So und nur so muss man gegen Hoffenheim gewinnen!

Ich bin ganz ehrlich: Vor dem Spiel hätte ich mir ein deutliches 4:0 oder 5:0 gewünscht.

Jetzt allerdings bin ich mit dem 2:1 noch viel zufriedener.

Nur so kann man all der penetrant wiederholten Selbstsicherheit und sog. Souveränität der Hoffenheimer und ihres selbsternannten Retters des modernen Fußballs Herr werden.

Und Herr Rangnick kann noch nicht mal den bösen Mächten von DFL, DFB, FCB oder Fußballgott die Schuld an der insgesamt verdienten Niederlage zuschieben. Nein. Es war ein Hoffenheimer, der Toni die Chance gab das Siegtor zu erzielen.

Herrlich.

So und nur so muss man gegen Hoffenheim gewinnen.

Sicher.

Mir fällt es jetzt natürlich viel leichter hier wieder die üblichen Sprüche rauszuhauen und phasenweise hatte ich echte Bedenken, was das Spiel angeht, aber all das Gefasel vor und nach dem Spiel vom „Hoffenheimer Potential“ und dass „ein Remis doch verdienter gewesen wäre“ – es zeigte, dass Hoffenheim eben in dieser Saison noch kein Spiel gegen die Bayern absolviert hatte.

Nie wurde es deutlicher, was es bedeutet gegen die Bayern zu spielen:

Da kann es Dir passieren, dass du völlig überannt wirst, oder einen überlegenen Auswärtssieg einfährst (was man wohl glaubte). Gleichzeitig kannst du aber auch in der 92. Minute das entscheidende Gegentor bekommen.

Wundertüte FC Bayern.

Auch dies hat Hoffenheim jetzt gelernt. Wir sind eben immer noch das Maß aller Dinge. In jeder Hinsicht (selbst beim Glück).

Und wenn man – wie von Seiten des Dorfvereins vor dem Spiel gebetsmühlenartig wiederholt – soo viel aus zwei 5-Gegentor-Spielen in Bremen und Leverkusen gelernt haben will, dann war dies gestern ja eine erneute Lehrstunde, die Herrn Rangnick sehr schmallippig und kurz angebunden zeigte. Den Rangnick übrigens, der immer wieder zum Vorschein kommt, wenn’s eng wird. Und eng wurde es irgendwann immer bei all seinen bisherigen Trainerstationen.

Zum Spiel.

Eins muss man den Hoffenheimern lassen:

Sie haben eine eingespielte Mannschaft. Sowas überdeckte gestern die fehlende spielerische Klasse einzelner Akteure im Vergleich zu Ribéry und Co. – vor allem bei Kontern sind sie imho das beste Team der Liga.

Wie da bei Ibisevic, Obasi, Ba und Kollegen ein Rädchen ins andere greift, war schon beeindruckend. Aber das die Bayern wiederum immer noch Probleme in der (schnellen) Rückwärtsbewegung haben, ist nun auch nicht so neu.

Davon abgesehen ist die Laufbereitschaft in dieser Mannschaft enorm. Auch hier sind sie wohl Ligaspitze. In Halbzeit 1 zeigten die Klinsmann-Kicker genau das Gegenteil und somit gelang es den Provinzlern, die Bayern und Ribéry (mal wieder 2-3 Bewacher – wo sind all die freien bayerischen Mitspieler?) nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Statt eines 0:0 zur Pause hätte es auch durchaus ein Rückstand sein können, wenn der eine oder andere Patzer des Herrn Rensing Folgen gehabt hätte. Auf der anderen Seite gab es eben auch für die Bayern 1-2 gute Chancen zur Führung.

In Halbzeit 2 änderte sich das Bild.

Einen sehr guten Konter schloss Ibisevic mit einem „Schubser“ gegen Oddo zum 0:1 ab. Diesen „Schubser“ räumte er selbst auch nach dem Spiel ein, stellte derlei Verhalten aber in die Ecke allgemeinen Stürmerverhaltens im Strafraum.

In Ordnung.

Dann bestehe ich im Umkehrschluss aber darauf, dass uns nachträglich all die Tore zugesprochen werden, die Schiedsrichter in dieser Hinrunde den bayerischen Stürmern, vor allem Luca Toni, abgepfiffen haben!

Naja. Spielen die Hoppelheimer in der nächsten Saison vielleicht gar in der Championsleague, wird das a) mit der Luft für die Laufbereitschaft ein Ende haben und bekommen sie b) jede Menge solcher Tore selbst eingeschenkt – denn international wird das tatsächlich kaum gepfiffen.

Unabhängig davon, dass Herr Oddo sich trotzdem selbst und nicht nur in dieser Szene mehr als ungeschickt angestellt hat.

Womit wir bei den Spielern sind.

Liegt das am neuen Rasen, oder haben die Sportskameraden Oddo und Schweinsteiger einfach nur so Probleme, sich auf den Beinen zu halten?

Was das denn gestern wieder?

Und wieso darf Herr Schweinsteiger eigentlich mit solchen Leistungen Woche für Woche in die Startelf?

Es wird immer schlimmer mit ihm. Und auch Herr Oddo merkt man nicht wirklich an, dass er a) Weltmeister ist und b) für uns längerfristig spielen sollte.

Überhaupt ist unsere rechte Aussenbahn die Schwachstelle im Spiel. Offensiv wie defensiv.

Ganz anders der linke Flügel. Einfach nur geil, was Lahm, Zé Roberto und Ribéry da jede Woche auf den Rasen zaubern. Trotz der Bewachung und trotz der Laufbereitschaft der Gegner.

Weltklasse.

Ribéry zwar nicht ganz so stark wie zuletzt, für diverse lichte Momente im Spiel reichte es aber durchaus. Vor allem in HZ2.

Da machte der FCB nach 5-10 Minuten Schockzustand aber mal richtig Druck. Soviel Druck, dass Hoffenheim phasenweise ganz Spiel und Pressing vergaß und vor Respekt erstarrte.

Noch eine Erfahrung für die Hopp-Bubis.

Das sah durchaus ansprechend aus, vor allem weil dies gegen eine Mannschaft tat, die spielen wollte, sich also nicht nur mit allen Spielern am 16er versammelt und abwartet.

Herr Rangnick wollte nach dem Spiel gesehen haben, dass sein Team „dem 2:1 näher was als der FC Bayern“. Das stimmt. Für die, für lange Zeit einzige 100%-tige Chance durch Salihovic. Und nur für diese 20 Sekunden. Davor und danach hätte allein Herr Toni sich wieder um 2-3 Tore näher an Herrn Ibisevic heranarbeiten können. Mal wieder.

Somit war das 2:1 dann imho auch verdient (wenn auch glücklich im Zustandekommen, aber Bälle vom Gegner dürfen auch in der 92. Minute noch verwertet werden). Denn die noch größere Überlegenheit der Bayern in HZ2 (im Vergleich zu der von Hoffenheim in HZ1), sprach da eine deutliche Sprache.

Apropos Salihovic.

Guter Bank-Spieler. Viel nicht ab, ganz im Gegenteil. Trotzdem kam er erst, als Herr Obasi kurz vor Gelb-Rot stand. Und das wäre mehr als berechtigt gewesen. Wie Herr Reif – zur Abwechslung – mal völlig zu Recht bemerkte. Für seine Fouls zuvor Gelb gesehen, hätte er dann Ball – vor den Augen des Schiedsrichters – beim Freistoß für Bayern nur eine Sekunde länger festhalten müssen und es hätte Gelb-Rot gegeben.

Ich hab‘ ja nix gegen so ein Verhalten und diese Seite muss Hoffenheim eben auch beherrschen, aber für mich hätte Herr Weis für seine Spielweise und seine Diskussionen durchaus mal Gelb sehen dürfen und bevor mir jetzt wieder die Bayern-Brille nachgesagt wird, ich hätte mich auch nicht beschwert für Gelb gegen van Bommel (einfach mal so) und Toni (Elfmeter-Schinderei) beschwert.

Von daher gab es durchaus Härte im Spiel. Ebenso wie Längen. Was mich zu einem anderen Punkt bringt:

Der Hype.

Unerträglich wie Herr Hellmann und Herr Reif gestern dieses Spiel hochgeredet haben. Vor, währenddessen und danach. Unfassbar.

Sicher. Beide haben zumeist nach vorne gespielt. Aber bitte – soo wahnsinnig super war’s nun auch wieder nicht…

Super dagegen – und deshalb wird’s extra erwähnt, weil’s zuletzt selten genug vorkam – war das Spiel des Herrn Lucio.

Wie zu besten Zeiten räumte der fast alle Bälle und strahlte Sicherheit aus, die auch auf seine Kollegen abfärbte. Weiter so.

Sonst noch was?

Ach ja.

Wer Herbstmeister wird, hängt davon ab, wie Hoffenheim dieses 1:2 verarbeitet. Das ist neu. Das ist ungerecht und gemein (aus Sicht der TSG’ler). Und insofern da was zurückbleibt, könnte es sein, dass sie gegen Schalke – die ja irgendwann mal zurückkommen müssen – zuhause auch mal ein Remis gibt.

Einen Sieg der Bayern bei den Babbel-Schwaben vorausgesetzt – was wiederum von Form und Fitness nach dem Lyon-Spiel abhängt – kann es was werden mit Platz 1 zu Weihnachten.

Wenn.

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0 Gedanken zu „So und nur so muss man gegen Hoffenheim gewinnen!

  1. Fands Spiel selbst auch nicht so herausragend. Viele hohe Bälle nach vorne, eigentlich hätte Klinsmann nicht Donovan sondern Jan Koller holen sollen, dem läge so eine Spielart.

  2. @David das trifft aber nur auf HZ1 zu, da stimmt es dass Bayern dieses Stilmittel (langer Ball auf Toni) fast ausschliesslich einsetzte). Aber das ist doch auch völlig richtig, wenn der Gegner mit 5 Mann pressing 20 Meter vor dem Tor betreibt – dann weiss jeder Kreisligaspieler: jetzt spiel ich nen langen Ball, Platz im Mittelfeld ist dann ja genug. Taktikfuchs des Tages: Lange Bälle gegen Pressing 😉

    Wie breitnigge sagte, das Spiel war zwar nicht gigantisch gut, aber man sollte sich auch mal die viel zitierte Premierleague anschauen – auch da findet man nicht oft Spiele dieser Kategorie, mit so hohem Tempo und taktischer Raffinesse.

    Alles in allem aus meiner Sicht ein sehr gutes Spiel – mit Bayern-Dusel, aber absolut verdient – und Rangnicks Bewertung des Spiels konnte ich wie schon in seinen Schalker Zeiten überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn Uli H. betriebsblindheit nachgesagt wird, dann hat Rangnick noch nie ein Licht der Welt erblickt 😉

  3. Ich bin mit Deiner Analyse hundertprozentig einverstanden – genau so habe ich es auch gesehen, und mich doch sehr über diese übertriebene Hochjubelei seitens der Premiere-Protagonisten gewundert. Sei’s drum, wenn wir mit lediglich 70% den Hoffenheimerm die Grenzen aufzeigen können, dann dürfte eigentlich klar sein, wer die Mannschaft der Stunde nun wirklich ist. Ich hatte da ohnehin keine Zweifel.

  4. ich bin schon seit jahren fasziniert vom FC Bayern, die Kultur, die Politik, alles um diesen Verein ist besonders. Deshalb lese ich auch diesen Blog.

    Aber du wirst langsam peinlich…

    „Auch dies hat Hoffenheim jetzt gelernt. Wir sind eben immer noch das Maß aller Dinge.“
    — kein kommentar

    „Sowas überdeckte gestern die fehlende spielerische Klasse einzelner Akteure im Vergleich zu Ribéry und Co.“
    — Aha, wen meinst du den mit „co“ ? Toni vielleicht? Der für ein Tor 10 chancen braucht? Klose? Klose ist Klose, seit spätestens 2007 findet er nicht mehr auf dem platz statt! oder lucio, der einmal eine konstante leistung gebracht hat? für einen IV wirklich besonders, oder?
    ich bin wirklich neugierig darauf, wer den (außer Ribery) so klasse ist bei bayern. mir fällt keiner ein. dir?

    „Dann bestehe ich im Umkehrschluss aber darauf, dass uns nachträglich all die Tore zugesprochen werden, die Schiedsrichter in dieser Hinrunde den bayerischen Stürmern, vor allem Luca Toni, abgepfiffen haben!“
    – sehr intelligent. man merkt, da hat jemand erfahrung im fußballgeschäft.

    Ich dachte, dieser Blog würde sich auf einem gewissen Niveau bewegen. Aber leider habe ich mich getäuscht. ein weiterer hirnloser fan, der fußball nicht verfolgt, weil er spaß am spiel hat. DU verfolgst fußball, weil du das spiel viel zu ernst nimmst, für dich ist es deine eigene kleine Soap-opera. Deine meinung über hoffenheim ist lächerlich, du musst wohl irgendwas kompensieren. Aber als Fußballfan kannst du endlich mal ein richtiger Mann sein, oder?

  5. Schöner Beitrag! Sehe ich zum größten Teil eigentlich ähnlich: Nur sah ich Schweinsteiger gestern eigentlich nicht so mies. Das heißt defensiv gut, offensiv katastrophal. Oddo musste demzufolge die rechte Seiten in die Offensive mehr oder weniger alleine beackern. Fand ihn auch nicht so mies.

    Was man hätte pfeifen können: Elfmeter für Toni, nach Halten des Torwarts (was soll das auch?!) und den Treffer Ibisevics – muss man aber nicht (internationale Härte, etc.).

    Ansonsten muss ich schon sagen, dass das das beste Spiel war, welches ich seit Deutschland/Protugal bei der EM gesehen habe. Schnell hin und her. Hatte naheuz PL-Charakter.

    @ Zechbauer: Sah ich auch so. Hoffenheim war richtig stark, Bayern aber wirklich nur so bei 70%. Da würde noch mehr gehen.

  6. Ich bin überrascht, ausgerechnet hier die Erkenntnis zu finden, daß das zwar ein gutes, aber kein Jahrhundert-Spiel war. Nicht daß ich Dir, Paule, das nicht zugetraut hätte, aber als unmittelbar Betroffener neigt man ja doch eher zu einer Verklärung als andere. Und andere, nicht nur Reif und der Rest von Premiere, auch der Print und der eine oder andere Blogger scheinen gestern ja das beste Spiel seit Italien – Deutschland 1970 gesehen zu haben.

  7. Meine Güte. Ihr habt ein wenig glücklich gegen einen Aufsteiger gewonnen. Da muss man nun wirklich keine Generalabrechnung draus machen.

    Zumal Hoffenheim spielerisch doch stärker war. Das ist eine tolle Mannschaft, bei der ein Rädchen in das Andere passt. Davon seit ihr ein gutes Stückchen entfernt. Hundertmal Toni gegen den Kopf zu schießen, ist halt der etwas unansehnliche Fußball, den man von Euch kennt.

    Aber immerhin ein schönes Solo von Lahm.

