Ein unfassbar langweiliger Scheißverein

Die Winterpause in der Bundesliga ist endgültig vorbei. Wurde auch Zeit, die Langeweile drohte schon Überhand zu nehmen. Nein, spätestens seit dem neuesten Transfers von Joshua Kimmick von Red Bull Leipzig, äh dem VfB Stuttgart zum FC Bayern sind einige Fans, Berichterstatter schon wieder auf Betriebstemperatur.

Aber nicht nur das ist schlim, auch die Dominanz des FC Bayern so insgesamt, führt den Fußball in den Abgrund. Zu allem Überfluss ist Uli Hoeneß seit Anfang des Jahres quasi wieder ein freier Mann. Das geht doch nicht, das wird man doch noch sagen dürfen.

Der Reihe nach.

Die Überschrift ist ein Zitat aus einer Twitterdiskussion, in Folge einer Mitteilung meinerseits, ein Re-Live von #Wembley2013 durchzuführen (nach einem sehr anstrengenden Tag). Es geschah noch vor der Winterpause, am Abend eines erneuten Punktverlustes der Dortmunder. Aus dem Mund eines Dortmunders. Verständlich, begutachtet man die Anspannung, die man aushalten muss, steht der eigene Verein am Tabellenende. Zu dumm aus zwei Gründen. Erstens wusste ich zum Zeitpunkt des Tweets (noch) gar nix von diesem erneuten Nackenschlag und zweitens liegen die Zeiten lange hinter mir, als ich mich trotz einer solchen Kenntnis derart geäußert hätte.

Tja, ‚bin halt einfach zu zahm geworden und ist der Ruf erst ruiniert…

Mit in diese Beschreibung floss aber sicher ebenso der aktuell und allseits gern kolportierte Frust über die gesamte Gemengelage zum Thema FC Bayern und Bundesliga-Meisterschaften mit ein. In einem Wort: Die fehlende Spannung, noch besser: Langeweile.

Jetzt ist es ja nicht so, als wäre diese, durchs Dorf gejagte Sau noch taufrisch, ganz im Gegenteil und einige (mehr oder weniger intime) Vertreter des FC Bayern haben sich ja nun auch schon dazu geäußert, aber eins fehlt eben noch: Mein Senf! Und deshalb müsst ihr da jetzt durch.

Ich will nicht abstreiten, dass sich selbst bei mir ein gewisses Gefühl der… Gewohnheit einstellt, wenn ich an die aktuellen und jüngeren Erfolge meines Vereins denke. Ganz blind bin ich schließlich noch nicht. Und auch viel weniger ideologisch, mit Bayern-Brille rumlaufend, undifferenziert und Vereins-hörig, wie sich das andere gerne als Weltbild zurechtlegen.

Nein, ich sehe selbst durchaus die (langfristige) Gefahr auch für uns, sollten wir uns wirklich „zu Tode siegen“, oder jeglicher Konkurrenz entledigen (siehe CL-Halbfinale 2013/14). Es ist ferner unbestritten, dass die Jahre von 2010 bis 2012 und die seinerzeitige… Dominanz (sic!) des BVB meinen Verein und seine Führung im besonderen Maße zum Schritt ins Risiko motiviert haben. Wo stünde der FC Bayern heute, ohne diesen starken BVB? Das weiß zwar niemand, aber ich vermute anders als aktuell.

Die Dominanz des FC Bayern kam weder aus der Luft noch über Nacht – das ist mal klar. Die (aktuelle) Dominanz basiert auf vielen (richtigen) Entscheidungen innerhalb des FC Bayern. Meiner Meinung nach fand der heutige FCB seinen Ursprung 2007, als man erstmals bereit war „mittlere Wahnsinnspreise“ für auch international gute Spieler zu investieren (Ribery, Toni) und nicht nur „niedrige Wahnsinnspreise“, um gute bis sehr gute Bundesliga-Spieler an der Säbener Str. zu versammeln. Neben dem Spagat internationale Top-Stars mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs zu ergänzen, versuchte man mit Klinsmann erstmals Innovation auch ins Spielsystem einzuführen. Aus diversen Gründen schlug dies fehl und sollte erst mit Luis van Gaal ab 2009 Früchte tragen (Fast-Triple 2010). LvGs Demission, aufgrund von Problemen eher auf der menschlichen Ebene, führte 2011 zu Heynckes, der sich selbst im „hohen“ Traineralter nach dem Vize-Triple 2012 noch einmal „neu erfinden“ konnte und uns 2013 den sehnsüchtig erhofften Dreifach-Triumph bescherte. Jeder Spielzeit der letzten Jaher lag eine gewisse Anpassung oder besser Weiterentwicklug im Spielsystem der Münchner zugrunde. Jedes Mal harte Arbeit für die jeweilige sportliche Führung.

Eine der besten Entscheidungen (oder Erfolge) unter vielen guten der letzten Jahre war dann aber der Vertrag mit Pep Guardiola 2013. Auch wenn die üblichen Verdächtigen im Überschwang der bayerischen Triple-Begeisterung noch posaunten „Was soll Pep da noch verbessern? Er kann nur verlieren.“, erinnerte ich mich noch genau an die Saison 2001/02, als man beim FC Bayern genau diese Linie des „Weiter so“ verfolgte und die Quittung am Saisonende erhielt.

An dieser Stelle springen wir direkt zum nächsten Punkt, fand ich mich doch vor Tagen in einer Diskussion mit Bayern-Fans, die ihrerseits eine gewisse Langeweile verspüren. Anbei meine diesbzgl. Äußerungen noch einmal digital:

Langweilig war für mich der Hitzfeld’sche Fußball (nix gegen Ottmar!), der Ballbesitz um seiner selbst Willen propagierte und ansonsten sehr von der Stärke einzelner Spieler abhing. Diese damaligen Spiele nebst Taktik empfand ich als langweilig.

Die Gegenwart – mit dem „Tiki-Taka“-hassenden Guardiola – hingegen ist für mich Spannung pur.

