Die Bayern stehen im Viertelfinale!

Schön!

Und diesmal konnte auch kein Hamburger, oder Temporär-Sympathisanten etwas dagegen sagen…
😉

Nein, mal im Ernst, das Spiel war sehr fad‘, vor allem in den ersten 50 Minuten, obwohl auch da schon die Bayern die besseren Chancen hatten, in Halbzeit zwei und der Verlängerung schafften es die Bayern dann zusätzlich den Druck kontinuierlich zu steigern und man hatte den Eindruck, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis die Bayern in Führung gehen würden!

Fast hätte diese Defensiv-Taktik des HSV, die offenbar von Anfang an nur das Ziel des Elfmeterschießens hatte, geklappt, aber tatsächlich ging dann doch mal einer der zahlreichen Schüsse aufs Tor ins Tor

Schon unglaublich, was Kirschstein da so alles für Bälle von der Linie geholt hat, auch Hamburger Beine waren zahlreich vertreten bei bayerischen Torschüssen, aber auch in diesem Spiel galt eine der Grundregeln im Fußball:

Wenn Du keine kompletten Mannschaftsteile hast, kannst Du nicht gewinnen – und wer würde behaupten, dass die Rauten-Kicker gestern mit einem Sturm angetreten sind?!

Mir ging heute noch so durch den Kopf: Was wäre, wenn es in der Bundesliga eine Mannschaft gäbe, die die Abwehr des HSV und den Sturm von Werder hätte?

Naja, dann könnten die Bayern sich auf den zweiten Tabellenplatz vorbereiten, aber zum Glück gibt es so ein Team ja auch noch nicht – die Bayern selbst wären vielleicht ein Kandidat dafür, dagegen spricht aber die häufige Lustlosigkeit der Darbietungen der Magath-Schützlinge…

850 Millionen Euro verbrannt!

Nein, falsch, lt. Volker Pispers ist das Geld der Premiere-Aktionäre „nicht weg, es hat nur jetzt jemand anderes…“

Aber so eine Zahl ist schon nicht schlecht, Dauergrinser Kofler alleine hat schon 120 Millionen Euro verloren!

Was andere verzweifelte Anleger jetzt so alles machen können, wird hier sehr plastisch beschrieben – ich für meinen Teil fühlte mit an die Blasen erinnert, die 2000 alle am neuen Markt geplatzt sind und ja, ich konnte eine gewisse Freude nicht verbergen, ich, der Ex-Premiere-Abonnent, der schon dachte in Zukunft vom Fußball abgeschnitten zu sein!

Jetzt ist es die Premiere AG, die vom Fußball abgeschnitten wurde, auch wenn es schon wieder erste Gerüchte gibt, die den Abschied nicht so schmerzhaft sehen für die Münchner, obwohl sie immer noch als Übernahmekandidat gehandelt werden…

Warten wir einfach mal ab, was tatsächlich zum Saisonstart 2006/07 auf dem Tisch liegt und wo, bzw. ob ich die Bundesliga live im TV sehen werde…

Man kann von der

Vertragsverlängerung von Oliver Kahn halten was man will, sie für gut oder schlecht halten und manche Journalisten freuen sich mit Sicherheit, zwei weitere Jahre am Torhüter des FC Bayern 25% ihrer „journalistischen“ Tätigkeit ausrichten zu können.

Ein Vertreter Letzterer ist der einschlägig bekannte Oliver Fritsch, der in seinem heutigen if-Newsletter einmal mehr seine Künste zelebriert..

Um das nochmal klarzustellen, ich habe nichts gegen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema FC Bayern im allgemeinen und Oliver Kahn im speziellen, aber bei Fritsch gewinnt man immer und immer wieder den Eindruck, dass er seine Zeitungen geradezu nach Meldungen durchsucht, die in dieses – sein – Weltbild passen, so auch heute:

Er zitiert Matti Lieske (BLZ), der Oliver Kahn für einen antiquierten Torhüter von gestern hält, der keinen modernen Fußball spielt, sondern zur alten Schule und somit weg gehört (vor allem aber nicht bei der WM ins Tor) – wie gesagt, diese Meinung kann man teilen, muss man aber nicht, meine Meinung zu diesem Thema sollte bekannt sein – den Vogel schießt Fritsch aber ab, als er diesen Bericht um ein Zitat der 11 Freunde erweitert:

