Es ist soweit. Es geht los. Es wird aber auch Zeit.

Morgen geht’s los. Mit der Bundesliga. Endlich, möchte ich hinzufügen.

Auf der anderen Seite: Denk ich an unsere Vorbereitung in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Unterschiedliche Fitness-Stati, Verletzungen von Schlüsselspielern, miese Spiele, schlechte Stimmung bei Bloggern.

Das ist ’ne Menge böses Karma.

Was allerdings die Hamburger mitgemacht haben, ist auf der Schlechte-Laune-Skala ebenfalls nicht wirklich zu verachten: Erneutes Transfer-Sommer-Theater um Kapitän und den Führungsspieler im Team, RvdV. Sein Abschied beendete das Drama. Ersatz ist noch nicht beschafft und wird es wohl auch nicht geben. Nicht in der Kürze der Zeit. Nicht von den Erlösen.

Zwar stellen die Bayern aktuell ebenfalls Spieler für Olympia ab, aber so’n Theater wie um Kompany gab’s und gib’s bei uns nicht.

Was ich sagen will?

Es steht unentschieden. Zwischen den Bayern und den Fischköppen.

Unser GrinsiKlinsi wird morgen abend durchaus 11, nicht so wahnsinnig schlechte Spieler auf den Rasen schicken. Die Hamburger ebenfalls.

Trotzdem sind da noch jede Menge Rechnungen offen. Es muss endlich Schluss sein mit diesen Geschenken an die Hamburger. Ein Sieg muss her. Endlich. Der erste in der Arena gegen den HSV.

Eine Frage der Ehre.

Kleines, dickes Häufchen Elend

Nein. Über Menschen, die am Ende sind, macht man für gewöhnlich keine Witze. Selbst über kleines, dickes Ailton nicht.

Auch wenn’s mich juckt. Aber was ich heute las, zeigt imho eher, wie verzweifelt Goncalves da Silva Ailton aktuell ist.

Ich hab’s ein bißchen aus den Augen verloren.

Nach Bremen, kam Schalke, kam Besiktas, kam der HSV, kam Besiktas, kam Roter Stern Belgrad, kam Grasshopper Zürich, kam der MSV und kam Metalurg Donezk.

Dazwischen jede Menge Geschichten, die uns dann immer jede Menge Freude bereitet haben.

Jetzt hört man andere Töne.

„Ich wohne in Brasilien und will nicht mehr zurück nach Donezk. Ich hoffe, dass der Vertrag in ein, zwei Wochen aufgelöst ist.“

Worauf er danach hofft? Auf Bremen.

„Ich will zurück zu Werder. In der nächsten Woche rufe ich Klaus Allofs an.“

Warum?

„Ich bin genauso schnell wie früher und habe immer noch meinen Riecher. Ich traue mir zu, noch einmal Torschützenkönig zu werden.“

Und hier setzt dann eher mein Mitleid ein. Sicher. In Bremen hatte er seine beste Zeit. Also die einzig beste Zeit. Ein Jahr lang. Es reichte zum Double. Danach ging es stetig und immer schneller abwärts. Das er auf seinen Stationen in der Folge zumeist eher davon gejagt wurde, würde er vielleicht anders sehen, entspricht aber schon eher der Realität.

Anyway.

Die Bremer bringen es fertig und geben ihm sein Gnadenbrot. Vor allem, wenn bloß doch nur diese Vorhersage stimmen sollte…

Versprechen könne er „mindestens 15 Tore“, im Gegensatz zu den heutigen Werder-Stürmern brauche er auch „nicht drei oder vier Chancen für ein Tor, sondern eine“.

Hanseatischer Ballack

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag ganz anders angehen. Mal wieder. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wurde ich von den Ereignissen „überrollt“.

Ich wollte Analogien herstellen, zwischen dem damaligen Theater beim FCB um Ballack, seine mögliche Vertragsverlängerung, seinen Abschied und den Ereignissen rund um Rafael van der Vaart.

Naja.

Beim Zurechtlegen meiner Gedanken, so wie ich das im Vorfeld eines Beitrages oft mache, fiel mir allerdings auf, dass ein Vergleich eventuell ein wenig hinkt.

Wieso?

Nun. Ballack und van der Vaart sind unterschiedliche Spielertypen. RvdV ist ein 10er mit Torjäger-und Führungs-Qualitäten. Ballack war kopfballstark und erzielte das eine oder andere Tor. Punkt.

Ergo ist der Holländer imho für den HSV wichtiger als es Ballack für uns war.

