Podball – braucht das überhaupt jemand?

Heute kam mal wieder bei Twitter eine Diskussion auf, die mich an ein Thema zurück brachte, dass ich selbst schon einmal für mich auf dem Screen hatte, dann aber verworfen habe – mangels Zeit:

Podcasting. [1]

Bei probek läuft gerade die Diskussion. Der Grundgedanke ist mich ein sehr smarter. Blogger machen den „besseren“ DSF-Stammtisch, das „bessere“ Dopafon.

Allein, es bleibt die Frage, wer für sowas entsprechend Zeit hat und ob’s überhaupt jemanden interessiert. Ich persönlich bin da sehr interessiert. Zum einen beim Thema Produktion (allerdings nicht im Großen und Ganzen, sondern nur, was eigene Beiträge oder Gastauftritte betrifft) und zum anderen beim Thema Konsum.

Meine bisherigen Beiträge zu diesem Thema (Ligashow ebenso wie bei DEBSS) haben mir nämlich jede Menge Spaß gemacht.

Wie seht ihr das??

[1] Da hier ja immer wieder Gäste vorbeischauen, die beim Thema Web 2.0 dazulernen wollen, empfehle ich zum Thema diesen Link.

Der deutsche Obama wäscht nicht nur sauber sondern rein

Eigentlich sollte dies mein großer Klinsmann-erzählt-seine-Version-vom-FC-Bayern-Aufenthalt-und-Hoeneß-erzählt-wie-es-wirklich-war – Bericht werden.

Inzwischen ist mir das aber fast zu albern.

Am Ende des Tages bleibt übrig, dass Klinsmann, der Trainer und der FC Bayern als Verein nicht zusammen passten.

Ob’s jetzt an Klinsmanns Starrsinn oder der bayerischen Reformunfähigkeit lag, werden wir nie herausfinden. Tatsächlich gibt es aber noch ein, zwei Dinge, die ich zum Thema zum Besten geben will und muss.

Erstens wissen wir alle nicht, was wirklich im Hintergrund passierte. Also so im Großen und Ganzen.

Zweitens habe ich Klinsmanns Auftritt beim Privatfernsehen (die überraschenderweise von der Quote leben und somit an einem „Konflikt“ zwischen Klinsmann und dem FC Bayern ein reges Interesse haben) nicht persönlich verfolgt. Mir war die Fußball-Übertragung wichtiger.

Drittens hat Klinsmann offenbar diverse Dinge behauptet, die die Betroffenen gestern (und das habe ich gehört) dementiert haben.

Zum Beispiel die Behauptung, Heynckes Besuch des Bundesliga-Heimspiels gegen Schalke wäre kein Zufall gewesen, oder dass die Entlassung für ihn (Klinsmann) überraschend gekommen wäre, oder dass es die Spieler unisono geschockt aufgenommen hätten und ihm (Klinsmann) viele Nachrichten des Bedauern überbracht hätten.

Als Höhepunkt darf man wohl seine (Klinsmanns) Vermutung ansehen, dass er (Klinsmann) den FC Bayern noch zur Meisterschaft geführt hätte.

So.

Der Reihe nach.

Gestern hat Heynckes selbst (erneut) klargestellt, dass er „gar nicht der Typ dafür wäre, derlei“ (als Nachfolger eines zu entlassenden Trainers auf der Tribüne zu sitzen) „zu tun und dass das Treffen zwischen den Familien Hoeneß, Lerby und Heynckes schon sechs Wochen zuvor geplant war. Beim vorletzten Treffen in Neukirchen-Vluyn“.

Des Weiteren fügte Heynckes hinzu, dass „es ja vielleicht besser gewesen wäre, dass der FC Bayern das Spiel gegen Schalke gewonnen hätte, denn dann wäre er erst gar nicht Trainer des FC Bayern geworden“.

Diese Version wurde auch schon durch Hoeneß bestätigt. Direkt nach der Entlassung Klinsmanns. Verschwörung gegen Klinsmann, die erste?

