Also Herr Wieland hat was dazu geschrieben. Ich halte die Vorgehensweise des Vereins im Prinzip für richtig – allerdings wäre mir noch wohler, wenn sie nach Abschluss eines ordentlichen Verfahrens stattfinden würde.

    So könnte man den Beteiligten jetzt befristete Stadionverbote geben und dann – nach Gerichtsverfahren und rechtskräftigen Urteilen – diese in endgültige verwandeln. Drei Tage nach dem Vorfall lebenslange Stadionverbote auszusprechen, kommt meines Erachtens zu früh und ist eine Vorverurteilung. Ich finde es auch bedenklich, nicht nur alle Businsassen zu bestrafen, sondern auch pauschal und vorab alle Mitglieder der Schickeria – selbst die, die nicht im Bus, sondern zu Hause waren. Da es in der Vergangenheit schon Spannungen zwischen der Schickeria und dem Verein gab, hat das für mich zumindest einen schalen Beigeschmack. So unglücklich und bitter der Anlass sein mag, ich befürchte, die Führung meines Vereins hat die Chance genutzt, eine ihnen nicht genehme und kritisch gegenüber stehende Vereingigung aus den Stadien werfen zu können.

    Um es ganz klar zu machen: auch ich verurteile die Handlungen aufs Schärfste (es sind kriminelle Aktionen, die mit dem Fan-Sein nichts zu tun haben), bitte aber darum, dass in solchen Fällen wie sonst auch üblich vorgegangen wird: erst die Ermittlungen und das Gerichtsverfahren, dann das Urteil und die Bestrafung.

  5. „Ich finde es auch bedenklich, nicht nur alle Businsassen zu bestrafen, sondern auch pauschal und vorab alle Mitglieder der Schickeria – selbst die, die nicht im Bus, sondern zu Hause waren.“

    Es wurden nur die 73 aus dem Bus bestraft, die Gruppe Schickeria München bekommt lediglich keine Karten mehr.
    Spätestens als die Busse die Flucht ergriffen haben machen sich imho alle im Bus schuldig.

    Gute Besserung der verletzen Frau!

  6. @probek: Meine volle Zustimmung zu deinem obigen Beitrag.

    Auch ich verurteile solche Ausschreitungen natürlich klar, dennoch wurden bei der Reaktion des FCB e.V. mal wieder alle unter dem Namen „Schickeria“ über einen Kamm geschert! Wenn von diesen 73, oder so, „Fans“ nur ein paar auf die Idee kommen Blödsinn zu machen, wird gleich die ganze Fangruppierung ausgesperrt?! Verstehe ich nicht ganz.

    BTW: Bei mir ist die Seite der Schickeria seit gestern Nachmittag nicht mehr zu erreichen.

  7. Also ich halte das Vorgehen auch nicht für allzu toll. Ich kenne mich in der Ultra-Szene von Bayern so gut wie gar nicht aus und weiß nicht, was die Schickeria sonst so alles macht, aber, wie porbek schon schrieb, gleich alle zu bestrafen ohne überhaupt abzuwarten, was die Untersuchungen ergebn haben, halte ich für wenig sinnvoll.

    Erinnert mich irgendwie an Frankfurt. Dort kam es doch auch mal an einer Raststätte zu einer Schlägerei an der 7 Fans beteiligt waren. Stadionverbot bekam aber wieder der gesamte Bus.
    Ich kann die ganzen Banner mit „Fussballfans sind keine Verbrecher“ schon verstehen. Vielleicht setzt sich ja Frank Rost für die Fans, die im Bus gebliebn sind, ein.

    Leider sitzt das Bild Ultras=Hooligans ziemlich fest in Vereinen und Medien. Dabei sind sie es, die in den Stadien die Stimmung machen und nicht nur beim Stand von 3:0 und „Steht auf, wenn ihr/für den…“ mal aufstehen und ein bischen mitklatschen. Gerade auswärts wäre ohne Ultras doch tote Hose.