Für wen dieser Satz merkwürdig wirkt, dem sei gesagt, dass ich meine Faszination hier aus dem sich ständig weiter entwickelnden System unseres Trainers und den maximal flexiblen Spielabläufen beziehe. Mit jeder Verletzung, jeder Aufstellung, jedem Spielstand, jeder Halbzeitpause bin ich gespannt, welche Lösungen Guardiola jetzt nun wieder findet. Natürlich wird es wohl so kommen, dass Bayern heuer zum dritten Mal in Folge Meister werden kann, aber erstens gab es diese Phasen in der Bundesliga auch schon früher und zweitens wird es imho nicht immer so bleiben. Aus Gründen. Womit wir zur mittleren bis langfristigen Zukunft kommen.

Es gibt jede Menge Hoffnung für Nicht-Bayern.

1. Pep Guardiola

Ich habe das – inhaltlich – sehr empfehlenswerte Buch „Herr Guardiola“ gelesen, besser: Verschlungen. Es ist der Wahnsinn, wenn man liest, mit welcher Leidenschaft, Akribie und Intensität dieser Katalane den Fußball lebt und liebt.

Diese Arbeits- und Lebensweise von Pep ist eine weitere Basis für unseren aktuellen Erfolg. Jeder Bayern-Fan, der diese Phase gerade miterleben darf, sollte dankbar, denn – meiner Meinung nach – hält Guardiola dieses Fußballtrainer-Leben auf der Überholspur nicht viel länger als seine Vertragslaufzeit bei uns aus. Der menschliche Körper und Geist stößt irgendwann an seine Grenzen und wird beides dauerhaft derart belastet, läuft Pep auch bei uns in seine nächste Erschöpfung. Wobei er bei uns natürlich weniger gegen (nach innen) und für (nach außen) den Club kämpfen muss (Insider).

Meine Prognose: Guardiola bleibt insgesamt maximal 4, vielleicht 5 Jahre in München. Gerüchteweise zieht es ihn dann in den englischen Fußball, danach noch eine Nationalmannschaft und dann ist auch schon Schluss. Ohnehin ein Zeichen des modernen Fußball. Alles geht früher los, läuft intensiver und ist früher zu Ende als in der „guten, alten Zeit“. Kein aktiver Spieler erreicht heute noch die 40, kein Trainer (wie Pep) die 50 oder gar 60.

Nach einem möglichen Abschied von Pep stellt sich die Frage nach einem Nachfolger. Wer soll dieses Erbe antreten und in seine Fußstapfen treten? Ein Weiterführen auf diesem, aktuell erreichten Level?! Nicht in meiner Vorstellungskraft.

2. Der menschliche Körper, der menschliche Geist

Wie lange sollen die derzeitigen Stützen des FC Bayern eigentlich so weiterspielen? Wie lange schaffen es Lahm, Schweinsteiger, Ribery, Robben & Co. noch, auf diesem Niveau ihre Weltklasse-Leistungen abzuliefern?!

Das Bayernblog Miasanrot.de analysierte in diesem Zusammenhang den Transfer von Joshua Kimmich mit einigen mittelfristigen Perspektiven. Besser hätte ich die Umstände dieses Transfers kaum beschreiben können.

Im Zusammenhang mit der Restleistungsfähigkeit der Granden unserer goldenen Generation und den Vertragslaufzeiten liegt auf der Hand, dass der heute so unschlagbar wirkende Verein aus München vor entscheidenden Umwälzungen steht. Wie von Miasanrot.de erwähnt, gibt es imho zwei Wege die Probleme des überaus natürlichen Alterungsprozesses zu lösen: Hauruck (Ausscheiden alter und Verpflichtungen neuer Spieler parallel) oder planvoll und mittelfristig. Natürlich kann man diese Probleme auch aussitzen, aber insofern wir unser nun erreichtes Level (auch in der Championsleague!) halten wollen, würde es nächstes (2016) oder übernächstes (2017) Jahr Transferanstrengungen vom Ausmaße Real Madrids oder Manchester Citys bedürfen. Selbst unser Festgeldkonto wäre dafür zu gering…

Nein, man muss hier planvoll vorgehen. Aus körperlichen(!) Gesichtspunkten würde ich hier zunächst Schweinsteiger, dann Ribery, ggf. danach Robben und abschließend Lahm (insofern sein Spiel als 6er den Verschleiss-Prozess nicht doch beschleunigt) als Abschiedskandidaten sehen (müssen). Ergo müssen wir jetzt nach Perspektivspielern Ausschau halten, die hier mittelfristig nachfolgen können.

3. Eigener Nachwuchs vs. Transfers Kurt, Kimmich & Co.

Machen wir uns nichts vor – aus der eigenen Jugend, den Bayern-Amateuren kommt aktuell kaum ein Nachwuchsspieler nach, der das Niveau eines Thomas Müller, Holger Badstuber, Alaba oder all der anderen aktuellen Profi-Stammspieler aus der „Tigerschmiede“ hätte. Diese Entwicklung in Zukunft umzudrehen, daran wird ja massiv mit dem neuen Jugendzentrum gearbeitet. Für den Umbruch 2016-2017 und die folgenden Jahre kommt das definitiv zu spät.

In den letzten Tagen wurde speziell der Kimmich-Transfer für seine Jugend (19) und seine Summe (8,5 Mio. Euro) kritisiert. Es würde angeführt, dass „im Fußball“ oder „in der Bundesliga“ jetzt bald „das Licht ausginge“, wenn der FC Bayern jetzt schon 19-jährige (der Konkurrenz weg) kauft und dies für „nur“ 8,5 und eben keine 23-jährigen mehr für 35 Mio. Euro (wohl auf Götze gemünzt).

Erstens: Mario Götze hatte eine fixe Ablösesumme als Ausstiegsklausel. Ansonsten hätte der BVB von wohl Götze keine Unterschrift bekommen. Wäre diese AK nicht existent gewesen, wäre Götze nicht zum FCB gewechselt. Ein Lewandowski kam Ablösefrei zum FCB, weil der BVB mit(!) Lewandowski noch eine Saison länger eine gute Rolle in der Championsleague (auch finanziell) spielen wollte. Hat beides 2013/14 gut geklappt. Der FCB hat hier beide Male nichts gegen den Willen des BVB unternehmen können und keinen Spieler aus seinem Vertrag herausgekauft (AK bedarf ja keiner Zustimmung des abgebenden Vereins, siehe Martinez und Bilbao).

