Weisheiten # 56

„Wenn ich Fan von 1860 wäre, würde ich mir große Sorgen machen. Seitdem der Herr von Linde Präsident ist, ist der Verein in einen Abwärtsstrudel geraten, wie ich ihn nicht für möglich gehalten hätte. Der Herr sollte sich wirklich überlegen, ob er geeignet ist, einen Fußballverein wie 1860 München zu führen. Ich halte das für ausgeschlossen.“

Uli Hoeneß über den Untermieter der Allianz-Arena.

Torsten Frings, mein Bruder im Geiste

Nein, ganz im Ernst.

Wenn es mal was Positives über die grün-weiße Familienidylle der Werder-Gutmenschen zu berichten gibt, dann mach‘ ich das auch. Vor allem wenn es so sehr meiner Meinung entspricht.

Torsten – Lutscher – Frings sprach mir aus der Seele [1].

Charaktere wie Tim – Schmerlappen – Wiese interessiert sowas natürlich nicht. Wie auch? Woher soll’s kommen, wenn man überwiegend Probleme mit der Einschätzung der Realität hat.

Wäre Frings nicht gewesen, Wiese wäre wohl wirklich zum Elfmeterpunkt gelaufen. Stattdessen war er den Rest des Spiels eingeschnappt und beschwerte sich noch lauthals gegenüber der Bank, dass er den Elfer ja wohl besser geschossen hätte als Diego.

Naja.

Hoffnungslos nennt man sowas.

[1] Ja. Ich weiß. Sowas hat Kahn auch schon mal gemacht. Aber da fand ich das genauso daneben.

Abstieg, Aufstieg – Wünsche und Brisanz

Ich hab’s ja geahnt. Und es ist eingetreten.

Am letzten Spieltag können die Schalker die Ex-Pokalsieger aus Nürnberg in die zweite Liga kicken. Die Schalker! Und für die geht es ja auch noch um was. Müssen sie doch ihrerseits gewinnen und auf Leverkusen hoffen, damit sie sich gegenüber Bremen noch direkt für die Championsleague qualifizieren…

Aber was geht wohl in den Köpfen der Fans vor? Eine der letzten Fan-Freundschaften in Deutschland, die den Namen noch annähernd verdient und ausgerechnet in dieser Situation trifft man sich wieder?

Mir persönlich wäre da die Jacke näher als die Hose.

Verspricht ein spannendes Spiel zu werden, schließlich hilft beiden nur ein Sieg.

Ebenfalls nicht schlecht ist das Gastspiel des 1.FCK beim FCK.

Nachdem die Kölner ja nun in die Belle Etage zurückkehren, gibt es nur noch ein weiteres persönliches Goal für mich:

Der Abstieg der Lauterer!

Ein Auswärtssieg macht diesen perfekt. Ich bin nächsten Sonntag durch und durch Kölner. Enttäusch‘ mich nicht, FC!

P.S. Für alle, die noch ein bißchen Motivation für dieses Spiel brauchen, habe ich diesen Artikel hier.

Der abstiegsbedrohte Zweitligist 1. FC Kaiserslautern stand […] offenbar vor der Insolvenz. Nur die drastische Senkung der Pacht für das Fritz-Walter-Stadion durch die stadteigene Betreibergesellschaft Ende April rettete die „Roten Teufel“ vor der Zahlungsunfähigkeit.

Super, oder? Die Stadt hat die jährliche Pacht von 3,2 Millionen auf 1,8 Millionen Euro gesenkt.

Fein.

Wenn’s um den ach so geliebten FCK geht, würde die Stadt Kaiserslautern dem Verein vielleicht sogar noch was für’s eigene Stadion zahlen, wenn’s sein müsste, oder?

Was halten eigentlich Lauterer Eltern davon, wenn mal kein Geld für Kindergärten da ist? Oder wenn in der ARGE mal Geld für die Förderung von Hartz IV-Empfängern fehlt?

Alles völlig irrelevant.

Hauptsache dieser Sch**ss-Verein bleibt am Leben, nicht wahr?

Aufstieg. Meisterschaft. Championsleague.

Der FC ist wieder da. In der obersten deutschen Fußballliga.

Alle, die jetzt denken, dass ich mich in den Schlaf weine, muss ich enttäuschen.

Für mich gehören die Kölner, genauso wie die Gladbacher einfach in die 1.Bundesliga.

Iss so.

Das Problem, dass ich mit dem FC habe, hat mit dem Verein gar nichts zu tun – das sitzt auf der Trainerbank.

Aber dort gibt es ja – trotz Aufstieg – noch Hoffnung.

Hoffen wir das Beste. Willkommen zurück, FC.

