Was macht eigentlich: Willy Sagnol?

Ach ja. Den haben wir ja auch noch.

Nun, was er gerade macht?

Gesund werden hoffe ich. Und sich mit weichen Themen beschäftigen.

„Es gibt in diesem Punkt keine Unklarheiten: Ich bin der Vize-Kapitän des FC Bayern. Das war ein Grund, warum ich verlängert habe“, verriet Sagnol der „Sport Bild“. „Ich werde Kahns Nachfolger als Bayern-Kapitän.“

Es soll da ein Abkommen zwischen ihm und Hoeneß geben. Soso. Und das hat Dich gar erst zur Vertragsverlängerung getrieben, Willy? Und Geld war natürlich total unwichtig, gelle? Wer ist schon Juventus Turin…?!

Nein. Unser kleiner Franzose ist schon süß. So ab und zu. Nicht wirklich entzückend waren dagegen seine Leistungen in der letzten Saison, als er, mangels Ballack, plötzlich nur noch Flanken ins Niemandsland schlug.

Und ja. Irgendwie vermisst man ihn aktuell gar nicht. Haben wir doch in Lahm, Jansen und sogar Lell drei Verteidiger, die das neue, schnelle Spiel des FC Bayern zumindestens nicht behindern. Aus meiner Sicht muss sich Sagnol da erstmal einreihen und anstellen. Ganz egal ob Vizekapitän oder sonstwas (van Bommel soll da ja eh größere Chancen haben)…

Vertrauen bringt der Verein ihm zumindestens trotzdem schon mal genug entgegen

Der FC Bayern etwa hat seinen seit Monaten verletzten und erfahrenen Verteidiger Willy Sagnol für den Uefa-Cup gemeldet.

Im Gegensatz zu Herrn Ballack von seinem Verein in England – womit sich zumindestens der Kreis zu Sagnols Flanken schließt…

Toni hat alles gegeben

Aber es hat nicht gereicht.

Die deutsche U 17-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Korea nach einer großen kämpferischen Leistung das Finale verpasst. […] Wieder einmal war es Kapitän Toni Kroos, der das notwendige Signal setzte. Eine Einzelleistung schloss der Münchner mit einem Linksschuss ins untere Toreck zum 1:2 ab.

Es reichte allerdings nicht, die Deutschen verloren das WM-Halbfinale und spielen nun um Platz 3 gegen Ghana. Immerhin. Das Problem war ohnehin, dass der deutsche Torhüter-Nachwuchs in dieser Altersklasse wohl qualitätsmäßig recht dünn gesät ist…

Folgenschwere Probleme mit der Nässe bekam nach zehn Minuten Deutschlands Torhüter René Vollath: Einen Schuss von Edile konnte der Nürnberger nicht festhalten, Turnier-Toptorjäger Macauley Chrisantus nahm den Abpraller auf und vollendete zum 1:0. […] Nach einem Weitschuss von Alfa flog der glitschige Ball über die ausgestreckten Arme und Finger von Vollath zum 2:0 in die Maschen.

Naja. Abwarten. Bis Kroos bei uns große Nummer werden sollte, ist Rensing ein halber Kahn… 😉

Der Preis den man bezahlen muss

Die Bayern haben in dieser Saison ein Dreamteam.

Der Preis, den man dafür bezahlen muss, ist das verstärkte Abstellen zu den Nationalmannschaften. Selbst wenn die Spieler verletzt sind.

Toni weilte am Montagmorgen zu einer Untersuchung bei Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Der Bayern-Doch schickte den 30-Jährigen anschließend mit den Bildern der aktuellen Kernspintomographie nach Italien, wo Toni am Dienstag vom Mannschaftsarzt der „Squadra Azzurra“ erneut durchgecheckt wird. Nach Rücksprache beider Ärzte wird dann entschieden, ob Toni am Samstag spielfähig ist.

Inzwischen steht wohl fest, dass er wirklich nicht spielen kann.

„Es wird sehr schwierig für Toni“, sagte Italiens Nationalcoach Roberto Donadoni […] man müsse sich überlegen, ob man ihn nicht besser für das zweite Qualifikationsspiel zur EM 2008 in Österreich und der Schweiz binnen vier Tagen schone

Super Idee.

Aber dann hätte er ja direkt in München bleiben können.

Wie gesagt: Hat man „Weltstars“ im Kader, gibt’s eben solche Probleme.

C’est la vie.

Nur eins liegt mir dabei am Herzen: Bitte keine zweite, zusätzliche Verletzung!

Danke.

"Soll keiner sagen, ich hätte es nicht gesagt", oder "Wieviel Druck verträgt man mit 17?"

Die deutsche U17 hat es ins Halbfinale der Weltmeisterschaft geschafft.

Angeführt vom Kapitän Toni Kroos gab es zuletzt im Viertelfinale ein 4:1 gegen England. Im Halbfinale geht es jetzt gegen Nigeria um den Einzug ins Endspiel.

