Fehler In Allen Teilen oder Endlich ist's vorbei.

Das war sie also. Die Saison 2008/09. Mit viel Emotion gestartet und zum Schluss mit einem blauen Auge und dem Minimalminimalziel. Direkte Qualifikation für die Championsleague.

Für einige in der Bayern-Familie wurde das jetzt aber echt Zeit. Mich mal eingeschlossen.

Länger hätte die Saison nicht dauern dürfen. Ansonsten wäre der Vorsprung der Wolfsburger wohl noch größer geworden und die Stuttgarter hätten uns ebenfalls noch überrannt.

Das sie dies gestern nicht taten, ist ein Teil des Kuriosums dieser Saison.

So stark und euphorisch die Schwaben zuletzt auch waren, so gehemmt agierten sie gestern im Endspiel in der Arena der Bayern. Und das gegen Bayern, bei denen einige Spieler schon lange auf Reserve laufen.

Wie Herr Demichelis zum Beispiel. Oder Herr Toni. Oder Herr Sosa. Um nur einmal die schlimmsten Patienten aufzuzählen.

Jede Woche kam ich mir hier zuletzt vor wie im Hamsterrad. Was meine Berichte betraf.

Immer wieder fielen Worte wie „schlimm“ oder „unfassbar“. War aber nun einmal so.

So gut sich die Bilanz von Heynckes auch liest (4 von 5 Spielen gewonnen) – die Mannschaft war offenbar schon lange am Ende.

Wären da nicht ausgleichend Spieler wie Lahm, Butt (zumeist), Ribéry (seine Geistesblitze) oder van Bommel (lebte unter Jupp wieder auf) gewesen, das tabellarische Desaster wäre komplett gewesen.

Im Grunde fällt mir keine Erklärung dafür ein, weshalb die drei obigen Sportskameraden in ihrer Leistung in dieser Saison so abfielen (Sosa jetzt mal aussen vor, der kam ja in dieser Rückrunde zum ersten Mal überhaupt aus seinem Dauerloch).

Demichelis so schlimm wie zu Beginn seiner Bayern-Zeit (ohne Vorfeld einer WM keine Motivation?) und Toni, der zwar immer noch seine Tore macht – viele auch als 1:0 – aber im Verhältnis seiner Chancen heuer eine unterirdische Leistung bot.

Allein die Chance, 5 Meter frei vor’m Tor, den Ball aber 10 Meter über’s Tor zu semmeln – bezeichnend!

Nicht weniger schade, dass die Leistungsfähigkeit eines Sosa von Spiel zu Spiel ebenfalls immer geringer wurde. Waren es in Bochum noch 45 starke Minuten, reduzierte es sich danach auf nur noch 30, um darin zu gipfeln, dass es gestern eigentlich gar nix mehr war.

Unfassbar (schon wieder dieses Wort), dass wir so dünn besetzt sind, dass man Sosa nicht sofort wieder auf die Bank setzt.

Gleiches gilt für Toni. Dem scheint der Druck zu fehlen. Und ich will doch mal ganz stark hoffen, dass ein van Gaal nicht davor zurückschreckt, unsere Diva nach solchen Spielen wie gestern schon nach 60 oder gar 45 Minuten auf die Bank zu setzen. Leistungsprinzip nennt man sowas!

Denn mal ganz ehrlich: Wieso durfte sich ein Luca Toni jetzt über die ganze Saison mit seiner Chancenverwertung beschäftigen, ein Podolski wurde aber aufgrund genau des gleichen Problems dauerhaft auf die Bank versetzt?!

Nein. Das geht so mit Toni nicht weiter. Schau’n mer mal, was die neue Saison bei diesem Thema bringt.

Zurück zum VfB.

Warum verhielt man sich so passiv?

Der FC Bayern präsentierte doch auch gestern ein charakteristisches Bild der gesamten Saison:

Hinten nervös bis fahrig und vorne eine Verwertung von Großchancen, die man definitiv als fahrlässig bezeichnen muss!

