BL 2013/14 #04 SC Freiburg – FC Bayern

Spiel: SC Freiburg – FC Bayern
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Freiburg

Saison 2012/13
28.11.2012 SC Freiburg – FC Bayern 0:2 (0:1)

Rekord-Herbstmeister. Im Breisgau.

Die Bayern sind Herbstmeister. So früh wie noch keine andere Mannschaft in 50 Jahren Bundesliga. Noch nicht einmal der FC Bayern selbst. Auch wenn vielen dieser „Titel“ nichts sagt, oder nicht wichtig ist – ich finde das gut! Ich gehe lieber mit Vorsprung an der Tabellenspitze in die Winterpause. Zumindest lieber als mit Rückstand. Ist doch logisch, oder? Und nach den Erfahrungen der letzten Jahre sollte das jeder Bayern-Fan so sehen. Denn natürlich waren wir auch im letzten Jahr Herbstmeister.

Saison 2011/12
18.02.2012 SC Freiburg – FC Bayern 0:0 (0:0)

Leidenschaft schlägt Lässigkeit oder So bleibt der FC Ratlos ohne Titel

Jeder der selber ein eigenes Weblog betreibt, weiß wie das ist. Vor, aber vor allem während und auch noch nach einem Spiel des eigenen Vereins arbeitet es im Kopf. Man legt sich die Worte für die Bewertung, die eigene Sicht der Dinge zurecht. Verwirft, beginnt neu. Dieser Beitrag ist das Resultat dieses Prozesses. Wie soll ich am besten vorgehen? Soll ich der Polemik freien Lauf lassen, die mich während des Spiels unseres FC Bayern in Freiburg beim dortigen Sportclub ergriff? Soll ich all den Kommentatoren hier und anderswo nach dem Mund reden, die teilweise die „Selbstauflösung“ des FC Bayern fordern?

Saison 2010/11
19.03.2011 SC Freiburg – FC Bayern 1:2 (1:1)

Charaktertestwochen oder Eine faule Pflaume ist immer dabei

Es sah alles ganz gut aus. Frühe Führung und die nächste dieser Hurra-Fußballtruppen in Schach gehalten. Dann der übliche Bock in unserer Defensive. Diesmal traf es Herrn Gustavo. Zweimal. Übel. Erst der Stellungs- oder wasauchimmer-Fehler, der zum berechtigten Elfmeter führte und den Herr Kraft parieren konnte (super Quote übrigens: zwei von zwei gehalten). Dann aber, wie um diesem Image unserer Abwehr gerecht zu werden, dieser Slalomlauf um Herr Cissé, den dieser dazu nutzen konnte, den Ausgleich zu erzielen.

BL 2013/14 #03 FC Bayern – 1.FC Nürnberg

Spiel: FC Bayern – 1.FC Nürnberg
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Nürnberg

Saison 2012/13
13.04.2013 FC Bayern – 1.FC Nürnberg 4:0 (3:0)

C-Bayern, D-Franken und jede Menge Entspannung

In diesen Tagen muss man sich viel zurechtlegen. Die Bayern, dass der nächste Gegner immer der schwerste ist. Die Nürnberger, dass man sich in München was ausrechnen würde, weil man ja so lange nicht verloren hatte und die Münchner die Liga ja herschenken. Die Abteilung „Vermarktung“ bei der DFL, dass die Bundesliga natürlich weiterhin und bis zum Schluss brutal spannend bleiben wird. Alles Quatsch. Selbst meine eigenen Befürchtungen, dass die Clubberer uns – wie im Hinspiel – erneut ärgen wollen – hinweggefegt.

Saison 2011/12
29.10.2011 FC Bayern – 1.FC Nürnberg 4:0 (3:0)

Die bayerische Katze und das fränkische Wollknäuel

Achtundsiebzig Prozent. Dieser neue Ballbesitz-Saison-Rekordwert wurde heute im Münchner Stadion ermittelt. Fast schon unchlaublich, dass dieser Wert nur zu vier Toren unserer Bayern führte. Denn im Gegensatz zur letzten Saison bringt uns dieser Wert auch endlich etwas. Aber das Thema wollten wir ja ruhen lassen. Die Gegenwart ist ohnehin viel angenehmer. Einige fränkische Spieler sprachen zwar nach dem Spiel die zuvor zurechtgelegten Sätze auf („kamen nicht ins Spiel“, „früher Rückstand“, „Konzept über den Haufen geworfen“), einzelne Gegner vermochten aber durchaus die Überlegenheit der Heimmannschaft anzuerkennen.

