Die Bayern-Bank. Auch für normale Bürger eine Option?

Das ist irgendwie faszinierend. Und wenn man mal genauer drüber nachdenkt, sogar merkwürdig.

Vor kurzem haben meine Frau und ich uns – für wenige Wochen – mit dem Thema Hausbau beschäftigt. Keine Sorge. Ich war vorher dagegen und wir haben es jetzt schriftlich, dass wir nun wieder gegen die eigenen vier Wände sind. Zu sein haben.

So eine Finanzierung einer sechsstelligen Summe, über 30 Jahre, ist für uns nicht relevant.

Womit wir beim Thema sind.

Der FC Bayern ist zwar keine Bank, kann aber scheinbar Eigenkapitel und Sicherheiten einbringen, davon können die Normalbürger nur träumen.

Wieso?

Weil im Rahmen des Baus der Allianz-Arena 340 Millionen Euro an Kosten aufgelaufen sind, die der Verein, bzw. die Arena-Gesellschaft (anders wäre wohl die Lizenz des FC Bayern in Gefahr gewesen…) im Rahmen einer Finanzierung über 18 Jahre abzahlen wollte.

340.000.000,- Euro über 18 Jahre?

Und der Normalbürger braucht für lächerliche 100.000,- oder 200.000,- Euro 30 Jahre?

Naja. Zugegeben. Ist schon ein bißchen wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Aber die Dimension ist schon beachtlich.

Beachtlich ist aber weiterhin, dass durch die aktuell diskutierte 10%tige Beteiligung der Audi AG an der FC Bayern AG weitere 100 Mio. Euro in die Kassen fließen und somit die Abzahlung der Arena schon nach 10 Jahren abgeschlossen sein wird.

Übrigens: Bei einer Zins- und Tilgungsrate, die jährlich 30 Mio. Euro betragen kann, zeigt sich natürlich, wieso es hier diesen immensen Unterschied gibt…

30 Mio. Euro, die ab 2013 (stimmt doch, oder wann fing die Finanzierung an?) dann zusätzlich in den Kader gesteckt werden können. Jedes Jahr!

Da kann man die Begeisterung eines UH dann irgendwo doch verstehen, oder?

„Ein schuldenfreies Stadion wäre natürlich ein Traum, dann sind wir der reichste Klub der Welt.“

Sagen wir mal so: Bei dem Zuschauerpotential und den Einnahmen, die dann über die Arena erzielt werden können, und zwar garantiert, kann man sich zumindestens nicht beschweren. Und soweit ich weiß, gehört das Stadion doch inzwischen sowieso schon uns alleine, oder?

Parallel fließt offenbar auch über’s Hauptsponsoring mehr Geld in die Kasse. Unser Hauptsponsor will bis 2013 verlängern. Mit 25%tiger Erhöhung.

Es gibt Schlimmeres.

Breitnigge – Podcast 09/10 #5

Aufgenommen is.

Der fünfte Podcast.

Alles zu den Themen Review Nürnberg-Spiel, 200. Spiel in der Allianz-Arena, Luca Toni in Liga 3, 100-Mio.-Einstieg Audi beim FC Bayern, Müller-Knüller, Comeback van Bommel und Demichelis und Kurzvorschau Pokalkracher FC Bayern gg. RWO.

Viel Spaß.

Knapp 16 Minuten Podcast in 45 Minuten komplett aufgenommen, geschnitten und produziert. So gefällt mir das.

Podcast bei Podhost.

Weisheiten #107

„Real hat uns überhaupt nie Geld geboten. Wir haben ihnen gesagt, sie brauchen ihr Flugzeug nach München nur besteigen, wenn sie einen Scheck mit einem dreistelligen Millionen-Betrag dabei haben. Den haben sie offensichtlich nicht aufgetrieben, also sind sie in Madrid geblieben. […] Real wird mal ein Problem haben, wenn ihr Bernabeu Stadion von irgendeinem Gerichtsvollzieher zugeschlossen wird, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können. Der Krug läuft solange zum Brunnen bis er bricht. Und da soll man sie doch laufen lassen, irgendwann bricht er schon.“

Uli Hoeneß, seit 1979 FCB-Manager

Das Arschloch im Schrank – immer noch

Pawlow. Immer wieder. Die gleichen Reflexe. Oft fragt man sich da, was irgendwann mal schief gelaufen ist. Bei den üblichen Verdächtigen. Aber sowas gehört sich nicht. Denn schließlich sind die Bayern nun mal scheiße. Und man hat die gefälligst selber ebenfalls scheiße zu finden. Geht immer. Findet sich immer jemand, der der gleichen Meinung ist. Über den Verein. Die Fans. Oder einen wie Uli Hoeneß.