Sicher.

Wir hatten auch immer wieder Verletzte. Zur Unzeit. Als Klose ausfiel, wurde der Sturm quasi zur One-man-Show. Als zuletzt Altintop und Zé Roberto ausfielen, hatten wir überhaupt keine defensiven Flügelspieler mehr, weshalb ein Lucio – unser luftiger Spring-ins-Feld dort agieren musste. Offensiv, mit Zug zur Mitte ja ganz nett, aber was läuft dann defensiv? Eben.

Und hier wäre die Chance der Stuttgarter gewesen. Die Bayern auszukontern.

Allein, es gelang ihnen nicht. Selbst gegen derlei Bayern. Die mehr mit sich als mit dem Gegner zu tun hatten.

Ein Spiegelbild der Saison. Exakt.

Jetzt ist die Saison vorbei. Endlich möchte ich hinzufügen. Und was war ich nervös. Vor diesem letzten Spiel.

Es gab einfach zu viele „wenn CL, dann“.

Wenn wir den zweiten Platz holen, dann investieren wir.

Wenn wir den zweiten Platz holen, dann…

Und wenn nicht?

Tja. Solche Szenarien beschäftigten mich permanent.

Und dann die vielen Tore in Karlsruhe. Der Wahnsinn.

Aber ich hatte da so eine Hoffnung. Den Berliner sei vielmehr hinterhergeworfen: Wer glaubt, an einem letzten Spieltag bei einer abstiegsbedrohten Mannschaft, ein leichtes Spiel zu haben, der lebt ein bißchen fernab der Realität, oder?

Als es dort 2:0 stand, beruhigten sich meine Nerven. Und als ich ferner sah, dass die Schwaben tatsächlich kaum etwas aus der Schwäche der Bayern machten, war’s vollends um mich geschehen.

Ich glaubte endlich wieder an den „Erfolg“ meiner Mannschaft. Und freute mich unmittelbar nach Schlusspfiff schon auf die nächsten Tage.

Die nächsten Tage, die ja, laut Uli Hoeneß, so einiges an Ankündigungen bringen sollen. Vor allem was den Kader der neuen Saison betrifft.

Jetzt wird wirklich Geld in die Hand genommen und der Kader „punktuell“ verstärkt.

Nach 2007 bin ich wieder richtig euphorisiert. So als wäre jeden Tag PK mit Vorstellung Ribéry und Toni.

Ob es bald Gomez und Dzeko werden?

Diese Namen durfte ich gestern im VT lesen. Aber gehen wir tatsächlich mit fünf Stürmern in die neue Saison? Geht Toni dann eher zurück nach Italien?

Wohl kaum. Und Beckenbauer soll zum Thema Dzeko ja auch gesagt haben, dass „man zwar über ihn geredet habe“, die „Chancen auf eine Verpflichtung aber sehr gering wären“.

Na dann.

Persönlich glaube ich jetzt eher an eine Verpflichtung dieses linken russischen Flügelflitzers. Dann würde Lahm endlich auf rechts spielen und wir hätten wieder eine richtige Zange auf den Aussenbahnen. Dazu einen Görlitz als Fallback und somit die Chance neben Oddo (endlich!) auch einen Lell neuen Aufgaben zuzuführen…

Den Rest warten wir in den nächsten Tagen erst mal ab. Ich bin gespannt.

Noch was?

Muss ich wirklich noch was zu den Leistungen von Bayer und Werder sagen? Vor allem im Vergleich, was beide Teams in den Spielen gegen uns gezeigt haben und im Rest der Saison? Nein. Darüber decken wir einmal den Mantel des Schweigens.

Erwähnen muss ich auch nicht, was für den FC Bayern möglich gewesen wäre, wenn wir wenigstens in den Graupenspielen gegen Bochum, Köln und in Gladbach gewonnen hätten, oder? Trotz 2:5 gegen Werder, 1:5 in Wolfsburg und all den anderen Schlechtleistungen allein zu Beginn der Rückrunde?! Eben.

