Sieht so der Weg zum Titel aus?

1899 Hoffenheim – FC Bayern
FC Bayern – Werder Bremen
1. FSV Mainz 05 – FC Bayern
FC Bayern – VfL Wolfsburg
Borussia Dortmund – FC Bayern
FC Bayern – 1. FC Nürnberg
Hamburger SV – FC Bayern
FC Bayern – 1. FC Köln
SC Freiburg – FC Bayern
FC Bayern – Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart – FC Bayern
FC Bayern – FC Schalke 04
FC Bayern – Bayer Leverkusen
Hannover 96 – FC Bayern
FC Bayern – Borussia Mönchengladbach
VfL Bochum – FC Bayern
FC Bayern – Hertha BSC Berlin

Erinnert verdammt an die letzte Saison. Fünf „Hammer“-Partien an den ersten sieben Spieltagen (danach ein bißchen Luft, bis mit Stuttgart, Schalke und Leverkusen wieder Brocken anstehen). Schwere Kost. Aber zumindestens wissen wir dann wo wir stehen.

Weiterer Vorteil: Es war keine EM/WM. Und Lucio und Toni beim Confetti-Cup – die können kompensiert werden.

Eine mögliche Meisterschale in Berlin hat auch was. Beide nationalen Titel in der Hauptstadt. Smart.

Oder auch nicht.

Das ist ja das Gute an so einer Sommerpause: Alles Spekulation. Und am Ende muss man sowieso jedes Spiel gewinnen (wollen).

Bleibt nur zu hoffen, dass wir auf sowas verzichten, dann bin ich guter Hoffnung!

P.S. Das die ersten beiden Pflichtspiele der Saison in Sinsheim stattfinden ist auch nicht schlecht…

Der bayerische Niederländer

Ich bin weit davon entfernt, die bayerische Lebensweise als die meine zu bezeichnen. Bin ich doch Rheinländer. Es sei denn, es geht um das Thema Fußball. Da bin ich ja Bayer durch und durch.

In der letzten Woche war beim Platzhirsch in Bayern, in München, Saisoneröffnung.

Mit einem neuen Trainer. Wie vor 12 Monaten. Und jeder Menge neuer Spieler. Im Gegensatz zum letzten Jahr.

All das gefiel mir – irgendwie – besser als die Klinsmann-Begrüßung. Keine Ahnung warum. Vielleicht weil wir jetzt schlauer sind als damals?

Vielleicht weil von einem Luis van Gaal viel mehr Überraschungen präsentiert wurden, als es Klinsmann hätte schaffen können?

Allein, dass LvG so gut Deutsch sprach und vor allem, was er uns in unserer Sprache so alles mitzuteilen hatte, bestärkte meine Vorfreude auf die neue Saison.

Sicher.

Derlei hört man beim Start in eine neue Spielzeit an jeder Ecke und auf jedem Platz. Selbst Zé Roberto muss derlei jetzt über den SV aus Hamburg sagen…

Aber wie es unser neuer Übungsleiter fertig gebracht hat, z.B. dass Wort Arroganz, dass zumeist in negativer Weise mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird, mit positiven Aspekten zu besetzen, könnte mich glauben lassen, dass uns mit van Gaal tatsächlich eine etwas andere Saison als unter Klinsmann bevorsteht.

Warum?

Weil ich glaube, dass es nicht Worthülsen oder -Blasen sind, die wir da gehört haben, sondern das hinter ihm jede Menge Erfahrung und vor allem ein Konzept steht.

So ein Trainer kann Klinsmann durchaus auch einmal werden. Aktuell ist er es aber wohl noch nicht.

Der Punkt ist: van Gaal faselt nicht nur was von „Bayern bester Verein der Welt“ und „wir wollen in der nächsten Saison angreifen“ und „der CL-Sieg ist mein Ziel“ – nein, er sagt sowas:

Wie werden Sie spielen lassen?

Van Gaal: „Ich muss zuerst die Spieler beobachten und dann muss ich anschauen, wie sie auf mich und meine Philosophie reagieren. Dann muss ich ein Spielsystem wählen und dann kann ich sagen, welches System wir spielen. Aber ein ganzheitliches Prinzip ist meine Philosophie. Ich sehe den Fußballspieler nicht nur als einen Spieler, der den Ball von A nach B schießt, sondern auch wie einen Menschen, der durch sein Umfeld beeinflusst wird – und das Umfeld beeinflusst dann auch den Schuss.“

Sieht hier jemand Parallelen zu Klinsmann?