Zweitens: Natürlich ist ein Götze hier seine 35 Mio. Euro wert. So wie ein Kimmich seine 8,5 Mio. wert ist. Oder eben nicht. Wer weiß das schon bei so jungen Spielern. Derlei Preise sind natürlich auch für den kaufenden Verein ein Risiko, denn Kimmich hat noch keinerlei Erfahrung auf dem Level des FC Bayern. Er ist eine „Wette auf die Zukunft“.

Insgesamt werden sich imho hier die Transferstrategie und die Preise verschieben (nicht nur bei Bayern, nein, im gesamten Fußball). So wie immer mehr Bundesliga-Spieler immer früher an die Bundesliga herangeführt werden, so werden diese jungen Spieler aber auch immer früher im Fokus der großen Vereine stehen. Ist ja nicht so, als wäre der FCB im Fall Kimmich der einzige Interessent gewesen.

Ganz am Rande: Hat schon mal jemand beim schwäbischen VfB nachgefragt, warum man dieses Megatalent überhaupt zu Red Bull hat ziehen lassen, wenn man doch so sehr von seinen Qualitäten als zukünftiger Superstar überzeugt war? Wie auch immer, es steht ein VfB-Transfererlös von über 6 Mio. Euro im Raum. Betrachtet man die kolportierten Probleme beim – aufgrund von aktuellen Ängsten der Clubführung vor den Mitgliedern – Verschieben der Abstimmung über die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft, kommt dieser Transfer ggf. nicht zur schlechtesten Zeit.

Zurück zum Thema: Man kann das schlimm finden, dass ein 19-jähriger dem Lockruf des bösen FC Bayern erliegt, aber wir reden hier von einem mehr als talentierten Kicker, der in den Jugendmannschaften schon Titel abgeräumt hat (U21), Stammspieler in einem Zweitliga-Team ist und vom Branchenprimus zwei Optionen geboten bekommt:

a) Unter Pep Guardiola, dem wohl besten Trainer seiner Zeit, trainieren zu können und

b) der potentielle Nachfolger eines Javier Martinez oder Bastian Schweinsteiger zu werden.

Lassen wir das Thema Geld mal außen vor – ist das eine Perspektive oder ist das keine?

So ausführlich ich nun diese drei Punkte der „Hoffnung“ ausgeführt habe, am Ende des Tages bleibt, wir wollen es nicht verschweigen, die Tatsache, dass unser Duck’sche Geldspeicher von allen Speichern der Liga der wohl größte ist. Und diesen Vorsprung haben wir uns zwar erarbeitet, den wird uns aber eben auf Sicht auch niemand nehmen. Es ist also Hoffnung auf niedrigem Niveau. Einerseits.

Andererseits gibt es parallel auch Sorgen „im Kosmos Fußball“, die dazu führen könnten, dass man sich den aktuellen Status quo mittel- bis langfristig zurück wünscht: Bundesligavereine von der Struktur a la Red Bull Leipzig. Ich bin mir ja noch nicht sicher, ob all die, die dem FC Bayern den Untergang des Fußballs anheften wollen, mit einem möglichen deutschen Meister RB Leipzig besser leben können, aber interessant ist es schon, diese Entwicklung zu beobachten, zumal ja die Tendenzen stückweise in die Richtung zu gehen scheinen, eher englische Investorenverhältnisse zuzulassen, ob man das gut oder schlecht findet.

Wie auch immer. Bisher sind ja auch der VfL Wolfsburg, die TSG Hoffenheim oder Bayer Leverkusen noch keine Dauerkonkurrenz für uns auf den Titel geworden, warten wir zunächst einmal ab was passiert.

Kommen wir zum guten Schluss zum weiteren Aufreger dieser Tage: Uli Hoeneß. So ganz losgelassen hat uns dieses Thema ja nie und seit es tatsächlich zum Freigang für unseren Ex-Präsidenten gekommen ist, schlagen die Wellen wieder hoch. Man kann es den üblichen Verdächtigen auch nicht recht machen. Erst glaubte niemand daran, dass er zur Anklage kommt. Dann war eine Verurteilung illusorisch. Im Nachgang das Strafmaß viel zu niedrig. Schon vor Haftantritt wollte man wissen, dass das ja eigentlich gar keine richtige Haft (oder Strafe) sei, die UH da erwarten würde, geradezu von „Luxus“ war die Rede. Und jetzt nun ist sein Freigang ein bayerischer Justizirrtum und sind eben nicht alle vor dem Gesetz gleich. Oder so. Himmel.

Welcher Teil in Bezug auf „Freigänger“ in diesem Bericht damals war unklar?

Er sitzt ein und dies mindestens für die nächsten 10 Monate „geschlossen“. Punkt. Die, dieser Aussage zugrunde liegende Berechnung dürfte bekannt sein (Verkürzung Strafe aufgrund guter Führung (2/3), offener Vollzug frühestens 18 Monate vor Ende Haftstrafe).

Nun, die besagten 10 Monate „Geschlossene“ sind seit Juni 2014 noch nicht verstrichen, offenbar gibt es aber in Bayern weitere Regelungen und ganz offensichtlich plant die Justiz in Bezug auf den bisherigen Haftverlauf auch eine Aussetzung von Teilen der Reststrafe zur Bewährung.

Seit der Föderalismusreform von 2006 können die Länder eigene Vollzugsgesetze erlassen. Laut Bundesjustizministerium haben das noch nicht alle Länder getan […] In Bayern werden Gefangene in der Regel mindestens sechs Monate im geschlossenen Vollzug untergebracht. Freigang kann in Bayern üblicherweise 18 Monate vor der voraussichtlichen Entlassung gewährt werden.

