Nein. Ich bin kein Mitarbeiter der FC Bayern-Pressestelle

Aber man könnte es meinen. Zumindestens hat der FC Bayern meinen Bericht zum aktuellen Sport-B**D-Aufreger rund um Klinsmann vs. Hinko zitiert.

Ok.

Mein Weblog ist zwar kein Internet-Forum und ich bin auch kein User, sondern der Autor, aber davon abgesehen fühle ich mich geehrt.

Dank übrigens an Probek für den Hinweis.

Trennungsschmerz bei Schweini und Poldi

Ich lehn‘ mich jetzt mal aus dem Fenster. Mit meiner Prognose.

Interpretiere ich die aktuellen Meldungen korrekt, dann wird Deutschlands 2006er-Traumpaar, Schweini und Poldi, bald getrennte Wege gehen.

Der Grund liegt für mich klar auf der Hand:

Einer von beiden entwickelt sich trotz der mehr als starken Konkurrenz in München weiter.

Der andere redet nur.

Das ist alles irgendwie bitter. Und ich habe Podolski immer verteidigt, aber irgendwann kommt man an den Punkt, wo einem die Ausreden dafür ausgehen.

Sicher könnte man es sich einfach machen, dass Herr P. ja nur beim FC Bayern solche Probleme hat und es in der NM doch Tor auf Tor zu bewundern gibt.

Aaber offensichtlich gibt es bei einem Verein wie dem FC Bayern nicht den (Spiel-)Raum für einen „Spezialfall“ Podolski (gegenteiliges Problem übrigens bei Herrn Gomez). Wäre LP dort auch so erfolgreich, wenn er ebenfalls „nur“ Einwechselspieler wäre?

Hätte er bei uns eine ähnliche Quote, wenn die Bayern öfter gegen Gegner spielen würden, die in ihrer Leistungsfähigkeit ähnlich abfallen, wie die NM-Gegner in Qualifikationen?!

Gewagte Prognose. Vielleicht. Aber irgendeine Erklärung muss es ja geben.

Hier eine weitere Prognose von mir:

Ändert sich an LPs Leistung/Ausbeute/Situation bis zum Winter nichts und wird der Russen- (und/oder der Lazio-) Star tatsächlich im Januar an die Säbener Straße wechseln, ist der Weg für einen Abschied Podolskis aus München geebnet.

Allerdings nicht nach Köln… Oder?

Es gibt sie doch noch: die anderen Sportjournalisten

Ich konnte es mir ja eigentlich schon gar nicht mehr vorstellen, aber offenbar gibt es doch noch ganz normale und vor allem seriöse Sportjournalisten. Harald Landwehr ist so einer.

Eben dieser hat der SportB**D einen Leserbrief geschrieben. Als Replik auf deren Reaktion auf die Verbannung des selbsternannten Bayern-Intimus Hinko durch FCB-Trainer Klinsmann.

Hier seine Worte:

Der Hinweis Ihres Chefredakteurs, dass Jürgen Klinsmann durch seinen Rauswurf Ihres Mitarbeiters aus der Pressekonferenz versucht, objektiven und investigativen Journalismus von Sportbild und Herrn Hinko vermeiden zu wollen, ist lächerlich. Ich bin selbst seit 18 Jahren Sportjournalist und weiß genau, was sachlich fairer Journalismus ist.

Was der Populist und Matthäus-Intimus Hinko, der vermutlich auch die Matthäus-Kolumnen zu 100 % verfasst, seit Jahren abliefert, ist schlimmster intriganter unfairer Boulevardjournalismus.

Hätten Sie ein Interesse daran gehabt, den neuen Bayern-Trainer korrekt zu behandeln, dann hätten Sie von Beginn seiner Amtszeit an einen neutralen Kollegen an die Säbener Straße geschickt. Wenn Sie ehrlich wären, würden Sie sich wenigstens selbst zugestehen, dass Sie nie an Objektivität interessiert waren, sondern lediglich die in Ihrem Haus von je her übliche Pro-Matthäus und Anti-Klinsmann-Politik verfolgen.

Hätten alle Kollegen die von Ihnen propagierten „journalistischen Grundsätze“ des Herrn Hinko, dann wäre unser Berufsstand noch schlimmer dran als er ohnehin schon ist.

Hochachtungsvoll
Harald Landwehr
70599 Stuttgart

Respekt. Ganz im Ernst, derlei rückt da bei mir ’ne ganze Menge gerade. In meiner Wahrnehmung dieses Berufsstandes. Diesbezüglich hatte ich die Hoffnung fast schon aufgegeben, aber offensichtlich gibt es tatsächlich eine ebenso seriöse wie bislang stumme Mehrheit, die langsam die Nase voll hat von diesen Teilen des Sport-Boulevards.

Gerade in diesen Zeiten eine wohltuende Erkenntnis.

Da war doch noch was?

Stimmt. Pokalauslosung.

Die Bayern haben inzwischen auch hier ihr sprichwörtliches Auslosungsglück verloren und müssen nun Ende Januar zum schwäbischen VfB nach Stuttgart.