Klar. Hoeneß provoziert. Das hat teilweise Methode. Aber wer will abstreiten, dass er in vielen Dingen – im Endeffekt – doch Recht hatte? Trotzdem. Man kann/darf/soll nicht gut finden, was er so von sich gibt. Egal was.

Es gibt sogar „Journalisten“, Blogger oder Twitterer, die begründen ein ganzes Weltbild auf UH. Wie still wird es wohl um sie werden, wenn er tatsächlich mal abtritt?

Ich schweife ab. Und ausserdem würde ich persönlich werden, wenn ich das Thema in dieser Richtung vertiefe.

Worum geht es aktuell eigentlich?

Um Geld. Was sonst?

Hoeneß hat ein Interview gegeben. Er wurde gefragt. Und hat geantwortet.

Woher sollen die TV-Mehreinnahmen kommen? ARD und ZDF werden nicht mehr zahlen und Ihr wichtigster Geldgeber, der Bezahlsender Premiere, schreibt rote Zahlen?

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass jemandem einfällt, wie man Pay-TV in Deutschland profitabel betreiben könnte. Leo Kirch hat es probiert und ist vom Bundeskartellamt zurückgepfiffen worden. Jetzt versucht es Rupert Murdoch mit Premiere. Am besten wäre es allerdings, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender alle Fußballrechte kaufen und dem Bürger Fußball quasi gratis nach Hause senden würde.

Staatsgeld für Fußball-Millionäre? Meinen Sie das ernst? Die ARD, die sich durch Zwangsabgaben finanziert, bezahlt doch schon 100 Millionen Euro pro Jahr für die Sportschau-Rechte?

Schauen Sie sich das Fernsehprogramm doch mal in seiner Gänze an und rechnen aus, wie gering der Anteil des Fußballs daran ist und für welche Einschaltquoten er gleichzeitig sorgt. Welche Sendung außer vielleicht „Wetten dass“ erreicht denn vergleichbare Zuschauerzahlen wie Fußball?

Damit würden Sie Fußball-Desinteressierte ein zweites Mal gegen deren Willen abkassieren…

Moment, ich werde doch auch monatlich abkassiert, obwohl ich nur Nachrichten, Sport und politische Diskussionen anschaue. Meine große Hoffnung ist, dass die Leute irgendwann bereit sind, zwei Euro im Monat für Fußball zu bezahlen. Das ist nicht mal eine halbe Schachtel Zigaretten oder ein kleines Bier in der Kneipe.

Von jedem der 37 Millionen TV-Haushalte?

Ja, das wären im Monat rund 75 Millionen Euro, im Jahr gut 900 Millionen. Damit kämen wir den 1,2 Milliarden Euro in England und den 1,1 Milliarden in Italien sehr nahe. Das wäre mal was, das wäre dreimal so viel wie die erste und die zweite Liga derzeit pro Saison bekommen. Dann könnte jeder praktisch kostenlos Fußball gucken.

Sagen wir, gefühlt kostenlos…

…jedenfalls wäre das mein Traum.

So. Was ist daran jetzt dramatisch? Wo ist hier die Rede von „Fußballsteuer“, oder einer „Zwangsabgabe für Millionäre“? Nicht? Komisch. Sogar auf Nachfrage nicht.

Erstens.

Ich zahl‘ GEZ-Gebühren. Gerne. Denn ich will weiterhin ARD und ZDF haben, da ich ein ausschließlich privates Programm nicht ertragen könnte. Echt nicht. Übelst.

Zweitens.

Der Betrag für die GEZ ist imho ein Witz. Für Premiere Sport / -Bundesliga zahl‘ ich mehr (ca. 20,- Euro). Fußball ist aber für mich einer der Hauptgründe, überhaupt die Glotze einzuschalten. Sorry. Klingt hart. Ist aber so.

Drittens.

Wenn mir jemand sagt: Hey, ‚zahl einfach mal 2,- im Monat mehr GEZ-Gebühren und Du bekommt Bundesliga-Fußball „kostenlos“ im Öffentlich-Rechtlichen – da unterschreib‘ ich sofort. Blind.

Wieso? Na weil ich da momentan glatt 90 Prozent sparen würde!

Wie kann man davon nicht begeistert sein? Wo sind die Gegenargumente?

