BL 2016/17 #28 FC Bayern – Borussia Dortmund

Die letzten zehn Spiele (Historie):

Saison 2015/16
01.11.2015 FC Bayern – Borussia Dortmund 5:1 (2:1)

Saison 2014/15
01.11.2014 FC Bayern – Borussia Dortmund 2:1 (0:1)

Saison 2013/14
12.04.2014 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:3 (0:1)

Saison 2012/13
01.12.2012 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

Saison 2011/12
19.11.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:1 (0:0)

Saison 2010/11
26.02.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:3 (1:2)

Saison 2009/10
13.02.2010 FC Bayern – Borussia Dortmund 3:1 (1:1)

Saison 2008/09
08.02.2009 FC Bayern – Borussia Dortmund 3:1 (1:1)

Saison 2007/08
13.04.2008 FC Bayern – Borussia Dortmund 5:0 (4:0)

Saison 2006/07
11.08.2006 FC Bayern – Borussia Dortmund 2:0 (1:0)

Link zum Breitnigge-Kicktipp-Tippspiel.

Paule @ Social-Media: Twitter.

BL 2016/17 #11 Borussia Dortmund – FC Bayern

Die letzten zehn Spiele (Historie):

Saison 2015/16
05.03.2016 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:0 (0:0)

Saison 2014/15
04.04.2015 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:1 (0:1)

Saison 2013/14
23.11.2013 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:3 (0:0)

Saison 2012/13
04.05.2013 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:1 (1:1)

Saison 2011/12
11.04.2012 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:0 (0:0)

Saison 2010/11
03.10.2010 Borussia Dortmund – FC Bayern 2:0 (0:0)

Saison 2009/10
12.09.2009 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:5 (1:1)

Saison 2008/09
23.08.2008 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:1 (1:0)

Saison 2007/08
28.10.2007 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:0 (0:0)

Saison 2006/07
26.01.2007 Borussia Dortmund – FC Bayern 3:2 (1:2)

Link zum Breitnigge-Kicktipp-Tippspiel.

Paule @ Social-Media: Twitter.

Weisheiten #342

„Für uns sind alle Wettbewerbe wichtig. Das wird ein wichtiges und schweres Spiel. Es wird nicht einfach für uns. Aber wir wollen gut spielen, wir wollen einen guten Teamgeist zeigen. Wir haben viel Selbstvertrauen und werden versuchen zu gewinnen.“

Carlo Ancelotti, Debütant und Lebemann.

BL 2015/16 #25 Borussia Dortmund – FC Bayern

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2014/15
04.04.2015 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:1 (0:1)

Saison 2013/14
23.11.2013 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:3 (0:0)

Saison 2012/13
04.05.2013 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:1 (1:1)

Saison 2011/12
11.04.2012 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:0 (0:0)

Saison 2010/11
03.10.2010 Borussia Dortmund – FC Bayern 2:0 (0:0)

Aufstellung:

Neuer – Lewandowski, Robben, Costa, Alonso, Bernat, Lahm (K), Vidal, Müller, Alaba, Kimmich

Auswechselbank:

Ulreich – Benatia, Thiago, Ribéry, Rafinha, Götze, Rode

Link zum Breitnigge-Kicktipp-Tippspiel.

BL 2015/16 #08 FC Bayern – Borussia Dortmund

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2014/15
01.11.2014 FC Bayern – Borussia Dortmund 2:1 (0:1)

Saison 2013/14
12.04.2014 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:3 (0:1)

Saison 2012/13
01.12.2012 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

Saison 2011/12
19.11.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:1 (0:0)

Saison 2010/11
26.02.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:3 (1:2)

Aufstellung:

Neuer – Thiago, Martinez, Lewandowski, Costa, Alonso, Boateng, Götze, Lahm (K), Müller, Alaba

Auswechselbank:

Ulreich – Rafinha, Gaudino, Vidal, Coman, Kimmich, Steinhart

Breitnigge-Nachbericht:

Link zum Breitnigge-Kicktipp-Tippspiel.