Saison 2010/11
14.11.2010 FC Bayern – 1. FC Nürnberg 3:0 (1:0)

Nach dem Bayern-Derby gehts den Bayern besser als vorher

Nein, ich bin zufrieden. Sicher, auch diesmal hätte der Sieg höher ausfallen dürfen, aber Elfmeter verschießen, können bei uns mehr Leute als welche zu versenken. Wichtig war allein, dass wir endlich mal wieder einen Big-Point gemacht haben. Und damit ist nicht gemeint, dass wir – wie früher – einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft oder Titel gemacht haben, sondern vielmehr, dass wir endlich einmal die Chance genutzt haben, mit einem Sieg drei Plätze gutzumachen. Je länger die Saison nämlich dauert desto unwahrscheinlicher wird so was.

BL 2013/14 #02 Eintracht Frankfurt – FC Bayern

Spiel: Eintracht Frankfurt – FC Bayern
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Frankfurt

Saison 2012/13, 06.04.2013
Eintracht Frankfurt – FC Bayern 0:1 (0:0)

Dantes Schüssel und Schweinis Hacke

Der FC Bayern ist Deutscher Meister 2012/13! Rekord-früh. Rekord-dominant. Wir sind es aus eigener Kraft geworden und der Sieg in Frankfurt war der letzte Mosaikstein. Dazu gratulieren wir den Spielern, den Verantwortlichen, allen, die an diesem grandiosen Erfolg ihren Anteil haben und nicht zuletzt uns selbst, den Fans, die schließlich auch daran beteiligt waren. Was muss ich dann aber im Nachgang lesen? Ja, irgendwie ist das schon toll, was die Bayern da geleistet haben, Glückwunsch, aber feiern, noch nicht einmal richtig feiern können die doofen Bazis!

Saison 2010/11, 23.04.2011
Eintracht Frankfurt – FC Bayern 1:1 (0:0)

Die hessische Bestie bleibt unbesiegt oder Nein, wir sind selber schuld

Spielberichte direkt nach Abpfiff sind so eine Sache bei mir. Gut, weil man sie dann aus dem Kopf hat. Schlecht, weil diese dann eher emotional gefärbt sind. Nun. Es ist wie es ist. Ich bin wie immer spät dran. Andererseits ist das ja inzwischen regelmäßig so und Zeit zum Nachdenken hat man so auch noch. Gut. Auf diese Weise sieht man das alles viel differenzierter. Ich verzichte auf Tiraden gegen die Frankfurter Eintracht, auch wenn dieses Spiel ein Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten war.

Saison 2009/10, 20.03.2010
Eintracht Frankfurt – FC Bayern 2:1 (0:1)

Das war ja alles absehbar, oder?

Ehrlich gesagt ist mein emotionaler Zustand rund um das Ende des gestrigen Gastspiels des FC Bayern in Frankfurt nicht zitierfähig. Komischerweise ging es kurz danach schon wieder. Vielleicht lag es an den immer platter werdenden Allgemeinplätzen der sog. Sport-Journalisten bei Dienstleistern wie z.B. Sky. Nach dem dritten Satz fiel Studio-Moderator Dieter Nickles nichts Besseres ein, als einen Zusammenhang zu konstruieren zwischen dem nächsten Gegner in der Championsleague und den späten Toren der Eintracht.

BL 2013/14 #01 FC Bayern – Borussia Mönchengladbach

Spiel: FC Bayern – Borussia Mönchengladbach
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Gladbach

Saison 2012/13, 14.12.2012
FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:1)

Der Jerome, der Marc-Andre und kein Pech

Fangen wir am Ende an. Der FC Bayern hat eine fabulöse Hinrunde gespielt. Eine der besten in seiner Geschichte. Der FC Bayern hat ein Spiel verloren. Und dreimal nur ein Remis erzielt. Den Rest: Gewonnen! Mit einer insgesamt unfassbaren Tordifferenz. Soll man da jetzt von Pech reden, dass wir gegen Gladbach einen Handelfmeter ertragen mussten und der gegnerische Torhüter alle unsere Schüsse pariert hat (bis auf einen)? Den Elfmeter kann man geben. Nicht weniger zumindest als den Handelfmeter für uns gegen Augsburg.

Saison 2011/12, 07.08.2011
FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Hilflos. Ideenlos. Erfolglos.

