Bella Bavaria. Gracie Borussia.

Der FC Bayern steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Dieser, so einfach daher gesagte Satz, hat eine Bedeutung, die sich über zwei Jahre erstreckt.

Der FC Bayern hat seinen, inzwischen als Dauerrivalen zu bezeichnenden Konkurrenten Borussia Dortmund geschlagen. Gefühlt (wenn man „den Medien“ Glauben schenken mag) zum ersten Mal seit Erfindung der Raumdeckung. Allgemein gelte ich ja als „der Versteher“ und deshalb habe ich natürlich auch dafür Verständnis, dass – dem BVB nahestehende – Medien und der BVB – vor allem seine Fans (natürlich) – das Gerede von dieser Sieges- oder Nicht-Gewinnen-Serie im direkten Duell weiter und weiter getrieben haben. Für mich war das nicht so wichtig. Aber die emotionale Ebene wird später behandelt. Für mich war wichtig, dass wir dieses(!) Spiel gewinnen. Punkt.

Mit einem Sieg bekommen wir weder die zwei Meisterschaften zurück, noch machen wir irgendetwas ungeschehen. Das ist nicht möglich, also brauchen wir uns auch nicht näher damit zu beschäftigen. Vielmehr sollten und haben wir uns mit der Gegenwart beschäftigt. Ich war im Vorfeld dieses Spiels mehr als zuversichtlich und habe mich deshalb – ungewohnt für mich – auch ein wenig aus dem Fenster gelehnt. Der aktuellen Saison sei Dank. Selten waren wir so stark, so dominant, so selbstsicher und scheinbar unschlagbar. Wieso hätte sich dieser Zustand gerade gegen Borussia Dortmund oder in diesem Pokalspiel ändern sollen?

Das ist eine Seite der Medaille. Die andere ist das Spiel selbst. Der BVB räumte zu Recht ein, dass die rekordverdächtigen 17 Punkte Vorsprung in der Bundesliga in diesem Spiel keine Rolle spielten. Taten, mussten sie auch nicht. Die Gründe für unseren – überzeugenden – Sieg lagen woanders. Schon beim Remis im Dezember, welches ich live und vor Ort verfolgen durfte, hatte ich den Eindruck, dass sich etwas zur Vorsaison verändert hat. Wir hatten den BVB am Rande einer Niederlage und nur dem Fehler vor dem Ausgleich und einer Weltklasse-Leistung des Dortmunder Torhüters war es zu verdanken, dass der BVB nicht mit leeren Händen aus München nach Dortmund zurückkehren musste.

Auch im Pokal-Viertelfinale hatte Herr Weidenfeller wieder einen guten Tag erwischt. Zwangsweise, denn die Bayern legten – im Vergleich zum Dezember-Kick noch ein, zwei Schippen oben drauf. Bin ich ehrlich, gehen mir mehr und mehr die Superlative aus, vor allem, da ich dann doch nicht erwartet hatte, dass meine Bayern den Dortmundern phasenweise so derbe überlegen waren, dass die wohl kaum glauben konnten, was da gerade mit ihnen geschah.

Im Vorfeld hatten viele den Borussen ganz gute Chancen eingeräumt, da Ribéry gesperrt diesem Spiel fernbleiben musste. Ich bin noch einmal ganz offen – ich habe mir ebenfalls Sorgen gemacht, als unser Franzose gegen Augsburg vom Platz gestellt wurde. Aber das war der Ribéry von Dezember. Jetzt – und da zeigt sich einfach die unfassbare Stärke unserer diesjährigen Bayern – haben wir Ribéry in diesem Spiel kaum vermisst, weil andere in die Bresche gesprungen sind, weil das Kollektiv so perfekt funktioniert hat.