Krassiko-Rollentausch oder Peps B-Pläne

Mit Sabbaticals ist das so eine Sache. Macht man so etwas mit seinem Blog, wird die Zeit, die dadurch frei wird, schnell wieder mit anderen Dingen gefüllt, eh klar. Und es ist ja auch nicht so, dass man permanent und komplett von völliger Unlust am Bloggen geplagt ist – im Gegenteil. Dem entgegen stehen aber viele andere Probleme. Man „rostet ein“, findet keinen Ansatz oder „resigniert“ ab und an, weil andere in der Zwischenzeit den „eigenen Platz“ eingenommen haben, vieles vielleicht gar „besser“ machen. Wo ordnet man sich da selbst noch ein?

Fragen über Fragen. Auf die ich immer noch keine erschöpfende Antwort gefunden habe. Wie auch immer, ich habe gerade Urlaub und das frühere „Gipfeltreffen“ meines FC Bayern bei der Dortmunder Borussia war für mich Anlass genug, sich mal wieder hin zu setzen und Gedanken zu… Papier zu bringen. Los geht’s. Auf meine Art.

Seit einiger Zeit ist vielen Bayern-Fans die Sorge vor einem Spiel ihrer Mannschaft abhanden gekommen. Die Sorge, dass mit dem Ergebnis etwas schief gehen könnte. Man kann derlei gut oder schlecht finden (vor allem als Nicht-Bayern-Fan), allein es bleibt die Realität. Ab und an auch meine (meine Spannung zieht sich aus anderen Punkten und wir spielen ja nicht immer gegen den Sportverein aus Hamburg). Im Vorfeld des Auswärtsspiel in Dortmund kam ein Stück weit diese Sorge zurück. Aus mehreren Gründen.

Da wäre zunächst unsere Verletztenliste zu nennen. Einen Robben, einen Alaba, einen Badstuber, einen Ribery und auch einen Martinez ersetzt selbst ein FC Bayern nicht gleichwertig. Da kann man uns Bayern gerne Jammern auf hohem Niveau vorwerfen und die eigene Verletztenliste gegen rechnen, es bleibt dabei, dass sich unser Trainer für dieses Spiel eine neuen Plan ausdenken musste. Natürlich ist mir klar, dass a) eine Dreierkette, b) ein solches Defensivkonzept gegen die aktuelle Borussia und c) Peps Plan nicht spontan bei einem Glas Rotwein aufpoppte sondern vielmehr auf der ohnehin vorhandenen, vollumfänglichem Datenanalyse der entsprechenden Zulieferer (intern wie extern) basiert, aber weder muss ich das künstlich klein reden noch emotional überhöhen. Pep hat hier schlicht seinen Job gemacht und der hat gefruchtet.

Es ist inzwischen fast zum Ritual geworden, dass wir Fans (und ggf. Teile der Fachpresse) ob solcher Aufstellungen wie vor dem Spiel – sagen wir mal – stutzen, hinterher hat man aber zumeist Probleme, die entsprechenden Gründe dafür nachzuvollziehen. Es geht uns Bayern in der aktuellen Ära einfach nur sehr gut. Wir sollten dies ab und an dankend berücksichtigen, wenn es erneut Kleinigkeiten gibt, die zu Großigkeiten aufgeblasen werden.

Zurück zum Spiel, zur Aufstellung.

Ich gebe zu, dass auch ich stutzte und ob der unklaren Borussenstärke (ein Spiel gegen uns ist für den BVB immer etwas Besonderes, da in 90 Minuten Rückstände in Punkten und Platzierungen vergessen gemacht werden können) mit einem Remis zufrieden gewesen wäre. Einfach so und weil wir genug Vorsprung hatten. Aber ein Götze auf der Bank, dafür Dante in der 3er-Kette und ein Mittelfeld aus Alonso, Schweinsteiger und dem Rückkehrer Lahm? Uff.

Die erste Halbzeit strafte uns Lügen und verdrehte die gewohnten Rollenbilder: Die Münchner defensiv, auf Konter lauernd und der BVB mit dem Ball. Gift für die Dortmunder in 2014/15. Und sicher auch sonst unter Klopp. Zumindest gegen Mannschaften mit der Stärke des FC Bayern. Thema „Plan B“.

Ich will hier nicht das große Fass aufmachen hinsichtlich Götze & Lewandowski, dafür stecke ich im fragilen Gebilde einer anderen Mannschaft als meinen Münchner Bayern zu wenig im Detail, aber es ist ja allgemein bekannt, welchen Fußball Klopp am liebsten spielen lässt und wofür er geeignete Spieler besitzt.