Ich muss mich korrigieren. Don Jupp scheint die Mannschaft – bei all den Schwierigkeiten – auf den Punkt richtig eingestellt zu haben. Für Braunschweig reichte es. Für Gladbach nicht. Denn wie überraschend ist es, das eine dieser “üblichen” Mannschaften nach München kommt, sich mit 11 Mann im eigenen Strafraum versammelt und auf Glück bei möglichen Kontern hofft? Lieber, DonJupp, solche Heimspiele werden wir in dieser Saison noch einige sehen. Wo ist das versprochene Konzept des Trainers, flexibel auf Spielsituationen zu reagieren?

Saison 2010/11, 02.04.2011
FC Bayern – Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)

Selektive Wahrnehmung oder 77 Minuten Grausamkeit

Als Bayern-Fan hat man in diesen Tagen und Wochen nicht unbedingt viel zu lachen. Heute Morgen allerdings könnte ich ein leichtes Schmunzeln nicht verhindern, als ich diesen Bericht las. 68 Prozent aller Zweikämpfe gewann Holger Badstuber und zeigte neben seinen kämpferischen Fähigkeiten generell ein gutes Spiel. Spontaner Gedanke: Habe ich das falsche Spiel gesehen? Ziehen wir mal ein paar Prozentpunkte in Bezug auf die Quelle dieser Nachricht ab und bin ich ferner einmal ein wenig selbstkritisch, ob ich in Bezug auf den Sportskameraden Badstuber inzwischen ein wenig selektiv agiere, muss ich schon sagen, dass dieser Satz ein wenig sehr optimistisch ist, oder?

Der Jupp’sche Kreis oder Rekord-Aus

Frauen von Fußball-Fans haben es nicht leicht. Gibt es Nachwuchs wird es kompliziert. Erst Recht, wenn der Nachwuchs noch nicht im „ich bin mit Papa beim Fußball“ – Alter ist. Dann muss Sie immer einspringen, wenn Er in Ruhe Fußball schauen will. Ganz zu schweigen von der Kinderbetreuung bei Live-Spielen.

Meine Frau ist so eine Frau. Und sie leidet still. Es gibt natürlich Reparationsleistungen meinerseits, aber rund um die Spiele unseres FC Bayern steht sie parat. Ich hingegen fand es nun einmal an der Zeit in den Rückzahlungsmodus einzusteigen. Die Saison kurz vor der Ziellinie und wenn man die technischen Möglichkeiten hat – warum nicht der Liebsten mal anbieten, ein 15:30-Spiel erst am Abend zu konsumieren? Wer konnte denn so was ahnen?!

Ich versichere an Eides statt, dass ich um 15:30 meinen letzten Tweet las und in die Lego- und Playmobil-Problematik einstieg. Bis 17:15 fasste ich mein Smartphone nicht an. Herrje. Ich fing an, die ersten 10, 15 Tweets von 15:31 nachzuscrollen und starrte schockiert auf mein Display – Null zu Zwei?? Schneller Wechsel zur Ticker-App, zwecks Beleg, was danach passiert war. 4:3? Und Dortmund? Gegen Hoffenheim?! Die Fortuna meiner Frau abgestiegen? Dann das 2:2. Relegation. Was? Abseits? Also doch P17? Puh. Wer bitte denkt sich so was aus? Aber gut, dass ich in aller Ruhe die Eroberung der Löwenburg verhinderte und den Bauernhof inkl. Weide und Tiere noch fertig gebaut bekam. Wer braucht schon solch einen Stress?

Im Ernst: Man kann es ja eh nicht ändern und am Ende des Tages war mir nur wichtig, dass wir in Mönchengladbach dann noch gewonnen haben. Über das Wie habe ich mich im Nachgang informiert. Und nur weil der Ablauf „ein wenig“ dramatischer verlief als erwartet, ändere ich doch nicht mehr meine Überschrift, die ich mir vor dem Spiel zurecht gelegt hatte (ein Novum).

Es schloss sich ja tatsächlich ein Kreis für unseren Trainer. Den gebürtigen Mönchengladbacher, der hier als Spieler seine größten Erfolge feierte und die ersten Jahre seiner Trainerlaufbahn verbrachte. Nicht nur einmal wird er in diesen Tagen auf sein (sportliches) Leben zurückgeblickt haben – sicher nicht ganz ohne Stolz (lassen wir die BL-Intermezzo (Intermezzi?) in Frankfurt, Schalke & Gladbach mal außen vor)!

