Hermann, schick die Bubis nach drüben!

Am Sonntag spielt der FC Bayern in Erfurt. Zwecks DFB-Pokalauftakt.

Vielleicht sollten wir dort die Gerland-Truppe spielen lassen, denn die sind erstens schon eingespielt, haben zwei Spiele in den Knochen und sind zweitens vollzählig und haben Erfahrungen mit solchen Gegnern.

Die sogenannte erste Mannschaft des FC Bayern wird dagegen immer kleiner.

Nachdem gestern Sagnol längerfristig ausfiel und somit die Konkurrenz auf der rechten Abwehrseite abschaffte, meldet sich heute zusätzlich Demichelis krank. Inter sei dank.

Na fein. Das tut weh. Meine Güte. Demichelis.

Zum Glück scheint van Buyten aktuell ganz gut drauf zu sein. Das macht Hoffnung. Ein wenig.

Schweinsteiger soll heute wieder trainiert haben. Sein Einsatz ist trotzdem fraglich.

Hier eine immer längere Liste zu machen, wer alles nicht dabei ist, liegt mir fern. Richtig weh tun lediglich Ribéry, Toni und Demichelis. Die anderen Probleme haben nur was mit eklatanter Formschwäche zu tun.

Mehr nicht.

Aber selbst unser Dauer-Grinser erkennt, dass „es langsam etwas dünn wird“.

Naja.

Borowski kommt zurück. Ins Training. Nicht ins Spiel. Für den HSV könnte es dagegen reichen.

Le roi d'allemagne

Ribéry ist Fußballer des Jahres in Deutschland.

Also wirklich. Den Preis hatte ich schon völlig vergessen.

Besonders bemerkenswert ist das Ergebnis der Top 3:

1. Ribéry 224 Stimmen
2. Ballack 115 Stimmen
3. Toni 108 Stimmen

Der unvermeidliche Ballack verhinderte knapp den Doppelsieg des FCB. Symbolhaft.

Das war’s dann aber auch schon. Im Moment habe ich andere Sorgen.

K.r.a.u.t. u.n.d. R.ü.b.e.n.

Meine Euphorie ist weg.

So nach und nach hat sie sich verflüchtigt. Vielleicht hätte ich mir das Spiel in Asien aufzeichnen lassen sollen. Hab ich nicht. Ergo habe ich in der Vorbereitung nur Gurkenspiele gesehen. So in der Gesamtwahrnehmung jetzt.

Und in ganz wenigen Tagen steht das erste Pflichtspiel an. Blutleckende Erfurter warten da auf uns.

Normalerweise ja kein Thema. Sowas passiert uns immer im Pokal. Aber was soll sich beim FCB bis Sonntag noch zum Besseren ändern?

Ribéry verletzt, Toni verletzt, Borowski verletzt, Sagnol verletzt, Breno und Sosa in Peking. So ganz nebenbei befindet sich Klose weiterhin im tiefsten Loch sein Lebens und brauchen alle anderen, gesunden EM-Fahrer bestimmt noch zwei Wochen um auf ein normal erträgliches Maß der Fitness zu kommen.

Meine Güte, war das gestern ein Spiel.

Ich hatte echt gedacht, dass die Kurve so langsam nach oben zeigt, sprich dass man sich auf das Spiel am Sonntag hin entwickelt. Also zumindestens die Spieler, die seit Beginn der Vorbereitung dabei sind.

Leider ist mir derlei nicht wirklich aufgefallen.

Das all die später hinzugekommenen Spieler nicht dieses Niveau haben können, ist klar, nur irgendwie müssen wir ja in Erfurt eine schlagkräftige Truppe zusammenkriegen.

Aber versuchen wir doch mal der gestrigen Partie etwas Positives abzugewinnen.

Lahm.

Komisch. Der ist spritzig, als gäb’s kein Morgen. Woher kommt das? Immer noch in EM-Form? Das erinnert fatal an 2006, wo er ähnlich agierte und danach bis zum Saisonende kontinuierlich abbaute. Herrje.

Toni Kroos.

