Es geht rund – endlich!

Na da lag ich ja mit meiner Meinung nicht ganz falsch. Der Verein reagiert. Der Kaiser zuerst.

„So kann es nicht mehr weitergehen. Es ist Zeit für einen großen Schnitt. Wir müssen von vorne anfangen und ein (fast) neues Team aufbauen“

Hitzfeld und der Vorstand stimmen mit ein:

„Wir haben im Vorstand beschlossen, dass wir zu Transfers nichts sagen. Sechs, sieben neue Spieler werden kommen, vielleicht acht, das ist eine halbe Mannschaft, es gibt also einen gewaltigen Umbruch.“

Ich bin ehrlich gesagt freudig „erregt“. Das klingt alles irgendwie sehr martialisch, nach gewaltigen Wellen. Machen die Bayern jetzt wirklich mal richtig Geld locker? Die Schatzmeister der Liga reiben sich sicherlich schon die Hände. Denn wenn wir ja ohnehin diesen Ruf haben, weshalb sollten wir dem dann nicht auch gerecht werden?

Andere Vereine gehen Allianzen mit halbseidenen ausländischen Energieversorgern ein, deren rechtsstaatliche Treue durchaus in Zweifel gezogen werden darf, wieso sollten wir dann nicht unser selbst verdientes Geld ausgeben?

Zum Schluss muss man einmal mehr den Kaiser loben und zwar für einen Durchblick, den die sportliche Führung in den letzten Wochen nicht immer hatte:

„Von dem einen oder anderen Stürmer sollten wir uns verabschieden, ohne dass ich jetzt einen Namen nenne. Die Leistungen bei einigen sprechen für sich.“

Und? Wer hat’s zuerst gesagt??

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0 Gedanken zu „Es geht rund – endlich!

  1. Oh bitte Oliver.
    Polemik ist ja schön und gut, aber immer diese Gazprom-Geschichte ist langweilig. Und obendrein Heuchelei.

    Ich zitiere Rob Alef:

    Bayern München macht Freundschaftsspiele gerne im Iran und Trainingslager in Dubai, Hertha spielt in Hitlers Propagandastadion, Bayer ist ein Nachfolger der IG Farben, Wolfsburg hat einen korrupten Hauptsponsor, Dortmund hat den DFB beschissen. Darauf trinken wir noch einen. Und wenn es um Schalke 04 geht, rennen wir schnell in den Keller und schauen, ob die Moral noch nicht verschimmelt ist.

  2. Also ich finde den Beitrag gelungen ….
    Ãœber den Gazprom-Teil sollte man als Leser doch eher schmunzeln als meckern.
    Ich stimme zu 100% mit dir überein, wenn es um das Thema Geld geht. Der FC Bayern hat das Geld durch gutes Wirtschaften in den letzten zwei Jahrzehnten verdient und deshalb bin ich froh, dass jetzt auch mal etwas investiert werden soll! Die Einkäufe für die nächste Saison reichen bei weitem nicht aus, um das Team wieder in Richtung Meisterschaft führen zu können.
    In diesem Sinne: FCB, bitte lasst jetzt mal Taten sprechen!

  3. @Knut: Habe ich irgendwie geschrieben, dass ich solche Testspiele in solchen Ländern gut finde? Oder dass mir die kreative schwachgelbe Finanzpolitik der letzten Jahre?

    BTW: Wie stehst Du selbst zu solchen „Unternehmen“ wie Gazprom? ‚Habe das damals auf Deinem/Euren Blog(s) nicht wirklich verfolgt…

  4. Gazprom mit VW vergleichen – das geht ja nun gar nicht. Das eine ist ein Konzern, in dem ein paar korrupte Manager am Werk waren (und wo bitte sind die nicht am Werk), das andere eine ‚Firma‘, die ihre Vormachtstellung durch Mord, Totschlag und Sklaverei erlangt hat und nun zur Bereicherung einiger Weniger – darunter auch unser heuchlerisches Ex-Kanzlerlein – dient.