Der größte Erfolg im Junioren-Bereich seit 1997, als ein gewisser Sebastian Deisler unter Horst Köppel spielte.

Manchmal frage ich mich, wie man in diesem Alter all diese Dinge aushält. Kroos selbst sieht das offenbar locker.

„An mich werden hohe Erwartungen gestellt, seit ich auf gutem Niveau Fußball spiele. Daran habe ich mich gewöhnt.“

Junioren-Trainer Herrlich hat dazu ebenfalls eine Meinung.

„Ich kenne genügend Beispiele, wo Spieler in seinem Alter als große Stars gepriesen werden und heute in der Regionalliga spielen. Er muss langsam in diese Rolle hereinwachsen, Persönlichkeit gewinnen und Führung übernehmen.“

So würde ich das auch sehen. Obwohl ich mich selbst hier immer wieder begeistert über ihn äußere und die Bayern ihn zwar langsam aufbauen wollen, aber trotzdem schon mal die „10“ für ihn reserviert haben.

Setzt sich Kroos unter diesen Bedingungen beim FC Bayern durch, kann er ein ganz Großer werden – oder spielt in 10 Jahren immer noch bei Gerland…

Wir werden sehen.

Der neue Roque Santa Cruz?

Moment mal.

Ist José Ernesto Sosa nicht gerade erst wieder zurückgekommen nach überstandenen Bandscheibenbeschwerden?

Und jetzt wird er schon wieder am Sprunggelenk operiert?

Irgendwie sieht das auch alles ein wenig nach „schlampigen“ Untersuchungen aus, oder?

In der Vorbereitung hatte er sich im Training eine Bänderdehnung zugezogen. […] Nach einer genaueren Untersuchung wurden jetzt freie Gelenkteile entdeckt, die bei einem operativen Eingriff […] entfernt wurden.

Wie auch immer. Wir wollen einfach mal nicht hoffen, dass er die legitime Nachfolge von Roque antritt…

HSV-Fans beim ARD-Videotext

Eigentlich wollte ich darüber den Mantel des Schweigens legen. Aber dann las ich heute morgen das hier im Videotext:

„Seid zärtlich zu den Bayern, macht nicht Ulis Spielzeug kaputt.“

Der Input kam von einem Fan-Plakat aus der HSV-Kurve.

Tatsächlich habe ich darüber sogar massiv geschmunzelt, allerdings eher, weil das „Original“-Plakat so aussah:

„Seit zärtlich zu den Bayern, macht nicht Ulis Spielzeug kaputt.“

Wer den Fehler findet darf ihn behalten. 😉

T Minus 31: Hamburger SV – FC Bayern

Wir müssen uns beim HSV bedanken.

Nein, ganz im Ernst.

Das 1:1 hat endlich dazu geführt, dass das Gequatsche von der Unbesiegbarkeit der Bayern und dem Zählen der Saison-Minuten ohne Gegentor beendet wurde. Ferner faselt jetzt kein Boulevard-Sport-Journalist aus dem zweiten Bildungsweg mehr von einer Saison ohne Punktverlust für die Bayern!

Dieser Punktverlust war verdient. Die Bayern haben im Gegensatz zu den letzten Spielen wesentlich weniger investiert. Kein Zaubern, aber auch kaum Kampf. Zumindestens bis zur 70. Minute, dem 1:0.

Selten kam ein Tor in der letzten Zeit so aus heiterem Himmel wie dieses „Klose-Knie“. Danach drehten die Bayern zwar doch noch einmal auf und versprühten wenigstens ansatzweise so etwas wie Gefährlichkeit, aber gereicht hat es trotzdem nicht zum Sieg.

Warum?

Na weil auch unsere Abwehr es heute nicht komplett auf Normalform gebracht hat. Anders ist kaum zu erklären, dass sich zwei bis drei Hamburger gegen 4-6 Bayern durchsetzen konnten.

Anyway.

Für die Liga wäre ein Sieg der Bayern fatal gewesen.

Galt zuvor nur die Formel:

Zauber und Dominanz = Bayern-Sieg

hätte es fortan auch geheissen:

Schwäche und Glück = Bayern-Sieg

Für die öffentliche Wahrnehmung gilt jetzt doch: Sie sind Menschen Spieler wie Du und ich. Gerade nochmal gut gegangen.

Zum Spiel:

Halbzeit 1 ist schnell wiedergegeben.

Beide Teams stehen defensiv massiv. Bayern fehlt quasi ein Sturm, spielt mehr oder weniger mit 10 Mann, da Klose nur ein Schatten ist. Danke nochmal an… Nein, lassen wir das Fass zu.

Und der HSV?

Als ich hörte, dass RvdV nicht spielen kann, war ich zunächst froh, da ich den HSV so schwächer sah. Weit gefehlt. Ohne ihn lief jeder einzelne Spieler noch mehr, rückte das Team zusammen. Mit ihm hätten wir es wohl einfacher gehabt…

Mit der Aggressivität und der Bissigkeit der Stevens-Kicker kamen die Bayern zunehmend schlechter zurecht. Dabei lief alles fair und im Rahmen ab – muss man heutzutage ja immer besonders erwähnen.