Ihm zuzuschauen macht richtig Spaß. Vor allem, wenn man sein Alter bedenkt. Dass er alleine den Karren noch nicht aus dem Dreck ziehen kann – geschenkt.

Altintop.

Das war nun mal wirklich eine Pracht. Also bis auch ihm die Puste ausging.

Das neue System.

Anfangs war ich begeistert. Schon wieder diese Innovation im 3-1-2-2-2. Auch wenn ich da mit unseren drei IVs (hier haben wir für die Saison zahlenmäßig, wie im Sturm, ebenfalls kaum mehr zu bieten) immer ein leichtes Zucken verspüre, wenn der Gegner mit 3, 4 Mann angreift. Trotzdem lief der Ball flüssig und wir hatten die Internationale B-Truppe im Griff.

Dann musste Demichelis raus und nur noch van Buyten zeigte defensiv nun – die übliche – Vorbereitungsfrühform.

Überhaupt war das folgende 4-4-2 schon gar nicht mehr soo spritzig.

Anyway.

Es passte zum Spiel, dass das einzige Tor durch einen haarsträubenden Fehler eines Bayern-Spielers zustande kam (Zé Roberto war so frei). Ansonsten wäre das Spiel 0:0, mit anschließendem Elfmeterschießen ausgegangen, denn ernsthaft gewinnen wollte derAuserwählte gar nicht, oder hat er sich spontan entschieden seinen gesamten anwesenden Kader auf’s Feld zu schicken (wieviele Auswechslungen war das jetzt? 10?)?

Es kann nur besser werden. Aber so ein wenig beschleicht mich ein ganz, ganz klein bißchen die Angst, schließlich versprach uns Klinsi vor dem Spiel „’nen Knaller“.

Ob der schwäbische Bäckerssohn vielleicht ab und an doch nur ein Schaumschläger ist?

Am späten Sonntagabend sind wir schlauer…

Nur konsequent, Herr Daum

Beim FC wurde der neue Kapitän ernannt. Von Herrn Daum.

Wer es wurde? Ümit Özat.

Ausgerechnet der Spieler, den ich als einzigen, nach dem Testspiel der Bayern in Köln noch in Erinnerung habe. Aufgrund seiner „einfühlsamen Betreuung“ unseres Stand-by-10ers Toni Kroos.

Auf der anderen Seite ist diese Entscheidung nur konsequent, hat Herr Daum doch offenbar erkannt, worum es für den FC in der 1.Liga mal wieder geht:

Mit Kampf gegen den abermaligen Abstieg.

Hanseatischer Ballack

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag ganz anders angehen. Mal wieder. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde ich von den Ereignissen „überrollt“.

Ich wollte Analogien herstellen, zwischen dem damaligen Theater beim FCB um Ballack, seine mögliche Vertragsverlängerung, seinen Abschied und den Ereignissen rund um Rafael van der Vaart.

Naja.

Beim Zurechtlegen meiner Gedanken, so wie ich das im Vorfeld eines Beitrages oft mache, fiel mir allerdings auf, dass ein Vergleich eventuell ein wenig hinkt.

Wieso?

Nun. Ballack und van der Vaart sind unterschiedliche Spielertypen. RvdV ist ein 10er mit Torjäger-und Führungs-Qualitäten. Ballack war kopfballstark und erzielte das eine oder andere Tor. Punkt.

Ergo ist der Holländer imho für den HSV wichtiger als es Ballack für uns war.

Was würde das nun für die Saison des HSV bedeuten? Das sie ähnlich enttäuschend verlauft, wie die 2006/07er der Bayern?

Ich befürchte es. Für die HSV-Fans. Auch wenn diese aus dem Sieg im Vorbereitungsturnier in London gegen Real, Arsenal und Juve schon anderweitige Hoffnungen schöpfen.

RvdV war die Zentrale des hanseatischen Spiels. Der Spiritus Rectus. Oder so. Wie oft wurde er speziell für Bayern-Spiele fit gemacht.? Mit Erfolg?! Eben.

Jetzt ist er weg. Und die Frage bleibt, wie und ob er ersetzt werden kann. Für 13+2 Millionen? Wohl kaum.