Fazit: Es gibt keine Lex Hoeneß. Außer man will es so sehen. Womit wir beim roten Faden dieses Beitrags sind: Vergesst all meine Argumentationsketten, wenn ihr euch eure Meinung ohnehin schon gebildet habt und die für euch gesetzt ist.

In diesem Sinne: Rückrunde, sei umschlungen!

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56 Gedanken zu „Ein unfassbar langweiliger Scheißverein

  1. Eine sehr treffende Beschreibung der Situation! Der Umbruch wird sicher für jeden Fan emotional eine Herausforderung.Ich bin gespannt auf die Zukunft!

  2. Schön wieder etwas von Paule zu lesen. 🙂

    Treffende Analyse. Danke.

  3. Hey, auch ich kann das unterschreiben.

    Zum Thema Jugend-Stratgie: Der junge Norweger geht jetzt angeblich zu Real Madrid. Doof.

  4. Wenn Real überhaupt noch Kohle hat, da sie offenbar die 60 TE Ausbildungsentschädigung für Kroos auch nicht in einem Stück überweisen konnten. 😀

    Außerdem ist ja Real auch berühmt dafür Nachwuchstalente perfekt in den Kader zu integrieren. Also da wäre er noch schlechter beraten als bei uns. Mir aber relativ egal, wenn wir uns dann in 5-6 jahren drüber ärgern…dann ist es halt so.

    Zum Beitrag: Sehr schön zusammengefasst.
    “Was soll Pep da noch verbessern? Er kann nur verlieren“
    In der Tat klingt der Satz mittlerweile etwas befremdlich, schließlich hat er offensichtlich alles verbessert.

    Insofern endet für mich die aktuelle Dominanz aus heutiger Sicht mit dem Abgang von Pep. Ich glaube nicht, dass es einen anderen Coach auf dem Planeten gibt, der so arbeitet (und da stimme ich zu, fantastischer Einblick in das Tagesgeschäft in „Herr Guardiola“ – seit dem Buch weiß ich mit Gewissheit bei allen Dingen, die wir am TV oder im Stadion sehen und uns immer fragen, ob wir die einzigen sind, die das sehen: Pep hat es schon längst gesehen.)

    Aber aktuell werden die richtigen Weichen für eine langfristige Strategie gestellt, die auch zumindest ein Stück weit unabhängig vom Trainer funktionieren könnte. Ob sie es werden muss bewiesen werden, aber viel mehr kann man nicht tun. Pep klonen vielleicht…

  5. Interessant wird auch, gerade im Hinblick auf den notwendigen Umbruch, die Personalie Reus. Schlägt Bayern zu- will der Spieler zu uns? Sollte man Reus nicht bekommen, noch dazu so günstig, wird da sicher eine große Invetsition anstehn. Ich sag nur Hazard…

    • Da hast du das Reus-Dilemma mmn gut beschrieben.
      Interessant in diesem Zusammenhang auch der (scheinbar) fixe Abgang von Shaquiri, ich kann den Spieler ja verstehen, aber womöglich könnte es auf der Position bei Verletzungsproblemen wirklich kanpp werden und die kolporierte Ablöse (ca. 13 Millionen EUro) ist jetzt auch nicht grade prickelnd.

  6. Hojbjerg-Leihe nach Augsburg ist wohl fix für 1,5 Jahre. Finde ich gut, auch der Verein passt. Wenn Spieler zum falschen Verein mit einem unruhigen Umfeld kommen, geht ja leider oft was schief. Siehe derzeit Julian Green beim HSV…

    EDIT: Anscheinend doch zunächst nur ein halbes Jahr, nicht 1,5.

  7. Das ist die allerbeste von vielen guten Optionen.
    Motiviertes Team, hervorragender Trainer, keine Stunde von München weg. Ein halbes Jahr ist vielleicht etwas kurz, aber das hat Alaba ja auch nicht geschadet.

  8. @Paule: Wie immer treffend!
    Genießen wir die Spannung, die jedes Spiel uns Fans bietet (bezüglich Peps nächsgter Idee, sehe ich auch so, super von Paule beschrieben) und halten wir die „Langeweile“ in der Liga eben aus (gehört dann halt dazu). Wird sicher auch wieder anders. Muss wohl das Pep-Buch auch noch lesen…
    Aber schon schade, dass da aus der eigenen Jugend grade nicht viel kommt, wobei die Jugendteams ja soo schlecht nicht abschneiden. Aber es war für die Jungen bis 2010 einfach noch leichter, an den BuLi-Kader heranzukommen als heute.
    Aber dennoch: Was macht eigentlich der Tiger?

  9. #Hojbjerg
    1/2 Jahr ist erstmal ok. Mit Thiago, Martinez, Lahm, Schweinsteiger und Alonso gibt es (mir) auf der Position zu viele Unsicherheiten.

  10. Mal grundsätzlich zum Thema Spannung:
    Es macht doch gerade den Fußballfan aus, dass er Fußball nicht nur wegen der Spannung (die kann er auch beim, sagen wir, Biathlon haben) sondern eben wegen des Interesses und der Freude am Spiel an sich guckt.

    Genauso wenig verstehe ich „Fußballfans“, die nur ihren Verein verfolgen und z.B. die „langweilige“ sonstige Bundesliga oder die Nationalmannschaft rundheraus ablehnen (da gibt es auch hier einige). Da scheint mir dann eher so ein tribalistisches Ding im Vordergrund zu stehen als das Interesse am Fußball. Nebenbei: Eine offene Ablehnung der Nationalmannschaft ist natürlich auch total hipstermäßig, da man sich damit von der vermeintlich dummen Masse der Eventfans absetzen zu können meint.

    Klar ist Spannung was tolles und Nervenkrimis können denkwürdige Spiele sein. Aber auch einige an sich ziemlich unspannende Spiele, etwa das 7:1 gegen Brasilien, sind Ikonen des Fußballs, und zwar mit Recht. Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass das CL-Finale 2011 zwischen Barca und ManU unter dem Gesichtspunkt „Spannung“ total langweilig war, denn Barca hat von Minute 1 an so vollendet gespielt, dass völlig klar war, wer am Ende der Gewinner sein wird. Trotzdem habe ich vor der Glotze gesessen und verzückt verfolgt, wie eine äraprägende Mannschaft auf dem Höhepunkt ihres Könnens Fußball zelebriert. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, einem historischen Moment – Barca am Gipfel – beizuwohnen.

