Fass ohne Boden, Folge 6.234

Manchmal fragt man sich wirklich: „Was machen die bloß mit all dem Geld?“

Borussia Dortmund kommt aus der Finanzkrise nicht heraus. Wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, sind die Rücklagen aus der Kapitalerhöhung des börsennotierten Fußball-Bundesliga-Vereins bereits völlig aufgebraucht. Die Kapitalmaßnahme war Anfang Oktober vorgenommen worden und brachte dem Verein Einnahmen von insgesamt rund 24 Millionen Euro.

Tapezieren die damit die BVB – Geschäftsstelle, oder zündet man sich im Vorstand die Zigarren mit 100,- Euro – Scheinen an?!

Unvorstellbar wieviel Geld da inzwischen versickert ist…

Der Druck, die Schulden und die Nerven!

2004-11-27 12:44:37

Sind offensichtlich ein zunehmendes Problem beim Assauer‘ Rudi:„Irgendwann verstehst du die Sender nicht mehr. Sollen sie doch ein Bayern-Studio aufmachen und fetten Gänsen den Arsch schmieren“, schimpfte Assauer heute. Damit monierte er die Entscheidung, dass die Partie Bayern München gegen den Hamburger SV zum Rückrunden-Auftakt der Fußball-Bundesliga um einen Tag vorgezogen und für eine TV-Live-Übertragung ausgewählt wurde.Erschreckend dabei, dass wir seit langer Zeit mal wieder dem Faßbender‘ Heribert zustimmen müssen:„Wenn sich einer nicht beklagen kann, dann ist es Rudi Assauer. Die ARD hat zum Bundesliga-Auftakt das Spiel Werder Bremen gegen Schalke gezeigt und Schalke in diesem Herbst dreimal im Uefa-Pokal“, erläuterte Faßbender. Zudem habe der WDR zum 100. Jubiläum von Schalke 04 eine ganze Nacht über den Club berichtet und einen Film über die hundertjährige Geschichte des Vereins ausgestrahlt.Update: Bayern-AG – Chef Rummenigge konterte heute die Vorwürfe des Assauer‘ Rudi:„Es wäre gut, wenn sich manche Kollegen erst einmal erkundigen würden, bevor sie etwas sagen. Er sollte sich um die Fakten kümmern. Wir haben erfolglos versucht, uns um das Spiel zu drücken. Das kostet uns nur Geld“, erklärte Rummenigge.Aha, interessant und weiter:Rummenigge („Wenn Assauer das Spiel unbedingt will, schenken wir es ihm“) konterte, indem er sagte, dass die Live-Übertragung auf Freitagabend den deutschen Rekordmeister Geld kosten würde. Zum einen würden die kompletten TV-Einnahmen in den Topf der Liga wandern, außerdem würde der FC Bayern durch die späte Anstoßzeit am Freitagabend (20.30 Uhr) etliche Zuschauer verlieren. Deshalb, so Rummenigge, habe man in Bayern ein Sprichwort: „Was kümmert es die Eiche, wenn sich eine Wildsau daran reibt.“Besser könnten wir das auch nicht ausdrücken… 😉

Nachdem uns ja in letzter Zeit

oft das Eine oder Andere aus der grün-weiß-orange-goldenen – Bremer – Ecke vorgeworfen wurde und wir doch mal lieber „unabhängige“ Quellen nutzen sollten, haben wir diesen Vorschlag nun aufgegriffen und zitieren einmal aus der heutigen Ausgabe des if – newsletters:Werder hat seine Leichtigkeit verloren

Sven Bremer (BLZ 26.11.) registriert Bremer Zweifel: ‚Diese Elf weiß nicht, was sie von sich halten soll: Ist sie nun der Double-Gewinner des Vorjahres, eine große Mannschaft also, die sich eine Portion gesunde Überheblichkeit leisten kann? Oder ist sie doch nicht so gut, und nun – der Fluch der guten Tat – lähmt die Last, die Erfolge bestätigen zu müssen? In jedem Fall hat diese Elf inzwischen eine Unsicherheit erfasst, die sie nicht von sich kennt. Ihr fehlt das, was sie letztes Jahr fast im Schlaf konnte: den riskanten Pass spielen, und der kommt dann an. Werder hat seine Leichtigkeit verloren.‘Die Leistungskurve von Werder zeigt nach unten