Mag sein, allein, van Gaal hat mit diesem Konzept, dieser Philosophie schon jede Menge Titel gewonnen.

Und am Ende des Tages kommt es darauf an.

Zumindestens beim FC Bayern.

Neckarelz? Kenn' ich nicht!

Das große Los. Der Wunsch aller Teilnehmer im DFB-Pokal. Ein Traum wird wahr. Für das unterste Team im Topf. Jetzt von der Liga her.

Die SpVgg Neckarelz empfängt in der diesjährigen ersten Pokalrunde den FC Bayern München.

Ich geb’s zu: diesen Namen habe ich noch nie gehört.

Dann mal schnell was recherchiert.

Neckarelz spielt in der Verbandsliga. In Baden. Über die Home(e)page decken wir mal den Mantel des Schweigens. Auf jeden Fall spielt die SpVgg in Rot, d.h. die Bayern treten wohl im Auswärtstrikot an.

Der Verein soll seit 1927 existieren, sein „Elz-Stadion“ seit 1963, Erweiterung in den 80er-Jahren. Kapazität war nicht in Erfahrung zu bringen.

Natürlich könnte man einen Umzug in Erwägung ziehen. Es böten sich da (in der Reihenfolge der Entfernung) Mannheim, Hoffenheim, Stuttgart oder gar Frankfurt an. Aber die spielen ja selber alle.

Mhm.

Auf jeden Fall kann man vor oder nach dem Spiel in der Sportgaststätte „Zur Arena“ einkehren.

Na dann: Prost.

FC Bayern – Trikotnummern 2009/10

Irgendwie wird die Sommerpause langsam zäh. Und Gerüchte über mögliche Ab- oder Zugänge sind aktuell auch noch auf Eis. Da hält allein die Aussicht auf den Trainingsauftakt (01.07.) und die Veröffentlichung des Spielplans (03.07.) noch ein wenig Spannung und Abwechslung bereit.

Ein weiteres Meta-Thema sind die neuen Trikots, bzw. deren Rückennummern. Wer trägt in der nächsten Saison was?

Hier die Liste der Spieler (inkl. Nummern), die – Stand heute – aus dem Alt-Bestand beim FC Bayern bleiben:

01 – Michael Rensing
22 – Hans Jörg Butt
35 – Thomas Kraft

03 – Lucio
05 – Daniel van Buyten
06 – Martin Demichelis
21 – Philipp Lahm
30 – Christian Lell
33 – Breno

07 – Franck Ribéry
08 – Hamit Altintop
16 – Andreas Ottl
17 – Mark van Bommel
20 – José Ernesto Sosa
24 – Tim Borowski
31 – Bastian Schweinsteiger

09 – Luca Toni
18 – Miroslav Klose

So. Zur Diskussion stehen darüber hinaus wohl auch noch die Nummern 30, 33 (wurde inzwischen schon an Gomez weitergegeben, Breno bekäme eine neue Nummer), 16 und 24.

Frei sind: 2, 4, 5, 10, 11, 13, 14, 15, 19, 23, etc.

Als Neuzugänge (Rückkehrer) stehen fest:

Anatoli Timoschtschuk, Alexander Baumjohann, Ivica Olic, Mario Gomez, Edson Brafheid, Danijel Pranjic und Andreas Görlitz.

Ich könnte mir also folgende Verteilung vorstellen:

Brafheid: 4 (IV ebenso wie LV)
Görlitz: 2 (alte Sagnol-Position)
Timoschtschuk: 10 (Loddar-Fan)?
Baumjohann: egal. Wahrscheinlich was über 20…
Pranjic: 13 (alte Ballack und Basler-Nummer)
Olic: 11
Gomez (33, schon vergeben)

Macht Sinn, oder?

"Ich werde in der neuen Saison keine neue Mannschaft übernehmen"

So Ex-Bayern-Klinsi.

Na wieso sollte er auch, schließlich würde er dann auf jede Menge Kohle verzichten. Kohle des FC Bayern. Die haben sich nämlich immer noch nicht mit ihrem Ex-Trainer bzgl. Vertragsauflösung geeinigt.

Klinsmann Vertrag läuft noch ein Jahr, sein Gehalt soll „unter 5 Mio. Euro liegen“ – also 4,99 Mio.?

Wird der Vertrag jetzt aufgelöst, stünde JK ein Abfindung zu. Wahrscheinlich im Rahmen von 4,99 Mio. Euro?

