Die bayerische Katze und das fränkische Wollknäuel

Achtundsiebzig Prozent. Dieser neue Ballbesitz-Saison-Rekordwert wurde heute im Münchner Stadion ermittelt. Fast schon unchlaublich, dass dieser Wert nur zu vier Toren unserer Bayern führte.

Denn im Gegensatz zur letzten Saison bringt uns dieser Wert auch endlich etwas. Aber das Thema wollten wir ja ruhen lassen. Die Gegenwart ist ohnehin viel angenehmer.

Einige fränkische Spieler sprachen zwar nach dem Spiel die zuvor zurechtgelegten Sätze auf („kamen nicht ins Spiel“, „früher Rückstand“, „Konzept über den Haufen geworfen“), einzelne Gegner vermochten aber durchaus die Überlegenheit der Heimmannschaft anzuerkennen. Ein Frevel in diesen Tagen.

Auch wenn ich diesen Punkt so oft erwähne, ist er mir eher einerlei – vor allem als ich mir das heutige Spiel der Katze mit dem Wollknäuel so angeschaut habe. Sicher spielte der FCN mit einer halben A-Jugend. Aber sind beim FC Bayern nur Ü30-Spieler aktiv? Mit der heutigen Leistung der Clubberer hätten diese sogar gegen unsere B-Elf vom Pokalspiel Probleme gehabt. Aber ich wollte es ja auf die Stärke der Bayern schieben.

Nein, nein, das hat schon etwas, wenn man sieht, wie da ein Rädchen in das andere greift – gar unter Pressing noch Kombinationen oder Pässe wie vor den ersten beiden Toren stattfinden. Das ist richtig gut. Und eben der große Unterschied zur Vorsaison. Eigentlich wollte ich das Thema van Gaal ja ruhen lassen, aber was wäre wohl mit Herrn Badstuber im nächsten Training passiert, wenn dieser die vielen, teilweise sensationellen Diagonalpässe vomHolger über das halbe Feld mehr oder weniger direkt zum Mitspieler gesaust gesehen hätte? Die noch dazu einen Schweinsteiger vor dem 1:0 erreichten, der da eigentlich gar nicht stehen dürfte weil er seine Quadrat- oder Dreieck-Einteilung sträflich und mutwillig verlassen hätte?!

Nachtreten ist einfach, ich weiß, aber ich bin mir extrem sicher, dass wir derlei unter van Gaal nie gesehen hätten. Flexibilität nennt man das. Weite lange Pässe zum Mitspieler oder eben doch das Klein-Klein-Passspiel auf engstem Raum. Herrlich.

Nur so kann aber unser Weg sein.

Wir müssen den Gegner überraschen. Nicht nur überrennen. Dann sind wir unberechenbar. Auch für Gegner, die nicht mit A-Jugendlichen in München antreten.

War der Sieg gefährdet?

Nicht mehr nach 88 Sekunden. Oder wie sollte diese fränkische Taktik aussehen? Das 0:0 solange halten wie möglich und dann einen Lucky-Punch setzen? Wahrscheinlich. Ging aber schief.

Obwohl sie es ja zu Anfang des Spiels und am Ende – als die Bayern noch einmal 2-3 Gänge zurückschalteten (neben den 1-2 Gängen zu Halbzeit) – durchaus schafften mal in die Nähe unseres Torhüters zu kommen. Der wiederum konnte zweimal zeigen, weshalb wir ihn gekauft haben – fertig.

Ich denke, da sind sich alle Beteiligten – und eventuell auch Club-Ultras – einig. Das war nix. Und da wäre auch nix gekommen. Gut für uns, konnten wir doch erneut ein wenig Pflege und Schonung für das nächste Spiel einbauen.

Was war gut?

Herr Gomez. Erstaunlich, was so ein wenig Pause im Pokal bewirken kann. Ein Kopfballtreffer (nach perfekter Schweinsteiger-Flanke!) und eine Beweglichkeit wie zu besten Zeiten vor dem zweiten Tor. Respekt. Geht doch.

Herr Ribéry. Wirbelte, ohne wirklich gefordert zu werden.

Herr Kroos. Wird tatsächlich immer mehr zum Ballverteiler. Bin gespannt, wie weit das noch nach vorne geht mit ihm.

Unsere Defensive. Sehr gut (selbst der noch gegen Hannover so schwache Herr Lahm), aber auch kaum gefordert.

Was störte?

Die Chancenverwertung. Beinah schon der Klassiker beim FC Bayern in solchen Spielen.

Die Einwechselspieler.

So Leid mir das tut, aber die Spieler, die noch am Mittwoch so dermaßen überraschend begeistern konnten, enttäuschten heute ein wenig. Komisch eigentlich, aber z.B. wirkte Herr Gustavo während seines gesamten Einsatzes mehr als fahrig und auch Herr Olic lief eher wie Falschgeld über den Platz. Es fiel nicht ins Gewicht, trübte allerdings den guten Eindruck vom letzten Spiel ein wenig.

Nun denn, gegen Neapel darf ja z.B. Herr Boateng wieder auf den Rasen und erhält seine Rolle als Faktor im Defensiv-Gebilde zurück. Schaden wird es dem Konkurrenzkampf und der Konzentration nicht.

Um noch einmal auf die Franken zurückzukommen: Einige werden die Hoffnung haben, dass im Rückspiel in Nürnberg mehr für die Clubberer gehen wird. Die Hoffnung kann man haben, geht unsere Entwicklung allerdings so weiter, bin ich diesbezüglich wenig optimistisch.

In diesem Sinne: Auf geht’s, Ihr Roten!

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74 Gedanken zu „Die bayerische Katze und das fränkische Wollknäuel

  1. Bin schwer enttäuscht! Wie kann man nur die Hosen vorab schon so voll haben? Die Konkurrenz schreibt die Auswärtspunkte in München von vornherein ab und gefällt sich auf dem Platz bestenfalls in Schadensbegrenzung.

    Das berühmte Kaninchen vor der Schlange ist dagegen noch glatt ein Draufgänger…

  2. Die neue Freiheit! Auch gut zu erkennen, wenn Schweinsteiger vor dem 3:0 hinter Ribéry mit Tempo kreuzt und ihm so erst den Raum öffnet.

  3. @FF: Ist das eine ernsthafte Frage? Na dann will ich auch mal ernsthaft antworten.

    Vielleicht liegt es daran, dass alle Teams es einfach tatsächlich versuchen, es aber nie klappt, weil die Bayern (im 2-Jahreswechsel) einfach zu stark sind?!

    Schwierig zu verarbeiten, wäre aber die einfachste Erklärung, oder?

  4. Also… Obwohl hier immer wieder konstatiert wird, das Thema van Gaal sei eigentlich abgehakt, taucht es ja doch ständig wieder auf. Warum?

    Weil nämlich van Gaal das Fundament für diese aktuell so beeindruckende Leistung gelegt hat. Vielleicht erinnert sich noch jemand, dass Minher stets von den verschiedenen Phasen in der Entwicklung der Mannschaft hin zum sog. modernen Positionsspiel gesprochen hat. Während dieses Prozesses kamen ihm aber auf dem Weg zur vollständigen Umsetzung die mangelhaften Ergebnisse und v.a. er sich selbst in die Quere.

    Die Art von Positionsspiel, das die Truppe inzwischen richtig gut verinnerlicht hat, wurde von Don Jupp – aber auch von Löw – dankbarst aufgegriffen, um dann darauf aufbauend die jeweils eigene Philosophie zu installieren. Dazu gebührt dem dickschädeligen Holländer imho nach wie großer Respekt. Denn er hat es nach langen, oft frustrierenden Jahren geschafft, den Bayern eine grundlegende Spielphilosophie bzw. die Basis dazu zu implementieren. So wie er es bei Ajax in den frühen 90ern und bei Barca in den frühen 00ern gemacht hat.

    Andere konnten und können bis heute darauf aufbauen (nun ja, bei Ajax ist es wohl schon zu lang her, inzwischen).

    Bei den Bayern wirkt unterdessen alles sowas von souverän, dass es einen mit der Zunge schnalzen lässt. Wie so oft, sind es aber die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen. Da ist zuvorderst die bessere Raumaufteilung, dann das geschicktere Gegenpressing, die meist daraus resultierende höhere Pass- und Ballsicherheit und die eigentlich schon immer vorhandene Kreativität und Handlungsschnelligkeit in der Offensive.

    Heynckes hat es bisher aufs Beste verstanden, aus den bestehenden Puzzleteilen ein optimal funktionierendes Gesamtgebilde namens FC Bayern zu machen, das – ok das wurde von dieser Stelle schon vor kurzem so postuliert – sich momentan auf Augenhöhe mit dem spanischen FCB befindet, was die Punkte Spielkultur, Systemsicherheit, Dominanz und individuelle Klasse betrifft.