    Grüße

    Annabelle

  8. Das Spiel war nicht herausragend, aber doch insgesamt recht spannend und schön anzuschauen. Bisher kannte ich H-heim nur aus den Zusammenfassungen und war dann immer schon einigermaßen begistert von deren flüssigen Kombinationen. Jetzt wo ich sie mal über 90 Minuten gesehen habe, hatte ich das Gefühl, außer zugegebenermaßen wirklich schön vorgetragenen Kontern war da nicht viel.

    Mal Pressing, mal mit 11 Mann hinten rein und wenn es dann beim Gegner den Ballverlust in der berühmten Vorwärtsbewegung gibt, läuft sofort der Konter. Klassisch herausgespielte Torchancen, Flügelspiel o.ä. hab ich nicht gesehen. Oder hab ichs nur übersehn? (hab nebenbei gearbeitet)

    Erwähnenswert fand ich noch van Bommel, der sicher nicht bester Bayer war wie Reif meinte, aber doch mehr als solide und ohne blöden Ausraster blieb.

    Oddo fand ich über große Teile richtig schwach, vorallem seine „Flanken“ und Ecken. Umso erstaunlicher fand ich, dass er gegen Ende des Spiels dann auch noch von links einen Freistoß geschossen hat. War das so ne Art Aufbau- oder Trainingsmaßnahme? Nach dem Motto: Irgendwann muss es ja besser werden?

    Und Rensing? Da ist richtig viel Licht und Schatten drin. Wenn der nicht dauerhaft besser wird, kommt im Sommer wohl Ersatz. Bei der Szene kurz vor Schluss allein gegen Salihovic sah er ja mal richtig gut aus, aber bei hohen Bällen wird mir doch immer Angst und Bange.

  9. Muss Dir ausnahmsweise mal widersprechen, ansonsten bin ich meist Deiner Meinung: Aber gestern war wirklich ein gutes Spiel (kein Spiel, an das man sich noch in Jahrzehnten erinnern wird, aber ein gutes Spiel). Beide Teams haben permanent versucht nach vorne zu spielen, standen aber auch beide gut in der Defensive. Ich habe das Spiel gestern in England gesehen, und die haben das Spiel dort auch über den grünen Klee gelobt.
    Nicht nur die Hoffenheimer Offensive war gut, sondern auch die Defensivabteilung (abgesehen von der wunderschönen Torvorlage in der letzten Minute); und da stehen nun mal wirklich keine teuren Superstars (ok, Andreas Beck hat – glaube ich – drei Millionen gekostet), aber ansonsten Jaissle, Comper, Weis. Ob die sich in Stuttgart sehr in den Arsch beißen? Und die Raumaufteilung war viel besser als die der Bayern. Die schlechte Raumaufteilung der Bayern in der Defensive ist schon seit Jahren ein Problem, natürlich nicht national, sondern international gg. Mailand und St. Petersburg.
    Lustig finde ich aber, obwohl selbst Bayern-Fan, dass sich inzwischen nicht mehr Lautern und Mainz-Fans mit Hoffenheim beschäftigen, sondern die Bayern-Fans. Ist wohl auch ein Kompliment für Hoffenheim, sie werden wirklich als potentieller Gegner wargenommen.
    Im Übrigen hat Bayern aber trotzdem verdient gewonnen 😉

  10. Hmm,
    also ich fand das SPiel als solches jetzt auch nicht so pralle. Unser 5:4 hatte da doch mehr Tempo drinne. Viele Fouls, hätte nach 10 Minuten getippt, dass es mindestens 1-2 (Gelb-)rote gibt.
    Da ich die 1899er schon gegen uns gesehen hab war ich nicht wirklich überrascht, wie eingespielt die sind. Und beim FCB ist es wohl wirklich das „System“ Lahm-Ze-Ribery-Toni, dass die Spiele gewinnt.

    Seis drum. Knapp gewonnen, insgesamt wohl schon halbwegs verdient, wobei ein 1:1 wohl auch sehr gerecht gewesen wäre. Wenn ihr wirklich noch Herbstmeister werden solltet: Respekt. Hätt‘ ich net gedacht.

  11. Also ich fand das Spiel auch richtig gut, von beiden Seiten. So stelle ich mir Ligafußball eigentlich vor, wobei man oder besser frau das im Norden der Republik wohl anders sieht und scheinbar lieber dem dort derzeit beheimateten Rumpelfußball fröhnt, gell Annabelle? 😉

    Ungeachtet des tollen Spiels und des glücklichen, aber m.E. verdienten Sieges, waren die Schwachstellen unseres Teams leider wieder nicht zu übersehen. Die rechte Seite (siehe Paule oben), das suboptimale Defensivverhalten in der IV (siehe Totila oben) und die Anfälligkeit unseres Keepers, was die Strafraumbeherrschung betrifft (siehe derfippo oben).

    Für die rechte Seite hoffe ich, dass dort bald mal die Kombination Altintop/Schweinsteiger eine Chance erhält. Wenn das auch nicht klappt, muss hier investiert werden, aber bitte – sorry Vadder – nicht in Rafinha.

    Die Probleme in der IV sowie im Tor sollten sich eigentlich auch durch geeignetes Training beheben lassen („Jeden Spieler jeden Tag etwas besser …“). Wenn nicht, dann sollte man sich beim FCB zumindest bzgl. des Torwarts mal wieder einen Trip zum Flughafen Hannover überlegen. 😉

  12. Ich fand das Spiel auch richtig gut, auch wenn es nicht der erhoffte Champagner-Fußball war.
    Der verdiente Sieg der Bayern hat gezeigt, woran es hapert: Das spiel des FCB ist leider sehr leicht auszurechnen. Den Hoffenheimern gelang es, Ribéry unter Kontrolle zu bringen, wodurch die Probleme auf der rechten Seite (Schweinsteiger und Oddo) erneut offensichtlich wurden.

  13. Man kann das Ergebnis verdient nennen. Man kann sagen, dass ein Unentschieden gerecht gewesen wäre. Und man hätte auch bei einem 2:1 für Hoffenheim sagen können, dass das Ergebnis ok ist. Alleine daran kann ich für mich festmachen, dass es ein wirklich gut unterhaltendes Spiel war.

    Grundsätzlich würde ich das Spiel so einschätzen wie Annabelle. Eine systematisch besser spielende Mannschaft aus Hoffenheim gegen einen Bayern-Mannschaft voller überlegener Einzelspieler.

    Aber apropos Einzelspieler: Der Beck hat mich sehr beeindruckt.

  14. @Annabelle: Besser als die zwei (Diego kann wohl kaum ohne Würge-Sperre davonkommen) für den Torerfolg wichtigsten Spieler wegen Hitzköpfigkeit vermutlich für mehrere Wochen zu verlieren und der Definition von Mittelmaß zu entsprechen (12 Punkte zum 18., 11 zu den ersten 2).
    Und ob Karlsruhe als Bald-Absteiger so ne größere Hausnummer ist als der Tabellenführer-Aufsteiger, der einfach mal 6:4 hätte gewinnen müssen in Bremen, sei mal ganz dahingestellt…
    😛

  15. @laszlo2:
    Mir juckts ja deftig in den Fingern, aber ich möchte die gleiche Souveränität wie Paule und die anderen hier zeigen – und schweige deshalb auch dazu.

    Zum Spiel:

    Mal wieder eine super Analyse, Paule, bin insbesondere über die Überschrift glücklich, denn genau das war auch mein Fazit nach dem Spiel. GEIL! Jetzt kommen sie alle wieder aus den Löchern gekrochen und schreiben vom Bayern-Dusel, HERRLICH!

    Und auf einmal ist es nur „der Aufsteiger“ gegen den Bayern glücklich gewonnen hat. War ja vorab klar, das alles andere als ein 6:0 von Bayern zur gefühlten Niederlage erklärt werden würde.

    Richtig: Hoffenheim ist sehr engagiert, sehr laufstark, sehr konterstark. Mehr aber auch nicht. Es ist keine Übermannschaft, wie auch ich zeitweise schon gedacht hatte.

    Richtig: „Sowas überdeckte gestern die fehlende spielerische Klasse einzelner Akteure im Vergleich zu Ribéry und Co.“
    Ribery und Co.: Lahm, Weltklasse, nicht nur gestern; Ze, überragend, wie schon die ganze Saison; LUCIO, Weltklasse wie ewig nicht mehr.
    Fehlende spielerische Klasse: Schweinsteiger – hab heute mal wieder an einen gewissen Herrn Deisler gedacht und was hätte eigentlich sein können, wenn er gesund geblieben wäre… / Oddo: Note 6 – mehr braucht man dazu nicht sagen. Super Marcel Reif zu seiner „Leistung“: „Willy-Sagnol-Gedächtnisflanken“.

    Eins ist aber auch klar:
    Bayern wird eine Rückrunde auf höchstem Niveau spielen müssen, um vor Hoffenheim Meister zu werden. Denn die so genannten Konkurrenten hinter diesen Beiden sind so dermaßen inkonstant und das Liga-Niveau insgesamt so schwach, dass Hoffenheim mit den meisten Gegnern auch in der Rückrunde Katz und Maus spielen wird.
    Bayern darf sich keine Schwächephase wie in der Vorrunde mehr erlauben – dann wird Bayern auch Meister. Ich glaube nicht daran, dass Hoffenheim irgendwann einbricht. Eher wird Bierhoff noch neuer Schalke-Manager…

  16. Schönes Spiel, aber sicherlich nicht Weltklasse, wie uns Marcel Reif manchmal glauben machen wollte. Wer die englische Premier League schaut, hat solche guten Spiele des öfteren gesehen und ist von daher verwöhnt. Und wieso Herr Reif nebenbei in seinen Kommentaren noch die damalige Leistung der Bremer (2:5 in München) schmälern musste, kann man sich nur mit Reifs Bayern-Brille erklären. Die Bremer hatten bei ihrem Sieg jedenfalls noch klarer aufgezeigt, wo es bei den Bayern nach wie vor hakt. Rensing hat in einer Mannschaft wie Bayern München nichts zu suchen, wenn man internationale Titel holen will. Wie auch immer: Das Spiel hat Spaß gemacht und einen glücklichen Sieger gefunden (auch wenn sich die Bayern über ein Unentschieden nicht hätten beschweren dürfen).
    Dennoch lasse ich mich überraschen, wie die Bayern in der CL abschneiden. Aus meiner Sicht ist im Viertelfinale Schluss und dann können sie sich auf die Meisterschaft konzentrieren, die noch lange nicht gesichert ist.

  17. PS: So sehr ich Rangnicks Leistung als Trainer auch schätze (ich hatte mal mit ihm und Jogi Löw in Köln bei einer Veranstaltung vor Sportstudenten das persönliche Vergnügen), so sehr bin ich darauf gespannt, ob es der Kerl noch mal in seinem Leben schafft, herzlich in eine Kamera zu lachen – obwohl er verloren hat. Ergebnisse sind im Fußball nun mal nicht planbar (wie Rangnick gegen Leverkusen, die Bayern, Bremen und Hertha erfahren musste) und das ist auch gut so.

  18. Nur mal so, aktuell auf Franck bezogen aber auch generell: Wie kommt es eigentlich, dass bei Bayern alle, die mal wirklich gute Leistung bringen, sofort „Weltklasse“ sind? Dann war Herr Beck Freitag wohl auch Weltklasse!? Und wieso sagt ihm das nicht mal jemand?

  19. @Herr Wieland:
    Ganz ehrlich? Weil ich Fan bin und deshalb eine gewisse Begeisterungsfähigkeit für „meine“ Spieler mitbringe.

    Im Übrigen musste doch gegen das Hoffenheimer-Wunderteam schon eine Weltklasse-Leistung her, um sie zu schlagen, oder? 😉

  20. @Herr Wieland:
    „Dann war Herr Beck Freitag wohl auch Weltklasse!? Und wieso sagt ihm das nicht mal jemand?“

    Das hat einen ganz einfachen Grund Herr Wieland: Wir wollen einzelne Spieler eueres Gegners am letzten Hinrundenspieltag nicht unnötig stark reden, schließlich habt ihr derzeit doch schon genug Ärger an der Backe. 😉

  21. @ Franck: Naja, Oddo und Schweinsteiger würde ich nichtsdestotrotz besser einschätzen. Schweinsteiger war nicht gut, kein Thema, aber die Position des ROM gibt es ja auch bei uns nur auf dem Papier. Der ist eher ein dritter ZM, der mehr nach hinten arbeitet, weil Ribéry so gar nichts nach hinten macht und deswegen Bommel oder Zé für ihn ausbügeln müssen und somit wieder eine Lücke in der Zentrale entsteht. Deswegen ist es natürlich auch ein wenig unglücklich für Schweinsteiger, da er gar nicht die Entfaltungsmöglichkeiten eines ROM bekommt, jedoch die gleiche Leistung erwartet wird. Schlecht war er am Freitag – zumindest offensiv – definitiv.

    Oddo ist auch wieder so ne Sache. Da er ja, da Schweini mehr ZM ist, die rechte Seite alleine für sich hat, kann man auch da keine Wunderstücke erwarten. Er hat da eben nicht die gleiche Konstellation wie es sie auf links gibt. Nein, er muss eben mehr oder weniger allein vor und zurück pesen. Da sind diese Flanken vermutlich ökonomisch gedacht. Zudem hätten – wenn ich mich recht entsinne – daraus zwei Tore entstehen können. So denn Luca … Konjunktiv, nein? In der Defensive, naja, fand ich ihn auch nicht so schlecht. Am Tor, hm, da kann man streiten, erinnert mich sehr an Ballack’s Tor bei der EM. Das mit dem Hinfallen würde ich im Gegensatz zu Paule weder Schweinsteiger noch Oddo ankreiden wollen.

    Meines Erachtens bedingt die starke linke Seite – v.a. Ribéry – die schwache rechte. Denn wenn der eigentliche ROM ZM spielt, tja, was soll dann auch noch großartig über rechts passieren wenn da nur noch der RV ist? Interessant wird es, wenn Altintop da mal spielt und wie er das löst – bzw. ob er das löst. Hat ja am Samstag bei den Amateuren gespielt. Naja, mal sehen.

  22. @Jonas:
    Klingt logisch, was du über Oddos und Schweinis taktische Aufgaben schreibst.

    Was Oddos Flanken angeht, sehe ich das aber etwas kritischer. Zwar kamen gegen Ende des Spiels tatsächlich mal ein paar Bälle so wie sie sollen, in den ersten 70 Minuten waren aber so ziemlich sämtliche Flanken, Ecken Freistöße entweder viel zu hoch oder auf Bauchnabelniveau. Man hatte das Gefühl der muss sich erst mal ne gute Stunde warmschießen oder feinjustieren und das darf doch bei nem Profi, der regelmäßig spielt eigentlich nicht sein, oder?

  23. @ ElCobra

    Pizarro wird uns wohl drei Wochen fehlen, Diego vermutlich deren vier. Ich messe dem keine sonderlich große Bedeutung bei, weil es bei uns derzeit sowieso egal ist,wer aufgestellt wird. Qualitativ gesehen haben wir genug Spieler, um gegen Mannschaften wie Karlsruhe zu gewinnen. Was unserer Mannschaft vollkommen abgeht, ist jeglicher Funken von Anstand und Moral.