Frank Heike (FAZ 26.11.) fürchtet, dass Bremen ausscheidet: ‚Fast beschwörend hob jeder Bremer hervor, daß sie doch alles in der Hand hätten, und doch klang es bei manchem zaghaft, ja ängstlich. Das ganz große Selbstvertrauen war aus Mienen, Sätzen und Gesten nicht herauszulesen (…) Werder hat das Endspiel bekommen, das Thomas Schaaf vor Beginn der europäischen Meisterrunde angekündigt hatte. Das ist eigentlich ein Erfolg (…) Und doch: Zweifel an der Klasse des deutschen Meisters bleiben, sich um Gruppenplatz zwei behaupten zu können. Denn die Leistungskurve von Werder zeigt eindeutig nach unten.‘Schmaler Grat zwischen Schönreden und hilfreicher Gelassenheit

Auch Jörg Marwedel (SZ 26.11.) ist nicht zufrieden: ‚Dem Bremer Vortrag hatte der letzte Druck, die echte Überzeugung gefehlt, und sich zudem eine Fehlerquote eingeschlichen, wie man sie bislang kaum kannte vom grün-weißen Meisterteam. Nicht alle in der Werder-Führung goutieren deshalb, dass Schaaf öffentlich jedes kritische Wort gegenüber dem Team vermeidet. Es liegt ja nur ein schmaler Grat zwischen Schönreden und hilfreicher Gelassenheit.‘
So! Immer noch irgendwelche Fragen?!

Na das war doch mal wieder

richtig guter Fußball, oder?!

Hat Spaß gemacht zuzuschauen, hoffentlich gibt es davon noch mehr zu sehen, ok, Tel Aviv war jetzt nicht wirklich der stärkste Gegner in der aktuellen Champions – League, aber Ajax hat schließlich auswärts in Israel verloren…

Erstmal abwarten, wenn wir im Achtelfinale als Gegner bekommen und dann können wir immer noch in Jubel ausbrechen…

Der Unterschied zwischen sagen und meinen

ist oft klein, aber kaum irgendwo tritt er offensichtlicher zutage als bei Rudi Assauer:Es ist eine Katastrophe, wenn es damit losgeht, dass Harald Schmidt statt der Vereine die Kohle kassiertWas er sagt ist „Vereine“, was er meint ist „Schalke 04“! Nicht verwunderlich bedenkt man die Dicke des Eises auf der sich der Revier-Club befindet…

Andere Vereine sehen diese Geschichte übrigens wesentlich entspannter:„Wenn die ARD meint, dass Harald Schmidt mehr Quote bringt als UEFA-Cup-Spiele, wird sie sich schon was dabei gedacht haben. Es wird sich aber schon ein anderer finden, der überträgt. Ich freue mich jedenfalls auf Harald Schmidt – ich sehe ihn gerne“ sagte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp.oder hier:„Es ist ein Verlust an Fernsehpräsenz. Aber das DSF ist auch ein guter Partner und es wäre gut, wenn der Sender auch ein weiteres Highlight bekommen würde“, kommentierte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser den ARD-Rückzug.Fakt bleibt weiterhin, dass die ARD lediglich den bis Mai 2005 befristeten Vertrag mit dem Rechte-Vermarkter Sportfive nicht verlängert und andere Sender schon parat stehen, all die Schalke-, sofern sie sich überhaupt qualifizieren, und anderen Spiele zu übertragen!

Aber Fakten und Seriösität machen sich natürlich nicht so gut, wenn man der BILD-Zeitung ein polemisches Interview gibt…
😉

Pumperl gesund!

