Können die Bayern noch absteigen?

Dann also doch. Nicht weil ich so darauf aus bin, es jetzt schon zu erfahren, aber viele Medien scheinen ja kaum ein anderes Thema zu haben:

„Wer kann die Bayern jetzt noch stoppen?“

Zu den Fakten.

Es sind noch 11 Spieltage. 33 Punkte.

Thema „Abstieg“:

Der Tabellen-16. Nürnberg hat 18 Punkte. Kann also noch 51 Punkte erzielen. Theoretisch (aber darum geht’s ja jetzt).

Die Bayern brauchen noch 2 Punkte, um nicht mehr absteigen zu können.

Thema „UEFA-Pokalplatz“:

Schwierig. Zum einen könnten sich die Bayern über einen Pokalsieg für den UEFA-Pokal qualifizieren, zum anderen könnten dies aber auch andere Teams. Ok. Wolfsburg und der BVB stehen aktuell nicht im Verdacht aus eigener Kraft diese Plätze zu erreichen. Egal. Wie ist noch mal die Regel für Europapokalsiege und Europapokalplätze? Nur mal so, falls der HSV oder Leverkusen oder Bremen den UEFA-Pokal oder Schalke die Championsleague gewinnen?!

Zahlenspielerei. Gehen wir also einfach von Platz 5 aus. Oder dem Abstand auf Platz 6. Da hat der KSC 36 und der VfB aus Stuttgart aktuell 34, die er in Cottbus aber noch per Sieg auf 37 erhöhen kann. Bayern hat 50, macht einen Abstand von 14 (KSC), bzw. 16/13 Punkte (VfB).

Die Bayern brauchen noch 19-21 Punkte, um den Europapokalplatz zu sichern.

Thema „Championsleague-Platz“:

Den Cl-Quali-Platz belegt aktuell der HSV. Die haben 8 Punkte Rückstand auf den FC Bayern. Leverkusen mit 9 noch einen Punkt mehr.

Die Bayern brauchen noch 24 Punkte, für die Championsleague-Qualifikation und noch 25 Punkte für die direkte, gesicherte Teilnahme an der Königsklasse.

Thema „Meisterschaft“:

Werder Bremen als Tabellenzweiter liegt 7 Punkte hinter dem Rekordmeister.

Die Bayern brauchen noch 26 Punkte für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

So.

Wo sollen die Bayern diese Punkte holen?

FC Energie Cottbus – FC Bayern
FC Bayern – Bayer 04 Leverkusen
1. FC Nürnberg – FC Bayern
FC Bayern – VfL Bochum
FC Bayern – Borussia Dortmund
Eintracht Frankfurt – FC Bayern
FC Bayern – VfB Stuttgart
VfL Wolfsburg – FC Bayern
FC Bayern – DSC Arminia Bielefeld
MSV Duisburg – FC Bayern
FC Bayern – Hertha BSC

Interessante Spiele. Warum? Na weil die Bayern immer gegen „die Kleinen“ und „zuhause“ die Probleme hatten.

Von den 6 Heimspielen sind es aber mit Leverkusen, Stuttgart und Dortmund zumindestens 2-3 Mannschaften, die gar nicht so mauern können (oder wollen) wie die üblichen Verdächtigen (ihr wisst, wen ich meine). Auswärts geht’s dagegen voll in die tiefe Tabellenzone. Da kann sich kein Team in Abstiegsnot erlauben, die Hinrunden-Allianz-Arena-Taktik an den Tag zu legen. Ok. Können schon, aber trotzdem fallen den Bayern diese Gegner auswärts leichter.

Ohne überheblich sein zu wollen, weiß ich ob dieser Liste jetzt doch nicht mehr so genau, wo die Bayern in der aktuellen Form noch groß Punkte lassen sollen. Wolfsburg vielleicht, oder gegen Stuttgart und Leverkusen zuhause, wenn’s schlecht läuft?

Keine Ahnung.

Wenn ich allerdings an die Spielpaarungen der Konkurrenz denke, bin ich doch leicht optimistisch.