    Wenn Schalke – ein Verein, der für mich an und für sich für immer zu den sympatischsten in der Liga gehörte – mit dem Gazprom-Geld Meister werden sollte, ist das ein schlimmes Signal für sämtliche Kriminellen dieser Welt.

    Kommt in die deutsche Bundesliga – da könnt Ihr Euer Geld waschen.

    Das finde ich zutiefst abstoßend.

    Und gerade als Schalke-Fan sollte man diese Machenschaften meiner Ansicht nach anprangern.

  5. @Don: Na so drastisch würde ich das nicht formulieren, zumal meine Meinung nur auf mehreren TV-Berichten beruhen, wo es um die Geschäftspraktiken dieser russischen „Firma“ ging.

    Ob das alles so stimmt und ob dieser Konzern wirklich so korrupt und kriminell ist, kann ich nicht überprüfen.

    Davon abgesehen habe ich mich als Bayern-Fan natürlich schon ein bißchen aus dem Fenster gelehnt, wenn man z.B. an den 2003er-Kirch-Skandal zurückdenkt, auch wenn ein Kirch ganz andere Geschäftspraktiken hatte, als man sie Gazprom nachsagt…

  6. Da bin ich ja mal gespannt. Wir warten ja auch schon die ganze Zeit auf den großen Knaller. Oder ist der etwas schon aus Aachen gekommen? 😉

  7. Tut mir leid Oliver – ich kann da nicht anders. Bei derartigen Firmen/Leuten verliere ich die Contenance. Eigentlich würden mir zu denen noch ganz andere Begriffe einfallen. Ich kann einfach nicht verstehen, wie jemand, der in einem freien, demokratischen Land lebt – und zwar gut – mit denen Geschäfte machen kann.

    Irgendwo muss es doch auch für durchaus verständliche wirtschaftliche Interessen eine Grenze geben.

  8. 1. Ich stehe dem durchaus kritisch gegenüber, ich bin sogar alles andere als begeistert.
    Deswegen bleibe ich aber durchaus Schalke-Fan.

    2. Mir geht es auch nicht darum, das Du Spiele wie im Iran gut findest. Würde ich Dir nicht zutrauen, geschrieben hast Du darüber aber nie, oder? Mir geht es einfach auf den Keks, das im Moment scheinbar kein Ansatzpunkt der Häme gefunden wird als diese Geschichte. Nicht nur von Dir, der Don gibt in seinem ersten Statement auch einen solchen Kommentar ab.
    Wenn ich lese, das Schalke mit Gazprom-Geld Meister wird, dann ist die Aussage schlichtweg falsch. Gazprom hat in keinen Spieler einen müden Cent gesteckt (die Victoria Versicherungen im Sommer übrigens auch nicht), Gazprom hat die Arena nicht finanziert, Gazprom hat mit dem momentanen sportlichen Erfolg einfach null zu tun.

    3. Natürlich hat auch der von mir zitierte Rob Alef ein wenig übertrieben, aber der Sinn der Aussage ist richtig.
    Auf welcher Ebene auch immer, bei VW mag man mit der für uns von der Presse über Gazprom vorgesetzten Meinung (denn können wir es gerecht und ernsthaft beurteilen?) nicht ähnliche „Verbrechen“ begehen wie bei Gazprom, Verbrechen bleibt aber Verbrechen. Und Korruption gehört dazu.
    Ich empfehle in diesem Zusammenhang diesen Beitrag vorallem inklusive seiner Kommentare ebenfalls von Rob Alef. Ich bin nicht bei allem d’accord, aber die Richtung ist völlig richtig.

  9. @Knut: Ehrlich gesagt habe ich sogar ziemliche Bauchschmerzen, wenn ich solche Testspiele wie das im Iran erlebe. Für mich sollte es da immer eine Trennung geben zwischen Politik und Sport. Allein schon deshalb weil ich politisch eine ganz andere Ãœberzeugung vertrete als Teile des FC Bayern, aber das ist ein anderes Thema!

