Zweitklassig!

Auf die gestrige Bayern-Leistung, das Spiel und das Ergebnis komme ich später zurück, zunächst aber einmal etwas anderes:

Wie zuletzt von mir erwähnt, bin ich aktuell schon ein wenig in vorweihnachtlicher Versöhnungsstimmung, aber nach dem gestrigen Spieltag ist das erstmal gestrichen!

Da verliert die Gladbacher Borussia mal wieder ein Heimspiel, dies völlig zu Recht, gegen Nürnberger, die unter Hans Meyer endlich zu kämpfen begonnen haben und den Gladbacher-„Fans“ brennen die Sicherungen durch!

Sind die Ansprüche schon wieder so in den Himmel geträumt worden, dass man als Fan eines Vereins, der in letzten Jahren fast ausschließlich gegen den Abstieg gespielt hat, den bewußtlos am Boden liegenden Spieler des Gegners vor dem eigenen Fan-Block mit Wurfgeschossen bombardieren muss??

Ist das nur der Pöbel, oder ist das eine neue Geisteshaltung im Borussen-Herz?

Schlimm!

Nicht viel besser lief die Geschichte in Hamburg ab!

Da verliert eine erneut schwache und sich als bundesligauntauglich erweisende Dom-Elf bei einem HSV, der wirklich keine berauschende Leistung abgerufen hat, völlig zu Recht mit 3:1 und aus dem Kölner-„Fan“-Block hagelt es ebenfalls Wurfgeschosse der übelsten Sorte!

Ein Trommel-Stock, der, wenn er ungünstig im Gesicht des Spielers aufprallt, diesem das Auge ausstechen könnte, fliegt dem Hamburger Laas in eben dieses und erzeugt eine stark blutende Platzwunde!

„Dramatisch“ wurde die Szene als Catcher-Sohn van Buyten den blutüberströmten Laas in Sicherheit schleppte, bezeichnend fand ich es dann, dass Köln in diese HSV-Schock-Phase hinein überhaupt erst das Tor zum 1:2 erzielen konnte – sind wir ehrlich, anders wäre es dem FC wohl nicht möglich gewesen, oder?

Das dann ein Charakter wie Alpay, vom FC zu Anfang dieser Saison erst „als Verstärkung“ gekauft, einmal mehr durch Gewalt abseits des Fußballs auffällt, passt ins Bild – wenigstens wechselte Rapolder ihn sofort wieder aus und verurteilten auch die anderen FC-Funktionäre derlei unbelehrbares Verhalten unmittelbar – was blieb ihnen auch anderes übrig?!

Fragt sich nur, wie lange man noch an derlei Spielern festhalten will, sind sie auch noch so wichtig für den Klub – würde man für den Klassenerhalt auch dank solcher Spieler alles in Kauf nehmen?

Naja, jetzt befindet sich Köln ja zunächst mal auf dem lange befürchteten Abstiegsplatz, wollen wir mal abwarten, ob man mit Spielen wie gestern da wieder wegkommt..

Zweitklassig eben!

Update: Inzwischen laufen die Ermittlungen gegen Alpay, sowohl DFB als auch der FC erheben Anklage gegen ihn!

Einmal mehr ist SpOn ganz vorne dabei!

Und macht daraus auch noch eine Story!

Jetzt könnte man natürlich sagen, „tolle Info“ und darüber diskutieren, dass Michael Ballack und sein Berater immer weniger Trümpfe in der Hand haben, aber ich will lieber darüber reden, dass ich diese „Meldung“ schon am 27.11. zitiert habe…

Aber vielleicht war ja auch nur nix anderes da, was man ins „Blatt“ nehmen konnte…

Niemand hat ihn mehr lieb!

Willi Lemke, ein Mensch hilflos auf der Suche nach einem Sinn des Lebens, will jetzt tatsächlich wieder zurück in die Zukunft!

Nachdem er bei der Abstimmung zur Bürgermeisterwahl eine erschütternde Niederlage erleben musste, war so einigen klar, was kommen würde:

Unmittelbar nach seiner Niederlage im Erbstreit um den Posten des Bürgermeisters Henning Scherf hätten erste Hinweise die Geschäftsführung erreicht, daß Lemke in die Werder-Führung zurückwill: „Uns war klar, daß er so etwas plant, wenn er nicht Bürgermeister wird.“

Was plant er denn?