    Btw. individuelle Klasse: Wer heute als Sky-Abonnement die überschneidenden Minuten beim BVB-Spiel den Götze gesehen hat, der muss als Fußball-Fan einfach nur demütig vor so einem Spieler niedersinken. Eine solche Leichtigkeit, Grandeza und Spielintelligenz gab und gibt es nur alle paar Jahrzehnte. Einfach eine Augenweide, diesem Kerl zuzusehen. Die wenigsten wissen übrigens, dass das ein Allgäuer Junge aus dem Dorf Ronsberg ist. Da hat er die ersten Fußballerjahre verbracht. Manchmal ist die Verwandtschaft doch zu was gut 😉

  5. @ tafelrunde…einen großen allgäuer hatten wir schon mal. hat in europapokal-endspielen öfter mal entscheidend getroffen – auch wenn er ein ganz anderer spielertyp war. von daher gehört götze am ende des tages dann doch nach münchen…;-)

  6. Zu Götze: wenn er so weitermacht, wovon man bei diesen Anlagen ausgehen kann, gehört er sicher zu uns. Ob er will und sowas möglich ist- das muß die zeit zeigen. Aber irgendwann wird es auch demMario dämmern, das man mit Konsolen daddeln und angeblicher Freundschaft alleine keine große Karriere hinlegt. Wenn wir in 2 Jahren Ersatz für Robbery brauchen (wo ich zB Alaba sicher nicht sehe) wird derMario sicher von uns hören…

    Zum Spiel: Bin nach dem 2: 0 eingeschlafen- und erst vor dem 4:0 aufgewacht- das sacht einiges aus.

    Bei den Einwechselspielern bin ich absolut bei Paule. Für Olic wird es eine gaz harte saison- wenn an dem Wechselwillen zu Villareal was dran sin sollte, kann ich es verstehn und würde es auch an CN Stelle nicht verhindern. Ich glaube nicht,das er nochmal an die Form von früher rankommt. Wünschen würde ich es ihm aber.

    Alaba sehe ich ehr auf der schweinsteiger Position- in einigen jahren. Für die Flügel hat er im Dribbling für mich nicht die durchschlagskraft. Vor allem nicht beim Doppeln durch den Gegner.

    @Tafelrunde: Alleine schon für die enorme Weiterentwicklung innerhalb der letzen 2- 3 Jahre im Passpiel sollten wir LvG dankbar sein. Aber ich weiß, Kraft, Gomez etc. Ich glaube, das Löw und der Don Deine These von wegen „Aufbau auf system Lvg“ unterschreiben würden.

  7. Sorry Leute ,aber hört doch bitte auf mit diesem „VanGaal hat das Fundament gelegt“.
    Die grössten Grundsteine unseres Erfolges sind doch :
    -Das wir 10 (!) Tore weniger kassiert haben,als letzte Saison zu diesem Zeitpunkt.
    Und das mit einer komplett neu zusammengekauften und durcheinander gewürfelten Viererkette,und einem neuen Torwart.Und mit Gustavo und Tymotschtschuk die spielen dürfen,und das auch noch auf ihren Stammpositionen.
    -Das die Stimmung in der Mannschaft hervorragend ist,und ein Ribery wie befreit aufspielt
    Und was diese Punkte mit vanGaal zu tun haben sollen ,erschliesst sich mir nach wie vor nicht.

  8. Ich sage zu van Gaal nix mehr. I look not back, I look in front! 😉

    Und weil es hier noch nicht erwähnt wurde: Sensationelles Spiel von Badstuber.

    70m-Pass vorm 1:0. Genialer Steilpass vorm 4:0. Dann sein eigenes Doppel-Alu und hinten wieder bombensicher. Respekt vorm Holger! Wie abgezockt der schon ist in seinem Alter. Wer ist eigtl. Hummels? 😉

    Der ist vermutlich mit dem Unterbrechen einer so called „Aufholjagd“ beschäftigt.

    Ich hasse Zeitumstellungen…

  9. „Eigentlich wollte ich das Thema van Gaal ja ruhen lassen, aber was wäre wohl mit Herrn Badstuber im nächsten Training passiert, wenn dieser die vielen, teilweise sensationellen Diagonalpässe vomHolger über das halbe Feld mehr oder weniger direkt zum Mitspieler gesaust gesehen hätte?“

    Ich bin relativ sicher: Er wäre erfreut gewesen. Genau das hat (u.a. im letzten Wintertrainingslager) van Gaal trainieren lassen: Lange Diagonalbälle von Badstuber auf den RA (Robben/Müller). Finde zwar auf die schnelle keinen Videobeweis, bin mir aber doch sehr sicher 😉

  10. Antikas: Genau. Hat nüscht mit van Gaal zu tun.

    Wir waren ja schon immer auf dem aktuell gezeigten Levell. Insgeheim. Irgendwie.
    Und der aktuelle Spielstil hat ja nichts mit van Gaal zu tun. Überhaupt nichts. Das ist glasklar sieht jeder. Alles klar….

    Van Gaal hat die meisten Spieler wirklich weiterentwickelt. Selbst Gomez profitiert noch davon- da kannst du jetzt sagen was du willst. Selbst wenn es nur die Verachtung war, die den Mario weitergebracht hat.

    Van Gaal hat die Mannschaft auch international zurück auf Augenhöhe mit den großen gebracht. Genau durch die Taktik, die Don Jupp noch immer spielen lässt- die auch plötzlich beim Jogi tolle Spiele beschert.

    Ich bleibe dabei: Van Gaal anteil ist mind. 60% am derzeitigen Erfolg. Und das er ein absoluter Fachmann ist, mußte sogar UH einräumen- bei allem Nachterten und gekränkter Eitelkeit. Der Vorstand weiß genau, was die beiden Jahre gebracht haben. Im guten wie im schlechten.

  11. Bleibt nur die Gretchenfrage, warum wir bei van Gaal nicht so gespielt haben, wie wir es jetzt (dank ihm aber ohne ihn) tun!?

    Und die Saison 2009/2010 zählt für mich als Argument nicht, da im Herbst fast weg und vieles einem überragenden Robben und einem stürmenden van Buyten geschuldet.

    Vlt. kann man sich darauf verständigen, dass JH der bessere van Gaal ist oder auch einfach die von ihm implementierten Ansätze (!) weitergeführt und perfektioniert hat. Zudem ist er menschlich offenbar eine Anti-Katastrophe.

    Eine wirkliche Antwort auf die Frage gibt es ohnehin nicht und die zwei unterschiedlichen Meinungen über van Gaal wird es wohl auch immer geben.

    Erfreuen wir uns doch einfach am hier und jetzt.

  12. van Gaal hat der Mannschaft ein Gerüst verpasst, starke Wände hochgezogen, aber mitunter dann etwas schlampig verputzt. Und wenn er drauf hingewiesen wurde, meinte er „das gehört so“.

    Seine Nachfolger, schon Jonker und jetzt Osram, wissen diese Basis zu schätzen und beginnen mit der Feinarbeit, die vG mit der groben Kelle eben nicht zu leisten vermochte. Das war seinerzeit auch schon in Barcelona so. Da wurde dem ganzen Verein ein System aufgedrückt. Hätte er sich nach ein, zwei Jahren „nur“ noch als Teamchef betrachtet und Mourinho den Trainerjob machen lassen… Barca hätte schon zwei oder drei Jahre früher die Kontrolle in Europa übernommen.
    Und das ist der Fluch des Genies – keine Revolution ohne Vision, aber ohne ein bisschen Flexibilität auch keine Perfektion. vG hätte gut daran getan, Jonker mehr einzubeziehen.

    Ich bleibe dabei: Falls der FC Bayern dem beurlaubten LvG immer noch Gehalt bezahlt, dann ist das durchaus gerechtfertigt… nicht nur aus vertragsrechtlicher Sicht.

  13. Gerade bei kicker-Online gelesen :
    .. „Es ist komisch“, unkte Klopp, „dass die Gegner immer gegen uns so stark spielen…

  14. Sicher baut Heynckes auf stabilen Fundamenten auf, aber in der 09/10er Saison gab es wirklich nur eine Phase zum Saisonende hin, in der die Bayern ähnlich souverän aufgetreten sind (Halbfinale gg. Lyon, 2 Spiele auf Schalke, Hannover geputzt, Pokalfinale gg. Bremen u.a.). Das war dann die Zeit der epischen Lobeshymnen auf Van Gaal.

    Für mich war das unchaubliche Ausschalten von ManU der psychologische Meilenstein. Bis dahin fehlte es auf Vereins- wie Nationalelfseite am Glauben, mal einen Großen schlagen zu können.

    Bleibt die Frage, wer nun der Vater des gegenwärtigen Erfolgs und – um gleich noch ein NoGo einzubauen – dieser absolut Barca-eske Heimsouveränität?

    Vielleicht auch ein Verdienst unseres neuen Co-Trainer ?! Auf dessen Rücken etablierte sich ja sogar Oenning „ein Stück weit als Trainer mit jede Menge Konzept im Gepäck“.