    Klar ist es der Liga abträglich, wenn Bayern auch mit mittelmäßigem Fußball 7 Meisterschaften hintereinander gewinnt, weil der Rest einfach zu schlecht ist. Wenn Bayern das aber schafft, weil sie den besten Fußball der Welt spielen und deswegen auch, sagen wir, 4 mal die Championsleague holen, dann würde ich darin kein Problem sehen.

  11. 18 Mio für Shaq sind OK, wahrscheinlich kann der Junge in einem anderen System seine Stärken besser ausspielen. Machs gut!

    Real schwächelt momentan ein wenig, schon die 3. Niederlage dieses Jahr.
    Keiner ist unschlagbar – das beruhigt.

  12. Gottseidank ist der weg. Hätte ihn auch für 1,8 Millionen abgegeben…

  13. „Pierre-Emile Hojbjerg verlängert seinen Vertrag bis 2018 und wird bis zum Saisonende an den FC Augsburg ausgeliehen. Wir wünschen Dir viel Erfolg in Augsburg und freuen uns auf deine Rückkehr am 01. Juli!“

    Und auch hier endlich offiziell.

  14. Eine sehr treffende Analyse.

    In anderen Bundesländern wäre Hoeneß übrigens sofort Freigänger geworden, soviel nur dazu.

    Reus
    Mal ganz abgesehen, ober zu den Bayern gehen will, hielte ich eine Verpflichtung angesichts der unglaublichen Verletzungsanfälligkeit für riskant. Andererseit kann ich mit immer noch nicht an die Ablösen gewöhen, die heutzutage aufgerufen werden. Da sind 25 Mio geradezu ein Schnäppchen. Und Geld hat man ja, jetzt, wo Shaqiri für 18 Mios (Inter spinnt) verkauft wurde. Gutes Geschäft.

    Die neben Bayern am meisten genannten Favoriten für die CL Real und Chelski schwächeln gerade ein wenig. Aber guter Zeitpunkt für eine kleine Krise. Bei Barca allerdings brennt mal so richtig der Baum. Dass man jetzt zwei weitere Transferioden nix machen kann, macht die Lage auch nicht besser

  15. Shaq dürfte uns übrigens insgesamt kaum was gekostet haben. Angeblich hat er „bis zu 12 Mio Ablöse“ gekostet, als er von Basel kam. Zweieinhalb Jahre Gehalt noch obendrauf, bei geschätzt 2,5 Mio p.a. macht das 6,25 Mio, also bißchen mehr als die 18 Mio, die jetzt kolportiert werden.

    Kein schlechtes Geschäft.

  16. #Reus – brauch ma net. Finde ich.
    Übrigens, lesenswert zum Thema Promi-Bonus, Sozen-Filz und Amigos in NRW: stuttgarter-nachrichtenPUNKTde/inhalt.fahren-ohne-fuehrerschein-nachspiel-fuer-marco-reus.af9dd124-7d9a-49ff-a6da-f338648aaee8.html

    #Shaq. Schade. Fand den irgendwie als Typ gut. Aber sportlich leider seit einiger Zeit konstant nachlassend. Wünsche Ihm, dass es im neuen Umfeld klappt. Inter ist allerdings gerade nicht erste Wahl, hoffe für ihn, er reiht sich nicht dauerhaft in die B-Kicker-Riege (wie Poldi…) ein.

  17. Pingback: Weekly Leseempfehlung vom 9. January 2015 | off the record

  18. Frage: Wurde das Design nicht geändert? Kurz nach Neujahr hatte ich auf dem Handy eine blau-graue Gestaltung der Seite reinbekommen. Nun hab ich wieder die klassische Version.
    Es freut mich, dass du dich wieder einmal zu einem nicht uninteressanten Thema meldest. Grundsätzlich bin ich mit fast allen Punkten d’accord, eines stört mich aber doch. Du bezeichnest das Buch „Herr Guardiola“ als inhaltlich gut. Ich habe es auch verschlungen und die Eindrücke, die Perarnau schildert, sind ungemein interessant und lassen den Neid wachsen, da er so nah an diesem intelligenten Trainer dran war/ist.
    Dennoch sind die Fehler in dem Buch extrem störend. FC Freiburg, die Verwechslung der beiden Vereine aus Manchester sind geradezu unverzeihlich, ebenso das falsche Ergebnis einer Championsleague-Partie (meine es war das Rückspiel gegen Man City in der Allianz).
    Zudem gibt es unzählig viele Wiederholungen, als ob das Buch künstlich gestreckt wäre. Zuletzt stört mich die fehlende kritische Distanz zum Trainer und Verein. Plakativ formuliert bekommt man den Eindruck, dass sogar Peps Klogang ein Produkt langer Überlegungen, genauer Analysen, noch genauerer Nachanalysen und ein einziger Geniestreich ist.

  19. @Bernhard: Ich habe „zwischen den Tagen“ ein neues WordPress-Blog aufgesetzt und nach und nach drei Blogs und ein halbes CMS importiert. Was Du nach dem Livegang ab dem 01.01. gesehen hast, war Du Grundeinstellung des Plugins, welches das Layout für Smartphones erzeugt. Vor ein paar Tagen habe ich wieder etwas passendere Rot-Töne eingestellt… 😉

    Zum Buch:

    Deshalb sagte ich ja bewusst „Inhalt“. Das Lektorat war – und das haben mir auch Menschen bestätigt, die es wissen müssen, weil sie selbst diesen Beruf ausüben – sagen wir mal… ausbaufähig. Jemand anderes, der wiederum den Autor persönlich kennt, sagte, dass erstens ziemlich viel Publikationsdruck bei diesem Buch vorhanden war und zweitens der Autor seine Notizen aus seinen Münchner Aufenthalten (waren es 25?) in erster Linie zusammen geschrieben hat (siehe ausbaufähiges Lektorat).

