Viele Fragen, einige Antworten

So, dann sagt der Pappa mal schnell was zu den heftigsten Dingen der letzten Tage. Ist halt dumm gelaufen, wenn Spiele gegen Bremen und den HSV so nah beieinander liegen. Dann gibt’s immer den meisten Zunder (Wieso? Na weil es viele Werder- und HSV-Blogger gibt…)!

Thema: „Wir könnten jetzt drüber diskutieren, was Uli Hoeneß gesagt hätte, wenn das Gleiche Ribery passiert wäre, aber ich fürchte, das wäre fruchtlos“

Nein. Mit mir ist keine Diskussion fruchtlos. Solange man auch wirklich zu einem Ergebnis kommen will. Reine Provokationsdiskussionen oder Guerilla-Blogging haben bei mir dagegen keine Chance… 😉

Thema: „Welcher Bremer hat denn nun gesagt, dass Ullis Aussage über den Artenschutz totaler Schwachsinn ist?“

Habe ich das behauptet? Hmm. Mir ging es um Folgendes: Allofs hat nach dem Frankfurt-Spiel derlei für Diego gefordert. Und Hoeneß stand mit fast der gleichen Aussage nach dem Hannover-Spiel in der Hinrunde im Feuer des Widerspruchs. Hoeneß-Forderung: schlecht, Allofs-Forderung: gut? Das war mein Ansatz.

Thema: „gab es außer gegen Hannover noch weitere Spiele bei denen Ribery so hart angegangen wurde wie von Lala?“

Aber jede Menge. Ok. Vielleicht nicht in der (medialen) Häufigkeit wie die Diego, weil er tatsächlich einfach nur zu schnell für die schlimmsten Fouls ist, aber insgesamt würde ich ihn fast an Nummer zwei sehen. In dem kleinen Kerlchen steckt einfach nur soviel Power, dass sich viele Metzger in der Liga an ihm die Zähne ausbeissen. Darüberhinaus ist er nicht der Typ, der schnell fällt, der läuft einfach weiter. Liegt imho in seinem Naturell.

Thema: HSV vs. Duisburg und Franfurt

Stimmt. Hier kann man nicht 1:1 vergleichen. Schließlich waren Frankfurt und Duisburg insgesamt vielleicht mal sooft in Nähe der Mittellinie wie der HSV. Destruktiv (andere nennen es vielleicht defensiv) waren die Stevens-Kicker aber trotzdem und ohne einen gesunden 100%-RvdV konnte da offenbar auch nix anderes kommen. Aus dieser Sicht hätten wir mit einem RvdV in der Startelf wohl tatsächlich gewonnen…

Thema: „Hätte Ribéry von Anfang an spielen können, hätten wir die Rauten-Kicker aus der Arena gefegt“

Was ist daran so abwegig?

Bevor Ribéry ins Spiel kam spielten die Bayern zu langsam und berechenbar. Mit Ribéry hatte die HSV-Abwehr imho Ansätze des Schwimmens. Und wenn die Bayern ENDLICH ihre alte Kaltschnäuzigkeit oder wenigstens Konzentration vor dem Tor wiedergefunden hätten, wäre es mit einem Punktgewinn für den HSV eng geworden. Ja. Das denke ich.

Thema: „Verschwörungstheorien in Bremen“

Eine Verschwörungstheorie (im Fußball) gibt es imho dann, wenn man dem Gegner, dem Schiedsrichter, etc. Absicht unterstellt. In welcher Form auch immer. Herr Schaaf hat dies nach dem Bayern-Spiel getan (in Bezug auf das Bochum-Gegentor und den Ausgleich der Bayern)! Nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich. Werder ist nicht Kaiserslautern. Habe ich ja schon geschrieben. Aber obige Aussage ist imho gefallen. Ob es derlei auch im Rahmen der roten Karte für Diego gab, weiß ich nicht.

Thema: „van Bommel vs. Bönisch, Klasnic & Co.“

Das Thema halte ich für total daneben. Was diskutiert man nach dem eigenen Spiel über Spieler eines anderen Vereins in Bezug auf dessen Verhaltensweisen in einem ganz anderen Spiel? Wie kommt man darauf (verbale) „Verfehlungen“ eines MvB gegen die spielerischen eines Diego aufzurechnen? Das ganze ist imho ein Sturm im Wasserglas und zeigt eigentlich nur, wie wichtig Diego offenbar doch für Werder ist und wie nervös folglich einige im Umfeld wurden. Ansonsten könnte ich mir derlei kaum erklären. Die drei Spiele Sperre wird Werder überstehen und wenn die Bayern so weitermachen mit ihrem fehlenden Killerinstinkt, wird Werder danach auch nicht viel mehr Abstand haben als jetzt.