Ferner stellte Hoeneß nach dem gestrigen Spiel gegen Stuttgart klar, dass er (Hoeneß) nach dem Debakel gegen Barcelona mit ihm (Klinsmann) ein Vieraugen-Gespräch geführt hätte, innerhalb diesem er (Hoeneß) ihm (Klinsmann) gesagt hätte, dass „es für ihn“ (Klinsmann) „bei nur noch einer weiteren Niederlage in der Bundesliga eng werden könnte/würde“.

Spezialform der schwäbischen Demenz?

Was seine (Klinsmanns) Wertschätzung im Rahmen der Mannschaft angeht, sind diese ja unter Heynckes komplett als Kronzeugen zu sehen.

Wo ist die Depression? Wo sind die lobenden Worte über Klinsmann in den Interviews?

Wenn ich mir da allein die Worte van Bommels oder Podolskis seit seinem Abschied so anhöre vermisse ich da eine gewisse Wärme bei diesem Thema…

Wie auch immer.

Das Thema „Klinsmann beim FC Bayern“ ist Geschichte. Für mich jedenfalls.

Ob jetzt der eine oder andere aufgrund verletzter Eitelkeit hier noch öffentlich seine Versionen ausplaudert ist mir im Grunde schnuppe, aber Stellung zu beziehen war mir wichtig. Nicht für oder gegen Klinsmann, aber in Bezug auf den Verein. Denn ein Klinsmann hat unsere Wagenburg verlassen.

Louis van Gaal ist sein Nachfolger. In jeder Hinsicht.

Ende der Durchsage.

Das neue Bayern-Trikot 2009/10!

Da wunderte ich mich noch, dass die Zugriffe hier in den letzten Tagen so zugenommen haben und heute sehe ich dann auch den Grund dafür.

Ab Mittwoch ist es wieder soweit! Mit Freude präsentieren wir Ihnen bereits vor dem Start der neuen Saison unser Home-Trikot 2009/2010!

Na dann.

Die Spekulationen im Februar waren tatsächlich so weit nicht von der Realität entfernt.

Was mir zum neuen Heimtrikot einfällt?

Gar nicht mal so schlecht, zumindestens besser als rote Zebras, aber am Ende des Tages ist nicht das Trikot entscheidend, sondern das, was der Spieler im Trikot mit dem Ball anfängt. Egal wie er aussieht.

Und da gibt’s ja ebenfalls in der neuen Saison jede Menge zu verbessern.

Ob das neue Trikot für Samstag Glück bringt, kann man nicht wissen. Es bleibt allerdings das Risiko, dass es sofort negativ belastet ist. Zumindestens für Fans, die abergläubisch sind…

‚Persönlich habe ich heute mein eigenes Glücksshirt bekommen…

Abwarten.

Uli Hoeneß im Sportstudio – immer wieder ein Genuss

Gestern war unser Uli mal wieder im Sportstudio. Herrlich. Vor allem unerwartet. Für mich. Hatte ich im Vorfeld nichts von mitbekommen.

KMH stellt zwar zumeist die bekannten Naiv-Fragen, aber interessant ist ja ohnehin nur, was und wie UH antwortet.

Am wichtigsten fand ich die Antworten beim Thema Neuverpflichtungen. KMH brachte das Thema Ribéry zu Sprache und UH antwortete, dass „man ihn nicht abgeben wolle, sondern vielmehr überlege, noch jemanden von seinem Kaliber hinzuzuholen“.

Sowas will ich als Fan hören!

KMH: „Haben Sie da jemand im Auge?“

UH: „Ja.“

KMH: „Sie wollen mir den Namen aber nicht verraten, oder?“

UH: „Nein.“

Köstlich.

Das andere Highlight waren Interna, wie sie im Bayern-Vorstand den neuen Trainer ausgewählt haben.