Aber was soll’s. Vorbei ist vorbei. Wer am Ende vorne steht ist verdienter Meister. Im Gegensatz zum FC Bayern war der VfL dazu in der Lage nach einem 1:4 in Stuttgart in drei Spielen danach, drei Siege mit 13:1 Toren abzuliefern. Respekt.

In diesem Zusammenhang bin ich allerdings mal gespannt, was die neue Saison dort bringt. Mit CL, Erwartungshaltung und motivierten Gegner vom ersten Spieltag an…

Das neue Bayern-Trikot 2009/10!

Da wunderte ich mich noch, dass die Zugriffe hier in den letzten Tagen so zugenommen haben und heute sehe ich dann auch den Grund dafür.

Ab Mittwoch ist es wieder soweit! Mit Freude präsentieren wir Ihnen bereits vor dem Start der neuen Saison unser Home-Trikot 2009/2010!

Na dann.

Die Spekulationen im Februar waren tatsächlich so weit nicht von der Realität entfernt.

Was mir zum neuen Heimtrikot einfällt?

Gar nicht mal so schlecht, zumindestens besser als rote Zebras, aber am Ende des Tages ist nicht das Trikot entscheidend, sondern das, was der Spieler im Trikot mit dem Ball anfängt. Egal wie er aussieht.

Und da gibt’s ja ebenfalls in der neuen Saison jede Menge zu verbessern.

Ob das neue Trikot für Samstag Glück bringt, kann man nicht wissen. Es bleibt allerdings das Risiko, dass es sofort negativ belastet ist. Zumindestens für Fans, die abergläubisch sind…

‚Persönlich habe ich heute mein eigenes Glücksshirt bekommen…

Abwarten.

Uli Hoeneß im Sportstudio – immer wieder ein Genuss

Gestern war unser Uli mal wieder im Sportstudio. Herrlich. Vor allem unerwartet. Für mich. Hatte ich im Vorfeld nichts von mitbekommen.

KMH stellt zwar zumeist die bekannten Naiv-Fragen, aber interessant ist ja ohnehin nur, was und wie UH antwortet.

Am wichtigsten fand ich die Antworten beim Thema Neuverpflichtungen. KMH brachte das Thema Ribéry zu Sprache und UH antwortete, dass „man ihn nicht abgeben wolle, sondern vielmehr überlege, noch jemanden von seinem Kaliber hinzuzuholen“.

Sowas will ich als Fan hören!

KMH: „Haben Sie da jemand im Auge?“

UH: „Ja.“

KMH: „Sie wollen mir den Namen aber nicht verraten, oder?“

UH: „Nein.“

Köstlich.

Das andere Highlight waren Interna, wie sie im Bayern-Vorstand den neuen Trainer ausgewählt haben.

„Wir sind im Vorstand mit Franz Beckenbauer zusammengesessen und haben diskutiert. Jeder der vier Herren konnte zwei Trainer vorschlagen, einen ausländischen und einen deutschen, wobei die Maxime war, dass der ausländische Trainer deutsch sprechen sollte. Als jeder seine zwei Namen genannt hatte, war fast überall Louis van Gaal dabei. Und dann haben wir ihn ausführlich diskutiert. Am nächsten Tag haben wir ihn kontaktiert und sind vom ersten Moment an auf Gegenliebe gestoßen, er hatte großes Interesse.“

Genauso stell‘ ich mir das bei einem Weltclub wie dem FC Bayern auch vor… 😉

Das Thema nervt, Klaus

So langsam nervt das Thema.

„Es steht überhaupt nicht fest, ob Diego geht und wenn, wohin. Es sind noch längst nicht alle Dinge zu Ende geführt.“

So Werder-Allofs zum Endlos-Thema Diego.