Von den 11 Freunden hört man: „Oliver Kahn wird 2006 deswegen im Tor stehen, weil er die besseren und mächtigeren Fürsprecher hat als seine Kontrahenten: seine Vorgesetzten vom Branchenführer Bayern München und dessen Freunde, Gehilfen und Soldaten in Medien und Öffentlichkeit. (…) Der Beste muss spielen, nicht der mit den meisten, lautesten und stärksten Freunden.“

Jetzt könnte man denken, klasse, da hat Fritsch aber gut recherchiert und einen Bericht gefunden, der den darüber zitierten prima ergänzt – dumm an der Sache ist jetzt nur, dass obiger Bericht zwar tatsächlich in Ausgabe 49 der 11 Freunde steht, der Autor dieses Berichtes aber Oliver Fritsch höchstselbst war!

Wie nennt man sowas in der Journalisten-Sprache?

Ein Perpetuum mobile?

Ich für meinen Teil war halt ziemlich sprachlos, als ich diese süße Kleinigkeit entdeckte…

Und für alle, die immer noch denken, ich wäre völlig kritikunfähig, oder würde nur, mir und meinem Verein wohlgesonnene Medien konsumieren, sei erwähnt, dass ich letzte Woche sogar ein Abo der 11 Freunde abgeschlossen habe, obwohl, oder vielleicht gerade weil einer wie Fritsch dort die erwähnte Kolumne hat!

Aprospos Bekloppte:

Machen wir es kurz:

Kleines, dickes Ailton, zuletzt noch Feuer und Flamme für seinen Verein, ist inzwischen doch von ihm entlassen worden, nachdem er sich wie ein kleines Mädchen davonschleichen und in seine Heimat fliehen wollte

Was lange währt, wird endlich gut. Wieder und wieder hatte Ailton versucht, seinen Rauswurf bei Besiktas Istanbul heraufzubeschwören, jetzt hat es endlich funktioniert. Der Plan des Brasilianers war absolut wasserdicht: Er wollte einfach zum Flughafen fahren und verduften.

Ich bin mal gespannt, welcher deutsche Verein selbst bekloppt genug ist, diesen Typ zu verpflichten – nein, Mainz nicht, falls irgendjemand diesen Wortwitz falsch verstanden hat…

Neulich in einer Boulevard-Sport-Redaktion:

Chef vom Dienst: „Verdammt, jetzt hatten wir schon zwei Tage keine Bayern-Story mehr!“

Redakteur: „Naja, ist ja bald Winterpause und das Thema Transfers ist ja auch irgendwie durch…“

CvD: „Wie bitte? Was ist das denn für eine Einstellung? Bayern ohne tägliche Meldung gibt es nicht – merken Sie sich das mal endlich!“

R: „Aber…“

CvD: „Ende der Diskussion! Also was haben wir?“

R: „Na nix!“

CvD: „Sie sind entlassen! Sie da, aufwachen, was haben wir heute?“

R2: „Also die Stadionzeitung vom AS St. Etienne, ‚La Gazette des Verts‘, hat ein Interview abgedruckt.“

CvD: „Nicht schon wieder so ein italienisches Provinzblatt!“

R2: „Der AS St. Etienne spielt in Frankreich.“

CvD: „Und was hat das mit den Bayern zu tun?“

R2: „Na das ist der Ex-Klub von Willy Sagnol. Das Interview wurde mit ihm geführt.“

CvD: „Na endlich kommen sie mal auf den Punkt, Mann! Will er wieder zurück?“

R2: „Nein. Er redet da über Juventus Turin.“

CvD: „Warum redet er darüber nicht mit uns?! Wir sind schließlich Größten!“

R2: „Sieht so aus, als ob man daraus eine Story drehen kann, er sagt mehr oder weniger, dass er zu Juve wechselt.“

CvD: „Na also, aber wir müssen ’ne ganze Seite füllen, wer will also noch wechseln? Leute, ich muss euch doch wohl nicht daran erinnern, dass wir hier ’ne Serie am Start haben, oder? Die Serie ‚die Bayern bluten aus‘, besser bekannt als: ‚Bayern laufen die Spieler weg!‘ Schlimm genug, dass jetzt doch ein paar Mitläufer ihre Verträge verlängert haben, das macht uns die ganze Story kaputt!“

