Ich bin ein Arschloch!

So schnell geht das.

Da bemüht man sich seit Jahren darum, als Bayern-Fan ein anderes, differenzierteres Bild abzugeben (spätestens seit dem hierfrüher sicherlich nicht immer. Zugegeben.), als jenes, welches die meisten von uns in der Schublade haben und dann haut man mal einen „solchen“ Satz raus und – zack – ist die Schublade wieder auf?

Ja. Scheinbar ist das so einfach.

Worum geht’s?

Nun. Ich bin Fußball-Fan. Bayern-Fan sogar. Da darf man emotional sein. Da darf man immer gewinnen wollen. Da darf man gefrustet sein, wenn man Spiele verliert. Erst recht, wenn man – wie aktuell – drei Pflichtspiele in Folge noch nicht einmal ein Tor schießt.

Da darf man schon mal daran glauben, dass sich alles gegen einen verschworen hat. Zumindestens darf man das als einen weiteren Grund ansehen. Oder? 😉

Sicherlich kann man davon überzeugt sein, dass, wenn uns Herr Petric nicht den entscheidenden Ball in Hamburg über die Linie gedrückt hätte, dies wohl einem anderen HSVer gelungen wäre – ich dagegen bin mehr davon überzeugt, dass ansonsten im Kader der Hanseaten gar kein anderer Spieler (Stürmer) vorhanden gewesen wäre, der da überhaupt instinktiv geständen hätte…

Somit hätten wir – ohne Herrn Petric – in meinen Augen – in Hamburg zumindestens einen Punkt geholt. So wie jetzt andere Teams vielleicht – weil Herr Petric fehlt – gegen den HSV Punkte holen…

Wieso ich das sage?

Weil sich der böse Satz genau darum dreht.

Solche Dinge gehen einem spontan durch den Kopf, wenn man Fußball-Fan ist.

Vielleicht nicht, wenn man sein Leben lang noch nie in einem Fußballstadion war, oder einem Fußball irgendwie auch egal ist, oder man davon überzeugt ist, das „immer der Bessere gewinnen möge“, sprich, wenn man vielleicht sowas wie ein Gutmensch ist.

Dann darf man sowas natürlich nicht sagen. Noch nicht einmal denken!

Ich bin da leider schwächer. Ab und an lasse ich meinen Emotionen freien Lauf. Sorry dafür. Vor allem während des Spiels. Da geht’s mit mir zumeist durch. Da schreie ich, da schimpfe ich, da pflippe ich regelmäßig völlig aus. Vor allem, wenn es für meine Mannschaft nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle.

Ist das für irgendjemanden hier unnormal?

Klar – und das will ich ebenfalls mal klarstellen – freue ich mich nicht über die Verletzung von Herrn Petric. Und ich habe sie ihm auch nicht gewünscht. Mir wäre es stattdessen sogar viel lieber gewesen, wenn wir in Hamburg gegen den dortigen SV in dessen Bestbesetzung 5:0 gewonnen hätten.

Das hätte mir mehr Spaß gemacht, als Petric‘ Tor zuzusehen.

Was ich aber damit sagen will:

Was empfinden gegnerische Fans wohl, wenn ein Ribéry gefoult wird und womöglich ausgewechselt werden muss, dass Spiel der Bayern plötzlich erlahmt und man sich in München doch ein unerwartetes Remis ermauern kann?

Mitleid für den Franzosen? Wollen sie dem FC Bayern am liebsten den Sieg überlassen, uns vielleicht direkt mal ein Tor Vorsprung gewähren? Achso.

Wie sehr hat es wohl die Kölner Fans betrübt, als sie erfuhren, dass unser Flügelflitzer Robben im direkten Spiel vor dem Gastauftritt der eigenen Helden in München, verletzt ausfiel und definitiv das zuletzt gefeierte 4-3-3 der Bayern ausgeschaltet war? Eben.

Und was geht Fans durch den Kopf, wenn sie im Stadion „Tod und Hass dem FCB“ brüllen?

Fußball ist so. Da kann ich, das können wir nicht ändern. Und wer würde das auch ändern wollen?