Die aktuelle „Artenschutz“-Debatte führte natürlich dazu, dass die mit Adrenalin gepushten Rauten-Fans, jedes, wirklich jedes Foul an Bayern-Spielern für besonders ungerecht hielten – geschenkt. Man hat im Stadion keine Zeitlupe oder Wiederholung.

Zwei Sachen noch und dann ist das Thema durch:

1. Schweinsteiger „krönte“ seine schwache Leistung mit dem Foul an Boateng. Allein die Tatsache, dass dieser mehr als theatralisch abhob, bewahrte Schweinsteiger vor der fälligen roten oder gelb-roten Karte.

2. Was ist nur mit Spielern wie Atouba los? Zuerst tritt er den am Boden liegenden Altintop auf Rücken und Gesicht und danach noch gegen Lell nach. Mit Gelb war auch er mehr als gut bedient.

Darüberhinaus habe ich keine übermäßige Härte festgestellt. Und für die Fanatiker unter Euch: Ja. Ich habe die Szene mit van Bommel und Atouba kurz vor Schluss in der Wiederholung gesehen. Aber erstens war das mehr ein Rempler mit angelegtem Arm und zweitens ist es natürlich mehr als „witzig“, dass gerade ein Spieler wie Atouba nach seinen eigenen Aktionen derart vehement einen Ellbogencheck van Bommels moniert und eine Karte fordert…

Genug davon.

Bei den Bayern gefiel mir heute eigentlich nur Zé Roberto und Kahn. Alle anderen blieben weit hinter ihrer Normalform zurück. Auch in diesem Spiel zeigte sich, dass wir nicht mit nur einem Stürmer spielen können! Zumal wenn einer und später beide weit, weit weg sind von ehemaliger Stärke. Kommt Toni zurück, fängt das Problem wieder von vorne an…

Zum Glück ist jetzt wieder Länderspielpause. Dumm nur, dass im Grunde alle betroffenen Offensivspieler ihrerseits unterwegs sind. Keine Zeit für Entspannung, Erholung und Taktiktraining.

Es ist wie es ist.

So auch beim HSV. Vor Monaten noch im Kreuzfeuer der berechtigten Kritik, sieht sich Beiersdorfer plötzlich als Architekt einer erfolgreichen Mannschaft. Nicht zu Unrecht. Die Neuverpflichtungen Boateng und Castelen waren in meinen Augen die besten Spieler auf dem Platz, stellten selbst Ribéry in den Schatten.

Im nächsten Spiel geht es für die Hamburger gegen Frankfurt. Ein ganz anderes Spiel, ein viel schwererer Gegner. Vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon. Wüßte ich das, würde ich jeden Spieltag solche Ergebnisse erzielen…

Die Bayern spielen als nächstes zu Hause gegen Schalke. Dann sind wir wirklich, wirklich schlauer. Und wissen vor allem, ob das heutige Spiel eine Ausnahme war, oder die drei zuvor.

Zum Glück ist nicht viel passiert. Allein auf Werder haben wir zwei Punkte verloren, auf alle andere Konkurrenten hielt der Abstand oder wurde sogar noch größer:

Tja, VfB: Meister werden ist das eine, Meister sein etwas ganz anderes…

Mal verliert man, mal gewinnen die anderen

Schon komisch. Ich hatte arge Befürchtungen. Das ich in meinem eigenen Tippspiel in der Versenkung verschwinde. Schande. 😉

Und dann das. Gestern. Keine Bayern. Nur „der Rest“. Und die Premiere-Konferenz. Dank Laptop und W-LAN Live-Tipps bei Kicktipp.de

Zur Halbzeit sah’s echt schon nicht schlecht aus. Gegen Mitte Halbzeit 2 wieder weniger. Aber dann doch noch der Ausgleich für Nürnberg, die Siegtreffer für Hannover, Dortmund und Hertha und plötzlich – plötzlich springe ich von Platz 15 auf 1.

Nicht zu fassen. Aber keine Sorge. Nächste Woche sieht’s bestimmt wieder ganz anders aus…

Liebling des Monats September 2007

Christian Schulz ist der Liebling des Monats September geworden.

Seine „Aktion“ gegen Franck Ribéry im Spiel seiner Werderaner gegen die Bayern stand wohl mehr als sinnbildlich für den neuen FC Bayern. Die Leichtigkeit, mit der hier Ribéry Schulz den Ball über den Fuß tänzelte, erzeugte pure Freude und Geschmack auf mehr. Schulz dagegen, ohnehin mehr oder weniger auf dem Abstellgleis, floh alsbald von der Weser an die Leine.

Es ist allerdings nicht übermittelt, ob zwischen beiden Ereignissen ein Zusammenhang besteht.

Wie auch immer. Uns brachte es in Verzückung.

Vielen Dank, Christian Schulz.