  15. @Vadder: Wer war denn aus unserer aktuellen Stammelf schon unter vanGaal auf seiner jetzigen Position Stamm?
    Da wirds doch ganz schön dünn,oder?

  16. @antikas: will es nicht ewig in die länge ziehn, aber das beantworte ich dir.

    Badstuber, Schweinsteiger, Müller, Gomez (jaaha, Gomez nämlich über weite strecken der Zeit unter vG) Robben, Ribery. Lahm wollte selber auf rechts- warum auch immer.

    Tymo/Gustl waren nur deswegen nicht Stamm, weil IV fehlten. Warum auch immer.

  17. @Vadder: Robben kannst du verletzungsbedingt diese Saison nicht zum Stamm zählen.
    Bleiben 5 von 11.

    Merkste selber,oder?

  18. @ralfinho; das sich ein Herr Klopp diese Frage stellt ist schon komisch. Er dürfte doch wissen, dass alle Mannschaften gegen UNS und den amtierenden Deutschen Meister sich komplett verausgaben.

    Schon immer so gewesen, auch wenn es sich ja in den meisten Fällen in beiden Fällen meistens um uns gehandelt hat.

  19. @ Antikas
    Wenn du es schon so genau nimmst, dann 5 von 8, denn Rafinhia, Boateng und Neuer gab es letzte Saison bei uns noch nicht.

  20. @Paulianer: Das ist doch genau mein Punkt.
    Wir haben uns extrem sinnvoll verstärkt,und die neuen Spieler haben eingeschlagen.
    Und man kann ja nun schlecht sagen,das vanGaal das Fundament gelegt hat,dafür das wir mit einer komplett generalüberholten Mannschaft antreten.

  21. Zu der etwas zermürbenden Diskussion über van Gaals Anteil oder eben nicht-Anteil am derzeitigen Spielstil unserer Mannschaft gibt es eine wie ich finde hervorragende Analyse bei der Spielverlagerung. Insbesondere auch die Diskussion im Forum ist äußerst interessant.

    http://spielverlagerung.de/201.....rofitiert/

    @ Antikas: Grundsätzlich mußt Du doch zugeben, dass neben der Frage, wer spielt, es mindestens genauso entscheidend ist wie die Mannschaft spielt. Da gibt es heuer Unterschiede zur letzten und vorletzten Saison, aber eben auch viele Gemeinsamkeiten, die sich nicht einfach so verneinen lassen.

  22. Natürlich haben wir uns sinnvoll (vor allem defensiv) verstärkt, aber von diesen drei Verstärkungen ausgehend die aktuelle Spielweise erklären zu wollen, halte ich für recht kurzfristig. Und apropos Fundament: Meiner Meinung nach besteht dieses Fundament nicht aus den 3 neuen Spielern, sondern aus Müller, Schweinsteiger, Ribery, Gomez usw. Und diese waren eben unter vG schon da.

    Übrigens finde ich, kann man an den letzten Spielen der vergangenen Saison (nach vG, vor Heynckes) schon recht gut ablesen, was die Mannschaft damals schon im Stande war zu vollbringen, wenn sie denn mal aus dem starren Korsett losgelassen wurde: 5:1 gegen Leverkusen, 4:1 gegen Schalke, 8:1 auf St. Pauli.

  23. Also gut, dann doch nochmal:

    Wenn van Gaals Philosophie (um es mal so zu nennen) der Grundstein für den heutigen Erfolg ist, dann frage ich mich dennoch zwei Dinge:

    1. Warum arbeiten erst jetzt ALLE defensiv mit? Ein Gomez hat mehr Sprints in der Rückwärtsbewegung als vorwärts. Einen Ribéry habe ich in 2 Jahren vG nicht so häufig an der eigenen Torauslinie gesehen als in 10 Spielen JH. Ich habe kein „Spiel gegen den Ball“ unter vG beobachtet, weil es einfach keine Strategie für den Nicht-Ballbesitz gegeben hat. Wie oft waren wir hinten offen wie ein Scheunentor (siehe in Gladbach, in Köln usw.) und haben es nicht auf die Reihe bekommen, es zu ändern?

    2. Warum ist erst JETZT schöner Fußball eher Regel als Ausnahme? Wie @Der General richtig aufgezählt hat, gab es unter vG auch in der ruhmreichen ersten Saison nur eine handvoll Spiele, die einem wirklich das Herz aufgehen lassen haben. Unter JH haben wir bis jetzt mehr fußballerisch wertvolle Partien abgeliefert, als unter vG.

    Es liegt sicher auch nicht an den Rudimenten aus der vG-Ära, dass wir auf einmal stets früh in Führung gehen statt früh in Rückstand, das wir endlich mal in der Lage sind, uns nach einem Rückstand wieder ins Spiel zu beissen und vor allem, dass wir plötzlich auch bei defensiv bis dorthinaus eingestellten Gegnern scheinbar mühelos den Code gefunden haben, das Bollwerk zu knacken. In einem Spiel haben wir auf einmal mehr Torchancen als unter vG in einem Monat.

    Neinnein, den heutigen Stil und Erfolg zu so einem hohen Anteil an vG Revers zu heften ist dem Jupp ggü. unfair. Er hat keine „Eingewöhnungsphase“ oder ähnliches gebraucht und wenn dann nur 1-2 Spiele. Er hat sich nicht Transfers ggü. verweigert, weil er genug Sachverstand hatte um zu sehen, dass man allein mit Jugendspielern und Talenten einen FC Bayern nicht erfolgreich spielen lassen kann.

    Heynckes Anteil am aktuellen Stand ist in meinen Augen deutlich höher, als der van Gaals, vom menschlichen Standpunkt ganz zu schweigen.

  24. In der 1. van gaal saison haben wir übrigens auch die beste Abwehr gestellt- soviel zum Thema mangelnde Defensive. Schon vergessen? Demichelis war seit der der WM in nem loch, genau wie Badstuber, van Buyten mit privaten Problem- momentan läuft eben alles rund. Wie bei LvG in der ersten saison auch.

    Wir haben damals nicht jedes spiel so „schön“ beherrscht wie aktuell, aber nach dem Turin Spiel waren wir in fast jedem Spiel Top.

    Es gab auch unter van Gaal genug Torchancen (daher übrigens der Ausdruck kreiert)- aber es war selten ein Spektakel. Aber an ein 7:0 kann ich mich auch gut erinnern….

    Natürlich hat er Fehler gemacht- sogar nicht zu knapp. Aber ich spreche schon die ganze Zeit von einer einschneidenden Technisch und Taktischen Weiterbildung. Das gab es unter Hitzfeld nicht, nicht unter Magath und bei JK schon gar nicht. Und genau davon profitieren wir alle heute. Das Spiel das hezte so gelobt wird, wurde unserem verein von LvG beigebracht- und vom Jupp entscheidend verbessert.

    Ich bin weit davon entfernt, die Lorbeeren nur van Gaal zu verleihen- das wäre Don Jupp gegenüber mehr als ungerecht. und davon bin ich weit entfernt.

    Warum hat LvG eigentlich die Eingewöhnungspahse gebraucht? Wo stand unsere elf (die ja zum großteil noch heute da ist) denn national unter international vor 2 jahren? In Meisterschaft und CL sowie im DfB Pokal vorgeführt. Mit ach und Krach die CL erreicht. Und 12 Monate später das Double und im CL Finale. Natürlich auch mit Glück. Oder überragenden Robben. Aber van Gaal hat spielerische Dominanz nach München gebracht. Und darauf hat Don Jupp aufgebaut- drum brauchte er auch keine Eingewöhnungszeit.

    Ich will van Gaal nicht zurück. Das Kapitel ist vorbei. Aber ich bin auch weit davon entfernt, dem Don alles allein auf seine Fahne zu schreiben. Anerkennung wem Anerkennung gebührt- ich bin jedenfalls dankbar, das man mit van Gaal genau den Trainer bekommen hat, dem man damals brauchte. Und mit Don Jupp den trainer, den wir jetzt brauchten.

    In dem Sinne- freue ich mich auf Mittwoch.

  25. Nettes Los. Die „Spielvereinigung Bayreuth“ hätte ich allerdinngs auch genommen.

  26. @ralfinho #14: “Es ist komisch”, unkte Klopp, “dass die Gegner immer gegen uns so stark spielen… >> Willkommen in der Welt des Fußballs Herr Klopp << Und, ja, die Kölner letzte Woche und die Hamburger am ersten Spieltag haben gegen den BVB mit Abstand ihre beste Saisonleistung geboten 😉 …

    @Diskussion um vGs Verdienste: (Habe zwar durchaus eine eigene Sicht, so finde ich die überzogene Würdigung des Fundamentebauers van Gaal eben genau dies: etwas überzogen, so als würde man Michael Meier und Co nachsagnbe, sie hätten das Fundament für den erfolgreichen Dortmunder Jugendwahn gelegt … van Gaal hat sicherlich seinen Anteil, aber Jupp H. ist der aktuelle Traine und unter ihm spielen sie diesen geilen Fußball, also ist auch er als allererster dafür verantwortlich) schlussendlich gilt Folgendes:

    To quote the famous UH – For me it's scheissegal – Hauptsache sie spielen gescheiten Fußball 🙂

    @vadder #25: auch wenn wir hinsichtlich van Gaal verschiedener Meinung sind, in einem sind wir vereint – auch ich freue mich auf Mittwoch ;-). Eigentlich freue ich mich auf jedes Spiel im Moment.