Thema: Bodycheck & Schauspielerei von Ribery vs. Diego

Ich halte Diego nicht für einen Schauspieler. Eigentlich. Denn um das beurteilen zu können, schaue ich zu wenig Werder-Spiele. Diego wird oft gefoult. Wer das vergisst, bekommt es sicherheitshalber jeden Samstag noch mal von Premiere, Sportschau und Sportstudio gesagt. Von seiner Spielweise ist er allerdings ein ganz anderer Typ als Ribéry. Diego ist filigran, Ribéry ein Brecher, ein Powerfußballer auf der Aussenbahn. Im positiven Sinne. Den hält kaum ein Gegenspieler auf, wenn er im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Die Aktion jetzt im Pokal war eine Ausnahme. Sowas habe ich in seinen bisherigen Spielen von ihm noch nicht gesehen. Andere Spieler wären schon im Zweikampf zuvor zu Boden gesunken. Ich glaube in diesem Moment kam einiges zusammen: Ribéry wußte, wie Gagelmann an diesem Abend drauf war. Er wußte, dass dieser auf jeden Fall in dieser Situation einen Platzverweis aussprechen würde. Da konnte er der Versuchung nicht widerstehen, zumal es den Ausgleich an Feldspielern bedeutet hätte. Kann man verurteilen, war aber spontan. Ich weiß, dass dies nicht Ribérys Charakter entspricht. Mehr dazu im Spielbericht zum Pokal.

Grün-weiße Souveränität

Ja sicher doch.

Die Werderaner geben nun Bayern München die Schuld an dem Platzverweis. „Van Bommel ist hinterhältig. Nach seinen Aussagen wird besonders auf Diego geachtet. Klar, dass die Fans dann auch gegen ihn pfeifen“, sagte Linksverteidiger Sebastian Bönisch der „Bild“-Zeitung und spielt damit auf van Bommels Aussagen nach dem Gipfel zwischen den Bayern und Werder vor zwei Wochen an.

Geht’s noch?

Wieviel Verschwörungstheorie darf’s denn noch sein?

Sollte man sich in den Reihen Werders nicht vielleicht eher mal wieder auf die hanseatische Art zurückziehen, anstatt wild überall die Schuld zu suchen, nur nicht bei sich selber?

Werder-Sportdirektor Thomas Allofs gibt auch dem Frankfurter Publikum eine Teilschuld an Diegos Ausraster.

Meine Güte. Darf ich an dieser Stelle noch einmal an die fairen Bremer Fans rund um die Naldo-Attacken gegen Klose erinnern. Und warum nimmt man sich im Klub der Gutmenschen nicht einfach mal den „Täter“ als Vorbild. Der hat sein Verhalten eingesehen, sich entschuldigt und das Thema abgehakt. Punkt.

P.S.: Liebe RP, es war bestimmt Klaus und nicht Thomas Allofs, oder?

Meine Top-10: FC Bayern – Manchester United

Top-10-Platz: 2
Spiel: FC Bayern – Manchester United
Datum: 26.05.1999
Ort: Barcelona, Stadion Camp Nou

Die Mutter aller Niederlagen. Trotzdem bei mir nur auf Platz 2. Aber immerhin.

Früher fragte man immer: Wo warst Du als Kennedy ermordet wurde? Unter Bayern-Fans fragte man sich lange Zeit nur: Wo warst in der Nachspielzeit in Barcelona?

Ich war zu hause. Alleine. Habe das ganze Spiel über gezittert. Und mitgefiebert. Mein fußballerisches Leben lief an mir vorbei. Dieses Endspiel im Landesmeister-Cup war schließlich nach 1982 und 1987 das dritte, dass ich bewußt miterlebte. Zwei Niederlagen, bittere zumeist, durfte ich mir zuvor anschauen. Dieses Finale aber war anders. Die Bayern gingen durch einen Basler-Freistoß früh in Führung und spielten ManU teilweise an die Wand. Diverse Chancen wurden vergeben. Aber vor Barcelona hatte man ja noch nicht dieses ungute Gefühl im Magen, dass sich derlei rächen könnte.

Wahnsinnig machte es mich trotzdem.

Die bayerische Bank sah all dies offenbar entspannter, wie man heute noch an den Auswechslungen (kurz vor Schluss Abwehrchef Matthäus (für Fink) und Basler ausgewechselt) sieht. Speziell die Einwechslung von Fink stürzte uns ins Verderben. Seine zu kurze Abwehr nach dem vorletzten Eckball in der 90. Minute kam postwendend in den Strafraum zurück und Sheringham zimmerte den Ball über die Linie. Ausgleich. In der 90. Minute! Wie aus dem Nichts.

