Wichtig ist, was der Spieler will

So Podolski-Berater Kon Schramm in Bezug auf die Gerüchte über einen Podolski-Klose-Tausch. Diese Anfrage hat es ja tatsächlich von Seiten Werders gegeben.

„Lukas bleibt definitiv bei den Bayern. Wichtig ist, was der Spieler will. Und Poldi will bei den Bayern bleiben.“

Karsten hat dieses letzte Thema an der Transferfront der Bayern zuletzt durchaus korrekt als Kuhhandel bezeichnet. Speziell auch im Zusammenhang mit den vorherigen Gerüchten, den frisch verpflichteten Schlaudraff, direkt nach Bremen weiterzutransferieren.

Der neueste Winkelzug ist eben das angebliche Angebot aus Frankreich, dass von exakt 15 Mio. Euro Ablöse für Klose spricht. So ein Zufall, dass das genau den Forderungen von Allofs & Co. entspricht…

Allein es bleibt, wie erwähnt, die Frage, wie Werder diesen Transfer über die Bühne bringen will, gegen den Willen von Klose. Verlässt man sich tatsächlich auf die angeblich unzuverlässigen Aussagen von Klose? Glaubt jemand, dass sich Klose nächste Woche für Lyon entscheidet?

Ok. Möglich wäre das, falls Klose noch keinen Vertrag ab 01.07.2008 unterschrieben hat/hätte.

Das würde allerdings – da lege ich mich fest – diesen Transfer endgültig der Lächerlichkeit preis geben.

[via: Werderblog]

Ribery und Toni in München!

Franck Ribéry und Luca Toni sind beide in München gesichtet worden. Medizincheck bei Müller-Wohlfarth und Verträge unterschrieben.

Details folgen.

Update (17:10): Offiziell: Ribéry hat unterzeichnet.

Update (17:15): Auch Zé Roberto ist fix. 2 Jahre Vertrag und 6 Mio. Ablöse (inoffziell).

Update (17:50): Zurückmarschmarsch. Der Vertrag mit Zé Roberto ist fix, falls er sich dafür entscheidet in der brasilianischen Nationalmannschaft kürzer zu treten, weil der Verein die Länderspielfrequenz in die damit verbundenen Entfernungen, für einen Spieler in seinem Alter für zu anstrengend hält. Nächste Woche gibt es diesbzgl. weitere Verhandlungen.

Update (18:05): Toni nimmt sich die Elber-9. Ribery die Scholl-7. Ein echter Umbruch.

Saison 2007/08: Neuzugänge # 3: Hamit Altintop

Hamit Altintop (*8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen) ist genau 10 Minuten und 29 Sekunden älter als sein Zwillingsbruder Halil und wie sich das für Zwillingsbrüder gehört war ihr sportlicher Werdegang fast identisch. Beide fingen das Fußballspielen bei Schwarz-Weiß Gelsenkirchen an und gingen dann über Rotthausen zur SG nach Wattenscheid.

2003 trennten sich für drei Jahre ihre Wege: Hamit wechselte für 2,5 Mio. Euro zum FC Schalke 04, Halil für 800.000 Euro zum 1.FC Kaiserslautern.

Hamit spielt im Mittelfeld des FC Schalke und stand zuletzt im Verdacht keine wirkliche Verstärkung für den FC Bayern, sogar nur königsblauer Bankdrücker zu sein – spätestens gegen Ende der Saison wurden diese Kritiker allerdings imho eines Besseren belehrt, als Hamit sich stabilisierte und eine führende Rolle im Meisterschaftskampf übernahm. Mit der Schale konnte er sich zwar nicht aus Gelsenkirchen verabschieden, aber das kann er ja 2008 nachholen (das mit der Schale, nicht den Abschied…).

Beim FC Bayern gilt Hamit Altintop als Nachfolger für den nach Turin abgewanderten Salihamidzic – eine schwere Aufgabe und ein schweres Erbe. Wünschen wir ihm viel Erfolg dabei.