Dann diese Begrüßung und Verabschiedung in Gladbach. Derlei ist dort wohl noch keinem Bayern-Trainer zuteil geworden. All das und noch viel mehr wird auch so einen erfahrenen Haudegen wie Heynckes bewegt haben. Seine Tränen während der Nach-Spiel-PK waren eindeutiges Zeichen dieser Emotionen. Ein rundum gelungener Tag im Borussia-Umfeld. Denn auch seine Spieler wussten um die „historische“ Bedeutung dieser Stunden – für ihren Trainer. Anders ist kaum zu erklären, wie die Bayern nach einem 1:3-Rückstand nach 10, 11 Minuten noch so dermaßen sowohl Gegner als auch Spiel dominieren sollten und völlig verdient (sogar um ein, zwei Tore zu niedrig) das Spiel für sich entscheiden konnten. Ein letzter Sieg, ein paar letzte Rekorde. Für den Trainer, für die Ewigkeit. Also die echte jetzt, nicht die von 2012.

Ich gestehe, dass ich mir nicht die vollen 90 Minuten unseres letzten Saisonspiels in der Aufzeichnung angesehen habe, schon die wichtigsten Szenen, klar, aber einiges im Schnellvorlauf. Dem 0:1 ging ein Zuordnungsfehler in der bayerischen Verteidigung, dem 0:2 eine ebenso unfassbare wie ungewöhnliche Konzentrationsschwäche des Ex-Gladbachers Dante voraus. Womit wir schon die Erklärung für sein Verhalten hätten – er war imho am Anfang des Spiel, bei der Rückkehr in „sein“ altes Stadion, schlichtweg „unkonzentriert“. Besser da als in Wembley. Schwamm drüber. Das 1:2 basierte auf Riberys erster Zuckervorbereitung und Martinez‘ Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Ein Konter besiegelte das frühe 1:3. Sommerfußball beim FC Bayern? Urlaubsstimmung? Mitnichten. Der FC Bayern ist heuer ein ganz anderes Team. Ich weiß nicht welches Jahr ich hier nennen soll, aber „früher“ hätte eine Mannschaft des FCB dieses Spiel nach dem 1:3 abgeschenkt. Sich vollends auf #Wembley konzentriert. Vergangenheit. Wir machten Ernst. Und hier vor allem unser kleiner Franzose. Ich sag’s Euch, Leute, unser Franck hat noch was vor in dieser Saison. Der will. Wie auch beim 2:3, als er Gladbachs Besten im kurzen Eck überraschte, oder beim 3:3 als er das Tor des Monats erzielte. Mindestens. Was für ein Strahl. Nicht weniger begeisternd seine Vorlage für Arjen Robben, der daraufhin zum 4:3-Siegtreffer einnetzte.

Was bleibt den Gladbachern?

Sie haben uns anfangs des Spiels geärgert, sie haben uns vier der 18 Saisongegentore eingeschenkt. Immerhin. Kann nicht jedes Team von sich behaupten. Nein, ich glaube tatsächlich, dass unsere Spielzeit 2012/13 tatsächlich und jetzt wirklich in die ewigen Geschichtsbücher dieser Fußball-Bundesliga eingehen wird. Mehr geht kaum. Und selbst wir werden diese Bestmarken – in der Masse – so nicht reproduzieren oder gar übertreffen können. Auch nicht mit Pep – dem Zauberer – Guardiola.

Punkt. Strich drunter. Das war es mit der Bundesliga. Rekorde über Rekorde. Schön war’s. Und das Beste? Es geht ja noch weiter. Ab sofort gilt jede Konzentration dem europäischen Gipfeltreffen am nächsten Samstag in London. Jedes Krümelchen wird analysiert, von allen Seiten beleuchtet werden. Ok, jetzt nicht von mir, ich habe beruflich bis dahin genug zu tun, aber jeder Andere, der sich nur im entferntesten mit Fußball beschäftigt, wird noch was mitzuteilen haben. Hoffen wir nur, dass bis zum Spiel nicht noch ein paar Transferbomben platzen und alle komplett durchdrehen.

