Weisheiten #121

„Nein, da gab es so etwas nicht, da wurde nicht mal drüber gesprochen. Deswegen ist das jetzt auch eine große Umstellung. […] Was wir jetzt haben, ist das absolute Gegenteil von dem, was wir letztes Jahr hatten. Aber wenn ich selbst kritisiert werde und im Video sehe: Die Flanke hätte früher oder weiter nach vorne geschlagen werden müssen – dann muss ich sagen, ja, der Trainer hat recht! Der Trainer, das sagt er uns auch immer, kritisiert doch nur, damit es der Spieler besser machen kann. Und wir wollen doch besser werden! Alles muss besser werden.“

Philipp Lahm, FCB-Vizekapitän, über van Gaals Analysen nach dem Spiel. Vergleichend mit der Vorsaison.

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0 Gedanken zu „Weisheiten #121

  1. Ich hoffe sehr, dass Philipp Lahm bei der Auswahl der Sanktionierug nicht gedemütigt wird. Und dass er nicht zurückrudert mit der Kritik. Ich habe seine Aussagen vor dem Spiel gelesen und danach nochmal. Und er hat doch mit allem recht. Vor allem, wenn man gesehen hat, wie sich die Bayern auf dem Platz präsentiert haben. Bemüht, ja, aber trotzdem ohne Durchschlagskraft. Und schon gar nicht als Einheit. Die Nummer von Toni ist unter aller Kanone. Im Profisport einen auf beleidigte Leberwurst zu machen … Mir fehlen die Worte! Robben, klar wehrt er sich. Aber da muss er durch. Der spielt doch auch nicht erst seit gestern! Wenn es derzeit sportlich schon nicht klappt, dann sollte wennigstens der Benimm und die Einstellung aller Spieler auf und neben dem Spielfeld passen. das ist nicht der Fall. Schlimm auch das Interview mit MvB nach dem Spiel, wo er dem Reporter Negativität unterstellt. Sowas muss abperlen wie Wassertropfen an einer Regenperlerine.

    Für mich war es erhellend, dasss Lahm gesagt hat, dass der Wechsel vom 4-4-2 auf 4-3-3 kurz nach Saisonanfang Mitschuld an der Verunsicherung der Spieler hat. Und in der Tat gleicht das eigentlich einer Operation am offenen Herzen, von dem man gar nicht wusste, ob es wirklich krank war. Oder war das Mainz-Spiel wirklich der unumstößliche Beleg für Handlungsbedarf? Selbst jetzt hat man zumindest in der Meistersschaft sportlich noch alles in der Hand. Ein Sieg gegen Leverkusen und die Tabellenspitze ist nur noch drei Punkte weg. Oder vier, je nachdem wie sich Hamburg und Bremen in den nächsten Spielen schlagen. Meine Güte.

    @paule Nochmals gute Besserung an deinen Sohnemann. Kinderambulanz am samstag – das ist wirklich kein Spaß.

  2. Ich gebe Lahm in allen Punkten (bis auf dass er rechts genauso gut ist wie links) recht. Trotzdem kann er es einfach nicht bringen den Arbeitgeber öffentlich in dieser sehr deutlichen Art und Weise zu kritisieren.

    @ Luco Toni
    Ohne Worte, wenn Gomez so drauf wäre, dürfte er zu den Spielen gar nicht mehr mitfahren. Oh Mann, eine Mimose sondersgleichen.

    @ Spiel von gestern
    „Es ist mittlerweile so leicht gegen die Bayern zu verteidigen.“ (O-Ton Marcel Reif). Und da hat er sowas von recht. Tymoshchuk auf der rechten Seite ist ein schlechter Witz, spielt aber trotzdem jedes Spiel dort. Aktionen nach Vorne sind, mit Ausnahme von Robben, reine Zufallsprodukte. Jede Mannschaft, wirklich jede, fährt mittlerweile nach München mit der Aussicht auf einen Punktgewinn. Traurig. Meiner Meinung nach kann da irgendwas in der Mannschaft nicht stimmen, sonst wäre auch das Lahm-Interview nicht so entstanden. „Viele gute Einzelspieler bilden noch lange kein T’eam“, das galt früher für Real Madrid und anscheinend jetzt leider auch für Bayern.