    Es ist ja nicht nur so, dass diese Truppe nicht mehr gewinnt, sie kann noch nicht einmal mit Anstand verlieren. Das ist so unfassbar erbärmlich und beschämend, dass ich dieses Team am liebsten zur Hölle wünschen würde. Menno, bin ich sauer.

    So, jetzt aber zurück zum guten Aufsteiger und den glorreichen Bayern.

    Grüße

    Annabelle

  24. Ein bisschen kann ich Annabelle sogar bei ihrem letzten Post zustimmen. Karsten (im Werderblog) hat schon recht, dass bei uns so langsam einfach mal irgendwas passieren muss. Hoffentlich in der Mannschaft und nicht beim Trainer.

  25. Ich muss grad noch was ergänzen, was mir noch eingefallen ist: Irgendwie werd ich euch Bayern nie verstehen.

    Nehmen wir mal das 0:4 von vor ca. einem Jahr bei uns im Weserstadion. Mal abgesehen davon, dass da auch einige unsaubere Szenen dabei waren, nur mal vom Ergebnis und zumindest letztlich auch vom Spielverlauf: Ist es nicht wesentlich schöner, wenn man den Gegner so richtig weghaut – vielleicht sogar noch im eigenen Stadion? Wenn man mit ihn Katz & Maus spielt (Ribery gegen Schulz)? Wenn das Ergebnis klar macht: Wir sind die Nr.1? Und hinterher nicht vom „Bayern-Dusel“, „Glücklichen Sieg“ etc geredet wurde, sondern von einem Klassenunterschied? Insbesondere nach der Vorgeschichte, Machtwechsel in Deutschland, blabla?

    Stattdessen freut ihr Bayern euch jetzt, dass alle davon reden, dass eben der Dusel zurück ist, das 1899 mit erhobenen Kopf aus der Arena gehen kann und so weiter?

    Ich werds nie verstehen. Aber ich verstehe auch Menschen grundsätzlich nicht, die gerne gehasst werden (und auch noch Stolz darauf sind).

  26. Paule du schaust dir Spiele im TV tatsächlich mit der Unterstützung des Herrn Reif an? Das ist ehrlich gesagt pervers wenn du die Möglichkeit hast reinen Stadionsound über Premiere zu hören. Nichts desto trotz hab ich selten Spieler gesehen die so oft und selbstverständlich Bauchschläge, vor allem Bauchschläge!, und andere Nettigkeiten austeilen anstatt ein ordentliches Foul zu begehen.

    Arme Nummer Hoffenheim.

  27. @conti: so wie werder.? die hauen ständig irgenwelche mannschaften aus dem stadion und am ende der saison stehen sie wieder mit leeren händen da. und zum thema bayern dusel: was ist das? die tatsache ,das der fcb bis zum schluss an sich glaubt und über 90 minuten hohes tempo geht? jörg böhme hat vor jahren mal gesagt,das man beim fcb nicht mehr von dusel sprechen könne, sondern von klasse sprechen müsste.

  28. @antikas: Darum gehts mir doch gar nicht. Aber wenn ich paule mal sinngemäß zitieren darf, war ihm ein solcher Sieg lieber als ein 4:0 (zumindest hinterher). Franck haut in die gleiche Kerbe – wobei ich Franck im Gegensatz zu Paule eh nicht mehr ernst nehme(n kann).

    Ich hab doch extra euren 0:4 Sieg zitiert, und nicht erwähnt, dass das Bremerspiel natürlich darunter leidet, dass zwar tolle Siege aber keine Meisterschaften herausspringen. Bei Bayern klappt letzters meistens, erstes ja auch hin & wieder. Aber wie gesagt: Darum gehts mir nicht. Mir ging es darum, dass man das eine besser als das andere finden kann. Und da gibts du auch keine Antwort drauf, oder?

  29. EDIT: Sorry für die Doppel-Posts (kann Paule gerne abziehen) aber mir ist gerade noch eingefallen, dass ich in meinem Beitrag auch nicht geschrieben habe: „Ihr Bayern habt doch eh nur Dusel“, sondern nur dass genau das jetzt in den Zeitungen stehen wird. Insofern ging deine Antwort gleich doppelt am Thema vorbei 😉

  30. @conti: dachte du hättest mich verstanden. natürlich ist mir ein hoher sieg auch lieber. aber eine fussballsaison ist ein marathon und kein 100m-lauf. was bringt ein hoher sieg wenn einem dann im entscheidenden moment der saison die luft ausgeht. nimm doch das beispiel deines lieblingsvereins. eine extrem kräftezehrende taktik und ständig muskelverletzte spieler. und dann wundern sie sich das nie was bei rum kommt ausser grosse versprechungen für die jeweils nächste saison. da ist mir der fcb stil deutlich lieber. da wird ne führung halt öfter mal verwaltet aber dafür weiss man dann auch , dass man am nächsten spieltag bzw. am ende der saison noch auf kraftreserven zurückgreifen kann. warum ist bayern denn so oft noch auf den letzten spieltagen meister geworden.? glück,dusel? oder haben sie sich ihre kräfte einfach besser eingeteilt auf die saison gesehen?

  31. natürlich ist mir ein hoher sieg auch lieber.

    Dann ist ja alles klar. Dass man die Spielweise (bzw das Kräfteeinteilen) von Bayern dem von Werder vorziehen kann, kann ich gut verstehen. Nur, wenn ich Paule Beitrag nochmal lese, dann kommt mir eben ein bisschen so vor, als wäre im der knappe Sieg lieber, als der hohe.

    Glück hat jede Mannschaft mal, manchmal ist es auch einfach das Mehr an Selbstvertrauen, das man hat, wenn man einen Lauf hat. Über die Jahre gesehen kann man Bayerns Erfolge sicher nicht nur mit Dusel erklären, das ist mir schon klar.

  32. @conti: so war es auf jeden fall witziger,da muss ich paule schon recht geben. also ein klarer 3:0 sieg für den fcb hätten sie vielleicht besser weggesteckt. aber den todesstoss in der 92minute zu bekommen,das zehrt unglaublich an den nerven. bin gespannt auf nächste woche.wie die hoffenheimer das verkraften.

  33. @Conti
    Wow, bei euch läuft ja schon die volle Trainerdiskussion, nicht zu fassen. Slomka? Veh? Wie wäre es mit Lothar? 😉

  34. wobei ich Franck im Gegensatz zu Paule eh nicht mehr ernst nehme(n kann).

    Warum eigentlich nicht?!?

    Frage ich, weil ich Dich trotz vieler Beiträge ernst nehme.

  35. TheBigEasy, den überlassen wir Euch, wenn es mal mit Klinsmann nicht mehr läuft… 🙂

    Bei uns aufm Blog sind auch ohne ihn genug seltsame Menschen im Gespräch.

  36. @Conti: Das war anders gemeint. Vor dem Spiel wollte ich, dass wir die Hoppelheimer mit 4 oder 5 zu 0 schlagen, um sie so von Platz 1 zu holen. Relativ schnell im Spiel war aber klar, dass das wohl nix werden wird.

    Da habe ich mir die Freiheit herausgenommen, nur noch auf einen Sieg zu hoffen – egal wie.

    Das dann ein solches Ende dabei herauskommt, konnte man ja nicht ahnen, gefällt mir aber nach dem Spiel besser, denn so ist es wahrscheinlicher, dass die endlich mal einen Knacks bekommen, was das wichtigste wäre – langfristig…

  37. Und raus aussem Feedreader.
    Fällt zwar sicher in den stats nicht auf, aber genug ist genug. Auf Wiedersehn’n !!! *klick*

  38. @Pistolero: Bitte? Meinst Du mich? Darf ich auch wissen weshalb? Ist Dir natürlich freigestellt, kann dafür nur keinen Grund erkennen…

  39. @paule: Was ist denn das für eine Haltung?: „Das dann ein solches Ende dabei herauskommt, konnte man ja nicht ahnen, gefällt mir aber nach dem Spiel besser, denn so ist es wahrscheinlicher, dass die endlich mal einen Knacks bekommen, was das wichtigste wäre – langfristig…“

    Sind die Bayern darauf angewiesen, dass Hoffenheim einen Knacks bekommt, damit die Bayern Meister werden??? Ich fasse es nicht! Bayern sollte einfach mehr Spiele souveräner gewinnen. (In Dortmund haben sie mir von der Moral her übrigens gut gefallen und wenn die Borussen mehr Eier (wie es die Hoffenheimer immer wieder zeigen) gehabt hätten, dann hätten sie einfach weiter volles Risiko aufs zweite Tor gespielt) Und nicht so glückliche Nummern wie in Karlsruhe. Das ist aus meiner Sicht immer noch der Unterschied zu den Hoffenheimern: Die haben nach Niederlagen bisher immer eine unglaubliche Moral bewiesen, sei es nach der (unverdienten) Niederlage in Bremen, sei es nach der hohen Niederlage in Leverkusen, die aber nicht das Spiel wiedergeben hat (hätte auch durchaus 3:3 ausgehen können). Und das macht die Jungs so stark – und attraktiv. Die verwalten eben kein 1:0, sondern spielen weiter nach vorne. Das kann und wird gegen international höherklassige Gegener auch mal nach hinten losgehen (sodass man auch mal einen klaren Sieg plötzlich noch herschenkt), ist aber im Prinzip genau der Fußball, den ich sehen will.

    Gruß

    Alexander

    PS: Bin mal gespannt, wie sich die Bayern in Lyon schlagen. Ich würde sie ja gerne im Achtelfinale gegen ManU oder Barca sehen. Damit jeder weiß, wo die Bayern derzeit stehen.

  40. @Rantus: danke für den post; sehr guter Bericht.

    @all: Was sagt ihr eigentlich zu der schiedsrichter Leistung am freitag? Nach meiner meinung müßte das für mindestesns 2 anti bayern verschwörungen reichen. Sicher MvB hätte auch geldb verdient gehabt. Ganz klar. Aber die hetzjagd der Hoffenheimer. 2 gelb rote wären verdient gewesen. Beck, hat sehr engagiert gespielt- habe ihn ja schon als alternative für Bayern genannt, alleine hätte schon in der ersten halbzeit gelb sehn müssen. Wenn UH Ribery schützen will, dann kann ich das nur zu gut verstehn. Luca Toni bekommt bei jeder Aktion Stürmerfoul gepfiffen. Ich war ja nur froh, das sein Tor nicht abgepfiffen wurde, weil er den Torwart ja hätte anschießen können…

    Ansonsten habe ich ein flottes Spiel von 2 starken manschaften gesehen. Hoffenheim mutig, aber am ende doch nicht abgezockt genug. Bayern unglaublich angagiert. Von Söldner mentallität nichts zu spüren, da war feuer drin.

    Was oft gefehlt hat, war die Bindung von Mittelfeld zum sturm bei bayern. Ribery kann es nicht immer alleine machen und schweinsteiger fällt wohl wieder ins leistungsloch…Bei hoffenheim funktioniert das umschalten defensiv auf offensiv nahezu perfekt.

    Lahm wird wohl der nachflolger von MvB als kapitän werden. Und das absolut zurecht.

    Das schlimmste für mich war allerdings, das hoffenheim mehr Stürmer auf dem platz hatte, als bayern im kader. Ein armutszeugniss.

    @paule: gebe dir Recht: das ende war wirklich zu geil. Das könnte kein krimi autor besser schreiben. Man hätte den Luca Toni ja erschlagen können wegen der vielen vergebenen chancen. Und wie der das Tor gefeiert hat. Wie ein kleines Kind. zu schön. Hätte nie gedacht, das so abgebrühte Profis solche emotionen haben.

  41. Also ich habe mich am Freitag Abend ja bestens unterhalten gefühlt! Endlich mal wieder ein BuLi-Spiel bei dem man nicht nach 30min gehofft hat, dass bald Schluß ist! Munter rauf und runter, Strafraumszenen, Fehlpässe, Fouls. Da war für meinen Geschmack mehr Unterhaltungswert drin als in 95% der Spiele dieser Saison.

    Das unser Wohnzimmer beim 2:1 förmlich explodiert ist und so die ganze Straße wußte, was passiert war, erwähne ich nur nebenbei, da ich mir vorstellen kann, dass das bei einigen hier der Fall gewesen ist 😉

    @vadder: Der Schiri war mal so, mal so. Ich hätte zur HZ jedenfalls nicht damit gerechnet, dass das Spiel mit 11 vs 11 beendet wird. Und was dieser Weis da abgezogen hat, mit seiner ständigen Meckerei (die mir übrigens ein echter Dorn im Auge ist – es nervt einfach nur), dass hätte auch einem hitzigen MvB zur Ehre gereicht. Ich denke, 1 Mal Gelb-Rot hätte er auf jeden Fall geben müssen.

    @Alexander: Barca oder ManU… Ich tippe ja auf Real, wie immer halt, wenn die beiden Teams gegeneinander gelost werdem können…

  42. @Franck: Hmm, irgendwie waren da ein paar deiner Aussagen die ich so grundsätzlich nicht nachvollziehen konnte. Aber ich bin gerne bereit meine Haltung zu überdenken.

    Zur Trainerdiskussion: Ja, auch im Bremen gehts mitlerweile heiß her. Karsten hat da was sinnvolles zu geschrieben in seinem Blog.

    Ich hatte übrigens auch nicht gedacht, dass das Spiel mit 22 Spielern endet… und ja die Hoffenheimer sind teils sehr hart eingestiegen – die Bayern aber auch. Positiv fand ich aber, dass außer der Flugrolle eines uns bekannten Bayern-Stürmers keine Schauspieleinlagen dabei waren. In diesem Zusammenhang will ich übrigens auch mal die beiden KSCler hervorheben, die ja trotz freundlicher „Behandlung“ nicht zu Boden gegangen sind. Auch wenn der eine hinterher meinte, sein Hals würde immernoch schmerzen…

  43. @Conti: sorry, dann hast du aber ein falsches Spiel gesehn, wenn du nur den Italiener beim schauspielern gesehn hast… es lag ständig irgendein blauer herum. In Halbzeit 1 sogar mit (vorgetäuschten??) Krämpfen. dagegen steht der Toni ja fast wie ein baum..lach

  44. Ich verstehe irgendwie den Hype um Hoffenheim nicht ganz und wie sämtliche Fußball-Lager plötzlich dem „Projekt“ die Daumen drücken.

    Seit ihr euch überhaupt bewusst, was Hoffenheim ist, was sich dort entwickelt und wohin die Reise führt?

    Ich sage es mal einfach. Es ist wirtschaftlich nur 1 Verein in diesem Land in der Lage den Hoffenheimern Paroli zu bieten und dies ist der FCB.
    Ich hab da kein Problem damit, dass wieder ein dauerhafter Rivale oben anklopft und mitkämpft wie es schon Gladbach, Hamburg, Dortmund, Schalke und Bremen tat.
    Doch sehe ich immer noch den Gegner und da muss ich sagen, dass mir die genannten Vereine deutlich lieber sind und wären als das „Projekt“. (nicht aus Angst. Aus Tradition)
    Aber andere Vereine? Die müssen sich daran gewöhnen, dauerhaft hinter diesem Verein zu stehen.

