Auf der Suche nach dem Glück

Herr Rossi Podolski sucht das Glück.

Nur, was ist Glück für Herrn P.?

Fußball zu spielen. Idealerweise in Köln. Seinem Viertel. Seiner Straße. Mit denJungs.

Das (kölsche) Boulevard unterstützt ihn nach Kräften in diesem Weltbild.

Wieso eigentlich?

Na weil dann alles gut wird. Mit Daum UND PrinzPoldi muss sich Real warm anziehen. Und Chelsea auch.

Anyway.

Was wollte ich eigentlich sagen?

Achso. Ja.

Guess what? Mir geht das Thema auf die Nerven.

Nur weil man Herrn P. in Köln den Hintern abgeputzt hat, muss das nicht auch für den Rest der Welt gelten. Gibt es ein Naturgesetz, dass man als Profifußballer, der, ganz nebenbei übrigens, jede Menge Geld überwiesen bekommt, nicht richtig arbeiten muss?

Das man was geschenkt bekommt, sich nicht ständig verbessern und gegen die Konkurrenz beweisen muss? Ist das in Köln so? In Bremen doch bestimmt auch nicht, oder?

Klar kann man sich fragen, ob Hoeness‘ Aussagen vielleicht ein wenig zuviel des Guten waren, aber welchem Bayern-Fan spricht man da so langsam nicht aus dem Herzen?

Ich habe wirklich seehr lange die argumentative Hand über Lukas P. gehalten. Auch und gerade hier. Als alle schon zu Makaay-Zeiten darüber am Motzen waren, dass er in München nicht die gleiche Behandlung bekommt wie in Köln, dass man ihn nicht mal 10 Spiele spielen lässt, bevor man einen Mundwinkel verzieht, dass er das berühmte Scheunentor nicht trifft…

Ein Stürmer beim FC Bayern muss brennen. Und zwar auf einen Einsatz. Wenn der kommt, muss er Gas geben. Und zuschlagen. Tore schießen ohne kurze Anlaufzeit. Wer x-mal nach seiner Einwechslung kein Tor erzielt, kann sich nicht wirklich wundern, dass er irgendwann nicht mehr eingewechselt wird, oder?

Sicher.

Ich kann Poldis Frust verstehen, wenn er ihn darauf bezieht, dass Klose immer durch- oder zumindestens von Anfang an spielen durfte. Aber wenn ich mich recht entsinne, dann bekam derPrinz doch auch seine Chancen, oder? Wieder und wieder.

So.

Und jetzt redet er davon, dass er sich das alles mal bis zum Winter anschauen will.

Schön.

Dann sind wir uns ja einig, Lukas!

Der richtige Gegner zur rechten Zeit!

So langsam wird das lustig. Hertha BSC beim Auswärtsspiel in München.

Jedes Jahr aufs Neue, nehmen sich die Berliner in München was vor. Und jedes Mal wird’s schlimmer. Habe ich zumindestens den Eindruck. Vor allem seit den Hauptstadt-Gastspielen in der Allianz-Arena.

Hätte der Schiedsrichter nicht über weite Strecken des Spiels die Hand über die Berliner gehalten, hätte es durchaus ein Debakel werden können. Oder zumindestens einen dritten Elfer (klares Trikot„zupfen“ gegen Toni im Strafraum) und einen Platzverweis (klare rote Karte nach Schlag von Rafael gegen Ottl) gegeben.

Sieg trotz Schiedsrichter. Naja. Dafür waren die Bayern einfach zu überlegen. Pech für die Herthaner, dass die Bayern sich offenbar gerade gestern endlich wieder gefangen hatten.

Wie von Klinsmann gesagt (und mir erhofft) begann gestern für den FC Bayern die Saison. Obwohl ich eigentlich behaupten mag, dass von den bislang gezeigten sechs Halbzeiten vier richtig gut waren. Die erste gegen den HSV, die zweite in Dortmund und gestern beide.

Klar.

Ich hatte bis zum 2:0 immer noch Befürchtungen, dass einer dieser wenigen Berliner Konter vielleicht doch noch den Weg ins Rensing-Tor finden würde (was ja auch geschah, aber erst nachdem bei ein, zwei Bayern aufgrund des deutlichen Vorsprungs die Konzentrationsluft raus war).