Natürlich ging das Spiel zunächst taktisch geprägt in seine ersten Minuten und Dortmund versuchte(!) mit seiner gewohnten Taktik (Pressing und schnelles Umschaltspiel) einem Halbfinaleinzug näher zu kommen. Pech war da nur, dass wir heuer Spieler wie Martinez oder Dante dagegen setzen können. Diese beiden Spieler, diese Achse ist so unfassbar stark und wird immer noch stärker, da gerät man in träumerisches Schwärmen. Auch einige Borussen, die zu „normalen“ Kommentaren nach dem Spiel in der Lage waren, erkannten dies an. Martinez stellt sich mehr und mehr als Weltklasse-6er heraus, aber der Königstransfer ist offenbar Dante gewesen. Besagte Borussen räumten ein, dass Dante der erste Gegenspieler der Saison war, der Lewandowski abgemeldet hat. Dieser These mag ich nicht widersprechen. Und somit war einem der entscheidenden Erfolgsfaktoren des letzten Pokalfinales schon einmal der Zahn gezogen.

Tatsächlich glaube ich Klopp und all den anderen Borussen, dass man einen Plan hatte. Aber der FC Bayern hat inzwischen einen besseren. Und der hat nicht nur etwas mit Geld zu tun. Die Grundlagen, die ein van Gaal gelegt hat, wurden von Heynckes weiter entwickelt. Im letzten Jahr um eine Balance zwischen Offensive und Defensive, in diesem Jahr – mit den entsprechenden Spielern – um einen kollektiven Gedanken zum Spiel, mit dem Resultat, dass die Bayern auf den Weg zu einem möglichen Double gegen Dortmund den entscheidenden Schritt nach vorne machten.

Rund um das Spiel gab es die üblichen Scharmützel. Eh klar. Die Bayern(-Fans) traten selbstbewusst auf und wollten „es den Dortmundern mal wieder zeigen“. Die Dortmunder Anhänger bejammerten das Bayern-Gejammer oder wiederholten in Endlosschleifen die Mär vom Stachel im bayerischen Fleisch. Hierzu ein paar abschließende Worte meinerseits.

Natürlich kann es mich als Bayern-Fan nicht glücklich machen, wenn ich zwei Jahre in Folge nicht Meister werde und zur Krönung dann noch so ein Pokalfinale erlebe. Es stört mich, es wurmt mich, ich will das nicht. Einerseits. Andererseits hat der Erfolg der Borussen ja auch Gründe. Die Fast-Insolvenz 2005 (und alles was danach folgte). Auf dieser Basis und einer unfassbar abgesenkten Erwartungshaltung konnte das Prinzip Klopp überhaupt erst funktioneren. Man flog unter dem medialen Radar und baute eine Mannschaft auf, die in ihren Strukturen so gefestigt war, dass sie die späten van-Gaal-Bayern auf dem falschen Fuß erwischten und – noch viel bemerkenswerter – diesen Erfolg bestätigen konnten. Gegen Bayern, die unter Heynckes keine schlechte Saison spielten. Ganz im Gegenteil. Dafür gilt es Respekt zu bezeugen.

Ich muss aber ebenfalls meinen ausdrücklichen Dank an den BVB richten. Denn bei all der Emotionalität und den Begegnungen auf Augenhöhe (nicht nur auf dem Platz) muss man konstatieren, dass die aktuellen Bayern nur möglich waren durch den Erfolg der Dortmunder! Kann man gut oder schlecht finden, ist aber so. Wer will ernsthaft behaupten, dass diese Leidenschaft, dieser Wille, diese Energieleistung, dieser Antrieb, dieser Hunger oder – schlichtweg – diese Weiterentwicklung unseres FC Bayern möglich gewesen wäre, wenn es nicht – von mir aus – diesen Stachel gegeben hätte?

Ganz genau. Herzlichen Dank, Borussia. Und sorry dafür, dass Ihr nun den Fluch Eurer guten Tat erlebt – das Imperium schlägt zurück. Stärker als je zuvor!

Apropos stärker als je zuvor.