Tja, wer kennt das nicht, eigentlich geht es einem ganz gut, wenn da nicht das leidige Thema Steuern und Finanzamt wäre… 😉

Aber zum Glück geht es dem FC Bayern sonst ja ganz gut, wie unser Lippstädter Westfale an der Spitze im besten bayerisch mitteilte:„Der FC Bayern ist ein pumperlg’sunder Klub“Zu den Daten:So konnte der Umsatz 2003/2004 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% gesteigert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stehen 166,3 Mio. € Umsatz zu Buche (02/03: 162,7 Mio. € ). Das operative Ergebnis konnte sogar um sage und schreibe 41,7 % zum Vorjahr gesteigert werden. Es wurde hier 22,9 Mio. € erwirtschaftet (02/03: 16,2 Mio. € ). Als Gewinn vor Steuern sind 3,4 Mio. € ausgewiesen. Davon gehen 0.6 Mio. € Steuern ab, somit beträgt der Jahresgewinn nach Steuern 2,8 Mio. €.Und soviel zum Thema Steuernachforderung:Dieses äußerst erfreuliches Ergebnis wird jedoch leicht getrübt durch eine Steuernachforderung des Fiskusse von 6,25 Mio. €. Diese Nachforderung betrifft den Zeitraum 1997 – 2001 und beruht auf der unterschiedlichen Bewertungen von Spielerverträgen von Seiten der Betriebsprüfer. Der FC Bayern sieht lediglich 0.2 Mio. € davon als angemessen an. Bei der Abschlussbesprechung mit dem Finanzamt wurde ausdrücklich darauf hingewiesen und auch zwei Gutachten, die in Auftrag gegeben wurden, geben dem FCB zum 100% Recht.

Mittlerweile scheint auch das Finanzamt Zweifel am Bescheid zu haben und setzte deshalb die Forderung von 6.05 Mio. € bis auf weiteres aus. Dennoch ist der FCB nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) verpflichtet, diese Summe im Geschäftsbericht aufzuführen. Somit steht fürs Erste unterm Strich auf dem Papier ein Verlust von 3,4 Mio. €.Und zum Schluss noch etwas zur Mitglieder – Entwicklung:In Sachen Mitgliedern gibt es dagegen keine Zweifel, der FC Bayern ist und bleibt Spitze. Präsident Beckenbauer gab einen Einblick in die Entwicklung der Zahl von Mitglieder und Fanclubs. So zählt der Rekordmeister aktuell 97.810 Mitglieder (Vorjahr: 96.440) und 2.123 Fanklubs (Vorjahr: 2.005). Darin organisiert sind 136.563 Anhänger (Vorjahr: 132.308). „Tendenz steigend“ zeigte sich der „Kaiser“ zuversichtlich, so dass schon bald die magische Grenze von 100.00 Mitgliedern erreicht werden kann.

Blinde Werder-Wut und kein Ende!

Offensichtlich gibt es an der Weser akute Medikamenten – Not, denn wie sonst sollte man das erklären:

„Wenn ich das höre: Wir sind nicht mehr souverän, wir sind in einer Krise. Was da alles reininterpretiert wird, das ist unglaublich und totaler Quatsch. Ich sage nur: Wir sind voll mittendrin und noch lange nicht raus. Es gibt keine Krise, da kann man noch so laut brüllen!“ […] „Es muss endlich Schluss gemacht werden mit der Willkür der Schiedsrichter. Die Leistungen müssen ähnlich sein, die Regeln deshalb so einfach wie möglich gehalten werden. Ich fordere schon seit zwei Jahren, dass diese schwachsinnige passive Abseitsregel abgeschafft wird. Aber was passiert? Nichts!“

Ok, das ist das übliche Schaaf – Geschwätz, aber das hier macht uns viel mehr Sorgen:

Scheitert Felix Magath beim FC Bayern, wird Schaaf zu den Trainer-Kandidaten zählen. „Es wäre unnormal“, sagt Allofs, „wenn Thomas Schaaf weiter so erfolgreich arbeitet und die Bayern nicht eines Tages kommen und ihn holen wollen.“

Was ist denn da los?! Wenn und wir sagen wenn Magath in München scheitern sollte, dann brauchen wir einen Trainer Charisma, mit Medien – Erfahrung und Souveränität – wieso kommt dann Provinzfürst Thomas – Strassenköter – Schaaf ins Spiel?!

Nur weil er durch die letztjährige Willkür der Schiedsrichter zum Meister der Nachspielzeit gemacht wurde?! Um mit Heinz Becker zu antworten: „Geh‘ fott„!