P.S. Da ja jetzt mit dem Aufstieg alles klar ist, muss ich mich am letzten Spieltag auch nicht mehr entscheiden: Auswärtssieg für Köln, bitte!

Klinsmanns FCB # 001

Beim FC Bayern wird sich zukünftig einiges ändern. Find ich gut.

Klinsmann hat Ideen auf Ideen und ich muss mich wundern, dass auf manche noch niemand anderes gekommen ist:

Sprachkurse.

Ok. Das ist jetzt nix Neues. Machen in den letzten Jahren fast alle neuen ausländischen Spieler.

Was neu ist: Auch die Deutschen müssen in Zukunft büffeln!

Und zwar hauptsächlich englisch (einigen bayerischen Spielern würden einige von euch sicherlich zunächst mal Deutsch empfehlen, schon klar *g*).

Der Effekt ist im Grunde ganz einfach. Wer kennt das nicht, wenn er im Ausland plötzlich seine Muttersprache hört. Sowas findet man gut.

Nicht nur die Vereinsführung des FC Bayern hat zuletzt SMS von Jürgen Klinsmann bekommen – auch Franck Ribery erhielt Glückwünsche auf sein Handy – auf französisch. „Er hat mich zu den Trophäen beglückwünscht und geschrieben: a bientot, bis bald. Das sind kleine Dinge, die mir wichtig sind und die mich wirklich berühren. Ich habe auf Französisch zurückgeschrieben und mich bedankt.“

Eben. Ich sag’s ja – ein ganz neuer Ansatz beim FC Bayern. Und dabei sind das doch eigentlich nur Kleinigkeiten.

FC Bayern-Transfergerüchte 0708#015

Irgendwas läuft schief.

Andreas Görlitz darf noch eine Saison länger in Karlsruhe die Aussenbahn beflügeln und bei uns treibt weiter Willy Sagnol sein Unwesen?

Mir fällt zu Sagnol nix mehr ein. Gestern will er weg, heute will er bleiben und morgen?

Zum Glück ist sein Verbleib nun endlich an Bedingungen geknüpft.

„Der Willy hatte ein Gespräch mit Jürgen und er möchte die Chance nutzen, beim FC Bayern zu bleiben. Aber es wird natürlich notwendig sein, dass Willy im nächsten Jahr wirklich extrem hart an sich arbeitet. Das hat ihm der Jürgen auch so klar und deutlich gesagt.“

So Bayern-Boss Rummenigge.

Wenigstens etwas.

Verbessert er sich, kommt’s uns zugute, verbessert er sich nicht, gibt’s endlich genug Grund ihn loszuwerden.

Der legitime Kahn-Nachfolger: Tim Wiese

Zum Glück habe ich eine Nacht drüber geschlafen.

Aber mal ehrlich: Hat Tim Wiese noch alle Latten am Zaun?

Er wollte den Ball spielen? Und seine Stollen bohrten sich nur zufällig in das Gesicht von Olic?

Ach so.

Du bekommst wohl die falschen Medikamente in Deiner Therapie, oder Tim?

Um das mal ganz klar zu sagen:

Sollte sich in Zukunft noch einmal irgendein Werderaner (Funktionär, Fan, Sympathisant) über ein übles Foul gegen einen der grün-weißen Waisenknaben aufregen, halten wir ihm diese Szene vor, in Ordnung?

Was schlugen damals gegen Oliver Kahn die Wellen hoch, als er seine „Ausraster“ im Westfalenstadion zum Besten gab. Ich war damals Augen- und Ohrenzeuge, stand hinter ihm in der Gästekurve.

Kung fu-Kahn nannte man ihn danach. Dabei sprang er mehr als 2 Meter an Chapuisat vorbei. Das soll es nun nicht entschuldigen, aber Herr Wiese sprang seinem Gegenspieler mit voller Absicht in oder an das Gesicht / den Hals.

Darüber kann man auch nicht diskutieren!

Was man natürlich gemerkt hat, als sowohl Werder-Manager – Gutmensch – Allofs in der Halbzeitpause und Wiese höchstselbst nach Spielschluss in die Mikrofone stammelten. Da war die Rede davon, dass „dies keine rote Karte sei“, dass man „Wiese keine Absicht unterstellen könne“, dass „er ja nur den Ball gespielt habe“ und anderer Schwachsinn.

Tut mir leid. Gerade aus Bremen, wo man sich selbst gerne mal unschuldig bestraft sieht, sollte man mit derlei Dingen anders umgehen. Da reagiere ich allergisch.

Puh. Zum Glück hatte ich mich über die Nacht schon ein wenig beruhigt… 😉