Vor allem nicht bis zum 15.08. – denn was anderes zählt für mich als Bayern-Fan überhaupt nicht.

Sicher. All die Spieler aus der zweiten Reihe, oder die unter der Präsenz des Ehemannes von Sylvie litten, haben nun die Chance zu beweisen, dass sie es auch ohne ihn können.

Das dachte man vor der Saison 2006/07 beim FC Bayern auch. Das Ergebnis ist bekannt.

Vielleicht kommt aber alles ganz anders. Und die neue Unberechenbarkeit der Hamburger überrollt die Ribery-losen Bayern zur Eröffnung der neuen Bundesliga-Saison.

Wer weiß.

Noch 11 Tage.

Das hat's noch gebraucht

Wenn irgendjemand noch nicht gewusst hätte, was derLehmann so für ein Charakter ist, haben seine Aussagen über den EM-Final-Schiedsrichter Roberto Rosetti da hoffentlich Klarheit geschaffen.

„Je mehr ich an das Endspiel denke, desto wütender werde ich. Mit dem Schiri war etwas falsch. Man muss sehr vorsichtig sein. Aber das Mindeste was man sagen kann, ist: Der Schiedsrichter war parteiisch. […] Er hat gegen die Spanier eine Rote Karte nicht gezeigt […] Ein Handspiel gegen uns hat er auch nicht gepfiffen.“

Sicher doch. Und wie war das mit Deinem eigenen Handspiel ausserhalb des Strafraums, Jens?

Das ist schon bitter, wenn man mit Niederlagen so schlecht umgehen kann. Vor allem, wenn sie dermaßen verdient waren wie gegen die bärenstarken Spanier.

So nach und nach merkt man durchaus, was man phasenweise an einem Oliver Kahn hatte. Stichwort 2002.

Anyway.

Vieles im Leben spricht halt für sich…

Manche Chance kommt schneller als man denkt

Daran sollte PrinzPoldi immer denken.

Vor einem Jahr mussten wir im Ligapokal noch mit einem Amateur-Stürmer auskommen, weil z.B. ein Podolski noch verletzt war, diesmal ist es Luca Toni der zunächst ausfällt und ein Podolski kann beweisen, dass er beim FCB unverzichtbar sein sollte.

Also dann.

Auf geht’s, Poldi. In Fernost hat’s ja schon mal ganz gut geklappt…

Von Clubfans, 11 Freunden, Fehlern und jeder Menge Emotion

Eigentlich sollte der Beitrag ganz anders aufgebaut sein. Ich wollte einen launigen Beitrag schreiben über die diesjährigen Fehler im Sonderheft der 11Freunde. Genauer gesagt in der Beilage, die uns Blogger ja am meisten interessiert, weil wir die quasi selber machen.

Einer der 11Freunde kopiert dann nur noch unsere Texte und fertig ist die Laube.

Heuer gab es da ein paar Copy&Paste-Probleme.

Beim Südtribünen-Stefan wurde das falsche Blog gelistet, Eintracht-Stefan fand sich beim Erzrivalen FSV wieder, Hertha-Fan Enno war ebenfalls betroffen. Und auch die Clubfans vereinigten Clubfans.

Soweit und soviel Grund zum Schmunzeln.

Sowas kann passieren, sollte aber nicht.

Ich selbst war schon vom Unvermögen einzelner „Freunde“ betroffen.

In einer Ausgabe ging es in der beliebten Rubrik „25 Dinge“ über den FC Bayern. Dem Praktikanten war bei der Internet-Recherche meine Webseite Mythos-Bayern in die Hände gefallen. Laut 11Freunde-Chef Köster war dieser glücklich, ob solch reichhaltiger Quelle.

Dumm nur, dass man mich a) zuvor nicht gefragt und b) vergessen hatte, die Quelle zu nennen.

Ich fragte nach, bekam Antwort und eine Richtigstellung.

Das war’s. Soviel zu meinen Erfahrungen. Sowas passiert. Auch und gerade dort.

Sicher.

