Millionenfaches Feindbild!

Und wie es zusammenbricht…

Gestern beschrieb die SZ in sehr schöner Form einen Zusammenhang, der mir nicht neu ist:

„Sie sind reich, sie sind mächtig, sie sind gierig […] Ihr Fußballspiel ist kalt und gnadenlos. Aber am Samstag in Mainz? Für Millionen Deutsche brach ein sorgsam gehegtes Feindbild entzwei. Lustig wie die Kinder tollten die Münchner nach der Partie auf dem Rasen herum, ansteckendes Lachen und sympathische Lebensfreude in den Gesichtern, liebenswert wie du und ich. Es gab Szenen der Verbrüderungen. Vorher hatten sie tollen Fußball gespielt, wunderschöne Tore geschossen. Darf das sein, dass Bayern München auch noch Spaß macht?

Natürlich nicht, was hätten viele Fans denn sonst noch, wenn es keinen hassbaren FC Bayern mehr gäbe!?
😉

Die Bahn ist Spitze!

Die Bahn kommt, nein, sie stürmt sogar und wohin?!
Na an die Spitze (der Beschwerde-Statistik)!

Die deutsche Bahn steht an Platz eins der Beschwerdestatistik der bundesweit einzigen Schlichtungsstelle für Nahverkehr.

Für die allermeisten ÖPNV-Nutzer keine Überraschung, sondern Verpflichtung…

Insgesamt 85 Prozent aller im vorigen Jahr eingegangenen gut 2500 Kundenbeschwerden richteten sich gegen den Staatsbetrieb, berichtete die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen heute. Dabei habe die Deutsche Bahn lediglich 38,7 Prozent aller Personenkilometer in Nordrhein-Westfalen erbracht.

Respekt!

Hatten wir das nicht schon mal?!

Der „FC“ ist aufgestiegen (mal wieder) und fängt dann an, alle 2.-Liga-Spiele zu verlieren – mhmm, auch das kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?!

Bleibt noch die Frage nach einer anderen Serie. Vor zwei Jahren folgten nach dem Aufstieg am 30. Spieltag noch vier Niederlagen. Auch nach dem Aufstieg 2000 kassierte der FC in Spiel eins danach eine 1:2-Heimniederlage gegen den damaligen Letzten Karlsruher SC.

Aber im Grunde ist das ja kein Problem der zweiten Liga alleine, auch Bundesliga-Meister lassen sich bezeiten schon mal hängen, wenn sie sich an ihrer eigenen Herrlichkeit berauschen – ich sag nur 2:6…

Richtige Meister machen das anders!
😉

Interessante Zeitreise…

Nun, offenbar hat man beim Sportinformationsdienst (sid) eine eigene Zeitmaschine entwickelt, anders kann ich mir diese Meldung nicht erklären:

Offenbar hat sich VfL Bochums Reservekeeper Christian Vander mit seiner schwachen Leistung beim 2:6 gegen Mainz den Platz als dritter Torhüter gesichert.

Bis hier ist noch alles normal…

Trainer Peter Neururer denkt über einen anderen Schlussmann nach. Anstelle von Vander, der gegen Mainz den gesperrten Rein van Duijnhoven vertrat, deutet vieles auf einen Einsatz des dänischen Nationaltorhüters Peter Skov Jensen im Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) beim neuen deutschen Meister Bayern München hin. Seine Entscheidung will Neururer am Freitag bekannt geben. Van Duijnhoven ist noch gesperrt.

Hä?! Natürlich ist van Duijnhoven noch gesperrt, schließlich hat er im Spiel gegen Bayern München(!) die rote Karte gesehen…

Ist ja toll, dass alle gegen den Meister spielen wollen, weil sie glauben, die Punkte jetzt von uns geschenkt zu bekommen, aber wir haben schon mal gegen den VfL Bochum gewonnen und zwar mit 3:1, hat das der sid noch nicht mitbekommen?!

Zumindestens nicht alle, denn einige wohl schon…
😉

Na also, geht doch!

Was Barcelona und der FC Bayern nicht geschafft haben (weil sie irreguläre oder Eigen-Tore hinnehmen mußten), gelang nun dem FC Liverpool mit einer rekordverdächtigen Defensiv-Leistung: Sie kickten den FC Chelski aus der Championsleague!

Der englische Rekordmeister FC Liverpool hat das Millionen-Ensemble des FC Chelsea entzaubert und ist als erstes Team ins Finale der Champions League eingezogen. […] Die Steilpässe von Chelseas Regisseur Frank Lampard fanden nie das Ziel. Stürmerstar Didier Drogba hatte kaum Aktionen, auch nicht, als sich Liverpool zum Ende der ersten Halbzeit immer weiter zurückzog.