  27. @den ewigen Antikas: Weist dieser Nick eigentlich auf eine bestimmte Einstellung so ganz allgemein hin, im Sinne von antiquiert? 😉 Kleiner Scherz… wegduck…

    Keiner von uns hier weiß doch, was Trainingslehre auf höchstem Niveau wirklich kennzeichnet. Selbstverständlich sind Führungsqualitäten (sprich Team-Management), herausragende Fachkompetenz, Souveränität, Glück und die so überstrapazierten Ergebnisse hervorzuheben. Das hat Heynckes zweifelsohne.

    Aber kann er auch eine Revolution durchziehen? Das kann er nicht. Das hat aber van Gaal hingekriegt.

    @ Faulerbeamter #13 bringt es mit seinem Bild vom Maurer, der zwar perfekt Wände hochziehen kann, aber ansonsten nicht viel mehr zur Vervollständigung beizutragen imstande ist, auf den Punkt: van Gaal hat den Grundriss aufgezeichnet und hochgezogen, danach haben andere den Feinschliff gemacht.

    Der Fußball auf Top-Level ist nicht mehr ganz so einfach zu deuten mit A… aufreißen, Gras fressen, etc.-Floskeln. Natürlich braucht es Spieler, die außergewöhnliche Fähigkeiten haben, um ein System umzusetzen, das sich international an der Spitze orientiert.

    Aber es braucht eben auch das System, innerhalb dessen sich diese Spieler bewegen. Und dieses zu verinnerlichen geht eben nicht in kurzer Zeit.

    Wie man das, also die möglichst perfekte Raumaufteilung je nach Situation, das optimale Spiel gegen den Ball, das Variieren des Tempos, die Bewegung in den Raum ohne Ball, die bestmögliche Präsenz in der umkämpften Zone und, und, und im täglichen Training den Spielern vermittelt, davon haben wir doch alle keine Ahnung. Aber wir sind, Gott-sei-Dank, ja nicht allein. Aber es sollte doch anerkannt werden, wenn es einen van Gaal gibt, der eben genau das alles kann.

    Wenn hier Bezug genommen wird auf die glorreiche vorletzte Saison mit dem Einzug ins CL-Finale, so wird imho übersehen, dass die heutige Systemsicherheit noch sehr wackelig war. Es wird zu Recht auf die überragenden Einzelspieler wie einen Robben verwiesen, die den Unterschied ausmachten.

    Inzwischen hat die Mannschaft – gerade auch durch die jüngsten Erfolge, aber auch über die Zeit – die Systemsicherheit viel besser drin. Sie kann sich auf sich selbst besser verlassen.

    Genau das sieht man ja auch bei Barca. Die wissen einfach, dass sich ihre Art des Fußballs über kurz oder lang durchsetzen wird. Und die Bayern sind auf dem besten Weg, das genauso zu empfinden.

    Nur, der Auslöser all dessen ist eben van Gaal gewesen. Neue Leute hin oder her. Die spielen auf der von ihm implementierten Grundlage. Und der Jogi auch. Und der del Bosque auch. Und den Mourinho neuerdings nicht zu vergessen. Der ist ja lernfähig. Im Gegensatz zu manchem Bayern-Fan (wer sich angesprochen fühlen will, der möge das gerne auf sich beziehen). … nochmal wegduck….

    Fazit: Die Basis ist die Grundlage aller Fundamente. 🙂

    Edit: Das Spiel gegen Neapel wird dies wieder zeigen. Die Italiener werden keine Chance haben und sich nach dem Spiel beklagen, dass sie ja nicht mal foulen konnten, weil die Bayern einfach zu schnell wieder weg waren.

  28. @tafelrunde: „Nur, der Auslöser all dessen ist eben van Gaal gewesen. Neue Leute hin oder her. Die spielen auf der von ihm implementierten Grundlage. Und der Jogi auch. Und der del Bosque auch. Und den Mourinho neuerdings nicht zu vergessen.“
    Ist das nicht ein wenig zu viel des Guten bezüglich des weitreichenden positiven Wirkens van Gaals?? Oder heißt das nun, das alles was an gutem Fußball geboten wird auf van Gaalschen grundlegenden Basisfundamenten beruht? Ich denke nicht.

    Bei der gesamten Diskussion geht es, glaube ich, weniger darum, inwieweit van Gaal den Bayernfußball revolutioniert hat (oder war es dann doch schon JK als Revolut-/Visionär? 😉 ), sondern darum, dass – unabhängig von der gelungenen Vorarbeit der zwei Jahre vG – JH es geschafft hat von Beginn der Saison an eine Mannschaft zu „kreieren“, die diesen Namen verdient, die kompakt wirkt, sich von Rückschlägen nicht erschüttern lässt, sondern an ihre Stärken, ihr Können glaubt und dies mit Freude gepaart auch ausleben darf. Ein Trainer hat neben Trainingsmethodiken und Bewegungslehre eben auch (wie jeder Ausbilder) auch eine wichtige menschliche Rolle zu erfüllen und da hat es bei vG gewaltig gemangelt. Klar gab es für jeden von uns in früheren Jahren die berühmten harten Hunde unter denen man (ob als Trainer oder Lehrer) unglaublich viel gelernt hat, doch freudvoll erinnert man sich doch eher an diejenigen, die die Balance gefunden haben zwischen Fordern und Fördern gepaart mit einer gewissen notwendigen Prise menschlicher Zugewandtheit, die dazu führt, dass sich der Trainer/Lehrer als Primes inter pares sieht und nicht als unerreichbare, alle anderen überragenden Persönlichkeit von geradezu gottgleicher Qualität.

    „Aber kann er (=JH) auch eine Revolution durchziehen? Das kann er nicht. Das hat aber van Gaal hingekriegt.“
    Wow, scheinst den JH ja gut zu kennen, dass Du ihm das komplett absprichst. Was genau hat van Gaal denn hingekriegt? Das berühmte Fundament, dass zum Ende seiner ersten Saison zugegebenermaßen wunderschön aussah, erfolgreich war und Hoffnung auf mehr davon machte, nur um es am Ende dann selber mit einer Mischung aus Sturheit und Narzissmus wieder Stück für Stück einzureißen. Ich kann nicht bei van Gaal alles Positive hervorheben, dass negative vernachlässigen und bei Heynckes alles Positive auf den Vorgänger schieben und für den Fall des zukünftigen Misserfolgs dann ihn alleine verantworlich machen.

    Nich falsch verstehen, ich stimme absolut zu, dass van Gaal nach Jahren des schablonenhaften, vorhersehbaren oder mitunter auch komplett taktikfreien Agierens (z. T. FM + völlig JK) frischen Wind in die Reihen des FCB gebracht hat – nur hat er ihn in seiner zweiten Saison sich auch wieder mit allen nur erdenklichen Mitteln aus den eigenen Segeln genommen. Es wäre ja auch ihm möglich gewesen nach Grundrisszeichnung und Mauernhochziehen den „Feinschliff“ zu erledigen, hat er aber nicht. Warum? Keine Ahnung.

    Im Moment hat die Mannschaft ein Gesicht, eins, auf das man sich freut, das eine hohen Wiedererkennungswert hat. Und wenn van Gaal von mir aus mit der Poträtierung dieses Gesichts angefangen hat, so hat Heynckes es doch jetzt geschafft, dass die Mannschaft sich traut dieses Gesicht zu zeigen. Und das mit durchgedrücktem Rückgrat.

  29. @chicken
    Ich bleib mal bei meinem vorherigen Vergleich. Warum hat vG den Feinschliff nicht erledigt? Weil er immer nur auf den Plan geschaut hat… hätte er einen Blick aufs Haus geworfen, dann hätte er bemerkt, dass man eine blanke Ziegelwand nicht als schlüsselfertig verkaufen kann.