Was würde das nun für die Saison des HSV bedeuten? Das sie ähnlich enttäuschend verlauft, wie die 2006/07er der Bayern?

Ich befürchte es. Für die HSV-Fans. Auch wenn diese aus dem Sieg im Vorbereitungsturnier in London gegen Real, Arsenal und Juve schon anderweitige Hoffnungen schöpfen.

RvdV war die Zentrale des hanseatischen Spiels. Der Spiritus Rectus. Oder so. Wie oft wurde er speziell für Bayern-Spiele fit gemacht.? Mit Erfolg?! Eben.

Jetzt ist er weg. Und die Frage bleibt, wie und ob er ersetzt werden kann. Für 13+2 Millionen? Wohl kaum.

Vor allem nicht bis zum 15.08. – denn was anderes zählt für mich als Bayern-Fan überhaupt nicht.

Sicher. All die Spieler aus der zweiten Reihe, oder die unter der Präsenz des Ehemannes von Sylvie litten, haben nun die Chance zu beweisen, dass sie es auch ohne ihn können.

Das dachte man vor der Saison 2006/07 beim FC Bayern auch. Das Ergebnis ist bekannt.

Vielleicht kommt aber alles ganz anders. Und die neue Unberechenbarkeit der Hamburger überrollt die Ribery-losen Bayern zur Eröffnung der neuen Bundesliga-Saison.

Wer weiß.

Noch 11 Tage.

Meister wird Schalke. Oder Wolfsburg.

Heute. Beim Friseur.

Ich konnte dem Gespräch nicht ausweichen. Es fand direkt neben mir statt.

Er (Gast) sprach mit ihm (meinem Friseur) über Fußball.

Er meinte, dass die Bayern in dieser Saison auf gar keinen Fall Meister werden würden. Vollends davon überzeugt, zählte er diverse Gründe auf (EM-Fahrer noch lange ausser Form, Star wird nur Klinsmann sein, was den Spielern nicht schmecken wird, etc.), die mich allesamt zum Schmunzeln brachten.

In das Gespräch einschalten wollte ich mich, als er meinte, dass es dieses Jahr auf jeden Fall Schalke werden würde (weil die es so lange nicht waren (für mich genau der Grund, warum sie es nicht werden – trotz Wahrscheinlichkeitsrechnung)).

Froh es nicht getan zu haben, hörte ich kurze Zeit später von ihm:

„Oder Wolfsburg.“

Da war mir klar, dass jede Diskussion sinnlos gewesen wäre… 😉

Die eierlegende-Wollmilch-Pay-TV-Sau

Unter Woche gab’s ja dieses „Skandal“-Urteil des Bundeskartellamtes zum Thema TV-Vermarktung. Mir brannte es schon länger unter den Fingern dazu mal ein paar Worte zu verlieren.

Mir geht’s auf die Nerven.

Beide Seiten jetzt.

Die eine, die öffentlich-rechtliche, jubelt, die Zukunft des Fußballs für die echten und wahren Fans gerettet zu haben, sprich‘ sie sind froh, dass sie wohl weiter zu überhöhten, gebührenfinanzierten Tarifen ihr Old-School-Produkt Sportschau am Leben halten können.

Die andere, die Liga-Funktionäre, beschwören den Weltuntergang herauf. Und beschweren sich über die „Einmischung“ dieser Behörde und dass die doch gar nichts zu sagen hätte…

Im Grunde spiegelt sich bei beiden Parteien doch nur die nackte Angst wider. Es geht um’s Geld. Was sonst.

Mit dem Premium-Produkt Bundesliga lässt sich eben Geld verdienen und aus Sicht fast aller Beteiligten ist der Bogen noch lange nicht überspannt.

Der dritte im Bunde ist das Pay-TV. Denen geht ebenfalls der Arsch auf Grundeis. Denn irgendwie kommt man wohl immer noch nicht richtig in die fette Gewinnzone. Weil die doofen Deutschen partout nicht in Scharen die 19,90 Euro für die Bundesliga zahlen wollen.

Daher der Ansatz, Berichte im Free-TV deutlich nach 20:00 senden zu wollen.

Aufschrei allerorten.

Hier beißt sich die Katze imho jetzt in den Schwanz.

Beispielsweise (aber nicht nur) von den Bayern-Funktionären höre ich immer wieder Gefasel über Zentralvermarktung, Einzelvermarktung, Parallele Wichtigkeit des Pay- und Free-TVs mit seinem Urgestein Sportschau. Wegen der Präsenz der Sponsoren – blah, blah, blah…

Leute!

Man kann nicht alles haben!