Fein.

Da kann man nur hoffen, dass bis dahin sowas wie ein Gerüst in der Mannschaft existiert und die Formkurve nach einer perfekten Winterpause steil nach oben zeigt.

Andernfalls sehe ich schwarz für eine Reise nach Berlin.

Der 7. April 2008 – ein schwarzer Tag für den deutschen Fußball!

Alles war angerichtet, es lief nach Plan. Acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Der endgültige Abschied eines Vereins, den keiner braucht, den dieRegion, in einer, in der Geschichte des deutschen Fußballs, zuvor nie dagewesenen Art und Weise künstlich am Leben gehalten hatte – mit verschleuderten Steuergeldern ehrlich arbeitender Bürger.

Der Absturz der ehemaligen roten Teufel in die Bedeutungslosigkeit der dritten Liga – eine ganz besondere Perspektive für uns Fußball-Fans. Also alle ausserhalb derRegion.

Dann aber kam der 7.April 2008. Die Rückkehr eines Provinzhelden: Stefan Kuntz.

Und was passierte? Plötzlich begann die eigentlich tote Mannschaft doch noch damit Punkte zu sammeln. Einen Spieltag später waren es nur noch 5 Punkte Rückstand, danach nur noch 2.

Parallel lief eine Geschichte ab, die bis heute mehr als im Dunklen liegt. Ich will mich mal vorsichtig ausdrücken.

Der TuS Koblenz wurde aufgrund von Lizenzverstößen bestraft. Überraschenderweise mit einer Anzahl von Punkten, die die Pfälzer hätte retten können. Und wer war zuvor als Funktionär bei den Koblenzern tätig?

Richtig. Stefan Kuntz.

Ich war damals schon sprachlos.

Es kam übrigens, wie es kommen musste:

Am allerletzten Spieltag retteten sich die Pfälzer durch einen 3:0-Heimsieg auf die Nichtabstiegsränge. Mit einem Punkt Vorsprung. Einem Punkt! Und wer war der Gegner? Der FC Daum aus Köln. Na klar. Was ich denen übrigens heute noch übel nehme. So ein Spiel darf man einfach nicht herschenken!

Und der TuS Koblenz?

Der hatte in zweiter Instanz die Strafe auf 6 Punkte Abzug reduziert. Hätte er dies nicht getan, wäre er tatsächlich hinter die Lauterer zurückgefallen. Fall-back-Strategie nennt man das…

So.

Und was passiert nun in der neuen, der aktuellen Saison?

Der Super-GAU.

Plötzlich gewinnen die Provinzler einfach weiter – stürmen an die Tabellenspitze der zweiten Liga.

Bis, ja bis gestern nachmittag.

Denn da wurd’s Zeit für ’ne kleine Revanche.

Die Kuntz-Kicker waren zu Gast bei? Richtig. Der TuS Koblenz.

Und was geschah?

Die TuS schoss die Betze-Bübchen aus dem Stadion. 5:0!

Es gibt also doch noch Hoffnung. Und einen Fußball-Gott gibt’s auch.

Fußball. Wetten. Mafia. FCB.

Wir haben’s doch immer gewusst.

Der FC Bayern gehört zur Mafia. Nein. Der FC Bayern IST die Mafia!

Könnte man meinen, wenn man dem spanischen Boulevard Glauben schenken mag.

Wenn.

Das die RP aus Düsseldorf nicht unbedingt als bayerisches Propaganda-Blatt bekannt ist, zeigt sie übrigens in ihrem Beitrag zum Thema. In der Überschrift.

FC Bayern in Bestechungsfall verwickelt

So herrlich objektiv… 😉

Gewollt. Gedacht. Gemacht.

Als Anfang des Jahres bekanntgegeben wurde, dass Jürgen Klinsmann der Hitzfeld-Nachfolger werden sollte, brach‘ in einigen (Boulevard-)Redaktionen eine Welt zusammen.

Der FC Bayern, das Paradethema im Boulevard und der ausgewiesene Boulevard-Verächter auf dessen Bank?

Sprengstoff.

Die, die 2004-06 über die Gummibänder schrieben, schrieben nun über die Buddhas. Relfexartig.

Dann kam die Saison und der Stolperstart. Wie vorhergesagt. Nach einem Zwischenhoch sind wir ferner aus diversen Gründen doch noch nicht so schnell auf dem Weg nach oben, wie es schon den Anschein hatte.

Ein gefundenes Fressen. Für’s Boulevard.

Sicher. Auch ich kritisiere. Selbst den Jürgen.

Bei mir hat das nur eben keine Methode. Ich suche nicht nach derlei Misserfolg, nur um meine vorgefertigte Meinung bestätigt zu sehen.

Aber ich bin ja auch nur Fan, Blogger und Korrektiv und nicht Online-Redakteur in einer Redaktion, die von FCB-Schlagzeilen lebt, getreu dem Motto:

Even bad news are good news.