    Dass seitens eines Vereins der um die Tabellenspitze kämpft eine gewisse Abneigung gegenüber dem Konkurrenten herrscht kann man dann doch niemanden ankreiden. Das gehört zum Fußball dazu und im Gegensatz zu den eierlosen „Spitzenspielen“ früherer Jahre mit Lobhudeleien aus den verschiedenen Lagern ist mir persönlich ein Spiel mit „Sticheleien“, „diebischer Freude danach“, usw. deutlich lieber.
    Was wären denn die Spitzenspiele der anderen Ligen wenn ManU gegen Chelsea plötzlich ohne einer gewissen Abneigung abläuft, wenn sich nach dem Spiel Rangers-Celtic alle mit „Schulterklopfen“ überschlagen? Emotionsloser Einheitsbrei wäre das der nun wirklich nicht das verkörpern würde was ich mir vom Fußball wünsche. Ich möchte Emotionen, Nervenkitzel, Anspannung, Wut & Freude (und Leute. Bei mir war beim 2:1 ein ganzer Straßenzug wach und alle Heiligen fielen aus dem Himmel als das Gesicht von Rangnick eingeblendet wurde und ich meinen Emotionen freien Lauf lies)

    Ob Bayern darauf angewiesen ist, dass die TSG einen Knacks bekommt oder nicht tut dann gar nichts zur Sache. Keine Frage. Die TSG spielt einen traumhaften Fußball, schnell, ohne Überlegen, volle Kraft, etc.
    Aber woher der kommt ist was ganz anderes und im Gegensatz zum erzwungenen Medien-Applaus muss ich aus diesem Grunde nicht applaudieren. Ich kanns „respektieren“, mehr aber nicht.

    Insgesamt wird die TSG aber noch ihre „Schwächephase“ bekommen und dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Bisher erlitt dies noch jeder Verein und auch die TSG wird davor nicht gefeilt sein.
    Ich bin gespannt wie es nächstes Jahr mit den Punkten aussieht wenn die Reise nach Dortmund, auf Schalke, nach Stuttgart, zum HSV und in die brodelnden Kessel nach Gladbach und zum KSC geht.
    Denn bei aller Freude über die TSG heuer. Die TSG erhielt nach Aufstiegseuphorie im ersten Spiel einen potentiellen Absteiger mit Cottbus, durfte danach daheim einen Aufsteiger schlucken und war somit schon in einem Lauf den auch die derbe Auswärtsschlappe gegen Leverkusen nicht stoppen konnte.
    Auswärts brachte SAP, äh… TSG Hoffenheim, nicht wirklich soviel auf die Reihe. Gegen alle größeren Vereine gab es 0 Punkte. (Leverkusen, Bremen, Hertha, Bayern)

    Insgesamt haben glaub ich bisher nur die Bayernanhänger und vereinzelte anderer Lager begriffen, dass die TSG kein One-Hit-Wonder als sympathischer Aufsteiger ist sondern ein dauerhafter Feind mit höchstem Ambitionen. Dass man diesem Verein dann nicht wohlwollend zuwinkt versteht sich von selbst. Beim Rest wird irgendwann auch die Erkenntnis reifen, dass Duelle um die Meisterschaft zwischen Bremen und Bayern, Dortmund und Bayern, Schalke und Bayern, etc. deutlich mehr Flair hatten als die in Zukunft reifenden, wenn dann VW Wolfsburg noch mit eingreift.

    Um meinen Verein mach ich mir keine Angst. Wir können mithalten. Vielleicht nicht mehr so einfach wie früher und wir werden auch längere „Trockenphasen“ hinnehmen müssen, aber wir können mithalten. Der Rest? Ich denke nicht.

    Ich vermisse jetzt schon meine Lieblingsfeinde aus Bremen, Schalke, Dortmund und wie sie alle heißen und hießen. Ihr werdet irgendwann euren Lieblingsfeind ebenfalls vermissen.

    just my 2 Cents

  45. @Rantus: mal abwarten, wie lange das „Projekt“ noch „flüssig“ läuft. Denn, selbst wenn das neue Stadion da ist, und sich der Verein wirtschaftlich selbst trägt (wenn UH recht hat- und das hat er ja meistens- und dort wirklich viel Geld gezahlt wird) dann sind Investitionen wie in den letzten jahren nur dann drin, wenn international gespielt wird. Und das muß sich alles erst noch zeigen. Hopp wird nicht ewig zahlen.

  46. Für das Stadion muss Hoffenheim soviel ich weiß gar nichts zahlen. Das trägt Hopp alleine und da will er auch nichts.
    Auch sonst will er ja nichts von Hoffenheim zurück. So gesehen ist Hoffenheim selbstverständlich ein anderes Modell als ManU mit Glatzer oder Liverpool.
    Doch genau das, macht es auch gefährlich, wenngleich es natürlich ein Spielzeug ist und bleibt wie eben diverse PL-Vereine.

    Das Projekt trägt sich lange. Die Infra steht, bzw. wird gerade aufgestellt, das Trainerteam und Scoutingteam wird fleißig bei SAP bezahlt und ob sich das Projekt dann wirklich selber tragen muss steht noch in den Sternen. Nur weil es angestrebt wird heißt es nicht, dass es auch erreicht wird.
    Und selbst wenn nicht, wird Hopp die TSG nicht fallen lassen. Das kann man gleich vergessen. Welche Grund hätte er dazu? Es geht ihm nicht um Gewinne und die Ausgaben tun ihm nicht weh. Für die TSG ist dies in allen Belangen nur positiv.

    Irgendwann spielt die TSG etwas mehr ein, kostet dafür auch mehr. Unterm Strich wird Hopp immer einen gewissen Betrag ausgleichen müssen, denn bis die TSG in der Lage ist sich selbst zu tragen würde viel Zeit vergehen. Schau mal welche Summen andere Vereine aufwenden müssen um sich tragen zu können.
    Und „Mittelmaß“ oder eine „Fahrstuhlmannschaft“ ist nicht das was Hopp auszeichnet. Weder bei SAP, noch bei der TSG.

    Die TSG ist gekommen um zu bleiben.

  47. @Rantus: Du hast die Sache schön auf den Punkt gebracht. So und nur so kann man die Entwicklung von Hoffenheim sehen.

    Ich war doch auch sehr überrascht, wer alles zu dem vermeintlichen Spitzenspiel aus den Löchern kam. Und wie viele Leute FÜR Hoffenheim waren. Davon auch viele, die noch vor der Runde GEGEN diese Mannschaft gewettert hatten aus den richtigen Gründen.

    Ich finde weder Hoffenheim gut noch beeindruckend. Ich finde sie einfach überflüssig. Denn ja, ICH BIN FCB FAN und als Fan (egal welcher Mannschaft) muss/darf man gar nicht politisch korrekt sein. Denn richtige Unterstützung ist nur 100%ige Unterstützung und die verbietet tiefergehende Sympathien mit anderen Vereinen. Aus welchen Gründen auch immer.

    Darum sind in meinen Augen auch all diejenigen, die am Freitag FÜR Hoffenheim waren, keine richtigen Fußballkenner und -fans, sondern Public Viewing Touristen.

    Lasst die Hoffenheimer spielen, vielleicht können sie ihre Form halten. Aber nächstes Jahr im europäischen Wettbewerb werden sie keinen Stich machen (siehe Stuttgart in der CL).

    Und ein Ibisevic ist für mich auch nur ein weiterer Christiansen und wie sie alle heißen. Torjägerkanone geschenkt.

  48. Rantus,
    viel wahres an deinem Beitrag. Einzige Anmerkung: Sieht man mal, für welche Summen Hoffenheim eingekauft hat (Comper für 100.000 EUR!!) und wieviel die Spieler mittlerweile wert sein dürften – zumindest da hat sich wohl die „Investition“ gelohnt. Klar wird der Verein sich nicht so ohne weiteres selbst tragen. Anderseits, spielt man wirklich nächstes Jahr CL… wie auch immer.

    Was mich an dem „Projekt“ fasziniert ist, die konzeptionelle Arbeit. Als Betriebswirt interessiere ich mich eben neben dem „reinen“ Fußball auch für das, was dahinter steht. Wahre Fußballfans dürfen mich dafür ruhig hassen.
    ZB Klinsi hat zu WM-Zeiten vieles anders/neu gemacht. Teile davon haben Vereine schon lange gemacht – nur halt weniger im öffentlichen Fokus wie Klinsi & seine Gummibänder. Vergleicht man aber Fußball mit anderen Sportarten, zB die Trainingszeiten (ja auch eins von Paules Lieblingsthemen) kommt man als Außenstehender nicht umhin zu vermuten, dass da einiges getunt werden kann. Auch die wissenschaftliche Komponente, die in anderen Ländern wesenlich höher steht als bei uns ist sicherlich deutlich unterentwickelt: Stichwort „Mastercoach“ (die Diskussion hatten wir hier schonmal, ich glaube @Franck da waren wir auch unterschiedlicher Meinung). Wie anderswo schon erwähnt, Spieltempo wie im Freitagsspiel sieht man in der PL jeden Tag.

    Erfolg kann man nicht planen. Punkt. Aber ich bin der Meinung, man kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass man welchen hat. Und Hoffenheim setzt viel daran, genau diese zu erhöhen. Nicht durch planloses Geldverbrennen a la Dortmund, sondern durch sinnvolle Maßnahmen. Die 1000 Trainer die Klinsi mitgebracht hat sind meiner Meinung ebenfalls ein notwendiger Schritt. Individuelles Training zum Beispiel. Was nützt es, wenn ich die gesamte Mannschaft 10km durch den Wald schicke? Die Hälfte kommt damit klar, ein Viertel ist total über- und der Rest unterfordert. Ist es da nicht sinnvoller das ein bisschen zu differenzieren?

    Blickt man mal zu uns nach Bremen (wo sicherlich auch sehr gut gearbeitet wird) fehtl zB ein „Mentalcoach“ oder wie man ihn nennen mag. Wer heute behauptet, Fußball hätte nichts mit Psychologie zu tun der hat – sorry – den Schuss nicht gehört.
    Mal von Diego/Pizarro abgesehen: Wie kann es sein, dass zB Fritz in der Verfassung ist in der er ist – seit (!) der EM. Wie Karsten es in seinem Blog so schön formuliert hat: „Früher konnte man CF’s Trikot nach 10 Minuten auswringen, heute ist man froh wenn er überhaupt seinen GEgenspieler folgt und nicht einfach stehenbleibt“.

    Wieder ein Blick in andere Sportarten: Wieso ist ein Nadal, ein Federer und wie sie alle heißen einfach „cooler“ als der Gegner sobald es zum Matchball kommt. Wieso verlieren andere Spieler immer die Nerven, wenn sie „zum Match servieren können?“ Wieso spielt Poldi hier gut und da schlecht? Wieso macht Özil nach seinem tollen Solo am Samstag das Ding nicht rein, wie noch gegen die beiden Tabellenführer? Und wieso wird das nicht (wie im Tennis) gezielt trainiert?

    Der lange Rede kurzer Sinn: Zu einem gewissen Teil habe ich „Angst“ vor Hoffenheim – dass Deutschland demnächst nicht mehr durch Bremen & Bayern in der CL vertreten wird, sondern nur noch durch die beiden Süd-Clubs. Ja. Aber wenn dem so ist und man in anderen Vereinen (wie auch Bremen) endlich dahin kommt und zB Maßnahmen wie einen Mentalcoach etc. einführt – was langfristig die gesamte BuLi auf ein höheres Niveau heben wird. Dann wäre das doch auch mal was.

    Hoffenheim ist nicht der „Retter des dt. Fußballs“, wie sie hochgejazzt werden, aber sie zwingen sicherlich andere Vereine dazu, ihre bisherigen Konzepte zu überdenken. Und das finde ich gut. Und solange wir nicht 18 Hoffenheims (sorry, 17 Hoffenheims und den FCB) in der Liga haben…

    „Entscheidend ist auf’n Platz“. Das bezweifelt keiner. Mir geht es auch mehr um die Zeit bevor es entscheidend wird.

  49. Da hast du Recht Conti und das sehe ich ähnlich. Das was Hoffenheim in Sachen Training revolutioniert hat beim Verein, in Sachen Center in der Infra und allem drumherum ist wichtig und bringt den Deutschen Fußball auch weiter.
    Schade aber, dass es dafür eben dieses „Projekt“ bedarf.

    Der Mitarbeiterstab von Hoffenheim ist ähnlich groß wie der von Bayern. Hoffenheim arbeitet schon seit der RL-Zeit mit Psychologen (woher kommt denn z.b. Laux) und ähnlichen und wenn man es ganz genau nimmt dann war es als erstes Hoffenheim was internationale Standards die in Spanien, England, Italien vorherrschen nach Deutschland gebracht hat.

    Das ist Wichtig, das ist Gut und die Liga sieht hoffentlich was damit angefangen werden kann.
    Soweit bin ich da ganz bei dir, denn auch dies sah ich längst als Überfällig an in deutschen Landen und auch bei meinem Verein.

    Mich stört das auch alles nicht und auch die Spielweise der Hoffenheimer respektiere ich und streit nie ab, dass dort nebst toller Arbeit toller Fußball geboten wird.

    Was mich an Hoffenheim stört ist die Außendarstellung. Hoffenheim ist kein „Wunder“, Hoffenheim ist keine „Überraschung“ und Hoffenheim ist kein „Dorfverein“ im eigentlichen Sinne.

    Das ist, wie du sagst, ein Konzept mit dem die Wahrscheinlichkeit zum Erfolg drastisch erhöht wurde mit externen Mitteln. Hoffenheim ist, als Stadt/Dorf selbst, beliebig austauschbar. Nicht die Hintergründe.

    Die Darstellung mit der Jugend stimmt bedingt. Ich bin froh darum, dass Hoffenheim was für die Jugend macht. Keine Frage. Aber die Jugend ist nicht der Grund für das „Hier und Jetzt“

    Darum sollte man bei der Wahrnehmung von Hoffenheim eventuell anders mit dem „Projekt“ umgehen. Hier ist der Verein der Bayern finanziell, in den Methoden, in vielen Belangen das Wasser reichen kann. Kein einfach Aufsteiger der alle eine Saison fasziniert und dann wieder verschwindet.
    Es fehlt noch etwas die Erfahrung, der klangvolle Name und das drumherum. Doch das kommt von selbst mit der Zeit. Der Rest passt schon.

    Das alles ist es aber nicht was mir Sorge macht. Was mir Sorge bereitet ist die Austauschbarkeit, die fehlende Basis und der einfach Fakt, dass eben die Wahrscheinlichkeit durch finanzielle Mittel so erhöht werden konnte, selbst bei einem Dorf.
    Das macht mir Angst.

    Denn wie gesagt. Ich kämpfe lieber gegen ein Bremen was sich alles hart erarbeitet, als gegen ein Hoffenheim mit erkauft erhöhter „Wahrscheinlichkeit“.