Na er will zurück in den Schoß der grün-weiß-orange-goldenen Werder-Familie, hoffend, dass man ihn wenigstens dort noch haben will, aber weit gefehlt:

Bei Werder jedoch stößt dieser Plan des Politikers nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe. Denn die amtierenden vier Geschäftsführer Jürgen Ludger Born (Vorsitzender der Geschäftsführung, Finanzen), Klaus Allofs (Sport), Klaus-Dieter Fischer (Präsident SV Werder e.V.) und Manfred Müller (Marketing) werten die Ankündigung als Attacke auf ihre Posten, sie wollen ein Lemke-Comeback verhindern.

Sieh an, sieh an, wie sich doch die Zeiten ändern!

Einen Putsch kann es daher nicht geben, dennoch stößt den verantwortlichen Managern Lemkes Vorstoß sauer auf. „Das ist ein aggressiver Angriff von Willi“, sagte einer der Geschäftsführer der „Welt am Sonntag“. „Wir hätten erwartet, daß er seine Pläne mit uns an einem Tisch beredet. Die Medien zu suchen, ist jedenfalls nicht der richtige Weg.“

Welchen Weg sollte Lemke sonst wählen, schließlich geht es doch um die Droge Öffentlichkeit, von der er nicht loskommt!

Sorgen macht den Beteiligten auch, daß Lemke aus taktischem Kalkül die Vertragsverhandlungen mit Sportdirektor Allofs verschleppen könnte.

Was zählt schon der Verein, wenn es nicht dem Machtmenschen Lemke dient?

Das sei hochgradig fahrlässig, wie ein Verantwortlicher findet, da Allofs auf dem Markt ein gefragter Mann ist und es als sicher gilt, daß bald große Klubs um den bis 2007 gebundenen Sportdirektor buhlen. „Wir wissen nicht, was Lemke antreibt, aber es scheint, als wenn er die Verhandlungen mit Allofs aus gutem Grund hinauszögert“, so ein Werder-Geschäftsführer.

Für wen ist das noch eine Überraschung?

Es macht schon irgendwo betroffen, mitansehen zu müssen, wie sich ein ehemals starker Gegenpol zum FC Bayern so sehr ins Abseits manövriert hat, dass man fast nur noch Mitleid mit ihm haben kann…

Garagentore und 70.000!

Zwar wurde es schon häufiger angekündigt, aber offenbar wird die Allianz-Arena bald wirklich größer!

„Der Antrag zur Erhöhung auf 70.000 Zuschauer in der Bundesliga ist so gut wie durch. Spätestens zum Rückrundenstart wird die Kapazität erhöht“, berichtet Arena-Geschäftsführer Peter Kerspe in einem Interview mit der „tz“. Würde heißen, dass die Bayern erstmals am 04./05. Februar gegen Bayer Leverkusen vor 70.000 Fans spielen könnten.

Und auch gegen die Zugluft wird etwas getan:

„Wir haben 48 überdimensionale Garagentore in Auftrag gegeben, die den Wind von der Arena fernhalten sollen“, so Kerspe. […] Diese Tore werden in der Winterpause an den Eingängen rund um die Arena befestigt und bei Spielen heruntergezogen – wie bei einer Garage. „Die Leute gehen dann durch Türen in die Arena, die in die großen Tore eingelassen werden“, erklärt Kerspe. Und wenn keine Spiele stattfinden sind die Tore geöffnet, um die Belüftung des Rasens zu gewährleisten.

Wie spacig

Es ist mal wieder soweit!

Das Gejammer über die bösen, bösen Bayern, die alles plattmachen und niederwalzen, bekommt mehr und mehr Freiraum eingeräumt auf den Plattformen der Berufsskeptiker!

Und wer schreitet einmal mehr voran, bei der Sammlung und Anhäufung der tendenziellen Kritik?

Keine Frage: Herr Fritsch, dessen Weltbild über die Bayern ich in der Vergangenheit nicht nur hier, sondern auch schon hier und hier ausführlich beleuchtet habe!