Es wäre nicht so schlimm gewesen, wenn es einige Minuten früher geschehen wäre. Dann wäre der Zwischenschock der Mannschaft rund um Effenberg und Co. nicht so tragisch übergegangen in das zweite Gegentor. Nur wenige Minuten, Sekunden später. Nach dem letzten Eckball des Spiels.

Was im Anschluss folgte war grenzenlose Leere. Noch nie zuvor hatte ich so ein Gefühl beim Fußball. Danach auch nicht mehr. Denn schließlich hatten wir dann unser Barcelona schon hinter uns.

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass der Titel in 2001 nur mit dieser Niederlage möglich war. Hätten die Bayern das Spiel nach hause geschaukelt, hätten sie nie den Biss gehabt, diesen Erfolg zu wiederholen. Auf der anderen Seite war dies vielleicht auch der rote Faden, der die Ära des FC Bayern unter Hitzfeld und Effenberg kennzeichnete. We’ll never know. Wichtig war diese Erfahrung allemal. Allein um Erfolg und Misserfolg des eigenen Vereins angemessen einordnen zu können. Und um am Stammtisch auch mal mitzureden, wenn all die Fahrstuhl-Mannschaften-Fans den Bayern-Fans die Leidensfähigkeit aufgrund fehlender Abstiege absprechen wollen…

Transfer-Kehl-Keule

Meine Güte. Was rund um den neuen FC-Klinsi-Bayern so alles spekuliert wird. Und alles nur, weil Herr Kehl im Sommer ablösefrei zu haben sein wird? Und obwohl im defensiven Mittelfeld der Bayern ein Überangebot herrscht?

[…] im defensiven Mittelfeld – auf Kehls Lieblingsposition – herrscht bereits jetzt ein Überangebot mit Ze Roberto, Mark van Bommel, Andreas Ottl und ab Sommer auch Tim Borowski.

Sicher. Zé Roberto spielt nächstes Jahr seine definitiv letzte Saison beim FC Bayern und van Bommel ist auch nicht mehr der Jüngste. Aber sollen wir Kehl tatsächlich schon kostenlos 2008 holen, weil wir ihn 2009 vielleicht brauchen?

Eigentlich nicht. Aber uneigentlich hat der Gedanke auch Charme… 😉

Fuck you and stand up.

So soll gestern Frankfurts Kyrgiakos Bremens Diego provoziert haben, bevor dieser den Zidane gab.

Tja.

Werders Klaus dem Uli Hoeneß für die Gehaltserhöhung Champagner schenkenden Allofs sah diese Tätlichkeit als „überfällig“ an. Also eigentlich „verurteilt er die natürlich auf’s Schärfste, aber Diego ist ja in der Liga Freiwild und da ist sowas schließlich kein Wunder“. So hat er das doch gesagt, oder?

Ich will gar nicht darüber diskutieren, ob einer wie Kyrgiakos von einem schmächtigen Kerlchen wie Diego so baum-gefällt werden kann und ob K. so theatralisch fallen muss. Derlei haben wir ja seinerzeit schon über Zidane und Materazzi besprochen. Müßig also.

Nein. Hier geht’s mal wieder um was anderes. Ich bin da ganz oft wie ein Elefant. Ich vergesse kaum einmal Kontroverses. Wie z.B. die Jagd auf Ribéry. In der Vorrunde.

Was hat sich die Liga und die Blogosphere über die Artenschutz-Forderungen aus der Bayern-Ecke aufgeregt. Kübel an Häme ausgeschüttet. Auch grün-weiße Sprüche waren dabei.

Um das klarzustellen: Ich war damals und ich bin heute gegen Ungleichbehandlung. Entweder alles laufen lassen, oder alle gleich bestrafen oder beschützen. Ribéry wie Diego. Naldo wie alle anderen Holzhacker.

Was mich nur immer wieder stört, sind diese fortgeschrittenen Alzheimer-Symptome im und um den Fußball herum. Selbstverständlich will ich mich nicht davon freisprechen, auch mal zweierlei Äußerungen zum gleichen Thema getätigt zu haben, aber in der Regel mache ich hieraus keine Methode.

Meinungen können sich ändern, aber Fehlverhalten sind nicht gut, wenn man sie selbst verübt und schlecht, wenn man betroffen ist.