Nein. Stattdessen waren meine Worte eklig, ätzend, lächerlich, kindisch und wird mir, bzw. uns Bayern-Fans insgesamt diesbezüglich sogar eine „Bayerndenke“ unterstellt.

Also eine Gesinnung, die ausschließlich auf niederen Instinkten basiert, oder wie war das gemeint?

Respekt. Das zeugt von guter Menschenkenntnis. Nicht nur meiner Person, sondern noch ca. 10-12 Mio. anderer Fußballfans aus allen gesellschaftlichen Schichten.

Ist natürlich Quatsch. Und aufregen sollte ich mich darüber erst recht nicht. Da hat Probek schon Recht.

Mich stört es halt nur, wenn Menschen – plötzlich – über mich urteilen, die a) mich überhaupt nicht kennen und b) auch sonst nix über mich zu sagen haben. Abgesehen von Momenten, wenn man in fünf Jahren mal einen Satz raushaut, der zur eigenen Schublade eines Bayern-Fans passt.

Das halte ich wiederum für höchst bemerkenswert.

Eigentlich.

Eigentlich müsste ich mal wieder bloggen.

Eigentlich müsste ich längst was zum Spiel gegen Juve zum Besten gegeben haben.

Eigentlich fehlen da von mir noch ein paar Worte zu den Verletzungen unserer Starspieler in der Offensive.

Eigentlich.

Auf der anderen Seite lässt meine Erkältung nicht zu, dass ich für sowas einen klaren Kopf habe.

Zusätzlich sind meine Wut und mein Frust direkt nach dem 0:0 schon wieder ein wenig verraucht.

Als Überschrift hatte ich sowas im Kopf:

„Eine Mischung aus HSV und Köln“

Wer drauf kommt, wieso, scheint hier Stammleser zu sein.

Das nach dem Spiel unsere Weltklasse-Offensive ausfällt – geschenkt. Passt zu diesen Tagen der herbstlichen Depression. Musste ja fast so weit kommen. Sonst könnte das Boulevard das Wort „Glasknochen“ ja nicht bringen. Wartet man schließlich seit 31.08. drauf…

So wie im Übrigen diese Woche gelaufen ist, verlieren wir sehr wahrscheinlich auch gegen Köln noch Punkte. Zuzutrauen ist es dem FC Bayern dieser Tage.

Dabei war das letzte Spiel gegen die Kölner schon unerträglich!

Zum Wochenabschluss geht’s jetzt in einen Kurzurlaub. Ursprünglich anders geplant, wird er jetzt zum Kururlaub. Doof nur: Kein Sky und wahrscheinlich weder Sportschau noch Sportstudio.

Naja. Vielleicht auch besser so. Bis Sonntag.

Breitnigge – Podcast 09/10 #5

Aufgenommen is.

Der fünfte Podcast.

Alles zu den Themen Review Nürnberg-Spiel, 200. Spiel in der Allianz-Arena, Luca Toni in Liga 3, 100-Mio.-Einstieg Audi beim FC Bayern, Müller-Knüller, Comeback van Bommel und Demichelis und Kurzvorschau Pokalkracher FC Bayern gg. RWO.

Viel Spaß.

Knapp 16 Minuten Podcast in 45 Minuten komplett aufgenommen, geschnitten und produziert. So gefällt mir das.

Podcast bei Podhost.

Always on air – immer erreichbar

Jetzt auch beim Breitnigge:

Das BrePoFon BreitFon Dr. Breitnigge Sorgentelefon Paules Sprechstunde Telefon ins Web ist nun permanent geöffnet.

Zu jedem Thema. Direkt nach Spielschluss. Mittendrin. Oder einfach mal so. Von überall.

Ick freu‘ mir. Unter 0228 – 30 41 49 71.

P.S. Für alle die, die das vielleicht dachten: Nein, das hat mit meiner privaten Nummer nix zu tun.

Breitnigge – Podcast 09/10 #4

Da simmer wieder. Die vierte Ausgabe des Breitnigge-Podcast ist online.

Die Themen sind ja schon länger bekannt gewesen – habe mich zumeist daran gehalten. Und ein erster O-Ton ist auch verwurstet.

Viel Spaß.

Noch 4 Tage.

Podcast bei Podhost.

Länderspielpause, Die

So ruhig hier.