Einen semi-seriösen (und refinanzierten) Globalvertrag mit dem Ex-Pleitier Kirch und gleichzeitig alle Fans (und großen Sponsoren) mit der Sportschau mit 80er-Jahre-Sendezeiten zufriedenstellen.

Warum versteht das niemand?

Obwohl. Das wissen die wahrscheinlich ganz genau. Allein die Kirch-Summe trieb der versammelten Mischpoke mal wieder die (Freuden-)Tränen in die Augen. Da blieb der Verstand aussen vor.

Zu dumm.

Ganz ehrlich. Das aktuelle Modell ist in Ordnung für mich.

Für diese Saison habe ich ja auch noch die Ermäßigung, Bundesliga und Championsleague zusammen für die rund 20,- Euro zu sehen. Free-TV ab 18:30 ist doch ebenfalls nicht schlecht.

Die Hauptprobleme sind eine permanent profilierungssüchtige DFL und die schwindsüchtigen Finanzen der meisten Vereine, die inzwischen existenziell auf die TV-Einnahmen angewiesen sind, um sie zumeist direkt wieder in die Taschen der Berater und Spieler weiterzutransferieren…

Ein Tick zu sozialkritisch?

Nein. Einfach nur mal die eigentlich doch so offensichtlichen Kausalitäten aufgezeigt.

Jemand anderer Meinung?

Deutschlands schönstes Fernsehen

Diese E-Mail fand ich gerade in meinem Posteingang:

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Ihr Premiere Paket hat unser Logistikzentrum soeben verlassen und
befindet sich auf dem Weg zu Ihnen.

Die Sendung geht an die von Ihnen gewünschte Lieferadresse.

Ihre Kundennummer: xxx

Der Versand erfolgt über: Deutsche Post Warensendung. Sollte eine
Zustellung nicht erfolgreich sein, werden Pakete und Sendungen in der
Regel eine Woche bei Ihrem örtlichen Postamt für Sie aufbewahrt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und beste Unterhaltung mit Deutschlands
schönstem Fernsehen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Premiere Kundenservice

Na dann bin ich ja froh, dass ich mir Deutschlands schönstes Fernsehen sichern konnte… *hust*

Neue Saison, neues (Tippspiel-)Glück

So schnell vergeht die Zeit.

Die EM ist jetzt auch schon wieder einige Tage vorbei und ich habe noch kein Wort darüber verloren, wer das Tippspiel gewonnen hat.

Dies sei hier mal eben nachgeholt:

  1. Chachi 45 Punkte
  2. Joshtree 44
  3. bananagogo, Breitnigge.de, broilers, DC_aus_G 42

Bonuspunkte:

  1. holz74 21 Punkte
  2. Chachi 20
  3. Zappi 14

Herzlichen Glückwunsch!

Ach so.

Weiter geht’s natürlich auch. Mit der Bundesliga. Saison 2008/09.

Ich starte am Wochenende das Tippspiel neu. Die aktuellen Tipps sind dann weg. Die Tipper bleiben. Wer selbst dabei bleiben möchte, kann danach seine Tipps abgeben, wer neu einsteigen will, sich registrieren.

Viel Spaß.

Ribery hat enttäuscht

Und zwar die Konkurrenz.

Als ich diese Schlagzeile las, musst ich schon ein wenig schmunzeln. Als ich den Abstand sah, stand mir der Mund offen.

Weltklasse: Ribéry.

Internationale Klasse: –

Weiterer Kreis: Altintop, Schweinsteiger, etc.

Auch was die „Konkurrenz“ über Ribéry sagte, liest sich immer wieder schön:

Doch es gab auch Skeptiker. „Fragen Sie mal in Frankreich“, riet Werder-Manager Klaus Allofs. „So hat er dort nicht das ganze Jahr gespielt.“ Die Bayern-Jäger hofften auf einen Einbruch des Genies, auf eine Chance im Titelrennen. Doch diesen Gefallen tat Ribery der Konkurrenz nicht. Im Gegenteil: Seiner starken Hinserie (16 Spiele, 4 Tore, 3 Vorlagen, kicker-Notenschnitt 2,75) ließ er eine famose Rückrunde (12 Spiele, 7 Tore, 5 Vorlagen, Schnitt 2,25) folgen.

So kann’s gehen. Aber zu dieser Zeit glaubte man in Bremen ja noch an einen gewissen Carlos A. aus B. – das Ende ist bekannt.

Der Wermutstropfen für die Bayern: Eben dieser Ribéry fehlt wohl zum Saisonauftakt…