Und ganz im Ernst – welcher Fußballbegeisterte TV-Konsument würde das nicht machen? Für ein reines Bayern-Spiel-Programm (plus Restspiele in der Zusammenfassung) würde ich (werbefrei) sogar 10,-, 15,- oder 20,- Euro im Monat zahlen. Jederzeit. Wo sind die Vorschläge, Angebote? Wo?

Das Problem: Würde es sowas geben, wären wir beim Thema Einzelvermarktung und das ist ja das rote Tuch für all die Sozialisten in dieser zähen Diskussion. Denn keiner der „kleinen“ Vereine könnte die aktuellen finanziellen Gießkannen-Gelder selbst erwirtschaften…

Fußball rockt. In Deutschland. In Europa. An vielen Ecken der Welt.

Und zwar mehr als vieles andere. Was die Gutmenschen so mögen. Und so. Auch hier hat UH Recht.

Aber darf er natürlich nicht haben. Recht haben jetzt. Aus Prinzip.

Wie mich das manchmal ankotzt.

Führt aber zu nix. Damit muss man lernen umzugehen. Habe ich. Klappt zumeist ganz gut.

Heute mal nicht mehr…

P.S. Imho war das nicht nur ein Ablenkungsmanöver. Vom Team, den fehlenden Stürmern weg. Das ist UH eine Herzensangelegenheit. Wie mir auch.

Danke Schalke! Danke Bremen!

Vielleicht weiß man jetzt, weshalb ich mich dann doch irgendwie immer ein wenig freue, wenn sowas wie mit Schalke und Bremen in der Championsleague passiert. Das hat gar nix mit Schalke und Bremen zu tun. Nächste Saison (insofern wir uns qualifizieren!) freu‘ ich mich dann über sowas bei Hoffenheim oder Hertha.

Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League darf sich der deutsche Fußballmeister Bayern München schon jetzt über 42 Millionen Euro Einnahmen freuen.

42.000.000,- Euro??

Wie das?

Na zum Beispiel aufgrund der bisherigen Punktprämien (aktuell 12,1 Millionen Euro) und vor allem der Einnahmen aus dem TV-Pool. Hier ist die Bundesliga ohnehin führend in Europa.

40.000.000,- Euro waren hier im Topf. Für Bayern. Für Bremen. Für Schalke. Zumindestens theoretisch. Weil die aber so früh ausgeschieden sind, bekommen die Bayern jetzt glatt die Hälfte: 20.000.000,- Euro!

Sicher. Für die 10.000.000,- Euro, die die Bayern mit den bisherigen vier Heimspielen gescheffelt haben, können die beiden restlichen CL-Teilnehmer nix – so kommt aber diese aberwitzige Summe zusammen.

Alter Schwede.

Aber wir haben ja genug Verwendung dafür. Und wenn’s in die Abzahlung für unsere Arena fließt…

Von Kommerzbloggern, IP-TV, Logen, Elvis und starkem Bier

Ich bin ein Kommerzblogger.

Würde ich mal vermuten. Zumindestens in den Augen diverser „Teilnehmer“ der Blogosphäre. Weil ich eine Einladung zu einem Event eines kommerziell orientierten Unternehmens der Telekommunikationsbranche angenommen habe. Zu einem Event, auf dem ein Produkt vorgestellt wurde, bei dem auch noch das böseste aller Unternehmen überhaupt (bevor Google das wurde) mit im Boot ist. Software-technisch.

Schlimm. Wie kann man nur. Für viele bin ich jetzt wahrscheinlich erledigt. Aber total. Und zwar für alle Zeiten!

Abwegige Theorie? Bei Kai gehen einzelne Kommentare aber offenbar in diese Richtung.

Jeder ist in seiner Meinung natürlich völlig frei, aber: Hallo?! Ich bin schon groß. Darf ich selbst entscheiden, was ich zu tun oder zu lassen gedenke? Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich denke. Auch nicht, wenn ich von einer Agentur oder einem Unternehmen zu solch‘ einer Veranstaltung eingeladen werde. Aber ich nehme teil, um mir eine Meinung zu bilden.

Gerne will ich auch zugeben, dass ich es nicht getan hätte, wenn es kein Bayern-Spiel gewesen wäre, nicht in der Arena und nicht dort in einer Logo stattgefunden hätte. Ist das nachvollziehbar? Irgendwie? Ich bin Bayern-Fan. Was soll ich woanders?