Und der Bremer Sportchef ist offensichtlich auch nicht länger gewillt, die teilweise dubiosen Verhandlungspraktiken von Djair Cunha und Petralito zu tolerieren. „Vielleicht geht Diego am Ende ja doch zu den Bayern“, sagte Allofs – und sorgte damit für allgemeine Verwunderung.

Knackpunkt ist die 15-prozentige Transferbeteiligung des Diego-Clans.

Werder pocht darauf, dass die Summe von rund 4,5 Millionen Euro von den Italienern gezahlt wird, um am Ende die gewünschten 29 Millionen Euro Ablöse in der Vereinskasse zu haben. Juve will den Betrag freilich nicht freiwillig zahlen. „Ja, es geht um die 15 Prozent“, räumte auch Diego selbst gestern ein.

Ehrlich gesagt würde ich mich kaputtlachen, wenn der am Ende doch noch bei uns landen sollte, allein, es bleibt die Frage, ob wir uns das wirklich antun wollen…

P.S. Zum Glück ist die Quelle endlich mal seriös…

Wenn es nicht reicht, reicht es nicht – Glückwunsch Felix!

Dem FC Bayern geht die Puste aus. Auf der Zielgeraden der Meisterschaft.

Nicht dass wir in der bisherigen Rückrunde so arg viel Gas gegeben hätten, aber gegen die gestrigen Hoffenheimer reichte es nur zu einem 2:2.

Da war er, der Stolperstein.

Und wenn ein VfL aus Wolfsburg in einem so entscheidenden Spiel, wo im Grunde final die Weichen gestellt werden, bei Hannover fünf Buden in Enke-Tor zimmert, dann kann man wohl ohne Umschweife behaupten, dass die Wölfe tatsächlich Meister werden wollen!

Ob diese Einstellung beim FC Bayern jeder Spieler von Nummer 1 bis xy hatte – über die gesamte Saison – wage ich einmal zu bezweifeln. Aber Rückblicke sind was für die Sommerpause.

Zum Spiel beim Ex-Herbstmeister und Rekord-Tabellen-Abstürzer.

War klar, dass die Rangnick-Kicker ausgerechnet gegen uns wieder in Hinrunden-Erfolgsspur kommen, oder?

Das Eduardo gegen uns nach seiner Sperre zurückkehrte – daran konnte man nix ändern, dass dieser aber gleich mal direkt an der Drehung unseres völlig verdienten 0:1 beteiligt war – perfektes Timing…

Auf der anderen Seite:

Auch hier – womit wir beim roten Faden dieser Rückrunde, dieser Saison sind – muss man einfach mal klarstellen, dass diese beiden Hoffenheimer Tore allenfalls Kosmetik gewesen wären, wenn der FC Bayern – hier sei vor allem unsere Offensive genannt – nicht solch eine eklatant schlechte Chancenverwertung hätte (-> Toni!)!!

Die Offensive ist das eine, unsere Defensive ein ganz anderes Problem.

Meine Güte. Woche für Woche rede ich hier über Nervosität, Fehlpässe und Formkurven, die ins Bodenlose abstürzen. Demichelis ist nach seiner letzten Hammersaison nur noch ein Schatten seiner selbst. Auch der Trainerwechsel hat daran nichts geändert.

Schlimm. Was sind dafür nur die Gründe?

Vielleicht die fehlende Breite in unserem Kader? Dringend benötigte Pausen – auch gedanklich – sind nicht möglich, weil in der Hinterhand genauso hanebüchene Spieler lauern. Und zu allem Überfluss muss dann auch noch Lucio, gelernter Innenverteidiger, den Rechtsverteidiger geben, weil wir einfach keinen anderen haben. Noch nicht mal einen schlechten, denn die (Lell, Oddo) sind auch noch alle verletzt. Und so stürmt Lucio – in seiner Hitzfeld’schen Unart – nun stümperhaft über die Aussenbahn und lässt defensiv Lücken zurück, die jeder Beschreibung spotten.