R3: „Aber Lucio und Deisler sind doch keine Mitläufer…“

CvD: „Schnauze!“

R2: „Sonst gibt es aber gerade keine Gerüchte über andere Spieler…“

CvD: „Das ist mir egal, hörst Du? Wir machen hier die Gerüchte, also finde gefälligst was und wenn Du nichts findest, dann denk Dir was aus, das machen wir hier immer so, noch nicht kapiert?“

R2: „Doch, aber…“

CvD: „Nix aber, das wird jetzt so gemacht, hab ich mich klar genug ausgedrückt?“

R2-R6: „Ja, Chef.“

CvD: „Geht doch! Also welche Spieler sind aktuell in Top-Form?“

R3: „Lucio.“

CvD: „Verdammt nochmal! Der hat doch gerade verlängert, der passt nicht in die Story, Ernie!“

R4: „Kahn und Pizarro?“

CvD: „Sie sind mein Mann! Machen sie die Story fertig und packen sie irgendwas mit Asien rein, das geht immer – in 30 Minuten will ich die online sehen! Wegtreten!“

Klingt die Story irgendwie unglaubwürdig?

Tja, ich weiß nicht

Goleo im Amiland!

Wieso das denn? Na weil dort das Video zum WM-Song spielt, noch nie gesehen?

Bitteschön! (via: sebas)

Aber nicht hinterher ankommen und sich wundern, warum der Song der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland komplett in den USA spielt und nur einen Jungen zeigt, der (innerhalb eines Tages?) komplett mit seinem BMX-Rad durch die Staaten radelt von der Ost- (New York) zur West- (San Francisco) Küste und wieder zurück und nicht einmal ein Fußballer, ein Fußball-Fan, ein Deutscher, Bilder von Deutschland oder sonst irgendetwas auftaucht, das entfernt mit der WM zu tun hat, ausser ein paar computer-animierten Sequenzen mit Goleo und diesem supi Ball, der offenbar immer dabei sein muss (wie heisst der eigentlich nochmal?), der dann aber nichts weiter macht, als neben diesem jungen BMX-Radler herzulaufen…

Ich freu mich auf die WM (und das TV-Programm)…
*grusel*

Rekordjagd!

Die Bayern haben einmal mehr einen Rekord aufgestellt: 14 Siege in 17 Spielen einer Hinrunde – das gab es noch nie!

Klingt gut, oder?

Bei Lichte betrachtet hätten die Bayern dieses Spiel in Dortmund statt mit 2:1 zu gewinnen, aber auch verlieren können, wenn ich mir nur allein die Pomadigkeit in der ersten Halbzeit anschaue, in der nur unser einmal mehr bester Stürmer Lucio ein wenig Willenskraft zeigte!

Offenbar sind einige unserer Spieler gedanklich schon im Winterurlaub und kurz vor der Halbzeit zusätzlich schon vom Kopf her in der Kabine, wie sonst hätte diese Schüler-Rumpf-Truppe uns den Schneid abkaufen können?

Zum Seitenwechsel hätte es durchaus 2:1 für den BVB stehen können, allein das schwachgelbe Aluminium verhinderte dies.

Halbzeit zwei lief dann besser und führte zum erwarteten Ende – kaum dachte ich währenddessen daran, dass es bisher im Spiel noch keine Verwarnung gab – für ein Dortmund-Spiel eher ungewöhnlich – rieselten sie herab wie Schneeflocken auf die A1!

Die rote Karte für Saka kann man geben, da er letzter Mann war und Makaay klar berührte, eine rote Karte für Zé Roberto muss man dagegen wohl eher geben, für sein ebenso rüdes, wie überflüssiges und dummes Einsteigen!

Da hätte der Platzverweis vielleicht sogar erzieherische Maßnahmen erzeugt, denn Zés Leistungs war einmal mehr überschaubar.

Gerüchten zufolge hat man im Stammbaum unseres Neuzuganges Dos Santos europäische Vorfahren gefunden, ansonsten wäre Zé Roberto ein heisser Kandidat für einen Abschied zum Saisonende gewesen, denn Karimi (ebenfalls EU-Ausländer) schießt ja wenigstens noch ab und zu Tore!

Es reicht halt (auf Dauer) nicht aus, im Spiel ein paar Übersteiger zu präsentieren und im Pokalfinale zu überzeugen, um laufend neue Verträge angeboten zu bekommen, oder?