Tja, Liverpool konnte man nichts vormachen, die haben weiß Gott lange genug Chelsea studieren können (erster Sieg gegen Chelsea im fünften Saisonspiel!)! Und die Stärke von Lampard und Drogba in allen Ehren, aber gegen die Hurra-Fußballer von Barcelona oder eine in zwei Spielen schlafmützige Bayern-Abwehr zu spielen ist das eine, gegen ein knallhartes Team von der eigenen Insel offensichtlich etwas ganz anderes…

Spaß machte diese Chelsea-Niederlage alleine, um nach dem Spiel in betrübte Chelsea-Spieler-Gesichter zu blicken, die zuletzt noch tanzend das Olympiastadion entweihten und vor allem einen Mourinho zu hören, der nach dem Spiel einmal mehr typisch reagiert:

„Bringt den Linienrichter her und fragt ihn, warum er Tor gegeben hat. Um ein Tor zu geben, muss der Ball zu 100 Prozent drin sein und man muss 100 Prozent sicher sein“, meinte Chelsea-Trainer Mourinho zum entscheidenden Treffer im Halbfinale der Champions League gegen Liverpool.

So wie bei dem entscheidenden Tor gegen Barcelona, wo der spanische Torhüter nicht nur im 5-Meter-Raum behindert, sondern gefoult wurde und Chelseas Angreifer auch noch klar im Abseits stand, ja?!

„Das beste Team hat verloren. Das ist sicher, und wir haben es nicht verdient, aber so ist Fußball“, so Mourinho weiter.

Komisches Gefühl, oder Mourinho?! Na dann weißt Du ja jetzt wie sich zuerst Barcelona und danach die Bayern gefühlt haben…

Peterchen Irrfahrt endet!

Na, da drücken wir dem VfL ja dann mal kräftig die Daumen für den Abstieg, denn nur so kann es eine bessere Zukunft geben!

Fußball-Bundesligist VfL Bochum trennt sich im Abstiegsfall von Trainer Peter Neururer. Das gaben die Westfalen drei Tage nach der 2:6-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 bekannt. Der Sinneswandel kommt überraschend: Zuletzt wollte der VfL mit Neururer auch in der Zweiten Bundesliga zusammenarbeiten.

😉

Aller guten Dinge sind drei

Drei Iraner im Team des FC Bayern – vielleicht klappt es ja diesmal:

Nach Angaben des iranischen Fernsehens hat der Fußball-Bundesligist den Nationalspieler Ali Karimi verpflichtet. Der 26 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler soll in München einen Vertrag bis 2007 unterschrieben haben. […] Karimi kann im offensiven Mittelfeld auf allen Positionen eingesetzt werden und auch als Stürmer agieren. In 87 Länderspielen erzielte er 32 Tore. Von seinen Dribbelkünsten konnten sich auch die deutschen Nationalspieler des FC Bayern beim 2:0-Sieg der DFB-Auswahl im vergangenen Oktober in Teheran gegen den Iran überzeugen. Der 1,79 m große Karimi war bei der Partie der beste Spieler im Team des Gastgebers.

Na dann…

Der 26 Jahre alte Profi, der seit drei Jahren sein Geld in Dubai verdient, wäre der dritte iranische Profi, der in München sein Glück versucht. Die Vorgänger Ali Daei und Vahid Hashemian, der vor einem vorzeitigen Abschied aus München steht, konnten sich beim deutschen Rekordmeister nicht durchsetzen.

Eben…

Nachtrag: Inzwischen wurde der Transfer als perfekt bestätigt!

Wer konnte schon damit rechnen, dass der FC Bayern mal wieder Meister wird

Und deshalb ist eine Renovierung des Rathaus-Balkones in München so über April, Mai ja absolut nachvollziehbar…

Am 14. Mai werden die Profis des Rekordmeisters nach dem letzten Spiel im Olympiastadion gegen den 1. FC Nürnberg ihren Fans die Meisterschale in der Münchner Innenstadt präsentieren. Der übliche Gruß vom Balkon des Münchner Rathauses ist beim 19. Titelgewinn allerdings nicht möglich, da die Fassade des Gebäudes derzeit renoviert wird. Die Stadt will für die Feierlichkeiten allerdings einen Vorbau als „Ersatzbalkon“ errichten. Zu der Meisterfeier werden etwa 15 000 Bayern-Fans erwartet.

Da kann Löwen-Ude „seine“ Pfiffe ja auch viel besser hören…