Des Weiteren halte ich es für ein Gebot der Höflichkeit, dass man sich bedankt, wenn man eingeladen wird – wozu und in welchem Umfang auch immer. Sowas nennt man Kinderstube. Und zwar eine gute. Persönlich habe ich dies am Samstag bereits getan. Ob ich es dann auch noch in meinem Blog und über einen allzu freundlichen Beitrag tun muss, ist etwas ganz anderes…

Nicht das ich das müsste, aber hier mal kurz eine Aufstellung über das Sponsoren-„Geschenk“:

Bezahlt, bzw. geschenkt wurde mir Folgendes:

– Flug: ca. 80,- Euro
– Tagesticket MVV (Samstag): 10,-
– Eintrittskarte Loge/Spiel…
– Catering Loge…
– Benutzung T-Home-Decke…

Selbst getragen habe ich dagegen:

– Hotel: ca. 90,- Euro
– Einzelfahrt Flughafen MVV (Sonntag): 9,20
– Catering Bloggertreffen…

Wahnsinn. Ist das jetzt schon ein Fall für Transparencynow?

Aber was reg‘ ich mich auf. Würde nur den persönlichen Gesamteindruck stören. Meinen Gesamteindruck.

Auf der anderen Seite: Vielleicht habe ich ja selbst schon derlei ätzende Kommentare abgegeben. Im Rahmen des Bloggertreffens machte mich nämlich Markus noch einmal auf die Umstände, Reaktionen und Kommentare rund um die Coca-Cola-WG während der 2006er-WM aufmerksam. Er war nämlich dabei. In der WG. Persönlich will ich derartige Kommentare nicht ausschließen, aber bestimmt nicht so ideologisch…

Wie auch immer.

Ich hatte Spaß. Wie wir wohl alle. Und dafür will ich mich auch nicht weiter rechtfertigen.

Kommen wir also mal zum Kern der Präsentation und somit dem Event: Dem Produkt. T-Home Entertain.

Sagen wir es mal so: Dem IP-TV gehört die Zukunft. Die Zeiten der passiven Berieselung, ohne auf das Programm und das, was man wirklich sehen will, Einfluss nehmen zu können, gehören in eben dieser Zukunft der Vergangenheit an. Meine Meinung.

Die Lösung, die hier Microsoft und T-Home auf die Beine gestellt haben, ist ferner ’ne feine Sache. Genau nach meinem Geschmack. Wenn ich noch die Lebensumstände von vor einigen Jahren hätte. So ohne Kind und mit jeder Menge Freizeit, die ich für mich selbst „verbrennen“ kann.

Denn diese Zeit bräuchte man, um all die Features von T-Home Entertain zu nutzen: Zeitverzögerten Anschauen von Live-Spielen, Archive voll mit Fußballspielen, jederzeit zum Anschauen bereit. Über 200 Programme, und, und, und.

All diese Dinge kann (und will) ich aber gar nicht nutzen. Ich hab‘ die Zeit nicht.

Zeit habe ich Samstags von 15:30 bis 17:15. Oder so. Oder Sonntags von 17:00 bis 18:45. Plus Zusammenfassung. Und das war’s. Davor und danach beschäftige ich mich mit all den anderen Dingen meines Lebens.

Punkt 2 und da war ich mir mit fast allen Fußballbloggern spontan einig: Wenn ein Spiel vorbei ist, interessiert mich nur noch das Ergebnis und die Zusammenfassung. Ich will nichts live sehen, was nicht live ist. Das ist ’ne Kopfsache. Ich war auch noch nie jemand, der – um die Spannung nicht zerstören wollte – früher keine Ergebnisse erfahren wollte, bevor er die Sportschau geschaut hatte.

So’n Quatsch. Aber es gibt trotzdem genug, die genau so denken. Und das ist ja auch gut so.

Am Ende kommt natürlich noch das Geld ins Spiel.

Für T-Home Entertain müsste ich den Telefonanbieter wechseln und den Kabelanschluss kündigen. Wäre ja alles im Paket mit drin. Und somit vielleicht sogar günstiger (Details wurden uns vorgerechnet, in der Summe (inkl. Bundesliga-Paket) kommt man wohl auf 50-60 Euro (im Monat) – Telefon, Premiere und ish sind zusammen teurer). Aber 1.) läuft Kabel bei uns über die Hausgemeinschaft, dass kann ich gar nicht kündigen und 2.) hat T-Home keinen Pokal und keine CL im Portfolio.

Fazit: Gutes Produkt, für mich und meine Umstände aber aktuell nicht passend.

War das jetzt politisch korrekt genug für mich als Blogger?