Das Pokalspiel war schon auf Betriebstemperatur und die Borussen mussten schon geahnt haben, dass der Abend nicht automatisch den gewohnten Verlauf der letzten beiden Jahre nehmen würde, als die Bayern ab Mitte der ersten Halbzeit ein Feuerwerk auf den Rasen brannten, dass ich als Bayern-Fan in dieser Form gegen diesen Gegner lange nicht mehr gesehen habe. Sehr lange. Die Laufbereitschaft, die taktische Disziplin, der Einsatz – fabulös. Mit dem Gipfel des Führungstores. Ein Lahm ist frisch, ist wach, ist aggressiv und erkämpft gegen 3-4 Gegner in deren Strafraum einen eigentlich verloren Ball zurück, wird Elfmeterreif gefoult, schafft es, einem Robben den Ball zu übermitteln, der auf engstem Raum diesen Ball verarbeitet und in Sekundenbruchteilen in den Winkel des vor ihm liegenden Tores zimmert. Ein luizider Traum.

Und so ging das weiter. Unzählige Male sprang ich auf und raufte mir die Haare ob der verpassten Vorentscheidung schon vor dem Seitenwechsel.

Überhaupt – Arjen Robben.

Nicht nur die Tatsache, dass Robben zuletzt in dem Maße stärker, wie Ribéry schwächer wurde, beeindruckt, nein, auch sein aktueller Status und wie er damit umgeht (und nicht, was die Medien ihm in den Mund legen wollen) – das ist höchst professionell. Ein weiterer entscheidender Unterschied zu den Vorjahren. Und ein weiterer Verdienst unseres Trainers!

Insgesamt hätten wir dann also schon vier Spieler beisammen, die gegen Dortmund in einer außerordentlichen Form agierten.

Hätte ein Hummels dieses Gegentor verhindern können? Hätte Dortmund mit Hummels gar überhaupt nicht verloren? Wer weiß das schon. Wir nicht. Und die Borussen wünschten sich dies nur. Aber schon im Dezember, als Hummels Dante-esk bockstark spielte, hätten wir ja gewonnen, hätte Weidenfeller… lassen wir das. Er war nicht dabei und mit Ribéry hat uns ja auch eine sonstige Säule gespielt. Der Faktor war der Wille, war die Herausforderung BVB, die der FC Bayern spätestens seit dieser Saison vollends angenommen zu haben scheint. Ihr habt nun einen richtigen Gegner, Ihr Borussen! Deal with it!

Die zweite Halbzeit sah zunächst ein anderes Bild. Klopp wird wohl in der Kabine an die Ehre appelliert haben. Wir sahen 10-15 sehr starke Minuten unserer Gäste und #Rötze zeigten uns endlich einmal, wozu sie in der Lage gewesen wären. Allein, wir agierten auch zu diesem Zeitpunkt noch stark genug und ich bilde mir einfach ein, dass Weidenfeller mehr gefährliche Aktionen abwehren musste als Neuer.

Nein, im Großen und Ganzen war unser Sieg mehr als verdient. Und die Dortmunder konnte – über das gesamte Spiel betrachtet – kaum etwas dagegen tun. Bereitete mir dies nun Befriedigung? Verspürte ich nun Rachegelüste im Vorfeld? Eigentlich nicht. Oder kaum, wenn ich erneut ehrlich bin. Warum sollte ich mich auch mit derlei negativen Gefühlen belasten, wenn mir meine Mannschaft heuer so viel Positives vermittelt? Klar, es gab immer noch einen kleinen Unsicherheitsfaktor, ob der BVB im direkten Vergleich weiterhin Erfolg gegen uns haben könnte, aber diese Zweifel hatte ich direkt vor diesem Spiel – zum ersten Mal seit 2010 – nicht und danach nun erst recht nicht mehr. Bis auf Weiteres.

Was gilt es ferner zu beleuchten?

Unsere Abwehr agiert extrem stark und geschlossen, wurde von der – ansonsten – lobenswerten Offensive der Gäste kaum in größere Gefahr gebracht.