    Das mit den Transfers von Hoffenheim ist ein anderes Thema. Die Scoutabteilung dort hat es in sich, das Team durfte sich 1 Jahr auf niedrigem Niveau finden und die Preise die ein Hoffenheim zahlen musste waren noch die, die ein 2t-Ligist zu zahlen hatte. Frägt Hoffenheim jetzt bei Spielern an sieht der Preis schon anders aus. Siehe z.B. Sobis vor der Saison.
    Ein Obasi ist für mich keine große Überraschung. Selbst Chelsea ging mit Mikel bei Oslo schon einkaufen, die mussten halt nur mehr zahlen weil der Name ein anderer war und Obasi ist der 2t teuerste Verkauf von Oslo nach eben jenen Mikel.
    Auch ein Ba ist keine Überraschung. Dort war ja der RSC Anderlecht nicht umsonst dran.
    Ebenso überraschen mich Eduardo und Beck nicht. Dafür zeigten sie bereits in den U-Mannschaften was sie zu leisten im Stand sind.
    Einzig Ibisevic tanzt etwas aus der Reihe. Und der lebt von anderen Sachen aktuell und ist eher das, was ich als One-Hit-Wonder bezeichnen würde. Der hat einen Lauf, der Rest ist Konzept.

    Ich für meinen Teil hoffe, dass alle traditionellen Mannschaften ihren Trainingsbetrieb der neuen Zeit anpassen und aufschließen und dass Hopp sein Geld nur in kleinen Mengen einsetzt bei der TSG um sie eben da oben zu halten aber nicht zum „Hassverein“ verkommen zu lassen. Der Glaube daran fehlt aber.

  50. @ Stephkoch: Das würde ich doch jetzt mal als dumpfe Polemik bezeichnen. Paule hat ja schon öfter definiert, was für ihn einen Fan ausmacht, wenn ich mich nicht irre, sogar einen Beitrag dazu verfasst? Diese deine Definition eines Fans ist deine ganz persönliche Meinung, die ich dir lasse. Nur wenn du sie hier äußerst, musst du mit Widerspruch rechnen. In dem Fall eben von mir.

    Ich glaube die Bezeichnung Fan ist ungefähr genauso wenig greifbar wie die Begriffe Kultur und Kunst. Was ist denn was, wo hör das eine auf, wo fängt das ander an? Findest du deine Definition nicht leicht anmaßend? So pauschal? Auch dass du die armen Fußballkenner noch gleich mit in den Mix wirfst ist meines Erachtens nach Blödsinn. Aber okay, wenn du das denkst?!

    In punkto Fan halte ich es wie bei der Kunst im Recht: Der, der sich als Fan betrachtet, ist auch einer.

    Wer bin ich denn zu sagen, dass jemand kein Fan ist? Kann ich sehen, wie es in ihm aussieht, was er denkt? Haben die Ultras das Recht gepachtet zwischen Fans und Touristen zu differenzieren? Und wer bin ich denn um zu sagen, dass jemand Fußballsachverstand besitzt? Hm? Aber wenn du das kannst …

    ‚Nuff said.

    Und zu der Hoffenheim-Debatte: Due Außen-Darstellung und die mediale Berichterstattung ist pures Marketing respektive PR. Das ist gut für den Verein – Fans, ne? 🙂 – und dessen Image. Dass dort Geld in die Hand genommen wird und ein „Projekt“ durchgezogen wird, finde ich genauso wenig schlimm, wie wenn Bochum absteigen würde. Klar. Tradition, also tradiertes Fanverhalten und -feindschaften sind noch einmal etwas ganz anderes. Doch geht es mir ja auch um den Sport. Und da sieht es ja in Deutschland mit der Bundesliga zappenduster aus. Aber sowas von. Deshalb finde ich es gut, dass Hoffenheim da ist. Damit wir tatsächlich solche Spiele haben – bin da ganz bei Mark van Bommel. Denn so werden wir gefordert und besser. Das werden wir nicht durch die ach-so traditionsreichen Spiele wie gegen Dortmund oder Schalke. Sondern in solchen Spielen, die auf CL-Niveau ablaufen. In denen 90+ Minuten alles gegeben wird, der unbändige Wille zählt und in denen Geschwindigkeit nicht nur hypothetisch ist.

    Es wäre mir zwar auch lieber, würde beispielsweise Bremen diesen PAr übernehmen, andererseits finde ich ein Hoffenheim irgendwie „erfrischend“. Einfach mal wider alle Traditionen und den reaktionistischen Strömungen, die im Fußball ja mehr Tagesordnung als Ausnahme sind, auf die füße tretend. Sollten sie dann allerdings wieder in der Versenkung verschwinden, was ich jedoch bezweifle, isses dann aber auch nicht schlimm.

  51. @Rantus: Sehr gut geschrieben. Eduardo war ja damals auch bei Inter oder Ac oder bei beiden im gespräch. Und dann ging er wegen des tollen konzepts (wie immer, wenn es um viel handgeld etc geht) in die damalige Provinz.

    Mich stört auch der begriff „Dorfmanschaft“ gewaltig. Eine dorfmanschaft war damals waldberg gegen bayern im DFB Pokal. Die waren Amateure, und auch noch aus dem Dorf. Das ist bei Hoffenheim ja nicht so.

    @Conti: das mit dem Fritz Clemens und den trainingsmethoden: das ist ein Punkt den ich nicht verstehe. Nach einer BL saison muß die Nationalelf Kondition trainieren. Unglaublich eigentlich, oder???

    Das Hoffenheim über den tellerrand geschaut hat ist richtig. bayern mit Klinsmann auch. Und dafür gabs Kritik. Wenn Klinsmann ähnliche Arbeit wie Rangnick schafft, das Bayern im nächsten jahr konstant stark spielt, dann war alles richtig. Und wie rantus richtig sagt, Hoffe hatte 1 jahr zeit´zum einspielen.

    Beck habe ich für die bayern ja auch im Blick,hat mir bei der nationalelf gut gefallen. Auch am freitag. Der ist hungrig, bissiger als zB jansen. Das mit dem offensivspiel lernt er noch.

    Eine Frage stellt sich jedoch: von wegen 17 Hoffenheims usw…was würdest du sagen, wenn bei euch ein Dagobert duck anklopft, die taschen voller geld, und euch so nach vorne bringen will? wäre das noch dein verein? Weil: einzig das konzept ändern nutzt nichts, das geld muß ja erstmal da sein. Du brauchst ja auch die spieler für das system. Wie würdest du reagieren? (interessiert mich nur, ist keine kritik oÄ)

  52. @Lizas Welt: Gänsehaut pur..ich habe im stadion vor anspannung fast nen herzinfarkt bekommen. ich wollte unbedingt den sieg. und dann läuft die uhr runter… und dann trifft der Luca, der toni…herrlich…das ist fußball.

  53. @Jonas: ich bin weder anmaßend noch geistig in der Nähe eines Ultras. Und ich spreche mir a) Fußballsachverstand zu, b) kann ich feststellen, dass ihn jemand NICHT hat (Beispiel: ein „Fan“ von Hoffenheim forderte am Freitag neben mir eine rote Karte für Lucio wegen Tätlichkeit, weil er einem TSG Stürmer beim Wegschlagen des Balls in die Weichteilen traf) und c) brauch ich keine Belehrung über die Definition von Kunst und Kultur.

    Vielleicht reagiere ich polemisch. Kann sein. Weil ich aber immer noch Unverständnis dafür habe, warum man NUR Fußball schaut, wenn „Klein gegen Groß“ spielt. Wenn man NUR für Hoffenheim ist weil sie gegen den FCB gewinnen könnten. Warum haben diese „Fans“ VORHER dann gegen Hoffenheim als Retortenverein gewettert?

    Es ist doch so: wenn ich Rosenkohl (einen mit Milliarden gezüchteten Verein) scheisse finde, schmeckt er mir doch auch nicht, wenn er auf einmal anders gewürzt (schneller Fußball etc., den ich Hoffenheim gar nicht abspreche) ist.

  54. @ Stephkoch: An dem letzten Absatz habe ich ja auch nichts auszusetzen, ist ja deine Meinung. Ich finde es nur anmaßend über die Fanhaftigkeit und den Fußballsachverstand von Menschen zu urteilen. In konkreten Einzelfällen kann ich das einsehen, aber so pauschal also generalisierend daher gesagt, finde ich das einen sehr gewagten Standpunkt – denn du weißt es, in dem du dies machst, ja offensichtlich besser.

  55. @Jonas: dann nehme ich das generalisierende Moment meines Kommentars zurück. Denn da muss ich Dir recht geben und eingestehen, dass ich mich wohl im Eifer des Gefechts dazu habe hinreissen lassen.

    Trotzdem sind mir die Leute, die sich an jedem verdammten Samstag ihre Mannschaft live via Stadion/Premiere etc. anschauen und sich mit ihrer Mannschaft auseinandersetzen lieber als die „Gipfeltreffen“-Touristen vom letzten Freitag und ihre Meinung. So anmaßend darf ich sein.

  56. Und dann ging er wegen des tollen konzepts (wie immer, wenn es um viel handgeld etc geht) in die damalige Provinz.

    Naja, wir hatten doch gerade einstimmig dafür gevotet, dass in dem Fall sogar das Konzept stimmt, oder? 😉

    Ich wüßte nicht wie ich denke nwürde, wenn Dagobert Werder sprizt. Echt nicht.

  57. Hoffen wir, dass das „gespritzte“ erstmal fern bleibt. Hoffenheim ist daher erstmal relativ einmalig, denn Investoren die nichts wollen findet man selten.
    Wenn das Modell HSV aber mit ihren Transfer-Fonds Schule macht oder der Hr. Kind irgendwann wirklich die 50+1-Regel kippt dann wird es für uns schwerer.

    Denn dann müssen wir Fans uns mit anderen Gegebenheiten anfreunden. Dann sind wir nicht mehr Anhänger einer Religion, können uns nicht auf Jahre harte Arbeit berufen und uns über Toptransfers mit viel Risiko behaftet freuen oder Sorgen sondern sind nur noch ein entbehrlicher Teil eines Spiels zwischen Milliardären denen das Golf-spielen noch zu langweilig ist.

    Da mach ich mir dann Sorgen. Nicht um meinen Verein, sondern um meinen Sport.
    Denn ich denke, dass im Falle eines Falles sich kein Top-Verein der Liga schwer tun würde einen Investor zu finden. Schalke hätte Gazprom sofort vor der Tür, Werder dürfte sich nicht schwer tun dank des internationalen Auftretens über die Jahre hinweg, der HSV hat irgendwo bereits einen Scheich dahinter der gerne investieren würde und auch H96 will die 50+1-Regel ja nicht einfach so kippen.
    Auch die Hertha ist als Hauptstadt-Verein wohl nicht uninteressant für mögliche Investoren und wenn Bayern die Vereinssatzung geändert bekommt und einen Investor holen wollen würde, müsste man da nicht lange warten.

    Aber das ist nicht das was ich möchte.
    In England wird schöner Sport vor sterbender Kultur gespielt. Da seh ich lieber die Gruselkicks mit echten Emotionen. 🙂

  58. @vadder und überhaupt:

    „Mich stört auch der begriff “Dorfmanschaft” gewaltig. Eine dorfmanschaft war damals waldberg gegen bayern im DFB Pokal. Die waren Amateure, und auch noch aus dem Dorf. Das ist bei Hoffenheim ja nicht so.“

    Was soll denn so ein Blödsinn? Nenn mir mal einen Verein, der seine Spieler noch aus der eigenen Stadt oder der näheren Umgebung „bezieht“. Wieviele Spieler sollten direkt aus einem Dorf kommen können? Mit der Argumentation müsstest du die halbe Handballbundesliga, die aus Dorfvereinen besteht, deren Spieler aber nicht aus diesen Dörfern kommen, zusammenstreichen. Oder anders gefragt: Wieviele Spieler von Bayern München stammen direkt aus München? Wieviele aus der Umgebung? Wieviele stammen aus anderen Bundesländern und erst recht: wieviele stammen aus dem Ausland? Und wieso spielen die Münchner Spieler von Bayern München (und Umgebung) nicht bei 1860? Wenn denn hier von einigen Mitschreibern so auf Tradition gepocht wird? Welcher der beiden Vereine ist denn der traditionsreichere Verein? Die Antwort ist doch ganz simpel: Die Spieler spielen meistens da, wo sie mehr Geld und Aufstiegschancen sehen, ganz einfach. Und wartet doch einfach mal ab, bei welchem finanziellen Angebot Uli Hoeness bei Ribery schwach wird (oder Ribery selbst). Übrigens finde ich es einen erstklassigen Marketing-Trick, sich „Bayern München“ zu nennen. Wäre mal auf die Reaktion gespannt, wenn sich meine Borussen als „NRW Dortmund“ präsentieren würden. Ich denke, aus dem direkten Umland käme ein klasse Mannschaft zusammen und man könnte immer dick auf die Kacke hauen. „Brandenburg Berlin“ wäre hingegen wahrscheinlich weiterhin zweitklassig und Städte wie Hamburg oder Bremen hätten natürlich ein großes Problem. ;))

    Noch was zu den Traditionen: Wer sich die historische Entwicklung des BVB und von Bayern München anschaut, müsste eigentlich sofort erkennen, dass im Falle des BVB eine ähnliche Dorfstruktur zugrundelag wie bei Hoffenheim (vom Geld mal abgesehen). Der Ballsportverein wurde in einem Stadtteil gegründet, den man durchaus mit einem Dorf vergleichen kann, zumal viele Dörfer (gerade zur Nazizeit) eingemeindet wurden und so viele Dörfer bestehende Städte vergrößerten oder eine neue Stadt bildeten. Der Ballsportverein Borussia ging bereits 3 Jahre nach Vereinsgründung mit anderen Dortmunder Sportvereinen zusammen. Kann man da noch von Traditon sprechen oder schlugen hier bereits Faktoren wie Wirtschaftlichkeit durch (mehr Mitglieder, mehr Zuschauer, größere Sportanlagen etc.).
    Zu Bayern München: Kennen die hier anwesenden Bayern-Fans eigentlich ihrer eigene Historie? Wieso haben sie nie auf einen Verein mit dem Namen „FC Schwabing“ oder so gepocht? Ich zitiere einfach mal aus einem Aufsatz, der zumindestens im Ansatz an die jetzige Hoffenheimer Dorfgeschichte erinnert:

    „Dass die Bayern nicht immer so unsympathisch waren wie heute, davon erzählt Schulze-Marmeling in seinem Aufsatz über den „Judenclub“ FC Bayern München. Unter den Gründern des Klubs waren die jüdischen Fußballpioniere Gustav Rudolph Manning, Sohn eines Frankfurter Kaufmanns, und Franz Pollack. Bayern München avancierte schnell zum bürgerlichsten Verein des deutschen Fußballs und war im Herzen Schwabings beheimatet, in dem zur Jahrhundertwende die Bohème-Kultur pulsierte. Für die Gegner waren die Bayern ein „Protzenclub“. Der jüdische Kaufmann Kurt Landauer prägte die Geschichte der Bayern ab 1913. Er organisierte in den zwanziger Jahren regelmäßige Matches gegen renommierte ausländische Fußballclubs wie Budapest, Amsterdam, Paris und Prag, Vereine, die von den gegnerischen Fans als „Juden-Clubs“ verschrien waren. Auch dem FC Bayern hing ob seiner vielen jüdischen Mitglieder bald der Ruf des „Juden-Clubs“ an.