Zahlt der FC Bayern einfach das Gehalt weiter und fände JK innerhalb der nächsten 12 Monate einen neuen Job, käme eine spätere Auflösung wesentlich billiger. Ist ja klar.

Klar offenbar allen Parteien und deshalb wird sich JK wohl denken, dass der Verein mal schön weiterbezahlen soll. Schließlich hätte ER den Verein ja genauso weit gebracht wie JH, wenn nicht sogar noch weiter. Oder so. Stimmt’s Jürgen?

Sicher.

Und ferner hast Du natürlich total Recht, dass DU eigentlich die jetzigen Transfer alle angeleiert und vorbereitet hast. Keine Frage.

DU hast auf jeden Fall in allen Punkten – auch rückwirkend – eindeutig Recht gehabt.

Gratulation.

Die Bedeutung des Wortes Unverkäuflich

Irgendwie süß. Diese Sommerpause. Nicht nur das große Rad dreht sich, nein, auch all die kleinen Räder dahinter.

Auf dem Transfermarkt geht es rund wie lange nicht mehr. Zumidestens was potentielle Transfers betrifft. Wer wen gerne hätte und wer wen definitiv nicht abgeben will.

Der schwäbische VfB wollte Gomez nie und nimmer abgeben. Es kam anders. Jetzt gibt der VfB den FCB und „wildert“ bei der Konkurrenz. Will Ba haben. Den wiederum will Hoffenheim auf jeden Fall behalten. Unter allen Umständen. Will gar dessen Vertrag verlängern. Und parallel Zuculini sein Eigen nennen. In spontaner Konkurrenz der Bremer, die gleich die ganze Familie aufnehmen wollten.

Ein anderer Neu-Reichen-Verein ist der deutsche Meister. Der aus Wolfsburg. Der VW-Stadt. Dessen – überraschende – Meisterschaft fand in Europa Gehör. Jetzt will der AC Milan einen der beiden Topstürmer haben. Dzeko. Bietet mal 20, mal 30 Mio. – alles viel zu wenig. Und sowieso sei Dzeko absolut unverkäuflich. Obwohl sich dieser bereits mit Milan einig sein soll. Wie auch Ba mit dem 35-Mio-VfB.

Die ablehnende Wolfsburger Haltung im Falle Dzeko hindert sie aber nicht daran, gleiches mit einem gewissen Herrn Petric aus der Europa-Liga-Stadt Hamburg zu veranstalten. Der Stadt, dessen Verein zuletzt nicht nur 50% des Top-Sturms, sondern der Trainer gleich mit weggelaufen sind. Dem Rest der Führungsspieler werden ähnliche Absichten nachgesagt. Natürlich ist Herr Petric für den HSV nicht minder unverkäuflich. Da ist man sich einig. Bei der Bewertung der letzten Saison ganz und gar nicht. SportchefDietmar findet alles super, VorstandsBernd nicht. Na wenn man sonst keine Probleme hat.

Worauf ich hinaus will:

Das sind doch alles nur Worthülsen. Hier arbeiten Profis. Die Taktik, gute – unbekannte – Spieler zu scouten, aufzubauen und für teuer Geld zu verhökern, sicherte vielen Vereinen der Bundesliga über Jahre die Existenz. Und den Glauben, irgendwann ganz oben – also die Bayern – anzugreifen.

Na fein.

Die Bayern wiederum gehen mit derlei Dingen ganz anders um. Wie war das noch in den 80er und 90er-Jahren? Der Rummenigge-Transfer entschuldete den FC Bayern 1984 auf einen Schlag. Die mit diesem Geld zusätzlich zusammengestellte Mannschaft sicherte drei Meisterschaften in Folge, ein Double und ein Finale im Europapokal der Landesmeister.

Ok. Andere Seiten.

Aber wir gehen halt mit derlei Dingen anders um.

Natürlich ist auch bei uns ein Ribéry „unverkäuflich“. Aber allzu weit muss man sich da nun auch wieder nicht aus dem Fenster lehnen. Es fällt dann nämlich hinterher schwer, aus der Nummer wieder rauszukommen.

Ich bin da ganz emotionslos. Wenn Real (oder Chelski) einen entsprechenden Betrag bietet (70-80 Mio.+x), dann sollten wir das machen. Bei uns gibt es dafür nämlich schon einen Plan B. So denke ich mir, vor allem, wenn ich mir die bisherigen Transfers so anschaue. Und ein van Gaal soll parallel ein Ribéry-loses System im Kopf haben (wäre ohnehin viel flexibler, oder?).