Unser defensives Mittelfeld macht mich weiterhin sprachlos. Unser offensives nicht minder. Dem ganzen die Krone setzt allerdings unsere Bank auf. Was wir diesbzgl. für Optionen haben, ist der Schlüssel für alles. Wir können Robben, Gomez, van Buyten, Gustavo bringen und haben zumeist keinen Qualitätsverlust. Das ist Real Madrid. Nur ohne Schulden. Was Uli und wir uns immer erträumt haben.

Apropos Träume.

Viele Bayern-Fans „träumen“ davon, dass wir einen Spieler von der Klasse eines Lewandowski verpflichten. Ich gehöre bis zu einem gewissen Punkt dazu. Weil Lewandowski kicken kann. Und wenn er nicht gegen Dante spielen muss, setzt er sich ja zumeist auch gegen Gegner durch. ABER wir haben am Mittwoch gesehen, DASS es möglich ist, ihn aus dem Spiel zu nehmen und dass wir einen Spieler HABEN, der an diesem Tag der „bessere“ Lewandowski war: Mario Mandzukic.

Ich muss hier erneut Abbitte leisten. Dafür, dass ich a) vor der Saison, Mandzukic tatsächlich nur als guten Backup für Gomez und ihn b) nach dessen Rückkehr schon im zweiten Glied gesehen habe. Sorry, Mario, aber was Du uns da gezeigt hast, war Championsleague-Niveau. Dein Einsatz, Dein Pressing, Deine Läufe, Deine Gefährlichkeit – sagenhaft. Danke.

Könnte Mandzukic noch seine Ellbogen aus dem Spiel lassen, er wäre in dieser Form fast perfekt für unser Spiel.

Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Zur Auslosung unseres Halbfinalgegners. Unmittelbar nach unseren Spiel in Hoffenheim. Aber unser Trainer wird auch diesmal den Spagat bewältigen, hier unsere Spieler ausreichend zu motivieren.

Noch Fragen offen?

Das Martinez-Foul an Lewandowski? Haben andere – die es besser können – schon gemacht.

Die Klopp’schen Aussagen nach dem Spiel? Habe ich für die Zukunft archiviert. Abgesehen davon, will ich es nicht weiter kommentieren. Bin ich mit durch.

Ab sofort gibt es nur noch Hoffenheim.

Auf geht’s, Ihr Roten!

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36 Gedanken zu “Bella Bavaria. Gracie Borussia.

  1. schöne und treffende analyse…aber bitteschön GRAZIE. auch wenn sie clowns wählen, ihre sprache ist wunderschön und sollte korrekt verwendet werden. nix für ungut…saluti rossobianchi!

  2. Wie immer: schön geschrieben & die Gefühlslage vieler Bayernfans gut getroffen. Schade aber dass du nichts zu »China« schreiben möchtest. Hatte mich auf ein paar Worte von dir dazu schon gefreut..

  3. Die Collina-Seite ist sehr interessant, die muss ich mir merken. Sehr guter Tipp von Dir!

    Das es (mal wieder) Elfer für uns hätte geben müssen, ist im Jubel untergegangen. Nur wenn Robben den nicht reinmacht – was dann?

    Lustigerweise wurde diese Szene mal wieder konsequent verdrängt…so sind sie halt, unsere Medien…

    Gut, daß es Latte war! 🙂

  4. Ach, Leuts, China ist doch so weit weg. Der Gelbe Fluss ist überquert und ich schau‘ nicht mehr zurück.

    Die Mannschaft hat genau zur ersten Woche der Entscheidung den vorläufigen Höhepunkt der Leistungsentwicklung erreicht. Jetzt lässt sich etwas durchschnaufen bis es im April (sic!) mit den Viertelfinalspielen in der CL weiter geht.

    Oder glaubt jemand, dass Arsenal ein Dreinull in der AllianzArena erreicht, wenn ihnen Luis und Javi – das vierfüssige Doppelsechsmonster – Ball und Spielfluss raubt?

    Nene, der Spielplan meint es gut mit uns. Mit frischen Kräften werden wir auch den einen oder anderen Punkt aus den nächsten Matches holen. Und dann haben wir noch paar Körner übrig, wenn’s wieder um die Gladiolen geht.