    All das ist kein „Vorwurf“ an Autor, Verlag, Lektorat (denn es ist ein tolles Buch), allein, es soll die… sprachlichen Schwächen erklären.

  20. Gerade ein wenig diese Schweizer Veranstaltung rund um diesen Ballon mit Ohren am gucken. 3,5 Spieler (ein halber Toni wegen der Rückrunde 13/14) in der Top 11 des Jahres. Nicht schlecht, wobei es eigentlich 4,5 sein hätten müssen. Der Jerome war schließlich um längen besser als der Ex-Chelsea-Zottelbär.

  21. Und Linksverteidiger ist der Innenverteidiger Thiago Silva. Auch etwas lächerlich, aber gut. In der IV hätten es noch andere verdient neben Boateng, aber David Luiz ist wirklich ein Witz.

  22. Eins muss man der Fifa lassen: Humor haben sie. Sideshow Bob in der Elf des Jahres.

  23. Jetzt fällt es mir ein, Tingel-Tangel-Bob hieß der David ja gleich 😉

    So, ich hab‘ mir dieses Show doch wirklich bis zum Ende gegönnt. Nebenher versteht sich. Nachdem die Trophäen Trainer Männer, Trainer Frauen und Spielerin allesamt nach D gehen, kann es der Manuel doch gar nicht mehr werden – oder?

    Update:

    Mal wieder der Ölprinz. Laaaaangggweilllliiiig. 2015 dann wieder der Messi, oder?

    Ach ja: Danke an Fifa.com. Der Ticker spoilert vor dem Video, aber egal.

  24. Und es kam, wie es kommen mußte…

    Egal, mir wird der Weltfussballer dieses Jahr mit zwei Szenen in Erinnerung bleiben:

    1. Wie er beim WM-Duell perfekt die Ein-Mann-Giganten-Mauer (Philip Lahm) traf.

    2. Wie er im CL-Duell das vierte Tor in der Nachspielzeit so feierte, als hätte er gerade das Match im Alleingang entschieden…

    Na dann, Glückwunsch, man sieht sich in der CL wieder…. 🙂

  25. Wenn ich einen Wunsch frei habe für 2015: Lasst uns doch bitte spätestens in Berlin den Klub-Weltmeister mitsamt seinem Weltfussballer so richtig gepflegt aus dem Stadion schießen. Und wenn’s dann wieder kein Bayern-Spieler wird, dann können die das Ding getrost abschaffen und es die nächsten 10 Jahre weiterhin zwischen Messi und Ronaldo auswürfeln.

  26. Oh, das Publikum vor Ort schien auch nicht unbedingt hocherfreut. Man sah einige Kopfschüttler und wenig applaudierende Hände.

    Aber der Sepp hat sich mächtig gefreut.

  27. „Des interessiert mi ois ned, der Scheißdreck! Weltmeister samma! Den Pott hamma! Den scheiß gold’nen Ball (Schuah) kannst dir hinter d’Ohren schmier’n“, Thomas Müller, Fußballweiser.

  28. Weil das ja klar ist.

    Aber vlt. wäre es auch des Guten zuviel gewesen. Und wenn man Manu fragen würde, würde er sich immer wieder für den WM-Pokal entscheiden. Der Geölte sieht es sicher genau anders herum, also passts scho…

    Erstaunlich allerdings wieviele immernoch offenbar blind den Flo wählen. Der hat letztes Jahr aber auch gar nix gerissen. Wenigstens kehrt jetzt wieder Normalität ein.

    Ach ja, bin mal gespannt, ob die Aussagen von Jojberg richtig übersetzt wurden. Falls ja verstehe ich nicht, was in dem vorgeht…

  29. Vermutlich bin ich hier der einzige, der das so sieht aber exklusive Meinungen waren schon immer mein Ding. CR 7 mag ein eitles A…loch sein, aber er ist ein Mörderkicker. Ich verfolge die spanische Liga sehr intensiv und sehe auch viele Spiele im TV. Und Portugals frühes Ausscheiden hin oder her, wenn man sieht, was der Bursche (mittlerweile mannschaftsdienlicher denn je) bei Real leistet, kann man den Ohrenball durchaus nachvollziehen. Ich mag ihn nicht und wenn der FCB ihm und seinem Team in der CL ordentlich in die Eier tritt, freu ich mich, aber in Europa einen besseren zu finden ist zur Zeit nicht so einfach.

  30. @Tokyostegi: Ich bin insofern bei Dir, als Ronaldo sicher nicht unverdient Weltfußballer ist, seine unfassbar guten Leistungen muss man schon fair anerkennen. Wenn man weniger Wert auf reine Torstatistiken legt, sondern z.B. auf die Leistung in den ganz wichtigen Spielen (Ronaldo im CL-Finale zum Beispiel eher so naja) und die neue Dimension, die Neuer dem Torwartspiel hinzugefügt hat, besonders würdigen wollte, dann hätte man auch Neuer auf Platz 1 setzen können. So ist aber auch o.k.
    Was halt echt gar nicht geht, ist David Luiz in der Weltelf. Tut mir leid, aber wer im wichtigsten Spiel des Jahres 2014 eine derartige Nichtleistung abliefert (fast alle Tore gingen mit auf seine Kappe), der gehört da nicht hin. Wer hingehört hätte: Boateng.

    Fazit: Neuer/Ronaldoist schon o.k., Luiz/Boateng völlig unverständlich.

  31. Ronaldo ist ein super Fußballer und hat unglaubliche Zahlen dieses Jahr, keine Frage. Und auch wenn ich mit meiner Meinung vielleicht alleine dastehe, da es in Deutschland zumindest nur um Neuer oder Ronaldo ging. Aber Messi ist selbst in vermeintlich schwachen Spielzeiten noch immer nicht von dieser Welt. Ronaldo hat in der laufenden Saison 33 Tore erzielt, ein Drittel davon (11!) waren Elfmeter. Davon ein oder zwei lächerlich mies geschundene. Messi hat 25 Tore bei einem einzigen Elfmeter und drei Spielen weniger. Messi hat einen Assist weniger, aber wie gesagt, drei Spiele weniger. Für Ronaldo spricht lediglich, dass er die das Double und den CL-Torrekord gewonnen hat.

