Auf der Kippe

stehen die Dortmunder Borussen, vor allem wenn man bedenkt, wie Experten über das Sanierungskonzept reden:

Die Ratingagentur Scope steht dem Vorhaben der Geschäftsführung der Fondsgesellschaft Molsiris Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Westfalenstadion KG, das Sanierungskonzept des Bundesligisten Borussia Dortmund zu unterstützen, kritisch gegenüber.

Aha und warum?

Ziel der Anleger muß es sein, ihr Eigenkapital vor dem Zugriff des wirtschaftlich angeschlagenen BVB zu schützen und möglichst schnell und in maximaler Höhe zurückzuführen.

Klingt logisch, oder?!

„Das Risiko, dass dieses Anlegerkapital gegebenenfalls endgültig verloren geht, ist zu groß. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass bis 2017 ein hoher zweistelliger Millionen-Betrag vom BVB bereitgestellt werden muss, um den vollständigen Rückkauf des Stadions gewährleisten zu können“, sagt Analyst Frank Heimsaat. Des Weiteren warnt Scope vor der Zusage, die Mietzahlungen und damit die Ausschüttungen ohne Absicherung zu stunden. Auch hier ist die Gefahr eines Verlustes zu groß. „In der jetzigen Situation gibt es keine Sicherheit, ob und wann der BVB den Ausfall der Ausschüttungen sowie die 9 Millionen Euro ausgleichen kann“, begründet der Analyst.

Das kann man wohl sagen…

Auch der Drohkulisse einer möglichen Insolvenz, die in den vergangenen Wochen durch den Verein und das mit der Sanierung beauftragte Unternehmen gegenüber den Anteilseignern aufgebaut wurde, steht Scope skeptisch gegenüber. Die Ratingagentur sieht keine Veranlassung für die Anleger des Immobilienfonds, einen maroden Fußballverein zu subventionieren.

Besser könnte man es selbst auch nicht ausdrücken…

Gute Reise!

Es sieht alles danach aus, das einer unserer aktuell besten Spieler uns verlassen wird!

„Ich gehe davon aus, dass Robert Kovac weggeht“, sagte Hoeneß nach der 0:1-Niederlage bei den „Gunners“.

So sieht es wohl aus, denn:

Normalerweise dürfe man Kovac nicht ziehen lassen, so Hoeneß weiter. „Aber wir haben uns wirtschaftliche Grenzen gesetzt und gehen davon aus, dass er geht. Wir würden ihn gerne behalten – gar keine Frage – aber das Angebot von Turin, so wie wir das hören, ist so unglaublich, dass wir da nicht mithalten wollen. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem Borussia Dortmund auch oft war und Ja gesagt hat. Und wir sagen nein.“

So soll es sein!

Zwar gab es im letzten Monat,

im Gegensatz zu diesem Monat, des öfteren Berichte über die bedrohliche Lage von Borussia Dortmund, wie man hier, hier und hier noch einmal nachlesen kann, das heißt aber nicht, dass sich irgendetwas gebessert hätte!

Das Kicker – Interview von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und der neueste Bericht zum Thema Westfalenstadion – Namensgebung verheißt da nichts wirklich Gutes:

kicker: Falls 25 Prozent der Anwesenden den Daumen senken …
Watzke: … dann war es das. Es gibt für uns keinen anderen Ausgang.

[…]

kicker: Was wird über den 14. März 2005 einmal in der Chronik stehen?
Watzke: Ganz sicher, dass es der schwierigste Tag in der Vereinsgeschichte war. An Bedeutung mit keinem zuvor vergleichbar.

Am schlimmsten ist dieser Teil des Interviews, der nur so strotzt vor hoffnungslosem Optimismus:

kicker: Welche Alternativen bieten sich einem Anleger, der 10 000 Euro investiert hat?
Watzke: Wenn er mit Nein stimmt, erhält er 5800 Euro, das übrige Geld ist verloren.
kicker: Und wenn er einwilligt?
Watzke: Dann bekommt er im Moment 5200 Euro – und den Rest im Verlauf der nächsten Jahre. Er hat keinen Verlust zu realisieren. Wer rational entscheidet, wird unser Sanierungskonzept absegnen.

Bessere Laune macht das hier wohl auch nicht:

„In unserer Situation müssen wir jede Option prüfen. Es ist ein Thema“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu den jüngsten Gerüchten, dass das Westfalenstadion bald in „Stade.on“ umgetauft werden könnte. E.on, Hauptsponsor des stark verschuldeten Bundesligaclubs, könnte sich die Namensrechte für die 83.000 Zuschauer fassende Arena für vier Millionen Euro pro Jahr sichern.

Ohne Worte…

Wer ist Deutschlands erste Adresse?!