Auf diversen Kanälen habe ich ja nun schon meine Einschätzung zum Finale kundgetan und auch wenn Einige das inhaltlich schon nervte und sie den Wahrheitsgehalt in Frage stellten:

Ich bin wirklich total entspannt. Und ich bin auch total davon überzeugt, dass wir das Finale gewinnen werden. Davon hat mich diese Saison überzeugt. Nicht nur die Bundesliga, nein, auch die Championsleague und hier vor allem die Spiele gegen Juventus und Barcelona, haben gezeigt, wie groß der Sprung war, den der FC Bayern 2012/13 noch einmal im Vergleich zur Spielzeit 2011/12 gemacht hat. Nicht mehr und nicht weniger. Dortmund ist stark und Dortmund steht – ebenso wie wir – verdient im Finale der Königsklasse, aber wir werden stärker sein. Nicht weil wir eine solch dominante nationale Rekordsaison auf den Rasen gebrannt haben, nein, vor allem deshalb, weil wir auf verschiedene Herausforderungen in dieser Saison immer wieder neu und erfolgreich reagiert haben.

Die Dortmunder Siegesserie gegen uns – deren Selbsterfüllung uns noch 2011/12 zu lähmen schien – ist heuer unterbrochen worden. Vielmehr hatte es der BVB zumeist seinem herausragenden Torhüter zu verdanken, nicht schon in der Bundesliga geschlagen worden zu sein. Im Pokalspiel hingegen – einer Begegnung mit ähnlichem Charakter wie am kommenden Samstag – rangen wir die Borussen nieder. Ein Wendepunkt. Bei all der – jugendlichen – Begeisterung und Unbekümmertheit, die die Schwarzgelben wohl auch im Finale auszeichnen wird, ich bin davon überzeugt, dass wir den Schlüssel in der Hand halten. Wir werden siegen. Weil wir keine Schwäche zeigen werden, jeder Spieler wird um die Bedeutung dieses Spiels wissen, jeder Spieler wird sich dieser Chance bewusst sein. Und genau dieser Gedanke beflügelte schon andere Teams. Inter 2010 ebenso wie Chelsea 2012. Auch wenn ich zusätzlich davon überzeugt bin, dass wir in diesem Finale für das Gros der Spieler nicht die letzte Chance auf den Henkelpott sehen (welches imho die Hauptmotivation für obige Gegner war).

Pack ma’s, Buam. Bringt den Pott hoam. Auf geht’s, Ihr Roten!

BL 2012/13 #34 Borussia Mönchengladbach – FC Bayern

Spiel: Borussia Mönchengladbach – FC Bayern
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen Gladbach

Gegner:

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Wikipedia: Link
Bilanz Spiele: 46/30/20
Bilanz Übersicht: Link

Ende. Aus. DonJupp hört auf. Passend, dass das letzte Bundesliga-Spiel unseres Trainers in Mönchengladbach stattfindet. Ein Kreis schließt sich. Alles Gute, Jupp. Und Danke für Alles!

Ansonsten:

Auf geht’s, Ihr Roten!

Vom Abstieg, Sandgetrieben und jeder Menge Trallala

Chronistenpflicht. So nennt man das wohl. Wenn man als Blogger auch fünf Tage nach einem Spiel noch seinen Bericht schreibt. Interesse hat daran sicher kaum noch jemand. Die wilde Karawane ist eh schon längst beim überüberüberüberübernächsten Thema. Was waren das noch Zeiten als ich für 50 Leser geschrieben habe, 5 Kommentare bekam und es niemanden interessierte, dass der Bericht zum Spiel immer(!) erst Dienstag oder Mittwoch das Licht der Welt erblickte. Nein, ich will gar nicht klagen, ganz im Gegenteil, ich muss sogar ab und an ein wenig schmunzeln. Und ich schreibe ja auch. Jetzt.

Ich denke, dass Spiel selbst können wir schnell abfrühstücken. Die Augsburger waren der erwartet schwere Gegner (sic!). Warum? Weil es das gefühlte 20. Spiel des FC Bayern in der Bundesliga war, in dem es – für den FC Bayern – um kaum noch etwas ging. Abgesehen von der verrückt-historischen Aufholjagd vielleicht. Ist natürlich Quatsch. Für mich ist diese Rekordjagd tatsächlich sehr wichtig. Als Statement. Als Reaktion. Auf die Jahre 2011 und 2012. Immer noch, eh klar. Damit will ich gar nicht langweilen. Diese „Spannung“ ist aber auch für uns wichtig, um hier vom Kopf her wach zu bleiben, den Bogen genau richtig zu spannen. Nicht zu stark und nicht zu schlaff. Für das große Ziel: Wembley. Aber zurück zu Augsburg.