Insgesamt neutralisierten sich beide Teams ganz gut, die Bayern hatten den BVB in HZ1 überwiegend im Griff, nutzten eine ihrer beiden Chancen, ließen gleichzeitig, soweit ich mich erinnere, kaum gefährliche Situationen vor dem Neuer’schen Tor zu. Beruhigend derlei als Gast im Westfalenstadion zu erleben.

Die zweite Halbzeit brachte aktivere Borussen, häufigere schwarz-gelbe Chancen und tapfer agierende Bayern. Der knappe Auswärtserfolg war nicht unverdient, die Verletzung Schweinsteigers ist zu bedauern, Einiges hätte aber auch anders verlaufen können. Womit wir beim Thema Schiedsrichter sind – man kann sich dem Thema ja nicht entziehen und wenn es nur sein muss, um ein Gegengewicht in der öffentlichen (schwarz-gelben) Einschätzung zu bilden.

Ein Teil der BVB-Anhängerschaft konnte mit der Niederlage einigermaßen gut leben und hatte mit der Akzeptanz am wenigsten Probleme. Andere sahen sich in ihrer Sichtweise bestätigt, dass ein FC Bayern systematisch bevorteilt wird. Über das letzte Drittel, die weder ihre Emotionen, ihren Hass noch ihr Aussagen im Griff hatten, decke ich einmal den Mantel des Schweigens (im Prinzip habe ich Verständnis, allein die Art und Weise stieß mich ab).

Kommen wir also zum mittleren Drittel. Es liegt mir aktuell noch fern, derlei Sichtweise mit Zahlen und Recherche zurückliegender Aufeinandertreffen zu widerlegen oder wenigstens abzuschwächen. Nicht weil ich nicht will, sondern weil es den Rahmen dieses Berichtes und auch mein heutiges Zeitfenster sprengen würde. Wird ggf. später nachgeholt.

Insgesamt hat mir SR Kircher in diesem Spiel gut gefallen. Seine Linie war zunächst lockerer und als es zur Klopperei zu werden drohte, stieg er in die individuellen Strafen ein – danach beruhigten sich die Gemüter wieder, gut gemacht. Pech für Schweinsteiger, dass die erste Kuba-Grätsche gegen ihn nicht geahndet wurde und er später gar deshalb ausgewechselt wurde. Jeder hatte hier offenbar „einen Tritt frei“ bis Kircher einschritt. Diese Linie bewahrte andererseits auch Herrn Alonso vor einem Platzverweis, da beißt die Maus keinen Faden ab (eigenes Thema, da öfter in der Gefahr).

Den größten Frust auf Seiten der Borussen-Fans erzeugten wohl die Sichtweiten des Schiedsrichtergespann auf die strittigen Strafraum-Szenen der zweiten Spielhälfte. Kürzen wir es ab: Obwohl diverse Experten, ob nun Ex-Schiedsrichter oder Sportjournalisten (und auch betroffene BVB-Spieler) hier nicht zwingend von Muss-Elfmetern sprachen, hätten wir Bayern uns ebe nicht beschweren können, wenn es mindestens einen Elfmeter für Dortmund gegeben hätte. So auch mein Eindruck als Live-Bildbetrachter. Aber gut, Foul ist, wenn der Schiedsrichter pfeift und selbst ein Arjen Robben, seines Zeichens – unter den Verschwörungsfanatikern – der Kronzeuge für eben diese Theorie, hat in dieser Saison schon Elfmeter zu Unrecht nicht bekommen.

Belassen wie es im Moment dabei. Der Bayern-Sieg war, wie gesagt, nicht unverdient, es hätte aber zu einem Remis für Dortmund reichen können, was ebenfalls nicht völlig abwegig gewesen wäre. Die Aussagen eines Mats Hummels nach dem Spiel („waren heute die klar bessere Mannschaft“) oder gar die entsprechenden Klopp-Interviews nach BVB-Niederlagen, lasse ich bewusst außen vor – ich denke, die Dortmunder tun ab sofort ohnehin gut daran, in der Bundesliga die letzten notwendigen Punkte zu holen und im Pokal „mal zu schauen“, was noch geht. Echte Augenhöhe in der Tabelle dann vielleicht ab 2015/16 wieder.