Es gab ferner gestern einige Phänomene zu beobachten:

1. Luca Toni.

Unglaublich was der Mann drauf hat. Und das mit quasi nicht vorhandener Vorbereitung. Ganz offensichtlich stimmt hier die, von zumeist nur reinen trainingsfaulen Spielern, geäußerte Überzeugung, dass man lieber spielt und kein Training für gute Leistungen braucht. Sowas ist wohl der Unterschied zwischen „Weltklasse in Deutschland“ und echter Stärke.

Allein die Drehung vor dem 1:0 war das Eintrittsgeld wert. Und ganz besonders der Halbzeit-Kommentar Herrn Sammers zu dieser Szene:

„Der Gegenspieler stand zu eng am Mann.“

Da kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, zumal das Gegenteil für alle anderen BSC-Spieler galt, für alle anderen Szenen…

Kurzum: Wir haben Toni, danach lange nix und dann erst Klose und später Podolski.

2. Miroslav Klose

Apropos.

Das gestrige Spiel war für mich die Wende. Sezierte das Boulevard in den letzten Tagen noch genüsslich Kloses Schwächen, erlebten wir ihn nun ganz anders. Na zumindestens deutlich anders. Verbessert. Mehr Wille. Mehr Laufen. Mehr Emotion.

Das ist überhaupt das Auffälligste: Er ärgerte sich richtig! Sowas habe ich schon seit Wochen nicht von ihm gesehen. Es war eine Entwicklung. Plötzlich war man sich irgendwie sicher: Bald platzt der Knoten.

Das es nun ein Elfmeter war, geschenkt.

Allein die Geste vor dem Strafstoß, als zunächst Schweini, dann Toni den Ball in den Händen hielten, beiden aber dann der „Patient“ Klose einfiel – Signalwirkung.

Eng wär’s nur geworden, wenn Klose verschossen hätte. So lag in diesem Schuss die Entscheidung: Geht’s noch weiter mit ihm nach unten, oder setzt er ein Zeichen.

Er setzte es.

Auf einmal bin ich wieder viel euphorischer was ihn betrifft. Das wird schon.

3. Philipp Lahm

Philipp Lahm – Fußballgott. Oder?

Ich kann’s kaum glauben, was aktuell aus dem kleinen Kerl herausspringt an Funken. Und was war das für ein geiles Tor? Unfassbar. Auf einmal wird auch klar, was Klinsmann wohl – zu Recht – zu Jansen gesagt haben muss: Dieser Lahm kann beim FCB nur gesetzt sein!

Sein ganzes Auftreten, defensiv wie offensiv sind im Moment konkurrenzlos im Kader, beim FC Bayern und bald auch wieder in der Liga.

Klasse.

4. Martin Demichelis

Der Typ ist ein Roboter. Ehrlich. Wie sonst sollte es möglich sein, dass da einer gefühlte Jahre verletzt und abwesend ist, zurückkomment und da weiter macht, wo er aufgehört hat?

Einfach Wahnsinn, wie sicher die bayerische Abwehr wieder stand.

Jetzt können wir alle nur hoffen, dass Demichelis sich auf der kommenden Länderspielreise bloß nicht wieder verletzt oder einen Rückfall erleidet. Das wäre fatal. Würde aber ins Bild der bisherigen Stotter-Saison passen (nicht nur beim FC Bayern). Hoffen dürfen wir, dass die kommenden Wochen für die Münchner anders verlaufen, als die bisherigen.

5. Das Spielsystem

Einige „Experten“ titulierten es ja als Rückschritt. Das Experiment mit der 3er-Kette. Ich seh‘ es eher als klare Erweiterung der Möglichkeiten, wenn man im Rahmen eines Spiels, oder Situation, etc. plötzlich das Spielsystem einer Mannschaft verändern kann. Das habe ich ja schon mit offenem Mund im Freundschafts-Spiel gegen die Kölner registriert und gestern war ich einmal mehr verblüfft, wieviel Dominanz man damit erzeugen kann.