Zum Beispiel Hamburger SV – Werder Bremen am 32. Spieltag oder Bayer Leverkusen – Werder Bremen am 34. Spieltag. Detailtipps kommen in den nächsten Tagen, vielleicht nach dem nächsten Wochenende.

Entscheidung im Titelkampf?

Eine der meistgestellten Fragen an diesem Wochenende.

Sicher. Ich kann nicht behaupten, dass ich unglücklich über die Bremer-Niederlage war. Aber wie ich im KSC-Spielbericht schon erwähnt habe: Es gibt noch 33 Punkte zu vergeben. Für den HSV noch 36. Da ist noch gar nix entschieden.

Viele Leser dieses kleinen aber feinen Weblogs erwarten jetzt wahrscheinlich von mir, meine vollen Kübel auszupacken und über Werder auszuschütten. Weit gefehlt. Ich bin da ganz bei Uli Hoeneß. Ein Verein, eine Mannschaft am Boden – da tritt man nicht drauf!

Wenn ich allein an die gestrigen Zahlen der Schaaf-Kicker denke (28:9 Torschüsse, 5:1 Ecken, 0:7 Abseits, 57:43 Prozent Ballbesitz), dann kann man kaum verstehen, dass die 6 Tore kassiert haben.

Bitter gar, dass innerhalb von 2,5 Tagen die Bremer zwei Spiele verloren, dabei noch 8 Tore kassiert haben und das alles zumeist aus eigenem Verschulden. Über die Wiese-Patzer wurde ja schon eingehend gesprochen. Das Thema ist durch. Die gestrige Abwehr-, oder besser Defensiv-Leistung kann man dagegen nur als hanebüchen bezeichnen. Geplant war das so sicher nicht. Trotzdem ist es eines der Gründe, weshalb Werder insgesamt imho so viele Probleme hat, die einer Meisterschaft im Wege stehen könnten.

„Offense wins games, defense wins championships“

Darauf lässt es sich reduzieren. Die Nordlichter haben zwar 51 und damit 10 Tore mehr erzielt als die Bayern, parallel aber mit 34 fast dreimal soviele Gegentore bekommen! Dabei schon 6 Spiele verloren. Das wäre ja mit der 3-Punkte-Regelung nicht tragisch, wenn sie entsprechend auch mehr Spiele gewonnen hätten. Haben sie aber nicht. Eins weniger als die Münchner.

Wie man es dreht und wendet, aktuell läuft es nicht gerade für Werder.

Auf der anderen Seite: Sollten sie nächste Woche aus dem UEFA-Pokal ausscheiden (die Chancen sehe ich bei 50%), werden die Erholungsphasen länger (auch ein Grund für die gestrige Niederlage: Stuttgart hatte 11(?) Tage Pause!). Sicher. Bayern kann das besser kompensieren, da Werders Kader einfach dünner ist. Aber vielleicht kommen ja diverse Leistungsträger zurück und finden ihre Form, bevor Allofs und Co. die Saison ausgeht.

Nein, nein. Da ist noch nix entschieden. Die Tendenz und die Form spricht allerdings momentan klar gegen Bremen.

Ich bin richtig wütend.

Doch. Bin ich.

Wieso wird derTim immer nur in solchen Spielen wie gestern zum Pannen-Olli. Und nie gegen uns?

Vielleicht weil in Spielen gegen uns die „Scheiß-Pille“ nie „so komisch fliegt“?

Mag sein. Sogar sehr wahrscheinlich. Zumindestens wenn man so ein Charakter wie derTim ist. Dann sind nämlich immer nur die anderen schuld. Nie man selber.

Anyway. Ich hab da so ein Gefühl, dass er uns noch viele schöne Erlebnisse liefern wird… 😉

Schon komisch, Herr Schaaf, oder?

Ich will echt nichts sagen und nicht schon wieder eine Grundsatzdiskussion mit den Gutmenschen anzetteln, aber ich habe gar nix gehört von Herrn Schaaf.