Was bleibt für die Pep-Kicker nach diesem Spiel?

Das schwere Pokalspiel in Leverkusen im Mittwoch – wohl ohne Schweinsteiger – und die Kunst von Pep, mit allen gesunden und fitten Profis im Kader das Triple anzugreifen. Diese Aufgabe wird schwer genug, wenn sich hier weiterhin täglich die Parameter ändern.

Apropos Rückkehrer.

Wie viel Sorge hatte ich, als ich las, dass Thiago schon wieder auf der Bank saß und erst recht, als er wirklich in dieses knappe Spiel geworfen wurde. Aber was kam dann? Drei Spielzüge, die uns alle erneut verzauberten – was ist dieser Spanier nur für ein begnadeter Fußballer. Und was hat seine Rückkehr für Emotionen frei gesetzt. Bei ihm, beim Team und bei uns. Ferner hat er sich, Stand jetzt, 24h nach dem Spiel, nicht erneut verletzt. Gut, sehr gut.

Der Faktor Thiago könnte diese Seuchen-Saison doch noch retten. Übertreiben verdeutlicht. Aber offenbar steigt bei einigen Teilnehmern am Zirkus Fußball die nervliche Belastung mit fortwährender Dauer der bayerischen Dominanz ebenso kontuierlich an.

Auch hier fasse ich mich kurz: Hinsichtlich der #Krassiko-Aufregungsrituale haben wir jetzt ca. 1/2 Jahr Pause und zum Pokalspiel in Leverkusen werden wir wohl doch antreten und entgegen der allgemeinen Erwartungen das Team nicht vom Spielbetrieb zurück ziehen.

Auf geht’s, Ihr Roten!

P.S. Sonderlob für die Sportskameraden Lewandowski und Boateng – echt krasse Leistung im #Krassiko, Respekt!

BL 2014/15 #27 Borussia Dortmund – FC Bayern

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
23.11.2013 Borussia Dortmund – FC Bayern 0:3 (0:0)

Saison 2012/13
04.05.2013 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:1 (1:1)

Saison 2011/12
11.04.2012 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:0 (0:0)

Saison 2010/11
03.10.2010 Borussia Dortmund – FC Bayern 2:0 (0:0)

Saison 2009/10
12.09.2009 Borussia Dortmund – FC Bayern 1:5 (1:1)

Aufstellung:

Neuer – Alonso, Dante, Benatia, Lewandowski, Rafinha, Boateng, Bernat, Lahm, Müller, Schweinsteiger

Auswechselbank:

Reina – Thiago, Pizarro, Gaudino, Götze, Rode, Weiser

BL 2014/15 #10 FC Bayern – Borussia Dortmund

Die letzten fünf Spiele (Historie):

Saison 2013/14
12.04.2014 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:3 (0:1)
Saison 2012/13
01.12.2012 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:1 (0:0)
Saison 2011/12
19.11.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:1 (0:0)
Saison 2010/11
26.02.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:3 (1:2)
Saison 2009/10
13.02.2010 FC Bayern – Borussia Dortmund 3:1 (1:1)

Aufstellung:

Neuer – Alonso, Benatia, Lewandowski, Robben, Boateng, Bernat, Götze, Lahm (K), Müller, Alaba

Auswechselbank:

Zingerle, Dante, Ribéry, Shaqiri, Rafinha, Pizarro, Rode

Was zu erwähnen wäre / Nachbericht:

– Arjen Robben ist imho Fußballer des Jahres. Egal wo. Wahnsinn, was der leistet

– Bayern kann Rückstand

– Fußball ist geil

Weitere Links:

Miasanrot.de

Spielverlagerung.de

BL 2013/14 #30 FC Bayern – Borussia Dortmund

Spiel: FC Bayern – Borussia Dortmund
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Dortmund

Saison 2012/13
01.12.2012 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

Jenseits der Stille oder Trendwende, Oida

Nach den Punktverlusten der Borussia aus Dortmund in den letzten Spielen stand die Herbstmeisterschaft des FC Bayern schon vor dem Gastspiel des zweifachen Meisters in München fest. Nicht wenige unter uns Bayern-Fans sehen aber genau diesen erfreulichen Umstand als die größte Gefahr an.

Weil der BVB uns mürbe gemacht hat? Mit seinen beiden Titeln in den letzten Jahren?