Die Antwort auf diese Frage zeigt sich einmal mehr in diesem Bericht:

„Vermutlich wäre Felix heute Trainer bei Schalke 04“, sagt Uli Hoeneß zum kicker. Magath, der nach Abschluss der Saison 2002/03 heftig mit Schalke flirtete und verhandelte, „hätte vermutlich dort unterschrieben, wenn wir ihm nicht ein deutliches Signal gegeben hätten, dass wir ihn im Auge haben“. Der FC Bayern habe Magath damals klargemacht, dass er als erster Anwärter auf Ottmar Hitzfelds Nachfolge gelte; der 51- Jährige blieb noch eine Saison beim VfB, ehe er Hitzfeld dann beerbte.

Noch Fragen?!

Das Echo des Erfolges gegen Arsenal

ist groß, wie man hier, hier und vor allem hier nachlesen kann!

Die Pressestimmen aus England

Daily Telegraph: Ballacks Männer lassen Arsenal einsam zurück.

The Sun: Ein brillantes Tor von Henry kann das Aus der Kanoniere nicht verhindern.

Daily Mirror: Trotz eines weiteren einzigartigen Tors von Thierry Henry haben Wengers Kanoniere den Preis für ihren miserablen Hinspielauftritt in München bezahlt.

Guardian: Ein leuchtendes Tor von Henry war nicht genug, um den Schatten, der über Highbury liegt, zu vertreiben.

vermischen sich da mit den Aussagen der Betroffenen:

Patrick Vieira konnte nur traurig mit den Schultern zucken. „Wir wussten auf dem Platz keine Lösung, und ich weiß jetzt keine Lösung“, sagte der französische Stratege leise. „Bayern war das bessere Team“. Sein Kollege Ashley Cole zog in einem Anflug von Resignation den Schluss, dass man diese „Spielweise auch lernen muss, um endlich Erfolg in Europa zu haben“.

[…]

In England ist der Respekt vor diesen Münchnern jetzt besonders groß, sie fürchten für die beiden verbliebenen britischen Klubs keinen Gegner mehr. „Diese Bayern würden auch Chelsea eliminieren“, schloss sich Arsenal-Torhüter Jens Lehmann einer Vermutung an, die vorher schon diverse Experten von der Insel zum Ausdruck gebracht hatten.

Abwarten, aber Magath liefert auch eine der Erklärungen für die neue Bayern-Stärke:

Es sei ein Gespräch mit dem Argentinier Martin Demichelis im Winter gewesen, das den Charakter dieser beeindruckenden Bayern-Mannschaft ganz entscheidend geprägt habe. „Martin hat mir damals erklärt, dass er seine Meinung geändert hat und statt nur einen Platz in der Viererkette nun auch die zentrale Position vor der Abwehr einzunehmen bereit ist“, erzählte Magath. Das hat er ausprobiert und seither sei die Mannschaft „viel kompakter, stabiler“, man sei nun in der Lage „das Geschehen fast vollkommen zu kontrollieren“.

Er sagt es so und mir wird selber ganz anders, wenn ich an die Weltklasse – Leistung der ersten Halbzeit in London denke. Das scheint die Referenz zu sein und die Bayern sollten sich den Rest der Saison immer wieder an diese dominanten 45 Minuten erinnern, dann kann uns eigentlich nichts mehr passieren, oder?!

Zauberfußball, wie ihn Barcelona und Chelsea einen Abend zuvor ein paar Kilometer weiter zelebriert hatten, kam dabei selbstverständlich nicht heraus. So sind sie nicht, diese Bayern. Ihre alte und neu entdeckte Stärke ist die Kontrolle, die wenn Roy Makaay gesund ist, auch wieder mit der entsprechenden Kälte vor dem Tor vollendet werden wird. Beängstigend für die Konkurrenz, Kahn wollte diesen Abend auch als „Signal an Schalke“ gewertet wissen, wo die Bayern am Sonntag zum Spitzenspiel erwartet werden.

Und genauso muss man den Zusammenhang sehen, eine Niederlage in Gelsenkirchen würde dieses Konstrukt sicherlich wieder in Wanken bringen – also dann…

Puh – das war ja gestern ein richtig

spannendes Spiel in Londons Norden vor 35.463 Zuschauern im ausverkauften Highbury Park!

Klar, Arsenal hat das Spiel verdient mit 1:0 gewonnen, aber der FC Bayern ist, nimmt man die beiden Spiele zusammen die klar bessere Mannschaft gewesen und steht somit auch verdient im Viertelfinale!

Das sehr gute Heimspiel (über 80 Minuten) und die ersten 40 Minuten in London waren mit das Beste, was die Bayern in der diesjährigen Championsleague gezeigt haben – gerade rechtzeitig zur entscheidenden K.O. – Runde!

Auch vom Bayern – Sieg abgesehen war das Achtelfinale wirklich sehr schön anzuschauen, worauf ich gestern ja schon hingewiesen habe, aber wer konnte denn davon ausgehen, dass die „bestia azul“ tatsächlich bei der „alten Dame“ auscheiden würde – traumhaft!

Reals Bilanz der letzten Jahre sieht demnach auch nicht wirklich berauschend aus:

2004/2005: Aus im Achtelfinale gegen Juventus (1:0, 0:2 n.V.)
2003/2004: Aus im Viertelfinale gegen Monaco (4:2, 1:3)
2002/2003: Aus im Halbfinale gegen Juventus (2:1, 1:3)

Die Tendenz ist klar – es geht abwärts, oder?!