Hinzu kommt noch, dass selbst sämtliche Fallbacks entweder verletzt (Altintop) oder rekonvaleszent (Zé Roberto) sind.

Vielleicht liegt’s aber auch einfach nur an der fehlenden Absicherung, dass unsere zu langsame Abwehr (bis auf Lahm) den Wellen eines jeden Gegners kaum etwas entgegen zu setzen hat. In der Vorsaison räumten van Bommel und Zé Roberto da alles ab. In dieser Saison zeigten beide Schwächen. Gestern war van Bommel – trotz drohender Gelb-Sperre im Endspiel gegen Stuttgart – fast der einzige Mittelfeldspieler, der dagegenhielt und dies auf eine sehr souveräne Art und Weise. Respekt.

Apropos Mittelfeld.

Ein Grauen.

Ribéry in Halbzeit 1 mal wieder Weltklasse – auch dank eines überforderten Gegenspielers. In Halbzeit 2 dagegen ging auch er in der Lethargie und der Demotivation durch das 0:5 in Hannover unter.

Aber Ribéry hatte wenigstens noch seine Höhen im Spiel.

Leute wie Schweinsteiger und Sosa spielten über ihre gesamte Einsatzzeit einen Stiefel, der ein Affront gegenüber jedem mitleidenden Bayern-Fan war.

Immer öfter und immer mehr frage ich mich, was eigentlich mit Spielern wie Schweinsteiger und Sosa los ist.

Ok. Sosa erweckte zuletzt den Anschein, dass er es nach 1,5 Jahren mal endlich geschafft hat, sich zu aklimatisieren. Falsch gedacht. Weder dem Druck eines normalen Spiels, noch dem einer Meisterentscheidung kann er standhalten. Das sind keine guten Karten für die van-Gaal-Analyse zur neuen Saison, Jose Ernesto!

Und Schweinsteiger?

Bei Schweinsteiger frage ich mich permanent (vor allem nach seiner Vertragsverlängerung): Ob er weiß, was schnelles Direktspiel ist?

Sein gestriges Angebot in diesem Zusammenhang war erneut eine Frechheit. Wenn er schon selbst nichts mit dem Ball anzufangen weiß, dann soll er ihn wenigstens an die, um ihn herum laufenden Kameraden abgeben. Stattdessen tritt er gerne mal auf dem Ball und schaut, was sonst noch so los ist. Oder spielt gerne mal den Rückpass. Nur so, damit man nicht allzu sehr ausser Atem kommt.

Sowas macht mich wahnsinnig. Und Leute wie Ribéry sicherlich auch. Zum Glück spielen die nicht auf einer Seite, ansonsten wäre Ribéry bestimmt schon längst handgreiflich geworden.

Man muss sich das einmal vorstellen. Wolfsburg schießt gerade den Gegner aus dessen Stadion, der FC Bayern liegt „2:2 hinten“, Stuttgart führt und wenn Hertha noch ein Tor macht, spielen wir nächsten Samstag nur um Platz 3.

Und dann sehe ich Konterfußball des FC Bayern, der mich daran zweifeln lässt, ob bei Premiere gerade die Slow-Motion-Taste gedrückt wurde.

Da lasse ich auch die Entschuldigung von UH nicht gelten, dass „das Spiel in der ersten Halbzeit Kraft gekostet hätte“ und dass es ja ohnehin so warm gewesen wäre, oder was auch immer.

Kraft gekostet?

Hallo? Wo sollte der FC Bayern denn aktuell sonst noch so seine Kräfte vergeuden? Wir sind aus allen anderen Wettbewerben zuvor schon ausgeschieden. Und zwar jeweils mit Pauken und Trompeten!

Ist unser Training so anstrengend, dass wir im Spiel ab der 60. Minute keine Kräfte mehr haben?!

Unfassbar.

Und Podolski? Achja, den haben wir ja auch noch. Erste Halbzeit – zusammen mit Ribéry – stark. Danach in der Sosa-Liga.