Nun, ich lebe diesbezüglich eher in der Gegenwart. Auch die anderen – nicht gewonnenen – Spiele gegen die Klopp-Kicker habe ich immer für sich genommen bewertet. Einigen, eher dem Boulevard zugeneigten Medienvertretern, gelingt dies nicht so gut. Je nach Grundstimmung sah man die Krise der Bayern bestätigt. Also im Vergleich mit dem BVB. Der FC Bayern könne den BVB jetzt seit fünf, sechs oder was weiß ich wie viel Spielen nicht mehr besiegen! Angst in München?

Für eine solche Rhetorik habe ich keinen Platz. Natürlich ist allein der Tatbestand unbestritten, dass wir den BVB (in der Bundesliga) schon länger nicht geschlagen haben. Aber was besagt das und noch mehr: Für was ist das relevant?

Der BVB ist nicht zweimal in Folge Meister geworden, weil wir jetzt schon länger nicht mehr gegen sie gewonnen haben. Der BVB ist Meister geworden, weil sie alles andere (auch) gewonnen haben. Diese unfassbaren Serien, vor allem in der letzten Saison, waren der Grundstein für den Erfolg. Nur gegen Bayern München allein reicht es auch nur für sechs Punkte.

Womit wir schon bei meinem roten Faden sind. Dieser Umstand ist den Dortmundern abhandengekommen. Das schwarzgelbe Umfeld mag den Punktgewinn in München wie einen “gefühlten” Sieg feiern und ich würde mich vielleicht dazu hinreißen lassen, dass wir in Dortmund selbst sogar verlieren dürften – ABER beides wird dem BVB heuer nicht helfen. Weil die Bayern ihrerseits die Gegner (auch und gerade “die Kleinen”) schlagen/deklassieren – und die Jungs vom Borsigplatz eben nicht mehr (wie zuvor).

Den Championsleague-Erfolgen sei Dank. Mein Reden. Deshalb habe ich ja gegen die Qualifikation der Dortmunder für das Achtelfinale nichts einzuwenden. Zumindest seit es sich nicht mehr vermeiden ließ. Aber die Kausalität ist immer wieder die gleiche. Und wenn ich aus der schwarzgelben Ecke in den letzten Monaten und Jahren immer wieder das Wort “Wachablösung” (obwohl, es waren dann wohl doch eher die sympathisierenden Medienvertreter) hörte, dann kam mir dieses Wort zuletzt immer häufiger in Sinn. Warum? Weil eine “echte” Wachablösung doch erst dann in den Bereich des Möglichen kommt, wenn der BVB auch diese Doppel- und Dreifachbelastung locker wegsteckt. Und zwar so locker, wie das der FC Bayern seit Jahrzehnten macht.

Saison 2011/12
19.11.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 0:1 (0:0)

Mit Gökhan Inler hat die ganze Scheiße angefangen

Ich konnte zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht absehen, welche Konsequenzen diese Aktion hatte.

Aber die Aktion von Knochenbrecher Inler brachte den Bruch im zuvor hervorragenden Spiel dieser Hinrunden-Bayern. Das sah man im Spiel in Augsburg und erst Recht gestern Abend. Im Revanche-Spiel gegen die schwarz-gelbe Borussia.

Schnell bin ich ansonsten bei der Hand, unserem Chefchen Spielphasen zu unterstellen, die eher schläfrig erscheinen. Das will ich nicht verschweigen. Wie wichtig er allerdings tatsächlich für uns ist, sieht man nun. Und wie sehr im Grunde er und nur er der Big Boss im Team des FC Bayern ist ebenfalls.

Selbst ein Ausfall von Götze würde dem BVB nicht so wehtun, wie uns das Fehlen desBastian.

Eher noch der Ausfall eines Benders. Denn nur durch solche Spieler können die Schönwetter-Fußballer in der Offensive glänzen und kann die Defensive sich als stark präsentieren. Hat man solche Leute nicht, sieht es aus wie beim aktuellen FC Bayern.

Natürlich ist es völlig normal, dass in einem Bayern-Spiel die bayerische Defensive immer offener rüber kommt als die des Gegners. Wieso? Weil sich selbst der amtierende deutsche Meister in München rund um den eigenen 16er eingräbt. Und auf Konter setzt. Und schnelles Umschalten. Weil dieser “geniale” Trainer an der Ruhrpott-Außenlinie aber so unfassbar kreativ ist, fügt er noch ein massives und laufintensives Offensivpressing hinzu. Sonst wäre es das gleiche Spiel gewesen wie gegen jeden Abstiegskandidaten der sich in München vorstellt.