Zu dem Abseitstor der Bremer zum 1:0 und dem nicht gegebenen Tor für die Dortmunder. Hätte zur Halbzeit also auch gut und gerne 1:0 für den BVB stehen können (Ich weiß. Dank der zweiten Halbzeit ist der Sieg nicht wirklich unverdient. Aber hier geht es ja unverkennbar um etwas anderes…).

Ist das jetzt eine Verschwörung gegen den BVB?

Wie gesagt. Ich will echt nix sagen. 😉

Viele Fragen, einige Antworten

So, dann sagt der Pappa mal schnell was zu den heftigsten Dingen der letzten Tage. Ist halt dumm gelaufen, wenn Spiele gegen Bremen und den HSV so nah beieinander liegen. Dann gibt’s immer den meisten Zunder (Wieso? Na weil es viele Werder- und HSV-Blogger gibt…)!

Thema: „Wir könnten jetzt drüber diskutieren, was Uli Hoeneß gesagt hätte, wenn das Gleiche Ribery passiert wäre, aber ich fürchte, das wäre fruchtlos“

Nein. Mit mir ist keine Diskussion fruchtlos. Solange man auch wirklich zu einem Ergebnis kommen will. Reine Provokationsdiskussionen oder Guerilla-Blogging haben bei mir dagegen keine Chance… 😉

Thema: „Welcher Bremer hat denn nun gesagt, dass Ullis Aussage über den Artenschutz totaler Schwachsinn ist?“

Habe ich das behauptet? Hmm. Mir ging es um Folgendes: Allofs hat nach dem Frankfurt-Spiel derlei für Diego gefordert. Und Hoeneß stand mit fast der gleichen Aussage nach dem Hannover-Spiel in der Hinrunde im Feuer des Widerspruchs. Hoeneß-Forderung: schlecht, Allofs-Forderung: gut? Das war mein Ansatz.

Thema: „gab es außer gegen Hannover noch weitere Spiele bei denen Ribery so hart angegangen wurde wie von Lala?“

Aber jede Menge. Ok. Vielleicht nicht in der (medialen) Häufigkeit wie die Diego, weil er tatsächlich einfach nur zu schnell für die schlimmsten Fouls ist, aber insgesamt würde ich ihn fast an Nummer zwei sehen. In dem kleinen Kerlchen steckt einfach nur soviel Power, dass sich viele Metzger in der Liga an ihm die Zähne ausbeissen. Darüberhinaus ist er nicht der Typ, der schnell fällt, der läuft einfach weiter. Liegt imho in seinem Naturell.

Thema: HSV vs. Duisburg und Franfurt

Stimmt. Hier kann man nicht 1:1 vergleichen. Schließlich waren Frankfurt und Duisburg insgesamt vielleicht mal sooft in Nähe der Mittellinie wie der HSV. Destruktiv (andere nennen es vielleicht defensiv) waren die Stevens-Kicker aber trotzdem und ohne einen gesunden 100%-RvdV konnte da offenbar auch nix anderes kommen. Aus dieser Sicht hätten wir mit einem RvdV in der Startelf wohl tatsächlich gewonnen…

Thema: „Hätte Ribéry von Anfang an spielen können, hätten wir die Rauten-Kicker aus der Arena gefegt“

Was ist daran so abwegig?

Bevor Ribéry ins Spiel kam spielten die Bayern zu langsam und berechenbar. Mit Ribéry hatte die HSV-Abwehr imho Ansätze des Schwimmens. Und wenn die Bayern ENDLICH ihre alte Kaltschnäuzigkeit oder wenigstens Konzentration vor dem Tor wiedergefunden hätten, wäre es mit einem Punktgewinn für den HSV eng geworden. Ja. Das denke ich.