    Abgesehen davon ist das Verhalten der Idioten, die wirklich Scheiße gemacht haben, natürlich nicht zu tolerieren und keines Fans würdig. Und dass in ihrer Erklärung bei aller Anteilnahme nichts über den Ausschluß der beteiligten Mitglieder steht, spricht leider nicht für die Schickeria, aber wie gesagt, ich habe vorher nur mal den Namen gehört und kenne mich nicht aus.

  8. „Und dass in ihrer Erklärung bei aller Anteilnahme nichts über den Ausschluß der beteiligten Mitglieder steht, spricht leider nicht für die Schickeria […]“
    Das sehe ich absolut genauso. Dass sie sich distanzieren, ist angesichts der resultierten Konsequenzen völlig verständlich. Viel wichtiger ist aber, dass sie auch selber tätig werden und in ihren Reihen aufräumen. Damit würden sie sich wirklich von den Vollidioten distanzieren.

  9. Bei diesem Thema sind wir ausnahmsweise mal einer Meinung 🙂

    Allerdings frag ich mich schon wie sie sicherstellen wollen das Fans der Gruppierung „Schickeria München“ keine Eintrittskarten mehr erhalten sollen.

    PS: Die Frau die am Kopf getroffen wurde wird vermutlich wohl auf einem Auge Bild bleiben. :/

  10. Gelesen hatte ich es schon gestern Abend, aber ich wusste doch, dass Du was dazu schreiben würdest…

  11. Irgendwie werde ich nachdem ich die Erklärung der Schickeria gelesen hab das Gefühl nicht los, dass sich Gruppen die Scheiße gebaut haben gerne als Opfer von Polizeiwillkür, Medien und natürlich den Vereinsoberen sehen. Nach dem Motto „Stimmung machen dürfen wir, aber sonst sind wir scheiß egal“.

    Da schreiben die Ultras Gelsenkirchen (http://www.revier-derby.de/200.....ner-stadt/) „Eine nicht angekündigte Reise könnte in der jetzigen Situation dazu führen, dass man sich Repressionen der Polizei aussetzt und so Gefahr läuft, das Spiel nicht zu sehen.“

    Repressionen der Polizei? Wenn ich mich richtig erinnere, ist es im Vorfeld des Spiels gegen Bochum zu verstärkten Sicherheitsauflagen gekommen, da es vor der Partie Dortmund vs. Bochum zu Auseinandersetzungen gekommen ist, bei denen auch Flaschen und ähnliches flogen, und das das nicht einfach „Blödsinn“. Nicht erst seit der verletzte Frau.
    Die gleichen Vorkehrungen werden vor dem Spiel gegen Dortmund wohl auch getroffen, damit so was möglichst nicht mehr passiert. Was das mit Repressionen zu tun hat?

    Zwar haben die Ultras Gelsenkirchen damit ja nichts zu tun, man könnte aber ja auch an die Fanverantwortung erinnern…

    Es gibt sicherlich nicht erst seit kurzem Entwicklungen, durch die sich langjährige Anhänger gegängelt fühlen, aber beim Versuch Gewalttaten oder aber auch „nur“ Provokationen dadurch Kleinzureden und in die Opferrolle zu schlüpfen, um auf Sympathien zu hoffen, da hörts für mich echt auf.

    Aber mal zurück zur „Schickeria“. Ich kenne zwar die Gruppe nicht, aber da müssen sie sich schon an die eigene Nase packen, wenn sie solche Leute bei sich dulden. Sich hinterher zu distanzieren ist immer leicht, aber vielleicht hätte man sich das im Vorfeld mal überlegen soll. Das die Gruppe nun keine Tickets mehr bekommt ist völlig in Ordnung. Für den Einzelnen – Unbeteiligten – gibt’s dadurch ja immer noch die Möglichkeit sich Tickets zu kaufen.