Ob’s auch gegen richtig starke Gegner klappt, muss man dann mal abwarten, aber zumindestens ist es ein flexibler Ansatz, der mir persönlich sehr gut gefällt.

Weiter so, FCB.

In jeder Hinsicht jetzt.

Und nach der Länderspielpause ist dann auch Ribéry wieder fit, ok?

Auf dem Weg nach Rom hält uns weder Ochs oder Esel auf

Oder so.

Vielleicht landen wir nach einer Vorrunde gegen Lyon, Florenz und Bukarest aber auch schnell wieder im UEFA-Pokal.

Keine Ahnung.

In der aktuellen Form haben wir gegen die anderen beiden Top-Teams in der Gruppe diverse Probleme. Aber ich gehe ja davon aus, dass die aktuelle Form bald der Vergangenheit angehört.

Nicht mehr und nicht weniger.

Sonst brauchen das doch gar nicht erst anzutreten, oder?

Tun wir aber und nach Rom wollen wir auch.

Kommt alles, wie wir uns das so vorstellen, stehen die Chancen nicht schlecht.

Alle anderen Überlegungen sind im Moment schnullibulli.

Fohlen-Flucht aus München und italienische Flanken

Jetzt aber.

Es fing an, als ich in der Halbzeitpause des Schalker CL-Quali-Spiels einen Wortfetzen von Delling hörte. Nur einen Fetzen. Es ging um Transfer, Bayern und Lahm. Mehr bekam ich nicht mit. Videotext gab’s im holländischen Gerät nicht.

Was also tun?

Sms nach Hause inkl. Nachfrage.

Dann die Aufklärung: Der FC Bayern hat Marcell Jansen zum HSV verkauft. Der neuen Resterampe des FCB?

Und wieso Jansen? Wieviele linksfüßige Aussenverteidiger haben wir denn im Kader?! Und warum wollte der nach einem Jahr schon wieder weg wollen? Wo doch Sagnol noch länger verletzt ist und Lell sowas von im Formtief seines Lebens?! Wieso spielte Jansen nicht schon längst wieder auf links und Lahm auf rechts?

Fragen über Fragen.

Glaubt man den Medien soll Jansen vor Klinsmann „geflohen“ sein.

„Hauptgrund für den Wechsel war ein Gespräch mit Jürgen Klinsmann am Mittwoch. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Situation geändert hat. Dass meine Position und Stellenwert anders gesehen werden, als ich sie sehe. Wir konnten uns nicht einigen.“

Das ist mir irgendwie zu nebulös. Klärung bringt eine Ergänzung von UH:

„Marcell hat das Gespräch mit Jürgen Klinsmann gesucht, hat mit ihm über seine Perspektive gesprochen. Nach Aussage von Jürgen hat Marcell – wenn alle anderen Spieler fit sind – relativ wenig Chancen einen Stammplatz zu kriegen. Aber Marcell ist Nationalspieler. Für ihn war die Situation schwierig, genauso wie für uns.“

Verstehen muss ich das trotzdem nicht, oder? (Vor allem nicht den Kampfeswillen Herrn Jansens)

Wenn alle Spieler fit sind? Dann hat Jansen keine Chance gegen Lell und/oder Sagnol? Ich lach‘ mich weg. Es sei denn man plant weiterhin den Rechtsfuß Lahm ausschließlich auf Links einzusetzen. Tja.

Wenigstens war dann die Reaktion auf Jansens Weggang korrekt:

Für die rechte Seite einen starken Mann zu holen, der die aktuelle Lücke durch Formschwäche und Verletzungen bei Lell, Altintop und Sagnol schließt. Dies aber nur per Ausleihe und mit Kaufoption, wenn er sich mit seinen 32 Jahren bewährt, der Herr Massimo Oddo.

Apropos nächstes Jahr: Da kommt hoffentlich auch endlich Andreas Görlitz wieder zurück, oder?

Königsklasse ohne Königsblau

Das einzige, was ich im Urlaub rund um den Fußball gemacht habe, war mir das Spiel der Schalker in Madrid anzuschauen.

Und jeder, der meine Zeilen schon ein wenig länger liest, weiß, dass ich, wenn es um meinen Verein geht, ganz und gar nicht national eingestellt bin.