    Glanzvoller Höhepunkt der Präsidentschaft Landauers war der Gewinn der deutschen Meisterschaft unter dem ebenfalls jüdischen Meistertrainer Richard Dombi am 12. Juni 1932 gegen Frankfurt. Die goldenen Bayern Zeiten fanden 1933 ein jähes Ende. Der Erfolgspräsident Landauer kam seiner Entlassung aufgrund des in Kraft getretenen Arierparagraphen zuvor und gab sein Präsidentenamt nach der Machtergreifung Hitlers auf.

    Während der judenfreie FC Bayern München von den neuen Machthabern gewisse Benachteiligungen aufgrund seiner jüdisch-liberalen Tradition erfuhr, bekamen seine jüdischen Angestellten den nationalsozialistischen Terror leibhaftig zu spüren. Meistertrainer Dombi und der ebenfalls jüdischstämmige Jugendleiter Beer emigrierten in die Schweiz und nach Holland. Dombi knüpfte in den folgenden Jahren mit Feyenoord Rotterdam an seine Münchner Erfolge an. Kurt Landauer hingegen wurde 1938 in der sogenannten Reichskristallnacht verhaftet und ins Konzentrationslager Dachau verschleppt. Nach vierwöchigen Misshandlungen wurde er entlassen und flüchtete 1939 in die Schweiz, wo er die Judenvernichtung überlebte. Am 20. September 1947 übernahm Landauer wieder die Leitung des ehemaligen „Juden-Clubs“ und blieb bis 1951 Bayern-Präsident.

    Anderen einst berühmten jüdischen Fußballern und Funktionären erging es noch schlimmer als Landauer. Walter Bensemann verstarb nach der „Arisierung“ des Kicker mittellos in der Schweiz. Der Rekordtorschütze Gottfried Fuchs überlebte die Naziherrschaft in Kanada. Julius Hirsch wurde in Auschwitz ermordet. Die Ideen der Völkerverständigung und Toleranz, denen sich viele jüdische Fußballpioniere verpflichtet fühlten, waren unwiderruflich zerstört. Nichtjuden und Juden spielten in Deutschland für lange Zeit nicht mehr gemeinsam Fußball. Begeisternden Fußball spielten Juden in Deutschland nach 1933 dennoch weiter. Werner Skrentny spricht sogar von einer „Blütezeit des jüdischen Sports“. Eigene Fußball-Ligen wurden gegründet, jüdische Fußballmannschaften maßen sich untereinander. 1938 wurden auch die jüdischen Sportbünde, Inseln innerhalb des alltäglichen Terrors, durch die Nazis aufgelöst.“

    Mit anderen Worten: „Bayern München“ hat eine Tradition der Toleranz, auf die es wirklich stolz sein kann! Nur von dieser Tradition ist in unseren Tagen selten die Rede. Mittlerweile werden stattdessen Emporkömmlinge an den Pranger gestellt, die nun vielleicht eine ähnliche Geschichte des Erfolgs starten.
    Den Verweis auf das Geld, das ein Verein aus welchen Gründen in der Hinterhand hat, ist für mich nach wie vor lächerlich. Dass man diesen Verein mögen muss, will ich von keinem verlangen (ich freue mich nach wie vor am meisten über tolle Siege der Borussia, die euch schließlich den besten Vereinstrainer der Welt überlassen haben). Aber die Hasstiraden, denen die Spieler/Hoffenheimer ausgesetzt sind, finde ich immer wider bedenklich (auch die Hasstiraden aus den Reihen der BVB-Fans). Und gerade Fans von Bayern München sollten aufgrund der eigenen Geschichte dafür eigentlich viel mehr sensibilsiert sein. Oder wünscht sich hier vielleicht schon jemand ein Verbot von Hoffenheim & Nachahmern? Verbieten? Vertreiben?

    Das mal zum Nachdenken.

    Beste Grüße & ein tolles Spiel gegen Lyon wünscht sich

    Alexander

  59. Hallo Alexander,

    ich denke du verstehst den Kontext hier falsch. Die „Dorfmannschaft“ wird ja immer von Hoffenheim in den Raum geworfen um sich sympathischer darzustellen.

    Als „Dorfmannschaft“, merkt man schon an den Kommentaren hier, sieht das keiner der sich mit dem Thema beschäftigt.

    Dass darauf immer verwiesen wird ist doch in einem Sport wie Fußball ein fast normales Verhalten des Spottes und sollte man nicht überbewerten. Andere verweisen ja auch gerne auf „Bonzen“ oder halten sich mit ähnlichen Plattitüden in Diskussionen über Wasser um eine gewisse Antipathie auszudrücken.

    Da muss man schon vorsichtig sein, denn politisch korrekt ist ein Fandasein nie und sollte es auch nicht werden. Etwas was von Emotionen lebst ist nie politisch korrekt.

    Allerdings ist das Image des „Dorfvereins“, der ganz „überraschen“ und „unerwaret“ vollkommen „sympathisch“ die „Großen“ ärger das Geschwätz aus Hoffenheim.
    Und dies ist faktisch, mal abgesehen von den 3.500 Einwohnern, nicht korrekt.

    Und genau das „Geld“ ist eben der springende Punkt. Hier haben alle Diskussionen ihren Anfang und hier hat alle Kritik ihr berechtigtes Ziel. Denn das Geld gründete nicht in Arbeit und ohne dieses Geld wäre Hoffenheim wohl nach wie vor in der Verbandsliga.

    Dass jeder Bundesligaverein irgendwo irgendwann mal etwas Geld bekam, sich dadurch entwickelte und Vorteile durch Standorte oder andere Ereignisse hatte ist ein ganz ganz anderes Blatt. Den Unterschied macht hier nämlich die Gewichtung.

    Du kannst Hoffenheim einfach gegen X tauschen und hast den gleichen Effekt. Du kannst aber Bayern nicht gegen X tauschen, Dortmund nicht gegen X, Bremen nicht gegen X und auch nicht Schalke gegen X.
    Die haben die Treppe genommen und sich hochgekämpft selbst wenn oft Stufen fehlten. Hoffenheim hat einfach einen Aufzug geschenkt bekommen.
    Sorry. Da muss man sich nicht wundern wenn dann niemand nur Worte des Lobes übrig hat nur weil sie jetzt ebenfalls an der Spitze sind.

  60. @rantus: danke- da habe ich mir viel erklärung gespart.

    @Alexander: falls ich hier „blödsinn“ schreiben sollte, dann hoffe ich doch, das unser Herr paule mich schnellstmöglich rausschmeißt.

    Zwecks Spieler aus der eigen stadt/Umland: Mit lahm, schweinsteiger und ottl haben die bayern sicher mehr bayern auf der bank/in der manschaft als Dortmund „landeskinder“ im kader, oder? aber das juckt mich wenig. hättest du mein Zitat richtig gelesen, dann wärst du sicher schnell darauf gekommen, das du gerade Blödsinn ablässt. Aber, und das halte ich dir zugute, ICH kenne die Tradition des fc bayern (auch wenn die Zeit vor 1960 sicher nicht mein fachgebiet ist) und bedanke mich in aller toleranz für deinen bericht.

    @Gunnar: naja wenn es so ne scheiße gibt, dann hat Hoffenheim ja auch bald tradition. nur leider die falsche.

    ich habe mich diebisch über den Sieg gefreut, aber gewalttätig muß ich nicht werden. auch nicht beleidigend gegen fans. schade. passiert halt immer wieder.

  61. @Alexander44: Ob wir drauf angewiesen sind, dass Hoffenheim einen Knacks bekommt, weiß ich nicht, zumindestens scheinen sie ein ernstzunehmender Konkurrent um die Meisterschaft zu werden. Weshalb ich übrigens den ganzen Zirkus hier mache: Ich habe einfach Schiss vor einem zweiten 1998 – Du verstehst!? 😉

    Und was Vergleiche mit Bayerns jüdischer Vergangenheit betrifft habe ich immer Bedenken. Für was soll das gut sein? Muss man das auch heute als Fan immer im Hinterkopf haben? Ich persönlich hab’s nur einmal benutzt – in meiner Brandrede nach dem 1:4-Ausscheiden aus der CL beim AC Mailand. War aber auch mehr eine Generalabrechnung mit der Ära Ballack…

    @Conti: Applaus für Deinen Kommentar. Ganz im Ernst. Sowas muss – gerade auch hier unter überwiegend FCB’lern – einfach mal gesagt werden. Ich halte es – vor allem in Anbetracht einiger, immer dünnhäutiger werdenden Andersdenkenden – für wichtig, dass hier solche differenzierten Meinungen von ausserhalb des Bayern-Spektrum eingebracht werden.

    Weiter so.

    Achso: Natürlich stimme ich Dir inhaltlich da voll zu – widerspricht das irgendwelchen anderen Aussagen von mir in diesem Thread?! 😉

  62. Hmmm – ich war eigentlich schwer begeistert von diesem Spiel. Vor allem war es (weil in über 160 übetragen)sehr gute Werbung für den deutschen Fußball. Vom Tempo her bewegte sich das ganze Spiel absolut auf CL Niveau. Und mal ehrlich – ich als geschundener MSV Duisburg Fan – ja für meine Augen ist so ein Spiel natürlich göttlich.

    Ach ja – ich hätte Hoffe den Sieg gegönnt.. 🙂

    Greetz
    2.Liga Zebra

  63. @vadder:

    „@Alexander: falls ich hier “blödsinn” schreiben sollte, dann hoffe ich doch, das unser Herr paule mich schnellstmöglich rausschmeißt.“

    Nimm das nicht zu persönlich! Ich mein „Blödsinn“ im Sinne von „unsinnig“. Ich könnte natürlich auch sachlich schreiben, dies oder das sei „objektiv betrachtet falsch und/oder mit Mängeln behaftet“. Aber bin ich hier in der Benimmschule? 😉

    Nochmals zurück zu Hoffenheim:

    A) Wieso entzündeten sich alle Diskussion eigentlich dann erst so richtig, als die Hoffenheimer so richtig erfolgreich wurden? Wieso hat man die vielen Kerben, die nun ins Hoffenheimer Holz geschlagen werden, nicht gleich nach deren Aufstieg geschlagen? Weil man sich in einer Position der Unantastabrkeit fühlte?

    B) Nennt mir bitte mal eine Alternative, wie man finanzielle Giganten wie Bayern München anderweitig bedrängen kann wenn nicht mit ebenso viel Geld in der Hinterhand? Ich erinnere daran, wie Jahre lang die Meisterschaften immer nur zwischen dem BVB, den Bremern und eben Bayern verteilt wurden. Und wieso? Weil das ganze Fußballgeschäft dermaßen nach dem Kriterium „Wie kann man noch mehr Geld verdienen“ ausgerichtet ist. Der gute alte Europapokal der Landesmeister wurde abgelöst durch die Champions League, in der sogar der VIERTE der englischen oder spanischen Liga theoretisch mitspielen und Millionen verdienen darf, während der Meister der polnischen Liga seit Jahren in die Röhre schaut. Somit werden seit Jahren Gelder immer in die selbe Richtung verschoben: Zu den Vereinen, die eh schon das Geld haben. Wie ständen wohl einige Vereine da, wenn sie nicht von der Geldmaschine CL jährlich profitieren würden? Der größte Witz war dann, die Dritten der Vorrunder der CL noch in den UEFA-CUP zu schieben, wo sie dann nachträglich die Chance erhielten, den UEFA-Cup zu gewinnen.
    In diesen Punkten ist das gesamte Fußballgeschäft seit Jahren zur Farce verkommen. Und Bayern, Dortmund, Bremen etc. haben jahrelang davon profitiert, ohne sich zu beschweren, und bekamen über die zusätzlichen Gelder eben auch die Mögichkeit, ihre Positionen in der eigenen Liga zu zementieren. Aber Achtung: Die Bayern haben es am besten gemacht, weil sie die besten Kaufleute und Manager in ihren Reihen haben! Meine Dortmunder haben durch Börsengang, zahlreiche Fehleinkäufe etc. ihre Chance auf Jahre hin verspielt.
    Also: Welche Chance, wenn nicht über Finanzgeber, haben die anderen Vereine sonst noch? „Einfach besser spielen!“? Lächerlich. Die besten Spieler/Söldner wandern nun man da hin, wo das meiste Geld gezahlt wird.

    Noch zwei Punkte zu Hoffenheim. Erstens: Bevor ich mich über diesen Verein und seine Finanzierung und Geldgeber aufrege (im „besten“ Fall kommt Hoffenheim in die CL und finanziert sich dann darüber schneller von ganz allein, als es manchem lieb sein mag), sollte man lieber nach Leverkusen schauen. Leverkusen ist die größte Werbekampagne eines Pharmariesen, die es je in Deutschland gegeben hat. Was hatten die denn bis dato für eine Tradition als Fußballverein, nach der hier immer gerufen wird? Der BVB und viele andere Vereine agieren bezüglich ihrer Finanziers übrigens nicht besser: Wen hatte der BVB als Werbepartner? EON! Ich finde so etwas zum Kotzen. Aber die meisten Fans regen sich zuhause lieber darüber auf, wenn ihre Gas-Rechnungen in die Höhe getrieben werden, und im Stadion haben sie bereits wieder vergessen, wem sie das alles zu verdanken haben.
    Zweitens: Wenn Hoffenheim das Geld von Hopp nicht in der Hinterhand hätte, hätten die Bayern (oder noch finanzkräftigere Vereine) die guten, entwicklungsfähigen Spieler von Hoffenheim schon längst weggekauft oder unter Vorvertrag. Und was passiert dann oft mit diesen Spielern – vor allem bei Bayern München? Schaut euch Podolsky an. Ganz Deutschland will ihn spielen sehen und die Bayern lassen ihn auf der Bank verkümmern (wohlgemerkt: da gehören immer zwei zu! Podolsky will ja auch nicht auf sein mehr als gutes Geld bei den Bayern verzichten). Mit Schlaudraff passierte das selbe. Und wie lange wollt ihr noch auf euren genialen Toni Kros verzichten? Ist der für eure rechte Seite nicht gut genug? Dann her mit ihm! Der BVB könnte Kros super gebrauchen. ;))

    Apropos „Millionen/Milliarden im Hintergrund“: Schalke wäre ohne Gazprom auch nicht in der Lage, ihren Kader in der jetzigen Form zu bezahlen, oder?

    Nochmals zu Vadder:

    „Zwecks Spieler aus der eigen stadt/Umland: Mit lahm, schweinsteiger und ottl haben die bayern sicher mehr bayern auf der bank/in der manschaft als Dortmund “landeskinder” im kader, oder?“

    Meine Frage war aber auch: Wieso spielen die dann nicht bei 1860 München? Sollte es etwa an der Bezahlung liegen?

