Pest und Cholera, oder Bloggen statt Championsleague

In dieser Woche liefen die Halbfinal-Hinspiele in der UEFA-Championsleague. Ich habe kaum was gesehen und mich interessierte es ohnehin nicht. Man könnte jetzt sagen „Hey, dass ist doch europäischer Spitzenfußball, da muss man doch zuschauen!“, aber man muss es nicht.

Ehrlich gesagt sinkt mein Interesse an Fußball durchaus schon mal auf den Gefrierpunkt wenn die Bayern nicht beteiligt sind, es sei denn, es spielen Vereine, die ich wie die Pest hasse und ich zuschauen will wie sie verlieren.

Krank? Nein, emotionaler Fan! Das Zuschauen lasse ich übrigens inzwischen weitestgehend bleiben, da es zumeist zum Gegenteil führt und da bin ich inzwischen abergläubisch…

Genau das war übrigens ein weiterer Grund für die Missachtung der Halbfinalspiele – ich hasse alle vier Vereine!

Warum ich ManU hasse muss ich ja wohl niemandem erklären – meine Chelsea-Abneigung ist auch hinlänglich bekannt. Milan geht mir nicht unbedingt aufgrund des letzen Auscheidens auf den Senkel, nein, da ist noch viel mehr passiert.

Da erinnere ich mich zurück an ein Ausscheiden im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister im Jahre 1990, als ich Milan durchaus nicht stärker sah als den FC Bayern, da sind die Tore eines Inzaghi und vor allem ist da ein Präsident Berlusconi – geht gar nicht.

Zum Schluss noch Liverpool. Die ich vielleicht am wenigsten von allen missbillige, schließlich müssen sie ja aktuell Chelsea raushauen, aber auch hier gab es eine Begegnung: das Finale des europäischen Supercups 2001, als wir zur Pause 0:3 hintenlagen und trotz Aufholjagd mit 2:3 unterlagen. Das wäre noch gegangen, aber einen Markus Babbel – zuvor neben Kuffour die „Persona non grata“ der damaligen bayerischen IV – im Reds-Trikot feiern zu sehen, der dann auch noch einzelne Bayern-Spieler zum Mitjubeln aufforderte – widerlich…

Ich bin sehr nachtragend, beim Fußball ganz besonders. Und deshalb geht die Championsleague für mich in dieser Saison eigentlich gar nicht mehr.

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0 Gedanken zu „Pest und Cholera, oder Bloggen statt Championsleague

  1. „es sei denn, es spielen Vereine, die ich wie die Pest hasse und ich zuschauen will wie sie verlieren.“

    Und? Gestern Werder mit Torsten Frings gesehen?

    😉

  2. Abneigung hin oder her. Beim Manu-Spiel hast du echt was verpasst. Ich nehme das Wort Hass nicht so gerne in den Mund, aber ähnliches verspüre ich, wenn ich diesen geleckten Ronaldo sehe. Aber man, wie geil kann der Fußballspielen??!

    Ich kann auch keinen der Vereine leiden. Besonders der italienische Profi-Fußball (und das liegt nicht an dem Buhlen um Frings ;)) ist für mich eine reine Lachnummer. In Anbetracht der letzten Jahre dürften die meiner Meinung nach gar nicht mehr mitkicken.

  3. Schließe mich Karsten vollkommen an: auch wenn man womöglich die vier Mannschaften nicht mag, spielen mindestens drei davon (Liverpool nehme ich ein bisschen raus) tatsächlich in einer anderen Liga. Der englische Fussball ist in meinen Augen durch seine ehrliche Spielweise eh das Non plus ultra im europäischen Vergleich und auch AC Milan muss man anerkennend attestieren, dass sie scheinbar nicht zu unrecht im Halbfinale stehen und den FC Bayern z.B. mindestens eine Klasse überragen (was sich ja im Viertelfinale auch gezeigt hat).

  4. @Lars: Nein, habe das Spiel gestern nicht gesehen, hatte Angst, dass Werder dann noch gewinnt… 😉

    Abgesehen davon war ich lieber Fahrradfahren…

    @Karsten: Hass kann man sich als Gegner auch „erarbeiten“…

  5. Pingback: Ich habe meine eigenen Regeln gebrochen! Breitnigge.de - Ärmel hoch. Stutzen runter. – Das Weblog über Bayerns Traumduo der 80er, die Bundesliga und den ganzen Rest

  6. Ende