  5. Sehr guter Artikel zum Viertelfinale. Eine Anmerkung habe ich aber noch:
    Ich denke, dass vor allem auch das verlorene Finale dahoam einen gehörigen Anteil daran hat, dass wir diese Saison so motiviert, so gierig auftreten. Man hat das Gefühl, die Truppe will es allen zeigen, dass man sich von solchen Nackenschlägen (und dieses Spiel war sicher schlimmer als eine verlorene Meisterschaft) nicht unterkriegen lässt. In JEDEM Spiel.
    Man hat auch in den letzten Spielen gesehen, wie klug es war, Robben nicht gleich seinen Stammplatz zurückzugeben. Wäre er genauso aggressiv aufgetreten, wenn ihm Müller schon zu Rückrundenbeginn „automatisch“ hätte Platz machen müssen?

  6. Danke Paule, einer Deiner besten Beiträge überhaupt hier!

    Für mich war nicht nur das Robben-Tor, sondern fast das gesamte Spiel ein „luzider Traum“. Ich bin extrem stolz auf dieses Team und einfach nur glücklich, Fan des FC Bayern zu sein.

    Bin sehr gespannt auf das Spiel in Hoffenheim. Ich könnts ihnen verzeihen, wenn sie dort, in diesem für uns nun wirklich völlig bedeutungslosen Spiel, mit dem zweiten Anzug spielen und das auf Sparflamme. Doch wahrscheinlich werden sie selbst dort Vollgas geben. Sammer und starke Ersatzbank sei dank.

  7. @all: Danke für Euer Lob. Vorm Schreiben war ich bzgl der Qualität noch nicht so sicher. Die Angst vorm weißen Blatt… 😉

    Und Asche auf mein Haupt. GraZie natürlich!!

    P.S. Collinas Erben ist immer(!) zu empfehlen. Vor allem die wöchentlichen Podcasts.

  8. @Paule: Gefällt mit.

    Und mein Schlusswort in Sachen China. Schon schön, wie „Klopptzke“ den Uli kopieren. Wenn’s keine sportlichen Argumente gibt, werden Nebelkerzen abgeschossen. Sollen sie mal machen, die blitzsauberen Sportsmänner 😉

    Mit wär’s Recht, wenn wir in ein paar Wochen den BVB ’97 kopieren. Mit einem gepflegten 3:1 gegen Juve im CL-Endspiel zum Beispiel.

  9. Wenn ich noch eine Ergänzung machen darf: Für mich ist der Spieler der Saison: Daniel van Buyten! Wahnsinn, dass der sich nochmals auf dieses Niveau bringen konnte. Hinten ungemein sicher und zweikampfstark, weniger schwach in der Spieleröffnung als befürchtet und vorne bei Standards eine Waffe! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das nochmals schreiben darf:-)

  10. Schöner Kommentar auf der Seite der Sportbild zur Causa China. Klopp verliert jetzt so langsam sogar Rückendeckung bei seinen Freunden. Vielleicht merkt er jetzt ja mal was – wobei eigentlich nicht damit zu rechnen ist. Egal. Schön, dass endlich auch mal andere darauf hinweisen, dass er über´s Ziel hinausgeschossen ist.

  11. Eine erstklassige Analyse, Paule! Danke!

    Allerdings frage ich mich, wie ich folgende Aussage verstehen soll …

    „Ganz genau. Herzlichen Dank, Borussia. Und sorry dafür, dass Ihr nun den Fluch Eurer guten Tat erlebt – das Imperium schlägt zurück. Stärker als je zuvor!“

    Bedeutet das nicht, dass der BVB die Jedi-Ritter sind?
    Dann kann ich ja frohen Mutes in die Zukunft blicken … 😉

  12. @Alexander44: Diese Analogie basiert auf dem Fakt, dass wir (der FCB) gemeinhin als die Ausgeburt des Bösen angesehen werden. Daher „Imperium“. Es bleibt die Frage, ob Klopp Luke oder Anakin Skywalker ist…