Mir ist’s egal, wie die anderen Bundesliga-Vereine in Europa abschneiden und ich ändere diese Überzeugung auch nicht, wenn das alljährliche Geheule um die 5-Jahreswertung einsetzt.

Ergo kann man von mir nicht erwarten, dass ich sonderlich viel Trauer empfunden habe, als die Schalker aus der Championsleague-Qualifikation flogen.

In diesem Fall ging es mir zusätzlich aber noch um ’ne Stange Geld (Bremer werden das übrigens genauso gesehen haben).

Warum?

Na weil der TV-Topf (37,2 Mio. Euro) für die Bundesliga jetzt nur noch durch zwei und nicht mehr durch die erwarteten drei Mannschaften geteilt wird.

Was das ausmacht?

Für die Bremer 8,4 statt 6,5 und für die Bayern satte 10,2 statt 8,4 Millionen.

Vielen Dank.

Das war’s. Ganz ohne Emotionen und Häme.

Klose – der aktuelle Stand

Als zweite Neuigkeit der SB durften wir den Erklärungen für Kloses Formschwäche lauschen.

Inzwischen gibt’s rund um die alte Joggi-Klinsi-Connection eine konzertierte Aktion, um Miroslav K. wieder ans Licht der Tore zu bringen.

Daten, die bei der Nationalmannschaft gesammelt werden, wandern zum FCB. Dabei wurde festgestellt, dass MK Probleme bei Ausdauer, Dynamik und Sprints hat.

Loriot-Modus-an Ach? Loriot-Modus-aus

Das hätte ich eventuell auch ohne Kloses Blutwerte sagen können. Bestimmt.

Auf jeden Fall bekommt derMiro jetzt Spezialtraining. Wenn’s hilft.

Schweinsteiger und warum er bei der EM so stark war

Der Vorteil daran, dass man im Ausland Urlaub macht, ist der, dass man nach Monaten oder Jahren mal wieder die „Blätter“ lesen kann, die man sonst nie anfasst. Fast ohne schlechtes Gewissen, weil man sich ja schließlich weiterhin informieren muss und Internet gibt’s eben zumeist nicht…

Sportbild ist so ein Fall.

In der aktuellen Ausgabe durften wir erfahren, weshalb Herr Schweinsteiger bei der EM so stark war. Also nach seiner Sperre. Im Spiel gegen die Portugiesen.

Es soll in seinem Vertrag eine Anlage Nummer 3 geben, in der geregelt ist, dass Bastian S. „ab dieser Saison zum monatlichen Grundgehalt von 120.000 Euro eine Extra-Prämie über 30.000 Euro pro Monat erhält, wenn er in der Saison 2007/08 mindestens 25 Pflichtspiele für Bayern absolviert hat – und dazu noch in 50 Prozent der Spiele für Deutschland bei der EM 2008 in der Anfangsformation stand“.

Und weil alle Fußballer geldgeile Säcke sind, war doch klar, dass Schweinsteiger allein die Deutschen ins Finale treiben würde/musste.

Logisch.

Ein Wechsel der nicht sein darf

Man kennt das ja.

Es gibt da einen Verein, den man liebt, für den man alles geben würde. Und dann gibt es Spieler, die man auf den Tod nicht ausstehen kann.

Plötzlich wechselt aber eben jener Spieler zu seinem Verein!

Schockschwerenot.

Wie soll man das mit sich selbst vereinbaren?

Oft dauert es nur so lange, bis dieser ehemalige schlimmste Feind ein Tor erzielt hat, gegen, sagen wir mal, den Erzfeind des eigenen Klubs.

Fußballfans sind so.

Aber worum geht’s hier überhaupt?

Mikael Sylvestre wechselte vor kurzem von ManU zu Arsenal.

Dabei ist Sylvestre mein ganz spezieller Freund.