  3. Interessant ist UH’s „das wird ihm nicht bekommen“-Kommentar in voller Länge:
    „Ich sehe natürlich auch die Handschrift von Roman Grill in diesem Interview, der möglicherweise gerne bei uns arbeiten würde, nachdem sie ihn ihn Hamburg nicht genommen haben. Der meint sowieso, er habe die Weisheit mit Löffeln gegessen, und deswegen meine ich, wird das Interview den beiden nicht so gut bekommen.“

  4. @Christian H. Wer weiß, wie oft Philipp Lahm schon intern vorgesprochen hat? (Hilfe, Magath sagt gerade dasselbe beim Doppelpass). Vielleicht ist dieses Interview Anlass für ein reinigendes Gewitter. Ich habe den Eindruck, dass Lahm echt Angst um den Verein hat. Der anscheinend auch ein Führungsproblem (Aktionismus statt planvollem Vorgehen) hat.

  5. Ist doch lächerlich, dass Lahm sich angeblich hat von seinem Berater instrumentalisieren lassen! Peinliches Ablenkungsmanöver von Hoeness! Lahm ist Manns genug, selbst für sich zu sprechen und seine eigene Meinung zu äußern. Und nichts anderes hat er getan.
    Ansonsten wird ja wohl Herr Grill die Geldstrafe für Lahm zahlen, oder?

    Die Aktion von Robben fand ich übrigens großartig. Früher hat Effe sowas erledigt mit ner Blutgrätsche; erinnerte mich an alte glorreiche Zeiten. Und danach war ja auch mehr Dampf im Bayernspiel. Der Weckruf hat ja funktioniert!

    Respekt nochmal in dem Zusammenhang für den Schiri. Er hätte Robben auch rot zeigen können, bewies aber Fingerspitzengefühl.

  6. lahm hat die dummheit mit loeffeln gefressen. fragt mal seine ehemaligem mitschueler.

  7. @elefantenfurz: Immer schön lieb sein. Kennst Du Lahm persönlich? Oder seine ehemaligen Mitschüler? Mit solchen Aussagen sollte man immer vorsichtig sein, bitte.

    Danke.

  8. @Franck: Die Reaktion von UH (im SID-Interview) auf das Lahm-Interview ist nur lächerlich (Grill) sondern zum Kotzen.
    Hoeneß: „Wir haben die Position von Louis van Gaal bisher nie in der Öffentlichkeit diskutiert, und wir werden das auch in Zukunft nicht tun. Wir sollten bis Weihnachten in aller Ruhe weiterarbeiten. In fünf, sechs Wochen ist dann der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen.“
    Er sollte sich selbst in Frage stellen und nicht alle anderen.

  9. Das Problem ist doch, dass Lahm mit seinen Aussagen den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Was zwar für (fast) alle (Außenstehenden) offensichtlich ist will scheinbar intern keiner wahrhaben, denn da muß man sich selbst unangenehme Fragen gefallen lassens. Genau deswegen ist UH so angekratzt „dänkäich“. Van Gaal hat da viel souveräner reagiert.

    Also sie werden Lahm sicherlich deswegen nicht entlassen. Es wird eine saftige Geldstrafe geben und fertig. Vielleicht hat es seinen Zweck erfüllt und man wacht mal aus seinem Winterschlaf auf.

    Und der Vergleich mit einem „normalen“ Arbeitgeber hinkt ein wenig. Im Profisport ist die Öffentlichkeitsarbeit ein elementarer Faktor, die auch von den Angestellten verlangt wird. Insofern ist es für mich nicht so schlimm einzustufen, wenn es dann eben auch mal über die Presse Kritik gibt.

  10. Pingback: Ein Verein kurz vor der Implosion? - Breitnigge.de - Ärmel hoch. Stutzen runter.

  11. Ende