    Beste Grüße

    Alexander

  64. @alexander: diese spieler die du aufgezählt hast sind ein produkt von hermann gerlands herausragender nachwuchsarbeit. darum spielen sie nicht bei 1860. punkt2. podolski könnte schon früher in dortmund sein als dir lieb ist. beim bvb muss man doch auch trainieren und sich anbieten,oder?punkt3: du sagst der fcb oder ein anderer verein hätte die guten entwicklungsfähigen spieler von hoffenheim längst weggekauft ohne das geld von hopp. du übersiehst dabei aber das hoffenheim ohne das geld von hopp diese guten entwicklungsfähigen spieler anderen vereinen auch nicht hätte wegkaufen können. was die tsg tut, ist im prinzip das schmücken mit fremden federn. sie ernten die nachwuchsarbeit anderer vereine,und das mit zum teil dubiosen methoden und unglaulichen handgeldern. beleg hierfür u.a. eduardo. der hatte angebote von inter mailand und dem ac mailand. warum ist der wohl nach hoffenheim gegangen? wegen der tollen perspektive? ich find das projekt hoffenheim nicht verkehrt. niemand kann hopp vorschreiben was er mit seinem geld tun soll. mir geht nur dieses „wir sind ein kleiner dorfverein“-getue auf den sack. die tsg ist ein multi-millionen-euro unternehmen mit ein nahezu unerschöpflichen geldquelle, und nichts anderes.

  65. @Alexander: Weil sie Rote sind? Weil der Philipp bei den Roten Balljunge war und nicht bei den Blauenpfuiteufel? Gönn uns doch bitte das bißchen Romantik!

    Mit der Bemerkung zum Prinz ohne „y“ aus K. biste hier aber endgültig unten durch. Den haben wir viel zu oft für die Bayern spielen sehen, um ihm noch ne Träne nachzuweinen. Jan Schlaudraff ist wieder ne andere Geschichte. Und beim Toni mit zwei „o“ nochmal anders.

    Wenn Du keine Ahnung hast, schreib lieber vorsichtig.

  66. @antikas: Das „Dorfvereinimage“ ist natürlich lächerlich. Andererseits: Für Berliner oder Londoner ist München auch ein Dorf. 😉

    @Joshtree, diesmal ganz vorsichtig: Ich halte Podolsky für einen guten (aber eben keinen genialen) Fußballer, der völlig unter seinen Möglichkeiten bleibt und sich auch nicht mehr als nötig quälen will. So kommt man bei Bayern nicht weit. Von daher passt er gut zu den Bekloppten (Fans) nach Köln. Dass Podolsky privat nicht mit besonders viel Hirn gesegnet ist, wissen auch die meisten, aber man will die Leute ja schließlich spielen sehen und ihnen nicht beim Nachdenken zugucken. Ihn aber dem BVB aufs Auge zu drücken, finde ich schon frech. Wenn der BVB ihn wirklich kaufen sollte, frage ich mich allerdings, wieso man dann nicht finanziell in der Lage war, Petric zu halten. Das war einer der besten Zocker, den ich im letzten Jahr beim BVB bewundern durfte.

    Beste Grüße

    Alexander

  67. @alexander: was heisst denn aufs auge drücken? der fcb kann den bvb ja wohl schlecht zwingen den spieler zu kaufen.

  68. @Alexander: wir sind näher mit unserer meinung beieinander als du denkst. Nur leider verdrehst du meine aussagen,

    Das mit dem Blödsinn habe ich deshalb dünnhäutig genommen, wiel ich dieses Wort bei deinen kommentaren nicht gebrauchen würde. Egal was du zusammentippst. deswegen die knurrende antwort.

    antikas hat es auf dem punkt gebracht: „dás kleine dorf getue“ nervt. punkt aus. alles andere ist ein profiverein. wie der fcb, frankfurt, schlake und auch der BVB.

    Zu der these mit 1860: die haben übrigens auch deutsche junioren nationalspieler im verein. aber das weißt du sicher. Und die anderen jahre, wo sie in der BL waren, haben sie ja auch gernme „billige Osteuropäer oder irgendwelche australier“ verpflichtet. Und die jungs, die ausgebildet wurden, hat man ja auch nicht billig an einen gewissen FCB losgebracht. Die gleiche frage könnte man im ballungsraum NRW auch mit bvb/schalkce stellen. neuer zb. ist aber doch unnütz, oder?

    Zum Sponsor: den unpassensten sponsor hatte/hat definitiv schalke mit GAZPROM. das passt überhaupt nicht. oder sieht das jemand anders?

    Und einkaufen konnte dortmund ja eine zeitlang auch mit dem großen geldsack, oder? Petric war sicher wichtig für dortmund,aber zidan ist doch ein klangvoller name, oder? ok, der war gemein… =o)

    beim BVB stört mich eigentlich nur , das man herrn Mayer damals nicht inhaftiert hat, für seine runöse politik. Und das die manschaft keine spieler mit herz hat (ausnahme für mich nur Dede). das ist schade, weil die fans des BVB hätten sicher mehr erfolg verdient.

    Ist natürlich nur die meinung eines bauern, der das aus der ferne beäugt.

    @antikas: mach dir um vati keine sorgen, bei mir ist schon alles gut…WIR haben ja schließlich gewonnen….

  69. ich dachte immer der fcb kann alles? 😉

    (soori äh sorry musste sein)

    PS: Wie man Petric gehen lassen konnte fragt sich wohl halb Dortmund

  70. @antikas

    „@alexander: was heisst denn aufs auge drücken? der fcb kann den bvb ja wohl schlecht zwingen den spieler zu kaufen.“

    Soll heißen: Ich habe die große Bitte, euer Sauerbier woanders anzubieten. 😉

    @Conti

    „PS: Wie man Petric gehen lassen konnte fragt sich wohl halb Dortmund“

    Ich vermute: Der BVB brauchte immer noch Geld. Jedenfalls spielt beim BVB kein Feiersinger mehr, der Petrics Frau hätte flachlegen können… 😉

    @vadder

    „Und einkaufen konnte dortmund ja eine zeitlang auch mit dem großen geldsack, oder? Petric war sicher wichtig für dortmund,aber zidan ist doch ein klangvoller name, oder? ok, der war gemein… =o)“

    Zinédine Zidane wäre okay gewesen. 😉

    „beim BVB stört mich eigentlich nur , das man herrn Mayer damals nicht inhaftiert hat, für seine runöse politik. Und das die manschaft keine spieler mit herz hat (ausnahme für mich nur Dede). das ist schade, weil die fans des BVB hätten sicher mehr erfolg verdient.“

    Ich hatte die Hoffnung, dass Michael Meier (den meinst du doch, oder dachtest du an Sepp Maier? 😉 )wenigstens den FC Köln genauso ruinieren würde. Fehlanzeige. Die Säcke sind aufgestiegen mit dem verwirrten Trainer, den ich mir immer dann bei youtube anschaue, wenn ich was zu lachen brauche. Und ein paar Spieler mit Herz sah ich schon neben Dede beim BVB: Koller zum Beispiel. Legendär seine Nummer als Torwart gegen – na wen wohl?! Immerhin hat Klopp es nun geschafft, Spieler wie Valdez vom Hohensyburger Roulettetisch wegzubringen – das nenne ich Sozialarbeit, die sich nun ein bisschen auszahlt. Spieler wie Mats Hummels sind auch große Sympathieträger (klar, wirst du sagen, kommt ja auch von den Bayern). Kringe gibt immerhin alles (auch wenn er vom Spielerischen her begrenzt ist) und ob Hajnal nur eine kleine Zwischenstation beim BVB einlegt, muss auch noch abgewartet werden. Auf wen ich aber liebend gerne verzichten kann, ist Weidenfeller. Braucht ihr nicht noch einen Torwart? Rensing wird doch eh bald ausgemustert.

    In dem Sinne

    Alexander

  71. habt ihr denn nen Torwart??…grins

    meinte schon den michael…millionen michael..ich könnte echt zum springer verlag.. grins

    ja, koller..aber ich meinte in der aktuellen elf…

  72. @ Alexander:

    Weil du weiter oben in unser aller offenen Wunde „Einsatzzeit von Toni Kroos“ rumgebohrt hast…

    Ich hab schon länger das Gefühl, dass ihr Schwarz-Gelben da nicht ganz unschuldig dran seid. Vielleicht vertu ich mich ja auch gnadenlos, aber ich könnt mir vorstellen, dass UH da immer auch die Karriere des letzten großen deutschen Ausnahmetalents Lars Ricken vor Augen hat. Von dem heißt es doch, er sei zu jung zu hoch gehypt und damit schlicht verheizt worden.

    Bitte korrigiert mich, wenn ich daneben liege. 😉

  73. Köstlich!
    Danke für diesen einzigartigen Artikel. Selten beim Lesen eines Artikels so gelacht. U made my day

  74. @Alexander

    Hier muss ich noch etwas einharken.

    Zu der Frage, warum sich keiner an Hoffenheim echauffierte als sie Aufstiegen.
    Das ist doch nicht korrekt. Seitens der Bayern wird ja nicht angemahnt, dass die Hoffenheimer Geld haben sondern nur darauf hingewiesen, dass sie kein kleiner Verein sind.
    Die Fans die sich am Geld stören und störten taten dies schon früher.
    Bereits in Zeiten der RL-Süd würde Hoffenheim extrem angegriffen und das System welches sie sich zur ihrem eigen machten stark kritisiert.
    In Liga 2 war es sogar noch extremer. Jeder Verein der 2ten Liga feindete Hoffenheim entsprechend an und kein Verein wollte diese Art des „Fußballs“ für Gut heißen. Die Anfeindungen waren sogar so stark, dass die TSG im Winter einen „Image-Wechsel“ vollzog und nun das „1899“ in den Vordergrund stellte und nicht mehr das „TSG“, denn somit wollten sie zumindest etwas ähnliches wie Tradition vermitteln.
    Anhänger der TSG gingen in Internetforen nach „Fanfreundschaften“ betteln und hausierten hier mit „1899“ was übrigens damals noch fast 40 Jahre ein reiner Turnverein war der Fußballer nicht erlaubte.
    Selbst Offizielle anderer Lager kritisierten aufs stärkste das Gebaren der Hoffenheimer, speziell was die Jugend betrifft und Hoffenheim kaufte sich munter die Abteilungen vom KSC, dem VFB und Lautern lehr. Nichts mit Förderung aus der Region sondern mit „Abnahmen“ von den großen Vereinen.
    Selten kommt ein Spieler direkt aus der Stadt des Vereins. Das ist richtig. Aber selten bis nie werden Spieler im großen Stil von eigentlich größeren Vereinen abgeworben. Bitte nicht vergessen, dass die Vereine wo die TSG sich bediente eine Hausnummer größer waren als die TSG selbst. Das ist in etwa so als würde die Jugendabteilung des FCB bei Barcelona einkaufen. Wenn wir dann sagen wir haben „aber eine tolle Jugend“, dann ist das faktisch zwar korrekt aber ein ganz anderes Licht.

    Die Alternative übrigens heißt „Arbeit“ und geht nicht von heute auf morgen.
    Klar, das Geld ist sehr einseitig verteilt in der heutigen Zeit, doch gerade Bremen z.B. machte es doch wunderbar vor wie man mit harter Arbeit den größeren Verein immer wieder ein Schnippchen schlagen kann. Wenn diese Verein ihre Arbeit konsequent weiterführen dann wachsen sie auch und werden größer (siehe Mitgliederzahlen des SVW als Beispiel z.B und die Entwicklung des Umsatzes)
    Nur weil in der heutigen Zeit alles übers Bein gebrochen werden muss heißt das noch lange nicht, dass das moralisch dann in Ordnung ist.
    Dem FCB klaut die TSG nicht sonderlich viel. Den Vereinen wie Werder aber durchaus und das ist nicht fair. Auch andere Vereine wie Schalke & Stuttgart die nach Verfehlungen früherer Jahre in harter Arbeit ihre Schuldenberge tilgten und trotzdem größtenteils gute Arbeit ablieferten nimmt die TSG sehr viel.
    Und hier ist dann auch der Unterschied zum FCB. Die TSG arbeite ohne Risiko. Was passiert denn wenn eine teure Ausgabe floppt? Nichts. So floppen, dass Hopp pleite ist, kann gar nichts. Bei Bayern kann aber z.B. ein „Flop“ durchaus ein rapides sinken der finanziellen Möglichkeiten bedeuten.
    Wie viele Aufsteiger und Vereine kennst du deren 2t-teuerster Einkauf sofort floppte und dies für den Verein nicht nur kein Problem war sondern sogar gar nicht auffiel? Oder was ist denn mit dem 4,5 Millionen Mann „Wellington“ bei Hoffenheim?

    Dann zu Dortmund.
    Sorry. Das stimmt nicht. Dortmund kaufte sich den Erfolg durch Pump und versuchte das dann durch Erfolge wieder auszugleichen. Dortmund war vor ihren großen Ausgaben ein Mittelfeld-Verein und ist es auch nach dem Crash wieder.
    Viel Unterschied zur TSG ist da im ersten Blick nicht, denn der große Unterschied ist erst auf den 2ten Blick erkennbar und ist der Unterschied, dass im Gegensatz zur TSG das fehlende Fangnetz und der nicht vorhandene doppelte Boden die TSG nicht vor die Probleme stellen kann die Dortmund hatte als die Erfolge ausblieben und die Summen irrwitzig blieben.
    Die Dortmunder haben sich ihre Chance verspielt weil sie ohne Absicherung arbeiteten.

    Wie sonst ist also relativ einfach. Über „Arbeit“ und das über Jahre hinweg. Mit jedem Erfolg muss gut gewirtschaftet werden, sich sinnvoll verstärkt und das Wachsen weiter vorangetrieben werden. Das es möglich ist zeigt als Paradebeispiel der SVW.

    Die Beispiele mit Leverkusen oder auch VW Wolfsburg sind berechtigt, doch immer unter dem Aspekt, dass ein Konzern wie Bayer und VW immer noch den Gesetzen der Marktwirtschaft unterliegen und es als solche auch das Risiko dort zu tragen gibt. Leverkusen pumpt keine Abermillionen in die Werkself nur um sie oben zu haben. Geht es Bayer schlecht, geht es Leverkusen schlecht. Das ist wohl so. Aber Bayer befindet sich immer noch auf dem „Markt“, „Hopp“ nicht mehr. Die Aktienanteile hat er längst vergoldet und das Risiko dort ist im Vergleich zu Bayer oder VW nicht vorhanden.

    Dann sollte man zudem nicht den Fehler machen einen „Sponsor“ mit einem „Geldgeber“ zu vergleichen. Sponsoren bekommt man nicht geschenkt, Geldgeber schon. Erstere resultieren in der Summe und Masse wieder aus der harten Arbeit, letztere sind einfach da.
    Wer gute Sponsoren haben will muss etwas zurückgeben durch Erfolge und somit besserer Werbung, der Sponsor handelt ohne diese Gesetze.