Aber wie gesagt: Alles vergessen, wenn durch sein Tor die Meisterschaft für Chelsea verhindert wird…

Fußballblogfreie Zone

Nachdem zuletzt auch noch Torsten (endlich) in die Freiheit startete, kam mir letzte Woche kurz mal folgender Gedanke:

Welcher Fußballblogger den ich seinerzeit und rund um meinen eigenen Start in diese Sparte kennenlernte, ist jetzt überhaupt noch bei diesem Kostenlos-Provider Twoday.net?

Stefan, ok. Aber sonst?

Twoday.net eine Fußballblogfreie Zone?

Keine Ahnung, der Grund dafür ist aber schnell erklärt und wurde zumeist von jedem ähnlich beschrieben:

Für den Einstieg ist das da alles super. Es ist kostenlos (in der Basis-Version) und man kann sofort loslegen mit dem Bloggen.

Das Problem tritt später auf.

Wenn man „erwachsen“ wird, mit seinem Blog einfach mehr machen will, weil man nicht mehr nur zwei, drei Leser pro Woche hat.

Man will mehr Features, man will das, was man woanders gesehen hat. Und was man bei Twoday.net eben nicht bekommt.

Kann man gut oder schlecht finden, ist aber so. Und auch gar nicht schlimm. Man wechselt eben und alle sind zufrieden.

Zumindestens hat man mit einem WordPress-Blog nicht mehr so viele Ausfälle… 😉

Angst vor Hoffenheim haben nur die Kleinen

Ich hatte für Hoffenheim nicht viel übrig. Emporkömmlinge, die SAP-Hopp auf der Tasche liegen, dachte ich. Retorten-Team.

Dann sollten sie den Aufstieg des FC verhindern. Verloren stattdessen in Köln, machten das Daum-Comeback perfekt. Das nahm ich denen echt übel. Im Anschluss waren sie mir nur eins: Egal.

Ein ernsthaftes Problem haben mit Hoffenheim ohnehin nur „die Kleinen“. Also die, die kämpfen müssen um den Verbleib in der der deutschen Top-Liga, oder denen Hoffenheim beim Aufstieg in diesselbe im Weg stand.

In der „Liga“, in der die Bayern spielen, sieht man sowas ganz anders, hat mehr Details, kennt und schätzt sich.

Meine Meinung über Hoffenheim bröckelte, als ich erfuhr, dass die eben nicht nur blind die SAP-Kohle auf den Kopf hauen, sondern dass die vielmehr in die Strukturen investieren. Die machen sowas wie Jugendarbeit (aktueller B-Jugend-Meister) und setzen die dann auch noch in der Bundesliga ein (Durchschnittsalter am letzten Samstag 22,5(?)) – Frechheit!

Wieviele Jugendspieler spielen eigentlich in den Mannschaften, deren Fans Hoffenheim, Hopp und Co. immer wieder beleidigen?!

Gar sympathisch wurde mir Hopp, als ich hörte, dass a) Hopp selbst mal für Hoffenheim gespielt hat (weiß Abramowitsch, was das ist?!), b) er nach dem Aufstieg sich von Boulevard-Aussagen distanzierte, dass Hoffenheim jetzt sofort den FCB angreift, c) sich der Verein mittelfristig selber tragen soll, ganz ohne die Hopp-Milliarden und d) das neue Stadion eben nicht protzig daherkommt, sondern der eigene Fan-Struktur Rechnung trägt. Respekt.

Das Ganze hat also Sinn und Verstand genauso wie eine seriöse Grundlage.

Wieviele sogenannte Traditionsvereine können derlei Verhaltensweisen in den letzten Jahrzehnten vorweisen?

Sicher. Was Hopp zum Thema „Tradition“ sagt, muss man nicht unterschreiben, aber wo z.B. die Pfalz Hilfe für die arme, arme Region von Politik und Steuerzahlern einfordert, handelt ein Hopp mit seinem Privatvermögen und schafft eine echte und ernstzunehmende Region. Die Rhein-Neckar-Region.

Und dieses Privatvermögen ist auch noch ehrlich und hart erarbeitet. Oder hat SAP irgendjemand gezwungen, seine Software zu kaufen?

Wie auch immer.

Soviel Lobhudelei sollte es gar nicht sein. Ich wollte nur einen Gegenpol, zu diesen Gästeblock-Gesängen vom letzten Samstag etablieren.