    Wenn man aber nach Titeln geht, dann hätte
    a) Ribery letztes Jahr gewinnen müssen. Fünf Titel gewonnen und dazu noch bessere Stats (bis auf bei den geschossenen Toren natürlich) als der Ölbaron. Siehe http://www.telegraph.co.uk/spo.....pared.html
    b) Neuer dieses Jahr gewinnen müssen. Aber der ist ja nur Torwart.

    Aber nunja. Ich hoffe nur, dass wir dieses Jahr gegen beide Mal spielen werden und dabei als Sieger vom Platz gehen. Ich denke, damit wären unsere Spieler auch sehr zufrieden. 🙂

    Hocherfreulich ist aber die Wahl bei den Damen, finde ich. Nadine Kessler ist defensive Mittelfeldspielerin und hat sich gegen zwei Stürmerinnen durchgesetzt.

  32. Natürlich nervt es mich, dass der Geölte den Titel wieder eingeheimst hat. Besonders nach der Art und Weise, wie er im CL-Finale aufgefallen ist… oder eben vor seinem (unbedeutenden und geschundenen) Elfer nicht aufgefallen ist. Und bei der WM in der Vorrunde heimzufahren glänzt auch nicht sonderlich.
    Aber man muss anerkennen, dass er einfach ein Wahnsinnskicker ist, der im vergangenen Jahr mal wieder einen Rekord nach dem anderen pulversisiert hat und mannschaftsdienlicher spielt, als es oft aufgrund seines Gockel-Gehabes den Eindruck hat.

    Unterm Strich hat er den Titel verdient, denn im Fußball brauchst Du nunmal Tore, um zu gewinnen.

    Die Sache ist einfach die: Schießt einer nen Hattrick, kaufen die Kiddies sein Trikot und er hat eine volle Seite in den Zeitungen am nächsten Tag. Spielst Du zu Null, dann bekommst Du ein Raunen des Publikums bei ner Parade, in Neuers Fall auch bei einem gut angelaufenen Ball oder einem erfolgreichen Zweikampf, aber das verkommt wenige Minuten später schon wieder zur Randnotiz.

    Auch Neuer hätte den Titel verdient gehabt, weil er in der Defensive den Fußball auf ein neues Level gehoben hat: Ein Torwart, der gleichzeitig noch ein hervorragender Ausputzer ist (und dabei nicht das Abseits aufhebt, wichtig bei unserem hohen Pressing!), verschafft seiner Mannschaft unterm Strich ein Überzahlspiel, wenn die andere Mannschaft keinen mitspielenden Torhüter vergleichbarer Güte in ihren Reihen hat. Die Tatsache, dass das bei Neuer auf einem derart hohen Niveau in bestechender Regelmäßigkeit stattfindet, hat ihn in die Top3 gespült.

    Auch nicht zu verachten in die Tatsache, dass Neuer in zwei sehr starken Teams spielt: sowohl bei Bayern als auch in der Nationalmannschaft haben ihn sicher andere Mitspieler Stimmen gekostet: Lahm, Schweinsteiger, Kroos, Robben, Müller. Es läuft ja nicht die Vorauswahl und dann wird unter den Top3 nochmal gewählt… die Sache ist ja schon seit dem 21.11. gelaufen. Ein Wahldurchgang, aus die Maus. Der eine Journalist kreuzt Neuer an, der andere Schweinsteiger… Ronnie und Messi haben inzwischen eh eine Dauerkarte auf den Stimmzetteln. Mal mehr, mal weniger verdient.

    Ich habe den Eindruck, dass Neuer weiß, was sein 3. Platz wert ist und die für einen Torhüter recht unüblichen Platzierungen in diversen Wertungen als Kompliment auffasst. Er wird jetzt nicht monatelang in ein Leistungsloch fallen, da lege ich mich fest.

  33. Sehr fein: “ Am 3. Februar gegen Schalke 04 wird der FC Bayern erstmals ein Heimspiel vor 75.000 Fans bestreiten.“

  34. @raptor, warst schneller 😉
    Eine gute Nachricht, in jedem Fall.
    Werden dann noch mal Tickets verteilt an gescheiterte Besteller, z.B an mich? Oder gehen die in den freien Verkauf?
    Man darf gespannt sein.

  35. ” Am 3. Februar gegen Schalke 04 wird der FC Bayern erstmals ein Heimspiel vor 75.000 Fans bestreiten.”

    Möchte recht beckmesserisch anmerken, dass es nicht das erste Mal ist. Im Olypiastadion hatten wir das glaube ich schon des Öfteren. Warum nur warum hat man diese Arena so klein geplant? 80-90 wären von Beginn an vernünftiger gewesen.

    • Naja, der Schnitt im Olympiastadion lag meiner Erinnerung nach bei < 40.000 . Das die Arena bei JEDEM BL Spiel ausverkauft sein würde, hatte wohl niemand erwartet.

      • CL Zwischenrunde 2000/2001 gegen Lyon kamen 18000 Zuschauer.
        Zum ersten Gruppenspiel als CL Sieger gegen Prag kamen 2001 dann immerhin 20000 Zuschauer. Konnte ja keiner damit rechnen, dass die WM und die Arena an sich so einen Boom auslösen

  36. Zum Oly: Da galt früher mal die Zahl 77.573 bei ausverkauftem Haus (in den 80ern), das ließ aber dann nach, zuletzt 69.000.
    Schon krass, dass damals vielleicht 1 oder 2 Spiele im Jahr ausverkauft waren, Schnitt lange Zeit kaum über 30.000…

    Andere lustige Meldung heute: Der BVB beantragt die Zweitliga-Lizenz.
    Vernünftig. Ansonsten Dritte oder Regionalliga?
    Zum Glück nur Formsache, Geld ist ja genug da.