Auf der anderen Seite:

Es ist völlig klar und auch nur natürlich, dass Mannschaften mit Spielern wie Ribéry und Diego immer das Problem haben werden, dass limitiertere Teams denen ans Leder wollen. Die Kunst ist, dies zu verhindern und ihnen, bevor sie solchen Spielern die Knochen brechen, zuvor den Willen zu brechen. Mit Toren. Mit dominantem Spiel. Oder seinerseits rustikalem Einsatz. Es gibt Mittel und Wege aus dieser Sackgasse. Die Umsetzung ist zumeist das Problem. Wer wüsste das besser als ich. Als Bayern-Fan.

Wie geht’s aber jetzt für Diego und Werder weiter?

Nun. Sportgerichtsverhandlung. Freie Verhandlung der Sperre. 3-5 Spiele? Ergo würde Werders wichtigster Spieler in den Spielen gegen Borussia Dortmund (H), VfB Stuttgart (A), VfL Wolfsburg (H), Arminia Bielefeld (A) und MSV Duisburg (H) fehlen.

Ehrlich gesagt besteht hier die einzige Gefahr in den Spielen in Stuttgart und gegen Wolfsburg – der Rest ist Laufkundschaft. Oder glaubt jemand, dass der BVB in Bremen was reissen könnte?!

Eben. Diegos Fehlen wäre gegen die Bayern wesentlich schlimmer gewesen. Nicht nur vom Spiel (da war’s ja trotz seiner Anwesenheit überwiegend mau), sondern vielmehr vom Ergebnis her. Einen heutigen Sieg vorausgesetzt, hätten die Hanseaten dann nämlich schon 9 Punkte Abstand gehabt. Glückskinder.

Man kann das aus Werder-Sicht natürlich auch positiv sehen:

Jetzt kann sich Diegos Schambein allein auf Glasgow und den UEFA-Pokal konzentrieren.

Update: Es wurden 3 Spiele Sperre. Also nur die schwierigen. Mal schauen, ob’s Werder schadet…

Wettlauf. Stars. Wunderheilungen.

Genau diese Situation habe ich vorhergesehen. Wahrscheinlich kann HSV-Star RvdV nun doch gegen uns spielen. Man wird zumindestens alles möglich machen. Und wenn ihm nach dem Spiel das Band vollends reisst. Egal. Es geht gegen die Bayern.

Er habe noch leichte Schmerzen, gab Rafael van der Vaart gestern zwar zu. Und dennoch […] hat sich der niederländische HSV-Kapitän festgelegt: Er will am Sonntag beim Spitzenspiel gegen Bayern München unbedingt wieder in der Startformation stehen. […] In seinen bislang vier Partien schaffte der Top-Torjäger des HSV drei Treffer gegen Oliver Kahn und Co. – eine Quote, die ihn direkt hinter dem ehemaligen Nationalspieler Horst Hrubesch (7) an zweiter Stelle der besten HSV-Torjäger gegen die Bayern rangieren lässt.

Da kann man natürlich schon verstehen, dass alle HSVer ihn gerne in der Allianz-Arena über den Rasen humpeln sehen würden. Vielleicht auch, weil sie einen neuen Rekord aufstellen wollen:

[…] und spricht damit auch auf die letzten zwei Begegnungen der Hamburger in der Allianz-Arena an. Beide wurden 2:1 gewonnen. Und sollte am Sonntag der dritte Streich in Folge gelingen, wäre der HSV das erste Bundesligateam mit einem solchen Hattrick.

Als Fan kann ich das verstehen, mussten die Rauten-Anhänger doch seit den 80er-Jahren regelmäßig „Prügel“ in München einstecken. Da tut das doch mal ganz gut. Wenn es auch nicht viel bringt, denn in Abstiegsgefahr war der HSV zuletzt trotzdem…

Anyway.

Eigentlich kann ich über derlei gar nicht allzu sehr lästern. Haben wir Bayern doch ein ganz ähnliches Problem: Ribéry.

Hinter dem Einsatz von Bayern Münchens Superstar Franck Ribery im Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag gegen den Hamburger SV steht weiterhin ein Fragezeichen. […] Ob er aber am Sonntag gegen Hamburg zur Verfügung stehen wird, entscheidet sich erst kurz vor dem Anpfiff.

Das wird alles sehr knapp. Auf der anderen Seite: Auch ohne Ribéry haben wir gegen Hannover und vor allem Aberdeen nicht wirklich schlecht gespielt. Also nur Panikmache, weil wir unserer eigenen Stärke nicht trauen? Kann sein. Aber da lasse ich mich eben lieber vom Gegenteil überzeugen, als dass ich dann gegen die Hanseaten aus allen Wolken falle.