    Mal ein Beispiel, wie LvG einen hervorragenden Ansatz geliefert, aber nicht ganz zuende gedacht hat:

    Positionsspiel und die Einteilung in die berühmt-berüchtigten Dreiecke.
    Das Grundprinzip: jede Position muss zu jeder Zeit besetzt sein (um Druck auszuüben und Anspielstationen für den permanenten Ballbesitz zu schaffen), die Aufteilung und Laufwege ergeben sich daraus, ob man mit oder gegen den Ball spielt.
    Soweit, so klar, so wunderbar. Hat eine halbe Saison gedauert, bis es anfing, zu greifen, dann ging die Post ab. Dank Robben auf rechts. Aber genau daraus ergab sich dann später das Problem. Dass nicht eben nur die Positionen immer besetzt wurden, sondern auch immer vom selben. Mittlerweile weiss jeder: stell gegen den Robben einen schnellen linken Aussenverteidiger und einen defensiven Mittelfeldspieler, die ihm dann etwas Tempo abnehmen und lass ihn nicht nach innen ziehen.
    Jeder von uns dachte sich doch mindestens zweimal pro Spiel „Mensch, warum klebt der Robben auf rechts, wenn sie ihn da heute schon dreimal abgelaufen haben?“. Jonker fragte sich das wohl auch – im ersten Spiel liess er die offensive Dreierkette rotieren, Robben kam auf einmal von links, mal durch die Mitte, mal über rechts und schnitt wieder mit Leichtigkeit durch die Abwehrreihen, weil er auf einmal wieder unberechenbar war. Selbiges in dieser Saison bei Ribery. Du kannst einen Kreativspieler nicht in ein Korsett pressen, ohne dass dieser im Spiel an Qualität einbüsst.

    Im Wesentlichen hält Heynckes am Positionsspiel fest, aber mit einem gravierenden Unterschied: er lässt die Positionen halten, aber nicht von den selben Spielern. Was allerdings auch ein Nachteil werden kann, wenn man gegen eine Mannschaft spielt, die agiert anstatt zu reagieren (ManUtd, Chelski, Barca, Real).

  30. Die Bayern dominieren die Liga momentan nach Belieben. Und in einer Art und Weise die einem (anderen Bundesligist) Angst macht.
    In der Form steht der Meister bald fest.

  31. Olic will wohl weg. Er sieht sich als Mittelstürmer und nicht wie Don Jupp eher als außen. Und an Gomez kommt er nur schwer vorbei.

    Offen gestanden kann ich das Verhalten nicht ganz verstehen. Er war über ein Jahr verletzt. Er ist gerade mal 3 Wochen wieder fit und spielt momentan in einer Mannschaft, die in der Lage ist mit um den CL Titel zu spielen. Für die Meisterschaft und Pokal 2012 ist man auf einem guten Weg. Das Gehalt bei Bayern ist wohl auch in Ordnung. Und was will er in Villareal?
    Vielleicht stehen ja auch Vertragsverhandlungen an. Oder er will für seinen letzten Vertrag noch mal so richtig absahnen. Denn um Titel geht es ihm augenscheinlich nicht.

  32. @Tafelrunde:
    Das beste System der Welt nutzt dir aber nichts,wenn du keine Spieler hast die da mitziehen.
    Und vanGaal hat den Leuten einfach dermassen auf die Füsse getreten ,und ihnen die Freude an ihrem Beruf genommen,das er letztendlich grossartig gescheitert ist.
    Und das war ja nun nicht das erste Mal.
    Und das dürfte auch genau der Grund sein,warum beim grossen Trainerkarussel diesen Sommer kein Verein vanGaal haben wollte.

  33. @Antikas: oder weil er von uns weiterbezahlt wird? könnte ein grund sein, oder?
    Und ich glaube auch, das er nicht allen auf die füße getreten ist….Müller zB sicher nicht.

    Und mir geht es nicht darum, irgendwen zu heiligen- sondern ihm einfach die Abnerkennung geben, uns um lichtjahre nach vorne gebracht zu haben.

    O – Ton Gomez aus der Bild (ja, der Gomez):
    Aber mit 30 Toren in 11 Spielen haben sie die meisten Treffer erzielt und Punkte (25) geholt. Platz 1 mit vier Punkten vor Schalke! Gomez, der gegen den Club schon sein 11. und 12. Saisontor machte: „Unser Spiel ist das Positionsspiel. Wir lassen Ball und Gegner laufen, müssen deshalb selbst weniger Laufwege zurücklegen.“

    Man Beachte:“ Positiosnspiel“………..das hat er sicher in Stuttgart gelernt..oder beim Jogi….

  34. @Vadder: Weil er von uns weiterbezahlt wird,hatte kein Spitzenklub Interesse an ihm? Das passt nicht.

    Der Gomez der, wenn es nach vanGaal ginge,heute nicht mehr bei uns wäre?Sorry Kumpel,aber irgendwie empfinde ich das Beispiel als schlecht gewählt.:-) Und das mein ich echt nicht böse.

    Der Ribery,der übrigens auch nicht mehr bei uns wäre,wenn es nach vanGaal ginge,hat sich heute (oder gestern) auch geäussert zu den Unterschieden zwischen den Trainern was Ansichten und Trainingsarbeit anging.Kannst dir denken welcher Trainer da deutlich besser weg kam,oder?

  35. @Antikas: wieso schlecht gewählt? Das Positionsspiel wovon heute auch gomez profitiert, hat LvG eingeführt. Und sonst keiner. Und eben weil Gomez ja eigentlich schlecht auf LvG zu sprechens ein müsste, lobt er damit indirekt seinen „vergrauler“.

    Und zu LvG: Vielleicht hatte van gaal kein interesse seinen bezahlten Urlaub abzubrechen?? Das meinte ich.

    Und nochmal: Wenn es für Ribery wirklich ein Horrendes Angebot gab, als 50 mio plus x, dann hätte ich damals auch verkauft. Und damals wollte Ribery auch weg, das war sogar schon vor LvG Zeiten…er hat immer damit gespielt…

    Van gaal wollte damlas ja auch angeblich Schweinsteiger verkaufen. dabei hat er nur gesagt: wennd as Angebot passt (ao ebenfalls horrend hoch) und der Spieler will, dann müsste mann ihn gehen lassen… Und das war nur logisch gedacht, aber unsere Granden haben das natürlich anders gesehn…

    Wenn wir anch der saison für Robben oder Ribbery ein mancity Angebot bekommen würden, dann bitte verkaufen. Und für das Geld 3 neue, junge Topleute holen- aber das ja nur meine Meinung.

    Letztendlich können wir noch jahre rumwerkeln. Du bist froh das er weg ist, ich bin froh das er da war. Unentschieden?? =O)

    PS: Wenn Olic wirklich weg will- ja bitte- Aber hoffentlich schlagen wir auch noch genug Kohle raus. Und holen den Reuss dann schon im winter.

  36. @Vadder:
    Gomez war vor vanGaal ein Topstürmer mit einer Wahnsinnsquote,und er ist nach vanGaal ein Topstürmer mit einer Wahnsinnsquote.
    Jetzt zu sagen, er ist ein Topstürmer mit einer Wahnsinnsquote wegen oder dank vanGaal ist halt in meinen Augen Quatsch.

    Ich hatte schon verstanden wie du das mit seinem bezahltem Urlaub meintest,aber ich hab kein Interesse von irgendeinem Verein an vanGaal vernommen.So meinte ich das.
    Gab auch mal irgendwo einen Kommentar dazu,das vanGaal sich für die Topteams selbst uninteressant gemacht hat,weil er beim FCB eben aufgetreten ist,wie er aufgetreten ist.

    Ich war auch froh das er da war.Ich hatte auch Hoffnung auf eine neue Ära.Aber vanGaal hat einfach zu schnell mit dem Arsch eingerissen,was er mit den Händen aufgebaut hat.

  37. Van Gaal war nach seiner Zeit bei Barca technischer Direktor bei Ajax und ab 2005 bei Alkmaar. Ich wüsste nichtmal, welcher namhafte Verein – außer dem FCB – sich vorher für ihn interessiert hat.

    Ja, jetzt kann man wieder über seine Arbeit in Alkmaar philosophieren, aber bitte nicht ernsthaft den Vergleich mit dem FCB anstrengen.

    Im Grunde ist es doch auch müssig, wer wieso und wegen wem aktuell spielt wie er spielt. Kroos hat van Gaal ja auch auf der 6 gesehen…

    Ich glaube an ihm wird keine ernsthafte Vereinsmannschaft mehr Interesse haben – u.a. wegen seiner dahingehenden Äußerungen. Und für den Fall der Übernahme einer NM bin ich schon jetzt gespannt. Wie will er da in der wnigen Zeit seine Philosophie implementieren?

    Davon ab, dass sein Verhalten weder team- noch vereinsorientiert war („Uli, danke, dass Sie mir das so offen sagen, aber ich mache, was ich will“). So kann man heute mit seinem Arbeitgeber nicht umgehen. Vielleicht in Holland, aber nicht beim FCB. Stichwort „One-Man-Show“. Schon allein deswegen gehören ihm die heutigen Leistungen aus meiner Sicht (!) kein Funken angerechnet. Er wollte es ganz alleine machen, er hats alleine verkackt, er muss alleine die Konsequenzen tragen. Punkt. 3. Akt Ende.