Sein Profil:

Alter: 24
Größe: 1,83 m
Nationalität: türkisch
Position: Mittelfeld

Seine Transferdaten:

Saison 07/08, von Schalke 04 zu FC Bayern München (Ablöse: -)
Saison 03/04, von SG Wattenscheid 09 zu Schalke 04 (Ablöse: 2,5 Mio. Euro)
Saison 97/98, von TuS Rotthausen zu SG Wattenscheid 09 (Ablöse: -)
Saison 92/93, von Schwarz-Weiß Gelsenkirchen zu TuS Rotthausen (Ablöse: -)

Seine Leistungsdaten:

2003 – 2007, FC Schalke 04, 113 Spiele (8 Tore)
2000 – 2003, SG Wattenscheid 09, 75 Spiele (12 Tore)

Langsam drehen alle durch

Es wird immer schlimmer. Nachdem zuletzt der Transfer von Khalid Boulahrouz schon als fix gemeldet wurde (allerdings nicht vom FC Bayern), dementieren heute Hoeneß und Hitzfeld eine Einigung und vermelden stattdessen Boulahrouz sei „nie ein Thema“ gewesen.

Für Roy Makaay melden sich auch immer mehr Interessenten. Neben Feyenoord Rotterdam, PSV Eindhoven und Olympique Lyon soll jetzt angeblich auch Fenerbahce Istanbul interessiert sein.

Wann ist endlich 17:00?

Wir reden nicht mit Bayern.

Ui. Da macht aber jemand auf ganz hart.

In Bremen sind sie derweil bemüht, die erhitzte Personalie Klose abzukühlen. „Im Moment verhandeln wir nicht mit den Münchnern“, sagt Müller. Der Geschäftsführer wich der konkreten Nachfrage nach einem Bayern-Angebot für Klose aus. Er sagt lediglich: „Wir reden nicht mit Bayern.“

10 Millionen liegen auf dem Tisch, denn in einem Jahr kommt Klose ablösefrei. Das ist Werder zu wenig. Man will zusätzlich Podolski für zwei Jahre ausleihen mit Kaufoption, was die Bayern schon abgelehnt haben.

Parallel bringt man einen weiteren Interessenten für Klose ins Spiel: Olympique Lyon (die wollen ja aktuell jeden haben, auch Makaay).

Man „strebt“ einen Tausch an. Klose gegen Diarra. Süß. Kurze Nachfrage: Wie will das Werder schaffen gegen Klose?

Was ist das Problem?

Das Werder auf der einen Seite sich inzwischen nicht nur als Nummer 2 in Deutschland sondern auf Augenhöhe mit Bayern wähnt und ein zu schnelles Nachgeben in Sachen Klose diesen konstruierten Eindruck in der Öffentlichkeit ad absurdum führen würde. Eine Zwickmühle für den Macher Allofs und seine Helfershelfer.

Wie ich gestern schon sagte, es geht nur noch um das Schmerzensgeld für den Gesichtsverlust der Werder-Führungsriege.

Prinzenrolle in die Provinz?

Beim FC Bayern herrscht aktuell ziemliches Gedränge auf dem Gang. Die einen gehen, die anderen kommen.

Gestern gab der nächste Spieler bekannt, dass er zum FC Bayern kommt. WM-Torschützenkönig Miroslav Klose.

Aktuell befänden sich also folgende Stürmer im Kader:

Roy Makaay
Lukas Podolski
Luca Toni
Jan Schlaudraff
Roque Santa Cruz (hoffentlich nicht)

und eben

Miroslav Klose (falls er sofort kommt).

Das hört sich viel an und deshalb wird auf Teufel komm‘ raus über die Bestandsstürmer spekuliert. Makaay soll so gut wie in Holland sein und derPrinz wird in die Provinz geschrieben. Zunächst nach Bochum und jetzt nach Bremen?

Ist mir schon klar, dass sich Herr Allofs „mehrere Modelle“ vorstellen kann. Es bleibt allein die Frage, weshalb ein Podolski in der letzten Saison „so oft auf der Bank saß“

Er war lange verletzt und die WM hing ihm (wie übrigens Lahm und Schweinsteiger auch) mächtig in den Knochen!

Davon abgesehen:

Was ist, wenn Makaay tatsächlich vor Toni flieht (wie damals Elber vor Makaay)?
Was ist, wenn Santa Cruz tatsächlich noch einen Verein findet (bitte, bitte)?
Was ist, wenn Schlaudraff überwiegend im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt?
Was ist, wenn Werder stur bleibt und Klose erst 2008 kommt?