Achjastimmtja. Länderspielpause. Noch dazu mit ’nem Freundschaftspiel und ’nem Heimspiel gegen Ex-Bundes-Berti.

Bei Bayern ist’s zur Abwechslung mal ruhig (selbst das Ribéry-Thema scheint durch zu sein) – also über was sollte man auch quatschen..

Oder ist’s meine Voicebox-Drohung und alle Leser sind vor Schreck auf die Bäume geflüchtet?!

😉

Breitnigge-Podcast, Call-In, Thema Transfers

So. Es geht los.

Der erste Call-In für den nächsten Podcast geht online.

Alles ganz einfach. Wer was zu sagen und nichts dagegen hat, seine Stimme in meinem nächsten Podcast veröffentlicht zu sehen, der sollte schnell anrufen.

Zu welchem Thema?

Das Thema ist diesmal Transfers:

Die Aussage Nerlingers, dass der FC Bayern in Zukunft nur noch Top-Transfers a la Robben stemmen sollte, welche Spieler das in den nächsten Transferperioden sein könnten, die Transfersperre der englischen Top-Clubs (aktuell Chelsea, vielleicht auch noch ManU), was das für die Bayern bedeuten könnte und zu guter Letzt, welche Dimension das alles (Sperre Topclubs, nur noch Top-Transfers) für die Münchner in Bezug auf die Stellung, Meinung und Quer-Subventionierung, Finanzierung der Bundesliga hat.

Wo kann man seinen Senf abgeben?

Unter 0228 – 30 41 49 71. Normaler Festnetztarif. Oder nix, insofern man ’ne Flat hat.

Maximale Aufnahmedauer: 85 Sekunden. Maximale Anzahl an Nachrichten: 100 (aber ich lösch‘ die ja auch nach und nach, da ich die wav-Dateien per E-Mail bekomme).

Viel Spaß!

P.S. Fällt jemand noch ’ne schicke Wortkombi bzgl. Call-In ein? Oder gefällt’s?

Breitnigge-Podcast in Zukunft mit Call-In – so ganz Web 1.0

Vor ein paar Tagen hatte ich mal in die Breitnigge-Runde gefragt, wie es so mit Skype-Verfügbarkeit aussieht.

Das Feedback war eher mau. Interesse ja, aber Skype? Was ist das? 😉

Ich musste lernen, dass ganz wirklich nicht unbedingt jeder der sich hier tummelt, so „abgefahrene“ Sachen in diesem Internetdingsbums macht wie ich.

Fieberhaft habe ich also seit dem nach einer Lösung gesucht, um dieses tolle Feature – denn darum geht’s ja die ganze Zeit – einer Call-In-Funktion für den Breitnigge-Podcast zu ermöglichen.

Zu allem Überfluss noch billig bis kostenlos für mich und meine Leser, Hörer und die „Community“…

Heute plötzlich stieß ich auf eine Lösung. Heureka.

Details werden noch nicht verraten, um endlich auch mal was exklusiv für meinen Podcast zu behalten… 😉

Nur soviel:

– Festnetznummer in Deutschland und im Anschluss .wav-Datei per E-Mail – kostenlos*.

Die Sprachqualität ist gut. Wenn nicht sogar besser als beim Original, dem Dopafon.

Ich bin begeistert. Echt jetzt.

In Zukunft wird das also so laufen:

Entweder ich gebe ein Thema vor oder einfach nur Kommentare zum aktuellen Spiel. Anrufen. E-Mails. Podcast-Produktion. Einbindung. Und zack seid ihr Teil des Breitnigge-Podcasts.

Gut, ne?

*abgesehen von den Traffickosten des E-Mailabrufs und der Telefongebühren für alle die, die keine Festnetzflat ihr eigen nennen.

Dieses Internetdingsbums und was andere daraus machen. Oder rausholen. Wollen.

Ich will gar nicht näher im Detail drauf eingehen. Vor allem weil es eigentlich ein fußball-fernes Thema ist und eigentlich hier hin gehört. Aber es geht um einen „Kollegen“. Fußballbloggerkollegen.

Und deshalb: Er ein Problem, auf das er – wie immer – komplett, vollständig und höchst analytisch eingegangen ist und er – wie immer – erschöpfend ergänzt hat.