Worum geht es?

Na dass die Bayern an allem Schuld sind!

Ok, so undifferenziert wollen wir mal nicht sein, das übernimmt dann schon Herr Bruchhagen, aber zumindestens sind die Bayern ganz klar daran schuld, dass die Frankfurter Eintracht bisher noch nicht und in Zukunft dann wohl auch nicht in der Bundesligatabelle ganz noch oben gekommen ist!

So war das doch gemeint, oder habe ich etwa überlesen, dass dafür zunächst einmal jeder Verein selbst verantwortlich ist und ganz besonders die berühmt-berüchtigten Fahrstuhlmannschaften?!

Ein sehr guter und vor allem offener

Bericht, über das Thema Real Madrid und was aus diesem, früher als Fußballverein bekannten Klub geworden ist!

Am besten finde ich diesen Abschnitt hier:

Das Elend hat einen äußeren Grund und einen inneren. Außen wirbelt ein Präsident, der dem Popstar-Prinzip verpflichtet ist und nichts dabei findet, um einiger hunderttausend verkaufter Beckham-Trikots willen die Madrider Spielkultur zu opfern. Innen werkelt ein Trainer mit immer neuen Spielern an einem System herum, das wie von vorgestern wirkt. Daß dabei gravierende Fehler begangen wurden, weckt inzwischen den Eindruck von fehlendem Weitblick und unausrottbarer Amateurhaftigkeit.

Abheben mit dem FC Fahrstuhl

Abgehoben scheinen einige Vertreter des 1.FC Fahrstuhl Köln zu sein, denn wie sonst könnte man erklären, dass sich ein Andreas Rettig, der seinen Vertrag beim Verein selbst schon zum Saisonende gekündigt hat (dem Abstiegfall), gestern auf WDR2 zu der Aussage hinreissen läßt, dass „es den Duisburgern ja nicht ungelegen kam, dass dieses Spiel abgesagt wurde“, weil der FC „ja z.Zt. wirklich gut drauf ist“ und Duisburg ja viele Verletzte hat!

Er rückte diese Absage in die Nähe von Wettbewerbsverzerrung – warum?

Nun, die Nervösität im Kölner Umfeld scheint ob der neuerlichen Negativserie in der Bundesliga auch in dieser Saison unverkennbar, weshalb sollte man sonst so unüberlegt handeln und die Schuld an der Misere erneut bei allen anderen nur nicht bei sich selbst suchen?

Aber zurück zur Absage:

Die FC-Funktionäre (die später beim Spiel in Leverkusen auftauchten) scheinen irgendwie mit innenverspiegelten Sonnenbrillen in Duisburg vor Ort gewesen zu sein, denn der eigentliche Grund für die Absage des Spiels war nicht der Zustand des verschneiten Platzes, denn den hätte man mit Hilfe der inzwischen in der Bundesliga zur Pflicht gewordenen Rasenheizung in den Griff bekommen, nein, das Problem waren die Zufahrtswege und die vereisten Tribünen und Aufgänge, die keinen reibungslosen Ablauf für die Fans und Zuschauer gewährleistet hätten (ich weiß, wovon da die Rede ist!)!

Ferner hatte der MSV auch mit der Absage allein gar nichts zu tun, denn die Absage vollzieht immer eine Platzkommission, die sich aus Vertetern der Stadt (oder dem Stadioneigentümer), Vertetern des Vereins und der DFL zusammensetzt!

Der MSV hätte gespielt, Verletztenliste hin oder her, wäre ja auch nicht das erste Mal, dass eine Bundesliga-Mannschaft mit derlei Problemen kämpft!

Ferner mußte die Absage frühzeitig erfolgen, um auch das Chaos auf den Straßen zu umgehen, eine weitere Begehung des Platzes(!) hätte auch um 13:00 daran nichts geändert!

Nein, der FC-Manager sieht einmal mehr Gespenster und bildet wahrscheinlich schon jetzt die Grundlage für die Rechtfertigungsgeschichte bei einem nicht erfolgreichen Ergebnis des Nachholspiels – das ist unterste Schublade, Herr Rettig!