  37. Gestern ein typisches Testspiel gegen eine wackere Katar-Auswahl, die sich bedeutend weniger in ihr Schicksal fuegte als so mancher Bundesligist.
    Man merkt wie der FCB inzwischen weltweit zieht, auch wenn im ausverkauften Stadion vielleicht ur zwei Drittel der Plaetze gefuellt waren, so sind 7.000 Zuschauer in diesem Land schon eine gewisse Hausnummer.
    Das heutige Training dann nichts aussergewoehnliches, warmlaufen, 5 gegen 2, Positionsspiele, Torschuss. 3-4 Spieler machten zum Schluss noch ein paar Sprints.
    Auffaellig die relative Individualitaet beim Training fuer jeden Spieler, ausser zum Anfang sind vielleicht mal 10 Spieler gleichzeitig auf dem Platz, es wird immer munter durchgewechselt zwischen dem direkt hinter dem Platz liegenden Kraftraum und kurzen Masageeinheiten direkt am Spielfeldrand.

      • ja, schoene Gruesse aus einem sonnigen Doha.
        Wenn die Sonne untergeht wird es leider etwas kaelter, schon etwas geforen beim gestrigen Spiel.

        • Aber die Stiepel Fahne habe ich gesehn!!!! Also kanns nicht so kalt gewesen sein- da zieht sich doch sonst immer alles zusammen…lol

  38. Was erlaube Sammer?
    ich fand den ja immer ganz gut, auch wenn er sich zuweilen verschwurbelt auszudrücken Gefahr läuft, was mir nie in den Sinn käme.
    Aber das was da grade mit Lewa läuft – so es denn stimmt – geht ja wohl gar nicht. Lewa habe sich für sein schlimmes Vergehen entschuldigt (was der allerdings dementiert), also darf er wieder mitspielen. Entscheidet Sammer!?
    Ja wo sind wir denn (gerade in diesen Tagen) mit der Meinungsfreiheit? Und wenn diese Wahl auch nur den Hauch einer sportlichen Wahl haben soll, kann es ja nicht sein, dass man seine Freunde und/ oder Teamkollegen wählen „muss“, sondern bitteschön den wählen darf, den man für den Besten hält. Und wenn Lewa einen Stürmer gut findet und auf Platz 1 wählt, sagt er damit ja nichts gegen Neuer (oder Schweinsteiger), die er beide auch gewählt hat. Sorry Herr Sammer, hier haben Sie sich schwer vergaloppiert.

  39. Wo hast du das denn augeschnappt? Und bist du dir auch sicher, dass das Ganze nicht mit einem fetten Smiley versehen war? Kann ich mir so in der Form überhaupt nicht vorstellen. Darüberhinaus finde ich das Thema ohnehin überflüssig wie einen Kropf. Außerdem hat er als Kapitän der polnischen NM gewählt – gut, aus der Truppe gabs jetzt nicht so viele Kandidaten, aber dennoch kann ich nachvollziehen, wenn ein Stürmer einen Stürmer wählt. Wenn der Bundesjogi den Geölten gewählt hätte wärs was anderes.
    Warum nur dauert es noch so lange bis zum Rückrundenstart?

    • Gödecke von SpOn hat aus Sammers kurzer Bemerkung „Darüber müssen wir reden“, die vermutlich (wenn überhaupt) nur halb ernst gemeint war, einen polemischen Artikel gemacht. Daß der Artikel in irgendeiner Form etwas mit der Realität hinter den Kulissen zu tun hat, ist bei SpOn sowieso schon selten, in diesem konkreten Fall wohl ganz unwahrscheinlich. Da hat ein Berufsempörter halt mal wieder seine Emotionen rausgelassen.

  40. Es gibt Berichte/Kolumen etc. gerade auf SPON oder auch Focus, Welt, da lese ich schon nach dem überfliegen der Headline nicht weiter. Der von euch erwähnte Beitrag gehört ohne Frage dazu. Seht´s mal so: wenn es sonst nichts gibt, was die Presse als Negativnachricht zum FC Bayern findet, dann freue ich mich auf viele derartigen Artikel. Ist ne ähnliche Kategorie gehört die Berichterstattung über die „neue“ Bayern-Strategie junge Talente an den Verein zu binden bzw. über „unzufriedene“ Spieler wie Hojbjerg zu brichten. In diesem Sinne: bitte mehr Pressebericht davon und uns weiter schöne und erfolgreiche Spiele des FC Bayern – ich freu mich schon wieder narrisch auf den Beginn der Rückrunde!

  41. Nee so einfach sehe ich das nicht. Es geht mir auch nicht um die (ohnehin immer böse) Presse die so was natürlich gleich zum Lewagate aufbläst.
    Was micht nervt ist dieser Satz (Sammer): „Wir haben darüber gesprochen, er hat es ja auch öffentlich schon korrigiert, dass er Manuel als Nummer eins sieht. Dementsprechend ist das auch okay.“
    Das geht ja wohl gar nicht. Was muss sich Sammer überhaupt dazu äußern und zum Richter aufspielen, der entscheidet, wie Lewa zu wählen und wen er als Nummer eins zu sehen hat? Vertritt er dabei die Meinung des FCB? Eher nicht (hoffentlich!!), man hört das ja nur von ihm. Aber er schadet damit trotzdem dem Ansehen des FCB. Das brauch ich nicht!!
    Neuer dagegen ist sehr entspannt. Gut so.

  42. @seit82: Jeder regt sich halt auf, so sehr er will.
    Will Dir das Recht dazu nicht absprechen, aber mich z.B. tangiert das nun wirklich nicht und wenn die beiden (Lewa und Sammer) damit und miteinander klarkommen, gibt es mMn nichts weiter zu sagen. Aber das sind dann meine 2 Cents 😉 .

  43. Winterpausenpresseloch. Vereinsintern wird das weder für Sammer, Lewa oder Neuer auch nur ansatzweise ein Problem sein. Die Presse mag es nicht, wenn beim FCB Erfolg und Harmonie herrschen.

  44. Ende

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