Ich erfuhr davon über Twitter, verfolgte es auf den entsprechenden Blogs und sah die Welle durch’s Web rollen. Blogger-Tsunami (oder ist es politisch unkorrekt damit Metaphern zu bilden?). Und ein PR-Super-Gau. Wenn man daran glaubt, dass Blogeinträge irgendeine Wirkung haben. In der Öffentlichkeit.

Zumindestens in meiner Öffentlichkeit ist das so. Aber in diesem Land gibt es leider immer noch jede Menge Teile dieser Öffentlichkeit, die mit all diesen Dingen, die für „uns“ zum Alltag gehören nichts anfangen können.

Und dann gibt es wiederum andere, die das zwar alles kennen, aber nicht verstehen. Und noch andere, die es nicht verstehen, damit aber trotzdem Geld verdienen wollen. Und zwar schnell.

Ich persönlich habe ganz und gar keine Lust, mich mit derlei Individuen auseinander setzen zu müssen und deshalb habe ich mir schon vor langer Zeit einige Regeln gegeben. Ich mir selbst. Einfach so.

1. Schreibe nichts, was Du nicht auch ausserhalb des Internets, im realen Leben, vertreten könntest. In Bezug auf Inhalt und Wortwahl.

2. Werde nicht persönlich, oder verletze die Persönlichkeitsrechte anderer.

3. Schreibe keine Inhalte, die abmahnfähig wären.

Was das alles im Einzelnen bedeutet und ob ich mich in Zuständen der Emotionalität immer an diese Regeln halte, weiß ich selber nicht so genau. ‚Bin auch nur ein Mensch. Insgesamt klappt’s aber ganz gut.

Ein weiterer Punkt ist seit heute endgültig hinzugekommen:

Spreche dingend mal mit Deiner Rechtschutzversicherung, ob Rechtsberatung in Sachen Streitigkeiten im Internet, Abmahnungen und Co. abgedeckt sind. Und falls nicht, nimm sie in das Portfolio auf!

Und bevor ich es vergesse:

Natürlich gehört ihm meine uneingeschränkte Solidarität. Sagt man ja so. Und kann schließlich jedem von uns passieren. Nicht aus heiterem Himmel, denn inzwischen sollte man wissen, dass sich derlei Individuen auf Dinge wie Abmahnungen und Co. spezialisiert haben und das Web regelrecht danach durchsuchen, aber trotzdem bestimmt recht unvorbereitet. Denn wer bekommt schon regelmäßig Post vom Anwalt?

Für ihn – als Fußballblogger – würde ich sogar was spenden, wenn’s hart auf hart kommt und nur aufgrund von Geldknappheit auf einen Prozess verzichtet wird. Auf der anderen Seite hört man aber auch inzwischen (in Folge des PR-Desasters?) schon wieder ganz andere Töne. Alles nur ein Missverständnis und so.

Na dann.

Trotzdem sollten wir (Blogger) solche Geschichten immer im Hinterkopf behalten. Zumindestens solange der Gesetzgeber derlei Praktiken nicht endlich mal einen Riegel vorschiebt!

O-Töne aus der Breitnigge-Community?

Mal so in die Runde gefragt:

Hat irgendwer aus der „Breitnigge-Community“ irgendwelche Gedanken zum Thema „Rib & Rob gg. Wob“ im Kopf und will sie unbedingt loswerden?

Gar mir gegenüber? Mit möglicher Veröffentlichung im nächsten Breitnigge-Podcast?

Irgendjemand?

Idealerweise natürlich als Mp3- oder Wav-Datei. Oder gibt’s bei Skype sowas wie ’nen Anrufbeantworter?

Wie gesagt, ist ein Versuchsballon, könnte aber in meinem Podcast ’ne feste Rubrik werden – also los, ran an die Mikros…

Update: Anrufbeantworter für Skype gibt’s tatsächlich. Kennt jemand was Vergleichbares – kostenlos(er)?

Update 2: Ja. gibt es (ich sollte erst recherchieren, dann schreiben): Pamela.

So. Ich glaube, ich hab’s jetzt irgendwie eingerichtet. Wer will’s mal ausprobieren?

Skype: breitnigge71