Thema: „Verschwörungstheorien in Bremen“

Eine Verschwörungstheorie (im Fußball) gibt es imho dann, wenn man dem Gegner, dem Schiedsrichter, etc. Absicht unterstellt. In welcher Form auch immer. Herr Schaaf hat dies nach dem Bayern-Spiel getan (in Bezug auf das Bochum-Gegentor und den Ausgleich der Bayern)! Nicht mehr und nicht weniger. Sicherlich. Werder ist nicht Kaiserslautern. Habe ich ja schon geschrieben. Aber obige Aussage ist imho gefallen. Ob es derlei auch im Rahmen der roten Karte für Diego gab, weiß ich nicht.

Thema: „van Bommel vs. Bönisch, Klasnic & Co.“

Das Thema halte ich für total daneben. Was diskutiert man nach dem eigenen Spiel über Spieler eines anderen Vereins in Bezug auf dessen Verhaltensweisen in einem ganz anderen Spiel? Wie kommt man darauf (verbale) „Verfehlungen“ eines MvB gegen die spielerischen eines Diego aufzurechnen? Das ganze ist imho ein Sturm im Wasserglas und zeigt eigentlich nur, wie wichtig Diego offenbar doch für Werder ist und wie nervös folglich einige im Umfeld wurden. Ansonsten könnte ich mir derlei kaum erklären. Die drei Spiele Sperre wird Werder überstehen und wenn die Bayern so weitermachen mit ihrem fehlenden Killerinstinkt, wird Werder danach auch nicht viel mehr Abstand haben als jetzt.

Thema: Bodycheck & Schauspielerei von Ribery vs. Diego

Ich halte Diego nicht für einen Schauspieler. Eigentlich. Denn um das beurteilen zu können, schaue ich zu wenig Werder-Spiele. Diego wird oft gefoult. Wer das vergisst, bekommt es sicherheitshalber jeden Samstag noch mal von Premiere, Sportschau und Sportstudio gesagt. Von seiner Spielweise ist er allerdings ein ganz anderer Typ als Ribéry. Diego ist filigran, Ribéry ein Brecher, ein Powerfußballer auf der Aussenbahn. Im positiven Sinne. Den hält kaum ein Gegenspieler auf, wenn er im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Die Aktion jetzt im Pokal war eine Ausnahme. Sowas habe ich in seinen bisherigen Spielen von ihm noch nicht gesehen. Andere Spieler wären schon im Zweikampf zuvor zu Boden gesunken. Ich glaube in diesem Moment kam einiges zusammen: Ribéry wußte, wie Gagelmann an diesem Abend drauf war. Er wußte, dass dieser auf jeden Fall in dieser Situation einen Platzverweis aussprechen würde. Da konnte er der Versuchung nicht widerstehen, zumal es den Ausgleich an Feldspielern bedeutet hätte. Kann man verurteilen, war aber spontan. Ich weiß, dass dies nicht Ribérys Charakter entspricht. Mehr dazu im Spielbericht zum Pokal.

Grün-weiße Souveränität

Ja sicher doch.

Die Werderaner geben nun Bayern München die Schuld an dem Platzverweis. „Van Bommel ist hinterhältig. Nach seinen Aussagen wird besonders auf Diego geachtet. Klar, dass die Fans dann auch gegen ihn pfeifen“, sagte Linksverteidiger Sebastian Bönisch der „Bild“-Zeitung und spielt damit auf van Bommels Aussagen nach dem Gipfel zwischen den Bayern und Werder vor zwei Wochen an.

Geht’s noch?

Wieviel Verschwörungstheorie darf’s denn noch sein?

Sollte man sich in den Reihen Werders nicht vielleicht eher mal wieder auf die hanseatische Art zurückziehen, anstatt wild überall die Schuld zu suchen, nur nicht bei sich selber?

Werder-Sportdirektor Thomas Allofs gibt auch dem Frankfurter Publikum eine Teilschuld an Diegos Ausraster.

Meine Güte. Darf ich an dieser Stelle noch einmal an die fairen Bremer Fans rund um die Naldo-Attacken gegen Klose erinnern. Und warum nimmt man sich im Klub der Gutmenschen nicht einfach mal den „Täter“ als Vorbild. Der hat sein Verhalten eingesehen, sich entschuldigt und das Thema abgehakt. Punkt.