    Auch sehe ich persönlich nicht (ok jetzt hier mal von der fernen Warte) das es unter den Businsassen auch Unschuldige gibt. Es ist doch so, dass sich die Leute schnell aus dem Staub gemacht haben um den Konsequenzen zu entgehen. Und ich möchte keinen neben mir im Stadion haben, der nachdem er dabei war, als eine Frau durch einen Flaschenwurf schwer verletzt wurde, noch „seelenruhig“ zum Spiel fährt.

  12. @alle: Zunächst mal Danke für das umfangreiche und durchaus kontroverse Feedback.

    1. Ich weiß um die Probleme von Fans in Deutschland auch rund um die WM 2006. Da ging und geht es um Karten, Verbote, Einschränkungen, etc. Gut fand und finde ich das nicht. Besonders schlimm fand ich die Aktion mit der 17-jährigen, die sich vor einem Spiel ihrer Dresdner in Saarbrücken im Polizei-Zelt nackt ausziehen musste.

    2. Ich stimme Torsten zu: Auch bei den Bayern gab und gibt es Probleme mit Fans. Aus eigener Erfahrung aus Auswärts- und Heimspielen weiß ich, dass auch im Bayern-Block, zumindestens zu meiner Zeit (89-99), immer wieder Hooligans waren, die es eigentlich nur auf Randale angelegt haben. Womit ich aber keine Analogie zur Schickeria andeuten will! Aber die Bayern-Fan sein eben keine Insel der Glückseligen.

    Auf der anderen Seite:

    3. Was bedeutet es „Ultra“ zu sein? Schlägereien? Nicht für mich. Ich stand auch im Stadion in der Kurve. In München. An vielen Orten in Deutschland. Das war nicht immer komfortabel. Aber ich habe auch geschrieen. Habe die Bayern angefeuert und den Gegner ausgepfiffen. Bis ich heiser war. Klar war ich auch aggressiv. Habe ich deshalb Schlägereien angezettelt? Nein! War ich deshalb auch sonst irgendwie aggressiv? Habe ich Gewalt auf Rastplätzen angewandt? Nein! Ultra zu sein, Fan zu sein, hat für mich überhaupt nichts mit Gewalt zu tun. Wer Gewalt anwendet ist kein Fan, der ist nur ein Hooligan.

    4. Die Argumentation der Schickeria wirkt auf mich wie ein Reflex. Ein Reflex von jemandem, der von der Welle erfasst und überrollt wurde. Eine Reaktion. Ich stimme Jan und Karsten mehr als zu: Wo ist die Aktion der Schickeria? Ich hätte eine Aussage erwartet nach dem Motto: „Wir haben die Schuldigen ausgemacht und sie aus unserer Gemeinschaft ausgeschlossen.“ – Wo lese ich derlei? Lesen kann man nur diesen Unterton, den Jan anspricht: „Wir sind die eigentlichen Opfer“.

    5. Die „Schickeria“ will sich jetzt erstmal nicht mehr im Stadion engagieren. So. Das haben wir nun davon. Was ich davon halte? Nix. Es gibt für mich keine Kausalität zwischen Stimmung und Gewalt. Wenn das der Preis für Stimmung ist, dann verzichte ich auf Stimmung.

    6. Meine oben geäußerte Meinung wurde unterstrichen durch Aussagen des Staatsanwalts auf der Pressekonferenz, dass (ich zitiere aus dem Gedächtnis) „von den 78 Insassen nur 25(?) eine Eintrittskarte für das Spiel hatten und über 12 Personen ohnehin schon ein bundesweites Stadionverbot verhängt war“. Was wollten die übrigens Fans vor Ort? Ins Stadion hätten sie so oder so nicht gedurft. Und dafür fährt man von München nach Mönchengladbach? Was sollen wir da anderes denken, als das die Absichten eindeutig waren?