    Der Vergleich mit der E.ON und den Gaspreisen hinkt dann zudem. Das Gas kommt aus dem Osten und da verdient selbst die E.ON nicht die Welt. Wenn du der E.ON etwas ankreiden willst dann kreide ihnen ihre Kraftwerke an und wenn du wirklich „Schuldige“ suchen willst dann schaue beim Staat, der ohne großes Überlegen einen zwangsläufig wichtigen staatlichen Punkt einfach der Wirtschaft preis gab.
    Abgesehen davon stiegen die Abgaben an den Staat z.B. auf den Strompreis im Vergleich zu vor der Liberalisierung um 80% und würde sich der Staat hier nicht die Nase golden verdienen würdest du unterm Strich für den Strom rund 13% weniger zahlen als 1998.
    Wenn du hier kritisieren möchtest dann kritisiere dass Erzeuger und Vertreiber nicht getrennt und nur in einem Oligopol bei ersterem vorhanden sind und das Strom ein Börsengut wurde indem die Banken ihre Spekulanten hinschickten um großen Reibach zu machen.
    Aber ich schweife ab.

    „Sponsor“ und „Investor“ sind 2 grundverschiedene Schuhe, egal wie groß (E.ON) oder mafios (Gazprom) der Sponsor ist. Sponsoren arbeiten immer unter dem Aspekt der Wirtschaft, Investoren aus Spaß an der Freude mit Spielzeugen.

    Hätte nun Hoffenheim das Geld nicht in der Hinterhand würden die Spieler nicht bei Bayern sondern bei ihren Vereinen spielen. Ein Beck und ein Weis würden den VFB verstärken und Probleme der Form einzelner Spieler bereinigen, ein Ba würde wohl bei Anderlecht auftrumpfen und sich für große Vereine empfehlen, ein Eduardo die Lehre bei einem der Mailänder-Vereine absolvieren und ein Salihovic würde wohl die Hertha verstärken.

    Und zum Thema Podolski muss man anderes festhalten.
    Ganz Deutschland will ihn spielen sehen, keiner in Deutschland außer Köln ihn wirklich haben. Podolski ist das Opfer des Hypes der um den ersten jungen Spieler gemacht wurde der das Nationaltrikot wieder mit Hoffnung beflügelte nachdem wir in Portugal bei der EM untergingen und die Hoffnung brach lag und der Stolz Fußballdeutschlands zerstört war.
    Podoslki ist nicht der Fußballer für den er gehypt wird. Er ist ein guter, doch es gibt eine Vielzahl von besseren, auch wenn er der erste war der für Aufsehen sorgte.
    Wenn man denjenigen finden will der bei „Podolski“ Schuld trägt, dass er nicht der beste Stürmer der Welt ist, dann schaut man am besten in den Spiegel und sieht ein, dass er noch nie der Fußballer war für den man ihn gerne gehalten hätte. Solange er natürlich das rote Trikot trägt sind die Anfeindungen eher beim Verein. Gesetz der Regel.
    Er hatte bisher 58 Versuche sich zu zeigen. Gut war es keine 5x.
    Schlaudraff ist dann ein ganz anderes Thema und das lass ich jetzt sonst wird es noch länger als es ohnehin schon ist.

    Das Thema Kroos muss ich aber noch anschneiden. Der hat eher das Problem „Deisler“ wobei das „Problem Ricken“ her natürlich auch vorzüglich passt.
    Wer den Toni öfters sieht, weiß, dass er noch nicht so weit ist, sieht aber die Fortschritte.
    Kroos langsam aufzubauen ist vollkommen richtig, wenngleich er natürlich mehr Einsatzzeiten bekommen sollte und muss.
    Beim BVB ist er auch nicht besser aufgehoben. Was soll er tun? Hajnal einfach so verdrängen? Soweit ist er noch lange nicht. Mit deutliche mehr Potential als selbiger aber noch viel zu inkonstanter und nicht mit den Eigenschaften ausgestattet für die ihr applaudieren würdet. Er ist keiner der 90 Minuten fightet, beißt und Zweikämpfe sucht. Keiner der sich dann den Applaus wie Valdez oder Tinga abholt weils Fußballerisch nicht gerade Weltklasse ist.
    Da bin ich eher der Meinung ihr würdet ihn wohl eher kaputt machen.

    Auch zu Petric möchte ich noch was sagen.
    Das „Geld“ war denke ich nicht der Hauptpunkt sondern eher Alex Frei, wegen dem Petric ja auch nicht für die Schweiz spielt weil sie so gute Freunde sind.
    Da Frei beim BVB unantastbar war und Klopp ohnehin ein Auge auf Zidan (wie immer hatte) war der Tausch eine logische Konsequenz plus ein kleines Brot oben drauf. 🙂

    Das Thema BVB schneid ich dann allgemein nicht mehr an. Klopp macht aber dort gute Arbeit und das Spiel/Alkohol-Problem von Valdez (mit samt seines Dorfes welches ihm im Kreuz hing) oder der plötzlich explodierenden Kuba sind da nur kleine Anzeichen. 😉

  75. Nur ganz kurz: Ich glaube die Bremer würden Poldi gerne haben. Nur will er wohl nicht – und wir haben nicht soviel Geld, um die geforderte Ablöse zu zahlen.

  76. Naja, das Geld hättet ihr denke ich schon, würde es aber an eurer Stelle auch anders anlegen. Was wollt ihr mit einem wie Poldi? Der hilft euch auch nicht gegen tief stehenden Mannschaften und dort habt ihr ja seit geraumer Zeit eben die Probleme.
    Wichtiger wäre, dass man Pizza hält, was aber angesichts der Chelsea-Krise fraglich ist. Gut möglich, dass der zurück muss weil dort ausgemistet wird.

    Poldi würde Bremen denke ich nicht wirklich verstärken. Ein Marin eher, wenngleich ich die Probleme bei euch eher auf der Außenbahn bei den Verteidigern sehe und in der Breite in der Defensive.

    Irgendwas fehlt da zur Zeit. Man darf es ja nicht offen sagen. Aber ganz neutral betrachtet würde ggf. auch mal ein neuer Besen in Form eines Trainers evtl. nicht schaden. 😉
    Aber das ist wider dem Bremer-Konzept. 😉

  77. mal wieder zu Hopp: Exnationaltimo will da wohl seine zweite Meisterschaft einsacken. Ein weiterer typischer Superbilligtalentfördereinkauf vom Segen der „Region“ und der Bundesliga.

  78. @Rantus: Verstehe nicht, was wir mit Marin sollen, wenn wir mit Özil (starkes Spiel gestern!), Diego und Hunt drei spielstarke (offensive) MF-Spieler haben – die alle drei U22 sind. Das gleiche gilt für den FCB mit Kroos (und Schweini zB). Keine Frage, welche Qualitäten Marin hat und ich würde auch gerne Hunt gegen ihn tauschen, aber solange wir noch alle drei o. g. haben… da wäre nen AV oder DM doch wesentlich wichtiger.
    Abgesehen davon gefällt mit Özils One-Touch-Stil besser als die Wuselmaus Marin, aber das soll seine Qualitäten nicht schmälern.

  79. @conti:marin würde zu euch passen,da hunt einfach zu verletzungsanfällig ist um dauerhaft konstant hohes niveau zu spielen. und diego ist wohl auch nicht der spieler der euch wieder nach oben führt. international nur mittelmaß und auch wohl nicht ganz unbeteiligt am kaputten bremer mannschaftsgefüge.

  80. vorallem wird diego wohl nicht mehr lange bleiben, wohl weil er selbst nicht nur internationales mittelmaß ist, wie der würger in der vergangenheit schon oft genug bewiesen hat.

  81. @Conti

    Mit Özil und Marin hättet ihr 2 sichere Spieler für die Zukunft nach vorne. Hunt mag ich hier gar nicht erwähnen wenn ich mir den seine Flanken gestern angesehen habe. Der ist Backup und wird darüber auch nicht hinauskommen. Zu unkonstant. Marin würde etwas mitbringen worin Diego mittlerweile etwas beschnitten wurde. Dribbelfreude über Außen.

    Diego selbst mutiert leider mehr zu Diva aktuell als zum Leithammel. Obs an ihm liegt, dass Mannschaftsintern etwas nicht stimmt, mag ich nicht behaupten, doch ganz Unschuldig ist er denke ich auch nicht.
    Fraglich, wie und ob Diego gehalten werden kann/soll oder ob er lieber vergoldet wird und teuer verkauft. Hängt wohl auch viel davon ab ob und wo sich Werder qualifiziert.

    Wo es aber fehlt ist hinten. Frings baut langsam aber sicher ab und ein Backup der ihn auffängt ist nicht wirklich im Kader. Die Tranfers von Prödl und Tosic waren eher ein Griff ins…naja..und Boenisch ist noch nicht so weit. Fritz ist für das Bremer System viel zu langsam und allgemein ist das System zu Mittig-lastig , da, egal wo du Diego und Özil aufstellst, beide in die Mitte tendieren. Da fehlt es eben über Außen was man eben gegen Tiefe Gegner immer merkt. (Glasgow, Famagusta, Athen, etc.)

    Ansonsten mangelt es der Hintermannschaft in der Tiefe. Naldo und Merte sind die ärmsten Schweine da im Zentrum, da sie eben, wenn Frings nicht wirklich Topleistungen bringt, regelmäßig überrannt werden aus dem Mittelfeld und die Außen sind zu langsam vorne und zu langsam dann wieder zurück.

    Transfers mit Perspektive wie Huseinovic haben noch nicht gebracht um über die Außen mehr Druck zu bringen und Leute wie Jensen & Vranjes sind halt nicht das Gelbe vom Ei und ein Baumann im Herbst seiner Karriere.

    Da muss man jetzt überlegen was man macht.
    Marin würde zumindest den abfallenden Außenpositionen helfen, und dann muss hinter Frings einer kommen und die Außenverteidiger entsprechend überdacht werden.

    Da ist aktuell viel im Bau in Bremen und jetzt muss Farbe bekannt werden. Die Zahnrädchen greifen nicht wirklich und die Gegner haben sich auf das Bremen mittlerweile eingestellt. Der Hurra-Stil ist bekannt, der Respekt weg und die nötigen taktischen Mittel sind den Gegner bewusst. Entweder hat man jetzt wieder 1-2 Jahre einen „Durchschnitt“ bis die Gegner wieder offener gegen Bremen werden oder man macht den nächsten Schritt zur Topmannschaft und stellt sich auf die tiefen Gegner ein.

  82. @Alexander: Dortmund ist uebrigens nach ner Region benannt, ungluecklicherweise existiert die nur nicht mehr. Und das war auch noch eine viel groessere Hybris als sich nur nach dem Freistaat Bayern zu benennen.

  83. @Totila: „Dortmund ist uebrigens nach ner Region benannt, ungluecklicherweise existiert die nur nicht mehr.“
    Interessant. Welche Region soll das denn sein?

    @Rantus: Besten Dank für deine Ausführungen. Sehr viel unterschreibe ich da auch sofort (aber die Zeit für jeden Abschnitt habe ich nicht). Nur eine Sache. Du schriebst: “Leverkusen pumpt keine Abermillionen in die Werkself nur um sie oben zu haben. Geht es Bayer schlecht, geht es Leverkusen schlecht.“
    Das glaube ich nicht. Du kannst die Spieler dort nicht für Kleingeld halten. Fakt ist außerdem, dass Helmes ein beträchtliches Handgeld erhalten hat, das Köln nicht zahlen wollte/konnte. Und wieso Helmes mehr Geld als üblich braucht, hat(te) angeblich ähnliche Gründe wie bei Valdez oder vielen brasiliansichen Spielern.

    Und dann noch: „Aber Bayer befindet sich immer noch auf dem “Markt”, “Hopp” nicht mehr. Die Aktienanteile hat er längst vergoldet und das Risiko dort ist im Vergleich zu Bayer oder VW nicht vorhanden.“
    Wieso sollte „Hopp“ nicht mehr auf dem Markt sein? Hat er seine SAP verschenkt? Habe ich da irgendwas verpasst?

    Grüße & Glückwunsch zum Auswärtssieg in Lyon

    Alexander

  84. Naja. Neverkusen ist ja schon etwas länger „da“. 😉 Die werden schon das Spritgeld von Helmes bis dato verdient haben.
    Aber natürlich ist das dort auch von Bayer unterstützt.
    Den Scout in Brasilien damals zahlte ja auch irgendwer und dies in einer Zeit wo keiner dort einen festangestellten Scout hatte. Dazu half halt der Name „Bayer“ auch in Brasilien durchaus.

    Bei Hopp und SAP ist es so, dass Hopp dort nur noch ein kleines Kaliber. Das meiste hat er schon vergoldet und glaub man z.B. Wiki hält er noch 10% der Aktien dort. Also nicht die Welt und abhängig davon ist er schon gar nicht mehr.

    Ansonsten ist er weit gefächert und somit eigentlich gut abgestützt. Dem fehlt so schnell nichts mehr, da kann es Firmen schlecht gehen wie es will. 😉

    Und zum Auswärtssieg sag ich nicht viel. 🙂 Das Ergebnis stimmt, die letzten 35 Minuten verdränge ich gerade. 😉

  85. @ Alexander

    Borussia heißt doch nix anderes als Preußen (ich glaube auf Latein?)

  86. Das ist dann wohl die alte Bayern-Preußen-Rivalität, die im Fußball sportlich-kämpferisch weitergeführt wurde. Kampf um den Weißwurstäquator oder so…

  87. @ antikas, ja. ich halte diego für einen außergewöhnlich guten kicker. aber ich möchte hier nicht über bremen diskutieren; die spielen momentan nicht gut und ich weiß warum, plane aber nicht es zu verraten 😉
    nur eins: prödl würde ich noch nicht abschreiben, vorallem seine spiele als außenverteidiger sind eigentlich ohne wert, aus prödl könnte durhaus noch das werden, was ein huth werden sollte/wollte.

  88. @Alexander:
    Deine Frage ist ja schon beantwortet worden. Hattest Du nicht Ausfuehrungen zur Historie von Fussballvereinen gemacht (was ich schon wusste, aber worueber ich mich immer wieder freue; vor allem weil 1860 und Werder Bremen wohl eher der nationalsozialistischen Denkweise anhingen)?

  89. @david:ich halte diego für international nur mittelmässig. aber warum spielt bremen schlecht? wieder irgendwer schwanger?

  90. @Rantus: Du hast schon Recht mit Hunt & Diego, da wir aber mit Özil (und auch Jensen) tortzdem noch Kreativspieler haben und wie du richtig bemerkt hast es im DM bzw. AV/IV eher fehlt, sollten wir das Geld lieber dort investieren.
    Aber da sind wir ja einer Meinung, was anderes (wenn auch weniger fundiert) habe ich vorher ja auch nicht geschrieben 😉

    Von Hunt halte ich auch so viel nicht, aber er harmoniert mit Özil manchmal ganz gut, Diego wird sicherlich gehen. Das mit der Diva und diesem mittlerweile echt ätzenden hinfallen nervt auch ohne Ende. Trotzdem hat er die zweitmeisten Tore (?) in der BuLi geschossen.

  91. Ende