Damit mich keiner falsch versteht:

Natürlich haben Hummels, Santana und Co auch deshalb unserer sogenannten Zauber-Offensive den Zahn gezogen, weil das im Grunde keine Rumpelfußballer sind, klar, aber eben auch weil die halbe Mannschaft aus Pferdelungen besteht und die gefühlt doppelt so viel und so schnell gelaufen sind wie wir.

Und wenn man unseren Ballerinas auf den Füßen steht, dann passiert da halt nix Spontanes, Überraschendes und es entstehen keine gefährliche Situationen vor dem Tor. In Kombination mit unseren bekannten Problemen in der Chancenverwertung ergibt die Gleichung ein klassisches 0:0-Spiel. Wenn man hinten keine Fehler macht. Weshalb mich dieses Spiel – schon wieder – an die letzte Saison erinnerte.

Saison 2010/11
26.02.2011 FC Bayern – Borussia Dortmund 1:3 (1:2)

Die Wochen der Wahrheit #3: Borussia Dortmund

Herzlichen Glückwunsch, Borussia Dortmund. Soviel Zeit muss sein.

Zu einer großartigen Saison, zu all den Rekorden, zu einer seltenen Überlegenheit in der Liga und ganz im Besonderen zu einer fast fehlerlosen Leistung beim Gastspiel in München.

Wenn man als Bayern-Fan mal ein bisschen durchatmen kann, dann hilft das ungemein. Frust ist ein schlechter Begleiter für eine Fußball-Analyse (wie ich in den letzten 24h im Rahmen der Lektüre diverser Kommentare aus dem Bayern-Umfeld erneut lernen durfte).

Auch hier auf meinem Blog geht es da drunter und drüber.

Endzeitstimmung. Und tendenzielle Kampagne gegen den Trainer.

Geht’s noch?

Sicher, ich mache aus meinem Herzen auch keine Mördergrube.

Im Rahmen des gestrigen Spiels war ich mal am Anschlag. Ich habe mich auch gefragt, was van Gaal da wieder für einen Mist macht, indem er Gustavo auf LAV und Pranjic auf der 6 belässt. Oder Badstuber überhaupt 45 Minuten spielen darf. Oder Robben und Ribéry stur gegen 3-5 Gegenspieler spielen lässt.

Ferner bin ich total angefressen, dass wir seit einiger Zeit im 2-Jahresrhythmus von irgendeiner Fahrstuhlmannschaft um den Titel gebracht werden. Erst Stuttgart, dann Wolfsburg und jetzt der BVB.

ABER (zum Spiel und van Gaal komme ich danach) all diese Mannschaften haben sich im Hintergrund entwickeln können. Viele aus der Not heraus oder mit vielen, vielen VW-Millionen.

Das hat doch mit der FC-Bayern-Welt nichts zu tun, dass ein Felix Magath in der Provinz in Wolfsburg über den Zeitraum seiner Tätigkeit gefühlte 100 Spieler ein- und wieder verkauft, für gefühlte 100 Mio., bis er endlich das Team zusammengestellt hat, dass ihm – und vor allem ihm – den einmaligen Triumph, auch und gerade gegen seinen Ex-Verein, ermöglicht.

Oder eine Borussia aus Dortmund, die aus der Not heraus (drohende Insolvenz) und der ebenfalls erkauften Meisterschaft (im übertragenen Sinne) 2002, irgendwann auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen musste und mit Klopp einen verrückten Trainer bekam, der nur noch punktuell ergänzend tätig wurde und parallel die Chance bekam, dieses Team über 2-3(?) Jahre – völlig ungestört von Öffentlichkeit und Erwartungshaltung zur meisterlichen Truppe formen konnte?

Das alles wäre doch beim FC Bayern gar nicht möglich. Von daher – nur kein Neid.

Und wäre wohl los, wenn unsere Führung derlei propagieren würde? Die gleichen “Fans”, die jetzt nach van Gaals Kopf verlangen, würden dem Vorstand auf die Bude rücken.