Und Toni? Tor gemacht. Aber ähnlich wie Klose in der letzten Saison in Schalke: Perfekt von Ribéry angeschossen.

Ansonsten trifft Toni seit Wochen und Monaten das berühmte Scheunentor nicht mehr. Dem fehlt der Druck. Meiner Meinung nach muss jetzt gegen Stuttgart auf jeden Fall Klose in die Startelf. Um den zweiten Platz sollen sich über die Woche Toni und Podolski prügeln. Aber nicht zu viele Kräfte vergeuden…

Tja.

Aus meiner Sicht war’s das mit der Meisterschaft.

Warum? Ein Sieg der Bayern und eine Niederlage der Wolfsburger und schon sind wir Meister?!

Sicher.

Aber immer wenn ein FC Bayern auf einen Nordverein wie Werder oder den HSV angewiesen war, ging das in die Hose. Da würde ich nicht einen Cent drauf wetten, dass sich Werder übermäßig gegen Magaths Wölfe reinhängt. Erstens weil der letzte Spieltag eingerahmt ist von den beiden Endspielen Werders und zweitens, weil sie so den FC Bayern zum Meister machen könnten. Das ist schon allein per Lemke’scher Dienstanweisung verboten…

Nein.

Es ist einfach lächerlich, dass der FC Bayern – auch am letzten Spieltag – überhaupt noch Meister werden kann. Nach dieser Saison.

Einzig und allein die Tatsache, dass sie Pseudo-One-Touch-Fußballer aus Berlin es nicht mehr werden können, erfüllt mich mit Freude an diesem tristen Tag. Wenigstens etwas. Einen Meister mit dieser Spielweise hätte ich nicht ertragen. Dann doch jetzt lieber Wolfsburg.

Mein ursprünglicher Lieblingsmeister hat sich gestern geändert. 😉

Das superduperabsoluteobergeilspannenste Meisterschaftsfinale. Ever.

Die Bundesliga ist so spannend wie nie. Dem Boulevard und der gesamten Fußballreporter-Szene läuft der Sabber aus dem Mund.

Oder so.

Ich als Bayern-Fan hasse ja Spannung. Es sei denn, ich weiß, dass es wie 2001 ausgeht. Dann ist es geil. Aber das gibt’s eben nicht. Deshalb heißt es ja auch Spannung. Deshalb ist’s Fußball.

Persönlich bin ich so ein Rekord-Typ. Ich will den Gegner gedemütigt sehen. Je größer die Dominanz, desto besser. Deshalb ist das Spiel hier ja auch mein All-Time-Favourite.

Nun. Fußball ist aber kein Wunschkonzert und deshalb muss man nehmen was man kriegen kann.

Gerade der FC Bayern. Gerade in dieser Saison.

Der Klinsmann-FCB (und seine Spieler) hat den Karren in den Dreck gefahren, der Heynckes-FCB (und seine Spieler) muss ihn da jetzt wieder rausholen. Kunststück.

Von wegen.

Aktuell liegen die Chancen der Bayern auf eine erfolgreiche Titelverteidigung bei 25 Prozent. Die restlichen Chancen teilen sich die verbliebenen drei Konkurrenten Wolfsburg, Hertha und Stuttgart.

Wäre es fahrlässig – als Bayern-Fan – nicht darüber nachzudenken, welche Mannschaft mir am liebsten wäre, wenn es der FC Bayern tatsächlich nicht schaffen sollte?

Immerhin liegt die Chance hierfür bei satten 75 Prozent.

Ich tu’s trotzdem. Jeglichem Aberglauben zum Trotz (auf der anderen Seite – ich rede hier ja nur über die anderen)…

Wenn es nach den Trainern geht, wäre mir Wolfsburg und Hertha am liebsten. Magath, weil er – auch gegenüber Journalisten – ’ne coole Sau ist und Favre weil er so sympathisch zurückhaltend ist.