Warten wir einfach mal ab.

Grün-weiße Akkordarbeit und Kurzzeiterholung

Was wurden wir Bayern für unser Wehklagen belächelt. Rund um die Niederlage in Stuttgart und das UEFA-Pokalspiel, weniger als zwei Tage zuvor. Richtig beschwert haben sich ob dieser kurzen Erholung übrigens zunächst andere. Leverkusen und Hamburg. Zum Beispiel.

Wie auch immer. In diesen Tagen steht Werder Bremen, dem Championsleague-Absteiger, dieses Los bevor. Ein Rekord überdies.

Werder Bremen steht vor der Aufstellung eines Vereinsrekords: Zwischen dem Uefa-Cup-Spiel in Braga und der Bundesliga-Partie in Frankfurt liegen nur 39 Stunden. Neuer Stoff für die Diskussion um ein drittes Sonntagsspiel

Um was wollen wir wetten, dass die versammelte Werderschaft, nach einem Punktverlust in Frankfurt ebenfalls ein drittes Sonntagsspiel fordern wird? Aber es kommt ja so oder so. Anderes Thema.

Ehrlich gesagt fände ich es mehr als gerecht, wenn die Schaaf-Kicker tatsächlich 2-3 Punkte in der Mainmetropole liegen lassen würden. So als Ausgleich für die Ereignisse rund um das Bayern-Spiel in Stuttgart und um die Verhältnisse noch gerader zu rücken. Die Punktgleichheit der Hanseaten zur Winterpause hat da einigen doch sehr den Blick getrübt… 😉

Voting für den Web Award

Eigenlob stinkt. Will ich auch gar nicht anbringen. Vielmehr soll jeder selber entscheiden, ob und wie er die Nominierung meines kleinen, aber feinen Weblogs beim German Web Award von DSF und sport1.de (Rubrik Fußball) unterstützt.

Voten wäre eine Möglichkeit. 😉

In deiner Teilnahmekategorie stehen diese Woche (bis zum nächsten Dienstag um 15 Uhr) fünf Seiten zur Abstimmung. Ab jetzt entscheidet das Publikum, ob du die Votingrunde gewinnst und ins Finale kommst.

Wie gesagt: Ihr entscheidet. Und zwar hier.

Schmerlappen-Sackgasse

Als ich gestern oder vorgestern die Meldung im Videotext gelesen habe, musste ich schon ein wenig schmunzeln.

Die von Bundestrainer Joachim Löw vor Weihnachten aufgestellte Torhüter-Hierarchie bleibe bestehen: Jens Lehmann (38), Timo Hildebrand (28) und Robert Enke (30) sollen zur EM. „Daran“, so Bierhoff, „hat sich nichts geändert.“ […] Unter objektiven Gesichtspunkten sind andere vorn. Adler (22) und Rost (34) zeigten nicht nur im Samstag-Vergleich, sondern Woche für Woche ihre Klasse.

Wer hier nicht auftaucht? Elfmeter-Killer Wiese. Und das, wo ihn doch inzwischen alle in Bremen ins Nationaltor quatschen wollen.

„Tim hat sich in den letzten drei Monaten noch einmal richtig entwickelt. Er strahlt viel mehr Sicherheit aus. Tim Wiese muss auch ganz klar ein Thema für die Nationalmannschaft sein“, sagte Allofs, der in der Vergangenheit meist als Kritiker des Schlussmannes aufgefallen war.

Das Problem mit Wiese ist, dass es in Deutschland jede Menge Weltklasse-Torhüter gibt. Da kann man auf Charakterbrazzen wie den grün-weißen Schmerlappen locker verzichten.

Köpke kann das gut verstehen, ist von den guten Ratschlägen aber auch genervt. „Im Augenblick versucht jeder, seinen Torwart bei uns rein zu bringen“, sagt er. […] Einerseits hält Bundestrainer Joachim Löw trotz einiger Kritik an seinen Torhütern Jens Lehmann, Timo Hildebrand und Robert Enke fest. Andererseits ist er kein Fan von Wiese. Dies liegt zum einen an dessen Spielweise. Wiese war lange Zeit ein Showtorwart. Einer, der gern mal einen Meter nach rechts geht, um zwei nach links fliegen zu können. […] Wiese ist ein bisschen lauter, […] manchmal ein wenig peinlich und manchmal taktisch sehr unklug. Wie damals, als er den Bundestrainer laut kritisierte, weil der ihn einfach nicht beachte.

Und das wird so bleiben, selbst wenn Wiese nun in jedem Spiel zwei Elfmeter hält. So ist das eben. In der Nationalmannschaft.