  38. Van Gaal hat dem HSV vor kurzem abgesagt, berichteten die Medien.

    Niemand will Van Gaal zurück. Aber gewiss will auch niemand die Zeiten zurück, als wir international chancenlos spätestens im Viertelfinale gegen die Milans, Chelseas und Barcas ausgeschieden sind.

    Und wenigstens das sollten wir ihm anrechnen: er hat Bayern in die europäische Spitze zurückgebracht (und ohne sein Ego wäre das wohl nix geworden).

  39. @ribben:
    Einspruch euer Ehren. Van Gaal hat Kroos regelmäßig auf die 10 gestellt, wofür er auch hier Blog regelmäßig einen drüber bekam, wahrscheinlich auch von dir und antikas. Damals hieß es hier immer, Kroos sei nunmal kein 10er, da gehöre eher Müller hin usw. Genau so wie man vG nicht im Nachhinein glorifizieren sollte, so sollte man ihm aber auch nicht alles schlechte andichten.

    JH hatte Kroos zumindest in Leverkusen eher auf dem Flügel gesehen. Der große Vorsprung den JH gegenüber vG hat, ist aber eben der, nicht beratungsresistent zu sein. Er kann auch Dinge die bei anderen funktioniert haben übernehmen, ohne dass ihm dabei ein Zacken aus der Krone bricht.

    Ich denke, wenn man die paar Spiele unter JH nach Klinsmann mit den paar Spielen bisher nach vG vergleicht, sieht man eindeutig, wie sehr vG das Spiel der Bayern beeinflusst hat. Wenn man das objektiv betrachtet, wird man das auch zugeben müssen, egal wie sehr man vG ablehnt.

    Und eigentlich ist das ja auch gut so. Es ist mir viel lieber, wenn ein Trainer einen Verein weiterentwickelt, indem er positives übernimmt und negatives verbessert, statt dass nach jedem Trainerwechsel die Mannschaft komplett umgekrempelt würde.

    Insgesamt ist es rückwirkend betrachtet, die richtige Entscheidung gewesen, vG rauszuschmeißen. JH ist der wichtige und richtige Schritt um den FCB weiter voranzubringen.

  40. @Derfippo
    meinst du den Kroos, der jetzt bei Lazio wieder regelmäßig trifft? 😉

  41. @ ribben
    Nein, der Miro war unter vG höchstens Aushilfs-Aushilfs-10-er. Irgendwer musste doch schließlich auch in die Sturmspitze. Und Gomez hat ja unter vG so gut wie nicht gespielt, oder? 😉

  42. „Van Gaal hatte sich schon vor einigen Tagen zu Kroos‘ Position in seinem Team geäußert: Er müsse sich mit Klose und Müller um die Position hinter dem vordersten Stürmer streiten. Wenn Müller nun auf die rechte Seite rücken sollte, wäre der Weg für Kroos frei. Klose ist gelernter Stürmer und kein offensiver Mittelfeldspieler, konnte van Gaal zudem schon in der vergangenen Saison nicht dauerhaft überzeugen.“

  43. Dafür hat er dort aber oft gespielt. Auch Schweinsteiger hat er dort ausprobiert. Kroos hat er doch im wesentlichen links spielen lassen, als Ribery lange verletzt war.
    Im Grunde auch wurscht wo, Kroos hat unter ihm nicht halb so gut gespielt als heute. Aber da ist er ja auch nicht der einzige.

  44. @ #40, antikas

    Dann ist Dein Ribery-Beispiel, und dass er mit vG nicht mehr bei uns wäre, nicht besser – immerhin hat er nach der ersten Saison unter van Gala seinen Vertrag vorzeitig bis 2015 (!) verlängert.

    Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen. Wer meint, unter vG wär alles toll gewesen, der sehe sich nochmal das Achtelfinal-Rückspiel gegen Inter oder die beiden Partien gegen Dortmund in 2010/2011 an.

    Wer meint, vG hätte das Team nicht signifikant besser aufgestellt, dem sei ein Spiel unter Klinsmann empfohlen (wahlweise das Spiel in Barcelona, in Wolfsburg oder zuhause gegen Werder… mit so tief hängendem Kopf hab ich seit 1999 kein Stadion mehr verlassen). Und auch unter Hitzfeld finden sich ein paar Perlen (St. Petersburg oder das Spiel in Cottbus).

  45. Ach Leute. Man kann einfach mit Argumenten nichts ausrichten gegen Meinungen.

    Auf der einen Seite sind die sehr emotionalen Fans, die den guten Louis am Anfang gnadenlos verdammten ob seines Ballsicherheitsspiels, dann in den Himmel gejazzt haben (als es lief) und ihn zum Schluss vom Hof gejagt wissen wollten im Einklang mit der Clubführung. Auf der anderen Seite sind die, die etwas nüchterner an die Sache rangehen und zugestehen, dass van Gaal ja doch was bewirkt hat.

    Sich nun in Diskussionen über vergangene Aufstellungen zu ergehen, ohne die damals jeweiligen Personalsituationen einzubeziehen, ist doch müßig. Ebenso wenig zielführend ist das erneute Polemisieren über die Schwächen von van Gaal bzgl. seiner Interpretation der Trainerrolle.

    Was allerdings schon nervt, ist die ausschließliche Konzentration auf die kurzfristigen Ereignisse und v.a. Ergebnisse. Denn auch im Fußball gibt es mittel- und langfristige Entwicklungen, die im Auge behalten werden sollten. Und dieses zu beachten, genau hier mangelt es beim Großteil der Beteiligten: bei den Verantwortlichen, bei den Medien sowieso, aber auch bei den Fans. Obwohl gerade letztgenannte Gruppe doch meist nach langfristigen Konzepten schreit.

    Wer immer nur seiner eigenen, an den Ergebnissen ausgerichteten Emotionalität nachgibt, übersieht zwangsläufig die langwierigen Prozesse, deren Verinnerlichung für eine Mannschaft so unendlich wertvoll sein können, wie wir sie z.Zt. beim FC Bayern erleben dürfen.

    Das alles hat nichts mit den punktuellen Fehlern eines van Gaals oder den generellen Fähigkeiten eines Heynckes zu tun. Es muss aber doch erlaubt sein, den Blick etwas mehr in die Umlaufbahn, sprich auf eine etwas weitsichtigere Perspektive einzufordern.

    Der Holländer hat zweifelsohne hingekriegt, was seit gefühlten Ewigkeiten gefordert wurde. Nämlich eine Grundsystematik, eine Philosophie, ein Spielverständnis, auf dem sich sehr gut aufbauen lässt. Und mit dem – wenn es so wie von Don Jupp aufgegriffen wird – trefflich Spiele auf Atem beraubende Weise gestaltet werden können.

  46. @ tafelrunde: WORD.

    @ all: Ich habe noch keinen besseren FCB gesehen – zumindest keinen der mir mehr Freude beim zusehen bereitet. Irgendein diffuses Gefühl, das Spiel könnte noch besser sein gab es trotz zahlreicher Siege und Titel eigentlich immer – das sind nunmehr auch fast 20 Jahre.

    Heute beeindruckt mich am meisten, die Art, wie die Mannschaft ihr Spiel dosiert. Hatte man in den ersten Spielen nach Gladbach noch das Gefühl, dass doch noch mehr gehen muß, komme ich immer mehr zu dem Schluß, dass es unser Mannschaft schon ‚damals‘ verstanden hat, zur rechten Zeit, das rechte zu tun – Stichwort: Spielinteligenz!

    Ein Punkt, den man Don Jupp wohl zurechnen muß – keinesfalls widerwillig.

    Aber glaubt denn hier wirklich irgendjemand, dass ein Jupp aus Leverkusen kommend, den ich weiß nicht wievielten Frühling erlebend, Hand, Zauberstab oder was auch immer auflegend, innerhalb von wenigen Tagen Vorbereitung, mit Hilfe punktueller Verstärkungen, die Mannschaft in andere Sphären zu beamen vermag????

    Ausdrücklich möchte ich auf die überaus freudige und wohlwollende 😉 Begrüßung des Hexenmeisters Don Jupp und der punktuellen Verstärkungen insbes. hier im Forum verweisen.

    Da gabs, meine Person eingeschlossen, Rantus ausgenommen wenig positive Reaktionen.

  47. @Tafelrunde: Also ich will ja nicht gehässig sein,aber nach langfristigen Konzepten hast vor allen Dingen du geschrien.Du warst doch mit vanGaal bereit Jahre ohne internationalen Wettbewerb in Kauf zu nehmen,um ein System im Verein zu installieren“das nun mal Geduld erfordert“.

    Und dann gab es eben die Gegenstimmen die meinten,das es völlig ausreicht ein paar vernünftige Transfers zu tätigen und den richtigen Trainer zu finden,weil das vorhandene Spielermaterial besser ist als das was vanGaal letztendlich draus macht.

    @DerFippo: Ich hab das eigentlich eher so in Erinnerung das Kroos ständig den Notnagel auf allen möglichen Positionen spielen musste,und vanGaal ihn eigentlich selten 2x hintereinander auf derselben Position aufgestellt hat,und dafür massiv kritisiert wurde.