Die ersten Spielminuten brachten das erwartete Bild – dominante Bayern. Mit Chancen im Minuten-Takt. Nun, zu diesem Zeitpunkt erinnerte ich mich wieder daran, was mich in den bisherigen Spielen gegen die Puppenkistenkicker schon genervt hat: Dieser Torhüter. Er hielt die Unhaltbaren. Denn eigentlich hätten wir in dieser Phase die üblichen 1-2 Tore erzielen müssen. Dann wäre es das Schützenfest geworden. Und die Düsseldorfer Fortuna müsste sich um die Tordifferenz im direkten Duell um Platz 15 keine Sorgen mehr machen. Wir überwanden ihn aber nicht. Und dann wurde es zäh, merkte man plötzlich – so wie es unser Kapitän nach dem Spiel ausdrückte – dass bei den Münchnern Sand im Getriebe war, man 10 Tage nicht mehr mit der 1a-Elf gespielt hatte. Eine wichtige Erkenntnis. Für das große Finale. Aber auch für das Spiel in Mönchengladbach.

Im weiteren Verlauf wurden die Augsburger mutiger und wieso auch nicht, mehr als in München verlieren geht ja eh nicht. Ein Elfmeter wurde ihnen versagt. Wie auch später den Jupp-Jungs. Das „Handspiel“ von van Buyten lassen wir mal außen vor – aus meiner Sicht kein Elfmeter.

Am Ende kam eh alles, wie es kommen musste und wie es heuer immer kam: Wir machten das Tor. Und noch eins und noch eins. Punkt. Das mich das Spiel trotzdem mitnahm, darüber schrieb meine Frau (dabei war sie ja teilweise daran schuld (Fortunin, you know?!))

Wie sehr so ein Tor doch beruhigen kann. Danach wurde es (ich) ruhiger. Im Anschluss unsere Meisterfeier. Lange herbeigesehnt, nicht erst seit dem Titel in Frankfurt, nein, seit 2010. Es wurde feucht. Und fröhlich. Die Bilder beeindruckten.

Frühkindliche Prägung.

Apropos Prägung. Für meine Kinder war es zwar die erste bewusst erlebte Meisterfeier des FC Bayern, für mich die 17. (1980,81,85,86,87,89,90,94,97,99,2000,01,03,05,06,08,10) – und jede habe ich genossen. Auch wenn ’85,’86,’89,’00 und ’01 vielleicht spontaner waren als alle anderen, mir ist jeder Titel, jeder Feier recht. Welcher (Bayern-)Fan würde diesen Satz nicht für sich unterschreiben?

Die Saison biegt in schneller Fahrt in die Zielgerade ab. Am Samstag steht das letzte Spiel in Mönchengladbach an. Hier gilt es einerseits erneut sich vor Verletzungen zu schützen, andererseits aber in Form zu kommen und sowohl all unseren Rekorden die letzte Spitze aufzusetzen als auch das 1:1 im Hinspiel zu „korrigieren“. Dabei sind übrigens die 91(!) Punkte am Saisonende realistischer als noch sechs weitere Tore für die 100-Tore-Marke. Ein Sieg, keine Verletzungen und nah an die Topform für den 25.05. zu kommen reicht mir aber vollkommen aus.

In diesem Sinne:

Auf geht’s, Ihr Roten!

BL 2012/13 #33 FC Bayern – FC Augsburg

Spiel: FC Bayern – FC Augsburg
Wettbewerb: Bundesliga
Historie: Spiele gegen FC Augsburg

Gegner:

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Wikipedia: Link
Bilanz Spiele: 10/0/1
Bilanz Übersicht: Link

Meisterfeier. Endlich. Jetzt nicht aufgrund der „spontanen“ Rituale a la Bierduschen, auf die könnte ich verzichten, nein, unsere unfassbar gute Saison erhält endlich auch ihre visualisierte Krönung. Die Bilder, die ab 17:30 die mediale Runde machen, ersetzen inner- und außerhalb meines Kopfes endlich die Eindrücke schmerzender schwarzgelber Konfettiregen. Dazu endlich mal wieder ein Bundesliga(!)-Spiel mit der bestmöglichen Startelf. Für die Jagd nach weiteren Rekorden. Für die Hilfe für die Fortuna meiner Frau. Für uns. Für mich.

Endlich.

Auf geht’s, Ihr Roten!