Wäre ich von diesen aktuellen und „eklatanten“ (fränkisches Zitat) Fehlern betroffen gewesen, würde ich wahrscheinlich ähnlich reagieren, aber ist es wirklich derlei Emotion wert?

Ich wäre gar nicht näher auf den Beitrag eingegangen, fand es selber ziemlich daneben, dass man bei den 11 Freunden noch nicht mal weiß, was eine Top-Level-Domain ist und dass es keine Domains in Deutschland gibt, die auf „.de.de“ enden. Tage später kam ich per Zufall noch mal wieder und entdeckte eine Ergänzung, die meinen Eintrag betraf.

Was das Problem ist?

Das unter meinem Foto allen Ernstes „Bayerns bestes Blog“ steht.

Ach Du meine Güte. Skandal!

Ich zitiere:

Da fällt mir sogar die Ironie vom Schreibtisch. Und ganz davon abgesehen ist der entsprechende Frage-/Antwortdialog dort auch derart stilsicher formuliert, dass man den zugehörigen Verein fast blind zuordnen könnte. Aber das nur am Rande, man kennt ja seine Pappenheimer. Aber was man mit der Bildunterschrift bezwecken wollte, muss man mir mal erklären. […] Jedenfalls schafft man es so, dass man ins Gespräch kommt – wäre das beabsichtigt, liebe Redaktion, wäre es traurig.

Da stand mir wiederum der Mund offen und das Schmunzeln hatte ein Ende…

Das man mit den Clubfans so seine Problemchen hat, ist ja nix Neues, dabei beabsichtige ich das gar nicht, es drängt sich nur immer wieder auf…

Anyway.

Da kommen wir wohl nicht mehr auf einen grünen Zweig.

Nur mal kurz zu einigen Klarstellungen:

1. Man behauptete a) das aktuelle Beilagenheft durchgearbeitet zu haben (musste ja schließlich weitere Fehler suchen) und b) schon im letzten Heft vertreten zu sein (da war’s allerdings Club-Fan Stefan, eventuell sieht der manches weniger ideologisch).

Schön.

Wieso ist dann nicht aufgefallen, dass schon in der letzten Ausgabe „Bayerns bestes Blog“ unter meinem Foto stand?

War das damals weniger schlimm? Soso.

2. Die Vermutung, dass hier die 11Freunde-Redaktion einen Bayern-freundlichen Ansatz verfolgt und den FC Bayern mit dem Land Bayern gleichsetzt, ist schon extrem konstruiert. Genauso wie übrigens die Vermutung, dass die 11Freunde generell Pro-Bayern eingestellt sind. Das sollte ich denen mal schreiben, darüber lachen die sich bestimmt kaputt.

Wie auch immer. Ich hab’s schon im Club-Blog erwähnt: Eben diese Nicht-Bayern-Freundlichkeit hätte ein, zwei Mal beinah‘ dazu geführt, dass ich mein langjähriges Abo gekündigt hätte.

3. Die Formulierung „Bayerns bestes Blog“ ist eine Alliteration. Schon aufgefallen? Ein beliebtes journalistisches Stilmittel.

Aber wenn man will, findet man in allem etwas kritikfähiges, gell?

P.S. Ist es müßig, erneut zu erwähnen, dass mein Blog nicht in Bayern entsteht, sondern im schönen Rheinland?

Königsblaues Königsklassenpech

„Das ist ein Hammer-Los, der schwerstmögliche Gegner für uns. Das ist eine Paarung, die man sicher eher fürs Achtel- oder Viertelfinale erwartet.“

So wurde Schalke-Manager Andreas Müller nach der gestrigen Auslosung für die Championsleague-Quali zitiert.

Tja.

Woran das wohl liegt, dass Schalke so ein Pech bei der Auslosung hatte? Und Barca, Arsenal, Juventus und Co. so viel Glück?

Vielleicht aufgrund solcher, solcher, solcher oder auch solcher Ergebnisse?

Will sagen:

Keine Ergebnisse bei sporadischen Auftritten == schlechter Lostopf.

Das hat mit Pech gar nix zu tun.