    @Faulerbeamter: Ribery hat seinen Vertrag verlängert,aber vanGaal wollte ihn loswerden.

  48. Mein Eindruck ist, dass hier einfach zwei Seiten aneinander vorbei reden. Das Argument dafür, dass Van Gaal zu den jetzigen guten Leistungen beigetragen hat, war doch, dass er für Fortschritte in Sachen Taktik, Positionsspiel usw. gesorgt hat.
    Wenn dann darauf geantwortet wird, dass unter Van Gaal jedoch manche Spieler unzufrieden waren oder man sich daraun aufhängt, ob sich ein bestimmter Spieler unter Van Gaal weiterentwickelt hat, hat das doch nichts mit dem Argument zu tun und entkräftet es dadurch nicht.
    Auch wenn manch einer vielleicht einen Hass auf Van Gaal hat, muss man deshalb doch nicht alles Schwarz Weiß sehen, sondern kann ihm doch seine Verdienste lassen, die man deutlich sieht, wenn man sich anschaut, wie unter und nach Van Gaal der Ball zirkuliert im Vergleich zur Zeit vor Van Gaal.
    Super fand ich den Hinweis von faulerbeamter wie groß die Unterschiede sind zwischen den jetzigen Spielen unter Heynkess und den Spielen in seiner vorigen Amtszeit direkt nach Klinsmann.
    Das ändert natürlich nichts daran, dass Van Gaal Fehler gemacht hat und Spieler unzufrieden waren, gar keine Frage. Aber wie gesagt: Das ist unabhängig von seinen Verdiensten in anderen Bereichen, die viel grundlegenderer Natur sind und sich nicht dadurch wegargumentieren lassen, dass man wieder und immer wieder auf einzelnen Spielern rumreitet.

  49. @Candis:
    Mein Punkt ist der,das wir aktuell auf 6 Positionen verändert sind in der Stammformation,im Vergleich zur Zeit unter vanGaal.
    Das sind meiner Meinung nach deutlich zu viele Positionswechsel um zu sagen,das momentan 11 Leute super spielen sei noch mit ein Verdienst vanGaals.
    Für mich liegt das Erfolgsgeheimnis halt eher bei Heynckes,der es geschafft hat bei den verbliebenen Spielern Freude und Einsatzbereitschaft zu wecken,der neue Spieler hervorragend integriert hat,und der es geschafft hat unsere Defensive eine Macht werden zu lassen.

  50. Erstaunlicherweise wurde nach dem Spiel gegen Hannover in den Kommentaren überhaupt nicht über van Gaal diskutiert, aber nach jedem Sieg haben wir offenbar nichts besseres zu tun. Solange hier Lagerbildung im Sinne von van Gaals Einfluss auf den aktuellen Erfolg ist riesig vs. van Gaals Einfluss ist nichtig betrieben wird, kommt man sowieso zu keinem Ergebniss. Wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo in der goldenen Mitte.

  51. @ande
    stimmt. Man erinnert sich halt als erstes immer an das Gute.

    @Derfippo
    Nur der Vollständigkeit halber und weil ich heute ein wenig Zeit hatte:
    Kroos hat unter vG wie folgt auf der 10 gespielt:

    1. Spieltag Wolfsburg 73 Minuten
    3. Spieltag Bremen 45 Minuten
    9. Spieltag Hamburg 90 Minuten
    10. Spieltag Freiburg 90 Minuten

    Dazwischen hat er mal links und mal rechts gespielt. Danach im Grunde nur noch auf der 6.
    Hauptsächlich spielte dann Schweinsteiger auf der 10 und nach Robbens Rückkehr auch mal Müller.

    Ich kann mich noch erinnern, wie ich der Meinung war, dass Kroos van Gaals Interpretation des Wingers (an der Linie kleben) aufgrund mangelnder Schnelligkeit nicht spielen kann und in LEV hauptsächlich halb links mit Zug in die Mitte agierte.

    Sei´s drum. Heute wissen wir, dass die offensive Position in der Mitte (8 oder 10) seine beste ist und seine Stärken (Ballsicherheit, Passspiel, Schusskraft und Fußballverstand) am besten zur Geltung kommen. Das wir das wissen, verdanken wir JH.

  52. @ ribben
    Das ist dann wahrscheinlich die berühmte selektive Wahrnehmung. Zwar erinnerte ich mich auch an Schweinsteiger auf der 10, war aber sicher, dass das höchstens 2-3 Spiele gewesen sein könnten. Die restlichen Spiele der Hinrunde hatte ich Kroos auf der 10 in Erinnerung. Müller war ja immer dann auf der 10, wenn Rib und Rob beide an Bord waren, so wie es ja zu Beginn dieser Saison auch aussah. An Kroos auf dem Flügel habe ich keine Erinnerung (wahrscheinlich verdrängt), wird aber schon so sein, wie du sagst.

    Was ich auch nicht mehr wusste, war dass diese längere Phase mit Klose auf der 10 bzw als hängende Spitze erst unter AJ aufkam.

    @ antikas
    Du hast recht, dass wir was die Startaufstellung angeht auf 4-6 Positionen verändert sind. Trotzdem mussten nur 3 Spieler in das bestehende System integriert werden und Neuer kann man dabei ein bisschen ausklammern, da er ja mehr oder weniger sein eigenes (Torwartspiel-) System mitgebracht hat. Alle anderen Spieler kannten doch…

    Ach was soll’s: du hast schon recht. JH hat dieser Mannschaft ein völlig neues und vorher nicht dagewesenes System eingehaucht. Und dies auch noch innerhalb einiger weniger Wochen. Lasst uns ein Hosianna singen, dass ihm dieses System nicht schon früher eingefallen ist und er nicht schon Leverkusen in diese Sphären geführt hat. Aber dadurch, dass er sich das ganze erst in der Sommerpause ausgedacht und der Mannschaft eingeimpft hat, wird die Leistung von JH umso beeindruckender.

  53. Mich wuerde mal interessieren, wie massgeblich Don Jupps Einfluss auf die Einkaeufe dieser Saison war. Man muss ja zugestehen, dass Bayern historisch betrachtet eher durchschnittlich im Perlentauchen war, sprich, wir haben so gefuehlt einen guten unter drei Transfers gehabt und regelmaessig viel Geld verpulvert.

    Diese Saison haben wir uns allerdings absolut bombig verstaerkt. Neuer, Boateng, Rafinha haben sich bisher alle als Toptransfers herausgestellt, Usami, Petersen muss man noch abwarten, war aber jedenfalls kein wildes Kohleversenken wie bei Breno. Es kann jedenfalls keinen Zweifel geben, dass LvG auf dem Transfermarkt kein glueckliches Haendchen hatte (Pranjic, Braafheid, Gomez verkaufen…)

  54. @DerFippo: Also selbst wenn man dieses System noch vanGaal zuschreiben will,(was ich einfach für falsch halte,weil vanGaal den bedingungslosen Offensivfussball gepredigt hat,und Heynckes mehr Wert auf die Null hinten legt),dann muss man doch einsehen,das es unter Heynckes funktioniert und das es unter vanGaal nicht mehr funktioniert hat.

  55. … Wenn man bedenkt, was wir momentan für Probleme haben (müssen), wenn wir hauptsächlich darüber diskutieren, welcher Trainer nun hauptverantwortlich dafür ist, dass wir sehr befriedigenden oder auch überaus geilen Fußball sehen dürfen … 😉 worüber will man denn dann wirklich klagen?

    Sicher darf jeder seine eigene Meinung vertreten und die Sache so sehen, wie er es für richtig hält (Tu ich ja auch). Fasziniert bin ich nur (und bleibe es auch), von denen, die so sehr darauf drängen alles Positive vG anzuhängen und aus JH nicht mehr machen zu wollen als einen Verwalter des van Gaalschen Reichtums bzw. der ausschließich van Gaalschen HInterlassenschaft, sich dabei allerdings bewundernswert talentiert zeigen alles Negative aus der vG-Ära mehr oder weniger zu verdrängen.

    @derfippo #58: Schon klar, dass dein letzter Absatz (vermutlich) ironisch gemeint ist, dennoch erlaube mir die Frage: Was genau wirfst Du denn JH vor? Dass er das geschafft hat (innerhalb der kurzen Phase der Sommerpause), was van Gaal NICHT geschafft hat –> nämlich den Ballbesitz positiv zu nutzen, das Spiel schnell zu machen, den Spielern die Freude am Tun wieder zu geben, indem er ihnen die Freiheiten lässt, die selbständige und selbtsbewusste und gute Spieler brauchen und NICHT den Ballbesitz zum alleinigen Zweck zu erklären, die Spieler in Schablonen pressen, die ihnen nicht passen, ihnen die Freiheiten nehmen, damit der einzige Plan, den der Meister selber hat, eventuell funktioniert, damit aber den Spielern alles nimmt zu reagieren, wenn Plan A nicht funktioniert, da eben kein Plan B vorhanden ist. (Und du wirst zugeben müssen, dass es in der letzten Saison oft genug genau diese Planlosigkeit gab – mit bekannt negativen Auswirkungen.)