Ganz im Gegensatz zu seinen Spielern. Hier liegt wiederum Stuttgart alleine ganz vorne. Bei mir. Beim Thema Meisterschaft. Trotz Lehmann.

Zum Glück hat Hoffenheim ja in jeder Form mit diesem Thema nichts mehr zu tun. Die liegen bei mir in allen Punkten (Trainer, Spieler, Fans) weit abgeschlagen hinten. Abgesehen vielleicht beim Thema Mäzen…

Spielweise.

Klare Punktsiege für Wolfsburg und Stuttgart. Meister Hertha? So? Um Gottes Willen. Nicht, dass der FCB nicht schon öfter genauso Meister geworden wäre – aber wir haben dann wenigstens nicht so getan, als wären wir das bessere Arsenal…

Fans.

Wolfsburg? Nächstes Thema. Hertha? Auf einmal ist in Berlin das Stadion voll? Obwohl weder Pokalfinale noch Heimspiel gegen Bayern ist? Achso.

Punkt für Stuttgart.

Nochwas?

Nö. Reicht doch schon für den schwäbischen VfB.

Zu dumm, dass sie dafür bei uns in München gewinnen müssen und wir selber jeden Punkt für den CL-Platz 2 brauchen.

Aber im Leben ist nicht immer der Sympathische der Erfolgreiche.

Sagt ein Bayern-Fan…

Baustelle FC Bayern #1: Torhüter

Gerade les‘ ich, dass Bayerns etatmäßige Nummer 1 im Tor – Michael Rensing – die Saison beenden muss.

Dabei hatte ich persönlich zuletzt immer den Eindruck, dass Rensings „Beschwerden mit dem Ringfinger der rechten Hand“ nur der perfekte Grund für Klinsmann war, ihn nicht aufstellen zu müssen. Oder zumindestens seine Nicht-Berücksichtigung begründen zu können.

Dem war wohl nicht so und derMichael ist tatsächlich verletzt.

Auf der Bank wird jetzt unsere Nummer 3 – Thomas Kraft – sitzen.

Trotzdem drängt sich mir die Frage auf, wie auf dieser Position die Perspektive beim FC Bayern aussieht.

Was passiert zur neuen Saison?

Ist Rensing unter van Gaal plötzlich wieder völlig unbeschädigt und erneut Stammtorhüter, als wäre nichts passiert? Soll es Butt bleiben? Als 34-jähriger?

Oder wird es am Ende doch direkt Kraft – als echte Nachwuchskraft?

Irgendwie war mir von Anfang an mulmig bei Rensing. Hört sich jetzt zwar komisch an und lange Zeit habe ich das anders vertreten, aber über eine so lange Zeit im Schatten eines großen Torhüters zu stehen und dann – per Anordnung – irgendwann selbst die Nummer 1 zu sein, das mutete schon komisch an.

Sowas geht vielleicht in der Nationalmannschaft, weil sich dort nur Stammtorhüter und zwar auf Augenhöhe treffen, aber im Verein?

Vielleicht wäre es für Rensing besser gewesen, sich frühzeitig ausleihen zu lassen, um sich ausserhalb des Vereins seine Sporen zu verdienen, denn für mich ist Rensing, vor allem nach dieser Saison – ganz ehrlich – nur eins: verbrannt!

Ich vermute ganz stark, dass man zusammen mit van Gaal eine große Lösung suchen wird.

Oder van Gaal ist tatsächlich der Typ, der die jungen Spieler nach vorne bringt. Dann könnte Rensings Stunde schlagen.

Auf der anderen Seite:

Nach allem, was man so über LvG hört, soll er ja vor allem deshalb mit jungen Spielern so gut können, weil die sich noch so viel sagen lassen.

Spricht wiederum eindeutig gegen Rensing…

Wir ziehen uns aus dieser Veranstaltung zurück! Wir sind ein seriöser Klub.