  13. @Alex: Das mit dem Imperium ist mir auch aufgefallen. Man sollte immer Vorsicht vor den logischen Schlussfolgerungen von Vergleichen und Metaphern beim Schreiben walten lassen 😉

    Und da ich es eh eher mit der anderen Sci-Fi-Franchise halte, wie wäre es damit: „Rache für Wolf 359“

  14. @Paule:

    Kloppo ist natürlich Luke Skywalker – weil er die Luke immer so weit aufreißt. Zudem versteht Kloppo sich natürlich immer noch als Pilot der Rebellen-Allianz und auch als Gründer der Galaktischen Allianz und ist natürlich immer noch extrem angepisst, weil das Imperium es wagte, die eigene Spielstätte als „Allianz“-Arena zu titulieren. Was viele nicht wissen: Auch da hatte Kloppo bereits vor Jahren Copyright-Ansprüche angemeldet und wartet immer noch auf die Entscheidung aus Karlsruhe. Nach der Schlacht vom 27. Februar 2013 ließ sich Kloppo übrigens nach dem berühmt-berücktigten China-Bashing hinter geschlossenen Türen auf die Frage eines nervenden Reporters auch noch zu einem „Alesia? Ich kenne kein Alesia!“ hinreißen und wird in Kürze offiziell verlautbaren, dass die Ära des Galaktischen Krieges zwischen den wahren Erfindern und Plagiatoren nach lange nicht zu Ende ist. („Wir greifen wieder an!“ oder so ähnlich)

    Das kann eigentlich nur eines bedeuten: Es bleibt spannend. Ganz in meinem Interesse.

    Und jetzt muss ich mal so langsam los und gucken, wie die Truppe die Niederlage verdaut hat …

  15. (#158783) Liza sagte am 2. März 2013 um 13:17 :

    „Und da ich es eh eher mit der anderen Sci-Fi-Franchise halte, wie wäre es damit: “Rache für Wolf 359″“

    Das dürfte irgend so eine Wir-Borgs-statt-Orks-Nummer sein, hm?

    Wie auch immer …. da braucht jemand meine Unterstützung …

  16. Gestern war ich beim Eishockey, Eisbären gegen Hannover.
    Als ich gesehen habe wie die Eisbären und aber auch Hannover nach Puckeroberung im eigenen Drittel Blitzschnell umgeschaltet haben und überfallartig auf das Tor des Gegners zu sind.
    Boah dachte ich das ist ja eine perfekte Kopie des Dortmunder Spiels.
    Und das im Eishockey.
    Oh, oh, wenn das der Jürgen wüsste. 😉

  17. @Alexander44 Die Jedi Zecken haben keine Kekse, darum gehen ja doch alle zur Roten Seite der Macht… „wir haben kekse“ 🙂

  18. Skandal: Berichten zufolge tritt Hannover 96 heute mit 11 Spielern in Dortmund an. Jürgen Klopp hatte die konsequente Aufstockung der damaligen Startacht auf die nun schon sprichwörtlich gewordene Startelf aber bereits bei seinem Amtsantritt in Dortmund eingeführt und bei der DFL patentieren lassen.
    Dem Einspruch des BVB will die DFL Gerüchten zufolge stattgeben, auch weil die DFL in einem internen Papier errechnet hat, dass die Dortmunder durch anhaltende Benachteiligung seitens der vom FC Bayern korrumpierten Schiedsrichter allein in dieser Saison einen Schaden von mindestens 26 Punkten erlitten haben. Die DFL ermutigte Jürgen Jedi Klopp daraufhin, in Zukunft auf Fehlentscheidung schonen bei leisestem Verdacht oder auch prophylaktisch lautstark und gerne gewalttätig beim Vierten Offiziellen hinzuweisen.
    Sollte Hannover 96 trotz Verbotes mit mehr als acht Spielern auflaufen, dürfen Fans des BVB gerne auch unter Verwendung von Feuerzeugen und anderen Wurfgegenständen die überzähligen Akteure ins Krankenhaus befördern, ließ die DFL verlauten.