    Nicht falsch verstehen, ich will nicht alles verteufeln, was mit van Gaal zu tun hat (und hatte gehofft, dass er mit jedem Jahr weiter stabilisierend wirken könnte und wurde enttäuscht, als sein Ego einfach zu groß wurde), bin dankbar für die notwendigen, neuen Impulse, die van Gaal gesetzt hat und die immer noch nachwirken, allerdings ziehe ich den Hut vor JH, wie er es geschafft hat in relativ kurzer Zeit, die guten Dinge zu verstärken und die schlechten auszumerzen. Dafür verdient er höchsten Respekt.

    So, bevor man’s noch vergisst vor lauter Meinungsunterschiedlichkeitmitteilungslust – morgen geht’s gegen Neapel. Ich freu mich drauf.

  56. @chicken und antikas
    Ich glaube eigentlich sind wir sehr dicht beieinander.

    Ich bin der Meinung, das vG sehr großen Fußballsachverstand und eine tolle Idee hat, wie eine Mannschaft spielen soll. Er hat aber ein ebenso großes Ego, welches er gestreichelt haben will und ist dazu menschlich, ich drücke mal vorsichtig aus, schwierig. Er hat viele Fehler gemacht im Umgang mit Spielern und Vereinsführung und deshalb ist es nur konsequent und richtig, dass er nicht mehr Trainer ist.

    JH werfe ich überhaupt nichts vor. Im Gegenteil bin ich heilfroh darüber, dass er sich entgegen meiner Befürchtung als richtig guter Trainer herausgestellt hat, der es vor allem versteht, die Spieler zu motivieren und gut aufs Spiel einzustellen. Dass es auch bei JH den ein oder anderen im Kader geben mag, der mit ihm nicht so klar kommt, geschenkt.

    Insgesamt bin ich, wie oben schonmal geschrieben, heilfroh, dass mit JH ein wichtiger weiterer Schritt Richtung Weltklasse beim FCB gegangen wurde.

    Ich hatte nur etwas dagegen, dass hier von einzelnen dargestellt wird, dass alles was vG gemacht und hinterlassen hat, schlecht ist. Andersrum ist es sicher genauso, dass JH nicht bloß Verwalter der vG-schen Hinterlassenschaft ist. Ganz im Gegeteil. JH hat es verstanden die viel versprechenden aber eben auch zum Teil gescheiterten Ansätze von vG weiterzuführen, abzuändern und vor allem wieder zurück in erfolgreiche Bahnen zu lenken.

    Und von daher sehe ich uns alle hier garnicht so weit auseinander, in Bezug auf vG und JH.

    Im Bezug darauf, dass der aktuelle FCB einfach Spaß macht und wir hoffen, dass es genau so noch möglichst lange weitergehen soll, sind wir uns wohl eh einig.

  57. Also das würd ich so unterschreiben.
    Ich halte es halt nur für Quatsch so tun als wenn JH sich in das gemachte Bett von vG gelegt hätte,und nur noch die Früchte seiner Arbeit abgreifen müsste.

  58. @Antikas:
    Wenn du unter Van Gaal nicht mehr als bedingungslosen Offensivfußball und unter Heynkess nicht mehr als mehr Wert darauf legen die Null zu halten erkennen kannst, ist es wahrscheinlich müßig weiterzudiskutieren.
    Ich bin wahrlich kein Fachmann, aber selbst ich kann einige Gemeinsamkeiten zwischen dem Fußball unter Van Gaal und dem unter Heynkess erkennen.
    Mir geht es nicht darum Heynckes Verdienste um die jetzigen Erfolge zu schmälern, denn er hat auch für mich den größten Anteil am jetzigen Erfolg. Mir geht es nur darum anzuerkennen, dass auch Van Gaal seinen Beitrag dazu geleistet hat. (was komischerweise auch jede Seite, die irgendetwas mit Fußballtaktik zu tun hat, erkannt hat, siehe spielverlagerung und co)

    Das bestreitet übrigens auch Heynckes nicht, wie hier nachzulesen ist:
    http://www.fussball.de/heyncke.....0214/index

    Zum Thema zweite Saison unter Van Gaal:
    Klar hat Van Gaal seinen Anteil an den schlechten Leistungen in seiner zweiten Saison. Nur was man dabei nicht unter den Tisch kehren darf ist, dass vor der Saison eine Wm stattfand. Ich denke ohne das Verletzungspech, vor allem in der Verteidigung, sowie mit ausgeruhten Spielern und ohne Spieler, die eine Formkrise erwischen. wie einem Badstuber, kann die Saison auch ganz anders laufen.
    Hat ja schon Tradition, dass wir in der Saison nach Turnieren schlecht aussehen.
    Ohne einen Van Gaal wären ein Badstuber und ein Müller jedoch wahrscheinlich gar nicht erst zur Wm gefahren.
    Trotzdem bin ich froh, dass wir jetzt Heyckes haben, der all das ausgemerzt hat, was unter Van Gaal noch nicht gestimmt hat, und freue mich auf eine gute Partie und hoffentlich einen klaren Sieg gegen Neapel.

  59. @Antikas:
    Dann passt ja alles und wir sind gar nicht so weit voneinander entfernt wie ich dachte.

  60. … jetzt fehlt nur noch, dass K1974 ein Loblied auf Nerlinger heiser anstimmt und ihm den Abstieg der Zweiten in die Regionalliga verzeiht. Dann zünde ich eine Kerze an, dann ist wohl Weihnachten.

  61. Ist doch schön, wenn wir alle so nah beieinander sind und uns verstehen … 😉 . Also einfach weiter Spaß haben am Spiel der Bayern und auf morgen freuen.

    @Der General: Eher friert glaube ich die Hölle zu …

  62. Naja, es werden ja auch an Allerheiligen Kerzen angezündet, und für das o.g. Szenario müssten wohl Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen oder wirklich die von @chicken zitierte Hölle zufrieren.

    Anderes Thema: Champions League!

    Werde mir heute Abend (voraussichtlich sehr genüsslich und entspannt) die Auftritte der 2 deutschen Teams ansehen, die nicht durch die Quali mussten.
    Vermutlich werde ich mir überwiegend den BVB geben, zumindest solange es spannend ist oder Piräus führt.

    Ich unke mal, dass Leverkusen in Valencia eine auf den Sack bekommt und Dortmund zu Hause (mit Mühe und Not) gewinnt. Wenn nicht, komme ich aus dem „Schmunzeln“ nicht mehr raus, um es vorsichtig auszudrücken.

    Aber warten wir mal ab, was passiert.

  63. Dortmund soll wenigstens noch Dritter werden, damit sie neben Bundesliga und Pokal mich was zu tun haben.

  64. Habe gerade in die Kristallkugel geschaut und gesehen, dass wir bei Arsenal gewinnen und gegen Marseille ins Achtelfinale einziehen. Und kurz vor Weihnachten stutzen wir die Düsseldorfer im Pokal.
    Und ja, es hätte für Götze Elfer in Stuttgart geben müssen, aber so ist (und bleibt) der Fußball. Tolles Spiel. Und auch tolles Spiel der Bayern gegen die Nürnberger (die aber auch völlig überfordert waren). So kann es in die Liga weitergehen …
    Lass mich überraschen, ob ihr morgen gegen Neapel schon alles klarmacht …

  65. Müsst ihr auch, denn ein Punkt reicht bei gleichzeitigem Heimsieg von Marseille gegen Piräus ja schon nicht (mehr).
    Aber mit einem 3. Platz der Dortmunder könnte ich gut leben. Dann könnt ihr euch wenigstens noch bis ins Frühjahr in den Niederungen Europas rumärgern. 🙂

  66. @Ribben: Bin mir gar nicht so sicher, ob Marseille so ohne weiteres zuhause gegen Piräus gewinnt. Piräus kämpft auch noch um Platz 3. Unentschieden wäre natürlich das Beste. 😉

  67. @Alexander44: Tja, Unsicherheit ist wohl bis hierhin leider das vorherrschende Gefühl in dieser Dortmunder CL-Saison und wird es vermutlich bis Ende der Vorrunde auch bleiben. Trotzdem von meiner Seite aus daumendrück für die weiteren Spiele.

    Wollen wir mal hoffen, dass die Bayern ihre gute Ausgangslage nutzen und heute abend ihrerseits für ein wenig Sicherheit sorgen …

  68. @Alexander44: Ich bin mir allerdings zu 100% sicher, daß Piräus gestern um einen Elfmeter betrogen wurde. Ich brauche auch keine Kristallkugel… Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, daß ihr im Frühling in der EuroLeague dabeiseid.

  69. Ende

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