P.S.: Liebe RP, es war bestimmt Klaus und nicht Thomas Allofs, oder?

Fuck you and stand up.

So soll gestern Frankfurts Kyrgiakos Bremens Diego provoziert haben, bevor dieser den Zidane gab.

Tja.

Werders Klaus dem Uli Hoeneß für die Gehaltserhöhung Champagner schenkenden Allofs sah diese Tätlichkeit als „überfällig“ an. Also eigentlich „verurteilt er die natürlich auf’s Schärfste, aber Diego ist ja in der Liga Freiwild und da ist sowas schließlich kein Wunder“. So hat er das doch gesagt, oder?

Ich will gar nicht darüber diskutieren, ob einer wie Kyrgiakos von einem schmächtigen Kerlchen wie Diego so baum-gefällt werden kann und ob K. so theatralisch fallen muss. Derlei haben wir ja seinerzeit schon über Zidane und Materazzi besprochen. Müßig also.

Nein. Hier geht’s mal wieder um was anderes. Ich bin da ganz oft wie ein Elefant. Ich vergesse kaum einmal Kontroverses. Wie z.B. die Jagd auf Ribéry. In der Vorrunde.

Was hat sich die Liga und die Blogosphere über die Artenschutz-Forderungen aus der Bayern-Ecke aufgeregt. Kübel an Häme ausgeschüttet. Auch grün-weiße Sprüche waren dabei.

Um das klarzustellen: Ich war damals und ich bin heute gegen Ungleichbehandlung. Entweder alles laufen lassen, oder alle gleich bestrafen oder beschützen. Ribéry wie Diego. Naldo wie alle anderen Holzhacker.

Was mich nur immer wieder stört, sind diese fortgeschrittenen Alzheimer-Symptome im und um den Fußball herum. Selbstverständlich will ich mich nicht davon freisprechen, auch mal zweierlei Äußerungen zum gleichen Thema getätigt zu haben, aber in der Regel mache ich hieraus keine Methode.

Meinungen können sich ändern, aber Fehlverhalten sind nicht gut, wenn man sie selbst verübt und schlecht, wenn man betroffen ist.

Auf der anderen Seite:

Es ist völlig klar und auch nur natürlich, dass Mannschaften mit Spielern wie Ribéry und Diego immer das Problem haben werden, dass limitiertere Teams denen ans Leder wollen. Die Kunst ist, dies zu verhindern und ihnen, bevor sie solchen Spielern die Knochen brechen, zuvor den Willen zu brechen. Mit Toren. Mit dominantem Spiel. Oder seinerseits rustikalem Einsatz. Es gibt Mittel und Wege aus dieser Sackgasse. Die Umsetzung ist zumeist das Problem. Wer wüsste das besser als ich. Als Bayern-Fan.

Wie geht’s aber jetzt für Diego und Werder weiter?

Nun. Sportgerichtsverhandlung. Freie Verhandlung der Sperre. 3-5 Spiele? Ergo würde Werders wichtigster Spieler in den Spielen gegen Borussia Dortmund (H), VfB Stuttgart (A), VfL Wolfsburg (H), Arminia Bielefeld (A) und MSV Duisburg (H) fehlen.

Ehrlich gesagt besteht hier die einzige Gefahr in den Spielen in Stuttgart und gegen Wolfsburg – der Rest ist Laufkundschaft. Oder glaubt jemand, dass der BVB in Bremen was reissen könnte?!

Eben. Diegos Fehlen wäre gegen die Bayern wesentlich schlimmer gewesen. Nicht nur vom Spiel (da war’s ja trotz seiner Anwesenheit überwiegend mau), sondern vielmehr vom Ergebnis her. Einen heutigen Sieg vorausgesetzt, hätten die Hanseaten dann nämlich schon 9 Punkte Abstand gehabt. Glückskinder.

Man kann das aus Werder-Sicht natürlich auch positiv sehen:

Jetzt kann sich Diegos Schambein allein auf Glasgow und den UEFA-Pokal konzentrieren.