  19. Klopp hat sich bei Don Jupp entschuldigt. Hatte er nicht so gemeint. Groß. Schwamm drüber. Weitermachen!

  20. Entschuldigt sich Watzke nun auch? Denn seiner Meinung nach hatte ja Klopp recht.

  21. @ralla
    Na nu lassen wir die Kirche mal im Dorf. Dass sich Klopp entschuldigt hat ist groß, und gut ist.
    Vielleicht denkt Jupp H. auch darüber nach, wie „souverän“ er darauf reagiert hat (das war ja schon fast wieder Osram-würdig). Klopp kann und wird mit Sicherheit auch mal einen großen Verein trainieren. Viellleicht tut er’s ja heute schon ;-).
    Und da gebe ich Paule auch vollkommen recht. Was der BVB in den letzten Jahren erreicht hat, tut der Liga und allgemein dem Fussball gut und auch der FCB profitiert davon.
    Ich hoffe, dass die das verstetigen können und freue mich auf viele Klasse-Duelle auf Augenhöhe.

  22. Nein, nicht falsch verstehen, für mich muss er sich nicht entschuldigen, das ist mir egal. Wundere mich nur, daß er Klopps Äußerungen gestern so vehement verteidigt bzw. nochmals unterstrichen hat, dieser aber nun heute alles relativiert und sich dafür entschuldigt. Hat es der Watzke dann auch nicht so gemeint?

    Würde mich halt interessieren, wie sich der Gute nun zu seinen eigenen Äußerungen stellen wird. Vielleicht hat sich der Kindergarten nun aber auch erledigt, wäre ja ok.

  23. @derBärliner: aber das Gegenpressing ist im Eishockey nich so dolle. Manchmal rennen die einfach weg und setzen sich auf die Bank!

    Zu Klopp sach ich nix mehr.

  24. Hat sich eigentlich Hoeneß jemals für irgendeine Äußerung entschuldigt?

  25. @Frantisek: So, und jetzt mal kurz nachdenken, wenn also das Verhalten der Bayern rechtfertigt, dass man sich über sie aufregt, sie arrogant schimpft, sie schlechte Verlierer nennt (die sich für nix entschuldigen tun), inwieweit wird dann das Verhalten der Leute des eigenen Vereins besser, wenn sie genau das Gleiche tun???? Genau, und deshalb können, dürfen und müssen wir Bayernfans uns ja zwangsläufig über Kloppo und Watzke aufregen, wenn sie (Chinesen die sie sind!) unser verurteilenswertes Verhalten kopieren … 😉 Also von daher, nicht enschuldigen ist okay, aber auch bitte mal damit leben, dass Euch nicht mehr alle so liebhaben, denn – und jetzt kommt’s – auch ihr seid nicht perfekt und einfach ur 100 % gut … ja wirklich, ist so … genauso wenig wie wir oder unser Verein, wie eigentlich jeder und alles. Ist nun mal so.

  26. Hat Steffen Simon gerade tatsächlich die Aussagen des Herrn Klopp bestritten?

  27. Hat sich Slomka eigentlich schon geäußert? Weil Hannover ja einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten wie Dortmund hat.

  28. die letzten Minuten aus der ARD_Mediathek von der zweiten Halbzeit sind genial: Feierbayern ohne Ende statt Interviews.

  29. @joshtree
    danke für den Tipp! Robben, Schweini und den anderen bei ihren jeweiligen Jublern zuzusehen macht Spaß.

    @paule
    zum Artikel: groß!
    Ich will gar nicht verhelen, dass es machmal kaum auffällt, wenn dein Beitrag mal wieder (verständlicher Weise) verspätet kommt und in den selbstlaufenden Kommentaren nicht mehr die große Rolle spielt.
    Aber dann haust du einfach mal wieder so ein Brett raus, wie das da oben (oder den Beitrag nach dem CL-Finale, den ich persönlich noch immer als besten aller Zeiten erachte). Danke.