So Bayern-Boss Rummenigge zum Ende der bayerischen Bemühungen um Werder-Diego.

Zunächst einmal gibt es hierfür zweierlei Deutungen.

Erstens: Die Bayern haben erkannt, dass sie keine Chancen im Kampf um Diego haben und versuchen unter Wahrung ihres Gesichtes aus der Sache rauszukommen.

Zweitens: Die Sache lief tatsächlich unseriös.

Vermutungen.

Fest steht zumindestens inzwischen wohl, dass die Bayern tatsächlich Interesse hatten und es Verhandlungen gegeben hat.

Dann hört es aber schon auf.

Und lassen wir mal die Polemik aussen vor, die jetzt von den üblichen Verdächtigen hineingetragen wird.

Erschrocken hat es mich zum ersten Mal, als ich diesen Artikel las. Vor allem das, was ich über Giacomo Petralito erfuhr. Einem Mitglied des Diego-Netzwerkes.

Über den Signore sizilianischer Provenienz hatte der Züricher Tages-Anzeiger unlängst geschrieben: „Wesentlicher ist, dass er nur ein Spielervermittler von zweifelhaftem Ruf ist.“ Der Verfasser dieser Zeilen hatte dabei eine argentinische Zeitung zitiert, welche dem umtriebigen Agenten unterstellt hatte, dieser habe sich in Rosario als Vizepräsident von Grashoppers Zürich ausgegeben.

Was Petralito nicht nur vehement bestritt, sondern dem Journalisten anlässlich einer zufälligen Begegnung wenig später auf dem Züricher Trainingsgelände auch mit Fäusten und Tritten einzuprügeln versuchte. Der übel malträtierte Journalist hat Strafanzeige gegen den Raufbold gestellt.

Ok. Eine Randnotiz.

Schlimm wird die Geschichte, als mir heute mehr – vermeintliche – Details zu Augen kamen.

Vorgestern dann überschlagen sich die Ereignisse: Wieder ist Papa Diego in München […] Es wird konkret über Zahlen gesprochen. Der Schweizer Spielerberater Giacomo Petralito erfährt von dem Treffen in München […] und sieht den Wechsel nach Italien plötzlich gefährdet.

Er droht: „Alle drei Parteien haben unterschrieben! Jeder andere Klub, der sich um Diego bemüht, macht sich strafbar. Ich halte die Münchner für seriös genug, diesen Fehler nicht zu begehen.“

Nun kommt den Bayern die Sache komisch vor. Die Ermittlungen beginnen. Gespräche zwischen Juve und Bayern, Telefonate zwischen den Münchnern und Werder. Ergebnis: Papa Diego will die Vereine gegeneinander ausspielen!

Karl-Heinz Rummenigge: „In einem Gespräch mit Klaus Allofs von Werder hat sich herausgestellt, dass da scheinbar schon Einigung mit Juve erzielt wurde. Das wirkt alles sehr irritierend auf uns.“ […]

Aber warum ist Djair da Cunha dann gleich zwei Mal nach München gereist, wie BILD gestern bestätigt wurde? Warum verhandelt er mit den Bayern, wenn mit Juve alles klar ist? […]

Die Antwort: Reine Gier!

Diego und sein Vater versuchten die Ablösesumme in die Höhe zu treiben, weil sie daran mit 15 Prozent beteiligt sind…

Menschlich verständlich, aber ich will – ehrlich gesagt – solche Leute gar nicht in München haben. Weder den Spieler, noch seine Berater.

Sicher.

Von der Qualität her hätte ich Diego gerne neben Ribéry spielen sehen wollen, aber um welchen Preis?

Nein. Unser neuer Trainer soll jetzt mal sein Konzept vorlegen (hoffentlich hat er eins) und dann die Spieler benennen, die er dafür noch braucht. Ein Diego wird’s nicht sein, aber vielleicht eine vergleichbare Lösung. Für weniger Geld und vor allem seriöser