Jedes Jahr aufs Neue

wird diese alte Geschichte wieder hervorgeholt…

Zumindest in den Jahren, in denen der VfL Bochum 1848 in der ersten Liga spielt – aber egal…

Wie gesagt diese Geschichte wird immer wieder aufgewärmt:

An jenem Samstagnachmittag im Jahr 1973 hilft es den Anhängern des Bayern-Fanclubs „Südkurve“ wenig, dass ihre Mannschaft im Bochumer Ruhrstadion mal wieder gewonnen hat. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof pöbeln enttäuschte VfL-Zuschauer die Fans des bayerischen Serienmeisters an. Beleidigungen und erste Handgreiflichkeiten sind Anzeichen für eine bevorstehende Keilerei – und die Männer mit roten Schals und Trikots sind klar in der Unterzahl.

Aber plötzlich geschieht ein Wunder: Eine vorbeilaufende Gruppe des ältesten VfL-Fanclubs „Bochumer Jungen“ geht zwischen die Fronten, weist ihre prügelwilligen Kollegen in die Schranken und fordert die verdutzen Münchner auf: „Kommt mit uns ‚inne Kneipe, wir trinken mit euch einen und beschützen euch!“ Es entwickelt sich ein feuchtfröhlicher Abend, an dessen Ende die bayerischen Schlachtenbummler betrunken, aber unversehrt in den Zug Richtung Süden steigen. Im Rückspiel laufen die Bochumer Fans mit dem Plakat „Der VfL grüßt München“ im Olympiastadion auf. Eine der bekanntesten Fanfreundschaften der Bundesliga hat begonnen.

Nun hat sich, wie ja sogar im Bericht erwähnt, die Welt in den letzten 31 Jahren ein wenig verändert und deshalb dürften nur die weltfremdesten Fans noch an derlei nostalgische Dinge wie wahre Fanfreundschaften glauben, oder?!

Sympathien oder Antipathien ja, die hat jeder, aber in der Regel auch nur subjektiv und aufgrund persönlicher Erlebnisse (ich darf mich mal wieder selbst zitieren):

Newsgroup: de.rec.sport.fussball
Subject: Re: 12. Spieltag Samstag
Date: Tue, 09 Nov 2004 10:11:54 +0100

>> [Sch*lk*]

> Warum mag die eigentlich keiner?

Bei mir fing das an, als sich Schalke ’96 für den UEFA-Pokal
qualifizierte und das mit dem Spiel gegen uns. Nach Schlußpfiff stürmten 20.000 zahnlose Monster den Rasen und wollten uns an die Wäsche, naja ich wäre nicht gelaufen, denn beissen hätten sie mich ja nicht mehr können und bei deren Alkohol-Pegel hätte ich alleine bestimmt 5 bis 6 geschafft, aber der Graben und der Zaun haben dies verhindert. Aprospos „verhindern“: Unsere Freunde und Helfer hielten sich derweil übrigens im Mannschaftswagen auf und traten bei Bayern-Gastspielen im Parkstadion eigentlich immer nur dann in Kompanie-Stärke in Erscheinung, wenn es einzelne Fans aus dem Block zu fischen galt…

Ja und dann ging mir natürlich genauso die „Meister-der-Schmerzen“ – Rumheulerei auf die Nerven, ähnlich wie der schon angesprochene Assauer-Größenwahn und dieses ewige „Schalke-ist-eine-Religion“ – Gequatsche, was auch hart an der Grenze ist!

Reicht das erstmal!?

Derlei Beschreibung fand übrigens vereinsübergreifende Zustimmung… 😉

Fast schon schade, dass es

am Ende dann doch so einseitig war, der Sieg der Bayern über den VfB Stuttgart und das obwohl uns doch ein heisser Tanz versprochen wurde…Wir wollen unserem alten Trainer zeigen, was wir unter unserem neuen gelernt habenWir wollen unbedingt gewinnen.Gegen die Bayern ist es nichts Besonderes, aber gegen Felix ist es schon interessant.Über dieses Zeugnis sollte sich Sammer, als besagter neuer Trainer, aber mal Gedanken machen, denn der erste ernstzunehmende Schuss auf Kahns Tor in der 85.Min. ist nicht wirklich eine große Verbesserung… 😉