Naja und das Leverkusen ausscheiden würde, ist dann doch auch keine übergroße Überraschung mehr gewesen, sind also wieder einmal nur die Bayern als letztes deutsches Team vertreten…

Was das für die 5-Jahres-Wertung bedeutet kann man an zwei Fingern abzählen – wir werden, bzw. haben schon sehr wahrscheinlich den 4.Platz an Frankreich verloren, weil für die nächste Jahreswertung die Punkte der Saison 2000/01 wegfallen werden und da haben wir Deutschen wesentlich mehr zu verlieren:

4. Deutschland: 11,062 – 13,5 – 9,142 – 4,714 – 9,428
Gesamt: 47,846
5. Frankreich: 9,5 – 7,125 – 7,916 – 13,5 – 8,714
Gesamt: 46,755

Abzüglich der 2000/01er – Saison ergibt sich ein Verhältnis von 36,784 (Deutschland) zu 37,255 (Frankreich) – noch Fragen!?
Hinzu kommen ja noch die Punkte aus der aktuellen Saison und da die Deutschen in großer Team-Anzahl angetreten und gescheitert sind, ist der Quotient natürlich auch entsprechend!

Einerlei, wir Bayern jammern über diese 5-Jahres-Wertung eigentlich nie, dass sind zumeist die Vereine, die alle paar Jahre mal das Ziel haben, „international zu spielen“ und so treten sie dann auch auf, aber je erfolgloser die Deutschen sind, desto weniger Plätze gibt es in Zukunft zu verteilen für diese, was den Europapokal betrifft, Fahrstuhlmannschaften und irgendwann werden wir dann wieder nur eine Mannschaft direkt in die Championsleague schicken dürfen, wenn wir nämlich in die Regionen der Plätze 7-10 abrutschen sollten!

Dann allerdings wären wir da angekommen, wo sich viele Ideologen, die z.B. den Kommerz der Championsleague ablehnen, hinwünschen – in die Zeit des alten Europapokals der Landesmeister…

Wie gesagt, für den FC Bayern ist das kein Problem, wir wollen ohnehin immer Meister werden und da haben wir mit dem Rest nix zu tun…

Jetzt warten wir erstmal ab, wen wir im Viertelfinale bekommen!

Im Grunde war das ja gestern

fast ein wunderschöner Fußball – Abend, denn abgesehen davon, dass Barcelona völlig unverdient (alleine 30:2 Torschüsse im Hinspiel, oder?!) und nur durch ein krass irreguläres Tor (Torwartbehinderung im 5-Meter-Raum und Abseitsstellung) gegen Chelsea ausgeschieden ist, hat doch das erneute 0:1 von ManU gegen die bärenstarken Italiener von Milan richtig Spaß gemacht!

Wie ist eigentlich die Bilanz von ManU in der Championsleague nach ihrem geschenkten Sieg von Barcelona 1999?!

Mal schauen:

1999/2000: Aus im Viertelfinale gegen Real (0:0, 2:3)
2000/2001: Aus im Viertelfinale gegen Bayern (0:1, 1:2)
2001/2002: Aus im Halbfinale gegen Bayer (2:2, 1:1)
2002/2003: Aus im Viertelfinal gegen Real (1:3, 4:3)
2003/2004: Aus im Achtelfinale gegen Porto (1:2, 1:1)
2004/2005: Aus im Achtelfinale gegen Milan (0:1, 0:1)

Tja, da kam ja nicht mehr wirklich viel, oder?!

Anyway, den größten Spaß machte doch der sog. Deutsche Meister und sein Abschied aus der Königsklasse, oder?!

Selten fühlte man sich in seinen Vermutungen mehr bestätigt als in diesem Fall!

Was wurde vor dem Rückspiel noch in Teilen des, dem grün – weiss – orange – goldenen Team zugeneigten, Boulevard getrommelt für ein neues Wunder…

Nun, das Wunder geschah, allerdings um 180° entgegen der Erwartungen:

2:7

Wahnsinn!

Hat sich jemals schon ein Deutscher Meister international so blamiert?!

Ich kann mich nicht erinnern, ok, die Bayern haben in Lyon auch schon mal 0:3 verloren, danach sind wir aber wenigstens noch Championsleague – Sieger geworden!

Es bleibt, wie ich das schon mehrfach gesagt habe, eine Tatsache, dass One – Hit – Wonder – Meister uns in Europa nur Ärger einbringen – wann begreifen das die Leute endlich?!

Verständlich, dass Werder selber das natürlich anders sieht, aber unabhängige Medien sind da weniger zimperlich.

Zum Leidwesen der 5-Jahres-Wertung werden sich für die nächste Saison ja erneut (internationale) Spitzenteams wie Werder und Schalke (2001/2002 in der Vorrunde als Tabellenletzter ausgeschieden mit einer Bilanz von 2/0/4, 9:9 Toren und 6 Punkten) qualifizieren – na dann gute Nacht!