„Wir sind im Vorstand mit Franz Beckenbauer zusammengesessen und haben diskutiert. Jeder der vier Herren konnte zwei Trainer vorschlagen, einen ausländischen und einen deutschen, wobei die Maxime war, dass der ausländische Trainer deutsch sprechen sollte. Als jeder seine zwei Namen genannt hatte, war fast überall Louis van Gaal dabei. Und dann haben wir ihn ausführlich diskutiert. Am nächsten Tag haben wir ihn kontaktiert und sind vom ersten Moment an auf Gegenliebe gestoßen, er hatte großes Interesse.“

Genauso stell‘ ich mir das bei einem Weltclub wie dem FC Bayern auch vor… 😉

Das Thema nervt, Klaus

So langsam nervt das Thema.

„Es steht überhaupt nicht fest, ob Diego geht und wenn, wohin. Es sind noch längst nicht alle Dinge zu Ende geführt.“

So Werder-Allofs zum Endlos-Thema Diego.

Und der Bremer Sportchef ist offensichtlich auch nicht länger gewillt, die teilweise dubiosen Verhandlungspraktiken von Djair Cunha und Petralito zu tolerieren. „Vielleicht geht Diego am Ende ja doch zu den Bayern“, sagte Allofs – und sorgte damit für allgemeine Verwunderung.

Knackpunkt ist die 15-prozentige Transferbeteiligung des Diego-Clans.

Werder pocht darauf, dass die Summe von rund 4,5 Millionen Euro von den Italienern gezahlt wird, um am Ende die gewünschten 29 Millionen Euro Ablöse in der Vereinskasse zu haben. Juve will den Betrag freilich nicht freiwillig zahlen. „Ja, es geht um die 15 Prozent“, räumte auch Diego selbst gestern ein.

Ehrlich gesagt würde ich mich kaputtlachen, wenn der am Ende doch noch bei uns landen sollte, allein, es bleibt die Frage, ob wir uns das wirklich antun wollen…

P.S. Zum Glück ist die Quelle endlich mal seriös…

Das superduperabsoluteobergeilspannenste Meisterschaftsfinale. Ever.

Die Bundesliga ist so spannend wie nie. Dem Boulevard und der gesamten Fußballreporter-Szene läuft der Sabber aus dem Mund.

Oder so.

Ich als Bayern-Fan hasse ja Spannung. Es sei denn, ich weiß, dass es wie 2001 ausgeht. Dann ist es geil. Aber das gibt’s eben nicht. Deshalb heißt es ja auch Spannung. Deshalb ist’s Fußball.

Persönlich bin ich so ein Rekord-Typ. Ich will den Gegner gedemütigt sehen. Je größer die Dominanz, desto besser. Deshalb ist das Spiel hier ja auch mein All-Time-Favourite.

Nun. Fußball ist aber kein Wunschkonzert und deshalb muss man nehmen was man kriegen kann.

Gerade der FC Bayern. Gerade in dieser Saison.

Der Klinsmann-FCB (und seine Spieler) hat den Karren in den Dreck gefahren, der Heynckes-FCB (und seine Spieler) muss ihn da jetzt wieder rausholen. Kunststück.

Von wegen.

Aktuell liegen die Chancen der Bayern auf eine erfolgreiche Titelverteidigung bei 25 Prozent. Die restlichen Chancen teilen sich die verbliebenen drei Konkurrenten Wolfsburg, Hertha und Stuttgart.

Wäre es fahrlässig – als Bayern-Fan – nicht darüber nachzudenken, welche Mannschaft mir am liebsten wäre, wenn es der FC Bayern tatsächlich nicht schaffen sollte?

Immerhin liegt die Chance hierfür bei satten 75 Prozent.

Ich tu’s trotzdem. Jeglichem Aberglauben zum Trotz (auf der anderen Seite – ich rede hier ja nur über die anderen)…

Wenn es nach den Trainern geht, wäre mir Wolfsburg und Hertha am liebsten. Magath, weil er – auch gegenüber Journalisten – ’ne coole Sau ist und Favre weil er so sympathisch zurückhaltend ist.