Einfach mal abwarten, was sich bis Ende August noch so tut (und bitte kein Gejammer, dass die ach so tolle Bundesliga dann noch einen ihrer Stars verliert – dann machen wir eben neue Stars (jetzt nicht nur die Bayern)). Bleibt alles wie es ist – im Falle Ribéry – finde ich das natürlich genauso gut… 😉

Interessant ist ohnehin, ob Real – wie in Perez‘ erster Amtszeit – vergisst, auch für die Defensive was springen zu lassen. Ansonsten macht Barca, oder vielleicht sogar der „neue“ FCB die Königlichen trotzdem im CL-Viertelfinale platt…

An einer Sache bin ich am Ende des Tages aber vor allem interessiert:

Wie reagieren die Gelddruck-Vereine Wolfsburg und Hoffenheim auf derlei Umtriebe? Verkaufen müssten gerade diese Clubs keinen Spieler. Zumindestens nicht aus finanziellen Gründen.

Bleiben ein Ba und ein Dzeko wirklich dort, wo sie gerade sind? Sind die üblichen Mechanismen auch hier gültig (unzufriedene Spieler wollen weg und verbreiten schlechte Stimmung)?

Bei Hoffenheim gibt es erste Anzeichen dafür. Zwar sind die selbsternannten Erfinder des modernen Fußballs und parallelen Gutmenschen Rangnick und Schindelmeiser immer noch auf der harten Linie, aber Mäzen Hopp gab (in der aktuellen Printausgabe des Kicker) folgendes zum Besten:

„Es ist einiges Porzellan zerbrochen worden. Es gibt auch unzumutbare Situationen.“

Und jetzt stell‘ ich mir die Frage, wer in Hoffenheim wirklich was zu sagen hat.

Herrlich.

Auf der anderen Seite: Mir tun fast schon all die Vereine leid, die überhaupt keine Spieler haben, die sie als unverkäuflich bezeichnen dürfen. Wie nennt man sowas? Graue Mäuse?

Ich nenn‘ jetzt bewusst mal keine Namen…

Die Chancenverwertung – das schwarze Loch

Um eine Sache klarzustellen:

Wer nach dem 34.Spieltag die Tabelle der Fußball-Bundesliga anführt, der ist verdienter Deutscher Meister! *klimper*

Wieso sollte für einen Verein wie Wolfsburg etwas anderes gelten, als für einen FC Bayern (ok, lassen wir jetzt mal das Urteil der üblichen Verdächtigen aussen vor)?

Aber irgendwie wollte ich – für mich – einfach mal ein Gefühl bestätigt haben, dass die gesamte Saison (vor allem aber die Rückrunde) in meinem Hinterkopf herum schwirrte:

Die Meisterschaft wurde über die Chancenverwertung entschieden.

Klassisches Sommerpausen-Thema. Klassisch zu recherchieren – auch und gerade im Urlaub.

Das Kicker-Sonderheft, Teil 1 („Finale“) hatte ich ja vorliegen – eine Excel-Liste ist auch ohne Web-Zugriff „schnell“ erstellt.

Hier das Ergebnis:

Chancenverwertung FCB vs VfL

Rot: FC Bayern, Grün: VfL Wolfsburg.

Ganz klar. Genauso hatte ich das auch gesehen: Mit Wolfsburg ging es gegen Saisonende immer weiter bergauf, dem FC Bayern war die alternative Richtung zu eigen geworden.

Schlecht.

Ebenfalls nicht schön wäre wohl die Wahrheit über Luca Tonis Anteil an dieser Statistik. Wurde leider nicht erfasst. Gefühlt kann man ihn sich aber sehr weit oben in der Verwertungsskala sehen…

Was mich bei der Recherche aber am meisten „mitgenommen“ hat, war die Tatsache, dass die Chancenverwertung der beiden Meisterschaftskandidaten vor allem gegen Ende der Saison, als die Bayern ja wirklich noch Meister werden konnten, derart rapide auseinanderdriftete.

Also zu einem Zeitpunkt, wo es auf Konzentration und Kaltschnäuzigkeit am meisten ankommt.

Allein das spricht schon für sich.

Im Grunde ist mir an dieser Statistik aber nur eins wichtig:

Ich will sie in 12 Monaten nicht mehr mit diesem Ergebnis machen müssen!