Gut. Dann zum zweiten und dritten Aspekt dieses Tages: Loge und Bloggertreffen.

Aus anderen, beruflichen Gründen, war ich Anfang 2007 schon mal Gast in der T-Com/T-Home Lounge. Der Besuch in der Loge war da eine Ergänzung, die ich sehr genossen habe. Das Drumherum, Catering, Bewirtung, ein Bayern-Spiel von dort zu schauen, war für mich persönlich schon was Besonderes.

Details rund um Anreise, Loge, Spiel und Bloggertreffen habe ich ja schon über Twitter und Twitpic zum Besten gegeben, damit will ich nicht erneut langweilen.

Es gibt Schlimmeres, was man Samstags um diese Zeit machen kann. Hierfür noch einmal danke (jetzt ist’s aber gut 😉 ).

In diesem Umfeld dann auch noch mir bekannte und unbekannte Blogger (wieder) zu treffen, rundete das Ereignis dann ab.

Ist es doch immer wieder erstaunlich, wie schnell man sich näher kommt, wenn man sich persönlich trifft. Da sind sich plötzlich Bayern-, Bremen-, Nürnberg– oder Bochum-Fans und -Blogger mehr als sympathisch (eine Auswahl – im Grunde waren wir uns alle gleich sympatisch…).

Fleissig wurde diskutiert, gefrotzelt oder einfach nur Meinungsgleichheit hergestellt. Bestechend, wie harmonisch abseits von Blogs alles über die Vereinsgrenzen sein kann…

Die Fortsetzung dieser Stimmung fand sich im Rahmen des Bloggertreffens. Des zweiten, dass ich mit Fußballbloggern erleben durfte.

Die Location hatte der liebe probek organisiert. Kurze Zeit nach Eintreffen war ihm das wohl schon ein wenig unangenehm. Was an „Shawn und Shannon“ gelegen haben mag. Ein Traumduo, dass dem Haidhausener Unionsbräu so richtig einheizte.

Sicher. Mir sind jetzt die urbayerischen Gebräuche und Riten nicht soo vertraut, aber ich ließ mir versichern, dass ein alternder Cowboy mit Hut mit dem aktuellen Starkbieranstich nix zu tun hat. Na dann… 😉

Realsatire wurde es, als – wie ich aber erst hinterher realisierte – „Shawn“ zu „Elvis“ wurde (und später wieder zu „Shawn“) und die folgenden 1,5 Stunden dessen Klassiker schmetterte!

Herrlich. Und das mein‘ ich jetzt total ernst. Wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spass. Wie Bolle. Ob die MittvierzigerInnen, die zu Elvis‘ Klängen (vergeblich) bemüht rhythmisch ihrer Begeisterung für den King auszudrücken, bemerkt haben, dass wir sie nur bedingt „anfeuerten“?

Selten habe ich in München, bzw. Bayern soviel gelacht. Auch die Blogger-Gespräche betraten, je später der Abend wurde, noch weitere metaphysische Ebenen… 😉

Tiefergehende Details werden nicht verraten, waren sie doch teils privater Natur oder verbietet es sich, sie, ob des Zustands der einzelnen Blogger preiszugeben… 😉

P.S. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass sich Gerd Müller in der Arena von mir persönlich verabschiedet hat? 😉

P.P.S. Bin natürlich mal wieder ((un-)angenehm?) aufgefallen. Aufgrund meiner chronisch perfekten Organisation (Verbindungen, Abfahrtszeiten, Zeitpläne, Richtungen, etc.)…

Kein Rücktritt gestern

Oder habe ich was verpasst?

Nein. Über Leute, die am Boden liegen, macht man keine Witze.

Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob Löwen-Fans nicht genau das mit dem FC Bayern machen würden. In vergleichbarer Situation.

Soll ich mich jetzt darüber freuen, oder nicht?

Vor ein, zwei Jahren hätte ich zumindestens noch Bedenken gehabt, was unsere eigene Finanzlage betrifft, insofern unser „Arena-Partner“ wegbricht. Inzwischen sieht ja aber selbst UH das Thema recht entspannt.

Dann könnte man ja in den Chor mit einsteigen…

Aber ich bin da mal ehrlich:

So „intensiv“ wie ich das Chaos beim TSV 1860 verfolge, so sehr berührt es mich auch: Kaum.

Sollen sie doch zurück ins Grünwalder gehen. Und dritte, vierte Liga spielen. Ist natürlich nicht mehr so komfortabel für Herrn Ude. Aber doch zumindestens das, was alle 60er wollen, oder?