    Ein paar Anmerkungen:
    Dante. Das Trikot ist so gut wie bestellt! Wahnsinn, der Mann. Nicht nur als IV, auch als Typ einfach klasse. Immer positive Ausstrahlung. Ich bin fasziniert!
    Mario II. Ich könnte jetzt sagen „siehste“ aber sicher, dass er dermaßen einschlägt war ich mir natürlich auch nicht. Auch von ihm eine großartige Leistung. Das mit dem Ellebogen hat schon deutlich nachgelassen. Ich wünsche mir allerdings, dass seine Aggressivität im Zweikampf und seine Ambitionen den gegnerischen Verteidigen so richtig „auf den Sack zu gehen“ nicht nachlassen. So einen habe ich mir viele Jahre gewünscht. Für mich waren unsere Stürmer immer viel zu brav, zu gentlemenlike. Mandzukic ist das auch, allerdings nicht in den 90 Minuten auf dem Platz und das ist gut so.

    Wer ein bisschen untergeht ist David Alaba. In dem Spiel hat er offensiv nicht geglänzt, war aber hinten fehlerlos und hat sowohl Pisczek als später auch Kuba komplett aus der Partie genommen. Ohne großes Aufhebens. Sehr gut!

    Ja, zu Robben und Schweini wurde schon genung gesagt, vlt. noch ein Wort zu Müller. Augenscheinlich nicht sein effektivstes Spiel. Ich könnte mir noch immer die Haare raufen, dass er nicht 2 Sekunden nach Wiederanpfiff draufgehalten sondern lieber zurückgespielt hat. Ansonsten ist er wieder viel gelaufen und hat auch mit nach hinten gearbeitet. Auch das war eminent wichtg.

    Zu guter letzt muss ich einfach mal ein Loblied auf unseren Capitano singen. Die Vorrunde war er nicht in Topform aber was er zur Zeit – insbesondere in der Offensive – abliefert ist große Klasse. Kaum noch was zu sehen von seinen „ich bleib am ersten Gegner hängen“-Flanken. So viele Torvorlagen wie die letzten Wochen hatte er gefühlt das ganze letzte Jahr nicht. Stark.

    So, die Aussage vom Pöhler habe ich grade nochmal auf sky gesehen (Chinesen etc). Allein die Art und Weise und seine Körpersprache sprechen ein eindeutige Sprache: Frust (Verzweiflung wäre zu weit gegriffen). So wie er da rumgeschnauft hat, hab ich ihn lange nicht gesehen. Und wenn er sich jetzt entschuldigt hat, ist das doch in Ordnung. Wie immer: Mund abputzen, weiter machen. Genau wie morgen in Hoppelheim. Auf gehts!

  30. Nochmal zur ARD: sehr schön ist auch, wei Robben erfährt, dass er zur Dopingkontrolle muss und richtig rumschimpft.

  31. Fürs Protokoll: Mich begeistert Paules Beitrag (eine „Analyse“ würde ich es übrigens auch nicht nennen) nicht so wie offensichtlich alle anderen. Eigentlich fasst er nur zusammen, was die Spatzen allerorten von den Dächern pfeifen. Ich finde Paules Beiträge, die sich mit einem eher speziellen Thema auseinandersetzen wertvoller.

    Zu Mandzukic: Der hat sich in der Tat als guter Einkauf herausgestellt. Er ist mit Sicherheit einer der besten ersten Verteidiger, die wir bisher hatten. Ich finde ihn allerdings nicht besonders torgefährlich, i.e., er braucht durchaus ein paar Chancen für einen Treffer und ist nicht der eiskalte Vollstrecker. In dem Punkt ist Gomez klar besser.

  32. Pingback: Schweinis Alu oder Es geht gut solange es geht. - Breitnigge.de - Ärmel hoch. Stutzen runter.

  33. Ende

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