Update: Es wurden 3 Spiele Sperre. Also nur die schwierigen. Mal schauen, ob’s Werder schadet…

Grün-weiße Akkordarbeit und Kurzzeiterholung

Was wurden wir Bayern für unser Wehklagen belächelt. Rund um die Niederlage in Stuttgart und das UEFA-Pokalspiel, weniger als zwei Tage zuvor. Richtig beschwert haben sich ob dieser kurzen Erholung übrigens zunächst andere. Leverkusen und Hamburg. Zum Beispiel.

Wie auch immer. In diesen Tagen steht Werder Bremen, dem Championsleague-Absteiger, dieses Los bevor. Ein Rekord überdies.

Werder Bremen steht vor der Aufstellung eines Vereinsrekords: Zwischen dem Uefa-Cup-Spiel in Braga und der Bundesliga-Partie in Frankfurt liegen nur 39 Stunden. Neuer Stoff für die Diskussion um ein drittes Sonntagsspiel

Um was wollen wir wetten, dass die versammelte Werderschaft, nach einem Punktverlust in Frankfurt ebenfalls ein drittes Sonntagsspiel fordern wird? Aber es kommt ja so oder so. Anderes Thema.

Ehrlich gesagt fände ich es mehr als gerecht, wenn die Schaaf-Kicker tatsächlich 2-3 Punkte in der Mainmetropole liegen lassen würden. So als Ausgleich für die Ereignisse rund um das Bayern-Spiel in Stuttgart und um die Verhältnisse noch gerader zu rücken. Die Punktgleichheit der Hanseaten zur Winterpause hat da einigen doch sehr den Blick getrübt… 😉

Schmerlappen-Sackgasse

Als ich gestern oder vorgestern die Meldung im Videotext gelesen habe, musste ich schon ein wenig schmunzeln.

Die von Bundestrainer Joachim Löw vor Weihnachten aufgestellte Torhüter-Hierarchie bleibe bestehen: Jens Lehmann (38), Timo Hildebrand (28) und Robert Enke (30) sollen zur EM. „Daran“, so Bierhoff, „hat sich nichts geändert.“ […] Unter objektiven Gesichtspunkten sind andere vorn. Adler (22) und Rost (34) zeigten nicht nur im Samstag-Vergleich, sondern Woche für Woche ihre Klasse.

Wer hier nicht auftaucht? Elfmeter-Killer Wiese. Und das, wo ihn doch inzwischen alle in Bremen ins Nationaltor quatschen wollen.

„Tim hat sich in den letzten drei Monaten noch einmal richtig entwickelt. Er strahlt viel mehr Sicherheit aus. Tim Wiese muss auch ganz klar ein Thema für die Nationalmannschaft sein“, sagte Allofs, der in der Vergangenheit meist als Kritiker des Schlussmannes aufgefallen war.

Das Problem mit Wiese ist, dass es in Deutschland jede Menge Weltklasse-Torhüter gibt. Da kann man auf Charakterbrazzen wie den grün-weißen Schmerlappen locker verzichten.

Köpke kann das gut verstehen, ist von den guten Ratschlägen aber auch genervt. „Im Augenblick versucht jeder, seinen Torwart bei uns rein zu bringen“, sagt er. […] Einerseits hält Bundestrainer Joachim Löw trotz einiger Kritik an seinen Torhütern Jens Lehmann, Timo Hildebrand und Robert Enke fest. Andererseits ist er kein Fan von Wiese. Dies liegt zum einen an dessen Spielweise. Wiese war lange Zeit ein Showtorwart. Einer, der gern mal einen Meter nach rechts geht, um zwei nach links fliegen zu können. […] Wiese ist ein bisschen lauter, […] manchmal ein wenig peinlich und manchmal taktisch sehr unklug. Wie damals, als er den Bundestrainer laut kritisierte, weil der ihn einfach nicht beachte.

Und das wird so bleiben, selbst wenn Wiese nun in jedem Spiel zwei Elfmeter hält. So ist das eben. In der Nationalmannschaft.