Träumt ihr mal weiter vom Aufstieg 2010, aber beschwert euch nicht über den Kater nach dem Aufwachen!

Der – ichmüsstedringendmalwiederwasbloggen – Beitrag

Mal ehrlich. Das geht so nicht weiter. Seit Tagen will/muss ich was bloggen und ich komm‘ einfach nicht dazu.

Stattdessen werden die Themen wahrscheinlich längst von euch selbst durchdiskutiert… 😉

Ich müsste…

…was zum Thema Kaka und ManCity,
…was über die Gerüchte rund um Ribéry und Milan (oder auch nicht),
…was über de Jong und ManCity,
…was über van Bommel und den HSV(oder?),
…was über das, sich dem Ende neigende Zeitalter der russischen Oligarchen, die sich Fußballvereine zum Vergnügen halten,
oder
…was über deren Nachfolger, die Scheichs, schreiben.

Müsste.

Schaff‘ ich aber nicht. Nicht, wenn ich nebenbei noch berufstätig bin. 😉

Ok, dann vielleicht doch ein paar Zeilen.

Ich fand es gut, dass Kaka ManCity abgesagt hat. Dies hat mich aber verdächtig an die Story rund um Gattuso erinnert, der ja seine Liebe zu Milan damals plötzlich wiederentdeckt hat (nach einer kleinen Gehaltsnachbesserung) und nicht zum FC Bayern kam.

Ferner fand ich es nicht schlecht, wie UH, in seiner typischen Art, auf die Gerüchte rund um einen Ribéry-Abschied reagiert hat (mit 150 Mio. kann man schon ’ne Menge machen…).

Und was van Bommel und den HSV betrifft: Das wäre vor allem ein Problem für die HSV-Fans.

Mal wieder gäbe es diesen Interessenkonflikt. Spieler vom Erzrivalen darf man nicht gut finden. Interessant fänd ich es aber schon, wie dann die Reaktionen ausfallen würden, wenn MvB in Hamburg die erste rote Karte für übertriebene Härte bekäme…

Wie auch immer.

Ich glaube, dass die Zahlen, die aktuell aus dem ManCity-Umfeld in die Fußballwelt schwappen, das letzte Aufbäumen einer schon längst vergangenen Zeit sind.

Für wie viel will Abramowitsch sein Spielzeug jetzt verkaufen? Für 1,- Euro? Mit wie viel Schulden im Gepäck? 800 Mio. Euro?

Warten wir’s ab. Es bleibt spannend.

P.S. Auch geil find‘ ich übrigens, dass wir jetzt im Fall Podolski den Spieß ein wenig umdrehen:

Beim Weiterverkauf (der natürlich in den Herzen und Köpfen der Kölner niemals stattfinden wird), kassieren wir mit.

Klasse verhandelt, Uli.

Souveränität kann man nicht herbeireden

Wieso habe ich bloß immer wieder den Eindruck, dass der Einzige, der in Hoffenheim wirklich souverän zu sein scheint, Herr Hopp ist?

Hopp hatte Beckenbauer angerufen und ihm erklärt, dass die Äußerungen von Manager Jan Schindelmeiser bei der Gala zur Wahl der „Sportler des Jahres“ lustig gemeint gewesen seien. […] „Das hat der Franz falsch aufgefasst. Die Wogen sind geglättet“, sagte Hopp

Ach. Und das kann dieser sogenannte Manager nicht selber klarstellen, muss Papa Hopp vorschicken? Nach dem eben dieser das gemacht hat, kommt Onkel Franz sogar zur Arena-Eröffnung zu Besuch.

Nach den Wortduellen der vergangenen Wochen wird Bayern-Präsident Franz Beckenbauer vom FC Bayern München den Hoffenheimern beim ersten Rückrunden-Heimspiel einen Versöhnungsbesuch abstatten.

Geht doch.

Im gleichen Bericht nennt Hopp – ohne Not – auch Zahlen, was da in den letzten Jahren für Geld geflossen sein soll. 175 Mio. Euro ins Projekt Hoffenheim, davon 20 Mio. Euro als Darlehen in den Spielbetrieb und 25 Mio. Euro in Neuzugänge der letzten beiden Jahre.

Naja.

Für Hopp sind das in Anbetracht seines Vermögens Peanuts, aber für Schindelmeiser, Rangnick und Co. kommt mir da nur die Attitüde „neureich“ in den Sinn. Und das passt dann auch wieder. In jeder Hinsicht.