Ganz im Gegensatz zu seinen Spielern. Hier liegt wiederum Stuttgart alleine ganz vorne. Bei mir. Beim Thema Meisterschaft. Trotz Lehmann.

Zum Glück hat Hoffenheim ja in jeder Form mit diesem Thema nichts mehr zu tun. Die liegen bei mir in allen Punkten (Trainer, Spieler, Fans) weit abgeschlagen hinten. Abgesehen vielleicht beim Thema Mäzen…

Spielweise.

Klare Punktsiege für Wolfsburg und Stuttgart. Meister Hertha? So? Um Gottes Willen. Nicht, dass der FCB nicht schon öfter genauso Meister geworden wäre – aber wir haben dann wenigstens nicht so getan, als wären wir das bessere Arsenal…

Fans.

Wolfsburg? Nächstes Thema. Hertha? Auf einmal ist in Berlin das Stadion voll? Obwohl weder Pokalfinale noch Heimspiel gegen Bayern ist? Achso.

Punkt für Stuttgart.

Nochwas?

Nö. Reicht doch schon für den schwäbischen VfB.

Zu dumm, dass sie dafür bei uns in München gewinnen müssen und wir selber jeden Punkt für den CL-Platz 2 brauchen.

Aber im Leben ist nicht immer der Sympathische der Erfolgreiche.

Sagt ein Bayern-Fan…

Baustelle FC Bayern #1: Torhüter

Gerade les‘ ich, dass Bayerns etatmäßige Nummer 1 im Tor – Michael Rensing – die Saison beenden muss.

Dabei hatte ich persönlich zuletzt immer den Eindruck, dass Rensings „Beschwerden mit dem Ringfinger der rechten Hand“ nur der perfekte Grund für Klinsmann war, ihn nicht aufstellen zu müssen. Oder zumindestens seine Nicht-Berücksichtigung begründen zu können.

Dem war wohl nicht so und derMichael ist tatsächlich verletzt.

Auf der Bank wird jetzt unsere Nummer 3 – Thomas Kraft – sitzen.

Trotzdem drängt sich mir die Frage auf, wie auf dieser Position die Perspektive beim FC Bayern aussieht.

Was passiert zur neuen Saison?

Ist Rensing unter van Gaal plötzlich wieder völlig unbeschädigt und erneut Stammtorhüter, als wäre nichts passiert? Soll es Butt bleiben? Als 34-jähriger?

Oder wird es am Ende doch direkt Kraft – als echte Nachwuchskraft?

Irgendwie war mir von Anfang an mulmig bei Rensing. Hört sich jetzt zwar komisch an und lange Zeit habe ich das anders vertreten, aber über eine so lange Zeit im Schatten eines großen Torhüters zu stehen und dann – per Anordnung – irgendwann selbst die Nummer 1 zu sein, das mutete schon komisch an.

Sowas geht vielleicht in der Nationalmannschaft, weil sich dort nur Stammtorhüter und zwar auf Augenhöhe treffen, aber im Verein?

Vielleicht wäre es für Rensing besser gewesen, sich frühzeitig ausleihen zu lassen, um sich ausserhalb des Vereins seine Sporen zu verdienen, denn für mich ist Rensing, vor allem nach dieser Saison – ganz ehrlich – nur eins: verbrannt!

Ich vermute ganz stark, dass man zusammen mit van Gaal eine große Lösung suchen wird.

Oder van Gaal ist tatsächlich der Typ, der die jungen Spieler nach vorne bringt. Dann könnte Rensings Stunde schlagen.

Auf der anderen Seite:

Nach allem, was man so über LvG hört, soll er ja vor allem deshalb mit jungen Spielern so gut können, weil die sich noch so viel sagen lassen.

Spricht wiederum eindeutig gegen Rensing…