Ja was ist dann? Dann hat Podolski einen Stammplatz neben Luca Toni.

Meine Meinung: Einfach noch mal ein Jahr warten, PrinzPoldi eine einwandfreie Vorbereitung machen lassen und dann die komplette Saison abwarten – danach kann man ihn immer noch ausleihen. Aber erst dann!

Klose spätestens 2008 in München?

Hat er das jetzt gesagt oder nicht?

Komisch. Eigentlich habe ich die EM-Quali-Nachberichte in der ARD doch gesehen und da soll Delling gesagt haben, er hätte gehört, dass „Klose gesagt hätte“, dass „er spätestens 2008 beim FC Bayern spielt“ und dass es ihm früher auf jeden Fall lieber wäre?

Warum finde ich darüber nix? Sind die Schreiberlinge alle schon im Bett und träumen von der PK?

[via n-tv-Ticker]

Update (00:01): Also doch noch jemand wach.

Guerilla-Blogging

Zu martialischer Titel?

Naja, übertreiben verdeutlicht. Aber was meine ich überhaupt damit?

Dazu muss man zunächst einmal die Definition der Guerilla-Taktik heranziehen.

Zur Guerillataktik gehören „nadelstichartige“ militärische Operationen, die den Gegner nicht vernichten, sondern zermürben sollen.

Damit sind wir beim Kern der Geschichte. Nadelstichartig. Nadelstichartiges Kommentieren. Zum ersten Mal aufgefallen ist mir derartiges Verhalten zu meinen Usenet-Zeiten, als ich (mit ziemlich hoher Beitrags- und Kommentarfrequenz) immer wieder auf einzelne Usenet’ter traf, die kein Bestreben an einer echten Diskussion hatten, sondern vielmehr nur darauf aus waren, zu den immer gleichen Themen, die immer gleichen Statements abzugeben.

In erster Linie ging es dabei natürlich um den FC Bayern, ab und an auch persönlich um mich.

Im Prinzip habe ich damit kein Problem, weder mit Kritik an mir und meiner Meinung, noch mit derlei Ansichten, mich störte allerdings damals schon massiv die Form des Umgangs miteinander. Was hat es für einen Sinn, wenn ich an einem Diskussionsforum teilnehme – wenn auch überwiegend passiv – aber mich dann, wenn ich etwas sage, der daraus resultierenden Diskussion entziehe?

Sowas kann man versuchen zu ignorieren, es zermürbt aber und macht einen irgendwann irgendwie wütend.

Beim Bloggen ist das ähnlich. Man hat eine Meinung, ich habe eine Meinung. Zu vielen Dingen. Ab und zu ändere ich diese auch, wenn es gute Gründe dafür gibt. Allerdings habe ich mich nie für ideologisch so verblendet gehalten, dass ich nicht auch mal einem Werder, Hamburg-, Dortmund-, Gladbach- oder sonstwem-Fan Recht geben, oder zumindestens Respekt für seine Meinung zollen könnte.

Einige Diskutanten, ob Usenet, Forum, Blogs, etc. haben diese Fähigkeiten offenbar nicht und melden sich alle Jubeljahre einmal zu Wort, um dann direkt wieder unterzutauchen um ja nicht auf die, dem Kommentar folgenden Argumente und Reaktionen einzugehen.

Im Usenet hatte und habe ich diese Teilnehmer im Filter, im Blog bin ich bisher noch nicht soweit gegangen, obwohl ich hier viel mehr, effektivere und restriktivere Werkzeuge zur Verfügung habe. Gleichwohl versuche ich allerdings immer noch und immer wieder mit Worten dieses Problems Herr zu werden.

Vielleicht auch deshalb, weil ich hier und da – man mag es Einbildung nennen – einen Funken der Diskussionsfähigkeit aufblitzen sehe. Dann merke ich, noch ist Hopfen und Malz nicht verloren!

P.S. Wer jetzt übrigens denkt, dass ich doch mal lieber still sein sollte, weil ich mich doch ganz genauso verhalte, dem sei gesagt, dass ich zwar gerne auch mal spitz kommentiere, mich aber immer den Folgen und wilden Kommentare stelle. Man mag mich eines Besseren belehren, falls ich mich irre.