Wie immer alles nur ein Missverständnis

Für mich persönlich ist das hier kein Tabuthema. Mir ist völlig egal, ob mich ein hetero- oder schwul-veranlagter Bayern-Spieler zur Meisterschaft schießt!

Ich kann allerdings verstehen, wenn ein schwuler Fußballer Probleme befürchtet, sollte er – gerade wohl in diesem Sport – zu seiner Neigung, seinen Gefühlen stehen und diese offen bekennen.

Die Reaktion der sog. Fans auf den Rängen ist da sekundär, da trauen sich einige in der Masse viel mehr, als ausserhalb des Stadions in ihrem eigenen, eher reduzierten Leben.

Schlimm ist wohl das Umfeld. Beruflich. Also der Verein, die Mitspieler, etc.

Gäbe es da Stress, würde der Begriff Spießrutenlauf sicher nicht hinreichend beschreiben, vor welchen Problemen ein solcher Spieler steht.

Worauf ich aber – um zum Punkt zu kommen – so überhaupt gar nicht kann, sind diese Andeutungen, Sätze, Phrasen oder was auch immer von Herrn Becker. Mit derlei Themen spielt man nicht. Wenn er was zu sagen hat, soll er es sagen. Wenn nicht, einfach mal die Fresse halten!

Und hinterher ist er dann natürlich total falsch verstanden worden. Klar.

Ist das die Publicity, die sich Herr Ballack im Herbst seiner Karriere von seinem Berater wünscht?

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10 Gedanken zu „Wie immer alles nur ein Missverständnis

  1. Konnte auch nicht ganz verstehen was Ballacks Berater damit bezwecken möchte.
    Ein paar Körnchen in die Runde geworfen ohne wirklich was zu sagen.
    Fühlt er vielleicht irgendwie, das die Rückkehr seines Schützlinges nicht wirklich wahrgenommen und beachtet wird?

    Klar würde es für diejenigen ein harter Kampf auf und außerhalb des Spielfeldes, wenn es offiziell raus ist. In der heutigen Zeit sollte dies vielleicht aber auch machbar sein, zumal wenn die Spieler durch Leistung überzeugen.

  2. Wurde eigentlich der Ex Pauli Präsident in den Stadien angegriffen? Habe das nicht so verfolgt. Er hat sich doch auch schon realtiv früh zu seiner neigung bekannt? Ob man allerdings die Situation Präsi mit der eines spielers vergleichen kann?

    Wie auch immer, die Rubrik „Wirrköpfe“ passt in jedem fall…

  3. irgendwie musste ich da an eine szene aus den simpsons denken (die hier sicherlich der eine oder andere auch kennt):
    youtube.com/watch?v=VUwwQ8OYxWc (ca. 0:24-0:43)

    das ist alles einfach nur armseelig…

  4. weil eine nähe zum thema ballack besteht, ein zitat von seiner pk in leverkusen:

    „Für mich ist das kein Thema. Ich bin Kapitän der Nationalmannschaft. Philipp Lahm hat Ansprüche angemeldet, zu einem Zeitpunkt, den ich für umstritten und diskussionswürdig halte. Die Situation ist klar: Ich war verletzt und konnte mich nicht einbringen. Aber ich denke, ich bin immer noch Kapitän der Nationalmannschaft. Wenn Philipp das anders sieht, muss er vielleicht mit dem Trainer sprechen. Das ist auch alles kein Wunschkonzert. Man sollte akzeptieren, dass es Hierarchien und Ordnungen gibt.“

    und manchmal muss man akzeptieren, dass man älter und nicht mehr gebraucht wird. das thema war doch soweit durch, jetzt macht ballack es in diesem scharfen ton wieder auf.

    …konnte ihn eh nie leiden!

  5. Ich würde in Bezug auf Ballack mehr vom Frühwinter der Karriere sprechen. Die WM hat klar gezeigt, dass er in der N11 nicht mehr benötigt wird. Abgesehen davon wäre eh Schweinsteiger der geeignetere Kapitän als der etwas biedere Lahm.
    Für die Äußerungen seines Beraters kann er natürlich nix, aber mit so einem homophonen Clown weiterzuarbeiten ist irgendwie auch ein Statement.

  6. Ballack hat sich schon immer in seiner Karriere sehr eng mit seinem Berater verknüpft und dessen Meinung über der Meinung von vielen guten Experten gelegt, bzw. auch auch von Managern mit denen er verhandelt hat.

  7. „Homophon“ ist ja schon ein peinlicher Tippfehler – vor allem wenn man im Studium mit Linguistik zu tun hatte. Sollte natürlich ‚homophob‘ heißen.

  8. @Liza:

    Genau, homophon ist falsch, es muß in dem Fall wahrscheinlich heterophon heissen! 😉

    Wobei ich als Hetero ja nicht zwangsläufig homophob sein muß wie der Herr Berater.,….

  9. Auf 11freunde.de haut Philipp Köster eher auf den Schreiberling Osang drauf, statt auf Becker. Auch wenn ich es nur bedingt teile, trotzdem eine ganz interessante Perspektive.

  10. Nachdem ich den Essay im Spiegel gelesen hab, find ich die ganze Sache ein bisschen aufgeblasen, v.a. auch von Philipp Köster. Es geht doch hier weniger um Homosexualität im Fußball. Ich glaub auch nicht, ob die Aussagen Beckers wirklich ernst zu nehmen sind, und sich auf die sexuelle Orientierung konzentrieren.

    Ich glaube, der ganze Artikel sollte nur darstellen, wie überflüssig ein Michael Ballack ist, alle Randerscheinungen inklusive.

    Da jetzt – wie Bild und Köster – die große Homo-Story draus zu machen, halt ich für Themaverfehlung.

  11. Ende

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