  13. Zitat:“6. Meine oben geäußerte Meinung wurde unterstrichen durch Aussagen des Staatsanwalts auf der Pressekonferenz, dass (ich zitiere aus dem Gedächtnis) “von den 78 Insassen nur 25(?) eine Eintrittskarte für das Spiel hatten und über 12 Personen ohnehin schon ein bundesweites Stadionverbot verhängt war”. Was wollten die übrigens Fans vor Ort? Ins Stadion hätten sie so oder so nicht gedurft. Und dafür fährt man von München nach Mönchengladbach? Was sollen wir da anderes denken, als das die Absichten eindeutig waren?“

    Ich denke die Stadionverbot’ler wollten einfach auf der Fahrt dabei sein, die Zeit mit ihren Freunden teilen. Dies ist im übrigen nicht unüblich, habe ich schon von vielen anderen Vereinen gehört (u.a. St. Pauli und Nürnberg).
    Ich kann das schon verstehen das man trotzdem weiter mitfährt und so auch den Kontakt zu seinen Leuten hält und nicht ganz den Kontakt verliert. Und man weiss ja auch nicht ob die Leute ohne Karte nicht Ihre Karten am Stadion noch bekommen hätten.
    Einfach gegen alle 73 Businsassen ein SV auszusprechen ist Sippenhaft… Ich sehs wie probek (am 7.Mai 2007, 23:54 sagte) ohne Urteil kein dauerhaftes Stadionverbot.

    Ein paar Links die sich mit Stadionverbot beschäftigen:

    http://www.pro1530.de/index.php?page=stadionverbot
    http://aktive-fans.de/01a9d793.....a613c.html
    http://www.jungewelt.de/2007/05-09/026.php

  14. @jan

    „Ich denke die Stadionverbot’ler wollten einfach auf der Fahrt dabei sein, die Zeit mit ihren Freunden teilen. Dies ist im übrigen nicht unüblich, habe ich schon von vielen anderen Vereinen gehört (u.a. St. Pauli und Nürnberg).“

    *Hust*, das glaubst Du doch wohl selbst nicht 🙂 Solange die keiner am Stadioneingang mit Ausweiskontrolle rauszieht können die unbehelligt ins Stadion gehen, und die tun das auch. Wer das Gegenteil behauptet, sollte sich mal umsehen.

  15. @Stefan,
    Als Nürnberger kennst Du doch sicher Gate 8 und was sieht man dort? Genau, die Nürnberger fahren zwar mit zu den Spielen, bleiben aber vorm Stadion.
    Das Risiko erwischt zu werden und dann richtig Ärger zu bekommen, ist denke ich viel zu hoch. Die SKB’s kennen doch ihre Leute und achten mit Sicherheit darauf, dass die nicht ins Stadion kommen.

    Aber Du kannst uns ja gerne mal berichten, wie das so in Nürnberg läuft, wieviele Leute die Stadionverbot haben, noch im Stadion sind.

  16. das hier findet man im Google-Cache von der SM-Seite. Es ist aber (natürlich) NICHT an die betroffenen Club-Fans aus den überfallenen Bussen gerichtet:

    „Diejenigen, die dabei waren sollten ein Gedächtnisprotokoll anfertigen, was ihnen von Seiten der xxx widerfahren ist, sprich Beleidigung, Bedrohung, Gewalt (unbedingt ärztliches Attest besorgen!), unterlassene Hilfeleistung, Sachbeschädigung etc. und dies an die Kontaktadresse der Schickeria (info@schickeria-muenchen.de) schicken!
    Wir werden dies sammeln und sowohl beim Verein als wohl auch auf juristischer Seite vorbringen. Nur dazu brauchen wir die Fakten von den Leuten, denen etwas passiert ist, auch wenn es Euch nur als Kleinigkeit erscheint – es ist eine Masse an Ungerechtigkeiten und Willkür passiert!!! Dies sollte zusammengetragen und gemeinsam präsentiert werden…
    Solltet ihr die unschönen Szenen betreffende, relevante Bild- oder Videoaufnahmen gemacht haben (beispielsweise wie jemand verprügelt wurde etc.), so bitten wir Euch ebenfalls uns diese per e-mail zukommen zu lassen.“