    Wofür ist das Geld von Gazprom denn dann gedacht? Iss mir schon klar, dass es faktisch nicht das Russen-Gas-Geld war, dass diese Truppe zusammengestellt hat, aber hat nicht auch dieses Geld geholfen, die – und da wirst Du mir vielleicht zustimmen können – nicht gerade kleine Finanzlücke auf Schalke annähernd schließen zu können?

    In der Vergangenheit gab es für mich übrigens auch immer wieder Gründe vieles am Verein Schalke 04 zu kritisieren – da war noch gar nicht die Rede von derlei Geldgebern, aber das ist ein anderes Thema…

  10. Natürlich ist auch das Sponsorengeld von Gazprom dafür gedacht, die Wirtschaftlichkeit des Vereins zu verbessern. Wie bei jedem anderen Sponor auch.

    Ich habe kein Problem damit, wenn die Menschen von Gazprom kritisiert werden, ob in Blogs oder in anderen Medien.
    Nur, erstens (s.o.) ist die Häme/der Vorwurf Gazprom/Mei8sterschaft faktisch ungerechtferigt und zweitens dient mir die Gazprom/Schalke-Geschichte für viele Trittbrettfahrer vielzusehr als Aufhänger um Neid auf Tabellenstände oder irgendeine Form der Ablehnung deutlich zu machen.
    Sportlich kriegt man Schalke nicht, muss man nun dauernd auf einer Sponsorenschaft rumhacken?
    Ich würde die Personen gerne hören, wenn ihr Verein Gazprom-Unterstützung bekommt. Was in der Bundesliga bei JEDEM anderen Verein denkbar wäre.

  11. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb: Wenn meine 96er sich einen derartigen Sponsor angeln sollten, würde ich das überall wo ich kann anprangern, nicht mehr ins Stadion gehen und zum Boykott aufrufen.

    Das geht einfach gar nicht.

  12. @Knut: Du magst Recht haben. In den meisten Punkten. Nicht aber in allen:

    1. Mein „Rumhacken“ auf diesem Deal hat mit der Tabellensituation nichts zu tun, das habe ich schon gemacht, da war ganz und gar nicht die Rede von einer königsblauen Meisterschaft, allenfalls habe ich dieses „Rumhacken“ noch nicht in meinem Blog gemacht. Das Stimmt.

    2. Ich würde kotzen, wenn die Bayern auch nur einen Euro aus dieser „Russen-Öl-Gas-Mafia“-Ecke annehmen würden/müssten! Ebenso wie derDon würde ich zu Protest und Boykott aufrufen (wie sinnvoll und wirksam sowas auch sein mag). Soviel zumindestens zur Theorie. Wie es dann tatsächlich ist, wenn wir derlei Geld wirklich einmal bräuchten, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich vermute allerdings stark, dass wir derlei beim FC Bayern zu Lebzeiten eines UH nicht sehen werden…

  13. Na ja, Uli Hoeness hat den Deal damals als erster gelobt. Ohne Wertung der Firma Gazprom zeigt dies, das auch bei Hoeness einiges möglich ist. Wenn Du die finanzielle Schieflage meinst, damit hast Du wohl Recht. Das wird es mit Hoeness wohl nicht geben.

  14. Da ich ja als FCB Fan auch jeden Tag die Presse verfolge, wollte ich dich mal auf einen neuen Namen stuppsen:

    „Veröffentlicht: 23.05.2007 – 12:25 Uhr auf transfermarkt.de:
    Britische Medien: FC Bayern möchte van Persie, Pizarro zu Juventus Bayern München will nach Informationen der englischen Boulevardzeitung «Daily Mirror» den niederländischen Nationalspieler Robin Van Persie verpflichten. Der deutsche Rekordmeister wolle rund 12 Millionen Euro Ablöse für den Stürmer zahlen. Der 23-Jährige erzielte in dieser Saison für Arsenal elf Tore in 22 Premier-League-Spielen, ehe er sich im Januar den Mittelfuß brach. Trainer Arsène Wenger wolle van Persie jedoch nicht abgeben, schrieb die Zeitung am Mittwoch.“

  15. Ende