    Hier noch ein Zitat aus dem Google-Cache, auch von der SM-Seite:

    „Gewalt ist kein Selbstzweck wie bei Hooligans nach deutscher Definition, sondern die Ausnahme und passiert wenn überhaupt aus überbordender Emotion, so wie wenn man zwei stolze Hähne mit geschwollenem Kamm aufeinander los läßt. Aber Emotion läßt sich nun mal nicht vermeiden, von ihr lebt der Fußball. Jegliche Emotion aufgrund der Sicherheitsbedenken zu unterbinden ist der Weg, den die Polizei & die Offiziellen momentan verfolgen – damit töten sie in letzter Konsequenz das was Fußball so einzigartig macht – sein gewachsenes soziales Umfeld. “

    Die Frau des Busfahrers ist jetzt ihr Leben lang auf einem Auge blind… Wars das wert? Welche Art Emotionen sind das gewesen?

    Die SM verlangt immer wieder Freiheit, aber ich vermisse bei ihr Verantwortung, und bei der Reaktion auf die Vorfälle Selbstkritik. Hoffentlich packen sie sich jetzt mal etwas mehr an die eigene Nase, und überdenken ihr Verhalten, und ihre Einstellung zu Gewalt. Das hoffe ich übrigens auch von vielen anderen Fans, die ähnlich austicken, und das normal finden…

  17. Es ist so, wie ich anfangs vermutet habe: der FC Bayern nutzt die Gelegenheit, um die alle Mitglieder der Schickeria (und auch komplett Unbeteiligte) aus dem Stadion zu verbannen.

    Weitere Informationen dazu gibt es in der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) und im „Münchner Merkur“ (MM):

    SZ: Per Brief kündigt der Verein jetzt Dauerkarten – auch von Unbeteiligten

    SZ: Hoeneß will neue Kurve

    MM: Die Treuen sind die Unbequemen

    Der FC Bayern ist übrigens 2003 schon einmal mit einer pauschalen Vorgehensweise gegen Mitglieder der Fanclubs Club Nr. 12, Schickeria und Red Sharks aufgefallen. Dazu gibt es Artikel aus der Süddeutschen Zeitung von Ralf Wiegand und Christoph Biermann und weitere Infos, dokumentiert von Profans.de. Ich stelle die Links dazu mal ein, um deutlich zu machen, dass der FC Bayern schon vorher versucht hat, die Schickeria aus dem Stadion zu treiben.

    SZ: Das Beispiel FC Bayern: Den Vereinen fehlt oft das Verständnis für die Veränderungen in den Stadion-Kurven – ein Artikel von Christoph Biermann über die Situation im Jahr 2003

    SZ: Raus aus dem FC-Bayern-Land – ein Kommentar von Ralf Wiegand zu den damaligen Vorgängen

    Presseerklärung der Schickeria – damalige Erklärung der Schickeria

    Offizielle Erklärung der Red Sharks München – Stellungnahme eines weiteren betroffenen Fanclubs

    Mitteilung der Schickeria – weitere Erklärung der Schickeria zum damaligen Vorgehen

  18. Meiner Meinung ist es ein Skandal das für eine Tat an der ca. 10 Menchen beteiligt waren 73 Menschen Stadionverbot zu geben.Aber ist ist ja nicht das erste mal das die FCB AG versucht kritischere Fans los zu werden.

    FREE SM!ULTRA MUC!GEGEN DEN MODERNEN FUßBALL!

  19. Iss scho recht.

    Müssen wir das wirklich nochmal diskutieren?

    Ach ne. Deine letzten Zeilen drücken ja relativ deutlich aus, dass Du gar nicht diskutieren willst…

  20. Ende